Start Nachrichten Abschlüsse zu Unrecht nicht anerkannt: Jetzt wohl doch weitere Schulen betroffen

Abschlüsse zu Unrecht nicht anerkannt: Jetzt wohl doch weitere Schulen betroffen

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HANNOVER. Mehr als 100 junge Menschen erhielten an einer Oberschule im niedersächsischen Vechta einen zu niedrigen oder gar keinen Abschluss. Inzwischen erreichen das Land auch Hinweise zu weiteren Schulen.

Stichproben. (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

Nach den fehlerhaft vergebenen Schulabschlüssen an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta haben sich bereits Menschen bei der Anlaufstelle des Landes in Osnabrück gemeldet. 18 der 28 bis zum vergangenen Montag eingegangenen Meldungen bezögen sich auf die Schule in Vechta, teilte das Kultusministerium mit. Die übrigen Meldungen beträfen mehrere andere Schulen.

Welche Schulen genannt wurden, teilte das Ministerium nicht mit. Vor Abschluss der laufenden Überprüfung würden Angaben dazu auf unvollständigen Erkenntnissen beruhen. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich Anfang Oktober vorgestellt werden.

An der Oberschule in Vechta waren mindestens 107 Schülerinnen und Schüler zwischen den Schuljahren 2019/20 und 2025/26 mit einem zu schlechten oder gar keinem Abschluss entlassen worden. Ausgleichsregelungen waren nicht richtig angewandt worden.

Das Land prüft nun stichprobenartig Zeugnisse an rund 400 Ober- und Integrierten Gesamtschulen, um mögliche systematische Fehler zu erkennen. News4teachers / mit Material der dpa

Abschluss zu Unrecht nicht anerkannt – betroffene Schülerin verliert drei Jahre

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6 Kommentare
Realist
16 Tage zuvor

Naja, ist ja heutzutage kein Problem mehr, das Zeugnis in eine KI hochzuladen und die das anhand der einschläggigen Vorschriften prüfen zu lassen. Wofür man früher einen teuren Anwalt brauchte, braucht man heute weder Geld noch Zeit noch Wissen.

Da werden bundesweit noch viele Fälle auftauchen, die man dann im Stillen ohne Medien zu regeln versuchen wird.

Leistung sind wir nicht
16 Tage zuvor

Es geht auch anders: wenn Schulleitung Abschlüsse vergibt, obwohl die Notenlage das nicht zulässt. Sollte auch mal geprüft werden. Eine Kollegin sagte einmal: „Wir bringen sie durch, egal wie. Aussieben können andere.“

447
16 Tage zuvor

Und diese Logik ist angesichts des absolut klar gewollten „Alles muss raus! Abschluss für jeden!“-Wunsches von Bezirksregierungen, Politik und Wählern auch völlig verständlich.

Walter Hasenbrot
14 Tage zuvor

Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass es solche Fälle gibt?

Oder haben Sie sich das gerade ausgedacht?

Wäre Ihre Schulleitung so blöd, Ihnen das mitzuteilen, wenn sie gegen geltendes Recht verstößt?

dickebank
15 Tage zuvor

Die SL vergibt Abschlüsse? Die Abschlüsse wwrden durch Zeugniskonferenzen entsprechend der Kriterienn der gültigen Verordnungen festgesetzt. Stimmberechtigten in der Konferenz sind diejenigen Lehrkräfte, die im vergangenen Schulhalbjahr den betroffenen Schüler/die betroffenen Schülerin unterrichtet haben. Sofern die SL die SuS nicht im eigenen Unterricht hatte, leitet sie zwar die Konferenz, ist aber nicht stimmberechtigt und auch nicht weisungsbefugt.

Joachim Schwarz
14 Tage zuvor

Irgendwann muss man sich doch fragen, wem es nützt, wenn Regeln so komplex werden, dass den Betroffenen Fehler meistens nicht auffallen.