„A13 für alle“: Hamburg stellt Lehrkräfte aller Schulformen finanziell gleich

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HAMBURG. In Hamburg ist im vergangenen Jahr ein Gesetzentwurf zur Verbesserung der Besoldung von Grundschul- und Mittelstufen-Lehrkräften auf den Weg gebracht und jetzt in der Bürgerschaft beschlossen worden. Er sieht vor, dass die Besoldung der Betroffenen in Schritten erhöht wird, bis in 2023 die vollständige Gleichstellung mit Gymnasial-Lehrkräften umgesetzt ist. Beförderungs- und Funktionsämter werden entsprechend angepasst. „Damit ist ein Grundsatz gewerkschaftlicher Politik erfüllt – gleiches Geld für gleichwertige Arbeit bei gleicher Ausbildung!“, so frohlockt die GEW.

Es gibt für viele Hamburger Lehrkräfte mehr Geld. Foto: Shutterstock

Hintergrund: Trotz gleichlanger Ausbildung werden Grundschul- und Mittelstufenlehrkräfte in Hamburg derzeit noch eine Besoldungsgruppe niedriger bezahlt als ihre Kolleginnen und Kollegen an Gymnasien, Berufsschulen und als Sonderpädagogen (A12 statt A13), tarifbeschäftigte Lehrkräfte sogar zwei Tarifgruppen niedriger (E 11 statt E13). „Damit wird nun Schluss sein: A13 bzw. E13 für alle Lehrkräfte kommt“, so informiert die GEW.

Seit Jahren setzt sich die GEW für eine gleiche Bezahlung der Lehrämter ein und hat im Rahmen der Kampagne „JA13 – gleiche Bezahlung für alle!“ vielfältige Aktivitäten durchgeführt, um dieses Ziel zu erreichen – bundesweit. Thüringen hatte – als mittlerweile neuntes Bundesland – im Dezember beschlossen, die Besoldung von Grundschullehrkräften bis 2023 schrittweise auf das Niveau aller anderen Lehrämter anheben. Zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommern die Besoldung entsprechend geändert. Hamburg hatte die Änderung im vergangenen Jahr bereits angekündigt. „Der Bildungserfolg von Kindern wird in der ersten Lebensphase viel wirkungsvoller geprägt als in den älteren Jahren“ so begründete Bildungssenator Ties Rabe (SPD) die Initiative seinerzeit. News4teachers

Jetzt auch Thüringen: Mehr als die Hälfte der Bundesländer zahlt Grundschullehrern genauso viel wie ihren Kollegen an Gymnasien

 

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71 KOMMENTARE

  1. „Der Bildungserfolg von Kindern wird in der ersten Lebensphase viel wirkungsvoller geprägt als in den älteren Jahren“ so begründete Bildungssenator Ties Rabe (SPD) die Initiative seinerzeit. Jede Schulform ist wichtig. Es geht m.E. vor allem um die Gerechtigkeit in der Entlohnung. Vor allem, wenn es sich beim „Grundschullehrer“ ja eigentlich um einen klassischen Frauenberuf handelt. Die SPD-geführten Ländern scheinen hier insgesamt fortschrittlicher zu sein. Im Osten ist es nur noch Sachsen-Anhalt, das sie Angleichung der Grundschullehrer-Gehälter noch nicht vollzogen hat. Mit dem Argument „mangelnder wissenschaftlicher Ausbildung“ – geäußert seitens der CDU und eigentlich herb für die Uni Halle, die die Grundschullehrer ja ausgebildet hat. Wahrscheinlich will die CDU dehalb eine pädagogische Hochschule für „alle anderen“ Lehrämter – die nicht „Gymnasiallehramt“ heißen. Damit diese Behauptung der „mangelnden Wissenschaftlichkeit“ stimmt. Letztendlich wird das dazu führen, dass gut ausgebildetet Grundschullehrer/innen in andere, besser bezahlende Bundesländer abwandern.

  2. Allerdings kann man darauf wetten: Wenn es in den kommenden Jahren um eine Anpassung der Beamtengehälter an die Inflation geht, wird es heißen, die Corona-Krise habe so schrecklich viel Geld gekostet, dass jetzt erstmal eine Weile lang keine Erhöhungen möglich seien. Dieses Sonderopfer sei zumutbar. Alles hat auch eine Kehrseite. Und auf die Streiks im Öffentlichen Dienst kann man sich jetzt schon freuen.

  3. Da muss man wohl einen Ländertausch anstreben… Schade, dass das nur die Hamburger hinkriegen, wie es aussieht und in anderen Bundesländern noch immer sie Hola-Schikane durchgezogen wird…

  4. Die Ausbildung von Gymnasial- und Sekundarschullehrern unterscheidet sich nicht nur in der Dauer erheblich von der von Grundschullehrer*innen.
    Wenn ich daran denke wie viele Grundschullehrer*innen noch das Konzept Schreiben durch Lesen nach Reichen befürworten und anwenden wird mir schlecht. Viele von ihnen haben ja im Studium gelernt, dass diese Methode unglaublich motivierend für Schüler*innen ist. Das diese Schüler*innen danach meist nicht in der Lage sind einen Satz orthographisch korrekt zu Papier zu bringen, dürfen dann Gymnasial- und Sekundarschullehrer bei Wechsel der Schüler*innen an Gymnasium und Sekundarschule feststellen.
    Ich habe allein in einem Schuljahr 12 funktionelle Analphabeten unter 65 neuen Fünftklässnern gefunden, dass heißt nicht, dass diese viele Rechtschreibfehler machten. Diese Schüler*innen wurden in die nächsthöhere Schulform weitergeschoben, obwohl sie nicht sinnverstehend lesen konnten, keine sinnvollen Sätze bilden konnten, Sätze zumeist eine sinnenstellende Rechtschreibung und Grammatik aufwiesen etc. …. und das nach 4 bis 5 Jahren Grundschule!
    Auf die Bitte an die Grundschulpädagog*innen dem Lesen, Schreiben und der Orthographie mehr Beachtung zu schenken, da die Schülerinnen sonst in der Sekundarschule und Gymnasium sonst unnötig große Probleme hätten, wurde mit Unverständnis reagiert. Schreiben durch Lesen nach Reichen, sei eine super motivierende Methode und Orthographie generell überbewertet.

    Diese Erfahrungen stammen aus verschiedenen Gymnasien, Real- und Hauptschulen in 2 Bundesländern.

    Und genau aus diesen Erfahrungen sehe ich das Vorhaben E und A 13 für alle kritisch.

    • Leider sind Ihre Ausführungen größtenteils falsch: Die Ausbildungsdauer unterscheidet sich im Großteil aller Bundesländer weder bezogen auf das Referendariat noch das Studium. Alle Lehrämter studieren meist gleich lang, werden gleich wissenschaftlich ausgebildet und das Referendariat ist ebenfalls ähnlich aufgebaut.
      Dass die Rechtschreibung der SuS sich insgesamt verschlechtert, ist ein allgemeiner Trend. Die didaktische Qualität des Unterrichts in Grundschulen zu beurteilen, ist einer Gymnasiallehrkraft nicht möglich, da dies nicht Ausbildungsinhalt ist (was prinzipiell kein Problem ist, wohl aber, wenn Lehrkräfte die Grenzen ihrer Kompetenz nicht kennen – und die beschränkt sich bei Gym-Lehrern auf 5-13, mit Schwerpunkt 11-13.) Das Unverständnis bezüglich Ihrer „Anklage“ ist nicht verwunderlich, da Rechtschreibung essentieller Bestandteil des KCs der Grundschulen ist. Auch in der Grundschule wird mit einem abgefallenen Niveau bei den Erstklässlern gearbeitet. Essentielle Kenntnisse müssen nachgeholt werden.
      Aufgrund der hohen BElastung, die Lehrkräfte aller Schulformen zu schultern haben, und der hohen Qualität der Ausbildung sollte A13 für alle Lehrkräfte eine Selbstverständlichkeit sein.

    • Ich kenne (hier im Osten) kaum Grundschulen, die nach „Reichen“ arbeiten. M.E. ist die Tatsache, dass es einige Grundschulen gibt, die nach dieser Methode arbeiten, auch kein Grund, den Grundschullehrern die Gleichwertigkeit ihrer beruflichen Tätigkeit abzusprechen. Es ist vielmehr ein Vorurteil. Letztendlich werden vor allem die LA-Absolventen genau hinsehen, wo angemessen entlohnt wird und wo nicht. Der „Markt“ entscheidet sozusagen.

    • Allein schon weil Pierre nicht weiß, dass die meisten Bundesländer eine gleichlange Studien- und Refdauer haben zeigt, dass nur jene keine Angleichung wollen auf A13, die nicht über den Tellerrand schauen können/wollen.

      Traurig.

      • Aber seit wann gilt die gleichlange Studiendauer bei den verschiedenen Lehrämtern? Doch längstens seit Einführung von Bachelor/Master. Wann kamen denn die ersten Bachelor/Master-Absolventen in die Schulen? Und was ist mit den Lehrern aus dem früheren Bestand?

        • Seit spätestens 2009 ist im größten Bundesland NRW alles gleichlang.
          Allein die Bezeichnung Master muss nach Beamtenrichtlinien Höherer Dienst sein, heißt, dass ich mit A12 an einer Realschule eigentlich gesetzeswidrig eingestuft bin.

          Alle anderen müssen selbstverständlich auch A13 erhalten, da Erfahrung = Ausbildung.

          Alle handelnden Akteure sollten sich schhämen. Das einzige, was Gebauer mal zumindest versucht hat, ist auch nur ein Rohrkrepierer.

          • Was hat denn Frau Gebauer mal versucht? Soweit ich weiß, gab es mal eine vollmundige Ankündigung, aber sonst nichts. Das wird wohl auch in Zukunft nichts, man wird sich immer auf Coronakosten berufen, auch bei zu verhandelnden Gehaltssteigerungen.

          • @ Reisinger850: Heißt „seit 2009“, dass das für alle gilt, die seit 2009 ihr Studium begonnen haben?
            Und was besagt „Erfahrung = Ausbildung“ genau? Ist das nicht eine Kann-Vorschrift? Altgediente Ministerialbeamte nach A12 können in den Höheren Dienst nach A13 befördert werden (und weiter), aber nur im Einzelfall. Das hängt wohl von der individuellen Beurteilung ab. Bei den vielen Lehrern würde das gewiss schwierig und dann natürlich auch nicht optimal gerecht.

    • Lieber Pierre,

      orthographisch korrekt wäre in ihrem Beitrag die Schreibweise „Dass diese Schüler*innen danach meist…“ gewesen. Die Unterscheidung, in welchem Fall das und in welchem Fall dass geschrieben wird, hätte ich mir bei einem Kommentar, der so großen Wert auf orthographisch korrektes Schreiben legt, doch sehr gewünscht.

      Liebe Grüße,
      Ihre Grundschulbiene

  5. @Pierre Nicht alle LuL in der GS haben nach dieser Methode unterrichtet und sind dafür verantwortlich, dass die Lese- und Rechtschreibfähigkeit insgesamt stark zurückgegangen ist. Meine SuS waren darin vor 25 Jahren insgesamt sehr viel stärker, wenn ich mir alte Aufsätze und Abschlusszeitungen der GS anschaue. Soll ich jetzt dafür bestraft werden, dass an der TU immer wieder mal „popuärwissenschaftliche“ Methoden gelehrt werden? Wie sieht es denn mit dem sozialen Lernen am Gymn. aus? Hier unterrichten LuL oft noch im klassischen Frontalunterricht. Wir benötigen aber zunehmend Menschen die teamfähig sind und derart unterrichtet werden, dass sie lösungsorientiert und gemeinschaftlich zu besten Ergebnissen kommen. Dürfen deshalb auch LuL am Gymn. Bezüge gestrichen werden, wenn sie nach althergebrachte Muster unterrichten und nicht persönliche Potenziale erkennen und fördern? Mit Inklusion und Migration – auch ohne deutsche Sprachkenntnisse- haben es LuL am Gymn. kaum zu tun. Können Sie differenzierten Unterricht für SuS mit GB bis hin zu einem überdurchschnittliche IQ? Dank an alle, die über den eigenen Tellerrand schauen können und sich nicht über andere herheben! Deshalb A13 für alle LuL in allen Bundesländern!!

  6. Und wir, die wir an der Uni Lehrer ausbilden, sind weder verbeamtet, noch haben wir feste Stellen. Und weniger verdienen tun wir letztlich auch.
    Aber immerhin ist es jetzt etwas fairer an den Schulen.

    • Ja, prekäre Beschäftigungsverhältnisse in den einfacheren Stellen an der Unis (wiss. Mitarbeiter, Lehrbeauftragte etc.) und vergleichsweise niedrige Besoldung von Professoren ist ein weiteres Problem, aber es hat nichts mit der wichtigen und gerechtfertigten Forderung nach A13 für alle studierten Lehrkräfte zu tun.

  7. Danke @soso, das spricht mir aus der Seele. Die Kinder die ans Gymnasium kommen, bringen in den allermeisten Fällen ein breit gefächertes Repertoire an Methoden, Präsentationskompetenzen und Sozialformen mit. Alle Basiskompetenzen werden in der Grundschule erlernt, die Gymnasialkollegen dürfen sich dann „ins gemachte Nest“ setzen. Dass auch Kinder aufs Gymnasium gehen, die dort nicht richtig aufgehoben sind, liegt nicht an der Arbeit der Grundschullehrer*innen, sondern am System mangelnder, verpflichtender Schullaufbahnempfehlungen. Im Übrigen haben Grundschullehrer neben der schlechteren Bezahlung auch noch eine höhere Stundenverpflichtung und in der Regel durch das Herstellen von anschaulichen, handlungsorientierten und differenzierten Materialien oft auch eine höhere Vorbereitungszeit. @Pierre: Vielleicht ist es an der Zeit vom hohen Ross herabzusteigen und lieber gemeinsam als Lehrende an einem Strang zu ziehen. Da wäre aus didaktischer Sicht für einige Gymnasialkollegen auch noch reichlich Luft nach oben. Daher ist A13 für alle mehr als gerechtfertigt und es bleibt zu hoffen, dass z.B. Niedersachsen ebenfalls nachzieht, sonst wandern – wie bei uns im südlichen Niedersachsen schon oft geschehen – tolle junge Kolleg*innen nach Hessen oder Thüringen ab… Wem ist es zu verdenken?

    • Sie brauchen sich deshalb aber nicht selbst zu profilieren, und die Arbeit an Gymnasien als „Arbeit im gemachten Nest“ abtun. Dem ist definitiv nicht so, ebenso wie die Erstellung von differenzierenden, handlungsorientierten Materialien.

      Bei dem Verdienst stimme ich Ihnen zu, dass alle Lehrämter im Grundsatz das gleiche verdienen, aber dennoch sollten dann auch Arbeitzeitstudien die Grundlage für Unterrichtsverpflichtung sein. Mit 28h kommen Sie da vergleichsweise gut weg, wenn ich mir die Vorbereitung von 9 verschiedenen Jahrgängen statt 4, intensiverer fachlicher Arbeit in der Oberstufe und massiv mehr Korrekturzeit anschaue.

      Bitte nicht nur einseitig und generalisierend argumentieren. Letztlich möchte ich als Gymnasialehrer für beide Parteien eine faire Lösung, damit der Lehrerberuf attraktiv wird und die Bildung in beiden Sekundarstufen gesichert ist.

    • Demnächst wohnen sie dann in Niedersachsen und arbeiten in HH.
      Niedersachsen verliert durch zurückhaltende Stellenfreigabe und unangemessene Entlohnung junge Lehrkräfte und verschärft damit den Lehrkräftemangel an allen Schulformen.
      Das zeigt sich vielleicht nicht einmal im Speckgürtel Hamburgs, da ziehen gerne andere Lehrkräfte hin, dafür aber an Schulen mit benachteiligter Schülerschaft und/oder in entlegeneren Gebieten.

      Warum man ach über 10 Jahren Lehrkräftemangel und bei schlechten Prognosen nicht mit allen verfügbaren Mitteln Lehrerinnen und Lehrer im Land halten und einstellen will, erschließt sich mir nicht.
      Und ja, auch ich warte schon auf den Spruch, dass nach Corona kein Geld für Bildung da sein wird, eine schöne Ausrede, denn auch vor Corona war es ja trotz hoher Steuereinnahmen nicht möglich, Schulen zu renovieren, Digitalisierung umzusetzen, Lehrkräfte angemessen zu bezahlen, Entlastungen zu schaffen.

      Ist der Mangel in den GHR-Schule besonders groß, werden auch weiter die Gymnasiallehrkräfte mit Abordnungen aushelfen müssen – mit A13 in den Grundschulen, allerdings ohne Ausbildung und Erfahrung für diesen Bereich.

  8. „Daher ist A13 für alle mehr als gerechtfertigt und es bleibt zu hoffen, dass z.B. Niedersachsen ebenfalls nachzieht, sonst wandern – wie bei uns im südlichen Niedersachsen schon oft geschehen – tolle junge Kolleg*innen nach Hessen oder Thüringen ab… Wem ist es zu verdenken?“ Das ist es, was in Sachsen-Anhalt passiert. Bis auf Niedersachsen haben alle (!) angrenzenden BL die Angleichung der GS-Lehrergehälter vollzogen oder fest eingeplant (Thüringen ab Sommer 2021). Bin mal gespannt, ob sich dann nicht der ein oder andere Junglehrer Richtung Sachsen, Thüringen, Brandenburg oder Berlin orientiert. Niedersachsen macht sich laut GEW-Homepage immerhin „auf den Weg“ bzw. „Verhandlungen laufen“. Immerhin. Besser als nichts (s. Sachsen-Anhalt).

    • Und laufen und laufen und laufen *gähn* … und laufen immernoch…
      Es gibt nun für die A12LuL eine Pauschale von knapp 100€, statt einer tatsächlichen Angleichung.

      Unterdessen verweist das Land selbst darauf, dass angesichts des Lehrkräftemangels die dringend notwendigen Entlastungen, die vor Jahren von der vom Ministerium eingesetzten Arbeitzeitkommission angeraten und konkretisiert wurden, nicht umgesetzt werden könnten.
      Was ist eigentlich aus dem Ansinnen der Hamburger GEW-Gruppe geworden, Dienst nach Vorschrift einzuführen?

  9. Ich wünsche euch, dass es wirklich die gleiche Bezahlung ist. In MV wurde zwar die Entgeltstufe angeglichen, die Erfahrungsstufen aber reduziert. Ich selbst bin nach 27 Jahren Gymnasiallehrer und Herabstufung in die E 11 nach Wechsel der Schulart ( mittlerweile mit Anerkennung der Lehrbefähigung für die Grundschule) und nun 8 Jahren in der GS seit August zwar in der E 13, aber nur noch mit der Stufe 5. Also bis zur Rente kann es bei vielen GS-Lehrern trotz vieler Dienstjahre mit der Stufe 6 nicht mehr klappen.

  10. Wie immer, wenn man nicht selbst die verschiedenen Schulformen und Schulstufen unterrichtet hat, sollte man sich mit Urteilen über „das andere“ etwas zurückhalten.
    Na klar, Augen auf bei der Berufswahl, es muss ja keiner das Lehramt an Grundschulen wählen, wenn er mit der Bezahlung nicht einverstanden ist.
    Aber: Ich arbeite an einer Grund- und Gemeinschaftsschule. Mein Schwerpunkt (Ausbildung LA an Realschulen) liegt selbstverständlich in der Sek I; dennoch muss ich gelegentlich Vertretungsstunden in der Grundschule übernehmen. Und diese Stunden finde ich hammerhart und ich bin jedesmal froh, wenn ich es wieder hinter mir habe.
    Klar, der ganze „wissenschaftliche“ Fachkram ist dort für die Katz, was interessiert da, dass ich eine Prüfung in Mittelhochdeutsch abgelegt habe? (DAS allerdings interessiert in der Sek I auch nicht wirklich).
    Das fachliche und pädagogische Arbeiten in der GS ist allerdings nicht minder schwer und herausfordernd, bloß weil es inhaltlich „ja jeder kann“. Für mich ist der Unterschied in der Besoldung durch nichts gerechtfertigt.

    • „…dennoch muss ich gelegentlich Vertretungsstunden in der Grundschule übernehmen. Und diese Stunden finde ich hammerhart und ich bin jedesmal froh, wenn ich es wieder hinter mir habe.“ Vor allem, wenn man an die Kinder denkt, die praktisch nichts allein können und auf Grund ihres Förderbedarfs auf permanente Unterstützung angewiesen sind. Allein deshalb, weil Grundschullehrer die Tätigkeit der Förderschullehrer jeden Tag einfach mal so mit verrichten, steht uns E13/A13 zu. Das ist es nämlich, was Förderlehrer verdienen. Die spart man durch die Inklusion großzügig zu Lasten der Grundschullehrer ein.

    • @Silja „Na klar, Augen auf bei der Berufswahl, es muss ja keiner das Lehramt an Grundschulen wählen, wenn er mit der Bezahlung nicht einverstanden ist.“
      Vor 30 Jahren war das Lehramt GS mein Traumberuf, seitdem wurde von jeder Landesregierung bei uns der Rotstift angesetzt und es kamen immer neue Aufgaben dazu, z.B. durch den Wegfall des sogenannten Schulkindergartens, nun auch schon 5 jährige in der 1. Klasse, Inklusion, Migration (wer keine Sprachkenntnisse hat-wird gerne mal in die GS zurückversetzt, wir können das ja auch noch leisten) etc.
      Also immer mehr Aufgaben ohne Angleichung der Bezüge, das ist es was den GS-LuL heute zu schaffen macht und warum LuL vom Gymn., die aushilfsweise an der GS unterrichtet haben, ganz schnell wieder verschwinden und zurückgehen ans Gymn, bei gleicher Bezahlung mit A13.

  11. Nicht zu vergessen die Kollegen mit altem Lehramtsstudium, die eine Ausbildung für Sek I und II haben, aber in Zeiten von Lehrerüberfluss z.B. als Hauptschullehrer mit A12 eingestellt wurden (da wollten nicht viele hin) oder aber eben gar keine Stelle bekamen.
    Wer die A12-Stelle nicht nahm, war raus.
    Aus dieser Laufbahn kommt man quasi nicht mehr raus, weil es kaum Laufbahnwechselstellen gibt, dafür aber im Moment genug frisch ausgebildete Sek II-Lehrer.
    Warum also einen Hauptschullehrer mit Sek I und II-Ausbildung und damals noch 2-jährigem Referendariat besser bezahlen, wenn man für die Oberstufe einen Junglehrer bekommen kann…
    Die Diskussion, warum wer wie bezahlt werden muss, war noch nie wirklich logisch und immer davon geleitet, wo man an Bildung sparen konnte.

  12. Freut mich für alle Lehrer/innen die davon profitieren…
    Wäre schön wenn man auch mal einen Artikel über Fachlehrer/innen schreiben würde, Umlauf die unfaire Situation aufmerksam zu machen.
    Die bekommen „nur“ A9 für die (fast) gleiche Arbeit.
    Dabei bilden sie oft das Rückgrat vieler Schulen und bringen eine enorme Lebens- und Berufserfahrung mit.
    Sie sind maßgeblich daran beteiligt, dass Schüler einen erfolgreichen Übergang von Schule zu Beruf/Ausbildung haben.

    • Warum muss man gleich wieder von der eigentlichen Debatte ablenken? FAchlehrer gibt es so in vielen Bundesländern nicht. Wenn ich richtig informiert bin, mussten diese aber auch nicht Lehramt studieren. Es wäre schön, wenn es hier Möglichkeiten gäbe, ein „Aufstiegsstudium“ zu absolvieren, um die gleiche Qualifikation zu erreichen wie die anderen Lehrkräfte (1. und 2. Stex) und entsprechend gleich bezahlt werden zu können.

  13. Interessant, wie hier durch den plakativen Einsatz angestaubter Klischees (@soso: gähn…) die Kolleg*innen der jeweils anderen Schulform diskreditiert werden… Ganz ehrlich: Was soll das?

    Ich unterrichte an einem Gymnasium. Soziales Lernen ist bei uns fest im Schulprogramm verankert und ein wichtiger Stützpfeiler unserer Arbeit. Da 85% unserer Schüler*innen einen Migrationshintergrund haben, kenne ich mich mit Migration im Alltag gut aus, es geht ja gar nicht anders. Da ein Drittel unserer Schüler*innen keine Gymnasialempfehlung hat, kenne ich mich auch mit Binnendifferenzierung gut aus, es geht ja gar nicht anders. Sehr gute Schüler*innen sollen sich trotzdem auch nicht langweilen. Frontalunterricht ist nicht die am häufigsten eingesetzte Unterrichtsform in meinen Stunden, das wäre mir viel zu anstrengend.

    Ich habe auch mal in einer Grundschule unterrichtet (zur Überbrückung vor dem Ref) und weiß, wie hart dieser Job ist. Daher unterstütze ich natürlich die gleiche Besoldung.

    Was – unabhängig von der Schulform – nicht fair ist: die ungleich verteilte Korrekturzeit. Ich sitze 2-3 Stunden an einer (!) Deutschklausur im 12. Jahrgang. In der Zeit, die ich für einen Klassensatz brauche, könnte ich viele tolle Stunden vorbereiten. Daher ist auch der Hinweis irrelevant, dass Grundschullehrer eine höhere Pflichtstundenzahl haben. Sie haben dafür eben auch deutlich weniger Korrekturzeiten. Aber: Kolleg*innen von mir mit zwei Nebenfächern müssen auch deutlich weniger korrigieren, verdienen aber dasselbe wie ich. Das ist doch auch nicht fair. Daher sollte es Standard werden, dass jede*r Lehrer*in zumindest ein Hauptfach/schriftliches Fach mitbringen sollte.

    • „Interessant, wie hier durch den plakativen Einsatz angestaubter Klischees (…) die Kolleg*innen der jeweils anderen Schulform diskreditiert werden… “
      Warum beteiligen Sie sich dann daran?

      Die Klassenarbeiten in der Grundschule mögen kürzer sein, wenn es keine Aufsätze sind, die täglichen Korrekturzeiten von Grundschullehrkräften sind dagegen hoch, da sie jeden kleinen Strich und jede einzelne Ziffer nachsehen.
      Auch kann den Vergleich nicht schaffen, indem man einzelne Aspekte herauspickt, weil es immer wieder ganz andere Aufgaben und Gewichtungen in den verschiedenen Schulformen gibt.

      Interessant waren für mich die Aussagen der Gymnasiallehrkräfte, die zu uns abgeordnet waren und beide Systeme miteinander verglichen haben.

    • Grundschullehrer kontrollieren pro Tag einen ganzen Klassensatz Wochenpläne. Das ist dann schon mal täglich eine Stunde Mehrarbeit. Die „normalen“ Klassenarbeiten kommen auch noch obendrauf. Haben Sie eine Vorstellung, wie lange es dauert, einen Deutschaufsatz eines Drittklässlers mit LRS zu kontrollieren? Die unzähligen Elterngespräche, Beratungsgespräche, das Schreiben von Förderplänen… es wären noch unzählige, weitere Tätigkeiten zu ergänzen. Wenn eine Kollegin krank wird, unterrichte man ganz selbstverständlich mal eben zwei Klassen und lässt die Tür auf. Normal wäre es hier zu sagen, die Bezahlung muss rauf! Ansonsten machts bald keiner mehr!

  14. Nicht nur das Studium ist kürzer, es ist sogar unnötig. Eine Fachschule reicht für Grundschullehrer völlig aus. Dass das enorme Fachwissen der Gymnasiallehrer nicht besser bezahlt werden soll, ist nur lächerlich und Gleichmacherei.

    • Welches enorme Fachwissen der Gymnasiallehrer? Alle studierten Lehrkräfte werden gleich wissenschaftlich ausgebildet, da stehen Lehrkräfte an Hauptschulen, Berufskollegs, Grundschulen oder Realschulen den Lehrkräften am Gymnasium in nichts nach. Die Schwerpunkte sind lediglich unterschiedlcih gesetzt. Erwerben beispielsweise Realschullehrer mehr ECTS in den Bildungswissenschaften, erwerben Deutschlehrer am Gymnasium diese ECTS stattdessen in Germanistik.

  15. @Grundschullehrer,
    die Hoffnung bleibt, jedoch sind viele LehrerInnen in Sachsen-Anhalt an oder über 60. Für diese Gruppe wird es wohl nichts mehr werden mit gerechter Bezahlung. E11 wird wohl unsere höchste Stufe bei den angestellten KollegenInnen bis zur Rente bleiben. Versehen oder Absicht?

    • „E11 wird wohl unsere höchste Stufe bei den angestellten KollegenInnen bis zur Rente bleiben. Versehen oder Absicht?“ Hoffnung macht der Blick in die Wahlprogramme der SPD, der Grünen und der LINKEN. Da steht die Forderung nach Angleichung der Lehrergehälter drin. Während die CDU letztens – unverständlicherweise – Gedankenspiele nach Eröffnung einer pädagogischen Hochschule für alle Lehrämter (außer des gymnasialen) geäußert hat. Dann würde man die ungleiche Bezahlung zementieren – durch Angleichung der Ausbildung „nach unten“. Es wäre ein bundeseit einmaliges Unterfangen. Surreal.

  16. Ich halte das nur für gerecht. Es hätte zudem den sinnvollen Nebeneffekt, dass vermutlich mehr LuL bereit wären, sich auf für die HS/RS zu entscheiden. Das ist nämlich in NDS augenblicklich ein großes Problem neben dem allgemein spürbaren Lehrermangel.

  17. Den Stoff einer Oberstufe eines Gymnasiums braucht man im Berufsleben nicht.
    Es ist immer der gleiche Kreislauf Schule – Uni –
    Schule bzw. Uni.
    Das System rechtfertigt sich also selber.
    Auch Akademiker in der Wirtschaft muessen sich von Facharbeitern bzw. Meistern sagen lassen, wie es geht.
    Schule bzw. Hochschule als Selbstweck rechtfertigt keine hoehere Bezahlung.
    A13 fuer alle ist richtig.
    Sollen sich die Gymnasiallehrer doch privat auf Latein unterhalten oder ueber Phi von z Alpha.
    Das braucht keiner.
    Der Grossteil der Akademiker hat heute Jobs, fuer die man kein Studium braucht.
    Und wenn die nicht von ihrem hohen Ross herunter kommen, sind die arbeitslos.
    Ich kenne genug Physiker, Mathematiker und Ingenieure in Callcentern oder ohne Job, und zwar mit Abschluss, nicht als Jobber.
    Auch heute gilt, dass man Lesen, Schreiben und Rechnen braucht, also den Stoff der Grundschule.
    Fuer die Gymnasiallehrer, die das nicht glauben :
    Bewerbt Euch doch in der Wirtschaft, da will Euch eh keiner haben, auch wenn der Philologenverband immer von doppelt so hohen Gehaeltern faselt.
    Man braucht die Grundlagen, wo lernt man die wohl?
    A13 fuer alle ist richtig!

    • Die 5er sind nlch lange sozial und emotional und von den Schlüselkompetenzen nicht reif für den Arbeitsmarkt. Sich organisieren, Bedürfnisse zurückstellen, sinnebtnehmendes Lesen schwieriger Texte und Diagramme und vieles mehr, wird erst nach der 4. Klasse gelernt.

      • „ Sich organisieren, Bedürfnisse zurückstellen, sinnebtnehmendes Lesen schwieriger Texte und Diagramme und vieles mehr, wird erst nach der 4. Klasse gelernt.“

        Nein, auch zuvor schon,
        aber es wird auch ab Klasse 5 weiter geübt und bedarf Begleitung und Erziehung.

      • Die Fünftklässler, die jedes Gymnasium ganz selbstverständlich bekommt, sind qua Ausleseprinzip die Creme de la Creme der Grundschulen. Jeder Gymnasiallehrer sollte sich klarmachen: Solche tollen Schüler, wie die Gymnasiasten gibt es im Schulwesen sonst NIRGENDS! Realschullehrer haben da eine ganz andere Klientel und Grundschullehrer haben es mit einer riesigen Spannbreite an Leistungen zu tun. Teilweise muss (wenn DAZ-Schüler dabei sind) fünffach differenziert werden. Der Beruf ist hammerhart und verdient insgesamt deutlich mehr – auch finanzielle – Anerkennung!

    • Aber, aber, heißt es nicht immer, Deutschland braucht mehr Akademiker? Warum mahnt das die OECD denn immer an? Warum legen unsere Schulpolitiker so großen Wert darauf, dass immer mehr Leute Abitur machen? Vielleicht brauchen Lehrer ja gar kein Abitur? Wenn man keine Akademiker braucht, dann braucht man auch kein A13, dann reicht A9 – A12 im gehobenen Dienst aus.

      • Fuer die gehobene Beamtenlaufbahn braucht man Abitur oder Fachabitur.
        Sollte man wissen. Auch das sind Akademiker.
        Warum so viele studieren sollen?
        Um den Arbeitsmarkt zu entlasten.
        Wer ab 58 arbeitslos wird, taucht in keiner Statistik auf.
        Und die Studenten natuerlich auch nicht.

        • Meines Wissens wird man allein durch das Abitur noch nicht zu dem, was Akademiker genannt wird. Es muss ein Studienabschluss hinzukommen, wobei man streiten kann, ob ein FH-Studium ausreicht oder ob es eine Universität bzw. Technische Hochschule sein muss. Dass auch Volksschullehrer mindestens in den gehobenen Dienst kommen, war wohl seit 100 Jahren unstrittig, denn schon vor 100 Jahren gab es die Pädagogischen Akademien als die Vorläufer der Pädagogischen Hochschulen.

  18. @Grundschullehrer,
    wie lange steht es bereits in den Programmen? Wie lange schon verteilt die GEW in Sachsen-Anhalt bereits Plätzchen und Herzen an die gewählten Politiker in Magdeburg, um für unsere Situation zu „bitten“? Es wurde immer weiter gebettelt, geändert hat sich seit Jahren nichts! Nun werden auch noch die Kassen leer sein wegen Corona und dann gehen wir in Rente. Tolle Wertschätzung! Danke für NICHTS!

    • Die Aktion mit den Herzchen fand ich auch nicht sonderlich hilfreich, da sie in der Tat etwas von „Betteln“ um Anerkennung hat. Das haben wir als Grundschullehrer nun wirklich nicht nötig. Eigentlich sollten wir diejenigen sein, die endlich die nötige, finanzielle Anerkennung für unsere tagtägliche Leistung bekommen. In Thüringen tritt die GEW kämpferischer auf. Das hat sicher auch Einfluss. Ich denke, dass letztendlich der „Markt“ die Sache regeln wird. Junge LA-AbsolventInnen werden genau hinschauen, wo sie A13/E13 bekommen. Netto ist es ja ein gewaltiger, monatlicher Unterschied.

  19. Leider auch zulasten der Lehrer in der Sek1. Wir haben Förderschüler und auch kaum Sonderpädagogen, wenn man Glück hat 2 Std. pro Kind pro Woche von 33 Std.!

    • Niedersachsen schafft nicht einmal die vorgegebenen 2 Stunden pro Woche pro KLASSE und nennt es Inklusion und sonderpädagogische Grundversorgung.

      Der Mangel an FöS-Lehrkräften, der an den FöS deutlich sichtbar war, ist nun nicht erkennbar, die A13-LuL kann man einsparen und die Aufgaben erledigen die GHR-KollegInnen zusätzlich, ohne Ausgleich und ohne A13.
      Bei zunehmender Erschwerung und Verzögerung der Gutachtenstellung kommt es nicht einmal zu einer Anrechnung auf die Klassengröße. Auch das sind Belastungs- und Arbeitszeit-Faktoren, die deutlich benannt werden müssen, um Abhilfe zu erhalten.

      • Das eigentlich schlagkräftigste Argument für die A13/E13 ist doch im Grunde, dass wir die Arbeit der Förderschullehrer einfach mal so mit übernehmen müssen. Und das mit E11/A12. Es ist himmelschreiend, dass dies in vielen Bundeländern schon so lange praktiziert wird. Man wird verheizt. Dann gibt es noch Eltern (s. „Monika“ unten), die sich einbilden, unsere Arbeitsbelastung zu kennen und aus purer Unwissenheit und Ignoranz unsere Arbeit diskreditieren. Solche „Übergriffigkeiten“ gibt es doch wohl hauptsächlich an Grundschulen.

    • „Niedersachsen schafft nicht einmal …“
      Daran sieht man doch aber, dass die ganze Debatte um die UN-Konvention und die Einführung der Inklusion eine „Schaufensterpolitik“ war, bei der man gut Sonntagsreden halten und sich als Verteidiger der Menschenrechte in Szene setzen konnte. Eigentlich sollte man erwarten, dass sowas in den Ministerien vorher (!) mal auf finanzielle Aspekte durchleuchtet worden wäre.
      Fazit: Vielleicht hätte man das ganze doch langsamer angehen lassen und die Förderschulen erstmal beibehalten sollen, zumal die der UN-Konvention nicht offensichtlich widersprachen. Wozu brauchen wir überhastete Reformen? Man könnte zudem einwenden, dass hier Kinder (und auch Lehrer) als „Versuchskaninchen“ missbraucht wurden. Das ist auch nicht im Sinne der Menschenrechte.

      • Das ging in Niedersachsennicht, weil die Förderschulen ihre Lehrerstellen nicht besetzt bekamen.
        Die Umsetzung wurde zudem ohne die Versorgung beschlossen, Die Ausgestaltung war ziemlich lange unklar und wurde erst im Sommer veröffentlicht, als die Aufnahme der FöS nach den Sommerferien erfolgte.
        Sicher braucht man statt überhasteter Reformen eher solche, die die notwendigen Bedingungen in den Blick nehmen und umsetzen.

  20. Wenn alle A13 bekommen, studiert kaum einer mehr das Lehramt für Gymnasien. Die Korrektur ist die Hölle und zeitintensiv. Der Mangel, der an der Grundschule vorliegt, wird sich auf das Gymnasium umschieben. Schulen mit gymnasialer Oberstufe (auch berufliche Schulen) sollten weiterhin einen Zuschlag oder höhergestellt werden, sollte A13 für alle kommen.

    • Keine Ahnung wovon du redest, du bekommst sogar eine Strukturzulage am Gymnasium. Ganz zu Schweigen von Planstellen und Entlastungsstunden. Wenn du dich nicht doof anstellst, kannst du mit A15 in Ruhestand gehen.

      Als GS Lehrer gehst du mit A12 in den Ruhestand. Richtig. Einstellung = Beförderung. Dein Leben lang.

      • Das Gymnasiallehramt ist attraktiv. Man steigt gut ein (A13) und kann beruflich weit aufsteigen (A14, A15, A16 – Oberstufenkoordinator, schulfachlicher Koordinator, Projektleiter, Didaktische Leitung, Stellvertreter, Schulleiter….). Reicht das etwa nicht?!? In der Grundschule mache wir ALLES ohne zusätzliche Beförderung nebenbei.

        In den meisten Bundesländern kriegen die Leiterinnen der Grundschule gerade mal eine lächerliche Zulage zu ihrem A12. Meist haben sie nicht mal eine Stellvertreterin. Klassenleiterin sind sie noch dazu. Ich bleibe dabei, manchen (!) Lehrern am Gymnasium ist nicht bewusst, WIE GUT sie es tatsächlich haben.

      • In Thüringen ist das nicht so. Wir als Gymnasiallehrer sind in A13 und bleiben da bis zur Pension. Funktionsstellen sind abgeschafft, nur noch die Schulleitung ist da anders eingestuft. Wir gehen mit dem Eingangsamt in Pension. Und es spielt faktisch keine Rolle, ob man seinen Job mit Engagement und großem Zeitaufwand über das normal Übliche hinaus macht oder Dienst nach Vorschrift. Das ist ziemlich frustrierend. Die dienstliche Beurteilung tut da auch faktisch nichts zur Sache.
        Der Artikel, aus dem ich zitiere, ist von August 2018. Inzwischen steht ja fest, dass auch die Thüringer GS-Lehrer nach A13 eingruppiert werden. Es sei ihnen gegönnt, aber wenn ich als Deutschlehrer mit mehreren Klassen, meist ab Klassenstufe 9 bis 12, an Wochenenden, in allen Ferien außer im Sommer und auch an Feiertagen (Himmelfahrt, Pfingsten, Ostern) mit Korrekturen beschäftigt bin (Kursarbeiten, „Vorabitur“, Abitur Erst- oder Zweitkorrektur – dauerte letztes Jahr bei 23 Abiturienten 55 Stunden plus Verständigung mit dem Zweitkorrektor – Schriftliche Prüfung Klasse 10, dazu je nach Klasse noch Kompetentests -wenn man Klassenstufe 6 und 8 hat- dazu in allen Klassen Aufsätze, die von Kl. 7 bis 8 meist zweistündig, in der 9 und 10 dreistündig sind), dann schaue ich schon etwas neidisch auf die GS- Lehrer in meinem Umfeld, die regelmäßig in den „kleinen“ Ferien z.B. in Skiurlaub fahren oder auch etwas weiter weg fliegen. (Vor Corona). Klassenlehrer oder Stammkurslehrer ist man auch noch, organisiert Schüleraustausch, Studienfahrten ins Ausland usw., was alles sehr zeitaufwändig ist. Mir ist klar, dass die Arbeit mit den Grundschülern in anderer Weise die Lehrer fordert und auch das Nervenkostüm arg beansprucht, aber zumindest im Vergleich mit meinen Fächern haben GS- Lehrer genügend freie Zeit, um sich davon wieder zu erholen. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber das ist die Erfahrung, die ich in meinem Umfeld gemacht habe, und da gibt es etliche GS-Lehrer.

        Ich zitiere aus https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gymnasiallehrer-in-thueringen-fordern-nicht-foerdern-15720140.html

        „Zugleich aber schwächt Thüringen das gymnasiale Lehramt. Jedenfalls sieht das der Thüringer Philologenverband so. Die Gymnasiallehrer „sind die absoluten Verlierer im Entwurf des neuen Besoldungsgesetzes“, sagt Heike Schimke, die Vorsitzende des Philologenverbands. Denn es fällt eine entscheidende Beförderungsstufe weg. Bisher gab es eine funktionslose Beförderung auf die Stufe A14, diese wird nun gestrichen – ohne Ausgleich. In Anbetracht dessen, dass Thüringen die Grundschullehrer nach A12 bezahlt und die Regelschullehrer nach A13 bezahlen will, mache die Landesregierung die Gymnasiallehrkräfte zu den Verlierern. So viele von ihnen wie in keinem anderen Bundesland würden auf Stufe A13 in den Ruhestand gehen.
        […]
        Das Bildungsministerium antwortet auf den Vorwurf, dass die funktionslose Beförderung zuletzt nur noch eine theoretische Option gewesen sei, weil sie von den Verwaltungsgerichten des Landes als rechtlich problematisch gesehen und verstärkt zu Konkurrentenklagen geführt habe, weshalb es seit längerer Zeit keine solchen Beförderungen mehr gegeben habe. Es habe einen Beförderungsstau gegeben, meint das Ministerium. „Mit dem Gesetz soll der Beförderungsstau aufgelöst werden, indem die Beförderungsämter neu definiert werden“, heißt es. Schimke entgegnet, der Beförderungsstau werde nicht aufgelöst, sondern dauerhaft zementiert. Denn alle Lehrer, die nicht zur Schulleitung gehörten oder Oberstufenleiter seien, würden um eine Beförderung gebracht. Dies führe dazu, „dass perspektivisch Engagement sich nicht mehr lohnt, weil Beförderungen ausschließlich bei den drei Funktionsstellen Schulleiter, Stellvertretender Schulleiter und Oberstufenleiter möglich sind“.
        Da es an jedem Gymnasium nur eine Oberstufe gibt“, will das Bildungsministerium auch nicht mehr davon. „Diese Antwort ist ein Hohn und ein Schlag in das Gesicht der Gymnasiallehrkräfte“, sagt Schimke. In allen anderen Schularten gebe es zumindest zwei Schulleitungsmitglieder. Die Funktionsstelle des Fachleiters am Gymnasium, den es sonst überall gibt, hat Thüringen kurzerhand abgeschafft. Als qualitätssteigernde Maßnahme wird man derlei nicht betrachten können. Auch andere Funktionsämter gibt es in anderen Bundesländern. „Ist Thüringen für die Definition weiterer Funktionsämter zu dumm oder zu unwillig?“, fragt Schimke erzürnt.

        • Ich verstehe deinen Kommentar nicht ganz. Beschwerst du dich grad, dass du nicht automatisch auf A14 befördert wirst?
          Es wird dich überraschen, so geht es Grundschullehren seit Anbeginn der Zeit. Keine Planstellen, keine Regelbeförderung, keine Perspektiven. Egal ob Dienst nach Vorschrift oder Lesenacht in der Schule. Egal ob Arbeitsblätter-Unterricht oder gebastelte Ritterburg im Klassenzimmer.

          Klar verstehe ich dich, dass dich das ärgert wenn man in Thüringen nicht aufsteigen kann, woanders aber schon. Da mit einem GS-Lehrer drüber zu sprechen ist eventuell nicht zielführend, wir haben diese Situation schon immer gehabt. Aber eventuell merkst du jetzt wie sich das anfühlt.

          Und als Verlierer sehe ich Gymnasiallehrkräfte nicht wirklich.
          Ihr bekommt weiterhin A13, ihr unterrichtet 25,5 Wochenstunden statt 28, ihr erhaltet auserlesene Schülerschaft wodurch es Inklusion ja auch nur auf dem Papier gibt.

          Ich habe großen Respekt vor dem Gymnasium, aber eine Besserstellung in einer Zeit, wo alle Lehrer gleich ausgebildet werden, ist einfach nicht mehr zeitgemäß.
          Dass Lehrer mit zwei Hauptfächern am Gymnasium entlastet werden müssen steht außer Frage, hier würde ich aber mal eher dezent zu den Sport/Religion Lehrern rüber schielen und nicht an die Grundschule.

          • Nein, ich beschwere mich nicht darüber, dass ich nicht automatisch nach A14 hochgestuft werde. Aber ich wollte die Behauptung:
            @Grundschullehrer
            „Das Gymnasiallehramt ist attraktiv. Man steigt gut ein (A13) und kann beruflich weit aufsteigen (A14, A15, A16 – Oberstufenkoordinator, schulfachlicher Koordinator, Projektleiter, Didaktische Leitung, Stellvertreter, Schulleiter….). Reicht das etwa nicht?!? In der Grundschule mache wir ALLES ohne zusätzliche Beförderung nebenbei.“
            …nicht so stehen lassen, weil das bei uns in Thüringen eben nicht so ist. Mit dem Eingangsamt geht man in Pension. Ich bin knapp 37 Jahre im Dienst und erschrecke auch jedes Jahr, wenn ich die Belege für die Steuer zusammenstelle, wie viel Geld ich im Laufe des Jahres für die
            Schule ausgegeben habe (gerade neuen Laptop gekauft und als wir ein paar Monate später Tabletklassen bekamen, also gleich noch ein iPad hinterher usw. Studienfahrten ins Ausland,Klassenfahrten, Exkursionen wurden selbst bezahlt, bis dann vor einigen Jahren eine neue Regelung dafür in Kraft trat…
            Also A14 bis A16 sind hier bei uns für einen Lehrer am Gymnasium nicht erreichbar. Mehr wollte ich nicht sagen.

        • In Österreich ist es m.E. so, dass in weiterführenden Schulen nach Fächern unterschieden wird, wie stark die jeweilige Arbeitsbelastung ist. Ich glaube, es ist auch so, dass Lehrer mit so genannten „Korrekturfächern“ weniger Unterrichtsstunden halten müssen. Der Blick müsste sich in Ihrem Fall eher auf die Ungerechtigkeiten zwischen den einzelnen Fachlehrern am Gymnasium richten. Soweit ich weiß, ist an den Gymnasien auch nicht jeder Kollege ein Klassenlehrer. Die Arbeitsbelastung ist also vor allem am Gymnasiun ungleich verteilt. Das hat aber erstmal nichts mit der Grundschule zu tun. Wir sind immer alle Klassenleiter. Wir sind immer alle Mathe-, Deutsch- und Sachunterricht-Lehrer und fachfremd auch alles andere. Förderlehrer sind wir auch immer alle. Erzieher, Sozialpädagoge und Familienhelfer sind wir auch. Und das IMMER in A12. Wir KÖNNEN nirgendwohin aufsteigen. Das erklärt auch den Männermangel.

          • Das wunderbare ist ja auch noch, dass in Zeiten von Inklusion die Förderschullehrer mit A13 im inklusiven Schulbetrieb in der Grundschule eingesetzt werden.
            An meiner Schule heißt es dann seitens des Förderschullehrers jeden Morgen um 8:
            „Guten morgen. Was machen wir denn heute?“.
            Doppelbesetzungen sind dabei nichts anderes als bessere Praktikantentätigkeiten und die Fördergruppen mit maximal 5 SuS besetzt, die sonst den Rest der Zeit in meiner 30 Kinder großen Klasse sitzen. Dazu entfällt dem Förderschullehrer der Elternabend, Zeugnisse, Klassenarbeiten. Ob die Förderkinder ihr Lernziel erreichen interessiert am Ende auch niemanden.
            Und das AOSF schreibt dann auch ja am Ende der Klassenlehrer.
            Also Kleingruppenunterricht mit Praktikumsstunden zwischendurch für A13 in der Grundschule. Check!

            Klingt jetzt vielleicht zynisch und ist auch sicher nicht an allen Schulen so. Aber ich finde gerade in NRW sind die Grundschullehrer und die SEK1 Lehrer wirklich die Dummen.
            Man wirft auch noch 1000 Euro im Jahr für Klassenmaterial raus, darf aber mit A12 noch die 300 Euro Kostendämpfungspauschale berappen, die erst ab A11 halbiert wird…..
            Befördert werde ich sowieso nie, egal ob ich die Kinder zu Einsteins forme und halb in der Schule wohne. Aufwand wird quasi nicht belohnt.

            In Zeiten von Inflation und Geldwertverlusten ist mit A12 alleine für einen Immobilienkredit auch nicht mehr hoch her, da muss man sich dann schon den Gymnasiallehrer angeln.
            Hauptsache ich habe dank LABG ein Staatsexamen und Master in der Tasche, damit ich mich in den gehobenen Dienst zu dem Verwaltungsfachangestellten mit Bachelorabschluss eingruppieren lasse.

            Meine Freundin fragte mich letztens noch, ob ich das Studium für Grundschule empfehlen könne.
            Überlegt es euch gut. Macht Sonderpädagogik: Gleiche Schule, weniger Kinder, keine Verantwortung und mehr Geld. Oder direkt ans Gymnasium und mit A15 in Ruhestand am Ende.

            Oder geht für 2,9k Netto an die Grundschule wo du als Junglehrer erstmal 300 Euro monatlich für Klassenausstattung, Bastelzeug und Homeoffice abziehen kannst und trotzdem deine 10 Semester vorher studierst.

          • Eine Abstufung hinsichtlich sehr korrekturintensiver Fächer fände ich gut. Es ist schon ein Unterschied, ob man vorrangig Sport oder Kunst unterrichtet oder sich in zB. in Deutsch oder Geschichte mit den vielen Korrekturen herumschlagen muss. Das sagen die betreffenden Kollegen auch selber, dass sie da bevorteilt sind. Ich kenne sogar Kollegen, die im Kunstunterricht, wenn die Schüler zeichnen, Arbeiten korrigieren.

  21. @Grundschullehrer,
    kleine Korrektur meinerseits: „….und das IMMER in E11“. (die Angestellten) Der Rest ist auf den Punkt richtig.

  22. Ich kenne duzende Grundschullehrer und Lehrer an Gym und Gesamtschulen und bin selber Mutter dreier Kinder und derzeit mit meinen Kindern zuhause.
    Kindern grundlegende Kulturtechniken beizubringen ist sicherlich wichtig aber es steht doch in keinem Verhältnis zum Abitur und dem Weg dorthin. Es ist lächerlich die Arbeit von Grundschullehrern und solchen an Gymnasien vergleichen zu wollen. Wir vergleichen hier Basteln und Singen mit wissenschaftlichem Arbeiten, das sollte jedem Elternteil gerade jetzt im Lockdown bewusst werden. Meiner Tochter bringe ich gerade selber lesen, schreiben und rechnen bei, bei meinen Großen kann ich nicht helfen. Ich finde es eine Frechheit und traurig für die Lehrer an Gymnasien, die sich jedes Jahr mit Anwälten und Klagen von Eltern auseinandersetzen müssen und würde jetzt auch einfach an die Grundschule wechseln. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Grundschullehrer die geringste Belastung haben.

    • Ohjemine. Wieso denkt jeder Depp er wüsste über den Beruf Bescheid ohne jemals 1 Stunde unterrichtet zu haben?
      Und gerade GS Lehrer leisten die meisten Präsenzstunden bei der kleinsten Bezahlung. Lehrer ist ein Job aus Leidenschaft. Egal ob am Gymnasium oder an der GS.
      Wobei am Gymnasium noch eher die Creme de la Creme sitzt, während man an mancher Grundschule im Brennpunkt mit 25 Daz Kids, 3 ESE- und 2 LRS Kids sitzt. Von Unterstützung zu Hause will man kein Wort verlieren.
      Am Ende ist es abrr eine Sache der Ausbildung.
      Master und Staatsexamen sind nunmal höher Dienst. Ganz einfach. Sonst hätte NRW das Studium nicht aufwerten sollen.

  23. „Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Grundschullehrer die geringste Belastung haben.“ Bitte dafür auch mal Belege/ Quellen angeben. Sie können gern mal in Klassenstärke (28 SchülerInnen, Jahrgangsmischung, 5 Kinder mit Migrationshintergrund, Elterngespräche, Förderpläne, 3-5-fache Differenzierung) meinen Job machen. Das Homeschooling mit drei Akademiker-Kindern lässt sich nicht annähernd mit dem realen Grundschullehrerjob vergleichen. Kinder wie Ihre sind noch die einfachsten in unserem Job!

  24. Im Artikel steht: „Beförderungs- und Funktionsämter werden entsprechend angepasst.“
    Kann mir jemand erklären, wie diese Anpassung aussehen soll? Ich habe als Sek I-Lehrer bspw. in Niedersachsen eine A13-Beförderungsstelle inne. Wenn jetzt alle A13 irgendwann bekommen, könnte diese Stelle dann zu einer A14-Stelle werden? Die Aufgaben der A13-Stelle müssen ja weiter gemacht und entsprechen „entlohnt“ werden. Eine weitere Möglichkeit sehe ich in Ausgleichsstunden, die ich persönlich aber weniger attraktiv finde. Dann würde ich meine Beförderungsstelle, die ja dann keine mehr ist (?), abgeben. Ich würde mich über Antworten sehr freuen.

    • Wird dir keiner sagen können. Ich würde mal aber stark davon ausgehen, dass du auf A13 kleben bleibst. Ich würde den Satz so deuten, dass dann die freien Beförderungsstellen nach oben angepasst werden. Ob damit die bisherigen aufwertet werden, würde ich mich nicht drauf verlassen.
      Eventuell wird es aber auch in eine Zulage umgewandelt. Man wird es sehen.

      Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich zumindest für NRW die Hoffnung langsam aufgegeben habe. Als examinierter Lehrer mit Master in der Tasche werde ich wohl mein Leben lang auf A12 kleben bleiben.
      Ich kann jedem der das liest nur empfehlen entweder Sonderpädagoge an der GS zu werden, oder direkt ans Gymnasium oder Berufskolleg zu gehen.

      • Das sage ich zwar auch schon seitdem ich im Ref. bin (also seit 2017): Lange kann es eigentlich nicht mehr in NRW dauern.

        Jedes Land, das angleicht erhöht den Druck auf die Länder, die es noch nicht getan haben.

        • Bei 600 Mio Euro geschätzten Kosten wird das während und nach Corona nix werden. Beträgt der ganze Schuletat nicht nur 4.5 Mrd. Euro? Da werden die nicht zusätzlich 600 Mio demnächst raushauen.
          Außerdem wollen ja Rheinland-Pfalz und BaWü sowieso nicht anpassen und Laschet selbst sagte noch, dass man sich mit Nachbarländern absprechen muss um Pull-Effekte zu vermeiden. Sprich die werden sich alle geschlossen nicht rühren und der A12 GS-Lehrer wird weiterhin mit den schulfremden A13 Sonderpädagogen zusammen arbeiten

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