Corona-Chaos: Statt frühere Weihnachtsferien gibt’s jetzt „keine Präsenzpflicht“

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STUTTGART. Kommando zurück und ab in die Klasse? Eigentlich sollten die Weihnachtsferien dieses Jahr früher beginnen, so haben es Bund und Länder vereinbart. Baden-Württemberg macht nun den Rückzieher: In der Weihnachtswoche wird unterrichtet – unter besonderen Bedingungen.

Offenbar einig. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann; hier bei einer Pressekonferenz im vergangenen Mai. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg
Im Clinch: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU); hier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Zum Start in die Adventszeit trällert die Landtags-SPD ihre Kritik an der Regierung diesmal mit Strophen eines Weihnachtslieds: «Ihr Kinderlein kommet. Oder gehet. Oder bleibet daheim. Oder doch nicht…», teilt die Fraktion am Dienstag mit – und wirft Grün-Schwarz damit eine chaotische Pandemiepolitik vor. Denn die Weihnachtsferien im Land starten trotz der Corona-Pandemie nun doch wie ursprünglich vorgesehen erst am 23. Dezember. Das teilte die Landesregierung am Dienstag mit. Dabei sollten die Schüler doch dieses Jahr bereits am 19. Dezember in die Ferien entlassen werden.

Präsenzunterricht ohne Präsenzpflicht plus Fernunterricht für die älteren Schüler

Nun also doch nicht. Um die Kontakte und Begegnungen kurz vor Heiligabend zu reduzieren, soll der Unterricht aber am 21. und 22. Dezember unter besonderen Bedingungen stattfinden: Bis zur siebten Klasse gilt zwar regulärer Präsenzunterricht an den Schulen vor Ort, allerdings wird die Präsenzpflicht ausgesetzt. Eltern können ihre Kinder also zuhause lassen, wenn sie das möchten. Schüler ab der achten Klasse sollen an dem Montag und Dienstag vor Heiligabend komplett im Fernunterricht unterrichtet werden, da von ihnen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ein höheres Infektionsrisiko ausgeht. Einzelne Schulen können mit beweglichen Ferientagen von der Regel abweichen und doch früher die Ferien einläuten.

Bund und Länder hatten eigentlich vergangene Woche vereinbart, dass die Kinder dieses Jahr bereits am 19. Dezember in die Ferien entlassen werden sollen, um Kontakte zu reduzieren und um noch einen Puffer von ein paar Tagen vor den weihnachtlichen Familienfesten zu haben, in denen sich Kinder und Jugendliche freiwillig in Quarantäne begeben können. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte selbst bereits vor der Absprache mit seinen Länderkollegen vorgezogene Weihnachtsferien angekündigt. Mit dem neuen Vorstoß widerspricht Baden-Württemberg nun der Vereinbarung von Bund und Ländern.

Eisenmann hat sich in der Landesregierung mit ihrem Kurs in der Schulpolitik durchgesetzt

Kultusministerin Susanne Eisenmann, die bei der Landtagswahl 2021 als Spitzenkandidatin der CDU gegen Kretschmann antritt, hatte gehörige Bedenken gegenüber den Bund-Länder-Plänen und warnte in den vergangenen Tagen immer wieder vor organisatorischen Fragen und Betreuungsproblemen für Eltern im Falle früherer Ferien. Sie wolle die Lehrer im Land nicht zur Notbetreuung zwangsverpflichten, weil diese dafür nicht zuständig seien, hatte sie noch vor wenigen Tagen gesagt. Eine Notbetreuung wäre aus ihrer Sicht auch widersinnig gewesen, weil man die Ferien ja eigentlich verlängert, damit die Kinder zuhause blieben.

Mit den Bedenken hat sie sich in der Landesregierung durchgesetzt. «Ich bin froh, dass wir uns gemeinsam auf eine pragmatische und an den Bedarfen von Eltern orientierte Lösung verständigt haben», betonte Eisenmann am Dienstag. Ihr Kompromissvorschlag trage der Kontaktreduktion Rechnung und unterstützt die Familien bei der Frage der Kinderbetreuung.

Bei den Lehrer-Verbänden stoßen die neuen Vorgaben allerdings auf wenig Gegenliebe. «Für Schulleiter ist das die schlechteste aller Lösungen», kritisierte der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand. Die unterschiedlichen Planungen für die unteren und höheren Klassenstufen seien ein Zeichen des Konfliktes in der Landesregierung und ein «grün-schwarzer Kompromiss in Wahlkampfzeiten».

Die neue GEW-Landeschefin Monika Stein warf der Regierung vor, Zuständigkeiten seit Monaten nur weiterzureichen an Schulleitungen und Kommunen, nun an die Eltern. «Das hat in diesem Fall das Ergebnis, dass diejenigen, die es sich leisten können, ihre Kinder nach Hause holen, die anderen nicht. Und Lehrer werden so zu Betreuern mit Infektionsrisiko».

«Es wäre gescheit gewesen, die beiden Tage auch als Anerkennung für die Lehrer frei zu geben», sagte VBE-Chef Brand. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen hätten nach seiner Ansicht die Kommunen organisieren können. «Lehrer zum reinen Betreuen, das ist nicht in Ordnung», sagte Brand. «Und am besten wäre es gewesen, man hätte gleich von vorneherein alles gelassen wie es war.»

Philologen: Kretschmann und Eisenmann sorgen für zusätzliches Chaos an den Schulen

Der Philologenverband kritisiert das Konzept als weltfremd. Die Regierung sorge für zusätzliches Chaos an den Schulen. Die meisten Schulen hätten überhaupt keine ausreichende Internetverbindung, um mehr als die Hälfte aller Klassen aus der Schule heraus online zu beschulen, kritisierte Verbandschef Ralf Scholl.

Kretschmann hingegen sprach am Dienstag von einem guten Kompromiss, auch wenn das Land den Bund-Länder-Beschluss nicht wörtlich nehme. Darin stehe nichts zu den Betreuungsmöglichkeiten, sagte der Regierungschef. «Aber mir erschien das nicht tragbar, diesen Beschluss ohne Betreuungsmöglichkeiten zu machen.» Es sei wichtig, dass Menschen in wichtigen Berufen weiter arbeiten könnten. Das Kultusministerium habe keine Betreuung durch Lehrer gewollt, daher habe man sich nun auf einen anderen Weg geeinigt. Es gehe vor allem darum, Kontakte zu reduzieren, rechtfertigte er den Kurswechsel der Regierung. Dem «Geist des MPK-Beschlusses» sei zum überwiegenden Teil Genüge getan. News4teachers / mit Material der dpa

Immer mehr Bundesländer kündigen früheren Start in die Weihnachtsferien an

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81 KOMMENTARE

  1. Wissen die beiden eigentlich was sie da anrichten? Die Klassenarbeitspläne wurden in stundenlanger Arbeit inzwischen umgemodelt – ewige Absprachen, wer wann schreibt…
    Das ist doch nur noch ein Irrenhaus!

  2. Noch doller wird es jetzt in den kommenden Tagen.

    Innerhalb eines Ortes sollten sich die Schulleitungen ja absprechen, ob bewegliche Ferientage dorthin verlegt werden.
    Das wurde bspw. bei uns gemacht. Die Folge ist nun, dass im selben Ort einige jetzt in Elternbriefen den 23.12. als ersten Ferientag verkünden, andere den 19.12.
    Krasse Sache

  3. Merkt es euch gut bis zur baldigem Landtagswahl!!! Wer Kinder, Eltern und Lehrer wissentlich in Gefahr bringt und als Bildungsministerin die RKI Empfehlungen mißachtet, gehört sicher nicht gewählt!

    • Das glauben Sie wohl selbst nicht!
      Gewählt wird, wer dafür sorgt, dass die Kinder längstmöglich aushäusig verwahrt werden.

      • joanne – als Opa von zwei Schuki-Enkeln in Hausgemeinschaft weise ich den Unterton >verwahrt<ausdrücklich zurück. Wer dei Möglichkeit hat, sein/e Kind/er zuhause beim DisU zu begleiten , möge es bitte TUN – es entlastet die Situation im PräsU. Und wer Nachwuchs in der GymOSt hat, möge sie gerne zur Einübung von Selbstkontrolle zuhause behalten – was Raum freimacht, um im Infektionsfall Klassenteilung vorzunehmen für die BEOBACHTUNGSWOCHE.
        Der Umgang mit akuten Infektionsfällen – das ist der Knackpunkt!

        • Schön, wenn Sie das denn so TUN mögen oder können!
          Die Praxis sieht leider anders aus:

          Uns werden die Kinder gedopt zur Schule geschickt. Die wirken morgens einigermaßen fit oder sediert, spätestens zur kleinen Pause brechen Fieber oder Husten massiv durch.
          Wenn wir dann alle Notfallnummern erfolglos durchtelefoniert haben – wir haben ja sonst nichts zu tun und die Klasse kann man auch gern mal 20 Minuten unbeaufsichtigt lassen – kommt jemand zum Abholen – oder auch nicht.
          Uns sind definitiv schon Kinder geschickt worden, ungetestet, die einen getesteten positiven Fall in der Familie hatten.
          Sickert halt über Freunde und Arbeitskollegen durch.

          Wir mussten in der Notbetreuungszeit teilweise ein einziges Kind betreuen, dessen Mutter definitiv zuhause war.

          Auch Familien mit Risikopatienten-Eltern, z.T. aktuell schwer erkrankt, schicken ihre Kinder lieber in die Schule, da sie selber so mit sich beschäftigt sind, dass sie ihre nach Kontakt und Zuwendung und Aufmerksamkeit schwer bedürftigen und damit extrem verhaltensauffälligen Kinder nicht so lang zu Hause haben können.

          • Bavaria – Ihre Problemanzeige aus der Praxis nehme ich zK und bedauere die Mehrbelastung für Sie. Spätestens Teil 2 Ihrer Aussage zeigt aber, dass hier eine SYSTEMLÜCKE besteht, an der weder einzelne Eltern noch LuL >schuldSchule ist kein KrankenhausIch brauche für mein Kind praktische Unterstützung< auf der anderen Seite. Ihre Schulsozialarbeiter*in weiß Bescheid…
            Ach, wo gibts denn so jemand?
            Nun denn, derartige Systemlücken mit ihrem schrecklichen Beharrungsvermögen muss man fairerweise g e m e i n s a m erleiden – und nicht vor Ort mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Betroffenen ausagieren. DAS war mein Einwand.
            Die Verantwortlichen sitzen in der Kommunal- und Landespolitik, überall dort, wo über Fianzmittel entschieden wird – ök?

    • Ich hoffe ja nur, dass sich das manche Lehrer auch merken und nicht weiterhin die Schüler mit Parteipropaganda der Grünen zu indoktrinieren versuchen. Das geht nämlich mittlerweile zu weit bei manchen Lehrern.

    • Schade, dass ich als Lehrer jetzt nicht mit meinen Eltern Weihnachten feiern kann, denn so kurz vor Weihnachten wird es wohl kaum Coronatests geben und ich möchte meine Eltern (Ü70) nicht gefährden. Ach, macht nix, die sehe ich ja schon seit Monaten nicht. Der größte Grinch aller Zeiten: Frau Eisenmann.

      • Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, gehen Sie zu Ihrem Hfausarzt, der macht Schnelltests und PCR Tests. Macht anscheinend nun jede Hausarztpraxis, Quelle mein Hausarzt.

        • Schnelltest ist für die Katz! Meine Mutter lag kürzlich mit einer Frau im Krankenhauszimmer. Erster Schnelltest der Frau (Husten/Atemnot) negativ. PCR Test: positiv. Ach was war das eine Aufregung….

    • Ganz genau!
      Für Frau Eisenmann ist der Wahlkampf wichtiger, als die Gesundheit von Schülern und Lehrern!
      Merkt euch das für die nächste Wahl!

  4. Das bestätigt doch nur wieder, dass Frau Eisenmann absolut keine Ahnung von Schule hat.
    Was für ein Quark!
    Das handgedruckte Dankeschön unter ihren Mails kann sie sich in die Haare schmieren! Wirkt sowieso nur noch wie eine Ohrfeige. Eine solche Heuchelei ist unerträglich!

    • Ganz genau!
      Diese hangeschriebenen Kommentare sind das aller Letzte! Mein Kollegium ist nur noch fassungslos! Wie kann man mit Schülern, Lehrern und Eltern so respektlos umgehen. Schulen sind nur noch politische Manovriermasse!
      Es reicht nicht mal mehr für ein Mindestmaß an Achtung und Anstand – von Anerkennung redet ja schon lange niemand mehr!

  5. Wow, die Elternbriefe waren schon geschrieben, das ging aber flott. Bei anderen Themen wie Maskenpflicht, Unterrichtsausfall, langzeitabwesende Lehrer, Quarantänefälle und Erkrankungen lässt eine Info mitunter sehr lange auf sich warten, wenn überhaupt was kommuniziert wird. Oftmals, wenn es schon niemanden mehr interessiert oder schon lange in der Zeitung steht. Warum ging es denn jetzt so schnell? Mal ganz provokant, weil es sich hier um freie Tage handelt, die geplant werden müssen?

    • Lieber Stefan,
      Vielen Dank für Deine Zeilen hier.
      Ich habe einen Tipp für dich:
      Schau doch mal bei Lehrersindunfaehigundfaul.de vorbei, da findest du bestimmt Gleichgesinnte.
      Schöne Grüße

      • Ähm, was stimmt an meinen Ausführungen nicht? Informieren Sie sich einfach Mal, wie der Informationsfluss von der Lehrerseite aus läuft.
        Einfach die Infos auf den Schulhomepagen mit den Erscheinungsdaten von Zeitungsartikeln vergleichen. Da sind zum Teil Wochen dazwischen. Liebe ich etwa falsch?
        Wenn ja, dann entschuldige ich mich hiermit und werde demütigst die Site wechseln…

        • Oft wissen alle alles aus der Presse und dem Fernsehen. Dabei gibt es noch überhaupt keine Handlungsanweisung von den Bezirksregierungen oder den Schulämtern. Deshalb hinken Schulen/Schulleitungen oft mühsam hinterher.

          • So so, und in diesem Fall wurden die Elternbriefe schon verschickt, obwohl nicht mal unsere Landesregierung die Gesetzesvorlage erarbeitet hatte. Geschweige denn unterschrieben. Es ging in diesem Fall wohl auch nicht darum irgendwelche Krankheitsfälle oder sonstiges zu vertuschen. Es stimmt in diesem System einfach etwas nicht, macht es transparent und lebt nicht weiter in Eurer geheimen, heilen Welt Schule. Dann werdet Ihr auch glaubwürdiger. Aber so wie jetzt wird das nichts….

        • Lieber Stefan,

          ich schäme mich fast es zuzugeben – bei uns werden Elternbriefe sofort online gestellt. Sie werden an die Klassenleitungen geschickt, diese leiten sie weiter. Jede Information wird sofort weitergeleitet. Zu Verzögerungen kommt es nur, wenn die Anordnungen derart schwammig sind, dass die SL sie nicht versteht – zuviele Möglichkeiten der Auslegung. Dann wird Kontakt aufgenommen, Verständnisfragen geklärt und der Brief hochgeladen. Selbstverständlich wird die Info auch analog mitgegeben. Landet aber nicht immer bei den Eltern.
          Aber glauben Sie man ja nicht, dass das von Elternseite honoriert wird. Nein, das wird erwartet.

  6. „Das Kultusministerium habe keine Betreuung durch Lehrer gewollt, daher habe man sich nun auf einen anderen Weg geeinigt.“
    Und der andere Weg lautet: Wer kommen will, der kommt, wer nicht kommen will, bleibt zuhause. Erm, moment…Dafür gibt es doch einen Name… Ach ja! BETREUUNG!

    • „Die meisten Schulen hätten überhaupt keine ausreichende Internetverbindung, um mehr als die Hälfte aller Klassen aus der Schule heraus online zu beschulen, kritisierte Verbandschef Ralf Scholl.“ – Und die andere Bezeichnung für Fernunterricht an den allerletzten Tagen vor den Weihnachtsferien, der entweder gar nicht oder jedenfalls nicht vollständig erteilt werden kann, weil den Schulen die dafür geeignete Internetverbindung fehlt, lautet:

      VORGEZOGENE WEIHNACHTSFERIEN!

  7. „Bis zur siebten Klasse gilt zwar regulärer Präsenzunterricht an den Schulen vor Ort, allerdings wird die Präsenzpflicht ausgesetzt. Eltern können ihre Kinder also zuhause lassen, wenn sie das möchten.“

    Es ist doch offensichtlich, dass man damit Eltern unterstützen möchte, die arbeiten gehen müssen und nicht zu Hause bleiben können, um ihre Kinder zu betreuen. Warum wird das denn jetzt kritisiert?

    Wenn Eltern, die die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu Hause lassen und etliche werden das ja auch tun, dann sind auch viel weniger Kinder in der Schule, quasi also die vielbeschworenen halben Klassen.

      • so ein Quatsch kommt nach wochenlanger Diskussion, so traurig….Schulen werden indirekt als „Hort “ genutzt. Wegen zwei Tagen so ein Aufwand….Fernunterricht organisieren, usw.
        Als ob 2 Tage das Infektionsrisiko senken für Weihnachten

        • Na, genau, diese 2 Tage alleine bringen wohl nichts. Allerdings die 2 Tage zusammen mit den anderen Ferientagen, bevor man verreisen möchte, bieten die Möglichkeit, sich in Selbstquarantäne zu begeben, um das Risiko Besuche anzustecken, zu verringern. Ich finde das gut.

  8. Wechselunterricht und Schichtunterricht ablehnen und dann aber alle Kinder etliche Tage vor Weihnachten in Quarantäne schicken ist auch wirklich hirnrissig.

    Diejenigen die jeglichen Wechselunterricht erfolgreich verhindert haben, haben wohl auch hier die Hand im Spiel gehabt.

    • Wer den Wechselunterricht propagiert, soll bitte immer auch sagen, wie genau Eltern die Betreuung jüngerer Kinder (Schüler) organisieren sollen, wenn sie selbst zur Arbeit gehen müssen, weil ihnen homeoffice nicht möglich ist. Und bitte keine klugen Ratschläge á la, „ich kenne da welche, die haben das ganz toll miteinander organisiert, mal bleiben die, mal die zuhause“. Sondern bitte LÖsungen, die für ALLE passen und möglich sind!

      • So wie es auch im Frühjahr (und durch die ganze Ferien) gemacht wird; Betreuung. Entweder Normales Betreuung wie es jeden Tag läuft. Ferien Betreuung wie es während die Ferien läuft. Oder Notbetreuung wie es während die erste Lockdown lief.
        Das ist dann natürlich für das Betreuungspersonal schlim weil sich da Kinder aus alle Schulen sammeln an einer Ort um da betreeut zu werden, und das Betreuungspersonal sowie die Kinder auch dadurch eine sehr grosse gefahr ausgeliefert sind, aber das wird eh so sein; ich kenne da Leute die nach beginn der Ferien – wenn auch immer das sein möge – hingehen müssen und die Kinder betreeuen die nicht zu Hause sein können – bzw zu Hause nicht den ganzen Tag gewollt sind weil sie die Eltern auf die nerven gehen.

  9. Heute rief mich eine Mama an, ihr Kind hätte starken Husten. Aber das hätte es jedes Jahr, das sei sicher kein Corona, ob es wohl trotzdem kommen dürfe. Danach in der Inklusion schnieft mich ein anderes Kind an und sagt es könne nichts mehr riechen. Aber die Mama hätte gesagt es soll trotzdem in die Schule. Aber alles kein Problem. Schulen sind ja sicher!!! Ich danke Ihnen, liebe Frau Eisenmann. Dafür dass Sie sich immer so unermüdlich bedanken für unseren unermüdlichen Einsatz. Ich danke Ihnen, dass ich nun Weihnachten zu Hause bleiben darf, weil meine Mutter über 80 ist und mein Vater kürzlich verstorben ist. Ich danke Ihnen, dass auch meine Mutter alleine zu Hause feiern darf. Wäre ja auch viel zu anstrengend gewesen, wir so zusammen an Weihnachten!!! Schön zu wissen, dass Sie diesen unermüdlichen Einsatz so sehr zu würdigen wissen. Ich freue mich, mit Ihnen eine so kompetente Kultusministerin gefunden zu haben und in Kretschi so einen verlässlichen Landesvater. Ich fühle mich geschmeidig und behaglich aufgehoben in Ihren schützenden Armen. # Ironie off!!!!

    • Ja, das sind auch meine Gedanken! Nach den ganzen Monaten habe ich das Gefühl, dass wir als Kanonefutter dienen. Dramatischer Vergleich, nicht ganz passend – sicherlich. Aber mit zunehmenden Berufjahren in diesem Lehrerberuf verstehe ich Lehrerkollegen immer mehr, die am Schluss auf eine Verabschiedung verzichteten, Dienst nach Vorschrift machten, resignierten und verbittert wirkten. Aber: Ich werde diesen zunehmenden Frust nicht an Schülern auslassen! Ich werde bei Wahlen noch mehr darauf achten, wenn ich da wähle! Ich werde funktionieren, aber mich nicht kaputt machen lassen in diesem System Schule. Wie, weiß ich allerdings auch noch nicht so recht …

  10. Die Frau will Ministerpräsidentin in BW werden. Da muss sie sich eben profilieren. Pures Eigeninteresse. Widerlich. Alle Worte, die mir dazu noch durch den Kopf schwirren, schreibe ich jetzt mal lieber nicht.

  11. @Tatchum
    „Es ist doch offensichtlich, dass man damit Eltern unterstützen möchte, die arbeiten gehen müssen und nicht zu Hause bleiben können, um ihre Kinder zu betreuen.“
    Klar. Aber es gibt Eltern, die auch Lehrer sind. Und die Lehrer-Eltern werden gezwungen, in die Schule zu kommen. Dienstpflicht, nennt man das. Nix 2 Tage Urlaub nehmen und bei den Kindern bleiben…. so ist das nämlich.

    • Verstehe ich nicht, konfutse. Weil es auch Lehrer-Eltern gibt, sollen alle anderen Eltern jüngerer Schüler zuhause bleiben müssen und nicht arbeiten gehen können. Sollen die Supermarktverkäuferinnen-Eltern auch alle zu Hause bleiben und Krankenschwestern-Eltern auch?

      • @Tatchum
        Nun, die 2 Tage zusammen mit den anderen Ferientagen, bevor man verreisen möchte, bieten die Möglichkeit, sich in Selbstquarantäne zu begeben, um das Risiko Besuche anzustecken, zu verringern. Ich finde das gut. Nur wird das den Lehrer-Eltern oder Erzieher-Eltern nun verwehrt. Weil sie gehen MÜSSEN und damit weiterhin dem Infektionsgeschehen ausgesetzt sind. Wohl dem Kollegen, der die 2 Tage Home-Office verbringen kann, weil er nur die oberen Klassen unterrichtet! Ja, auch Kassierer und Pfleger müssen gehen, aber unter anderen Voraussetzungen (ihr Arbeitsschutz wurde nicht ausgehebelt, Hygienemaßnahmen können einfacher umgesetzt werden….). Wir Lehrer werden seit Wochen dem Infektionsgeschehen gnadenlos ausgesetzt. Habe gerade die Nachricht erhalten, dass mein Kollege positiv getestet wurde. Ihn hat es anscheinend heftig erwischt. Niemand wird in Quarantäne geschickt, weil wir ja alle Masken tragen (wobei die versprochenen Ffp2 Masken immer noch nicht da sind…). Es wird auch keiner getestet, weil wir ja Masken tragen…… Trotzdem teilen wir ein winziges Lehrerzimmer, haben winzige vollgestopfte Klassenräume, es kann nicht adäquat gelüftet werden und es ist nicht möglich, konsequent Abstand zu halten zu allen am Schulleben Beteiligten.
        Ich könnte mit Ihnen wetten, dass ein Großteil der Eltern (auch Kassierer und Pfleger), die Weihnachten feiern, ihre Kinder vernünftigerweise zuhause lassen und sich ggf. eine alternative Betreuung suchen, während die, die Weihnachten nicht feiern, ihr Kind in die Schule/Kita schicken. Obwohl sie keine Betreuung bräuchten.
        Ebenso wäre es eine Wette wert, dass viele Eltern, die keine Betreuung bräuchten, ihr Kind trotzdem in die Schule schicken, weil sie ja dann ungestört die letzten Weihnachtseinkäufe erledigen können.
        Unsere Notbetreuung an meiner Schule damals im Lockdown ist dafür ein prima Beispiel!

  12. Und diejenigen, die die Kinder an unserer Stelle hätten betreuen sollen, haben keinen Anspruch auf Kontaktreduzierung vor dem Weihnachtsfest? Ich bewundere die Erzieher*innen. Die arbeiten auf engstem Raum mit geringstem Abstand zu den Kindern. Und jammern nicht.

    • Das hat ja mal nix mit jammern zu tun! Ich weiß schon: Sobald man sich als Lehrer kritisch äußert, gilt das gleich als jammern. Vielleicht kommt Ihnen aber auch mal der Gedanke, dass wir nicht einfach alle nur Ego-Schweine sind, die einen Job ausgewählt haben, weil der ach so viele Ferien mit einer völlige überhöhte Pension bietet und dann auch noch ne Job-Garantie…!

      Die Kritik entzündet sich v.a. an der unterirdisch schlechten Kommunikation mit den Schulen, die schon seit Beginn der Pandemie nicht rechtzeitig informiert und einbezogen werden. Wir erhalten die Informationen aus der Presse zeitgleich mit allen Schülern und Eltern und müssen dann irgendwie reagieren – ohne Plan, ohne Anweisungen, ohne Zeit, ohne Unterstützung.
      Wenn wir uns dann auch noch nicht einmal auf die Absprachen zw. Bund und Länder verlassen können, nicht einmal auf die Aussagen des Ministerpräsidenten, dann beschweren wir uns! Dann reißt uns einfach mal der Gedultsfaden.

      Und sorry, aber wenn sich einzelne Kolleg*innen darüber gefreut haben, dass sie über Weihnachten doch ihre Eltern und Großeltern besuchen können, weil sie mglw. einige Tage zuvor in Selbst-Isolation gehen können, dann ist das nicht verwerflich, sonder verständlich. Und wenn ihnen dann diese Möglichkeit wieder genommen wird, aus rein wahltaktischen Gründen (und bitte, nichts anderes liegt hier vor!), dann darf man auch enttäuscht und frustriert sein. Von einem “Anspruch” hat überhaupt gar niemand gesprochen!!!

      Außerdem: Was ist das bitte für ein Argument? Weil bestimmte Berufsgruppen in ganz besonders schwierigen Situationen arbeiten, muss es auch allen anderen schlecht gehen? Mal ganz davon abgesehen, dass Grundschullehrer*innen in vielen Bundesländern ebenfalls ohne Maske unterrichten! Aber wieso müssen wir die einen gegen die anderen ausspielen?

      Ein wohlwollender Perspektivenwechsel wäre gerade in dieser Zeit wirklich wichtig – ein bisschen mehr Verständnis an und Interesse für das Gegenüber.

      • Lieber J. Schuhmacher,

        Sie bringen es wirklich sehr gut auf den Punkt!
        Danke für die klare und sachlich korrekte Argumentationsweise!

  13. @Tatchum: Weil dieses Hü und Hott und Hin und Her ein ziemlich frustrierendes Planungschaos an den Schulen auslöst – zumal wenn die Schulen für zwei Tage (!) extra noch mal ab der 8. Klasse in den Fernunterricht einsteigen müssen, mit – direkt vor Weihnachten – erfahrungsgemäß noch sehr „motivierten“ Schülerinnen und Schülern, sprich da muss offiziell etwas geplant und wird auch etwas auf die Beine gestellt werden, weil es eben Pflicht ist, nur funktionieren kann das eh nicht, wenn den Schulen ausreichend leistungsfähige Internetverbindungen fehlen, und lerntechnisch kommt dabei sowieso in den beiden letzten Tagen vor den Ferien exakt gar nichts raus.

  14. Die Not der Eltern scheint bzgl. der Betreuung nicht sooo riesig zu sein. Oder sie sind vernünftiger als alle Kumis zusammen und wollen die „Quarantänetage“ tatsächlich nutzen, um mit Oma und Opa einigermaßen sicher feiern zu können? An unserer 4-zügigen Grundschule mit also 16 Klassen und wenigsten 400 SuS benötigen gerade mal 20, also 5% die „Notbetreuung“ durch LuL. Wer hätte das gedacht? Und das an der GS, wo doch die häusliche Betreuung der Kleinen nach Aussage der Kumis angeblich sooo schwierig ist?

  15. Als das Sturmtief Sabine über Deutschland zog, waren in anderen Bundesländern die Schulen geschlossen. In BW überließ man die Entscheidung den Eltern, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken möchten. Wir Lehrer waren alle anwesend. Die Schüler nicht. Ich saß den ganzen Vormittag mit zwei Schülern in der Schule, Kollegen standen vor leeren Klassenzimmern.

    So wird es auch am 21. und 22. Dezember kommen. Das ist Notbetreuung, denn von sinnvollem Unterricht kann keine Rede sein.

    Was für ein Schwachsinn, Frau Eisenmann.

  16. Aus Lehrersicht kritisiere ich das, weil frühere Ferien + plus Betreuung hieße, ich könnte mit den Kindern, die da sind, was schönes machen. Schule und es kommt wer da ist, heißt, ich hab doppelte Arbeit, weil die Kinder, die nicht da sind, zu Hause lernen müssen und ich je nachdem vorher vielleicht nicht mal weiß wer da ist und überhaupt nicht planen kann.
    Und ein Wechselmodel wäre auch anders organisiert.
    Das ganze ist einfach nur die chaotischste Möglichkeit, die der Regierung einfallen konnte.

    • Für die, die zu Hause bleiben mach ich nix. Die die in die Schule kommen, basteln mit mir, ich lese vor, wir hören Weihnachtsmusik und wiederholen maximal ein paar Grundrechenarten. Das fehlt mir noch. Die Eltern sind zu Hause und ich zerreiß mich an dem Tag doppelt. Vergiss es.

      • Mache ich genauso. Allerdings habe ich auf Nachfrage der Kinder verkündet, dass ich an den beiden Tagen keineswegs Spiele spielen oder basteln werde, sondern allen Stoff aus Mathe und Deutsch seit den Herbstferien wiederholen werde. Daraufhin meinte die Mehrzahl der SchülerInnen, dass sie dann lieber nicht zur Schule kommen möchten. Tja.

      • Tja, genau deswegen ist Wächselnunterricht nicht vorstellbar. Die Lährkräfte gehen ihren Pflichten nicht nach.

        • Moment! Welchen Pflichten ist mit diesem Vorgehen nicht nachgegangen?! Die Lehrperson ist in der Schule, die Schüler auch und es wird Unterricht erteilt – sogar sehr sinnvoller!
          Sie können es sich nicht immer so aussuchen, wie es Ihnen passt: entweder Sie wollen Weihnachtsstimmung und Basteln – dann ist das Betreuung! Oder Sie wollen Unterricht – dann muss eben gelernt werden. Und dass Schüler darauf keine Lust haben, ist ja nun nicht neu. Aber der Lehrkraft hier ein Pflichtversäumnis vorzuwerfen, ist ja wohl der Gipfel der Absurdität!
          Nur als kleiner Nachsatz: Wechselunterricht funktioniert und ist sinnvoll, solange die Rahmenbedingungen dafür stimmen! Und dafür sind nicht die (hochengagierten) Lehrkräfte, sondern die KMs und die Schulträger verantwortlich. Beschweren Sie sich lieber mal bei denen!

          • „hochengagierte Lehrkräfte“: Die Eltern sind zu Hause und ich zerreiß mich an dem Tag doppelt. Vergiss es.

            Unterrichtvorbereitung: „Für die, die zu Hause bleiben mach ich nix.“

  17. Dieses ganze Hin und Her ging von Anfang an von Frau Eisenmann aus.
    Als erste Bundesländer noch ohne gemeinsame Linie über einen vorgezogenen Ferienbeginn nachdachten, preschte sie vor und verkündete einen früheren Weihnachtsferienbeginn am 19.12. für alle Schulen.
    Am nächsten Tag hieß es: Kommando zurück. Diese Entscheidung sollten die Schulen mittels beweglicher Ferientage selbst treffen.
    Dann kam die Einigung der Bundesländer mit der Regierung, die Herr Kretschmann am Vortag auf einer Presskonferenz bekannt gab. Seinen Worten war zu entnehmen, dass er auch noch einen um weitere (2) Tage vorgezogenen Ferienstart getragen hätte. Auf die Frage nach der Notbetreuung meinte er, dass die dann schon organisiert würde. Der Beschluss für den 19.12. stehe so.
    Dagegen schoss dann gleich Frau Eisenmann, wie ein trotziges Kind, und erklärte, dass sie sich nicht in der Lage sehe, eine Notbetreuung zu organisieren. (Interessant, dass Selbsterkenntnis nur dann stattfindet, wenn sie politisch genutzt werden kann. Für mich hat sich Frau Eisenmann mit einigen Entscheidungen und Äußerungen als für ihren Job als KM „nicht in der Lage seiend“ gezeigt.)
    Hier hat sie aus einem politischen Wahlkampfkalkül ihren „Koalitionspartner“ gezielt auflaufen lassen, auf Kosten einer chaotischen Planung für Schulleiter, Lehrer und Eltern.
    Als risikobehaftetes Lehreranhängsel bin ich nur froh, dass mein Lebensgegährte erst ab der 9. Klasse und somit wohl digital unterrichtet.

    Fällt eigentlich niemandem auf, dass Frau Eisenmann jetzt an diesen 2 Tagen etwas voraussetzt – den digitalen Unterricht ab Klasse 8 – gegen den sie sich bisher so vehement sträubt? Dies begründet sie sogar selbst mit einem höheren Infektionsrisiko der oberen Klassen. Plötzlich geht, was bisher auch von ihr bestritten wurde. Darauf sollten Lehrer wie Eltern die Dame festnageln.
    Seit inzwischen 2 Monaten bestehen in Baden-Württemberg flächdeckend dreistellige Inzidenzen. Nun, da es der Ministerin in den Kram passt, wird auf ein bestehendes Infektionsrisiko hingewiesen, dieses sogar als Begründung für einen Distanzunterricht herangezogen, der so bisher nicht möglich war.
    (Es sei denn, man hat seine Kinder gleich bis auf weiteres vom Schulbesuch abgemeldet, was zum Glück zumindest in BaWü geht. Nur müssen die Lehrer diese Kinder zusätzlich zum normalen Unterricht versorgen, dürfen dabei jedoch nicht einfach den Unterricht mit der Klasse für diese Kinder streamen, was die einfachste Lösung wäre und den daheim sitzenden Kindern zumindest ein kleines Gefühl von Gemeinsamkeit vermitteln könnte.)

  18. Leute, ganz ehrlich : das ist doch Augenwischerei! Entweder man zieht eine Maßnahme durch, weil man für Weihnachten bessere, derzeit kontaktbeschränkte, Voraussetzungen schaffen will oder man lässt es.

    In anderen Bundesländern gibt es das Betreuungsproblem nicht?? Wie schaffen die denn dann diese 2 Tage??
    Bei uns muss es wieder ne Extrawurst sein.

    Die Lehrer sind nicht die Betreuer? Nee? Doch!! Durch die Hintertür! An diesen letzten beiden Tagen vor den Ferien wird eh nichts Neues mehr gemacht. Das wissen auch die Eltern und lassen ihre Kinder schön Zuhause – so wie die Politik das gerade auch möchte; denn wir sind mitten im Pandemiegeschehen!!! Ergo: die Lehrer dienen an diesen beiden Tagen lediglich als Betreuungspersonal für die Kinder, die dennoch geschickt werden!

    Herzlichen Dank für mein „außerordentliches Engagement in diesem schwierigen Zeiten“…
    … und was mache ich mit meinen eigenen Kindern, wenn ich zur Betreuung anderer an die Schule muss? 3x darf man raten… Fröhliche Weihnachten, wenn dann 2 Tage später die Großeltern bei uns sind. Hoffentlich geht alles gut.

    Ich bin nicht nur sauer sondern auch traurig und vom KM dieses Bundeslandes zutiefst enttäuscht. Ist denn jetzt Pandemie oder nicht?? Angesichts dieser Maßnahme kann man die Antwort wohl gar nicht mehr so einfach geben…

    • Soweit mir bekannt, wird in NRW eine Notfallbetreuung gewährleistet, da eben nicht alle Eltern, zB. Ärzte, Krankenpfleger, Polozisten, usw. mal eben spontan zu Hause bleiben können. Die Notfall Betreuung in neu zusammengewürfelten Gruppen ist mE. jedoch aus Infektionssicht ungünstiger als das hier beschriebene Angebot des freiwilligen Präsenzunterrichts im üblichen Klassenverband.

  19. Habe großen Respekt vor allen Lehrern. Die sollen das Kind schon schaukeln. Es ist einfach nur lächerlich, was Politiker entscheiden. In diesen Zeiten sollten lieber mal alle zusammen, sinnvoll überlegen. Leider unter Erwachsenen nicht möglich. Sind das Vorbilder für unsere Kinder?

  20. Keine Spielsachen unser dem Baum..

    Mein Kind kommt under Kühlt

    nach Hause Nase verstopft.

    Soll Weider zur Schule gehen,,

    Sie wird mit Weinachten mit 40
    Fieber im Bett liegen..

    Aber unsere Politiker ist es egal .

    Schöne Bescherung under dem Baum..

    Gebauer..ist genau so es sind nicht ihre Kinder da kann mann
    Wielkür betreiben

  21. Ja aber wir sind doch in Baden-Württemberg wirklich das „Musterländle“!!!
    Was war da zu erwarten – die Kultusminister spinnen ja überall und hier wohl ganz besonders heftig. Politisches Kalkül par excellence! Aber solange Frau Eisenmann von Plastikscheiben geschützt oder in digitalen Konferenzen von der Realität der Schulen gar nichts mitbekommen mag…

    Hin, Her – bis sich in allen Köpfen so heftig das Karussell dreht, dass sich keiner mehr wehren kann? Auch eine Taktik.
    Bloß halt wirklich fies! Und rücksichtslos!

    Und sie geht hoffentlich nach hinten los – möglichst bald.

  22. Lösungsvorschlag: Am Montagmorgen, dem 21.12. klingeln in den Schulbüros die Telefone und die LuL melden sich für die beiden Tage als erkrankt ab (das geht ja ohne gelben Schein). Die Kinder, die dann da sind, gehen wieder nach Hause, weil die Schulleitung wohl kaum die Notbetreuung übernehmen wird / kann. Die Eltern schimpfen, wie sonst auch auf die faulen und unwilligen KuK….sind sauer – also alles wie gehabt – und Frau Eisenmann kann sich ihre peinlichen Wahlkampfmanöver in die Haare schmieren, weil sie sich den Erfolg ihrer Maßnahme nicht an die Bluse heften kann. (wird natürlich wieder nicht klappen, weil wir Lehrer*innen eben nicht so ticken, wie uns immer unterstellt wird….werden also dem pädagogischen Ethos folgen und als Staatsdiener das tun, was von uns verlangt wird….aber manchmal ist es auch schön, ein bisschen zu träumen)

  23. Aufgrund temporärer Krankschreibung hätte ich Zeit, mir ein Bild der Lehrerschaft machen zu dürfen. Ich war und bin von Ihrer Arbeit an sich überzeugt und schätze diese.
    Ich habe jedoch kein Portal besucht, auf dem so viel, gleichzeitig widersprüchlich kommentiert und im großen Stil gejammert wird.
    Ist die Schule in Coronazeiten offen, jammert man und gibt den Gesundheitsschutz als dominanten Vorwand und man fleht um Verkleinerung der Klassen und einen Wechselunterricht. Wird dies dann in einer Kompromisslösung verordnet, ist es auch falsch und man fleht nach Schließung. Sollte dann wirklich alles geschlossen werden müssen, klagt ihr darüber, dass das Pensum des Lehrplans nicht zu schaffen sein. Würden dann die Anforderungen noch runtergeschraubt, würde bestimmt die Bildungsgerechtigkeit dagegen sprechen.
    Ihr dreht euch selbst im Kreis.
    Ich denke, ihr steht euch selbst im Weg und erkennt nicht, welch Privilegien euch zu Teil wird.
    Statt solch große Zeit beim Verfassen von Kommentaren zu verschwenden (ihr habt ja so wenig Zeit- 60- 70 Stunden Woche, Konferenzen, Weiterbildungen, etc.), Nutzt sie sinnvoller im Sinne des Ganzen.

    „Nichts ist so beständig, wie die Lageänderung !“

    • Watt meinste warum so viele Lehrkräfte Teilzeit arbeiten?
      Warum werden so viele Aspekte beleuchtet? Weil es eben 16 verschiedene Dienstherren und 16 verschiedene Arbeitgeber gibt, es unendlich viele unterschiedliche Schulformen gibt, weil Lehrkräfte in unterschiedlichen Berufsverbänden oder gewerkschaften organisiert sind, weil neben den 16 Schulministerien eine Vielzahl von staatlichen und kommunalen Aufsichtsstellen die Vorgaben der unterschiedlichen Ministerien nach eigenem Ermessen exekutieren und die Vorgehensweisen an den einzelnen Schulen von den Entscheidungen einer großen Zahl von kommunalen Schulträgern und Verkehrsverbünden diktiert werden.

      Das Einzige, was allen Lehrkräften in der derzeitigen Situation gemin ist, ist der fehlende Arbeitsschutz. Reduzieren Sie hier die Anzahl der Posts auf diejenigen, die von aktiven oder im Ruhestand befindlichen Lehrkräften abgegeben werden, dann sind das nicht mehr sehr viele. Das Geschrei der Trolle und Eltern überwiegt hier die berechtigte Sorge.
      Und das, was Sie in Anrede stellen, zieht sich als roter Faden durch alle Posts:

      Nein zu Schulschließungen.
      Offenhalten der Schulen unter der Prämisse, dass sich die Abstandsregel einhalten lässt. Dies hat allerdings zur Folge, dass aufgrund fehlender Ressourcen die Hälfte der Schülerschaft abwechselnd „auf Distanz unterrichtet“ werden muss. Dazu müssen lediglich die übenden Anteile, die sonst als Teil des Präsenzunterrichtes in unterschiedlichen Sozialformen umgesetzt werden, in Form von Einzelarbeit zuhause erledigt werden, wobei den SuS die üblichen Kommunikatonsmittel zur Verfügung stehen, um sich mit den anderen Beteilgten bei auftretenden Problemen auszutauchen und sich gegenseitig wie im Präsenzunterricht zu unterstützen. Die Gleichsetzung von regelbetrieb mit kostenlosem Betreuungsangebot ist es, die den allermeisten lehrkräften hier suer aufstößt.

      Die fehlende Bereitschaft der SuS eigenständig Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen ist entscheidend, die fehlende digitale Ausstattung, die ja bei den meisten SuS zu außerschulischen Zwecken einsetzbar ist, ist allenfalls eine müde Ausrede. Die digitale Kompetenz von Eltern und Lehrkräften einer Altersgruppe mit akademischen Berufsabschluss dürfte gleichverteilt sein. D.h. unter den Elternteilen gibt es prozentual genauso viele „digitale Vollpfosten“, die über WLAN-Kabel stolpern, wie unter den Kollegen und Kolleginnen. Es soll Schulen geben, die unter ihren Mitarbeitern mehr Diplom-Ingenieure und promovierte Naturwissenschaftler haben als so mancher Betrieb im Segment der Fach- und Führungskräfte auf den entsprechenden Ebenen des mittleren und gehobenen Managements sowie der Geschäftsführung.

  24. Schön, dass sie temporär zu Hause krank sein dürfen. Das ist uns nicht möglich. Jeder schleppt sich in die Schule, da durch gestrichenen Lehrerstellen vor einigen Jahren (die Grünen) und dem nicht lesen können von Geburtenregistern (CDU) ein so massiver Lehrermangel herrscht, dass wir nicht mal mehr eine Krankheitreserve haben. Somit versucht man sein Möglichstes und schleppt such auch angeschlagen in die Schule. Zuletzt sogar mit Hörsturz, da man ja seine Klasse nicht alleine lassen möchte und eventuell die Schule geschlossen werden muss, wenn zu viele Lehrer fehlen. Sollte ich jetzt an Corona erkranken (wie gerade meine Kollegin) und dann über Weihnachten schwerer erkranken, komme ich nicht wieder. Mir reicht die Lehrerschelte und die Besserwisserei.

  25. Herr Bovenschulte verkündete bereits am 26.11 (zumindest am 26. so zu lesen, https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/politik/bovenschulte-weihnachtsferien-verlaengerung-sonderweg-bremen-100.html) „wir haben in Bremen die beste Lösung“, gemeint: nach dem 18.11 können Eltern selbst entscheiden, ob die Kinder zur Schule gehen. Bremen würde damit Flexibilität anbieten (*ich schlag mir gerade mal vor den Kopf).
    In einigen Kommentaren lese ich heraus, dass Lehrer nichts besonderes wären und eben Pech gehabt hätten nicht zu Hause bleiben zu können MIT ihren schulpflichtigen Kindern… Kassierer könnten das schließlich auch nicht… allerdings bin ich der Meinung, dass der Kassierer zu mindest den Versuch unternehmen kann Urlaub zu beantragen oder eventuell die Schicht mit einem Kollegen tauschen kann… das Argument zieht also nicht.
    Wir haben viele Lehrer mit schulpflichtigen Kindern, die in Niedersachsen wohnen. Was machen die mit ihren Kindern, denn diese haben ja schließlich früher Ferien?!

    Angesichts der enorm gesunkenen Qualität der Bildung in einem großen Teil der Schulen (aufgrund Quarantäne, Krankheit etc. seitens Lehrer und Schüler), sehe ich sowieso kein Argument, das noch eine Präsenspflicht rechtfertigt. Bei uns ist die Schule seit der Wiedereröffnung im Frühjahr ein Aufbewahrungsort für Kinder – mehr nicht. Das Niveau ist ins Bodenlose gesunken spätestens mit der Frage einer Betreuerin (die jetzt die dritte Woche Zweitklässler in Mathe unterrichtet!) an die Kinder: „wollt ihr eure Mathe Aufgaben machen oder lieber spielen gehen?“
    Also was erwartet die Kinder eine Woche vor Weihnachten? Wollt ihr was lernen oder lieber einen Film gucken?

  26. Ich habe jetzt seit 26 Jahren durchgehend Schulkinder (älteste Tochter 33, jüngste 12). Ich habe größte Achtung vor (fast) allen Lehrern und Verantwortlichen im Schulbetrieb. Ich bin auch die überwiegende Zeit berufstätig. Hiet arbeite ich viel mit alleinerziehenden Eltern. Es ist auf Elternseite – wie auch auf Lehrerseite – so, dass der überwiegende Teil der Eltern ihre Kinder verantwortunsvoll unterstützt und abwägt, ob aus gesundheitlicher Sicht ein Schulbesuch möglich ist. Diese Eltern pflegen in der Regel ein soziales Netzwerk um due Betreung sicherzustellen oder haben den berufl. Vorteil, die Kinder selbst zu betreuen. Einige wenige sind alleine und brauchen wirklich die Notbetreuung. Ein geringer Anteil schickt die Kinder krank in die Schule oder in die Notbetreuung um in Ruhe Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Hieraus zu folgern, dass die meisten Eltern, die Notfallbetreuung ausnutzen ist nicht fair. Genausowenig wie die gesammelte Lehrerschelte. Eltern, die mit ihren Kindern überfordert sind, bräuchten mehr Unterstützung von anderer Seite – und das nicht nur auf freiwilliger Basis. Unabhängug von Pandemie. Kinder mit guter Erziehung können dem Distanzunterricht folgen und spätestens ab der 5.Klasse auch zwei Vormittsge alleine schaffen.

    • @Mama von sechs Kindern und berufstätig: „Hieraus zu folgern, dass die meisten Eltern, die Notfallbetreuung ausnutzen ist nicht fair.“ – Volle Zustimmung!

  27. Meine Lebensgefährtin ist Erzieherin in einer KiTa. Sie hat genau die gleiche Erfahrung gemacht. Im Frühjahrslockdown, gaben die systemrelevanten Lehrer ihre Kinder in der KiTa ab. Mit dem Unterschied im Normalbetrieb wurde auch das letzte Lehrerkind spätestens um 14:00 abgeholt. Während des Lockdowns in der Notfallbetreuung waren ALLE Lehrerkinder bis 17:00 anwesend. Ärztekinder und Kinder von zum Teil alleinerziehendem Pflegepersonal mussten teilweise heimlich betreut werden, weil die Lehrer bessere Beziehungen zum Einrichtungsträger haben. Und da wird von Lehrern gefordert Eltern sollten gefälligst ihre Kinder im Homeoffice selbst betreuen. Dann mal mit gutem Beispiel voran gehen. Da hört das Lehrergeschimpfe auch mal auf.
    Das soll jetzt auch keine Wertung oder Beurteilung sein, es sind nur Beobachtungen.

    Übrigens meine Lebenspartnerin durfte ihre eigenen Kinder nicht mitbringen, da ja nur die Lehrer systemrelevant seien. Die Mädels waren dann solange bei mir in der Firma…

    • 1. Es gibt immer schwarze Schafe! Ich wohne in einer großen Stadt und kenne unzählige Lehrer-Familien. Keine einzige hat sich über Vitamin B in Einrichtungen hineingeschummelt.

      2. Während des Lockdowns war die Arbeitsbelastung v.a. bei den Hauptfachlehrern, Klassenlehrern und IT-Verantwortlichen um ein Vielfaches höher, sodass eine längere Betreuung für viele mehr als notwendig war! (Es gibt übrigens auch viele Lehrerpaare, bei denen dann beide in der gleichen Situation waren/sind!)

      3. Lehrer waren und sind deshalb “systemrelevant”, weil es von der Politik so definiert und eingefordert wurde. Es ist ja keine selbstgewählte “Auszeichung”, auf die wir mächtig stolz wären.

      4. Weshalb muss man immer die eine gegen die anderen ausspielen? Wir sind doch alle (egal ob “systemrelevant” oder nicht) in einer ganz üblen, belastenden Situation. Wenn es dann mal für die eine Berufsgruppe wieder besonders ärgerlich wird, könnte man sich doch einfach mal verständnisvoll zeigen, anstatt mit dem haltlosen Argument aufzuwarten: “Den anderen geht’s noch schlechter…”

    • Was genau ist hier Ihre Logik? Während des Normalbetriebs hatten die Lehrer normale Arbeitszeiten und konnten ihre eigenen Kinder rechtzeitig abholen, aber während des Lockdowns nicht mehr? Läge da nicht die (meiner Erfahrung nach richtigere) Vermutung nahe, dass die Lehrer einfach mehr zu tun hatten und deshalb ihre Kinder länger dort lassen mussten? Wenn es zu wenig Betreuungsstellen gab/gibt, wenden Sie sich doch bitte an den Träger der Einrichtung und hauen den schwer arbeitenden Lehrer nicht auch noch eins drauf!

      Glauben Sie mir, ich hätte gerne normal weitergearbeitet! Die Arbeitsbelastung hat sich nämlich deutlich erhöht. Und hier eingespanntes Lehrpersonal mit Eltern im Homeoffice zu vergleichen, finde ich schon dreist… Wir dürfen unsere Kinder nämlich auch nicht mit in die Schule nehmen!

      • Da muss ich Herrn Achim beipflichten. Bei unserer Kita war es genauso. Nur wurden die meisten Lehrerkinder nur etwa drei Wochen betreut. Als klar war, das die Schulschliessung länger geht, dann kamen sie nicht mehr. Ab dem Zeitpunkt waren die Lehrer und das sind keine Einzelfälle mit ihren Kindern im Wohnmobil unterwegs. Sie waren dann auch für meine schulpflichtigen Kinder nicht mehr zu erreichen und das über Wochen. Es können sich ja auch ein paar KitaMitarbeiter melden und ihre Erfahrungen posten.

        • @Carmen
          Schade, dass Sie da so negative Erfahrungen gesammelt haben. Also bei uns war damals ab dem 17. März die Schulschließung. Dann hatten wir ab dem 06. April Osterferien. Waren also 13 Schultage, wenn ich mich nicht täusche. In dieser für uns sehr ungewohnten und völlig neuen Situation waren wir dann online unterwegs und hatten gleichzeitig Fernfortbildungen für Teams. Da hatte von uns im Kollegium keiner die Zeit und Nerven, mit dem Wohnmobil wegzufahren. In den Osterferien sind vllt. einige weggefahren, weiß ich nicht. Darf man ja, auch mit dem Wohnmobil, sind ja Ferien. Nach den Osterferien ging es bei uns mit dem Hybridunterricht weiter. Also Präsenz- und Onlineunterricht gleichzeitig. Also Dienstpflicht. Anwesenheitspflicht. Da brauchten manche Kollegen für ihre Kleinkinder tatsächlich Betreuung, weil sie ja tagtäglich in der Schule waren.

        • @Carmen: „Ab dem Zeitpunkt waren die Lehrer und das sind keine Einzelfälle mit ihren Kindern im Wohnmobil unterwegs.“ – Wir haben hundert Lehrkräfte. Eine (!) der Lehrkräfte hat ein Wohnmobil. Muss ganz schön voll gewesen sein, wenn wir uns alle samt Ehemann und Kindern da reingequetscht haben…

        • @Carmen @ Achim
          Quatsch! Lüge! Wer redet solch einen Unsinn und traut sich auch noch diesen Schwachsinn hier zu verbreiten!!! Trollgefahr!

          • @Karin
            Offensichtlich ja. Aber da ich ein Herz für Hobbylose habe, gönn ich denen ab und zu eine Antwort…..

          • Da hat wieder wer nicht verstanden, was mit Telearbeit im Behördensprech gemeint ist. Wer nur „home-office“ kennt, der muss natürlich zuhause bleiben.

            Mobiles Arbeiten klappt außerhalb Deutschlands bei besseren Mobilfunknetzen natürlich besser. Also blöd wer hier in seinem Funkloch hocken bleibt oder auf LTE wartet.

            Manche Arbeitsblätter sind mit dem Fahrrad im Dorf schneller verteilt als mithilfe der vorhandenen Netzangebote.

    • @Achim
      Ist mir völlig neu, dass im Frühjahrslockdown Lehrer als systemrelevant eingestuft waren. War jetzt in meinem Bundesland nicht so. Außerdem schafft meine Tochter auch in der KiTa und hat damals kein einziges Lehrerkind betreut. Bei ihnen durften aber die Erzieherinnen, die in der KiTa ihrer Kinder keine Betreuung bekamen, zuhause bleiben. Insgesamt waren damals hauptsächlich Kinder von Pflegepersonal und vom Einzelhandel und ein Kind, wo der Vater beim Abfall-Amt arbeitet, vertreten.
      Vielleicht hat aber die KiTa-Leitung Ihrer Freundin damals etwas verwechselt und meinte irrtümlich, dass Lehrer systemrelevant seien? Oder vielleicht war es ein Fehler, heimlich Gruppen einzurichten? Das öffnet ja Tür und Tor! Sowas spricht sich ganz schnell rum….Deshalb waren dann wohl ALLE Lehrerkinder in der KiTa Ihrer Freundin?
      Eigentlich hat sich ja die KiTa-Leitung Ihrer Freundin mit dieser Entscheidung über die Verordnungen des Infektionsschutzgesetzes hinweggesetzt (ganz schön fahrlässig!), statt Ihren oben aufgeführten Misstand anzuzeigen oder die Eltern der heimlich Betreuten an den Träger zu verweisen! Vielleicht wäre es auch zusätzlich wirksam gewesen, den betroffenen Eltern gleich mal zu empfehlen, sich mit diesem Problem an die lokale Tageszeitung zu wenden. Au weia, da springt aber der Träger ganz schnell aus den Püschen. Oder sich an den Personalrat zu wenden, wäre auch noch eine Möglichkeit gewesen (von wegen Verletzung der Fürsorgepflicht). Da reagieren die AG auch gerne mal panisch.
      Vielleicht lohnt es sich ja, da mal nachzuhaken, damit so etwas nicht nochmal passiert!

    • Lieber Achim,

      ich war nicht systemrelevant, meine Kollegen auch nicht. Wir haben im Homeoffice gearbeitet, und abwechselnd mit unserer Schulleitung die Kinder der Systemrelevanten betreut, bzw. beaufsichtigt. Eigene Kinder wurden wie immer wegorganisiert oder tatsächlich mitgebracht und fern der Eltern mit Buntstiften versorgt, denn leider fielen Oma und Opa aus.
      Noch Fragen?

  28. @Papa im Homeschooling

    Ja, glauben Sie denn allen ernstes, dass auch nur ein Kind zu Hause etwas bearbeitet?

    Dann ist der Weihnachtsmann real.

    Mein Vorschlag ist, Buch aussuchen lassen und über die kompletten Ferien mitgeben. Auch das wird kaum jemand tun.

    Tut mir leid, aber das muss sein – Wir arbeiten (nicht) für die Tonne!
    Schon gar nicht so unnütz.

  29. Die handschriftlichen Worte von Frau Eisenmann unter ihren neuen Ergüssen, was in den Schulen zu tun ist, kommt in unserem Kollegium nicht gut an!
    Warum wohl?

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