Grundschulzeugnisse: Gespräche statt Schreibarbeit für rheinland-pfälzische Lehrer geplant

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MAINZ. Lehrergewerkschaften fordern seit Langem weniger aufwändige Zeugnisse für Grundschüler. Die Landesregierung will nun bis zum Sommer einen Entwurf vorlegen.

Für Grundschüler in den dritten und vierten Klassen in Rheinland-Pfalz gibt es von 2014 an aller Voraussicht nach vereinfachte Zeugnisse. Denn zahlreiche Lehrer klagen schon seit langem über zu viel Schreibarbeit. Zugleich sollen zum Halbjahreswechsel der Klassenstufen 3 und 4 Gespräche von Pädagogen mit Eltern und Schülern verbindlich gemacht werden, damit es dennoch eine ausführliche Leistungsrückmeldung geben kann. Es sollen aber auch weiterhin ausformulierte Zeugnisse ohne Noten für Drittklässler möglich sein.

Ein Zeugnisausschnitt in Großaufnahme
Die Grundschulzeugnisse in Rheinland-Pfalz sollen einfacher werden. Foto: Thomas Klaiber / Flickr (CC BY-SA 2.0)
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Die Lehrergewerkschaften VBE und GEW hatten bereits mehrfach von Entschlüssen für Veränderungen bei den Grundschulzeugnissen berichtet. Der Sprecher von Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD), Wolf-Jürgen Karle, betonte, endgültige Festlegungen gebe es noch nicht. Bis zum Sommer werde ein Vorschlag für die mögliche Vereinfachung der Zeugnisse vorgelegt. Die Kritik der Lehrergewerkschaften und Schulen werde dabei berücksichtigt. Die entsprechend geänderte Grundschulordnung solle im Herbst 2013 veröffentlicht und im Januar 2014 wirksam werden. In Rheinland-Pfalz gibt es rund 960 Grundschulen. (dpa)

(10.04.2013)

Zum Bericht: Rheinland-Pfalz: VBE fordert für Grundschüler Kompetenzstufenzeugnisse

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