Abstimmung mit den Füßen geht weiter: 150 Haupt- und Werkrealschulen in Baden-Württemberg laufen aus

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STUTTGART. Die Schulpolitik war ein Zankapfel im baden-württembergischen Landtagswahlkampf, bis sich die grün-schwarzen Koalitionäre schließlich auf einen Kompromiss verständigt haben. Ging es dabei vor Allem um die Oberstufe an Gemeinschaftsschulen, macht der Schulumbau im Südwesten aber eher die Haupt- und Werkrealschulen zu Auslaufmodellen.

Der Schulumbau im Südwesten schreitet voran: Zum neuen Schuljahr im Herbst nehmen 150 Haupt- und Werkrealschulen im Land keine Schüler mehr auf. Eine Sprecherin des Kultusministeriums bestätigte einem Bericht der «Schwäbischen Zeitung». Die Schüler dort müssten aber nicht wechseln, könnten ihren Abschluss noch machen. Nach Informationen der Zeitung versenden die Regierungspräsidien die entsprechenden Bescheide an die Schulträger.

Die Anmeldezahlen der Haupt- und Werkrealschulen in Baden-Württemberg gehen kontinuierlich zurück. Foto: Anton-kurt /Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Die Anmeldezahlen der Haupt- und Werkrealschulen in Baden-Württemberg gehen kontinuierlich zurück. Foto: Anton-kurt /Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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Bei den betroffenen Schulen handelt es sich ausschließlich um Haupt- und Werkrealschulen. Die Anmeldungszahlen dort gehen seit Jahren zurück und lagen laut Ministerium zuletzt bei nur noch 6,5 Prozent. Gab es im Schuljahr 2014/2015 landesweit noch 782 öffentliche Haupt- und Werkrealschulen, sind es aktuell noch 747. Die Eltern meldeten ihre Kinder nach der Grundschule stattdessen bei Realschulen oder Gemeinschaftsschulen an. (dpa)

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