Lauterbach: „Lage in den Schulen ist leider außerhalb jeder Kontrolle“

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BERLIN. Der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Karl Lauterbach hat die Kultusminister der Länder mit scharfen Worten darauf gedrängt, den Umstieg in einen Schichtunterricht vorzubereiten. „Die Lage in Schulen ist leider ausserhalb jeder Kontrolle“, so schreibt er aktuell auf Twitter. „Was wir in Restaurants und Kneipen gewinnen verlieren wir in den Schulen.“ Lüften allein werde in den Schulen nicht reichen, um Infektionen zu vermeiden. Nur mit kleineren Lerngruppen werde sich der Schulbetrieb über den Winter aufrecht erhalten lassen.

Ist selbst ein studierter Mediziner und Epidemiologe, der in Harvard promoviert hat: Karl Lauterbach. Foto: Von Martin Kraft, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lauterbach, selbst Mediziner und Epidemiologe von Beruf, schreibt zudem: „Es fehlt an Strategie und Zuständigkeit. Viele Schulen unterrichten bei voller Klasse ohne Masken nur mit Lüften. Diese Kombi ist unverantwortbar.“ In einem Interview mit dem SWR forderte Lauterbach, alle Schulklassen zu halbieren, um die Abstandsregel in den Klassenräumen zu ermöglichen. In Dänemark und anderen Ländern habe sich das bewährt. Es sei durchaus möglich, so Lauterbach, dass es in den nächsten Monaten dazu komme, dass Infektionsketten auch über die Schulen weitergegeben würden und dann beim nächsten Shutdown die Schulen nicht mehr ausgenommen werden könnten. Auch Kinder hätten einen Anteil an der Epidemie, selbst, wenn sie keine Treiber seien.


„Die Zahl der infizierten Schüler nimmt ständig zu – wir haben auch eine hohe Dunkelziffer“

„Wir haben die Situation, das die Zahl der infizierten Schüler ständig zunimmt, wir haben auch eine hohe Dunkelziffer, wir sind also am Anfang eines langen Winters. Ich glaube schon, dass man sich Sorgen machen muss, dass wir in den Schulen nicht gut vorbereitet sind. Jetzt wo es richtig kalt wird, kann man das Risiko mit Lüften nur unzureichend in den Griff bekommen“, sagte Lauterbach. Schulen offenhalten zu wollen, sei nach wie vor das richtige Ziel. „Aber Schulen offenzuhalten, bedeutet nicht, dass man mit voller Klassenstärke in den Winter hineingeht und es allein mit Lüften versucht, in den Griff zu bekommen. Da muss man mehr machen.“

Es sei nicht sinnvoll, den Unterricht auf „die paar Stunden am Morgen“ zu konzentrieren, und die Gesundheit der Lehrer, aber auch die der Kinder und ihrer Eltern zu riskieren. „Wir wissen, dass in Schulen Infektionsketten auftreten. Kinder haben einen Anteil an der Pandemie, das ist unstrittig“, sagte Lauterbach.

„Sicherheit geht vor, wir müssen den geteilten Unterricht vorbereiten“

Bei der Wellenbrecher-Lockdown-Entscheidung von Bund und Ländern sei einkalkuliert worden, dass 25 Prozent der Kontakte nicht eingeschränkt werden sollen – „das sind die Kontakte in den Schulen, in den Betrieben, in den Geschäften, aber dort gibt es auch Infektionen natürlich“, sagte Lauterbach. Im Schulbetrieb stelle sich die Frage, wie sicher der gestaltet werden könne. „Ich plädiere dafür, dass wir uns ehrlich machen“, sagte Lauterbach. Und das bedeute: „Sicherheit geht vor, wir müssen den geteilten Unterricht aus meiner Sicht vorbereiten.“ News4teachers

Werden Kitas und Schulen jetzt doch zu Corona-Hotspots? Interne Daten von Bund und Ländern zeigen drastische Entwicklung auf

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119 KOMMENTARE

  1. Obschon ich kein Fan von der SPD bin: der Mann ist einer der wenigen vernünftigen Politiker in Bezug auf die Pandemie. Endlich mal den Hinweis auf die Gesundheit von Lehrern, Schülern und deren Familien. Niemand hat das Recht, über die Gesundheit von Mitmenschen in fahrlässiger Weise zu verfügen, außer in einer Diktatur. Die Kultusministerien verhalten sich weder demokratisch, noch empathisch. Danke und weiter so, Herr Lauterbach! Setzen Sie sich bitte weiter für die Gesundheit der SuS, LuL und ihrer Familien ein!

    • Könnte nicht mal jemand Frau Scheeres Parteiintern auf Herrn Lauterbach aufmerksam machen?
      Vielleicht würde es dann die Möglichkeit geben, das Frau Scheeres auch auf das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit aller SuS und Angestellten an den Berliner Schulen Rücksicht nimmt!
      Bildung ist ein hohes Gut, unsere Gesundheit jedoch auch!!!

    • @Elly

      Liebe Elly,
      ich stimme Ihnen vollkommen zu.

      Besonders gut bringen Sie es hier auf den Punkt: „Endlich mal den Hinweis auf die Gesundheit von Lehrern, Schülern und deren Familien.“

      Lauterbach hat diesen Zusammenhang schon früh erkannt (ab Sommer) und wurde dafür ausgelacht und oft auch massiv bedroht, das ist immer noch so!
      Aber er scheint als Mensch – und auch als Politiker – ein Typus zu sein, der leider irgendwann aus der Mode kam?

      Auch er bringt seine Position in einem Satz ganz klar auf den Punkt: „Ich plädiere dafür, dass wir uns ehrlich machen“.

      Herr Lauterbach,
      vielen Dank und bitte lassen Sie sich NICHT beirren.

  2. Wenn die gute Frau Gebauer nur ein Stück von Herrn Lauterbach hätte, dann wäre es nicht verkehrt. Unglaublich, wie Steuergelder für so ein Schulchaos verschleudert werden. Die sollten persönlich zur Zuzahlung gezwungen werden, ohne Schmerzensgeld lernen die scheinbar nicht dazu.

  3. Warum sind alle so überrascht?
    Ich als kleine dumme alleinerziehende Krankenschwester habe dies schon vor Schulbeginn vorausgesagt!
    Bin ich jetzt ein Orakel?

    • @Ott: Seit wann sind Krankenschwestern dumm? Tatsächlich kenne ich welche, die später auf gymnasiales Lehramt umgesattelt haben.

      Und nein, ihre Vorhersage macht sie nicht zu einem Orakel; man dennt das „gesunder Menschenverstand“: Sie haben es, nicht ganz wenige Lehrkräfte haben es, Politiker – na, da sage ich mal jetzt nichts dazu…

  4. Schule zu Kneipe vergleichen?
    Wow!
    Kinder müssen in die Schule. Sonst bleibt die Bevölkerung nur dumm.
    In SH seit Wochen tragen die Kinder Masken und es wird gelüftet. Und es funktioniert. Zumindest auf dem Gymnasium wo meine Tochter geht.
    Macht ihr keine Panik und lass unsere Kinder in die Schule. Das ist deren Recht und ganze Welt.

    • Natürlich müssen die Kinder lernen, aber unter anderen Umständen. Der Schichtbetrieb ist eine Idee, die Abwechslung zwischen Distanz und Präsenz eine andere. Aber es funktioniert eben nicht wie bisher, denn auch in SH wird das Virus sich rasant verbreiten. Es geht um Ihre Kinder, aber nicht nur. Es geht auch um die Lehrer. Wenn die krank sind ist die Schule auch zu, wie bei uns in einer Grundschule in MV: für 8 Klassen waren noch 4 Lehrer da Dank Corona

      • Zehn Prozent unserer Bevölkerung sind Schüler und viele davon nehmen unfreiwillig täglich schon an einer Massenveranstaltung teil, wenn sie morgens in den Schulbus steigen. Abstand halten funktioniert außerhalb des Unterrichtes bei Jugendlichen nur in der Theorie. Wenn Schulen ein maßgeblicher Pandemietreiber, dann geht es nicht nur um Schüler und Lehrer, sondern um alle.
        „Kinder müssen in die Schule. Sonst bleibt die Bevölkerung nur dumm.“ Wenn das von ein paar Monaten Schulbesuch während der Pandemie abhängt, dann sehe ich für das Bildungsniveau der Bevölkerung ohnehin schwarz.

    • Wenn Masken und Lüften das Problem soooo super lösen, frage ich mich, warum IN ALLEN anderen Bereichen so ein Aufwand betrieben wird…

    • Die Welt ist voll von dummen Menschen. ….
      Natürlich sind Schulen Hotspots…..
      Auch unser Sohn geht ins Gymnasium, 10.Klasse….., müsste in diesem Jahr den MSA schreiben…… Es sind 30 Schüler in einer Klasse…..unverantwortlich, ich selbst arbeite an einer Grundschule, gehöre aber zur „besonders gefährdeten Risikogruppe „…..
      Ich kann mich noch so schützen, aber der Kreis wird immer enger .. Frau Scheeres lebt an der Schulrealität vorbei
      Es wird die Gefährdung von Schülern, Eltern, Lehrer und Erziehern bewusst in Kauf genommen…..
      Leider hat man im Laufe der Jahre vergessen, ausreichend Lehrer und Erzieher auszubilden ….
      Und die, die noch da sind, da hat man schlichtweg verpasst, diese zu fördern und sie technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Bildung ist in diesem Land ein Trauerspiel…

    • @Anna

      „Macht ihr keine Panik und lass unsere Kinder in die Schule. Das ist deren Recht und ganze Welt.“

      „Das ist deren Recht […].“
      Nun, darüber wurde hier schon oft und – mehr oder weniger – vortrefflich gestritten.
      Das können Sie, wenn Sie mögen, unter diversen Artikeln in den Kommentaren selbst nachlesen.

      „Das ist deren […] ganze Welt.“
      Das macht mich allerdings sehr traurig!
      Sie nicht?

      Ich stelle mir vor ich wäre wieder ein Kind und meine „ganze Welt“ wäre Schule.

      Ja, das muss man sich mal in den Synapsen genüßlich zergehen lassen!
      Ojeh, die armen Kinder.
      Haben die keine Familien, keine Sozialkontakte außerhalb der Schule … oder ist es da einfach noch schlimmer als in der Schule? – Und DA ist es doch schon so furchtbar, weil dort nur unfähige Erwachsene rumgeistern … wie oft behauptet wird.
      Ja was denn nun?

  5. Danke Herr Lauterbach, endlich mal ein Mensch der die Lage in Schulen und Kitas nicht immer gebetsmühlenartig verharmlost. Frau Hubig und Kollegen haben schlicht verschlafen, Konzepte zu erstellen. Lehrer, Erzieher, Kinder und deren Familien dürfen es ausbaden. Da nützt es auch wenig ein paar Masken und Desinfektionsmittel in die Schulen zu schicken.

  6. Herr Lauterbach,
    Sie sind einer von wenigen denen ich überhaupt noch was glaube .
    Viele spielen das Problem runter.
    Gerade was Schule angeht.
    Die Schulen und Politiker selbst haben im Vorfeld wenig unternommen um den absehbaren Probleme im Herbst entgegen zu wirken.
    Sie wussten es und jetzt läuft man dem Problem hinterher.

    Eine sehr besorgte Mutter

  7. Ich sehe das auch so, Herr Lauterbach.
    Ich arbeite als PF in einer Förderschule.
    Meine Kollegen und ich empfinden, dass
    an dieser Schule, mit beeindrächtigen Schülern, nicht genügend gedacht wird.
    Wir können keinen Mindestabstand halten und die Klassenräume sind sehr beengt.
    Die Maskenpflicht ist für viele Schüler sehr schwierig.

  8. Danke Herr Lauterbach, bin ganz Ihrer Meinung und halte den Schulbetrieb mit Vollem Praesenzunterricht unverantwortlich! Wo bleibt der Schutz der Lehrerinnen und Lehrer,aber auch der Kinder und deren Familien?

  9. Wir haben in der Schule kekse gebacken, den Teig hat natürlich erst mal jeder schön angefasst und auch die restlichen Materialien wurden umhergereicht…

  10. Danke, danke, danke, Herr Dr. Lauterbach, das sie sich als Einziger um unsere Kinder, Lehrer und Familien sorgen.
    Vielleicht gelingt es ja Ihnen, Frau Gebauer, Herrn Laschett,und all den anderen Ministern, das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und die RKI Leitlinien näher zu bringen. Vielleicht bekommen sie ja mal ein AHA Erlebnis.
    Bildung mag wichtig sein, Gesundheit ist jedoch unbezahlbar und das höchste Gut. Zumindest habe ich das als Krankenschwester mal gelernt.
    Bitte setzen sie sich besonders für die SchülerInnen ein, die den Risikogruppen angehören, denn sie fallen völlig durch das Netz von Masken und Lüften.
    Danke.

  11. Danke. Endlich wagt es jemand die Wahrheit auszusprechen. Ich habe dem Kultusministerium bereits Schadenersatz angedroht, falls meine Kinder sich infizieren. Laut Arbeitsstättenrichtlinien ist eine Temperatur von 21 Grad bei sitzender Tätigkeit vorgesehen. Meine Kinder sind froh wenn 10° kontinuierlich gehalten werden. Selbst wenn sie sich nicht mit Corona infizieren ist es die Frage wann eine Erkältung oder ähnliches kommt. wie soll man sich bei diesen Temperaturen konzentrieren und wenn man sich nicht konzentrieren kann, was ist Bildung dann noch wert? Das was ich die Kultusminister und Schulen leisten ist desaströs. Jedes kleine Unternehmen oder der Mittelstand wäre längst Konkurs.

    • ❤️ lichen Dank Herr Lauterbach.
      Sie sprechen auch mir aus der Seele!
      Hoffentlich hört endlich jemand der KM oder die Kanzlerin auf Sie!
      Eine besorgte Mutter aus Hessen

  12. Vielen Dank Hr. Lauterbach für Ihre ehrlichen Worte, ich bin absolut Ihrer Meinung! Ich hoffe unser hessischer Kultusminister kommt endlich mal zur Vernunft!!!

    • Leider glaube ich dass Herr Lorz nicht zur Vernunft kommen wird. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse prallen an ihm ab. Scheint dagegen geimpft zu sein.

      Herr Lauterbach, weiter so!!!

  13. Die erste maßnahme sollte sein, die bescheuerten sonderregeln für ganztagsschulen abzuschaffen und den ganztag auch auszusetzen, damit kein mittagessen mehr notwendig ist.
    Ist doch vollkommen lächerlich, was in nrw läuft. Schule einfach wie bisher nur im Kalten und mit maske und dann beim essen, braucht man keine, und auch keine feste sitzordnung mehr.

    Nebenbei, wer wirklich glaubte, man könne kinder dazu bekommen, dass sie ihre sozialkontakte für ihre bildung einschränken, kennt keine kinder. Frewillig hält sich kaum mehr jemand an die regeln von den kindern. Da werden die Masken grundsätzlich unterhalb der nase getragen und erst aufgezogen, wenn man einen lehrer sieht, und dass mittlerweile in mindestens 70% der schüler bei uns.

    • @Silvia Weiler: Nicht mehr rechtzeitig umsetzbar; jedenfalls nicht ohne andere übergangsweise Maßnahmen (mindestens 4-6 Wochen im überoptimistischsten Fall). Mit anderen Worten: Zu spät; der Zug ist für diesen Winter abgefahren

    • Ich arbeite auch in der GS und es ist wahrlich ein trauriges Bild, wenn meine Schüler alle 20 Minuten in Fleecedecken gehüllt versuchen sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Meine Schwiegermutter erinnert das an die Nachkriegszeit als die Kohle ausging…Vielleicht gibt es an den Schulen demnächst ja auch Aufwärmräume… Das Lehrerzimmer sollte man da aber meiden, denn da herrscht in der GS ja immer noch keine Makenpflicht…

      • Bei uns schon seit Schulstart im Mai, bzw. schon vorher, wenn wir während des Lockdowns etwas in der Schule zu tun hatten. Immer da, wo mehrere Leute aufeinander treffen. Lehrerzimmer, Büro, Schulflur.

      • Wir haben bei uns an der Grundschule (Schule in NRW) auch im Lehrerzimmer Maskenpflicht und strenge Vorgaben, wie viele Personen maximal gleichzeitig im Raum sein dürfen.
        Geschützt fühle ich mich dadurch aber nicht, wenn ich den ganzen Vormittag zwischen Kindern aus durchschnittlich 78 Haushalten verbringe, die keine Masken tragen. Und an Abstand ist nicht einmal zu denken, da ich in allen Klassen Kinder habe, die leistungsschwach sind und immer zusätzlich viel Unterstützung während der Arbeitsphasen benötigen.

      • Wer will denn noch ins Lehrerzimmer? Dank ständiger Lüfterei ist es dort genauso kalt wie in den Klassenräumen. Der einzige Ort ohne Zugluft ist bei uns nur noch die Toilette ( ist aber auch kalt, da keine Heizung verbaut).

  14. Warum denn vorbereiten? Das Szenario mit halben Klassen hatten wir vor den Sommerferien doch auch und es lief meines Erachtens sehr gut. Warum wird es nicht einfach wieder umgesetzt und zwar so schnell als möglich? Einfach nur zum Schutz der SuS, LuL und deren Familien… Außerdem wird dann der meiste Wind aus den Segeln genommen. Somit bleiben die Schulen am Laufen u niemand muss zurück stehen und die überfüllten Busse sind dann auch gegessen. Ich finde den Lauterbach am besten derzeit. Die KM ignorieren doch alles was gefordert wird von Seiten der Schulen. Zumal es immer heißt kleine Gruppen – kleiner infektionsraum. Außerdem wird es mit den kalten Tagen jetzt eh geschützt, das SuS und LuL krank werden durch das ständige Lüften. Dieses Szenario ist in den meisten Schulen doch eh schon vorbereitet, also einfach nur umsetzen.

    • Es lief gut? Kann ich absolut nicht bestätigen. Wir haben Rückmeldungen von Eltern bekommen, deren Kinder zu Hause nicht zu motivieren waren, von Überforderung und Ratlosigkeit. Wir sehen, was das 2. Halbjahr des letzten Schuljahres angerichtet hat und welche Lücken entstanden sind. Die SchülerInnen waren zu Beginn des laufenden Schuljahres überfordert, weil sie es nicht mehr gewohnt sind, das Erlernte auch umzusetzen, anzuwenden und in einer Prüfung zu Papier zu bringen. Wenn wir das jetzt wieder so machen, wird sich das weiterhin negativ auswirken auf die nächsten Schuljahre.
      Wechselmodell ist nach meinen Erfahrungen keine dauerhafte Lösung, wir können nicht noch ein Schul(halb)jahr verlieren und am Ende wieder alle bestehen lassen, weil sie ja keinen Nachteil haben sollen durch die Pandemie. Wo soll das hinführen?
      Entweder Schichtbetrieb mit reduzierten Fächern bzw. Konzentration auf Kernfächer und ohne zusätzliche Hausaufgabenbetreuung, Wahlkurse usw. oder Präsenzunterricht wie gehabt mit Luftfiltern und/oder ffp2-Masken.

  15. In Schulen sitzen Lehrer im Lehrerzimmer gemeinsam und essen, Fortbildungen sollen mit 20 Mann statt finden, Kinder von Eltern in Quarantäne gehen weiterhin in den Kindergarten und Schule, nur noch der Sitznachbar eines infizierten Kindes soll in Quarantäne etc. Alles ein Irrsinn auf Kosten der Gesundheit… Es wird Zeit, dass Politikern, wie Frau Gebauer mal entsprechende Angebote gemacht werden, sie kann gerne bei uns in der Schule Vertretungsuntericht übernehmen – natürlich mit Lüften..

    • Boah, was für ein irrsinniger Luxus: Im Lehrerzimmer sitzen und essen! Sich vielleicht gar noch mit Kollegen kurzschließen. Ich habe (Bayern) mit der 4. Klasse im letzten Schuljahr am 11. Mai begonnen, wir lassen die Klassen in den Pausen nicht mehr untereinander durchmischen, d.h. jede Klasse hat zeitversetzt einzeln in einem bestimmten Bereich Pause. Es gilt die Regel, der Lehrer der 2. Stunde hat die Aufsicht. Zusätzlich dazu, dass der Lehrer der 1. Stunde inzwischen wegen der früh ankommenden Busschüler, die gleich in ihr Klassenzimmer gehen sollen, weit mehr als nur die Vorviertelstunde zu beaufsichtigen hat. Kurz gesagt: Ich als Vollzeitkraft war seit 11.05.2020 nicht mehr im Lehrerzimmer.

      • Ich auch nicht – ich hatte seit dem Lockdown keine Pause im Lehrerzimmer mehr. Wenn wir auf die Toilette wollen , kommt ein Lernbegleiter aus der anderen Klasse , damit die Klasse nicht unbeaufsichtigt ist..

        • Wir haben leider keine Lernbegleiter; wir stehen gewissermaßen „mit einem Bein im Knast“.
          Wir trinken einfach während des Vormittags nichts mehr; es sind schon Kollegen deswegen zusammengeklappt.

  16. Auch mir spricht Herr Lauterbach aus der Seele…warum ist es so schwierig Klassen zu halbieren?
    Wenn schon ein Teil-Lockdown, dann bitte auch die Schulen miteinbeziehen.
    Ich sehe Schüler und Lehrer einer erheblichen nicht länger tragbaren gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt.
    Es muss jetzt mal etwas geschehen!

  17. Sehr geehrter Herr Lauterbach, danke für Ihre ehrlichen Worte, ich bin absolut Ihrer Meinung! Ich hoffe unser hessischer Kultusminister kommt endlich mal zur Vernunft!!!

  18. Ein mehr als überfällige Analyse der Lage von Herrn Lauterbach.
    Ich finde nur schade das kein Wort über die Kinderbetreuung verloren wird.
    In den Kitas wurde der Stufenplan ausgesetzt ohne dass jemals die rote Stufe ausgerufen war. Und das bei infektionszahlen jenseits der 100.
    Es gleicht einer Kapitulation vor Corona in Bezug auf Eltern, Arbeitsplätze und der Wirtschaft im Allgemeinen.
    Wenn man nun weiß das in Kitas die Kinder keine Masken tragen (nur auf den Fluren) und in kleinen Räumen aufeinander gehockt wird, frage ich mich schon wann hier die Warnlichter der Politik endlich angehen.
    Von Kindern die auf ihren Masken rumkauen, rumrennen und auf Erziehern rumspringen, möchte ich erst gar nicht anfangen. Ja das passiert und ja das ist pädagogischer Alltag – mit den jetzigen Maßnahmen und bei voller Gruppenstärke ist hier kein Schutz möglich, weder für die Kinder noch das Personal.
    Geteilte Klassen, ja bitte – aber dann auch halbe Anzahl der Kinder in der Kita. Anders haben wir dann das Verhältnis von Gastro zur Schule bei Schule zur Kita.

  19. Unsere Gesundheit wurde wissentlich hinten angestellt, ein einkalkuliertes Risiko, für alle an Schulen Tätigen. Aber wie heißt es so schön, systemrelevant, fehlt nur noch der Applaus.
    Ich danke Ihnen für Ihre Einschätzung.

  20. Endlich jemand, der den Ernst der Lage erkennt und sich nicht scheut, dies kundzutun.

    Was in unseren Schulen auf Kosten der Gesundheit unser Kinder (und ihrer Angehörigen) passiert, ist verantwortungslos!

  21. Sehe ich absolut genauso. Ich kann als Grundschullehrerin Herrn Lauterbach nur voll zustimmen. Die Schutzmaßnahmen in den Schulen reichen bei weitem nicht aus. Zu viele Kinder, zu wenig Abstand, keine Masken. Ich appelliere am Sie, Herr Lauterbach: Bitte geben Sie Ihre Kenntnisse und Ihre wärmende Einschätzung unbedingt umgehend an Frau Merkel und die Kultusministerkonferenz weiter. Es ist keine weitere Zeit zu verlieren!

  22. Genau so ist es. Es kann nicht sein das die Bildung über der Gesundheit steht. Es müssen dringend andere Massnahmen getroffen werden- zb home schooling oder geteilte Klassen. Sogar Sportunterricht findet in der Schule statt. Wenn sich in den Schulen nicht endlich etwas ändert wird das alles in einer großen Katastrophe enden.
    Mein Sohn besucht die 9. Klasse und mein Ehemann ist schwer an lungenkrebs erkrankt- mein Sohn geht jeden Tag mit Angst zur Schule – weil er Angst hat corona mit nach Hause zu bringen und seinen Vater damit anzustecken. Sollte sein Vater sich infizieren ist die Wahrscheinlichkeit gross das sein Vater bei dieser Vorerkrankung einen schweren Verlauf bekommt.Was muss man hier jeden Tag für ein Risiko eingehen???? – nur weil in den Schulen so verantwortungslos gehandelt wird, werden Menschenleben leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Ohne Worte…..
    Herr Lauterbach – danke das sie sich für die Vernunft und verantwortungsvolleres Handeln einsetzen. Ich hoffe das sich ganz schnell etwas in den Schulen ändert

  23. So ganz langsam komme ich in Konflikt mit mir selbst. Es liegt mir eigentlich fern, mit „krank“ zu melden, weil irgend jemand dann für mich „schuften“ muss. Aber unter den momentanen Arbeitsbedingungen sehe ich meine Gesundheit dann doch gefährdet.

    • So ganz langsam habe ich den Eindruck, dass an die Ärzte die Order rausgegangen ist, keine Lehrer karank zu schreiben. Ich hatte letzte Woche einen Arzttermin. Das Thema „Krankschreibung“ wurde von ihm tunlichst vermieden, aber ganz gegen seine jahrelange Gewohnheit kam er sofort mit Unmengen von Medikamenten rüber.

    • Ich habe mich krank schreiben lassen, weil ich psychisch überhaupt nicht mehr damit klargekommen bin, in einem vollen Klassenzimmer zu sein, wo außerhalb der Schule so viele Schutzmaßnahmen obligatorisch sind. Und selbstverständlich wird man krank geschrieben, wenn es nicht mehr anders geht. Wir sind Menschen mit einem menschlichen Maß an Ressourcen und keine Maschinen. Ich habe auch mit mir gehadert, aber mir wurde folgendes klar:
      1. Es wäre schlichtweg nicht mehr gegangen und einen Totalzusammenbruch kann ich mir nicht leisten. Ich bin auch noch Papa und hänge an meiner seelischen Gesundheit.
      2. Wenn noch mehr Lehrer auf sich hören und diesen Schritt gehen würden, käme wohl schnell ein Einlenken der Verantwortlichen.
      Also. Nur Mut.

      • Mir ging es ganz genauso, seit den Sommerferien schon nachen mich die Widersprüche Außenwelt- Schulwelt wahnsinnig. Seit Ende der ersten Woche nach den Herbstferien bin ich auch krankgeschrieben, allerdings weil ich an Covid19 erkrankt bin. Und mein Hauptaufenthaltsort war außer zu Hause natürlich die Schule, nicht irgendein Nachtclub oder Schlachtbetrieb.

  24. Warum sind die Schulen so „Systemrelevant“? Der Schulbetrieb läuft trotz Präsenzunterricht alles andere als geordnet. Ein Schüler in Klasse 6 ging zwei Tage mit Symptomen zur Schule. Er und 6 Lehrer wurden daraufhin getestet und befinden sich seit dem in Quarantäne. 5 Tage sind jetzt vergangen. Ein Ergebnis wurde bis jetzt nicht kommuniziert! Inzwischen haben sich auch andere Lehrer krank gemeldet. Die Folge: Massiver Stundenplan Ausfall. Klassenarbeiten werden unter Zeitdruck geschrieben und dann wohlwollend zensiert.
    Recht auf Bildung? Die Bildung in Berlin ist seit vielen Jahren schlecht aber jetzt ist es eine Katastrophe.

  25. Wenn ich als Mutter und Pädagogin höre wie mit der Gesundheit meiner und anderer Kinder und die der Lehrer wie uns Pädagogen gespielt wird bekomme ich Anfälle. Die Infektionsketten sind schon lange nicht mehr verfolgbar. Geht eine Klasse in Quarantäne müssen die Geschwisterkinder die älter als 12Jahre sind zum Präsenzunterricht, als würde das Virus erkennen – oh du bist schon 12 dich befallen ich nicht. Sorry lächerlich.
    Schülern deren Eltern wenig bis keine Deutschkenntnisse haben wird erklärt – Lehrer krank und du bleibst zu Hause. Die Eltern bringen die kleinen Geschwister in die Kitas (heute am eigenen Leib erfahren).
    Die 7-Tage Inzidenzen liegen schon lange über dem Limit.
    Wann fährt die Politik endlich mal eine klare Linie?
    Als Mutter bekomme ich die Krise und als Pädagogin sehe ich mich vor verschlossenen Türen.
    Sorry an die Lehrer doch bei meinen Kindern habe ich gesehen, dass ihnen der Shutdown sehr gut getan hat. Sie haben mehr gelernt als zuvor in der Schule.
    Jetzt wird versucht auf biegen und brechen versäumtes nach zu holen in einem Tempo was die Kinder verzweifeln lässt.
    Das Lüften in den Räumen senkt vielleicht die Ansteckungsgefahr doch erhöht das Risiko auf starke Erkältungen und mehr so dass die Fehlzeiten steigen. Denn bei uns wird z. B. Dauerlüftung bevorzugt. Das heißt ab 7:45h bis 13:55h sitzen meine Kinder in Winterjacke und dicker Wolldecke in der Klasse und frieren sich sprichwörtlich den Ar…. ab.
    Dann der Schrei und Irrglaube der FFP2 Masken, die Viren sind so klein dass sie durchkommen. Wurde getestet in einer kleinen Praxis und seid mal ehrlich, habt ihr euren Hausarzt schon mal mit einer FFP2 Maske gesehen?
    Ich nicht, auch keinen im Krankenhaus.

    So jetzt hab ich mir mal Luft gemacht von meinem täglichen Wahnsinn.

    In dem ganzen Wahnsinn ein Appell an alle Lehrer, überlegt nochmal genau warum ihr Lehrer werden wolltet und was wichtig ist.
    Viele höre ich nämlich klagen sie gingen am Limit. Da kenne ich leider viele die Jammern könnten und es nicht tun.
    Ja die Kids heute sind anders als wir es früher waren und es ist schwieriger doch das ist nunmal so.

    Ein Appell an die Eltern, unterstützt auch mal die Lehrer, denn wenn ihr wollt das es läuft müsst ihr auch was tun.
    Ein Guten Morgen wenn euer Kind dem Lehrer/in begegnet schadet nicht.
    Auch Respekt schadet nicht. Denn Respekt hat jeder verdient!

    An news4teacher macht weiter mit den Informationen an alle.

    • „Sorry an die Lehrer doch bei meinen Kindern habe ich gesehen, dass ihnen der Shutdown sehr gut getan hat. Sie haben mehr gelernt als zuvor in der Schule.
      Jetzt wird versucht auf biegen und brechen versäumtes nach zu holen in einem Tempo was die Kinder verzweifeln lässt.“

      Schön, wenn das bei Ihren Kindern so war, ist jedoch bei Weitem nicht bei allen Kindern so (s. mein Post oben). Nicht jeder hat eine „Pädagogin“ als Mutter. Außerdem – sorry zurück – widersprechen Sie sich. Wenn die Kinder so viel mehr gelernt haben im sog. Lockdown, warum muss man jetzt dann alles nachholen?

      „Das Lüften in den Räumen senkt vielleicht die Ansteckungsgefahr doch erhöht das Risiko auf starke Erkältungen und mehr so dass die Fehlzeiten steigen.“

      Eine Quelle oder ein Beleg wäre interessant für Ihre Behauptung. Von Kälte wird man nicht krank. Es sind immer Viren, die Erkältungen auslösen (selten vielleicht mal Bakterien).
      Quelle: https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/gesundheit/1000-antworten-3206.html

      „In dem ganzen Wahnsinn ein Appell an alle Lehrer, überlegt nochmal genau warum ihr Lehrer werden wolltet und was wichtig ist. Viele höre ich nämlich klagen sie gingen am Limit. Da kenne ich leider viele die Jammern könnten und es nicht tun.“

      Ach so, wer denn? Ich höre in meinem Schulalltag nur jammernde SchülerInnen in 3/4-Jeans und dünnen Shirts („Es ist so kalt…“ bei 19 Grad Raumtemperatur) und vor allem Eltern. Also meine KollegInnen kämpfen sich tapfer durch. Kaum krankheitsbedingte Ausfälle bisher. Läuft also nicht nur so wie Sie es beschreiben.

      • Veto!
        Durch Kälte kann man sehr wohl krank werden!!!

        Wenn z.B. die Körpertemperatur in bestimmten Körperteilen sinkt (zum Beispiel Füße, Hals, Nase oder ganzer Kopf), also bei Minderdurchblutung ausgelöst durch Kälte, haben Viren und Bakterien leichtes Spiel, erfolgreich anzugreifen.
        Die Immunabwehrfähigkeit des Körpers ist dann nämlich erheblich herabgesetzt.
        Folge: man wird schneller, leichter krank.

        Dies ist allgemein anerkanntes medizinisches Grundwissen.

  26. Dankeschön, Herr Lauterbach, für Ihre klaren Worte. Neben den Schülern und dem Lehrerpersonal sollte man aber auch nicht die Reinigungskräfte vergessen die unter erschwerten Bedingungen still und leise ihren Job ausüben. Wenn in den Schulgebäuden Türen und Fenster offen stehen, die Gebäude total ausgekühlt sind, diese Menschen in Akkord alles reinigen müssen und dabei Gefahr laufen das nicht nur das Virus sie krankmachen kann, nein… unter diesen Bedingungen auch noch eine Lungenenzündung bekommen zu können.
    Was ist dann?
    Wenn Reinigungskräfte nicht mehr reinigen können?

  27. Das sollte Handlungsrichtlinie werden!
    Niemand nimmt mehr der Bundesregierung eine Gesamtfürsorge ab, wenn die Kultusminister ihrerseits auf Teufel komm raus Präsenzunterricht anweisen- in Vernachlässigung jeglicher Fürsorgepflicht. Das ist auch in europäischen Maßstab rückschrittlich. Diese Skepsis gegenüber dem Homescooling rührt doch nur daher, dass es kaum eingeübt und ritualisiert ist. Man schaue mal nach Estland! Die Kultusminister gehören auf die digitalisierte Schulbank.

    • Griechenland verschärft auch unter Einbeziehung der Schulen:

      „+++ 12:42 Auch Griechenland verschärft Beschränkungen +++
      Griechenland verschärft angesichts steigender Fallzahlen seine Corona-Beschränkungen. Kindergärten und Grundschulen sollten von Montag an bis Ende des Monats geschlossen blieben, erklärten die Behörden. Weiterführende Schulen und Universitäten haben bereits auf Fernunterricht umgestellt. Das Land ist bisher besser durch die Pandemie gekommen als viele andere Staaten in Europa, nachdem es schon wenige Wochen nach dem Ausbruch des Virus in Europa im Februar strenge Lockdown-Maßnahmen ergriffen hatte.“

      Wenn das so weitergeht, werden wir bald Zustände wie in Italien in der ersten Welle haben. Wenn wir weiter bei mehr als 20000 täglich bleiben, sieht es schlimm aus…

  28. Danke Herr Lauterbach aus dem Saarland. Endlich mal jemand der sich auch um SuS und deren Angehörige kümmert. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit sollte und ist oberstes Gut. Es kann nicht sein dass die KM und Bildungsminister/innen über die Gesundheit der Schüler:innen entscheidet. Die Bildungsministerin vom Saarland, ist mit ihrer Sturheit und Meinung festgefahren. Hier muss alles still und leise passieren. Kein Bürger soll mitbekommen was an den Schulen los ist. Und jetzt noch die neue Quarantäneregel. Nur noch der direkte Kontakt oder Sitznachbar eines infizierten Schülers soll in Quarantäne. Lehrer gar nicht mehr. Im Saarland geht man einen Schritt zurück. Wir haben Angst um unsere Kinder und uns selbst. Bitte setzten Sie sich weiter für uns ein Herr Lauterbach. Und nehmen Sie Frau Streichert-Clivot dazu damit sie es auch lernt.

  29. Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen. Danke Herr Lauterbach! Toll wäre, wenn das Problem der chronischen Maskenverweigerer in der BVG auch endlich deutlich angesprochen werden würde! Viele der Fälle, die die Gesundheitsämter nicht zurückverfolgen können haben sicherlich auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln ihren Ursprung.

  30. Seit 35 Jahren gehe ich gerne zur Schule. Ich habe meinen Beruf geliebt. Doch nun in meinem letzten Arbeitsjahr gehe ich täglich mit Angst in die Schule. Während der Woche habe ich Kontakt mit 200 Schülern in 8 Klassen ohne Abstand. Herr Lauterbach helfen Sie uns, dass unser Dienstherrln die Fürsorgepflicht auch für uns Lehrer übernimmt.

    • Kleiner Tipp an Sabine Röttger:

      Senden Sie doch Ihren eindringlichen Hilferuf direkt an Herrn Prof. Lauterbach. Er ist Mitglied des Bundestages: E-Mail oder noch besser Brief (an ihn persönlich!) an sein Abgeordnetenbüro.

      Denn es ist nicht anzunehmen, dass er von den Beiträgen und Kommentaren in unserem Forum Kenntnis hat.

      Im Übrigen: Ich bin ganz und gar Ihrer Meinung!
      Fürsorgepflicht war einmal, gilt offensichtlich nichts mehr in Zeiten einer Pandemie.

      An Corona erkrankende (evtl. mit Langzeitschäden) – oder gar daran sterbende – LehrerInnen werden scheinbar billigend in Kauf genommen. Kollateralschäden. Man könnte zynisch werden.

      Unzählige ältere Lehrkräfte mit Vorerkrankungen gehen mit sehr großer Angst um ihre Gesundheit, ja ihr Leben, jeden Tag in die vollgestopften Klassenzimmer, denn Abstand ist meistens wirklich nicht möglich.

      Sehr hohes Berufsethos, stark ausgeprägtes Pflichtgefühl und große Kollegialität verhindern, dass sie sich als Teile der Risikogruppe aus dem Präsenzunterricht befreien lassen.

      Schule und Unterricht unter solchen (eigentlich unerträglichen) Arbeitsbedingungen müssen endlich ein Ende haben!

      Die meisten Eltern wähnen ihre Liebsten in der Schule ja in Sicherheit, denn sie glauben die gebetsmühlenhaften Beteuerungen ihres/ihrer Kultusministers/-in.

      Die Schulleitungen und Lehrkräfte tun schon das Menschenmögliche. Aber das reicht so nicht!
      Ihnen sind aber sehr oft die Hände gebunden. Ein Dilemma.

      Das mutige, zivilcouragierte Dienstverhalten eines Schulleiters in Solingen sollte Schule machen, wenn der/die oberste Dienstherr(in) kein Einsehen hat.

      Das Vertrauen der Eltern möge nicht durch ein bitterböses Erwachen enttäuscht werden!

  31. Genau so sehe ich es auch Herr Lauterbach. An Schulen herrscht das reine Chaos. Gefährdete Lehrer/Innen wie beispielsweise Schwangere, Vorerkrankte, ältere LehrerInnen fallen derzeit eh aus, es herrscht also noch stärkerer Lehrermangel. Dazu kommt, dass SchülerInnen mit Maske unterrichtet werden, sich dabei konzentrieren sollen. Dann sitzen sie bei diesen Temperaturen im Durchzug. Ohrenentzündungen und Erkältungen sind vorprogrammiert.
    Da die Gesundheitsämter derzeit mit den Tests nicht hinterherkommen werden Kinder, die eigentlich zur Risikogruppe 1 gehören, dann auf Gruppe 2 gestuft oder einfach 2 Wochen in Quarantäne geschickt.
    D.h. diese Schüler müssen dann von der Lehrerin auch noch mit Lehrmaterial ausgestattet werden. Was für die Lehrer doppelte Belastung bedeutet und für die Schüler zusätzlicher Stress, nicht mit den Klassenkameraden mithalten zu können.

    Schüler sollen sich in den Klassen nicht umsetzen, was dann bedeutet, dass die SchülerInnen, die einmal einen Platz am Fenster hatten, dürfen sich auf „immer“ einen Platz am Fenster freuen.
    Das sind nur die Herausforderungen, die unsere Kinder derzeit ertragen.
    Jedoch sind die gesundheitlichen Gefahren „Kopf an Kopf“ zu stecken, ohne 1,5 Meter
    Abstand völlig inakzeptabel. Es birgt ein extremes Risiko der Ansteckung.
    Jeder soll Abstand halten, was in jeder Behörde, jedem Büro und bei jeder Einrichtung gewährleistet werden muss…nur nicht bei unseren Kindern, die nicht Spielball der Fehlentscheidungen sein dürfen. Liebe „manche“ Politiker
    bitte bedenkt Eure Entscheidungen, denn hier wird mal wieder Politik auf dem Rücken der Schwächsten gemacht.
    Viel wichtiger ist es jetzt, die Schulen und Rektoren zu entlasten:
    Keiner hat jetzt Zeit in den Schulen Förderanträge für ipads oder Dogitalisierungsthemen zu stellen. Wir leben in Deutschland im Steinzeitalter in Bezug auf technischer Ausstattung an Schulen.
    Wir brauchen unkomplizierte schnelle Lösungen, um Kinder und Lehrer gut auszustatten und Crashkurse in Computerprogrammen anzubieten, damit Bildung in Deutschland auf den richtigen Weg gebracht wird.

    Unsere Kinder sitzen derzeit 8 Stunden am offenen Fenster mit Masken im Durchzug und trotzdem sind sie sehr stark gefährdet. Das kann nicht sein, dass 2 Tage länger Winterferien als Lösung der Probleme angesteuert wird. Das ist ein Witz!!!
    Wir brauchen dringend langfristige Lösungen, die für Schüler und Lehrer machbar sind.
    Danke Herr Lauterbach für klare Worte.

  32. Sehe ich auch so. Jeden morgen schicke ich meinen Sohn in die Schule und bekomme Magenschmerzen bei dem Gedanken an die vollen Klassen. Danke Herr Lauterbach

  33. Ich gebe Herrn Lauterbach recht. Es ist naiv zu glauben das Virus mache am Schultor halt. Schulschliessungen 4 Wochen inklusive der Weihnachtsferien fände ich gut

  34. Ich bin erleichtert endlich mal die Wahrheit im Bezug auf das hohe Risiko durch die Beschulung unserer Kinder in vollen Klassen, ohne Abstand zu lesen. Hoffentlich nimmt Herr Lauterbach Einfluss auf die überfällige Entscheidung die Klassen zu halbieren bzw. in kleineren Gruppen zu unterrichten.
    Nirgendwo wäre es zur Zeit denkbar, dass Menschen aus 30 Haushalten auf engem Raum 5 Stunden zusammen sind

  35. Herr Lauterbach hatte bisher meist Recht. Allerdings hat auch er die Rolle der Schulen zunächst unterschätzt. Es ist ihm aber hoch anzurechnen, dass er, obwohl er von Covidioten beschimpft wird, weiterkämpft. Es ist bezeichnend, wie sich in dieser Krise manche Politiker, vor allem Bildungspolitiker selbst völlig demontieren, während andere beweisen, dass es in der Politik noch Verstand gibt. Danke, Herr Lauterbach.

  36. Das stimmt bei uns an den Schulen keine Maske nir lüften und jetzt ist sie dicht alle in Quarantäne weil 1 kontackt zu einem infizierten hatte .
    Die Kinder sind laufend krank weil kein Fenster mehr geschlossen wird und man bekommt nich Vorwürfe wenn die Kinder dan erkältet sind .
    Halber Unterricht für den Anfang finde ich super

  37. Herr Lauterbach, ich danke Ihnen, dass Sie – ohne Rücksicht auf das Ansehen Ihrer Person – von Ihrem klaren Weg nicht abweichen. Bleibt zu wünschen, dass Ihre Fähigkeit zu logischem Denken so ansteckend wird, wie das Virus. Bitte kämpfen Sie weiter für die Gesundheit der Bevölkerung. Außer Ihnen tut es sonst niemand wirklich ehrlich.

  38. Die armen Schüler können einem nur leid tun. Sie kurieren das Virus problemlos aus, werden jedoch immer mehr genötigt und verängstigt. Das kann man natürlich jetzt hoch/durch Spielen bis zu den größten Katastrophen (viele Ansteckungen) und ein überlastetes Gesundheitssystem.. was uns offensichtlicher weiße jedoch so oder so erspart bleiben würde. Daher kann ich die Hysterie nicht weiter nach empfinden und die Kinder sollten ihren normalen schulischen Weg gehen dürfen. Alles andere als Danke an Herr Lauterbach, welcher die vermeindlich schlimmen Spätfolgen bereits sehr früh erkannte..

  39. Ich bin entsetzt über all die Äußerungen hier! Unsere armen Kinder. Darüber bin ich besorgt, unter welchen Umständen sie aufwachsen müssen. Hören Sie auf Panik zu schüren, Herr Lauterbach!
    Alle sagen, dass wir(Corona-) krank sind ohne es zu merken! Früher hieß es dann einfach gesund!
    Ohne Tests gäbe es doch keine Pandemie. Hat jemand vielleicht mal verfolgt wie oft Fußballspieler zuerst positiv waren und nach einem weiteren Test negativ??
    Niemand sagt was dazu unser Immunsystem zu stärken. Angst war noch nie ein guter Berater.
    Und solange Bus und Bahn überfüllt sind, unsere Politiker fröhlich in der Kantine gemeinsam Mittagsessen und Hotels so lange geöffnet bleiben bis auch das letzte Bundesland keine Herbstferien mehr hat (das sind nur ein paar Beispiele, die einen doch sehr zum nachdenken anregen), kann ich ALLE Politiker, die IRGENDWELCHE Maßnahmen verabschieden
    nicht Erbstücken.

    • Querdenken funktioniert vermutlich deshalb so ausgezeichnet bei Ihnen, weil zwischen dem rechten und linken Ohr innerhalb der Kalotte nichts im Wege steht.

    • Daniela Burrowski,
      tragen Sie Ihr Panikgeschwurbel doch in Bergamo vor. Stellen Sie sich vor eine ITS und sagen Sie, dass die Patienten nicht an Covid, sondern an Testeritis leiden.
      Bei manchen scheint ein Schulbesuch nicht zu Bildung zu führen. Wie kann man nach mindestens 9 Jahren an deutschen Schulen so abdriften? Geht neben Corona ein Idiotenvirus um?

      • Besuchen Sie das RKI DIVI-Intensivregister, Sie werden feststellen, dass sich die Zahl der belegten Betten/ Patienten nicht verändert hat. Prüfen Sie die Statistik! Es sind heute, gestern, im September, im Juli immer ca 21000 Betten auf Deutschlands Intensivstationen belegt. Ja es gibt jetzt vermehrt Covid Covid Patienten. Keine Influenza, Grippe oder andere Infektionskrankheiten mehr. Freie Bettenkapazität: Im Mai bei 11000 nun bei 6000, in der Pandemie werden Betten auf Deutschlands ITS abgebaut. Schade, dass Herr Lauterbach dazu keine Erklärungen abgibt.

    • @Daniela Burrowski: „Alle sagen, dass wir(Corona-) krank sind ohne es zu merken! Früher hieß es dann einfach gesund!“ Asymptomatische Verläufe – man bemerkt nicht, dass man infiziert ist – kommen vor, bei Kindern sogar recht häufig.

      Falls man nicht gerade von Spätfolgen erwischt wird, ist das für einen selbst dann natürlich kein Problem. Man kann aber trotzdem andere Personen anstecken und die merken dann möglicherweise durchaus etwas von ihrer Infektion, bis hin zu schweren Verläufen.

      Wenn also Kinder ansteckend sein können, auch gegenüber Erwachsenen, dann könnte man es selbst dann nicht zulassen, dass sie sich in Schulen unkontrolliert untereinander und danach zu Hause Erwachsene anstecken, wenn das Virus den Kindern überhaupt keinen Schaden zufügt.

      Denn die Infektionen, die die Kinder an Erwachsene weitergeben, würden einem Großteil dieser Erwachsenen erheblichen Schaden zufügen.

  40. Ich danke Wissenschaftlern wie Herr Lauterbach und Herr Drosten, dass sie nicht müde werden sachlich die Fakten auf den Tisch zu legen.
    Für uns ist diese Entwicklung der Pandemi auch keine Überraschungen. Angst ist kein guter Begleiter, dass sehe ich auch. Schade dass nicht früher bevor die Angst und die Traurigkeit so viel Raum gefunden hat bessere und neue Lösungen für die Bildung unserer Kinder realisiert werdeb konnten. Ich verstehe nicht wozu ohne Plan B erst mal es einfach laufen gelassen wir. Unsere Schulpflicht wird hier zum Zwang, dass Eltern ihrere Kinder in die mögliche Gefahr schicken müssen. Ich wünsche mir mehr Wahlmöglichkeiten der Eltern für ihre Kinder für vielfältige Lösungen. Bitte denkt Schule und Kita neu. Denkt an die Wichtigkeit der Bildungsangebote es braucht finanzielle und personelle Möglichkeit und natürlich auch Gebäude oder Wiesen und Wälder mit Schutzhütten usw. Dann den gedanklichen Raum für vielfalt. Dafür müsste das erbringen von Lernnachweisen ganz neu gedacht werden. Viel mehr Personsl in unsere Bildungseinrichtungen. Besonders Kitas sind ganz ohne jede Abstandregel. Modelle wie die Bauerhof und Wald Schule sind für mich Zukunftsweisend. Für Lösungen wie die Klasse splitten ist es jetzt aus meiner Sicht zu spät. Wir sollten solche jedoch vorbereiten und sobald die Lage wieder unter Kontrolle ist nur mit neuen Ideen weiter machen. So könnte Täglich die Hälfte der Klasse unterwegs an der frischen Luft sein am Lagerfeuer sitzen und dort fürs Leben lernen und am nächsten Tag die andere Gruppe. Und wenn die Schulpflicht nicht mehr besteht dann können Eltern und Kinder entscheiden was wettvoll für ihr Kind ist. Sich wöchentlich für angebotenes Programm anmelden und wir wetden sehen welche Angebote Kinder begeistern denn diese werden gut besucht. Dann wären die Kinder welche das brauchen tägl. betreut und lernen vielleicht mehr als nur beim Arbeitsblätter bearbeiten. Und andere Ideen mit Vielfalt würde ich mir sehr un unseren Bildungshäusern wünschen. Wir bräuchten neue Strukturen dass auch Kinder welche zu Hause lernen Module Workshops buchen können und eine Chance auf Leistungsnachweis bekommen für die sich anmelden können wenn sie sich in einem Thema sicher fühlen. Es ist eine ganz neu gedachte Lehrstruktur. Denn hier holt sich der Schüler selbst was er braucht in der Geschwindigkeit die er braucht. Der Schüler braucht nur eine kleine Lerngemeinschaft welche sich durch Interessen findet, Erwachsene die mit Begeisterung für verschiedene Themen einladen und begeistern und Raum spielend und in Bewegung zu lernen. Fangt an den Kitas mehr Räume und Petsonal zu geben. Dort sind häufig die Mitsrbeiter sehr gut geschult um neue Konzepte zu realisieren und bis diese Konzepte in Schule herangewachsen sind teilt diese auf Dauer in halbe Klassen mit doppeltem Personal. Ein Lehrer+ eine pädagogische Fachkraft und vertraut auf die Kreativität der Lehrer wenn Raum gegeben wird die Leistungsnachweise nur noch Modulweise Altersunabhängig und ohne Zeitdruck. Ich bin davon überzeugt dass wir ganz neue Ergebnisse an Bildungsqualtität gewinnen. Jetzt muss nur der Beruf garantiert Attraktiver sein um das nötige Personsl zu gewinnen. Quereinsteigerausbildungen diese Grundlage wurde zum Glück durch Personalmangel schon geschaffen. Liebe Grüße Mama S.

  41. Was keiner bisher erwähnt hat : Lehrer müssen in die Schule, Schüler dürfen. Ich finde die Situation derzeit auch nicht gut, v.a. das Unterrichten mit Maske ist schlicht eine Zumutung. Aber wenn ich das Gejammere von Schülern und Eltern höre frage ich mich ernsthaft, wo deren Problem ist? Bleibt zu Hause, organisiert euch die Unterlagen und macht das Beste draus. Oder geht in die Schule und riskiert eine Ansteckung. Eure Entscheidung. Oder ist vielleicht sogar das das eigentliche Problem?

    • Wo ist das überall so? Soweit ich weiß, ist in Ba-Wü die Präsenzpflicht ausgesetzt, trotzdem gehen 98 oder 99% der SchülerInnen in die Schule. Warum ist das dann so, wenn sich so viele Sorgen um eine Ansteckung machen? Erschließt sich mir nicht…

      • Die Lehrer unserer Kinder waren bereits letztes Schuljahr davon angenervt, dass unsere Kinder zu Hause geblieben sind. Im Moment ist es noch schlimmer, und keiner traut sich mehr, seine Kinder zu Hause zu lassen. Also ziehen sie ihre FFP2 Masken auf und hoffen, dass sie das Virus nicht nach Hause schleppen. Gut fühlen sie sich dabei nicht. Aber ständig die Außenseiter zu sein geht auch nicht.

      • hier nur einige, wenige Gründe:

        – Alles ist besser als Zuhause zu versauern
        – zuhause ist’s evtl. eng – und öde, stinklangweilig! in der Schule ist ‚was
        los, ist was geboten, und seien es nur die blöden Sprüche von …

        – ihre F r e u n de t r e f f e n (!!!) , (gern auch umarmen etc., natürlich außerhalb des Schulgeländes, wo kein Lehrer Aufsicht hat und weisungsbefugt („theoretisch“) ist.)

        – in der Schule ist’s cooler, als daheim alleine – oder mit nerviger Mama

        – „Babysitten“ der jüngeren Geschwister? – Nee, nein danke! Da weiß ich was Besseres – Schule!

        – Einkaufen, Aufräumen, Haushalt … , wenn die Eltern in der Arbeit? –
        Ach nee, uncool, dann doch lieber Schule!

        – selbstgesteuertes Lernen ist sehr viel anstrengender, da Eigeninitiative und eiserne Selbstdisziplin nötig, wenn’s von Erfolg gekrönt werden soll

        – jugendliche Unbekümmerheit, Sorg- und Arglosigkeit, z.T. auch Leichtsinn (= eigentlich die „Vorrechte“ der Jugendzeit) lassen sie sehenden Auges ins Verderben rennen

        – Desinteresse, Unkenntnis der Fakten über das Infektionsgeschehen, Ignoranz, Naivität (à la „die Jungen erkranken nicht, oder nur ganz leicht“)

        – Verdrängen der Realität durch Negieren, Partymachen, intensive soziale Kontakte in der Masse der SchülerInnen (Art „Tanz auf dem Vulkan“)

        – wenn schon lernen, dann schon lieber „mundgerecht zugereicht“ durch die Profis (=LehrerInnen)

        – Die Eltern wollen/müssen arbeiten, wähnen ihre Kinder „in Sicherheit außer Haus aufbewahrt und viel besser beschult als durch sie selbst“

        – für’s Homeoffice brauchen sie ihre Ruhe – „die Jungen müssen weg“!

      • 99% gehen in BW in die Schule, gestern kam es wieder in der Südwestpresse. Zahl ist seit Schulamfang konstant geblieben, Quelle Frau Eisenmann KM BW. 99% der Familien sind für Regelunterricht.

    • „Was keiner bisher erwähnt hat : Lehrer müssen in die Schule, Schüler dürfen.“

      Wurde die Präsenzpflicht unbemerkt gestrichen? Haben hier nicht schon Eltern berichtet, denen die Schulen mit Zwangsmaßnahmen gedroht haben, wenn sie die Kinder nicht schicken?

      • Ich würde sagen, es ist anders rum. Lehrer dürfen in die Schule, Schüler müssen (ausser z.Zt. in BW), durch die Schulpflicht. Schülern, auch die Besten, müssen vor den Ferien anwesend sein, obwohl da ausser Spielen, Eisessen, Filme schauen nichts mehr geht. Denn 3 Tage früher in Urlaub gehen ist ja katastrophal. Aber manch ein krankgeschriebener Lehrer trifft man ausserhalb der Ferien in der Schweiz beim Bergwandern und derselbe postet ständig Bilder von seinen Ausflügen während der Schulschließung und sonst auch ausserhalb der Ferien. Quellenangabe: Facebook, denn die Frage nach der Quelle kommt ja eh wieder.

        • Lieber Dieter Molitor,

          Ihre Aussagen entsprechen n i c h t der Schulrealität, wenn Sie behaupten „…, obwohl da (= vor den Ferien) ausser Spielen, Eisessen, Filme schauen nichts mehr geht“.

          Denn die Pauschalierung „die Ferien“ spiegelt in keinster Weise die Wirklichkeit wider:
          – in der Zeit vor den Ferien sind die schriftlichen Leistungskontrollen/Leistungsmessungen (Klassenarbeiten, Klausuren, Schulaufgaben, Tests) d i c h t gedrängt. Der ab-
          geprüfte Stoff wird bis Leistungsmessung vermittelt – und muss von den SchülerInnen gelernt werden! Nix mit Faulenzen!

          (Die LehrerInnen korrigieren dann in den sog. Schulferien, d. h.
          nur u n t e r r i c h t s f r e i e Z e i t, diese Leistungsmessungen oft im Korrekturmarathon, je nach Fächer, die sie unterrichten.)

          – Nur die Zeit vor den Sommerferien ist eine Ausnahme! Nach Notenschluss gibt’s Wandertage, Projektwoche mit „Tag der Offenen Tür“, Schulfest zum Schuljahresende, Eisessen mit der Lehrkraft, … .
          Die Luft ist dann raus, alle sind ferienreif, die Noten stehen für die SchülerInnen fest, die haben dann keinen Bock mehr, … .

          (Nur zu Ihrer Info: die Lehrkräfte sind genauso erschöpft, müssen die SchülerInnen aber noch bei der Stange halten, „bespassen“.
          Nachmittags dann noch unzählige Zeugniskonferenzen und Teamsitzungen, … – und natürlich den Inhalte, Materialien für die Projektarbeiten vorbereiten.)

          – „Schwarze Schafe“ gibt’s in jedem Beruf, überall.
          Abmahnungen, Dienstaufsichtsverfahren, … sind dann ggf. das Mittel der Wahl.

          Ich persönlich habe während meiner ganzen jahrzehntelangen
          Dienstzeit kein einziges dieser „Spezies“ erlebt!
          Ganz im Gegenteil – eher Selbstausbeutung!
          Hohes Berufsethos, Liebe zum Beruf, mit Herzblut und Leidenschaft für ihre Fächer und ihre SchülerInnen!

          PS:
          Selbst unser Ex-Kanzler Schröder hat vor einigen Monaten öffentlicht seine frühere Verunglimpfung der Lehrerschaft als „Faule Säcke“ zutiefst bedauert. Er habe sich sehr geirrt, er wisse nun, ihm sei sehr bewusst, was sie tagtäglich leisten.
          Er war voll des Lobes – und entschuldigte sich bei uns.

          Also können auch Sie das „Lehrer-Bashing“ nun ruhig lassen, nicht in das (ur)alte Horn (der Vorurteile) blasen.

          Differenzieren – und Denken – seien angesagt!

      • Ich kann auch nur sagen, dass es in BaWü so geregelt ist und stelle mehr oder weniger das Gleiche fest. Wenn nun aber, sagen wir mal konservativ geschätzt 90 % zur Schule gehen lässt das zumindest den Gedanken aufkommen, dass eine ziemlich lautstarke Minderheit versucht, ihre Meinung gegenüber der Mehrheit durchzudrücken. Das ist ( wie momentan leider noch einiges mehr…) nun nicht unbedingt meine Vorstellung einer demokratischen. Entscheidungafindung.. Ich finde die momentanen Maßnahmen als ganze auch nicht sehr, sagen wir mal, zufrieden stellend, würde Herrn Lauterbach auch nicht grundsätzlich widersprechen. Was ich bei ihn aber nicht nachvollziehen kann ist seine echte oder gespielte Unkenntnis darüber, warum Schulen offen und Gaststätten etc. geschlossen sind.

  42. Endlich spricht einer der Politiker das aus, was für alle anderen , die mit Schule zu tun haben, schon lange klar war.Ein Armutszeugnis für Deutschland, dass sogar unser östliches Nachbarland es schafft digital Unterricht zu organisieren und wir müssen noch diskutieren .Das nächste AHA Erlebnis werden die Kitas sein, Frage der Zeit.

  43. Mal ein Vorschlag: Warum denkt man nicht mal ganz neu und teilt jeder Lehrkraft 10-15 Schülerïnnen zu? Dieses Lehrer/Schülerïnnenverhältnis, ist an den allermeisten Schulen gegeben.

    Der idiotische Fachunterricht wird ersetzt durch “Bildung”. Man unterhält sich, diskutiert tagesaktuelle Themen (durchaus auch online), geht draußen spazieren, entdeckt Natur, Architektur, Städteplanung etc. Die Welt ist voll von Bildungsinhalten…

    Jede Lehrkraft muss so allgemein gebildet sein, dass sie das können sollte — und man kann sich ja anlassbezogen entsprechend informieren.

    • Es gibt ja alternative Schulformen… das Montesorri-Konzept beispielsweise hat mit ein paar Tagen/Wochen Unterrichtsausfall kein wirkliches Problem, weil sowieso jeder im eigenen Tempo lernt.

      • … und vor allem auch das Lernen gelernt hat und aus eigenem Antrieb gerne lernt…

        Das Virus bringt im Grunde nur zutage, dass das althergebrachte Unterrichtssystem kein Lernsystem ist.
        Kinder lernen nicht, wie man lernt, sich beschäftigt, Neues entdeckt, selbst etwas ausprobiert, seine Zeit sinnvoll oder mit Spaß oder gechillt verbringt…
        Kinder mit weniger „programmierten Kompetenzen“, dafür aber viel Spaß am Lernen und Neugier, Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit können mit einem Lockdown viel besser umgehen. Diese Kinder können auch digitale Angebote nutzen – nicht nur erledigen.

        Schade, dass immer noch viele Lehrer und Eltern gerade über Montessori-Ansätze lächeln und sich nur „hartes Wissen“ fürs Abi wünschen.

  44. Die steigenden Coronazahlen waren vorhersehbar und damit von der Politik gewollt. Keiner wollte an die Feier- und Partyszene ran…. Der Lockdown light besteht seit ca. 2 Wochen, ein sinken der Zahlen erfordert Geduld und nun muss man es einfach einmal aushalten, dass die Kinder nach einem halben Jahr „Schulentfall“ in voller Besetzung in die Schule dürfen!
    Vielleicht sollte man eher kontrollieren, ob die jetzigen Regeln eingehalten werden.

    • Wo bitte schön ist denn ein halbes Jahr die Schule ausgefallen??
      Nach Ihrer Argumentation muss im übrigen jede Familie einfach mal aushalten, dass Familienmitglieder schwer erkranken oder gar versterben… Was für eine Einstellung!

    • Durch Schulen im Vollbetrieb, noch dazu ohne generelle bundesweite Maskenpflicht im Unterricht und ohne Abstand, dafür mit Problemen beim Lüften ist eine wirkliche Kontaktbeschränkung in der Bevölkerung nicht möglich und das Virus breitet sich lustig weiter aus. Wie lange soll man noch warten, ob der Lockdown light doch noch wirkt? Wenn wir weiter über 20000 Neuinfektionen täglich haben, sind in Kürze die Krankenhäuser am Limit. Und ein ganz harter Lockdown wird dann sowieso kommen müssen, weil man es wieder verpasst hat, rechtzeitig zu reagieren. Vielleicht warten wir auch auf eine Inzidenz von über 500, so wie Österreich, bis härtere Maßnahmen kommen. Für viele Infizierte wird das zu spät kommen.

    • Wie kommen Sie auf ein halbes Jahr „Schulentfall“?
      Von den Schulschließungen bis zu den Osterferien waren es drei Wochen, danach noch 2 Wochen, bis die Prüfungsklassen wieder im Unterricht waren. Und dann waren bei uns alle übrigen Klassen halbiert im wöchentlichen Wechsel in der Schule, jeder Schüler hatte noch 5 Wochen vollen Unterricht nach Stundenplan bis Ende des Schuljahres. Übrigens ein viel effektiveres Arbeiten mit den kleineren Gruppen, auch die Leistungsschwächeren kamen mehr zum Zug.

  45. Ich finde es eine Frechheit und Zumutung, wie leichtfertig die Politiker mit der Gesundheit oder schlimmstenfalls mit dem Leben, der ErzieherInnen, Lehrerinnen und Schüler, spielen!
    Dann mal wieder die unterschiedlichen Umsetzungen! Wenn in einer berliner Grundschule ein Kind positiv ist, soll offiziell nicht die komplette Klasse in Quarantäne gehen, sondern nur der unmittelbare Tischnachbar?!
    Das darf wirklich nicht wahr sein!! Ich finde es ungeheuerlich, was unsere Schulsenatorin & Co seit Corona so vom Stapel gelassen haben!!
    Die Schulen und Kitas müssen unbedingt für 3-4 Wochen geschlossen werden! Der Vormittag im Schulbetrieb, unter diesen Umständen, ist schon schlecht zu händeln, da viele Lehrer fehlen. Der anschließende Hortbetrieb läuft jedoch anschließend noch ein paar Stunden weiter. Hier ist es noch schwieriger, die Kinder auf Abstand zu halten, da sie nicht (wie im Unterricht)
    „diszipliniert“ am Tisch spielen können.

  46. Aus meiner Klasse sitzen 3 Schüler in Quarentäne zu Hause. Alle von ihnen haben Eltern, die positiv getestet haben. Keiner der Schüler wurde getestet (sie haben keine Symptome!) Die Politiker und das Gesundheitsamt freuen sich. Sie sagen uns weiterhin, dass Kinder das Virus nicht verbreiten, und natürlich beweisen ihre manipulierten Statistiken dies. Warum können Schulen keine Cross-the-Board-Tests durchführen? Sie würden wahrscheinlich viele positive Fälle entdecken, die herumlaufen.

  47. „Der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Karl Lauterbach“

    – Ja und nein, eindeutig „Jein“. Ein bisschen googlen reicht:

    Lauterbach war in der 17. Legislaturperiode – Oktober 2009 bis Oktober 2013 – Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, seine Nachfolgerin wurde Hilde Mattheis.

    Von Ende 2013 bis September 2019 war Lauterbach stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und dort zuständig für die Themen Gesundheit, Bildung und Forschung sowie für Petitionen.

    2020 ist Laterbach ordentliches Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz.

    • Liebe Viviane,

      recherchieren Sie bitte der Vollständigkeit halber auch Infos über seine medizinische Qualifikation, seinen beruflichen Werdegang und seine Expertise.

      „Professor“ darf man sich nämlich nur nach erfolgreicher Habilitation nennen.
      In welcher wissenschaftlichen Disziplin/in welchem Fach hat er die wissenschaftliche Lehrbefähigung für den Hochschulunterricht erlangt? Medizin? Virologie?

      „Gesundheitsexperte“ impliziert Fachkenntnisse, Fachwissen auf einem bestimmten Fachgebiet.

      Vielleicht kommen Sie dann ja abschließend zu einer anderen Einschätzung, müssen Ihr vorschnelles Gesamturteil von „Jein“ zu einem klaren, eindeutigen „Ja“ revidieren.

    • Ist Herr Lauterbach nicht das Beispiel schlecht hin, das von vielen bei der Besetzung politischer Ämter eingefordert wird? Im Regelfall ist der Vorwurf doch der, dass Politiker in Ministerämter oder andere politische Ämter berufen werden, für die sie keine fachliche Qualifikation mitbringen.

      Gleiches haben wir im Sommer doch ebenfalls erlebt, in denen sich der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz und Mitglied einer Regionalpartei im Anschluss an die BK‘ in epischer Form zu den beschlossenen Lockerungsmaßnamen äußern durfte, während der fachlich versiertere stellvertretende Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz als Sidekick zugegen war.

      Btw die Bezeichnung „Experte“ ist ja ein Stempel, den die medien aufdrücken, die allerdings keine entsprechende Expertise voraussetzt. Als Beispiel muss man hier doch nur die willfährigen Äußerungen diverser Spitzenfunktionäre von Ärztevereinigungen in Bezug auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Infektionsgeschehen nennen.
      Manches Mal liegt im beredten Schweigen mehr Expertise als in den Äußerungen der diversen Lautsprecher, deren einzige Expertise in der Selbstvermarktung besteht.

  48. Bin schon lange ein Fan von Herrn Prof. Dr.
    Lauterbach. Klare, wissenschaftlich fundierte Ansage (im Gegensatz zu einigen“ Möchte-gern-Medizinern und Lobbyisten in nichtssagenden Talkshows), nicht müde werdend ( meine Hochachtung!) auf den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsrisiken hinzuweisen. Und vor allem kein „Speichellecker“ in der leider und deshalb für mich unwählbaren „Ja-ein-Partei“- SPD…. Leider!
    Herr Lauterbach, Sie gehören für mich nicht dazu! Deshab auch ein weiterhin couragiertes Auftreten! Daumen hoch!

  49. Jedem schüler ein laptop und virtuell von zuhause am unterricht teilnehmen das wäre in meinen augen die beste lösung biss die infektiinsrate drastisch gesunken ist. Es ist ein verbrechen vom staat aus uns zu zwingen und eine infektion in kauf zu nehme die evtl den tod bedeutet da auf risikopatienten keine rücksicht genommen wird auch mit attest nich habe 2atteste vorgelegt und doch bin ich verpflichtet unsere 4kinder in die schule zu schicken ich hab jeden tag angst um unser leben.
    Klar kneipen machen zu alkoholiker zahlen für ihre sucht jea einiges an steuern an den staat die können dann geschützt zuhause sich volllaufen lassen TOP IDEE. Dabei sind kinder unsere zukunft..

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