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Frankreichs Präsident Macron diskutiert an der Frankfurter Uni über Europa (bevor er die Buchmesse eröffnet)

FRANKFURT/MAIN. Staatspräsident Macron kommt nach Frankfurt. Zusammen mit Kanzlerin Merkel eröffnet er die Buchmesse. Vorher macht er sich erneut für Europa stark – bei einer Debatte mit dem Politiker Cohn-Bendit an der Universität.

Macron wirbt in der Frankfurter Uni für ein neu belebtes Europa. Foto: Gouvernement français / Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 fr

Macron wirbt in der Frankfurter Uni für ein neu belebtes Europa. Foto: Gouvernement français / Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 fr

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron kommt am Dienstag nach Frankfurt, um über die Zukunft Europas zu diskutieren und die Buchmesse zu eröffnen. Frankreich ist in diesem Jahr das Gastland der großen internationalen Bücherschau. Nach der Begrüßung im Rathaus Römer spricht der Staatspräsident aber zunächst an der Goethe-Universität. Er diskutiert mit dem deutsch-französischen Europa-Politiker Daniel Cohn-Bendit und dem französischen Sozialwissenschaftler Gilles Kepel (62) über die Zukunft Europas.

Der 72 Jahre alte Grünen-Politiker Cohn-Bendit saß von 1994 bis 2014 im Europaparlament. Zu der Debatte sind rund 430 Gäste eingeladen, gut die Hälfte von ihnen Studenten, wie die Universität mitteilte.

«Macron hat erst kürzlich bei einer viel beachteten Rede an der Pariser Sorbonne einen Appell an junge Menschen gerichtet, Europa wieder zu ihrer Sache zu machen. Ähnliches plant er für seinen Besuch in Frankfurt», kündigte die Universität an. Bei der Diskussion werde es um sechs Themen gehen: die Neugründung des europäischen Projekts für die Jugend, soziale Umbrüche und Solidarität, Europa und Gedächtnis, Identität und Werte, kulturelle Herausforderungen sowie Europa und die Welt. Für die Veranstaltung sind knapp zwei Stunden eingeplant.

Am späten Nachmittag steht ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Macrons Programm. Wie es aus Élyséekreisen hieß, soll es um aktuelle Themen gehen, beispielsweise das Atomabkommen mit dem Iran.

Anschließend eröffnen beide die internationale Leitmesse für Bücher und gehen dann gemeinsam durch den französischen Pavillon. Mehr als 130 Autoren aus Frankreich werden bis 15. Oktober bei der Messe erwartet. «Francfort en français» (Frankfurt auf Französisch) heißt der Slogan der Gäste für das Kulturprogramm. Etwa 300 Veranstaltungen sind allein in Frankfurt geplant. In ganz Deutschland gibt es an vielen Orten – übers Jahr verteilt – weitere 400. Frankreich war bereits 1989 zu Gast auf der Buchmesse. dpa

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