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Turnmatten gefällig? Ausverkauf der Odenwaldschule – Inventar wird versteigert

HEPPENHEIM. Ausverkauf der Odenwaldschule: Keine zehn Monate nach dem Nein der Behörden zu einem Weiterbetrieb der insolventen Einrichtung ist die Versteigerung des Inventars in vollem Gang. Die Auktion lauft seit dem 10. Juni unter der Internetadresse industrierat.de. Es gebe auch mehrere Bieter, die «für eine Summe X» alle Gegenstände zusammen übernehmen wollen, wie ein Sprecher der Insolvenzverwalterin Sylvia Rhein am Dienstag sagte. Angeboten werden etwa Turnmatten, Computer, Staubsauger, Waschmaschinen und Fahrzeuge sowie Großkücheneinrichtungen.

Das Idyll trügt: In der Odenwaldschule wurden zahlreiche Schüler missbraucht. Foto: Jakob Montrasio / flickr (CC BY 2.0)

Das Idyll trügt: In der Odenwaldschule wurden zahlreiche Schüler missbraucht. Foto: Jakob Montrasio / flickr (CC BY 2.0)

Das Ende der Auktion ist für den 1. September 2016 geplant. Insgesamt soll es drei Besichtigungstermine geben, an denen die Angebote an der Schule in Augenschein genommen werden können. Ein erster Besichtigungstag war der Dienstag. Am Verkauf der Immobilien werde festgehalten, sagte der Sprecher. Wann hier mit einer Entscheidung zu rechnen sei, könne aus Verfahrensgründen nicht gesagt werden.

An der Reformschule war 2010 ein Missbrauchsskandal hochgekocht. Die sexuellen Übergriffe von Lehrern an Schülern lagen schon länger zurück. Als offiziell gilt die Zahl von 32 Opfern, ausgegangen wird aber von bis zu 500. Das Interesse gerade am Internat nahm drastisch ab, die Schule kam finanziell ins Trudeln und meldete Insolvenz an.

Hier geht es zur Liste des ersteigerbaren Inventars.

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