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TU Chemnitz feiert ihr 180-jähriges Bestehen – mit einem Bekenntnis zur Weltoffenheit

CHEMNITZ. Die Hochschulen leben vor, was in manchen Bereichen der Gesellschaft noch wenig verbreitet ist – Internationalität und Weltoffenheit. Die TU Chemnitz ist in Sachsen ein gutes Beispiel dafür.

Hauptgebäude der TU Chemnitz. Foto: Sandro Schmalfuß / Wikimedia Commons  (CC BY-SA 3.0)

Hauptgebäude der TU Chemnitz. Foto: Sandro Schmalfuß / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Technische Universität Chemnitz hat ihr 180- jähriges Bestehen mit einem Bekenntnis zu Weltoffenheit und Toleranz verbunden. Bei einem Festakt im Auditorium maximum erinnerten mehrere Redner daran, wie wichtig die internationale Vernetzung für Hochschulen in dieser Zeit ist.

Mit einer Quote von 20 Prozent ausländischer Studenten liegt die TU Chemnitz über dem bundesweiten Schnitt, wie Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) mitteilte. Deutschland sei inzwischen nach den USA und Großbritannien das bei Studenten beliebteste Land der Erde. Mehr als 300.000 junge Menschen aus dem Ausland studierten hier, was einem Anteil von etwa 11,5 Prozent entspreche. Die hohe Attraktivität gelte es zu erhalten. «Deshalb muss Deutschland ein weltoffenes Land bleiben», sagte die Ministerin, die per Video gratulierte.

Die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Margret Wintermantel, äußerte sich am Rande des Festaktes besorgt über fremdenfeindliche Stimmungen und Alltagsrassismus in Sachsen. Die sächsischen Hochschulen würden aber sehr viel tun, um trotzdem die Internationalisierung voranzutreiben. Es sei problematisch, wenn diese Bemühungen konterkariert werden.

Auch beim DAAD seien besorgte Anfragen eingegangen. Die Außenstellen des Austauschdienstes rund um den Globus würden aber informieren und gegen den mancherorts entstandenen Eindruck argumentieren: «Die Hochschulen sind Stätten, in denen internationale Kontakte gepflegt werden müssen. Andernfalls ist man gar nicht wettbewerbsfähig.»

In ihrer Festwoche zum 180. Geburtstag richtet die TU Chemnitz auch eine Konferenz des internationalen Hochschulnetzwerkes «Academic Consortium for the 21st Century» mit Mitgliedern aus fünf Kontinenten aus. Unmittelbar vor dem Festakt unterzeichneten der kommissarische TU-Rektor Andreas Schubert und der Präsident der Nanjing University in China, Lyu Jian, eine Vereinbarung über den Studentenaustausch zwischen beiden Einrichtungen.

 

In Chemnitz studieren derzeit mehr als 11 000 Studenten aus etwa 90 Ländern. Am 2. Mai 1836 war hier mit der Königlichen Gewerbeschule eine Vorläufereinrichtung der heutigen Uni entstanden.

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