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Verschieben oder nicht? Regierung in Baden-Württemberg uneins über den Start der Fremdsprache an den Grundschulen

STUTTGART. Kultusministerin Eisenmann will den Start der Fremdsprache an den Grundschulen verschieben. Die Grünen hingegen wollen die neue Regelung flexibel gestalten. Die Opposition vermisst eine klare Linie der Koalition.

Die Grundschulen sollen nach dem Willen der Grünen im baden-württembergischen Landtag weiterhin ab der ersten Klasse in den Fremdsprachenunterricht einsteigen können. Freiräume, die entstünden, wenn Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) den Englisch- und Französischunterricht später beginnen lasse, sollten die Schulen für eigene Schwerpunkte nutzen können, sagte die Grünen-Bildungsexpertin Sandra Boser in Stuttgart. «Besteht ein Austausch einer Schule mit französischen Partnerschulen, sollte diese weiterhin ab Klasse eins in den Französischunterricht einsteigen dürfen», erläuterte Boser.

Die Schulen vor Ort könnten den Bedarf am besten abschätzen. Die SPD im Landtag bemängelte, die Grünen wehrten sich viel zu spät gegen die «geplanten Streichaktionen» beim Fremdsprachenunterricht. «Die Grundschulen brauchen endlich Ruhe, um ihre Arbeit machen zu können», sagte Bildungsexperte Daniel Born. Die FDP hingegen unterstützt die geplante Verschiebung des Beginns der ersten Fremdsprache in der «aktuellen Notsituation», die von Lehrermangel und schlechten Ergebnissen der Südwest-Schulen bei Bildungsstudien geprägt ist.

Bislang soll nach den Plänen von Eisenmann die Grundschulfremdsprache künftig erst ab der dritten Klasse gelehrt werden. Die dadurch frei werdenden 630 Stellen sollen zur Stärkung von Lesen, Schreiben und Rechnen an Grundschulen eingesetzt werden. Mittelfristig werde Eisenmann nicht darum herum kommen, zusätzliche Poolstunden, in denen Themen vertieft oder Probleme in der Klassengemeinschaft besprochen werden, an die Grundschulen zu geben, forderte SPD-Mann Born. Für die FDP forderte der Abgeordnete Timm Kern ein fundiertes Konzept für die Verschiebung nach der Sommerpause.

Beerdigen offenbar die Abbaupläne bei den Lehrerstellen: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Die Parteien von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wollen die Lehrerstunden in den Grundschulen unterschiedlich einsetzen. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Boser betonte, das Beibehalten der Fremdsprache ab der ersten Klasse sei auch ein Mittel der Profilbildung und Ausweis der allseits gewünschten selbstständigen Schule. Neben Baden-Württemberg setzten auch sechs weitere Bundesländer auf das frühe Erlernen der Fremdsprache. Die Qualität des Unterrichts habe sich mittlerweile auch stark gebessert, weil jetzt meist Fachlehrer vor der Klasse stünden.

Dem Konzept von Ministerin Eisenmann hat die Grünen-Fraktion noch nicht zugestimmt. Nach der Sommerpause werde darüber weiter beraten, sagte Boser. dpa

76 Kommentare

  1. Bitte auf Klasse 3 verschieben.

    (Meiner Meinung nach reicht auch der Beginn in Klasse 5, jedenfalls für alle eher schwachen Schüler, vielleicht könnte man das entsprechend differenzieren.)

    In der Grundschule sollten Lesen, Schreiben, Rechnen im Vordergrund stehen. Viel zu viele Schüler können das heutzutage viel zu schlecht am Ende der Grundschule. Die Kollegen brauchen einfach „massiv mehr Zeit zum Üben“! Sie müssen einfach zu viele andere Dinge machen.

    • Bin ich auch für. Gute Schüler, oder zumindest die, denen man ein Gymnasium zutrauen kann, können ab Klasse 3 Englisch lernen. Der Rest soll LesenSchreibenRechnen üben. Das Ganze kann man dann auch klassenübergreifend machen, also bei einer dreizügigen Grundschule eine Klasse Englisch, der Rest LesenSchreibenRechnen. Der Englischkurs kann dann ggf. auch deutlich größer sein als eine reguläre Klasse (z.B. normal 3×25 SuS, bei Englisch 1×31 und 2×22), weil die guten Schüler normalerweise auch disziplinierter sind.

      • Gute Schüler sind disziplinierter? Da spricht mal wieder jemand, der keine Pädagogik im Studium hatte. Intelligenz und Verhaltensauffälligkeiten haben rein gar keine zwangsläufige Verbindung zueinander. Im Übrigen sind die uralten Räume der durchschnittlichen uralten Grundschule schon mit 25 sicherheitstechnisch völlig überbelegt ….

        • 1) Disziplinlosigkeit kann auch Zeichen von Langeweile wegen Unterforderung sein.
          2) Ersetzen Sie das Wort „gut“ in „Gute Schüler“ durch „fleißig“. Bei fleißigen Schülern haben die Eltern war Fleiß und die dafür notwendige Selbstdisziplin fundamentaler Teil der Erziehung.
          3) Die Klassenaufteilung muss selbstverständlich den räumlichen Gegebenheiten genügen.

          • “ Bei fleißigen Schülern haben die Eltern War Fleiß ….“ ??????
            Sorry, aber meine Flüchtlinge sprechen besseres Deutsch :-))))))

          • Zu 1) Echt??? Das ist jedem Grundschullehrer ja völlig neu :-))))))
            Zu 2) Fleiß reicht fürs Gymnasium?? Ich dachte immer, eine gewisse Portion Intelligenz und logisches Denken gehört auch dazu!? Aber gut, ab jetzt empfehle ich allen fleißigen Dummköpfe auch das Gumminasium, sorry das Gymnasium :-))))
            Zu 3) Auch gut! Dann besuchen Sie doch mal die Grundschulen in Ihrer Nähe und melden alle überfüllten Räume der Stadt/Gemeinde :-))))))

          • ja, fleiß reicht für ein bestandenes abitur. bei gewünscht 50% eines jahrgangs sogar iq 95-100, eine normalverteilung und aussagekraft des iq angenommen. ich meine dabei bestehen, nicht mit 1,x bestehen.

            (kleinschreibung wegen migrationshintergrund und tablet.)

          • Es sind tatsächlich Fleiß und Selbstdisziplin sowie weitere Sozialkompetenzen, die selbst bei mittelmäßigem IQ zum Abitur führen.

            „Strebsame Halbidioten“ machen tatsächlich eher ein Abi mit gutem Durchschnitt als die verkannten „schlampigen Genies“

            Die meisten „Genies“ scheitern früher oder später auch im Studium oder der Berufsausbildung, da sie die „Mühen der Ebene“ mit ihren vielen Routinen nicht aushalten. Für weniger geniale Jugendliche oder junge Erwachsene sind es aber gerade die Routinen, die ihnen Sicherheit vermitteln und etwas Entspannung bringen.

        • Zitat:
          „Da spricht mal wieder jemand, der keine Pädagogik im Studium hatte.“

          Aus der Zeitschrift für Pädagogik vom Januar/Februar 2017:
          „Studierende des Gymnasiallehramts erzielen in den vier Skalen Lehren, Lernen und Entwicklung, Klassenführung und Innovieren signifikant bessere Ergebnisse als Studierende der anderen Lehrämter“

    • … sagt der Grundschulexperte :-)))))))))
      Und obwohl Grundschullehrer ja so viel zu tun haben, sollen sie bloß nicht A 13 bekommen, soviel Arbeit ist dann doch wohl nicht, oder?

      • Sie fordern also mit anderen Worten die ersatzlose Streichung des Englischunterrichts in der Grundschule. Gerne.

        • Ich fordere gar nichts. Und was das Englisch betrifft ist es mir herzlich egal, ab wann es unterrichtet wird. Ich amüsiere mich nur über die Leute, die nicht in der Grundschule unterrichten, aber ständig alles besser wissen !!,

      • Da Sie in Folge der Beschulung von Kindern mit Migrationshintergrund und Inklusion nach der Leistungsstärke der Schüler differenziert unterrichten, steht Ihnen nach meinem Empfinden A 13 zu.Und das können Sie bei bestehendem Lehrermangel jetzt gut durchsetzen und das noch moralisch gerechtfertigt.
        Besser wäre es , wenn aber die arabischen Flüchtlingskinder zusätzlich von arabischen Hilfslehrern mit einem Studium für Lehrer in Syrien oder anderswo ihnen zur Seite stünden.
        Warum wird derartiges nicht umgesetzt, die Integration syrischer Lehrer in unserem Schulsystem. In der Medizin funktioniert das auch, und wir kommen ohne diese Fachkräfte auch nicht aus.
        Englisch kann man dann ab der dritten Klasse für alle gemeinsam einführen, wenn die Grundstrategien der deutschen Schreibung mit der Vermittlung der Hauptgrapheme, ggf. der Orthographeme vermittelt worden sind (langes ie bei offener Silbe +Zweisilber,Endlauthärtung b/p,g/k,d/t durch Bildung von Zweisilbern wie Wald,/Wälder etc, nach langem Vokal ß,Gruß/ nach kurzem Vokal ss,Kuss,Doppelkonsonant nach kurzem Vokal kommen gegen Einzelkonsonat nach langem Vokal, wie kamen in der zweisilbigen Form der Wörter).Am anschaulichsten gelingt das zügig mit der Silben-analytischen Methode nach Christa Röber.

        • bezog sich auf Emil

        • Danke, das ist ja mal eine wertschätzende Aussage! Und was die arabischen Lehrer und das Englisch / die Rechtschreibung betrifft, stimme ich Ihnen auch zu.

          Ich bin Grundschullehrer mit Leib und Seele und habe in meiner Arbeit nur ein einziges Ziel: möglichst jedem Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen die passenden Lerninhalte und Methoden anzubieten. Das bedeutet in erster Linie sehr viel Diagnostik und pädagogisches Beobachten. Und dann die umfassende Recherche nach passendem Material und den passenden Methoden. Und das Organisationstalent, dies im Unterricht mit so vielen verschiedenen Kindrn umzusetzen (ohne nur AB ausfüllen lassen 🙂 ).
          Auch ich komme oft an meine Grenzen, aber ich sehe an den Schülern, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
          Um so mehr ärgert es mich, hier ständig von einigen Teilnehmern systematisch abgewertet zu werden.

          Sorry,musste mal gesagt werden!

          • Genau so ist es. Und ich habe mich vorhin auch schon über A.v.Lintigs Beitrag gefreut.

          • die universitäten klagen darüber, dass die studenten nichts können.
            die betriebe klagen darüber, dass die azubis nichts können.
            die sek i-lehrer klagen darüber, dass die schüler nichts können.
            die grundschullehrer klagen darüber, dass die kinder motorisch nichts können.
            alle klagen über helikoptereltern, verrottete gebäude, personalmangel, ungeeigneter lehrplan, falsch umgesetzte inklusion und integration

            warum wird geklagt? weil jeder lehrer aus seinen schülern das beste herausholen möchte. das geht aberr, wenn die kinder gewisse voraussetzungen und kenntnisse mitbringen. beim gymnasium ist z.b. rechnen und schreiben wichtiger als grundschulenglisch, weil in klasse 5 ohnehin neu angefangen werden muss.

            verteidigt wird sich immer mit dem immer stärker ausgedünnten lehrplan, die arbeitsbedingungen, ihren eltern warum auch immer nicht mehr ausführenden erziehungsauftrag usw.

          • Und im Team mit den zusätzlichen Hilfskräften werden Sie Ihnen und den Ansprüchen der Kinder auch gerechter.Man muss den Lehrern die Möglichkeit geben auf einzelne Schüler besser einzugehen und deshalb reicht das vorhandene Personal auch nicht.

          • @Emil
            Sie sagen: „Um so mehr ärgert es mich, hier ständig von einigen Teilnehmern systematisch abgewertet zu werden.“
            Das mag sein. Andererseits fällt mir auf, dass Sie dasselbe bei anderen tun, beispielsweise bei sofawolf.
            Ist es da ein Wunder, wenn Sie selbst ernten, was Sie säen?
            Ich erinnere an die Binsenweisheit: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

          • Das stimmt nicht. Ich habe seine Tätigkeit als Lehrer mit keinem Wort abgewertet. Und meine Kommentare sind Reaktionen auf ihn, wer das Form verfolgt weiß, dass er viel länger als ich die Grundschullehrer verunglimpft!

          • „Stimmt nicht, das habe ich nicht gemacht“ oder „der andere hat aber angefangen“ erinnert mich an die typische Verteidigungshaltung von Kindern.
            Was entgegnen Sie in solchem Fall, der Ihnen als Lehrer mehr als bekannt sein dürfte?

          • An dieser jetzt aufkommenden Diskussion stört mich – und das stört mich seit langem hier im Forum – dass im Prinizp nur Grundschullehrer von anderen „zur Ordnung“ gerufen werden, aber gegen Grundschullehrer über die Grenzen hinaus geschrieben werden kann ohne dass sich jemand am Stil stört mit Ausnahme von versteckten Hinweisen weniger Teilnehmer.

          • Sie sind Grundschulehrer/in, ysnp. Insofern verstehe ich Ihr faires feedback.
            Ich bin kein Lehrer und bekomme darum die immer wieder aufkommenden Nickligkeiten von der Außenlinie mit.
            Mein Eindruck ist nicht, dass nur immer die Grundschullehrer zur Ordnung gerufen werden, sie reagieren allerdings empfindlicher und meinen oft, ihr Austeilen sei immer nur Notwehr.
            Mir ist sowieso unverständlich, warum sich die Lehrer verschiedener Schularten so beharken. Sie sollten an einem Strang ziehen und sich nicht gegenseitig vorrechnen, wer qualifizierter ist, mehr zu tun hat oder im Vergleich zum anderen zu wenig oder viel verdient.
            Was bringt das außer gegenseitiger Schwächung in der Außenwirkung, vor den Eltern und vor den Dienstherren?

          • @Papa
            Bitte nennen Sie mir eine und nur eine Stelle, an der Gymnasiallehrer und ihre Arbeit von Grundschullehrern so diffamieren dargestellt wurden, wie dies umgekehrt passiert.
            Bitte aus den letzten 2 Monaten, vorher War ich nicht hier.

            Ich bin sehr gespannt 🙂

          • @Papa
            Im übrigen redet sofawolf weiter unten schon wieder verunglimpfen, da fallen Worte wie „sie haben versagt“.
            Nennen Sie das angemessen?

            Um auf den Anfang Ihrer Diskussion zurückzukommen: Da ruft einer aus dem Wald!!!

    • … und außerdem können Grundschullehrer mit mittlerer Reife, die laut Sofawolf für Grundschullehrer mehr als ausreichend ist, ja auch kaum Fremdsprachen unterrichten. ..

      • Grundschullehrer können aber mit Deutsch auch eine Sprache unterrichten und die 150 oder so Englisch-Vokabeln sollten mit einem halbwegs vorhandenen Schulenglisch vermittelbar sein. Wohlgemerkt Schulenglisch, nicht gutes Touristenenglisch oder „im Kino bei einer Originalfassung mitkommen können“-Englisch.

        • XX
          Wenn aber Unsicherheiten bei den Lehrern für das Fach Englisch bestehen, so übertragen diese Lehrer unwillkürlich dieses Gefühl der Unsicherheit für Englisch auf ihrer Schüler.
          Nebenbei bringt es den Grundschülern sehr viel mehr, wenn sie die Sprache unter anderem durch das Singen englischer Lieder erlernen, den Rhythmus der Sprache wahrnehmen und in der Sprache bebadet werden.Da muss man sich schon sicher sein und das Ganze selbstbewusst rüberbringen.

        • @xxx
          Ich bin dagegen, dass Grundschulenglisch mit einem halbwegs vorhandenen Schulenglisch vermittelt werden kann. Gerade das angesprochene „Sprachbad“ erfordert von einem Englischlehrer in der Grundschule eine große Sicherheit im gesprochenen Englisch. Dazu zählen eine gute Aussprache, eine gesprochene grammatikalische Sicherheit, ein guter Alltagswortschatz, ein gewisses schauspielerisches Talent und viel didaktisches Knowhow. Englisch in der Grundschule wird nämlich unter der Einbeziehung aller Sinne vorzugsweise einsprachig unterrichtet, am besten von der Klassenlehrkraft, damit sie regelmäßig kleinere Einheiten Englisch einfließen lassen kann. Nicht umsonst müssen in meinem Bundesland alle, die nicht Englisch studiert haben, in der Grundschule eine mündliche Prüfung machen, bei der eben diese mündliche Kompetenzen überprüft werden und eine längere didaktische Fortbildung machen. Meinem Bundesland ist der Grundschulenglischunterricht, der in der 3. Klasse startet, so viel wert, dass es Fortbildungen in England anbietet.

        • @xxx
          Wenn ich zusätzlich noch die Beiträge von Ihnen weiter oben lese – z.B. große Gruppen bilden, nur die Guten usw.
          Der Grundschulenglischunterricht sieht ganz anders aus wie Sie sich das vorstellen. Sie können nicht einfach den Unterricht mit den älteren Schülern durch Vereinfachung des Stoffes herunterbrechen. Da geht es um das Erfassen mit allen Sinnen und entsprechend viel Schüleraktivitäten. Von einem solchen Englischunterricht profitieren auch die schwächeren Schüler. Warum sollte man ihnen das vorenthalten? Das wäre für sie genauso eine Strafe, wie wenn man sie statt einer Stunde Sport Förderunterricht machen lässst.

  2. „Wir können alles – außer Hochdeutsch!“

    Auf Grundlage dieser Selbsterkenntnis haben die Schwaben und Badenser andere Baustellen als Grundschulenglisch.

    Liebe Leute fahrt einmal in die skandinavischen Staaten, da sprechen viele Grundschulkinder häufiger Englisch als hier zu Lande die Schulabgänger.

  3. ich habe ein wrnig über immersion recherchiert umd nehme viele meiner Ausführungen zurück. erfolgreiche immersion setzt englisch auf muttsersprachlichem Niveau voraus, was die grundschullehrer sich wie auch immer aneignen mussten. respekt, wenn das klappt. wenn nicht, ist es vertane zeit.

    ist angesichts dessen der immense aufwand für die lehrer der geringr ertrag wert? in klasse 5 muss ohnehin neu angefangen werden, weil es keine grundlagen gibt.

    abgesehen davon halte ich immersion über das fernsehen für viel effizienter. lasst 3-10 jährige mal mehrere jahre die englische und spanische Sesamstraße schauen. sie sprechen danach besser englisch und spanisch als es jeder Unterricht leisten kann.

    • Da treffen wir uns doch ein Stück weit. Allerdings entwickelt sich der Grundschulenglischunterricht dahin, dass zu dem Sprachbad doch noch eine gewisse Systematik dazukommt. Die Mischung, die wir in unserem BL gerade haben, finde ich ganz gut, sollte sich aber jetzt nicht noch weiter von der „Sprachbadidee“ entfernen.
      Richtig ist, wer über den Unterricht hinaus mit Englisch konfrontiert wird – bisher hatte ich Schüler mit englischsprachigem Elternteil, Englischkurs im Vorschulalter und im Augenblick ein Kind, das nach eigenen Aussagen englischsprachige Youtubevideos anschaut – hat Vorteile im Verständnis und im Sprechen. In der englischen Rechtschreibung weniger, doch das ist noch kein besonderer Schwerpunkt in der Grundschule. Da zählt nur das richtige Abschreiben, aber das ist für manche auch schwer. Ich selbst würde befürworten, wenn z.B. der Kinderkanal englische Kinderfilme anböte, die deutsche Untertitel haben. Doch das allein genügt nicht, denn der Grundschulenglischunterricht ist schon ein Stück systematisch aufgebaut.

  4. @ Papa51, ysnp,

    ZITAT: „An dieser jetzt aufkommenden Diskussion stört mich – und das stört mich seit langem hier im Forum – dass im Prinizp nur Grundschullehrer von anderen „zur Ordnung“ gerufen werden … “

    ich hingehen finde die Wahrnehmung von ysnp recht selektiv.

    Bei anderen (vor allem politischen Themen) fliegen hier oft die Fetzen. Das hat nichts mit Grundschullehrern zu tun, soweit ich es mitbekomme, da ich da meistens nicht weiter reinschaue. Von mir selbst wurde schon ein Beitrag von der Redaktion gelöscht, in dem ich schrieb „Ok, Sie haben Recht und wir unsere Ruhe“, weil das kein Beitrag zur Debatte gewesen sei, während die Redaktion Verunglimpfungen wie „Unsinn“ (u.a.) sehr wohl erlaubt, wenn dann begründet wird, warum man etwas Unsinn findet (kann gerne den Beitrag heraussuchen). 🙂

    Ansonsten habe ich auch schon Kritik erfahren, wenn ich verbal übers Ziel hinausschoß. Ich erinnere mich an Pälzer und dicke bank in meinem „Wortgefechten“ mit der missis. 🙂 Also ysnp’s Wahrnehmung ist dann wohl die, wie wir sie hier immer wieder von einer kleinen Grundschullehrergruppe vernehmen müssen (zugespitzt „Keiner mag uns! Wenn wir aber mehr Gehalt bekämen, wäre alles anders.“) Naja, diese Diskussion hatten wir schon ewig oft.

    Ansonsten ist es natürlich wieder auffällig, aber auch völlig folgerichtig, wer hier wem applaudiert. Warum, ist klar. Man muss sich selbst fragen, wie ernst man eigentlich seine eigenen Wertmaßstabe nimmt. Sie scheinen bei manchen nur für die zu gelten, die man mag. Aber das ist die leichteste Kür. Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit der eigenen Werte und Ideale zeigen sich immer erst dann, wenn man sie auch jenen zugestehen muss, die man (auch) nicht mag. 😉 Darin haben Sie nun schon mehrfach kolossal versagt, ysnp, und tun es immer wieder.

    Aber Sie haben ja jetzt da ihren „Frontmann“. Man muss gar nichts weiter tun, man muss ihn/sie nur poltern lassen. Niemand anderes kann Sie schlechter machen, als er/sie es tut.

    • Ich hingegen finde die Wahrnehmung von sofawolf recht selektiv.

      Und wer hier andere beschimpft und mit Zitat:“ Darin haben sie nun schon mehrfach kolossal versagt“ beleidigt, der sollte sich mal ganz gepflegt an die eigene Nase fassen !!!!!!,

      • Emil Sofawolf

        Sie schenken sich beide nichts und beharken sich beide immer wieder, obwohl man beide Positionen jeweils gut nachvollziehen kann.Vielleicht wäre es besser, wenn Sie ein wenig näher zusammenrücken würden.
        Emil Sofawolf

      • Danke @Emil für die Bemerkung.

    • „Bei anderen (vor allem politischen Themen) fliegen hier oft die Fetzen. Das hat nichts mit Grundschullehrern zu tun, soweit ich es mitbekomme, da ich da meistens nicht weiter reinschaue.“
      Stimmt, auf das bezog ich mich auch nicht. Dort geht es ja um verschiedene politische Einstellungen.

      „Ansonsten habe ich auch schon Kritik erfahren, wenn ich verbal übers Ziel hinausschoß. “
      Gelernt haben Sie aber nichts daraus.

      „Also ysnp’s Wahrnehmung ist dann wohl die, wie wir sie hier immer wieder von einer kleinen Grundschullehrergruppe vernehmen müssen…“
      verstehe ich nicht.

      “ (zugespitzt „Keiner mag uns! Wenn wir aber mehr Gehalt bekämen, wäre alles anders.“)“
      Es geht hier nicht ums mögen oder nicht mögen. Sind wir im Kindergarten?

      „Ansonsten ist es natürlich wieder auffällig, aber auch völlig folgerichtig, wer hier wem applaudiert. Warum, ist klar. “
      Das ist legitim, wenn man einen Beitrag von jemandem anderen gut findet. Schade, dass es hier keine Likes gibt.

      „Man muss sich selbst fragen, wie ernst man eigentlich seine eigenen Wertmaßstabe nimmt. Sie scheinen bei manchen nur für die zu gelten, die man mag. Aber das ist die leichteste Kür. Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit der eigenen Werte und Ideale zeigen sich immer erst dann, wenn man sie auch jenen zugestehen muss, die man (auch) nicht mag.“
      Nochmals, bei Diskussionen geht es nicht ums mögen oder nicht mögen.
      Da Sie @sofawolf immer einmal wieder eine Sprache unter der Gürtellinie verwenden und auch sachlichen Antworten nicht immer sachlich begegnen, ist die Frage, in wie weit man mit Sachlichkeit weiterkommt.
      Außerdem ist es offensichtlich, dass Sie durch die vielen gleichen Kommentare vor allem unter dem Gehaltsthema Ihre Meinung in die Öffentlichkeit transportieren wollen, da brauchen Sie sich nicht wundern, wenn genervte Reaktionen kommen.

      „Darin haben Sie nun schon mehrfach kolossal versagt, ysnp, und tun es immer wieder.“
      Das ist eine Beleidigung, die inhaltlich bisher nicht den Tatsachen entspricht. Aber rechnen Sie in Zukunft damit, dass ich mich ab jetzt nicht immer zurückhalten werde, denn ich glaube, dass man bei Ihnen mit einem sachlichen Gesprächsstil nicht weiterkommt.

      „Aber Sie haben ja jetzt da ihren „Frontmann“. Man muss gar nichts weiter tun, man muss ihn/sie nur poltern lassen. Niemand anderes kann Sie schlechter machen, als er/sie es tut.“
      Wenn Sie meinen, ich habe da eine andere Meinung. Man muss auch einmal deutliche Punkte setzen. Machen Sie das mit Ihren Schülern nicht auch so? Sie haben ja von Ähnlichem schon berichtet.

      • Sie meinen: ..“bei Diskussionen geht es nicht ums mögen oder nicht mögen.“
        Ich glaube, da liegen Sie falsch. Sympathie und Antipathie spielen eine überragende Rolle.

        • Ihre Argumente kann ich nachvollziehen, weil ich auch glaube, dass das viele Menschen machen, aber damit auf dem Holzweg sind.
          Ich sehe den geschriebenen Text und frage mich, wie will man
          „mögen“ und „nicht mögen“ aus einem geschriebenen Text herauslesen? Es geht um Meinungen, die man befürwortet oder ablehnt oder natürlich um einen Schreibstil, den man befürwortet oder ablehnt. Klar, zeigt dies Ausschnitte von Personen, aber nur kleine und das gibt einem keinen Anlass von mögen oder nicht mögen in der Gesamtheit zu schreiben.

          Bei realen Diskussionen stimme ich Ihnen in so weit zu, dass Mimik, Gestik, Aussehen und Sprache verstärkend zu Argumenten dazukommen können und man mehr von dieser Person erfährt. Selbst in der Lehrerausbildung lernt man den Einfluss der Körpersprache. Aber gerade als Lehrer sollte man gelernt haben, bewusst zu unterscheiden und nicht auf die Person zu verallgemeinern. Es wäre ja auch unprofessionell, wenn man bei Schülern einen Wesenszug mit der ganzen Person gleichsetzt und dann nach mögen und nicht mögen einteilt Man kommt vielleicht besser oder schlechter mit einem Schüler zurecht, das wäre die bessere Einstellung.
          Ergo hoffe (oder besser noch erwarte) ich schon, dass ein Lehrer da reflektiert ist.

          • Das erwarte ich auch. Ich müsste aber lügen, wenn ich sagte, dass ich alle Schüler gleich mag. Das ist einfach nicht so. Deswegen fühle ich mich immer verpflichtet, darauf zu achten, dass ich nicht „ungerecht“ handle und urteile. Das führt nicht selten dazu, dass ich mit meinen „Lieblingen“ sogar strenger verfahre als mit Kindern, die mir weniger liegen.

            Aber zurück zur Kernfrage von Sympathie und Antipathie in schriftlichen Diskussionen. Ich will sie nicht auswalzen und darum nur sagen: Ich könnte in diesem Forum durchaus häufiger schreibende Personen als „mir sympathisch“ oder „mir unsympathisch“ benennen. Ich denke, das können Sie auch. Und dieses Urteil beeinflusst durchaus meine Bereitschaft, die Meinung des anderen verstehen zu wollen oder auch nicht.

          • Man kann nicht alle Schüler gleich mögen. Dafür sind auch wie Lehrer zu sehr Menschen.

            Ich persönlich unterscheide da aber zwischen einem Schüler in seiner Rolle als Schüler in meinem Unterricht und demselben Schüler als Mensch. Ersteren nehmen wir im Unterricht oder bei der Pause wahr, ist aber nur eine Rolle, weil diverse gruppendynamische Prozesse und die persönliche Haltung des Schülers zur Schule zum Fach usw. dazwischen funken. Letzteren lernt man als Lehrer so gut wie nie kennen. Bei Klassenfahrten außerhalb des Rahmenprogramms vielleicht ansatzweise.

            Umgekehrt sehen die Schüler den Lehrer auch nur in seiner Rolle als Lehrer und das zum Teil auch noch im seinem einen Fach anders als in seinem anderen, gerade wenn die Fächer (aus Schülersicht) sehr weit auseinander liegen wie z.B. Sport und egal welches Fach oder die Kombination aus Sprache und Naturwissenschaft.

  5. @ Axel,

    da ich Sie immer als großen Verfechter in Rechtschreibfragen wahrnehme, wollte ich Sie auf diese zwei Links aufmerksam machen.

    1) Sinnlose und sinnvolle Rechtschreibregeln

    http://www.leserechtschreibfoerderung.de/Informationen/Rechtschreibregeln.html

    2) Sinnlose und sinnvolle Rechtschreibübungen

    http://www.leserechtschreibfoerderung.de/Informationen/Rechtschreibfoerderung.html

    Was sagen Sie dazu?

    Ist es nicht so, dass wir solche, an sich sinnlosen Rechtschreibregeln mit den Kindern üben? Und ist es nicht so, dass heutzutage (zugespitzt) nur noch Lücken ausgefüllt werden?

  6. „in klasse 5 muss ohnehin neu angefangen werden, weil es keine grundlagen gibt. “

    Ich finde diese Aussage putzig.
    Wir kennen doch alle das Phänomen, dass nach den Sommerferien bestimmte Inhalte wie weggeblasen sind und SuS steif und fest behaupten, sie hätten noch nie etwas von bestimmten Begriffen oder Inhalten gehört.

    Wer würde den Vorschlag machen, dass man das 1×1 erst in Klasse 5 beginnen will, weil manche SuS es leider bis dahin noch immer nicht automatisiert haben?

    Beim Englischunterricht ist die Betrachtungsweise anders, weil etliche Lehrkräfte der Sek I noch wissen, dass früher (bis etwa vor 20 Jahren) der Englischunterricht erst in Klasse 5 begann.
    Festgestellt haben wir schon mehrfach, dass bei der Änderung die Übergänge nicht gut gestaltet wurden und Curricula nicht gut aufeinander abgestimmt waren.

    Es wird Grundlagen in Englisch geben, mehr als bei den Kindern, die vor 20 Jahren ohne Englischunterricht an die weiterführenden Schulen kamen.
    Ein Unterschied ist, dass der Unterricht selbst in der Grundschule ein anderes Konzept zu Grunde legt als der Unterricht in der weiterführenden Schule, der vermutlich nach wie vor stärker an der Grammatik orientiert ist. Aber auch dort sind die Vorgaben andere geworden und Sprechen+Zuhören wie auch Lesen+Leseverständnis haben einen anderen Anteil im Unterricht bekommen, als er noch zu unserer Schulzeit hatte, sichtbar an den Aufgabenformaten der Abschlussprüfungen in Klasse 10.

    Entscheidend ist aber auch, dass man nicht erwarten kann, dass Kinder in Klasse 3+4 die gleichen Inhalte gleichwertig erlernen, wie Kinder vor 20 Jahren in Klasse 5+6.
    Insofern muss man anders beginnen und braucht hinsichtlich der Erwartungen der SuS an den Englischunterricht sicherlich eine Eingewöhnungsphase, da die Aufgabenformate in den weiterführenden Schulen andere sind.
    Das gilt aber auch für andere Fächer.

  7. @ xxx,

    ansonsten sehe ich das wie Sie.

    Mit dem Englischunterricht später beginnen, vielleicht nach Leistungsstärke. Wer in Deutsch eine 3 oder schlechter hat, fängt nicht in der 3. Klasse damit an, sondern in Klasse 5.

    Den Kindern begegnet heutzutage überall im Alltag Englisch. Sie hören fast nur noch englische Lieder; Werbung ist fast ausschließlich auf Englisch; alles Mögliche und Unnötige kommt auf Englisch daher.

    Englisch lernen sie sowieso. Da müssen wir uns keine Sorgen machen. 😉

    • Ebenso könnte man entgegnen, dass man ja Mathematik auch in allen Berufen brauche und es einem überall begegnen würde und dass man deshalb die Bemühungen um die mathematischen Fähigkeiten der SuS getrost einstellen könne.

      Ein anderes gutes Beispiel ist die häufig genannte „Digitalisierung“. Natürlich sind SuS heutzutage von weit mehr technischen Geräten umgeben als alle Jahrzehnte vorher. Das bedeutet aber nicht, dass sie damit umgehen können.

      Es ist ja gerade der Auftrag der Schule, Kindern Fertigkeiten zu vermitteln, die sie befähigen, in der Gesellschaft und im Beruf bestehen zu können. Dazu gehört Englisch ebenso wie Mathematik und der Umgang mit Medien und Technik.
      Wer darauf vertrauen will, dass Kinder oder Jugendliche Inhalte „sowieso lernen“, der kann auch dafür plädieren, dass man Schulen abschafft, weil sie zu viel Geld kosten.

      • wirkliche Mathematik begegnet den Schülern so gut wie nie im Alltag. oder wann mussten Sie das letzte mal im Supermarkt quadratische Gleichungen lösen? Kopfrechnen, Prozentrechnung kommen noch vor, ganz selten ein Pythagoras, das wars. Vielleicht ist Mathematik auch deshalb so unbeliebt.

        ansonsten gebe ich Ihnen aber recht.

        • In der Grundschule versucht man in der Mathematik einen Alltagsbezug herzustellen. Auch der bekannte Gehirnforscher Manfred Spitzer sagt das. Gerade die Mathematik in der Grundschule tut viel für den Alltag. Beispiele:
          – Gründliche Erarbeitung der Zahlenräume
          – Einschätzungsaufgaben
          Um Zahlen zu verstehen, die einem täglich präsentiert werden, muss man das können. Von Zahlenangaben bis zu Jahreszahlen.
          – Umgang mit Größen: Geld, Längen, Hohlmaße, Masse (Gewichte)
          – Maßstab
          – Diagramme
          – Verständnis von geometrischen Formen
          Was wir sonst noch in der Geometrie machen, halte ich eher für eine Wahrnehmungsübung und Intelligenzsteigerung. ; – )
          Fast alle Textaufgaben haben inzwischen Alltagsbezug und die darüber hinaus (Knobelaufgaben) fördern das komplexe Denkvermögen.
          Ich finde Mathematik in der Grundschule sehr interessant – auch zu unterrichten – und überhaupt nicht trocken.

          • Nachtrag: Manfred Spitzer stellt einen positiven Bezug zwischen (mathematischem ) Lernen und Alltag her.

          • Es ging ja darum, dass die Behauptung, Kinder würden etwas allein dadurch erlernen, dass es ihnen im Alltag begegenen würde, so nicht haltbar ist. Nicht für Mathe, nicht für Medien, nicht fürs Lesen und Schreiben und auch nicht für Englisch.
            In allen Bereichen benötigen Kinder Anreize und Anleitung, da schließe ich auch gesellschaftswissenschaftliche und künstlerische Bereich nicht aus.

          • Richtig.
            Damit keine Missverständisse entstehen: Meine Antwort bezog sich auf das folgende Zitat:
            „wirkliche Mathematik begegnet den Schülern so gut wie nie im Alltag.“
            Allerdings kommt es jetzt auf die Frage an, was man unter „wirkliche“ Mathematik versteht. Ich sehe Mathematik schon globaler. Mathematik begegnet einem immer im Alltag, sogar Symmetrie und geometrische Formen. Man kann aus solchen Begegnungen gute Aufgaben konstruieren, die es in der Grundschulmathematik immer öfter gibt. Man macht Beobachtungen, die man mathematisch verstehen und erklären kann. Das Einschätzen, das Einordnen bzw. den Umgang damit lernt man im Mathematikunterricht.
            Das, was man dann abstrahierend später lernt (vor allem am Gymnasium), das braucht man als Grundlage für (natur)wissenschaftliche Studien bzw. deren Verständnis (ich denke da z.B. an Physik) oder es ist einfach dazu da um das abstrakte Denken zu schulen. Vielleicht ist es deswegen für viele eine Qual, weil es sich dann immer weiter vom Alltagsbezug entfernt.

          • Was ist denn „richtige Mathematik“? Die Mathematiker sagen, Ing-Mathe oder angewabdte Mathematik sei keine richtige Mathematik. Und theoretische Mathematik ist eigentlich eine Angelegenheit der philosophischen Fakultät. Allein die Frage nach der Existenz der Zahl Null und deren Wert im Zahlensystem und an sich …

            Ich bitte um Aufklärung, was ist denn richtige Mathematik?

            Dass man mit allem – selbst mit dem Schlimmsten – rechnen muss, ist keine Fachwissenschaft sondern eine Binse

          • @dickebank
            Die Bemerkung hat mich veranlasst, einmal auf wikipedia nachzuschauen.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematik
            Sehr interessant der Ursprung des Begriffes im Zusammenhang mit Lernen und diese Bemerkung:
            „heute wird sie üblicherweise als eine Wissenschaft beschrieben, die durch logische Definitionen selbstgeschaffene abstrakte Strukturen mittels der Logik auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht.“
            Vor allem die „selbst geschaffenen abstrakten Strukturen“ wirft die Frage auf: Mathematik zum Selbstzweck?
            Na ja, das gehört jetzt nicht zum Thema Englischunterricht. ; – )

          • Gibt es auch „richtiges Englisch“ und „richtiges Deutsch“ im Sinne von fachlichem Anspruch?
            Wo beginnt es?

            Welchen Hintergrund hat es, wenn Mathematiker die Grundlagen nicht sehen wollen und die „richtige Mathematik“ nur in theoretischen oder philosophischen Fragen sehen?
            Gehört das Fach dann in „Rechnen“ umbenannt und die Mathematik in den Fachbereich „Philosophie“ verschoben? Sind also Mathematiker gar Geisteswissenschaftler und gar keine Naturwissenschaftler?

            Fragen über Fragen…

          • Richtige/Reine/Theoretische Mathematik ist in der Tat der Selbstzweck. Manchmal finden die theoretischen Physiker eine Anwendungsmöglichkeit, die die Experimentalphysiker und später die Ingenieure manchmal noch weiter runterbrechen und vielleicht sogar ein eine Maschine einbauen können. Nach 30-300 Jahren oder so finden wir diese Entdeckung dann im Elektroladen als Handy oder Mikrowelle. Über statistische Methoden machen sich aber leider viel zu oft fehlerhaft die Soziologen her.

            Was theoretische Anglistik sein soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich weiß noch nicht einmal, ob es so etwas gibt.

            @ Palim Sie haben vollkommen recht. Mathematik ist eigentlich eine Geisteswissenschaft (im Sinne einer Wissenschaft des Geistes. Die aktuelle Genderforschung hat mit einer Geisteswissenschaft in diesem Sinne reichlich wenig zu tun.). Das Fach Mathematik in der Schule müsste man eigentlich tatsächlich umbenennen in Rechnen, weil aus den Lehrplänen so ziemlich alles rausgestrichen wurde, was die Disziplin Mathematik als solche ausmacht. Im Zuge der Kompentenzorientierung und den mangelnden Studierendenleistungen an den Universitäten wurde das von Mathematikern eingehend bemängelt.

            Was meinte ich ursprünglich mit „richtiger Mathematik“? Auf jeden Fall nicht die theoretische (Hochschul-) Mathematik. Im Alltag reichen das große 1×1, die Grundrechenarten im Kopf, einfaches Bruchrechnen, Prozentrechnen und Überschlagen meistens aus. Beim Kippen eines Kleiderschrankes kann ein Pythagoras noch helfen. Das meiste davon macht man bereits in der Grundschule, weshalb ich den Mathematikunterricht dort so wichtig finde. Ein großer Teil des Stoffes bis Klasse 7 und nahezu den gesamten Stoff ab Klasse 8 braucht man im Alltag tatsächlich nie unmittelbar.

            Bitte wieder zurückkehren zum eigentlichen Thema Grundschulenglisch. Danke ;-).

          • Fände ich einmal interessant, dies bei anderer Gelegenheit zu diskutieren. Vielleicht findet die Redaktion einen passenden Artikel dazu oder man müsste die Diskussion in die Foren bei 4 teachers intern verlagern. 🙂

  8. Alles Unsinn….Erstmal sollen die Grundschulen vernünftig die deutsche Sprache vermitteln, wenn das reibungslos funktioniert, kann man sich weitere Gedanken machen.

    • Das sehn die Bildungspolitiker und aktuellen Didaktiker aber anders. Schule soll in erster Linie Spaß machen (nicht Freude), jede Schwäche wird in eine Stärke umgedichtet, man muss sich fast schon anstrengen, um keine gymnasiale Empfehlung zu bekommen (wenn nicht, ist das meist nicht bindend), das Abitur ist — nach Volker Pispers — kein Abitur der Reife mehr, sondern als Steigerung eines der Fäule, Wissen muss man kompetent googlen und in eine animierte PowerPoint-Präsentation kopieren können.

      Ich sehe es wie Sie, ergänze es aber noch das Kopfrechnen, was Sie sicherlich nur wegen des ursprünglichen Artikels weggelassen haben.

      • Vergessen Sie die derzeitigen Didaktiker und Bildungspolitiker.
        Es kommt darauf an, den Schülern die Unterrichtsinhalte nachhaltig zu vermitteln,
        und das gelingt durch Vertiefung und Wiederholung der Unterrichtsinhalte mit Instruktion, Feedback und interaktiver Unterrichtsgestaltung von Lehrer und Schüler.
        Da spielen Sympathien eine verstärkende Rolle auf unser Lernverhalten.
        Feedback bedeutet, dass ich eine Rückmeldung über mein Lernverhalten erfahre,
        und das kann auch negativ sein.
        Allerdings muss der Umgang mit negativen Rückmeldungen erlernt werden und darf vom Schüler nicht als Versagen wahrgenommen werden.
        Wie sollen Schüler sonst zu einer Selbsteinschätzung kommen können, wenn man Ihnen diese Erfahrungen verweigert?
        Spätestens im Berufsleben werden dann diese negativen Erfahrungen um so schlechter verarbeitet werden können, und als Lehrer hat man eine Verantwortung dafür negativ Erlebnisse verarbeiten zu lernen und diese nüchterner zu betrachten, dass man eben noch an dem Stoff arbeiten muss.
        Und dies gelingt mit der unterstützenden Hilfe des Lehrers, der mir aufzeigt, was ich ändern muss, wie ich effektiver lerne und damit mehr Erfolg habe.
        Nachhaltigkeit bedeutet für mich die erlernten Inhalte jederzeit rekapitulieren zu können,
        die Präsenz im Langzeitgedächtnis, denn wir erlernen doch Inhalte , die wir im späteren Leben benötigen, so jedenfalls erfuhr ich mein schulisches Leben und dafür bin ich meinen damaligen Lehrern dankbar.
        Ich habe in der 9. Klasse eine Nachprüfung erfolgreich bestanden und habe danach mit Hilfe des Herrn Kusenberg und Herrn Gussmann mein Interesse für neuzeitliche Literatur entdeckt und in der Folge mich ständig in meiner Ausdrucksfähigkeit ständig verbessert.Die Nachprüfung empfand ich als Aufgabe und da habe ich gelernt eigenständig mir Wissen und Fähigkeiten beizubringen. Mir standen allerdings die Arbeiten der Klassenbesten zur Verfügung, so dass ich analysieren konnte, wie die Mitschüler die gestellten Aufgaben angingen.
        Nach dem Abitur gelang es mir erfolgreich einem befreundeten Mitschüler durch Hilfestellung mittels effektiver Vermittlung der Lerninhalte innerhalb von 3 Wochen die wichtigsten Inhalte im Fachbereich Biologie zu vermitteln.
        Es kommt also auf dem Umgang mit den erzielten Ergebnissen an. Nicht die Noten sind wichtig, sondern die erfolgreiche, nachhaltige Vermittlung und das Erlernen der Lerninhalte. Die Noten folgen dann automatisch.Und das ist das Ziel.Wir brauchen keine Inflation von Abiturdurchschnitten um 1,0.Dann sollten die N.C.-Fächer lieber verlost werden oder über Aufnahmeprüfungen vergeben werden.Unsere Einser-Kollegen waren nicht die Besten im Medizinstudium und auch nicht die erfolgreichsten.

        • ihre Wünsche sind sehr idealisiert. der aktuelle Lehrplan lässt deren Umsetzung leider nicht zu. Außerdem ist die aktuelle Schülerschaft viel zu heterogen, um Ihre, Herr AvL, Wünsche während des Unterrichts aber zusätzlich zum Lehrplan noch umzusetzen. so lange es VERA, ZP10, Zentrale Klausuren, Zentralabitur usw. gibt, läuft es immer auf ein teaching to and not beyond the test hinaus. leider.

          • Das ist der Fluch der von mir angesprochenen Output-Orientierung. Ohne diese bedürfte es ja der schulinternen Vergleichsarbeiten, des LSE 8 und der ZP10-Prüfungen sowie des Zentralabis – am liebsten bundesweit –

            Erschwerend kommt hinzu, dass die Lehrpläne einzelner Fächer nicht auf die Kernlehrpläne und Vorgaben für die Vergleichsprüfungen abgestimmt sind. Untereinander vernetzt sind die Lehrpläne der einzelnen Fächer ohnehin nicht. Folglich ist jede Schule gezwungen Kompromisse bei der Umsetzung in schulinterne Curricula zu machen, keine prüfungsrelevanten Themen unter den Tisch fallen zu lassen oder zu kurz abzuhandeln.

            Das einzige, was für die Planung und Durchführung uninteressant ist bei den vielen Vorgaben, sind die Bedürfnisse und Vorkenntnisse sowie die Lerngeschwindigkeit der einzelnen Schüler.

            Jeder weiß, dass es den „Nürnberger Trichter“ nicht gibt, aber jede kultusministerielle Vorgabe klingt letztendlich wie eine Bauanleitung für diesen.

          • „Jeder weiß, dass es den „Nürnberger Trichter“ nicht gibt, aber jede kultusministerielle Vorgabe klingt letztendlich wie eine Bauanleitung für diesen.“

            WIE WAHR!

          • Für eine Bauanleitung sind diese Vorgaben aber viel zu unkonkret, weil jede Schule sich Methoden für die Umsetzung selbst auszudenken hat. Das Ministerium spart dadurch ja eine Menge Geld, weil es kein eigenes Personal einzusetzen braucht – die Lehrer machen es ja unentgeldlich.

            Vielmehr halte ich die Vorgaben für Modelle, die die Schulen mit dem vorhandenen Material möglichst übereinstimmend nachzubauen haben. Ob dabei ein Teil des Materials fehlt (Lehrer, Ausstattung), auf dem Zahnfleisch geht (Lehrer) oder sehr variabel verwendbar ist (Schüler, Eltern) spielt keine Rolle.

          • Man sollte zusätzlich deutlich dazu sagen, dass es Vorgaben zu den Inhalten der einzelnen Fächer wie auch übergreifender Themen gibt, die Vernetzung oder Verknüpfung derselben müssen aber die Lehrkräfte leisten, selbst wenn die isoliert entstandenen Curricula nicht zusammen passen.
            Auch die zeitliche Zuordnung müssen Lehrkräfte bewerkstelligen, selbst wenn ihnen auf einen Blick klar ist, dass a) die Inhalte nicht in den zu Verfügung stehenden Stunden zu schaffen sind, b) die zusätzlichen Aufgaben und Forderungen auch Zeit benötigen und c) alles auch an die Fähigkeiten und Voraussetzungen der extrem heterogenen Schülerschaft angepasst werden muss.

            Was passiert an anderer Stelle, wenn Planungen derart bruchstückartig sind?

          • In der freien Wirtschaft haben solche „Denker“ aber alle eine eigene Sekretärin, die die lästige Bürokratie übernimmt.

  9. @ ysnp (zitiert)

    hm, soll ich unseren kleinen Disput noch ein wenig befeuern oder lieber wieder nicht? Aber diese Aussage ist doch interessant. Siehe ZITAT:
    ——————————————————————————-
    „Aber rechnen Sie in Zukunft damit, dass ich mich ab jetzt nicht immer zurückhalten werde, denn ich glaube, dass man bei Ihnen mit einem sachlichen Gesprächsstil nicht weiterkommt.“
    ——————————————————————————-
    Mögen Sie das ein wenig konkretisieren? Was ist denn da jetzt zu erwarten? Was kommt denn da nun auf mich zu? Lauter böse Worte? Hat das nicht schon mal einer hier versucht, andere damit mundtot zu machen? (Stichwort „Grenzen aufzeigen“). Nun, ich würde ja sagen, als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet. Lauter heiße Luft und nichts dahinter. (Ist das nicht ohnehin Ihr Zweitprofil? Gewisse sprachliche Eigenarten sprechen dafür.)

    Naja, gut, also dann kommen da dann diese Unsachlichkeiten von Ihnen. Ich versuche mir das vorzustellen. Und dann? Dann wird Sofawolf ganz dolle traurig sein und … ? Seine Meinung ändern? Angst haben? Weil unsachliche Formulierungen ja zu … (ich weiß nicht was, füllen Sie bitte selbst die Lücke aus) … führen. Oder Sofawolf wird dann auch (Ihrer Meinung nach „noch“) unsachlicher? Und dann? Dann kommen wir gegenseitig unsachlich weiter und überzeugen uns auf unsachliche Art und Weise, dass wir gegenseitig Recht bzw. Unrecht haben. Und dann? Ich verstehe gar nicht Sinn und Zweck dieses Ansinnens oder was Sie glauben, damit zu erreichen und wieso Sie glauben, dass Sie das dadurch erreichen?!?

    Aber ok: Seien Sie unsachlich, wenn Sie meinen unsachlich sein zu müssen und glauben, sich damit einen Gefallen zu tun. Ich schaue mir das dann vielleicht gelegentlich mal an.

    PS: Aber ich verspreche, hier zumindest nicht weiter mitzumachen, damit sich das nicht alles noch in die Länge zieht.

    • @sofawolf
      Wenn Sie Klärungsbedarf haben, dann können Sie mich jederzeit bei 4 teachers intern unter demselben Nick per pn anschreiben, dann klären wir das unter uns.
      Und nein, ich trete nirgendwo mit zwei oder mehreren Nicks auf.

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