Laschet: Kann reguläres Abitur 2021 nicht garantieren

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DÜSSELDORF. Angesichts der weiter grassierenden Corona-Pandemie ist nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) noch nicht klar, ob es 2021 ein reguläres Abitur geben kann. Das Abitur 2021 gehöre zu den «Unwägbarkeiten» der Pandemie, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Keine Gewähr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: photocosmos1 / Shutterstock

Prognosen, die über den 10. Januar hinausgingen, seien nicht möglich. Laschet verwies aber darauf, dass im ablaufenden Jahr 2020 trotz der Corona-Pandemie deutschlandweit ein reguläres Abitur ermöglicht worden sei. «Wir tun alles, dass das nächstes Jahr auch möglich wird», betonte Laschet. «Aber garantieren kann ich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht.» dpa

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14 KOMMENTARE

  1. Kaum zu glauben, wie unflexibel KM und KMK sind. Die meisten theoretischen Inhalte wurden schon vermittelt. Einfach die LK-Klausuren und das 3. Prüfungsfach schreiben, 4. Prüfungsfach ebenfalls schriftlich und den Rest vergleichbar verrechnen – FERTIG!

    • Nicht ganz. Beim Abiturjahrgang 2020 könnten Sie so argumentieren, der aktuelle Jahrgang 2021 hat aber das Frühjahr mit Lockdown hinter sich. Abgesehen davon wurden die Anforderungen für 2021 in NRW schon gelockert.

  2. Gestern heißt es von Herrn Laschet „Schulen werden die ersten sein, die wieder vollständig öffnen“ und heute sagt Laschet, dass ein „Reguläres“ Abitur in 2021 nicht gewährleistet werden kann.“ Ja was denn nun?
    Und dann heißt es weiter «Wir tun alles, dass das (ein reguläres Abitur wie in 2020) nächstes Jahr auch möglich wird».
    Was will er denn jetzt? Ich befürchte, er weiß es selbst nicht! –
    Statt reden, lieber schweigen und handeln. Und zum Handeln gäbe es in NRW genug und damit meine ich nicht nur sich potenzieller CDU-Vorsitzender und möglicher Kanzlerkandidat zu profilieren.

    Wenn Herr Laschet sich um Bildungspolitik kümmern möchte, dann darf er das aufgrund des Föderalismus´ nur in NRW und dann ist in NRW sicher das größte Problem die Besetzung an der Spitze des MK. Da kann Herr Laschet gerne nachweisen, dass er handlungsfähig ist.

    • Vielleicht sollten Sie selbst nochmal Ihre angesprochenen Aussagen von Herrn Laschet durchlesen.

      Aussage 1: Schulen sollen als erstes öffnen. = Schulen sollen, sobald die Zahlen es zulassen, wieder öffnen. Ob das nun Mitte Januar oder erst im März ist, weiß niemand.

      Aussage 2: ein Reguläres Abitur kann er nicht gewährleisten. = Die Aussage ist eigentlich so trivial, da muss man nichts erklären. Aber: Wenn die Zahlen es nicht zulassen am 11. Januar wieder die Schulen zu öffnen gehen weitere Lerntage für die Abschlussklassen verloren.

      Aussage 3: „Wir“ tun alles, dass ein reguläres Abitur nächstes Jahr möglich wird. = Er kann es nicht gewährleisten (siehe Aussage 2), gibt aber sein bestes, dass es doch normal stattfindet.

      Alle drei Aussagen haben also ihre Daseinsberechtigung, und keine dieser Aussagen widerspricht einer anderen. Außerdem geht es nicht darum, was er will. Ich bin mir sicher, dass Herr Laschet sehr gerne ein ganz normales Jahr haben will, aber bekommen wird er es sicherlich nicht.

      Wie war das.. „Statt reden, lieber schweigen und handeln.“

      • „Aussage 1: Schulen sollen als erstes öffnen. = Schulen sollen, sobald die Zahlen es zulassen, wieder öffnen. Ob das nun Mitte Januar oder erst im März ist, weiß niemand.“

        Völlig d’accord! Es muss vom Stand der Infektionszahlen abhängig gemacht werden, wann eine Schule wieder öffnet. Das kann je nach Region und Land unterschiedlich sein, weil auch die Infektionslagen sich unterschiedlich entwickeln. Nichtsdestoweniger sollten die vom RKI definierten Bedingungen oder die Vorschläge des wissenschaftlichen Rates der Leopoldina dabei berücksichtigt werden. Dies ist zur Zeit leider nicht der Fall und auch für die Zukunft wohl nicht beabsichtigt, wenn man die Beiträge von Frau Gebauer so mitkriegt. (Ich komme nicht aus NRW.)

        „Aussage 2: ein Reguläres Abitur kann er nicht gewährleisten. = Die Aussage ist eigentlich so trivial, da muss man nichts erklären. Aber: Wenn die Zahlen es nicht zulassen am 11. Januar wieder die Schulen zu öffnen gehen weitere Lerntage für die Abschlussklassen verloren.“

        Dieser Aussage kann ich nicht zustimmen. Sie ist nicht trivial, sondern falsch. Alle Bundesländer müssen den SuS in 2021 ein reguläres Abitur, d.h. nach den gültigen VO und den verbindlichen KMK-Bestimmungen ermöglichen. Dies muss auch dann gewährleistet werden, wenn der Präsenzunterricht nach den Weihnachtsferien nicht sofort wieder anlaufen kann.
        Jeder Tag nach den Weihnachtsferien ist ein „Lerntag“, egal, ob dieser im Präsenz-, im Wechsel- oder im Distanzunterricht stattfindet und ab dieser Zeit muss auch Unterricht (und nicht nur Beschäftigungen und Übungen) stattfinden und so gestaltet werden, dass ein reguläres Abitur in 2021 möglich ist.
        Es darf nicht sein, dass den SuS des Abiturjahrgangs nach 12 bzw. 13 Schuljahren vermittelt, für sie seien die letzten drei Monate bis zu den Prüfungen so entscheidend, dass ein reguläres Abitur nicht mehr möglich wäre. Das ist echt völligerUnsinn. Ich habe gerade einen Abiturkurs und der könnte, wenn es darauf ankäme, sogar heute schon ein reguläres Abitur machen. Inwieweit dann noch ggf. eine Bewertung der Erwartungshorizonte angepasst wird, kann dann noch von den MKs „verordnet“ werden. Regulär bliebe es trotzdem, siehe Anpassungen im zu schwierigen Mathematikabitur in den letzten Jahren vor Corona.

        Aussage 3: „Wir“ tun alles, dass ein reguläres Abitur nächstes Jahr möglich wird. = Er kann es nicht gewährleisten (siehe Aussage 2), gibt aber sein bestes, dass es doch normal stattfindet.

        Diese Aussage ist wirklich trivial. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir von den gewählten Volksvertreter/innen erwarten dürfen, sogar erwarten müssen, dass sie alles tun werden oder, wie Sie es sehr schön formulieren, „ihr bestes tun“, um ein Normalität herzustellen.
        Schließlich hat Herr Laschet dies auch in seinem Amtseid (vgl. https://www.cdu-nrw.de/armin-laschet-ist-ministerpraesident-von-nordrhein-westfalen) geschworen.

        Da die drei Aussagen durchaus unterschiedlich ausgelegt werden können, wäre es gut, wenn von den politisch Verantwortlichen in diesen Zeiten weniger zu hören und zu lesen wäre.

        Ich wünsche uns wirklich, dass wir die durch die Corona-Pandemie verursachten hohen Infektionszahlen möglichst schnell in den Griff bekommen, damit der Unterricht an den Schulen dann wieder geordnet ablaufen kann und dann alle SuS der Abschlussklassen ihre regulären Abschlussprüfungen in 2021 ablegen können.

        In diesem Sinne Schöne Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!

    • Der Aushilfshobbit aus NRW hält nichts von längerfristigen Plänen und Konzepten…von Bildungspolitik hat der so wenig Ahnung wie seine KM Gebauer….und der Erfolg in Schulen ist beiden scheinbar völlig egal. Jemand, der die Hütten im Hambacher Forst aus Brandschutzgründen räumen lässt, um dem RWE den Weg frei zu machen, der lässt auch Schulen von seiner KM im Präsenzunterricht laufen aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit 🙂 ….solche Leute dürfen gar nicht in politischen Ämtern rumölen- der Schaden, den sie dort anrichten ist nicht absehbar. Wenn der Kanzler wird können wir hier in Deutschland einpacken…personifizierte Gründe für Politikverdrossenheit.

  3. Da müssten sich wohl alle KuMis mal Gedanken machen.

    Normal wir 2021 nichts sein, und wer kann garantieren, dass zu den angesetzten ABI-Klausurterminen LuLs und SuSs nicht möglicherweise in Quarantäne festsitzen?
    Ist dies dann ‚höhere Gewalt‘?
    … und wie wollte man soetwas handhaben?

    Alle Abschlussjahrgänge in eine Ehrenrunde Namens ‚Corona‘ zu schicken, wird wohl schwerlich umsetzbar und auch nicht zu vermitteln sein.

    Ggf. die Vorabi-Klausuren zur Wertung heranziehen, so denn diese nicht einem verlängerten Lockdown zum Opfer fallen.
    Ansonsten bliebe ja nur noch die Variante, Durchschnitt aller 3 Halbjahre bilden – hieße dann Notabitur 2021 -.

  4. Wir waren mehr als 12 Wochen nicht in der Schule in Klasse 11 und 12. Wir mussten uns prüfungsrelevante Themen selbst erarbeiten und bekommen dabei kaum Hilfestellung. Ist es fair, dass dem Jahrgang Abitur 2020 Zugeständnisse in der Benotung gemacht werden? Und dem Jahrgang, der nicht nur in der Klasse 12, sondern ebenfalls in der 11 betroffen war, keine Sonderregelungen im Bezug auf das Abi 2021 bekommt? Ich finde nicht.

      • Liebe Sophie, ich sag es mal so:
        Die letzten Abiturienten waren thematisch bereits durch! Als die Schulen schlossen waren sie bloß in der Wiederholungsphase! Die jetzigen Abiturienten hatte 1. letztes Jahr ein ganzes Quartal HomeSchooling und zudem jetzt weitere ( mind. ) 4 Wochen HomeSchooling. Falls der Lockdown verlängert wird, dann mehr. Zudem mussten viele in die Quarantäne, das macht ebenfalls 2 Wochen aus. Insgesamt waren es min. 15 Wochen ( ~ ca. 4 Monate ). Jetzt willst du mir sagen, dass du die jetzigen Abiturienten und die letzten Abiturienten miteinander vergleichen kannst !?

  5. Nein, in NRW waren die Abijahrgänge (Q2) vom 16.03.2020 bis zum Beginn der Osterferien von den Schulschließungen betroffen, die Zeit nach den Osterferien waren sie ohnehin von der Präsenzpflicht ausgenommen.
    Die Q1 ist der Jahrgang, der in diesem Jahr 2021 die Zulassung zu den Abi-Prüfungen erhält, und bei einer längeren Schulschließung Nachteile zu befürchten hat.
    Die EF ist doch ohnehin überflüssig, folglich kann man da auch nichts verpassen. Die EF hat ihre formale Berechtigung lediglich in der Angleichung (Synchronisierung) des Kompetenzstanden von SuS, die ihren FOR-QE an unterschiedlichen Schulen und Schulformen erlangt haben. Sie diennt wie der „Osten“ munkelt der Etablierung von „Schauspielunterricht“.

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