Grippe oder Covid-19? Diagnose anfangs laut Virologin Ciesek knifflig

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FRANKFURT/MAIN. Die üblicherweise zum Winteranfang beginnende Grippesaison und die gleichzeitig andauernde Corona-Pandemie werden die Ärzte nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek vor besondere Herausforderungen stellen. Es lasse sich anfangs nicht leicht beantworten, ob eine Grippe oder eine Infektion mit der vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Krankheit Covid-19 vorliege, sagte Ciesek.

Anhand der Symptome von einer Grippe zunächst nicht zu unterscheiden: das Coronavirus. Illustration: Shutterstock

«Die Symptomatik kann insbesondere in der Frühphase der Infektion sehr ähnlich sein», erklärte die Professorin für Medizinische Virologie an der Frankfurter Goethe-Universität. «Bei beiden Erkrankungen sind Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen und abdominelle Beschwerden wie Bauchschmerzen und Erbrechen häufige Symptome.» Ohne einen Test könnten die Symptome nicht sicher unterschieden werden.

Ob eine Grippe oder Covid-19 für den Einzelnen gefährlicher sei, lasse sich nur sehr schwer sagen. «Die Gefahr, an Covid-19 zu sterben, ist nämlich sehr stark altersabhängig», sagte Ciesek. «Insgesamt kann man festhalten, dass bei älteren Menschen Covid-19 noch viel gefährlicher ist als Influenza.» Die Corona-Pandemie müsse ernstgenommen werden und sei nicht mit einer Grippewelle zu vergleichen. dpa

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3 KOMMENTARE

  1. Trotzdem wird man weiterhin auf die flächendeckende Testung bei SchülerInnen verzichten, um die Statistiken zu schönen. Es wird pauschal heißen: ganz „normale“ Erkältung…
    Auch wenn junge Menschen tatsächlich nicht schwer erkranken sollten, sind Spätfolgen noch immer nicht abzusehen.
    Ganz zu schweigen von der Gefahr, dass junge Menschen halt nicht auf einem anderen Planeten leben und deshalb sehr leicht ältere Mitmenschen, die sehr wohl gefährdet sind schwer zu erkranken und sogar an einer Infektion mit Covid19 zu sterben, infizieren können.

  2. Und wieder, es wird nicht getestet! Viele meiner Schüler „erkältet“, Corona-Test findet nicht statt. Ärzte empfehlen ein paar Tage Zuhause zu bleiben. Ansonsten geschieht nichts. Der Rest der Klasse sitzt als Kanonenfutter neben einem schniefendem Kind, welches man dann höchst umständlich zurück nach Hause schickt. Jeden Tag beginnt ein neues Kind zu schniefen und zu röcheln. Ich gebe zwei Wochen, dann waren alle einmal Zuhause. Hoffentlich geht das ohne Komplikationen von Statten. Mache mir um die Familien meiner Schüler und um meine eigene Sorgen. Die Angst unterrichtet mit und auch die Schüler sind verunsichert. Waren doch die Stimmen laut, dass eine Kinderseele unter dem Lockdown leidet. Ich vermute die Kinderseelen leiden nun anders, nämlich unter Sorge vor Ansteckung der Familie!

  3. Wie gefährlich ein Erreger ist, lässt sich erst im SAnschluss an eine abgelaufene Saison festmachen. In der Grippesaison 2017/18 lag die statistische Übersterblichkeit der abgelaufenen Grippepandemie bei 25.100 Toten alleine in Deutschland.
    Es war die seit 30 Jahren schlimmste Grippeepidemie.
    Berechnungen zur statischen Übersterblichkeit durch Covid -19 liegen für Deutschland bereits vor. Lediglich in der 11 bis zur 21 Kalenderwoche war ein leichter Anstieg der statistischen Übersterblichkeit durch Covid-19 in Deutschland zu verzeichnen.

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