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News4teachers-Leseraktion: Die Schwarzliste – Das wollen wir als Lehrkräfte nicht mehr machen müssen

KOBLENZ. Was sollte auf eine „Negativliste für Lehrer“? Welche Arbeiten, die immer öfter zum Alltag gehören, gehören eigentlich nicht zum Berufsbild, sollten Lehrkräfte also nicht mehr machen müssen? Wir haben Leser gefragt – und viele Antworten erhalten. 

schwarzliste

Eine Leserin von News4teachers, eine Kunstlehrerin, wollte die Hilfe des Schulhausmeisters in Anspruch nehmen, um die Flure mit Bildern zu verschönern. Daraufhin erklärte ihr die Schulleitung, dass solche Aufgaben auf der „Negativliste“ für Hausmeister stehen – er dürfe also diese Tätigkeiten nicht durchführen. Eine solche Schwarzliste, so meinte die Kollegin, müsste es doch auch für Lehrkräfte geben. Also haben wir auf Facebook gefragt: Welche Tätigkeiten erbringen Sie, die nicht Inhalt des Arbeitsvertrages oder der Stellenbeschreibung sind – und die Sie nicht mehgr machen mögen. Wir denken, die Liste könnte hilfreich sein, um die Kultusministerien und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, was heutzutage alles von den Pädagogen verlangt wird.

Welche Tätigkeiten wir nicht mehr machen wollen – die Leser-Antworten:

  • Anna: Sozialarbeiter für ganze Familien sein.
  • Martha: Psychologen, Therapeuten, Ersatzmütter, Krankenschwester, Trostspender, Entertainer.
  • Daniela:  Der Kauf von Heften, Stiften u.ä. für ganze Klassen, weil die SuS keine oder nur unzureichend Arbeitsmaterialien mitbringen (Kommentar Nicole: Oh ja… kenne ich  😣)
  • Morten: Die Anschaffung von Materialien, die zur Unterrichtsgestaltung notwendig sind (Lehrbücher)
  • Heinzi: In der eigenen Freizeit unbezahlte Nachhilfe erteilen, um selbstverschuldete Defizite auszugleichen.
  • Marion: Rund-um-die-Uhr Telefonbereitschaft für Eltern. („Ich hab Sie gestern nicht erreicht!“), Kommentar von Detlef dazu: Am Telefon grundsätzlich KEINE Auskünfte erteilen! Könnte jeder anrufen – ich erkenne doch nicht alle Eltern an der Stimme! Marion zurück: Na, so können sich viele kleine Fragen schon klären, bevor es sich hochschaukelt. Abgesehen davon, will ich die nicht morgens vor der Klassentür stehen haben. Jan dazu:  Ihr macht es euch aber auch schwer. Bei mir gibt es weder Telefonnummer, noch „Zwischendurchgespräche“. Wer etwas möchte, schreibt ins HA-Heft des Kindes oder kommt in die Sprechstunde.
  • Antonella: Sprechstunde über individuelle Probleme zu jederzeit an jedem Ort. Beim Restaurantbesuch, beim Spazieren gehen mit der eigenen Familie, oder auch beim Bäcker.
  • Christian: 90 bis 60 Tage Korrekturen, unterrichtsfremde Tätigkeiten sowie Überstundenausgleich für eine normale Arbeitswoche mit bis zu 50 Wochenstunden und mehr (sozialpädagogische Betreuung verhaltensauffälliger Schüler, Konferenzen uvm.)
  • Barbara: Rumdum-Dienst auf Klassenfahrten.
  • Su: Das private Handy immer dabei haben zu müssen. (Anweisung der Schulleitung), Tobias meint dazu: Ist bei uns auch so. Habe aber kein Problem damit. Su zurück: Habe meines ja sowieso immer dabei. Aber das einfach zu verlangen, finde ich schon heftig. Jan: definitiv rechtswidrig. Nata: Würde ich einfach nicht machen. Es soll ja Menschen geben, die gar kein Handy besitzen.
  • Lisa: Mit dem privaten PC, Laptop, Drucker, … den Unterricht vorbereiten. Tobias dazu: Kann man bei der Steuer angeben! Lisa zurück: Ja. Aber es wird mir nicht vorfinanziert und bei Reparaturen etc. muss ich es auch selbst finanzieren.
  • Uta: Den Schulranzen nach den Sommerferien (!!!) ausmisten und aufräumen
  • Monika: Möbel tragen!
  • Melanie: Basare ausstatten und durchführen.
  • Kathrin: Computeruraltmodelle am Laufen halten. Kommentar von Thomas dazu: Kannst ja von deinem Gehalt neue kaufen. Sascha: Toller Vorschlag.
  • Ines: Klassenraum putzen, Internet mit privatem Tablet ermöglichen, Kinder mit Frühstück versorgen
  • Julia: Pädagogischer IT-Koordinator, Brandschutzbeauftragter, Verantwortlicher für Katastrophenschutz, Sicherheit- und Ersthilfe-Verantwortlicher … Diese „Verantwortlichkeiten“ werden uns Lehrern zuhauf und ungefragt übergestülpt… Kommentar von Birgit dazu: Das gilt übrigens auch für Erzieher/innen in den Kitas.
  • Gabriele: Erziehung der Social Skills! Kommentar Jana dazu: Ist ganz klar unsere Aufgabe! Erziehungsauftrag!
  • Petra: Elternnachricht nachdem Schüler sich auf dem Pausenhof mit Beeren beworfen haben: „… die Flecken aus Paulinchens Hose gehen nicht mehr raus. Die Hose hat 50€ gekostet. Das will ich von Fritzchen ersetzt haben. Kümmern Sie sich darum!“ Nein, das gehört nicht zu meinen Aufgaben …
  • Ursula: Das dreckige Waschbecken in der Klasse reinigen, Frühstück für Kinder mitbringen, die mal wieder kein Essen dabei haben, Hefte, Stifte und Mappen für Schüler spendieren, damit sie arbeiten können, noch brauchbare Kleidung, Turnschuhe oder Schulranzen…
  • Sissi: Wie wäre es mit Klassenfahrten streichen?? Sind die Pflicht?? Kommentar Andreas:  Auf keinen Fall streichen. Du musst ja nicht mitfahren, bist nicht verpflichtet
  • Jana:  Das gesamte schuleigene (!) Material aus den Regalen und Schränken in selbst beschaffte (!) Umzugskisten räumen damit in den Ferien die Grundreinigung erfolgen oder gestrichen werden kann. Natürlich nach der Unterrichtszeit und ohne zeitlichen Ausgleich durch ausgefallene Konferenz.  Frage von Andrea dazu: Wird bei euch noch grundgereinigt? Bei uns werden nur noch die Fenster geputzt. Antwort Jana: Einmal im Jahr und das auch mehr schlecht als recht.
  • Mira: Das Privatauto zu nutzen, um auch in ländlichen Gebieten in der großen Pause schnell genug
  • Claudia: Klassenraum zusammen mit den Eltern streichen. Macht unser Hausmeister nämlich auch nicht!
  • Sarah: Klassenräume streichen, Gardinenschienen reparieren, Zwangsfortbildungen durch den Schulträger selbst bezahlen, Geld für Material vorstrecken
  • Jennifer: Mit dem privaten Pkw Schüler über ein Jahr lang an ihrem Praktikumsplätzen besuchen und dafür 30 Cent pro Kilometer bekommen. Aber nur die kürzeste Strecke von Daheim oder der Schule aus. Frage von Sahibra: Ihr bekommt dafür Geld?
  • Nina: Regale lackieren… Regale aufbauen… Regale für meinen Raum kaufen (von meinem Geld)… Regale putzen… Regale schleppen… diese Regale aber auch…
  • Gundula: WhatsApp Gruppen für Eltern der eigenen Klasse mit Hausaufgabenservice, Vertretungsplaninfo und Vergessene-Sachen-Hotline… um sich dann anzuhören: Warum haben Sie 21.30 Uhr nicht mehr geantwortet! Kommentar Sahibra: Mit Eltern eine Whatsappgruppe? Ohjee
  • Andrea: Hausaufgaben hochladen, damit die Eltern wissen, was ihre kinderlein zu tun haben. ..
  • Nina: Förderpläne erstellen, ohne es gelernt zu haben. Anschaffungen aus der eigenen Tasche. Alle Instanzen der Sozialarbeit kennen und pflegen, um alle Schüler richtig vermitteln zu können.
  • Mira: Die Krankenschwester für Schüler spielen, die krank zur Schule kommen und leider nicht abgeholt werden können, weil Mama leider keine Zeit / kein Auto / keine Lust hat – inkl. Tee kochen, Spuckschüssel leeren usw…
  • Werner: Gelder für die Schülerzusatzversicherungen einziehen und weiterleiten (BW)
  • Chantal: Ich „musste“ mein Klassenzimmer selber streichen in den Ferien.
  • Soufien: Ein PC mit Drucker für 30 Kollegen. Abschlussfeier organisieren. Räume streichen (natürlich in der Freizeit
  • Simone: Ohne Internet…
  • Egon: Geld von den Schülern eintreiben, um davon eine Kopierkarte zu kaufen, weil das Land zu geizig ist die Lehrer mit einer auszustatten.
  • Heike: Ich hätte gerne eine sonderpädagogische Ausbildung und die entsprechende Bezahlung, da ich nun im 4. Jahr ohne all das Inklusion unterrichte.
  • Nina: Differenzieren für I-Kinder ohne Material, Ausbildung und extra Kopieren
  • Pia: Fenster putzen.
  • Nina: Kotze wegwischen.

Die Liste ist weiter offen. Ergänzungen sind im untenstehenden Forum ausdrücklich erwünscht! Die Redaktion von News4teachers

59 Kommentare

  1. Bei einigen Dingen frage ich mich wirklich, wie – ganz vorsichtig formuliert – obrigkeitshörig Kollegen sind. Das Handy immer dabei? Klasenräume streichen? Whats-app-Gruppe für Eltern? Regale aufbauen?
    Wer soetwas mitmacht, ist früher oder später am Ende und hat selbst Schuld!

  2. – kriminalistische Ermittlungen führen bei Diebstählen, verbaler und körperlicher Gewalt (Was ist passiert? Welche der fünf Versionen stimmt? Wer hat angefangen? Wer hat provoziert?)
    – Eltern erziehen
    – privates Material einsetzen (Beamer, Lesestoff außerhalb von Klassenlektüren, Fotokameras, …)

  3. Ich möchte nicht mehr:
    Klassenbuch führen (Was wäre anders, wenn es keine Klassenbücher gebe?)
    Klassenarbeiten archivieren, maximal Abschlussarbeiten aufbewahren (Eltern sollten selber die Arbeiten aufbewahren, falls sie juristische Schritte anstreben wollen. – Kommt vor, ist doch aber eher selten.)

  4. – Verwaltungsarbeiten, die eigentlich durch das Sekretariat zu erledigen sind, wie z.B. Zeugnisse abheften
    – mich über schlecht erzogene Kinder Helikoptereltern ärgern
    – vieles von dem, was oben schon genannt wurde

  5. – Wöchentliche unbezahlte Stunden, die man sich mit Integrationskräften und Sonderschulkollegen berät.
    – Viertklässler kontrollieren, ob sie auch die Hausaufgaben aufschreiben (mach ich nicht mehr).
    – An den Haaren herbeigezogene Entschuldigungen anhören, warum Hausaufgaben fehlen.
    – Eltern davon überzeugen, dass Aufklärungsunterricht wichtig ist.

    • Hm, dies und das und jenes – ich sage mal „basics“ – nicht mehr tun wollen, aber bezahlt werden wollen wie die Gymnasiallehrer und angeblich gehts nicht ums Geld, sondern um die Gleichbehandlung. Na, mississippi, hier zeigen Sie ja gerade Ihr wahres Gesicht!

      • ganz ehrlich, sofawolf:

        Ich finde es haarsträubend, mississsipi an dieser Stelle die Geld-Debatte vorzuwerfen und zu schreiben, dass man als Lehrkraft auch das tun muss, was nebenher anfällt, dann aber im nächsten Post anzumerken, dass man als Lehrkraft selbst die meisten o.g. Dinge zurückweist.

        • Verständlicherweise finde ich das gar nicht haarsträubend. 🙂

          Ich habe missisippi vorgeworfen, das – was ich als Grundlage unserer Arbeit betrachte – nicht machen zu wollen, z.B. Beratungen mit Integrationsfachkärften und die Kontrolle des Eintragens der Hausaufgaben.

          Ich habe selber abgelehnt, Dinge zu tun, wie sie oben von Kollegen genannt werden und die ich nicht als Grundlagen unserer Arbeit betrachte, z.B. die Klassenräume streichen, Fenster putzen, Kinder mit Frühstück versorgen …

          Erkennen Sie den Unterschied, Palim? Ganz ehrlich?

  6. Oh, das ist sehr interessant. Danke.

    Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Z.B. mit Mississippi: sich alles und jedes bezahlen lassen zu wollen. Lehrer bekommen ihr Gehalt eben nicht nur für die Stunden, die sie geben und auch nicht nur für die Vor- und Nachbereitung, sondern auch für das, was nebenher anfällt. Aber ich stimme zu, dass es immer mehr geworden ist und wird und da müssen Grenzen gesetzt werden!

    • Es gibt eigentlich klare gesetzliche Grenzen: Je nach Bundesland sind es 40 oder 41 Arbeitsstunden pro Woche. Weil Lehrer viel Ferien haben, muss man dies auf Jahresarbeitsstunden hochrechnen, das wären dann 1760 bzw. 1805 Stunden im Jahr.

      Jeder Lehrer, der seinen Job ordentlich macht, arbeitet aber mehr als diese 1760/1805 Stunden im Jahr. Gymnasiallehrer liegen laut einer GEW-Studie aus Niedersachsen zwar über den Grundschullehrern, aber beide arbeiten zu viel.
      Man listse mal wirklich alle Tätigkeiten auf: Bei mir kommen 1959 Stunden raus, also 154 Stunden zu viel im Jahr.
      Die Landesregierungen weigern sich aber, mal wirklich eine großangelegte Erhebung der Arbeitszeit zu machen, weil sie genau wissen, was dabei rauskommt.

  7. (1) Sissi, doch, es gibt ein Gerichtsurteil, dass Klassenfahrten zur Aufgabe eines Lehrers gehören und man sich nicht weigern kann – allerdings müssen die Kosten übernommen werden.

    (2) Zeugnisse schreiben! Das sollte keine Aufgabe von Lehrern sein!

    (3) Das meiste Gelesene mache ich nicht und würde ich auch zurückweisen.

  8. @sofawolf: Sie machen davon gar nichts.

  9. Mir geht es so, dass ich vieles eigentlich sinnvoll finde, die Masse an Aufgaben aber nicht zu stemmen ist.

    Auf meiner Liste stünde noch:
    – die Inklusion im Alleingang im Klassenraum regeln zu müssen und ständig vermittelt zu bekommen, dass andere nicht zuständig sind
    – sich wegen allem Möglichen mit dem Kostenträger auseinanderzusetzen, der dann doch nicht anschafft oder umsetzt, was pädagogisch sinnvoll ist
    – unsinnige Konzepte zu schreiben
    – alle 3-4 Jahre die Schulbücher wechseln zu müssen und auf geringfügig geänderte neue Ausgaben zu stoßen, die jedoch ein Abändern sämtlicher Pläne erfordern
    – an Fortbildungen teilzunehmen, die weder mit Bildung noch mit Fachwissen noch mit Unterrichtsrealtiät zu tun haben und meine Zeit verschwenden (mache ich also nicht mehr), und als Fortbildungs-müde zu gelten, weil ich solche Veranstaltungen ablehne, mich aber lieber auf anderen Wegen weiterbilde
    – trotz über 100 min regulärer Aufsichtszeit weitere Aufsichten führen zu müssen, weil Assistenzen für verhaltensauffällige Kinder nicht genehmigt werden, diese Kinder aber eine 1:1 Situation benötigen

  10. @ mississippi, siehe meinen Beitrag von 23.17 Uhr.

    Naja, ansonsten scheint ja für Sie zu gelten, möglichst wenig tun und möglichst viel dafür bekommen. Mir ist nun klar, wie ich das alles einordnen muss. 😉 Dann seien Sie wenigstens so ehrlich wie dickebank, der ganz offen zugibt, dass es nur ums Geld geht – worum sonst?!

  11. @ sofawolf: Sie kennen mich überhaupt nicht, warum beleidigen Sie mich dauernd. Von dem Alltag eines Lehrers haben Sie auf alle Fälle nicht den Hauch einer Ahnung. Wer sind Sie überhaupt?

    • @ Nun bleiben Se mal Dame, missisippi. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Schimpfwörter habe ich nicht gebraucht!

      (Sie haben ebenfalls an anderer Stelle, Stichwort Schule auf dem Lande, an unsere „Gehaltsdebatten“ hingewiesen. Ich war nicht eingeschnappt, sondern habe lediglich dagegen argumentiert.)

  12. Wenn man die Schwarzliste sieht , weiß man woher die vielen Probleme tatsächlich kommen. Keiner fühlt sich für nichts zuständig, alles zu viel, zu schwer ect. Spricht man die auch durch Lehrer gemachten Probleme an kommt nichts als leere Luft….kann nicht, weiß nicht, nicht vorgesehen..
    Ein Großteil scheint demnach nicht qualifiziert Kinder auch nur ansatzweise auf den Weg zu bringen, sondern scheint genauso überfordert wie die Erzeuger..
    Eine ganz neue Generation, besser kann das nicht mehr werden.

    • „Spricht man die auch durch Lehrer gemachten Probleme an kommt nichts als leere Luft….kann nicht, weiß nicht, nicht vorgesehen..“
      Welche der oben in der Liste genannten Probleme sind denn durch Lehrer gemacht?

      „Ein Großteil scheint demnach nicht qualifiziert Kinder auch nur ansatzweise auf den Weg zu bringen, sondern scheint genauso überfordert wie die Erzeuger..“
      Irgendwie lese ich da ganz andere Dinge. Es geht doch um die Spitze des Eisbergs dessen, was man tagtäglich tut. Mir geht es so, dass auch ich viele der oben genannten Tätigkeiten schon gemacht habe oder machen muss (Klassenraum streichen, putzen, Tische schleppen – in Klassengröße versteht sich, PC-Wartung und Systemadministration…) und ich lieber die Zeit in andere Tätigkeiten stecken würde, die ich dem LehrerInnenberuf näher zugeordnet sehe.

      Bei den Hinweisen auf inklusive Beschulung würde ich im übrigen nicht meinen, dass es darum geht, Kindern grundsätzlich ein bisschen beizubringen, sondern dass die qualifizierte Beschulung wirklich viel Engagement fordert, das man auch erbringt, aber dennoch ständig an Grenzen stößt. Und DA hat man wirklich das Gefühl, dass alle die Türen und Augen und Ohren verschließen, wenn man Fragen hat oder Hilfen (selbst im Sinne von fachlichem Austausch oder Ratschlägen) benötigt.

  13. @sofawolf
    Wenn Sie Lehrer wären, würden Sie viele Dinge – auch hier bei News – ganz anders wahrnehmen. Mit jeder Ihrer Argumentation untermauern Sie, dass Sie kein Lehrer sind. Auch ich stelle die Frage: Wer sind Sie überhaupt?

  14. @missisippi und ysnp
    Wie soll sich jemand gegen die Unterstellung wehren, er sei kein Lehrer, sondern täusche das nur vor? Und das noch in einer Weise, die nach gesichertem Wissen klingt.
    Ich kann verstehen, wenn jemand in deutlich subjektiver Form sagt: „Ich kann nicht oder kaum glauben, dass Sie Lehrer sind“, doch Sie beide äußern sich auf eine Art und Weise, die ich als diffamierend und unfair empfinde.

    Im Übrigen imponiert auch mir dickebanks Ehrlichkeit, der/die frank und frei sagt, dass es ihm/ihr im Lehrerberuf vor allem ums Geldverdienen geht.
    Wären Sie beide Millionäre, würden Sie sich dann berufen und von innerster Überzeugung gedrängt fühlen, den Lehrerberuf auszuüben?
    Mich stört auch immer wieder die Veredelung des Lehrerberufs durch Lehrer. Von anderen Berufszweigen kenne ich das kaum.

    • @ Danke, Sabine, aber ich sehr das nicht so eng – solange es nicht unter die Gürtellinie geht. Die wollen mich nur aus der Reserve locken. 🙂

      Was ist mehr oder weniger wahr – nur dadurch, dass „man“ weiß, was genau ich beruflich mache?

  15. @Sabine: Und wie soll ich mich gegen die Unterstellungen wehren, dass ich eine faule Socke bin und es mir nur ums Geld geht? Würde es mir nur ums Geld verdienen gehen, hätte ich sicher einen anderen Beruf gewählt. Wir haben genug Geld. Ich könnte getrost zu Hause bleiben.

  16. @Sabine
    Durch das Mitlesen von Posts über mehrere Monate, Widersprüche und Nichtantworten, wenn es einmal wirklich ums Eingemachte ging, bin ich zu der obigen Meinung gelangt. Sie können auch in einem Lehrerforum nicht ausschließen, dass sich manche als etwas anderes ausgeben, alsdass sie wirklich sind.
    Und: Glauben Sie wirklich, dass es dickebank nur ums Geld verdienen geht? Erkennen Sie nicht die Ironie hinter vielen Aussagen?

  17. @Sabine: Faule Socken und Leute, die den Lehrerberuf als Job zum Geldverdienen sehen, treiben sich hier nicht herum. Und dickebank ist sich einer der Besten.

    • Mit Verlaub, missiissippi, das sehe ich anders.

      • Bleibt Ihnen unbenommen.

        Nur mache ich den Job zwar des Geldes wegen, aber im Gegnsatz zu Erfüllern habe ich als Nichterfüller auch noch realistische andere Optionen. In meinem „erlernten“ Beruf hätte ich im Gegnsatz zum tarifbeschäftigten Lehrerdasein im gehobenen Dienst sogar die Option einer Tätigkeit im höheren Dienst in einer anderen Fachrichtung. …

        • Das verstehe ich voll und ganz im Gegensatz zu den Kommentaren von Lehrern, die ihren beruflichen Gelderwerb mehr als Nebensache darstellen und mehr als eine Angelegenheit des lobenswerten Gefühls von Berufung.

      • Ich auch !

        Wie oben geschrieben, es klingt so: möglichst wenig tun und möglichst viel dafür bekommen.

        Nun, im Prinzip wollen wir das ja mehr oder weniger alle, aber dann soll man auch ehrlich dazu stehen.

  18. @ Zum Thema Klassenfahrten. Es gibt eine Entscheidung des BAG, vom 26.04.1985: „Die Durchführung von Klassenfahrten gehört zum herkömmlichen Berufsbild eines Lehrers.“ (Günther Hoegg „Schulrecht kurz und bündig“ lese ich dazu auf S. 57)

    Es ging dabei um einen Lehrer, der sich an der Teilnahme einer Klassenfahrt (er war der Klassenlehrer) geweigert hatte. Im Kommentar kann man allerdings lesen, dass die Verpflichtung zur Teilnahme an einer Klassenfahrt z.B. unzulässig ist, wenn der Lehrer die Kosten dafür selber tragen muss.

  19. Wem es bereits zu viel ist, das Eintragen der Hausaufgaben bei Grundschulkindern zu kontrollieren und sich mit Fachkollegen wegen Integrationskindern abzusprechen, ja, ich finde schon, der/die ist eine faule Socke.

    Ansonsten habe ich ja zugestimmt, dass ich die meisten der oben dargestellten Arbeiten nicht als unsere Aufgaben als Lehrer betrachte!

    • Wie stellen Sie sich denn die Absprachen mit FachkollegInnen zu Intergrations- oder Inklusionskindern vor?
      Was meinen Sie, welchen zeitlichen Rahmen diese Aufgaben inzwischen einnehmen?
      Wie viele über 10-seitige Anträge haben sie ausgefüllt, wie viele dezidierte Berichte geschrieben?
      Welche Vorstellung haben Sie von Klassenkonferenzen und Aufwendungen bei Regelverletzungen?

      Wer diese Aufgaben ernst nimmt, erkennt schnell, dass der zeitliche Rahmen immens ist und sich mit jedem Kind mit Lernschwierigkeiten und möglichem oder tatsächlichem Unterstützungsbedarf erweitert.
      Es wird nicht die Notwendigkeit dieser Gespräche in Abrede gestellt, sie sollten aber durch den Arbeitgeber angemessen berücksichtigt werden – hinsichtlich der organisatorischen Möglichkeiten und hinsichtlich der zusätzlichen Belastung.

    • Lieber sofawolf, ich wollte zwar hier nichts mehr schreiben, aber Sie fordern mich irgendwie heraus. Also: Ich habe „Viertklässler“ geschrieben. Und nun zu dem Procedere: Wir haben eine Hausaufgabentafel. Seit der ersten Klasse werden da die Hausaufgaben mit denselben Abkürzungen notiert. Die Schüler bekommen da extra Zeit dafür. Es sind wenige Worte. Ich gehe davon aus, dass das in Klasse 4, nachdem es seit 3 Jahren immer gleich abläuft zu leisten ist, ohne dass ich da bei jedem ins Heft schauen muss. Inspiriert wurde ich von einem Gymnasiallehrer, der mir erzählte, dass sie mit den Fünftklässlern erst einmal einen Hausaufgabenführerschein machen müssen, weil diese das ja offensichtlich nicht können. Ich weiß, dass es im Gymnasium schwieriger ist, die Hausaufgaben zu notieren, weil man ja nicht alles auf den nächsten Tag aufhat. So wollte ich sie schon ein bisschen selbstständiger übergeben, dass sie wenigstens die einfachen Dinge der Grundschule in ihrer eigenen Verantwortung sehen. Es ist wirklich einfach, keine große Leistung. Es erfordert nur etwas Eigenverantwortung.

      • Eigenverantwortung wird durch die Politik über das stichwort individuelle Förderung faktisch abgeschafft.

        • „Eigenverantwortung“ – Sie liefern das Stichwort xxx.
          Schon mit etwas Unverständnis muss ich bei der obigen Schwarzliste lesen, wie Lehrkräfte Schülern und Eltern teilweise die Eigenverantwortung abnehmen und sich dadurch einen neuen Stresspunkt setzen. Auch in der heutigen Gesellschaft muss das richtige Maß reflektiert werden. Meine Erfahrung: Je mehr Eigenverantwortung ich in Vorleistung Eltern und Schülern abnehme, desto lieber lassen sie sich diese abnehmen. Manchmal muss das Kind in den Brunnen fallen, damit etwas geschieht. Natürlich leistet der Lehrer auch den Spagat zwischen Unterrichtserfolg und Eigenverantwortung. Einerseits will er Unterrichtserfolge für die Schüler vermitteln – und da unterstützt er manchmal auch über das Maß hinaus (weil er entweder die Nerven verliert oder für ihn eben der Unterrichtserfolg über allem steht) andererseits ist das der Eigenverantwortung nicht zuträglich.

        • Das ist ein Missverständnis, selbst in der Politik setzt sich die Erkenntnis durch – zumindest in Teilen -, dass individuelle Förderung nur funktionieren kan, wenn die SuS Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen. Anders kann es bei den real existierenden Klassengrößen nämlich nicht funktionieren. Die SuS, die nicht in der Lage sind eigenverantwortlich zu arbeiten (mangelnde Selbstorganisation oder anerkannter Förderbedarf etc.) haben dann einen gesetzlichen Anspruch auf sonderpädagogische Förderung, die aber nicht vn Regelschulkräften erbracht werden kann, da sie hierfür nicht ausgebildet sind.

          Ich bin wie @ysnp für Rollenklarheit. Eltern, Schüler, Lehrkräfte und Sonderpädagogen müssen ihre Zuständigkeiten definieren und klar abgrenzen. Ansonsten ist eine effektive Zusammenarbeit unmöglich. Eltern und Schüler, die nicht bereit sind, eigene Verantwortung für die Erziehung und den Lernprozess zu übernehmen, fallen auf diesem Wege durch das Raster. Diese Familien fallen eigentlich in den Zuständigkeitsbereich der Jugendämter. Die tatsache, dass diese überlastet sind, enthebt die Politik aber nicht der Verpflichtung hier tätig zu werden. Leider fällt denen nichts anderes ein, als mit dem Finger auf die Schulen zu zeigen.

          Und die meisten Kolleginnen mit ihren grenzenlosen Altruismus, lassen sich vor den Karren spannen …

          Kaum einer hat die „Eier“ zu sagen, das ist nicht in meinem Zuständigkeitsbereich sondern liegt im Zuständigkeitsbereich von Sozialpädagogen. Man macht sich damit nicht beliebt und wird im Gegenzug eben mit dem Vorwurf der „faulen Socke“ konfrontiert. Die Tatsache,dass es keinen festgeschriebenen Aufgabenkatalog gibt, der die Tätigkeiten von Lehrkräften festlegt, spricht schon Bände. Die vorliegende Aufgabenbeschreibung schließt ja nicht einmal irgendetwas aus. Somit lässt sich alles und jedes auf Schule abwälzen und zur verpflichtenden Aufgabenstellung für Lehrkräfte festlegen.

          Fazit: Häufiger Nein sagen. – Und der Gesellschaft klar machen, wie dämlich doch ihr überwiegender Teil ist. Diese Tatsache lässt sich doch ganz einfach am üblichen Widerspruch festmachen, dass Lehrkräfte überbezahlte faule Socken sind, die über übermäßig Freizeit verfügen und zusätzlich 13 Wochen Ferien machen. – Nur wenn die Arbeitsbedingungen so rosig sind, warum mangelt es an geeigneten Bewerbern?

          Wenn die einzige Motivation mehr Geld ist, dann müssen die Kultusbürokraten eben blechen. Denn eine Arbeitszeitverkürzung (weniger Wochenstunden) oder kleinere Klassen wird es nicht geben, es fehlen die Lehrkräfte, um die SuS unterrichtlich zu versorgen.

  20. @ mississippi,

    ich kenne Sie nicht, ich beurteile nicht Sie, sondern das, was Sie schreiben. Mein Eindruck kann falsch sein und Sie dürfen alles anders sehen als ich. 😉 Und das können Sie ja dann auch sagen.

    Die Kinder z.B. an das selbstständige Eintragen der Hausaufgaben zu gewöhnen, finde ich richtig. Da stimme ich Ihnen durchaus zu. Das ist ein schrittweiser Prozess. Sich jedes HA-Heft vorlegen zu lassen, fände ich auch übertrieben. Aber man kann schauen, ob alle Kinder die HA-Hefte öffnen und schreiben, wenn die HA eingetragen werden sollen und ggf. dazu auffordern.

    Ansonsten, zum Thema Klassenfahrten noch einmal (und nicht speziell an Sie gerichtet), darin sehe ich ein Grundproblem. Alle wollen mehr Netto vom Brutto, aber nichts selber zahlen müssen. Und das geht eben nicht. Es ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Entweder geringere Staatseinnahmen (Steuern) und jeder muss das Meiste selbst bezahlen oder höhere Staatseinnahmen (Steuern) und der Staat kann mehr subventionieren / übernehmen, z.B. die Kosten der Klassenfahrten. Und so sehe ich das auch bei den Lehrergehältern im Allgemeinen. Sie sind sehr gut. Der Staat sollte mal in die Arbeitsbedingungen investieren. Beides geht eben nicht: Immer höhere Gehälter und immer bessere Ausstattung und alles zahlt der Staat. Wie soll das möglich sein, wenn alle gleichzeitig immer weniger Steuern zahlen wollen? Aber das nur mal (wieder) so allgemein am Rande.

    Leider ist doch zu vielen der Rock näher als das Hemd (siehe dickebank). 😉

    • Klassenfahrten sind für Lehrkräfte Dienstfahrten, es gelten die entsprechenden Regelungen wie in anderen Bereichen des ÖD. Klassenfahrten müssen von der Schulleitung als Vorgesetzter und von der Schulaufsicht als Dienstvorgesetzter genehmigt werden. Somit ist ein dienstlicher Anlass gegeben und die Aufwendungen für die begleitenden lehrkräfte müssen entsprechned der gesetzlichen Bestimmungen erstattet werden. Aus diesem Grund haben auch die Gerichte geurteilt, dass eine Verzichtserklärung, die gezwungenermaßen abgegeben werden musste, um die Fahrt stattfinden zu lassen , nicht statthaft ist.

      Im übrigen sind die Kriterien für die Einstufung in höheren und gehobenen Dienst klar geregelt. Die länder setzen sie nur nicht im Bereich Schule um. Folglich ist die Forderung der verbeamteten und tariflichen Lehrkräfte aus der Primar- und der Sekundarstufe I gerechtfertigt. Alle Lehrkräfte verfügen über einen Masterabschluss oderErstes Staatsexamen sowie ein Zweites Staatsexamen. Mittlerweile sind sogar die Regelstudienzeiten für die eimzelnen Lehrämter – zumindest in NRW – angeglichen worden.

  21. Grundschullehrer sollen wie Gymnasiallehrer verdienen; Angestellte wie Beamte verdienen; Schulessen soll kostenlos sein; Kita und Hort auch; Schulgebäude sollen saniert werden; überall digital aufgerüstet werden; weniger Kinder pro Erzieher; kleinere Klassen natürlich auch – und weniger Stundendeputat (also mehr Erzieher und mehr Lehrer!); + mehr Urlaubsgeld, mehr Weihnachtsgeld, + 13. Monatsgehalt; Erstattung von Klassenfahrten, Lehrbücher wieder frei erhältlich … ?

    (Bin gar nicht dagegen!)

    Aber das alles bei mehr Netto vom Brutto, also weniger Einnahmen für den Staat und mehr Geld für den Einzelnen.

    Wie soll denn das gehen?

    • Sie kennen ja nicht einmal den unterschied zwischen verdienen und bekommen. Ich will nicht mehr verdienen, ich will eine höhere Vergütung bekommen. Ich erfülle mit dem Zweiten Staatsexamen die gleichen Voraussetzungen bezgl. der laufbahnrechtlichen Voraussetzungen wie grundständige Lehrkräfte, werde aber dennoch als Nichterfüller eine Tarifgruppe unter den grundständigen lehrkräften eingestuft. Ich habe zum Beginn meines Berufseinstieges die mittlerweile gerichtlich gekippte Altersgrenze überschritten, und wurde deshalb nach Gurdünken des Arbeitgebers in den BAT eingestuft und anschließend in den TV-L übergeleitet. Der Arbeitgeber bzw. die Gemeinschaft der Arbeitgeber (TdL) verweigert den Tarifpartnern nach wie vor die L-EGO (Eingruppierungsordnung).
      Solange die Arbeitgeber auf meine Kosten sparen, will ich nicht mehr verdienen sondern ganz einfach ohne jegliche Zusatzleistung mehr Geld bekommen.

      Wenn es um Verdienst und nicht Entlohnung ginge, würden ja auch Orden ausreichen.

      • Ach, was soll denn diese Korinthenkackerei zwischen Geld verdienen und Geld bekommen und Geld bekommen ist nicht Geld verdienen und Geld verdienen ist nicht Geld bekommen. Bleib’n Se mal sachtig! 😉

        • @sofawolf
          Ich schreibe es einmal anders:
          In Bundesländern mit Beamtenstatus (bezahlt nach A…) für Lehrer, gibt es auch Lehrer, die für die gleiche Arbeit im Angestelltenstatus sind und nach BAT (Bundesangestelltentarif) bezahlt werden. Das hat den Grund, dass sie die Altersgrenze für die Beamtung bei der Einstellung überschritten hatten (wurde aber per gericht gekippt wie dickebank schrieb), aus gesundheitlichen Gründen oder aus Berufsabschlussgründen nicht in den Beamtenstatus übernommen wurden. Diese unterschiedliche Bezahlung meint dickebank. Er/sie wird, weil er „zu spät“ eingestiegen ist, aber dennoch das 2. Staatsexamen hat, nach BAT bezahlt, der niedriger ist als die Bezahlung nach Beamtentarif (A..) Um diese Ungerechtigkeit geht es und deswegen macht er/sie auch einen Unterschied zwischen „verdienen“ und „bekommen“.

          • @ysnp – nur zur Kenntnisnahme, tarifbeschäftigte Lehrkräfte werden schon seit Ende 2006 nicht mehr nach BAT sondern nach TV-L vergütet, da die Länder die tarifgemeinschaft aus Bund, Ländern und Kommunen verlassen haben.
            Im übrigen werden beamte für ihre Treue zum Staat/zum Dienstherren monatlich im Voraus alimentiert, Tarifbeschäftigte werden für geleistete Arbeit am Monatsende entlohnt.

            Die Entgeltunterschiede sind schon immens, die Unterschiede in der Altersversorgung spotten jeder Beschreibung. Um die Differenzen zwischen Pension und Altersrente angleichen zu können, müssten Tarifbeschäftigte brutto fast das Doppelte ihres heutigen Entgeltes gem. TV-L (E12 Endstufe) erhalten, 43% von 4969,13 EUR im Westen (http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2016i&g=E_12&s=5&f=&z=&zv=&r=&awz=&zulage=&kk=&kk=&zkf=&stkl=) sind zwar höher als der Medianwert der Rentenzahlungen, aber nicht so dolle – und vor allem wesentich weniger als die Ruhestandsbezüge aus A12..

        • Das Wort „Verdienen“ setzt im Gegensatz zum Wort „Bekommen“ eine wie auch immer geartete Gegen- oder Vorableistung voraus.

          Ich hoffe, liebe(r) sofawolf, Sie kennen den Unterschied zwischen „jeder“ und „alle“ bzw. „Spaß“ und „Freude“. Die Politik nicht (oder ignoriert ihn) und macht damit fahrlässig alles kaputt, was Deutschland zur größten Wirtschaftsnation Europas gemacht hat.

  22. Alter Spitzensteuersatz, Abschaffung der „Kalten Progression“, Wiedereinführung der Vermögenssteuer, Erhöhung der Erbschaftssteuersätze bei gleichzeitiger Anhebung der Freibeträge in direkter Linie und Absenkung der Freibeträge für weitere Erbberechtigte, Änderung der Vergütung für Abgeordnete – Erhöhung der Diäten, Abschaffung der Pauschalen, Änderung der Ruhestandsbezüge für abgeordnete, Überführung der Übergangsgelder in Darlehen wie beim BAFöG.

    Nur um einige, wenige Ideen zu nennen.

    • Ich habe noch mehr:

      Abschaffung der Beitragsmessungsgrenzen, GKV für alle (PKV nur als freiwillige Zusatzversicherung), Kapitalerträge als zu versteuerndes Einkommen bei gleichzeitiger Abschaffung der Abgeltungssteuer, Abschaffung des Berufsbeamtentums bei gleichzeitiger Anhebung der Bruttolöhne zwecks Erhaltung des alten Netto. Das Brutto der nicht verbeamteten Arbeitnehmer wird auch auf das neue dann Ex-Beamtenbrutto angehoben.

      Vollständige Veröffentlichung der Nebeneinkünfte der Berufspolitiker und vollständige Verrechnung selbiger mit den Diäten. Arbeitszeitnachweise gehören dazu, alle Nebentätigkeiten dürfen zusammen maximal 10% der Politikerarbeitszeit ausmachen.

      Sehr extrem: Kappung aller Einkommen, die über 2 Mio € / Jahr hinausgehen, ohne plausiblen Nachweis, so viel Einkommen wirklich zu benötigen (Häuser, Autosammlung, Luxusurlaube sind keine plausiblen Gründe)

      Umsetzbar sind diese und Ihre Ideen nicht, weil die Politik schon seit Jahrzehnten Politik für wenige auf Kosten von fast Allen macht und nicht Politik für alle auf (verschmerzbare) Kosten von ganz wenigen.

      • Na, die Bruttomonatsbezüge werden in NRW doch ab nächstem Jahr „gewaltig“ angehoben. Die Jahressonderzahlung soll doch wegfallen und der vormalige Betrag in gleichen Teilen auf die einzelnen Monatsentgelte umgelegt werden. Hat den Vorteil, dass der Arbeitgeber/Dienstherr die jahressonderzahlung zukünftig nicht mehr kürzen kann, da sie ja Gehaltsbestandteil ist. – Und gleichzeitig wird sie bei jeder Tariferhöhung automatisch mit angeglichen.

        • Eine Jahressonderzahlung von xy% des Brutto wird auch automatisch mit angeglichen. Es gibt aber auch Branchen mit Pauschalen …

          Die gewaltige Lohnerhöhung mit Umlegung der Jahressonderzahlung stelle ich mir wie folgt vor: Die Gewerkschaft verkündet stolz, eine 3,5%-ige Lohnerhöhung herausgehandelt zu haben, deutlich leider oder garnicht, dass gleichzeitig die 50%-ige Sonderzahlung wegfällt. Die Eingangsforderung war natürlich 6% ohne Wegfall der Sonderzahlung.

          Die nicht-Mathematiker dürfen mal ausrechnen, ob dem Arbeitgeber oder dem Arbeitnehmer der Kompromiss besser gefällt.

  23. Ok, wenn Sie das durchgesetzen! Nur bis dahin ?

  24. Zurück zum Thema:
    Fest steht, wir haben alle zu viel mit Aufgaben zu tun, die uns „nix angehen“!
    Und noch was: In Hessen werden die Kosten des Lehrkörpers + 1 Begleitperson (beliebig!) für Klassenfahrten vom Land/Schulträger/ wem auch immer, übernommen, sofern man eine Deutsche Jugendherberge innerhalb Hessens mit seiner Klasse besucht!
    Und trotzdem, wir (ich auch) jammern mitunter auf relativ hohem Niveau!

  25. Keine Pausenaufsichten mehr. Das können auch Externe übernehmen. Dann kann ich mich für meine vielfältigen und intensiven Aufgaben im Unterricht mit den Schülern auch regenerieren.

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