MÜNCHEN. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hat Befürchtungen vor einem Lehrermangel und Unterrichtsausfällen an Grund- und Mittelschulen entschieden zurückgewiesen.

Die Unterrichtsversorgung werde trotz höherer Schülerzahlen auf dem bisherigen Niveau gesichert, sagte Spaenle in München nach neuen Gesprächen mit den Bezirksregierungen. Der Pflichtunterricht sei ohnehin sichergestellt, und auch beim Zusatzangebot – etwa bei Musik- und Sport-AGs – werde das Niveau des Vorjahres gehalten. Wo nötig würden zusätzliche Lehrerstellen bereitgestellt, betonte er.
Das Kultusministerium hatte vor kurzem mitgeteilt, dass es in Bayern zum neuen Schuljahr deutlich mehr Mittelschüler geben wird als prognostiziert. Lehrerverbände und Opposition hatten daraufhin vor einem drastischen Lehrermangel und Unterrichtsausfällen gewarnt.
Auch die Schulräte warnten nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» vor einer «extrem schwierigen Situation». Der Unterricht im gesamten nächsten Schuljahr könne nur unter erschwerten Bedingungen sichergestellt werden, schrieben sie demnach in einem Brief an Spaenle. dpa
(10.8.2012)
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