Möglicher Corona-Ausbruch: Schule geschlossen – Massentest für 1.500 Schüler und Lehrer

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HÜLLHORST. Nach vier Corona-Infektionen unter Schülern einer Schule im nordrhein-westfälischen Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke) haben die Behörden einen Massentest angeordnet. Bis Mittwoch ist die Gesamtschule voraussichtlich geschlossen, am Dienstag war der Test der rund 1500 Schüler und Lehrer angelaufen, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte. Grund für die strikte Anordnung: Nicht bei allen Infizierten seien mögliche Infektionsketten und Querverbindungen klar zu ermitteln gewesen, sagte eine Sprecherin.

Dass es Infektionen innerhalb der Schule gegeben hat, kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Illustration: Shutterstock

Ein Corona-Ausbruch an der Schule wird nicht ausgeschlossen. Auf der Seite des Kreise Minden-Lübbecke heißt es aktuell (22. September, 15 Uhr): „In der Gesamtschule Hüllhorst sind zusätzlich zu den bereits bestehenden Quarantänen zwei neue positive Fälle hinzugekommen. Um alle Querverbindungen erfassen zu können und gleichzeitig einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen, hat der Krisenstab des Kreises beschlossen, den Schulbetrieb mindestens bis Mittwoch vorsorglich komplett zu schließen. Das Gesundheitsamt des Kreises sieht eine Testung der gesamten Schüler- und Lehrerschaft vor. Um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen, werden alle betroffenen Personen gebeten, ihre Kontakte sicherheitshalber so weit wie möglich zu reduzieren. Die Schule bleibt bis zum Vorliegen der Testergebnisse geschlossen. Geplant ist die Testung am Dienstag.“

Weiter wird aufgeführt:

  • „Am Grundschulverbund Am Wiehengebirge, Standort Ahlsen gibt es zwei positive Fälle, was zu Quarantänen der jeweiligen Klassen geführt hat.
  • Der Krisenstab des Kreises hat heute in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Bürgermeister der Gemeinde Hüllhorst Bernd Rührup über die aktuelle Entwicklung und mögliche weitere Schritte gesprochen.
  • Am Gymnasium Rahden gibt es ebenfalls einen positiven Fall. Auch hier sind die betroffenen Kurse in Quarantäne und es gibt ein Testangebot am 23.9. für Schüler*innen und Lehrkräfte.
  • Am Berufskolleg Lübbecke gibt es einen positiven Fall. Hier sind die Betroffenen informiert und die notwendigen Quarantänen angeordnet.
  • In der Stadtschule Lübbecke gibt es einen positiven Fall. Die betroffenen Kurse und die Klasse sind in Quarantäne. Es gibt ein Testangebot für Schüler*innen und Lehrkräfte.

In allen genannten Fällen ist das Gesundheitsamt in Kontakt mit der Schulleitung. Alle betroffenen Personen werden informiert.“ News4teachers / mit Material der dpa

… und die nächste Schule, an der sich ein Corona-Ausbruch auswächst: Gymnasium bleibt geschlossen – alle Schüler und Lehrer in Quarantäne

 

 

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5 KOMMENTARE

  1. Inzwischen ist die Gesamtschule Hüllhorst schon bei 5 Corona-Infektionen angekommen. Morgen früh soll es die Ergebnisse des Massentests von 1500 Schülern und Lehrern geben, es kann also durchaus sein, dass die Zahl noch ansteigt.

    https://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/huellhorst/22865943_Erste-Betriebe-reagieren-auf-Anstieg-der-Corona-Infektionen-in-Huellhorst.html

    Übrigens hat „Nordrheinwestfale @Coronahotspot“ eine zusätzliche, ergänzende Karte gestartet, auf der nur die Clusterschulen mit mindestens 5 Fällen aufgeführt werden. Also diejenigen Schulen, bei denen man es dann wohl nicht mehr als Einzelfall oder Zufall verharmlosen kann sondern von einer Infektion innerhalb der Schule/Klasse ausgehen muss.

    https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1J3_XAIpyGIFCWUz7VAel_Z3Gnf_jju_c&ll=52.00605888177546%2C12.221870193186273&z=6

  2. Es wird berichtet, dass typischerweise 3 bis 4% der Schüler-Kontaktpersonen dann positiv getestet werden. Zitat: „Im Zuge der Corona-Pandemie befinden sich nach jüngsten Zahlen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums knapp 7000 Schüler und rund 580 Lehrer in Quarantäne. Bei 238 Schülern und 46 Lehrkräften sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Montag) unter Berufung auf das Ministerium. “
    https://www.ksta.de/region/corona-in-nrw-laschet-will-keine-landesweite-verschaerfung-der-auflagen-36439428

  3. Kann mir jemand erläutern bitte, warum die Tests nicht – ablaufkoordiniert – IN der Schule stattfinden können – und die Beobachtungsphase/Ermittlungspahse auch? Die Oberstufe startet mit Tests und geht dann für 1 Woche ins HSchooling, bei den anderen Konzentration der gezielten Beobachtug/Ermittlung auf direkt betroffene Klassen:
    Eltern sorgen bis zum nächsten Morgen für Wohungsquarantäne, alle betroffenen Klassenräume werden zweigeteilt für ca. 20 Kinder, der Rest erhält Platz in den freien Räumen der OSt und falls erforderlich im Bürocontainer ü b er dem Pausenhof – LuL erteilen Gruppenunterricht mit Unterstützung je 1 LA-Stud.in jeder Teilgruppe (Lernbegleitung/Aufsicht). Kurse werden in Zeitblocks zusammen gefasst.
    1 Schulbus wird reserviert für Beobachtungskinder mit Namenskontrolle.
    ALLES für 1 WOCHE!
    Und wenn bislang nichts dafür vorbereitet ist – die nächsten Fälle warten nicht lange….
    Warum der Aufwand?
    (a) zur Unterstützung des Gesundheitsamtes und zur Ausbreitungsreduktion
    (b) zur Unterstützung des Unterrichtsfortganges
    (c) zur Unterstützung der Eltern und deren Arbeitsverhältnisse

    LuL werden als Erste getestet – und nach der Beobachtungswoche erneut.

  4. Lehrerinnen und Lehrer bleiben gar nicht zu Hause, wenn es einen positiven Fall in der Klasse gibt. Sie unterrichten am nächsten Tag in der Schule!

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