Jetzt auch Thüringen: Mehr als die Hälfte der Bundesländer zahlt Grundschullehrern genauso viel wie ihren Kollegen an Gymnasien

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ERFURT. Insbesondere an Grundschulen sind Lehrer Mangelware – und auf dem Land. Das gilt bundesweit. Thüringen will nun mit neuen finanziellen Anreizen Bewerber anlocken. Die damit verbundene Gleichstellung von Grundschullehrern mit ihren Kollegen am Gymnasium hat für die GEW Vorbildcharakter. „Damit macht der Freistaat in der Bildungspolitik einen gewaltigen Schritt nach vorne“, so heißt es dort. Und: Damit werden in mehr als der Hälfte der Bundesländer Grundschullehrkräfte mit A13/E13 besoldet.

Grundschullehrkräfte freuen sich über die steigende Anerkennung. Illustration: Shutterstock

Im Kampf gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfall nimmt Thüringen Geld in die Hand und will Lehrer mit Zulagen und höheren Gehältern locken. Dazu beschloss der Landtag am Freitag in Erfurt mehrere Gesetzesänderungen. Erstmals wird damit ein Zulagensystem in Thüringen eingeführt, das beispielsweise angehenden Lehrern hohe monatliche Zuschläge sichert, wenn sie sich verpflichten, nach dem Ende ihrer Ausbildung fünf Jahre lang etwa in einer Region zu unterrichten, wo der Lehrermangel besonders schlimm ist.

Je nach Altersstufe der Lehrkraft beträgt die Besoldung in der Gruppe A13 zwischen rund 4300 und 5500 Euro brutto monatlich

Seit mehreren Jahren fehlen im Freistaat Lehrer – besonders an Grund- und Regelschulen und in bestimmten Fächern wie Mathematik, Chemie oder auch Musik und Kunst. Ebenso beschloss das Parlament eine Gesetzesänderung zur Lehrerausbildung. Nachfolgend die wichtigsten Neuerungen:

Thüringer Grundschullehrer können sich ab August 2021 über ein höheres Gehalt freuen: Dann sollen sie in die Besoldungsstufe A13 eingruppiert werden und damit genauso viel bekommen wie Lehrer an Gymnasien und Regelschulen. Je nach Altersstufe beträgt die Besoldung in der Gruppe A13 zwischen rund 4300 und 5500 Euro brutto monatlich. Die AfD-Fraktion stimmte dagegen. Mit der Gehaltserhöhung soll der Beruf attraktiver werden. Manche Bildungspolitiker hoffen auch darauf, dass mit den besseren finanziellen Aussichten mehr Grundschullehrer aus anderen Bundesländern nach Thüringen kommen.

Der Landtag beschloss am Freitag auch ein neues Zulagensystem. Danach können angehende Lehrer im Vorbereitungsdienst bis zu 1000 Euro monatlich mehr bekommen, wenn sie sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung mindestens fünf Jahre lang in einer Region zu unterrichten, wo der Bedarf besonders hoch ist. Aber auch andere Lehrer können einen Zuschlag bekommen, wenn sie in sogenannten Bedarfsregionen unterrichten – bis zu zehn Prozent des Grundgehalts zusätzlich in der Anfangsstufe der Besoldungsgruppe A13 sind drin.

Auch wenn Pädagogen besondere Aufgaben an ihrer Schule übernehmen oder Fachberater sind, sollen die Zulagen bekommen. «Aktuell gibt es keine attraktiven Anreize für Lehrerinnen und Lehrer, zusätzliche Aufgaben im Thüringer Schulalltag zu übernehmen», sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Tischner, in der Landtagsdebatte. Das nun beschlossene Zulagensystem bezeichnete er als «solides Fundament», auf das man in der Zukunft noch aufbauen könne.

GEW: „Endlich gibt es bei den Lehrkräften für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn!“

“Wir sehen wesentliche Forderungen, die wir seit vielen Jahren und mit großer Beharrlichkeit erheben, nun als erfüllt an. Für uns als Bildungsgewerkschaft ist es ein Ergebnis, auf das wir stolz sind!”, so erklärte die GEW-Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum. Nicht nur, dass die Grundschullehrkräfte ab dem neuen Schuljahr wie ihre Kolleginnen und Kollegen an allen anderen Schularten in der A 13 besoldet werden. Es sei auch gelungen, auch die Lehrkräfte mit DDR-Ausbildung gleichzuziehen. „Endlich gibt es bei den Lehrkräften für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn!“

Die Anerkennung der Übernahme besonderer schulischer Aufgaben durch ein überarbeitetes Zulagensystem finde ebenso die Unterstützung der GEW. Die Gewerkschaft bedauert allerdings, dass sich die Fraktionen nicht auf eine Zulage für die Koordination von Netzwerkschulen im Förderschulbereich verständigen konnten. Die Fachlehrer an berufsbildenden Schulen und die Sonderpädagogischen Fachkräfte blieben bei der Gesetzesänderung leider ebenso unberücksichtigt. Kathrin Vitzthum: “Insgesamt sind wir der Meinung, dass diese Änderungen dazu beitragen werden, den Lehrerberuf in Thüringen attraktiver zu machen. Auch wenn sich die Maßnahmen zur Personalgewinnung in der Praxis noch beweisen müssen, sind wir davon überzeugt, dass es wichtige Bausteine sind, um den Lehrermangel mittelfristig zu beseitigen.”

Mecklenburg-Vorpommern hatte – als mittlerweile achtes Bundesland – im März angekündigt, die gute Kassenlage zu nutzen und die Besoldung von Grundschullehrkräften bis 2023 schrittweise auf das Niveau aller anderen Lehrämter anheben. Zuvor hatte Hamburg die Besoldung entsprechend geändert. „Der Bildungserfolg von Kindern wird in der ersten Lebensphase viel wirkungsvoller geprägt als in den älteren Jahren“ so begründete Bildungssenator Ties Rabe (SPD) die Initiative seinerzeit. News4teachers / mit Material der dpa

A13 für alle Lehrer? Philologen kündigen harten Widerstand an – sie beharren auf mehr Geld für Gymnasiallehrer

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176 KOMMENTARE

  1. Derweil wird in NRW weiterhin „großzügig“ nach A12 bezahlt:
    Grundschullehrkräfte, SI-Kollegen, aber auch Kollegen mit Examen für SII, die auf einer SI-Stelle eingestellt wurden und weiter werden.
    Billiger für’s Land. Frustrierend seit Jahrzehnten für die Kollegen. Wochenarbeitszeit wurde auch mal zwischendrin erhöht, von der Arbeitsbelastung ganz zu schweigen.

    Warme Worte müssen den Kollegen reichen.
    Gerechte Besoldung? Da wird nicht mal drüber nachgedacht.
    Im Moment denkt man wohl nur drüber nach, wie man die „faulen Lehrer“ unter abartigen Bedingungen vorführt (nicht umsetzbare, kurzfristige Änderungen, fehlerhafte Plattformen, fehlende Endgeräte…) und setzt den Eltern weitere Fantasien über Regelunterricht im Januar vor…

    • Ich finde es auch immer putzig, wie NRW sich als Bildungsland bezeichnet und meint, am wenigsten in guten Unterricht investieren zu müssen. NRWs Unis stellen zu wenig Studienplätze für Lehrer zur Verfügung, Fachleiter der Referendare werden nicht befördert und die fertig ausgebildeten Lehrkräfte mit A12 abgespeist. Es ist skandalös!

      • @lehrer002

        „wie NRW sich als Bildungsland bezeichnet“

        Das liegt an den LandesfürstInnen, die verbreiten so dummes Zeug und für die gilt:
        Einbildung ist auch ne Bildung.
        🙁

      • Die Übersichtskarte der GEW zeigt deutlich, dass z.B. Sachsen-Anhalt bezüglich der gerechten GS-Lehrer-Bezahlung eine Insel ist: https://www.gew.de/ja13/a13-stand-der-dinge/. Ich finde es unklug, dass gerade die Süd- und Westbundesländer (UND Sachsen-Anhalt) sich einer Angleichung noch verwehren bzw. sie hinauszögern. Aus Thüringen kommt dann jedenfalls erstmal keiner mehr nach Sachsen-Anhalt, Hessen oder Bayern.

    • Sachsen-Ahhalt ist nun das letzte Ost-Bundesland, das noch keine Angleichung der Grundschulgehälter vollzogen hat. Gescheitert ist das bislang am Widerstand der CDU, trotz Bemühungen von SPD, Grünen, LINKE und der GEW. In Thüringen hat sich die CDU hingegen für die Angleichung eingesetzt. Es ist eine Ungleichbehandlung und Schieflage, die hier bezüglich der Gehälter entstanden ist. Während die Thüringen-CDU die Angleichung gerecht findet, argumentiert man in Sachsen-Anhalt sehr rückwärtsgewandt und meint, dass Lehrer an „höheren“ Schulformen mehr leisteten und sprach den Grundschullehrern die issenschaftlichkeit ihrer Ausbildung ab. Im Grunde eine Lächerlichkeit, angesichts der Tatsache, dass heutzutage alle eine Master bzw. ein Erstes und Zweites Staatsexamen haben. Einige Abgeordnete haben sich daher dezidiert gegen eine Angleichung ausgesprochen. Nun ist es nach der Landtagswahl im Sommer an der SPD bzw. den Grünen und den Linken, hier mehr Druck zu machen. Ansonsten wird es schwer werden, Leute aus Thüringen oder Sachsen nach Sachsen-Anhalt zu holen. Wir werden, im Gegenteil, eher Lehrkräfte an diese Bundesländer verlieren.

    • Es ist leider wahr!Die Landesregierung in NRW hat den Grundschullehrern immer mehr und mehr aufgebürdet…und das bereits seit 2 Jahrzehnten vor Corona…gleichzeitig die Fürsorgepflicht missachtet wo es ging und für immer mehr Abqualifizierung der Grundschularbeit in der Öffentlichkeit gesorgt…ich weiß genau wovon ich rede…! Und was momentan läuft ist unter aller…

  2. A13 für Grundschullehrer ist nur dann in Ordnung, wenn Gymnasiallehrer alle A14 hätten.

    Warum soll man sich an der Uni durch ein Mathestudium quälen, wenn man an einer PH ein paar Kurse besucht und dann das gleiche Gehalt hat?

    Viele Grundschullehrer korrigieren ihre Klassenarbeiten während des Unterrichts – auf der anderen Seite stehen Kollegen, die SuS zum schriftlichen Abitur in ihren 4- bzw. 5-stündigen Kursen führen. Das kann man doch nicht gleich besolden.

    • Mir ist neu, dass ich an einer PH war um mein 5-jähriges Studium für die Grundschule mit einem Master zu beenden. Als nächtes schaue man in die Besoldungsverordnung, wo ein Beamter mit Master eingestuft wird…Mein Vorberreitungsdienst dauerte auch noch 1,5 Jahre.
      Ganz neu ist mir, dass ich die Arbeiten im Unterricht korrigiere. Überspitzt würde ich jetzt sagen, ich bleibe nicht auf dem Stuhl sitzen, wenn ich die Aufgabenstellung für Einzel- oder Mehrarbeit erteilt habe. Da soll es in der SekII andere geben, habe ich gehört. Gesehen nicht, wie auch.
      Alls nächstes darf ich an einer Grundschule (fast) alle Fächer unterrichten, was kann der SekII-Lehrer. Man rede hier von der Coronazeit, wo nur der Klassenlehrer seine Klasse unterrichtet.
      Jetzt eine Bitte, gehe bitte mit deinem Mathematikstudium in die freie Wirtschaft und halte an deinen Forderungen fest (dein Nettolohn soll gleich bleiben und dein Job ist auch unkündbar…) Ich hoffe deine Traumstelle wird dir nächstes Jahr angeboten.
      Nicht immer beim Nachbarn schauen, ob da das Gras grüner ist?

    • Na, da hat aber jemand lange nicht mehr nachgesehen, wie Lehramtsausbildung aussieht. Ich habe genausolange studiert, wie meine SekII-Kolleginnen und -Kollegen und war in Regelstudienzeit fertig. Die Studiengänge sind fast komplett im Bundesgebiet angeglichen. Also bitte nicht so einen Quatsch verbreiten! In meiner gesamten Grundschullehrerzeit habe ich es nie schaffen können im Unterricht Klassenarbeiten zu korrigieren (sie scheinen noch nie in einer Grundschulklasse gearbeitet zu haben!).

    • Was für ein Blödsinn, natürluch korrigieren wir Klassenarbeiten nicht während des Unterrichts, von dem wir natürlich erheblich mehr haben als ein Gymnasiallehrer. Dafür unterrichten wir fast alle Fächer und nicht nur 2. Ausserdem haben wir wesentlich mehr Eltergespräche. Und man sollte nicht vergessen, dass auch viele Hauptschullehrer/innen derzeit noch A12 bekommen, und die haben den härtesten Job. Wenn diese Kolleg/innen wenigstens in einigen Bundesländern angemessen besoldet werden, nimmt Ihnen doch auch niemand etwas weg. Was also soll der Neid?

      • Wieso sollte Hauptschullehrer ein härterer Job ein. Einem Hauptschüler, der nur eine Ausbildung machen will, einen Dreisatz beizubringen, den er im Handwerk nie wieder braucht, ist nicht so schwierig wie einen Schüler aufs Abitur vorzubereiten, der später Akademiker wird.

        • Ein Schüler, der Abitur machen will, ist nicht mehr schulpflichtig. Hat er keinen Bock auf Schule, ist er da nicht mehr. Schon mal an einer Hauptschule unterrichtet? Sonst empfehle ich: Mal abordnen lassen und angucken.

        • Haha, selten so einen Quatsch gelesen.Viele Oberstufenschüler sind viel selbstständiger als Hauptschüler und eben, weil sie Akademiker werden wollen, ist es nicht schwieriger (Vorbereitung auf selbstständiges Arbeiten an der Uni). Selbstverständlich müssen Hauptschüler den Dreisatz beherrschen. Dass das bei SchülerInnen aus bildungsfernen Haushalten wohl in der Regel deutlich schwieriger ist als beim Mathematikersohn und bei der Physikerinnentochter, dürfte jedem einleuchten.

          • Bitte genau durchlesen. Ich habe nicht geschrieben, dass ein Hauptschüler keinen Dreisatz beherrschen muss. Sondern, dass er ihn als Handwerker nie wieder brauchen wird. Das ist aber trotzdem viel einfacher und mit weniger Aufwand verbunden als die Mathematikvermittlung am Gymnasium. Außerdem sind die späteren Akademiker viel wichtiger als Hauptschüler, gerade bei unserem Lehrermangel. Wo müssen wir dann unser Hauptaugenmerk drauf werfen?

          • „Bitte genau durchlesen. Ich habe nicht geschrieben, dass ein Hauptschüler keinen Dreisatz beherrschen muss. Sondern, dass er ihn als Handwerker nie wieder brauchen wird. Das ist aber trotzdem viel einfacher und mit weniger Aufwand verbunden als die Mathematikvermittlung am Gymnasium. Außerdem sind die späteren Akademiker viel wichtiger als Hauptschüler, gerade bei unserem Lehrermangel. Wo müssen wir dann unser Hauptaugenmerk drauf werfen?“

            Das ist ja noch größerer Unsinn als ihr letzter Beitrag. Selbstverständlich muss ein Fliesenleger oder ein Tischler den Dreisatz beherrschen in seinem Beruf. Dass spätere Akademiker wichtig seien, ist grober Unfug, da es (abgesehen von Lehrern und Ärzten) unserer Gesellschaft nicht gerade an Akademikern mangelt. An Handwerkern schon.

        • @Lydia L 82: „Wieso sollte Hauptschullehrer ein härterer Job ein.“- Das ist Ihnen nicht klar??? Dann sind Sie definitiv keine Lehrkraft!

          • @Ich_bin_neu_hier

            Ich glaube auch nicht, dass @Lydia L 82 eine Lehrkraft ist – dafür gab es hier schon viel zu seltsame Beiträge, die sich auch eher selten auf das eigentliche Thema bezogen haben, meistens nur mit 1 Satz zur Einleitung und danach kommt dann gleich eine Nebelkerze, auch gerne mal in Form von absurden Angriffen – aber letztendlich immer mit dem (verzweifelt wirkenden) Versuch, eine Gegenrede zu provozieren.

            Vielleicht ist @Lydia L 82 ein „alter ego“ von @Oka?
            (Deren „Argumentations“struktur hat ja gewisse Ähnlichkeit …)

          • Genau diese Argumentation ist doch Standard bei Lehrern. Oder gebt Ihr nie diese Zitate von Euch wie: „Dir reichts nur für auf den Bau“, „Dann geh doch putzen“, „Du wirst ja nur Friseuse“, „Willst Du Essen rumtragen?“. In der Öffentlichkeit wird der Handwerker gross gepriesen. Aber kaum sind die Schultüren zu, dann wird nur noch darüber hergezogen. Und Bitte. Jetzt einmal ehrlich darüber nachdenken…

      • „und die haben den härtesten Job.“

        Das sieht jeder individuell unterschiedlich. Jeder definiert „hart“ vielleicht anders. Der Dachdecker, Bauarbeiter und Paketbote arbeitet auch hart.
        Von der Stundenanzahl kommen nunmal Gymnasiallehrer auf die höchste Wochenstudenzahl (da gibt es einige Studien darüber), insbesondere, wenn sie in der Oberstufe eingesetzt sind, trotz des geringeren Deputats.

        • Sie wollen hier doch nicht ernsthaft diese niedrigen Berufe mit uns Lehrern vergleichen? Da sind Äpfel und Birnen ja auch einen Vergleich wert. Also bitte, bleiben Sie etwas auf dem Boden und in der Realität.

          • @Lydia L 82: „Sie wollen hier doch nicht ernsthaft diese niedrigen Berufe mit uns Lehrern vergleichen?“ – Diese „niedrigen Berufe“ wurden hisichtlich der Belastung für den Betroffenen („Berufsausübenden“ wäre jetzt natürlich neutraler formuliert…) mit den Lehrkräften verglichen, nicht bezüglich ihrer Qualifikation.

            Und ehrlich gesagt bin ich sehr froh und EXTREM dankbar dafür, dass der Vergleich zwischen den Arbeitsbedingungen von Lehrkräften und Paketboten – immer noch, trotz aller Verschlechterungen bei den Lehrkräften – zweifelsfrei einer zwischen Äpfeln und Birnen ist. GOTTSEIDANK!!

            Vorschlag: Sie könnten einfach mal „Paketboten Arbeitsbedingungen“ googeln. Oder gleich z.B. hier reinschauen:
            https://taz.de/Arbeitsbedingungen-von-PaketbotInnen/!5590801/
            https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/paketboten-reportage-ueber-die-ausbeutung-von-paketzustellern-a-1301473.html

          • Ich frage mich, wo Sie mit Ihrem Übelkeit erregenden Standesdünkel blieben, wenn die „niederen Berufe“ (wie Sie sie nennen) zum Beispiel Ihren Akademiker-Müll nicht mehr abholten, Ihr Akademiker-Auto nicht mehr reparierten oder die Regale für Ihren Akademiker-Einkauf nicht mehr auffüllten? Diese Liste ist beliebig fortzusetzen. Jeder Beruf ist wichtig, damit das System Staat bestehen kann. Schade, dass ich als kleine Grundschullehrerin Ihnen das erklären muss. Tja, Abiturienten auf ihre großartige Akademikerlaufbahn vorzubereiten, ist halt nicht alles.

          • Ich kenne Handwerker die mit Anfang 30 schon, ihr erstes Milliönchen auf dem Konto haben. Und nicht, weil Ihnen Geld zugeflogen ist, sondern weil sie sich im Leben bilden. Eine Schreiner, der ein Genie im Kopfrechnen ist, so schnell, dass er keinen Taschenrechner benutzt (keine Ahnung wie er das macht, aber die Ergebnisse kommen einfach wie aus der Pistole geschossen). In meinem Freundeskreis sind Selbstständige im Baugewerbe, Heiz-und Sanitärarbeiter und Anlagenmechaniker, und keiner davon muss sich des Wissens wegen, vor einem Lehrer verstecken. Während Sie Lehramt auf einer Hochschule studiert haben, haben diese Menschen, sich in Ihrem Beruf und Leben gebildet, und das sehr erfolgreich.
            @besorgter Bürger: Schade, dass Ihr Wissen nicht für ein Handwerker-Beruf gereicht hat, und Sie sich stattdessen durch ein Mathematik-Studium „quälen“ mussten, Ihr Empfinden voller Neid ist und dass ihr Gehalt, nie an dem eines guten Handwerkers kommen wird.

        • @Katinka: „Von der Stundenanzahl kommen nunmal Gymnasiallehrer auf die höchste Wochenstudenzahl“ – Das ist natürlich – laut Studienlage – korrekt, spricht aber m.E. eher für eine spürbare Entlastung gerade derjenigen Gymnasiallehrkräfte, die in der Oberstufe eingesetzt sind, aber nicht für eine Neid-Debatte (die Sie selbstverständlich auch nicht angestoßen haben).

          Meiner Minung nach ist den Grundschullehrkräften A13 aufgrund ihrer Belastungen durchaus zu gönnen, und sollte es wirklich so sein, dass man in einer Grundschulklasse so viel einfacher seine Brötchen verdienen kann als in der gymnasialen Oberstufe (was ich, zumal heutzutage und Inklusion eingeschlossen, nicht so ohne Weiteres annehmen mag), nun, dann würde sich das ja irgendwann herumsprechen und dann müssten Angebot und Nachfrage ja logischerweise dazu führen, dass man ganz viele Grundschullehrkräfte hat und kaum noch Gymnasiallehrer.

          Und dann wird man ja die Grundschullehrkräfte nicht wieder auf A12 zurückstufen, sondern müsste zwangsläufig dann die Gymnasialkräfte höher eingruppieren – also hätten die höchstens etwas zu gewinnen.

        • Das kann ich hier nicht so unkommentiert über mich ergehen lassen. Während meiner 32 Dienstjahre habe ich fast 20 Jahre ausschließlich am Gymnasium unterrichtet, danach mehrere Jahre parallel am Gymnasium und an der Grundschule, als Englisch ab Klasse 3 an den GS in MV Pflichtfach wurde. Inzwischen habe ich mich an die GS versetzen lassen, um nicht mehr auf 2 Hochzeiten mit allen Vorschriften, Regelungen etc. tanzen zu müssen und weil immer noch zu wenige ausgebildete Englischlehrer für die GS da sind. Das bedeutete für mich in erster Linie eine massive Gehaltskürzung, denn für eine Verbeamtung bin ich leider schon zu alt gewesen. Nein, dazu kam auch noch eine Erhöhung meiner Pflichtstundenzahl um 0,5 Stunden auf 27,5 im Vergleich zum Gymnasium(27). Das mag sich nicht nach viel anhören, aber mit all den zeitintensiven Aufgaben eines Grundschullehrers zählt auch diese halbe Stunde. Klar, Klausuren korrigieren kostet wahnsinnig viel Zeit, das habe ich viele Jahre durch, dafür habe ich jetzt jeden Tag dutzende Hefte mit Rechtschreibtraining, Rechentraining etc. nachzuschauen, um sicher zu stellen, dass auch wirklich ein Lernfortschritt erfolgt ist. Ganz nebenbei unterrichte ich statt fast nur Englisch inzwischen Mathe, Deutsch, Sachunterricht, DaZ; Werken und Kunst standen auch schon mal auf meinem Plan. Sagen Sie mir also bitte nicht, ich habe weniger Pflichtstunden und meine Arbeit.ist weniger anstrengend und zeitaufwändig als die eines Gymnasiallehrers. Die gleiche Bezahlung für Lehrer aller Schulstufen war/ist mehr als überfällig oder ist das Lehren von Lesen, Schreiben und Rechnen weniger wert als die „höhere Mathematik“?

    • So ein Quatsch!
      Was sollen die haltlosen Unterstellungen?
      Der Lehrkräftemangel gibt Ihnen die Chance, eine Abordnung an die GS zu absolvieren, damit sie sich die Realität aus der Nähe anschauen können – mit A13.

    • Ihre Aussage zeugt von mangelndem Fachwissen. Grundschullehrer haben ein deutlich höheres Wochendeputat als Gymnasiallehrer, was die in Abiturzeiten höhere Arbeitszeit der Gymnasialkollegen ausgleicht. Ferner studieren in 15 der 16 Bundesländer GS-Lehrer ebenso wie Gym-Kollegen an einer Universität und müssen ein Staatsexamen (bzw. M.Ed.) absolvieren. Selbst an einer PH ist es übrigens nicht mit ein paar Kursen getan, wenn Mathe als Hauptfach gewählt wird. Ein paar Kurse sind nur zu belegen, wenn Mathe Nebenfach ist.
      Einen Schüler zum Abitur zu führen, ist keine schwierigere Aufgabe als den Schriftspracherwerb sicherzustellen – zumal Letzteres didaktisch deutlich komplexer ist. Dass Lehrkräfte die Klassenarbeiten im Unterricht korrigieren, ist vllt bei 1% aller Kollegen der Fall – über alle Schulformen hinweg.

    • Glückwunsch lieber Kollege (?), dass Sie die Bezahlung der Lehrkräfte ausschließlich an der Korrekturzeit der Klassenarbeiten festmachen! Ihr Konzept überzeugt! An den Schularten, an denen es gar keine schriftlichen Leistungsnachweise gibt, sollen die Lehrer dann für umme arbeiten – immerhin müssen diese nichts korrigieren! Ich nehme Sie liebend gerne mal in eine Grundschulklasse mit, dann sehen Sie mal, dass es noch mehr zu tun gibt, als „während des Unterrichts Klassenarbeiten zu korrigieren“ – was „viele Grundschullehrer tun“.

      Warum soll man sich an der Uni durch ein Mathestudium quälen, wenn man an einer PH ein paar Kurse besucht und dann das gleiche Gehalt hat?
      Vollkommen abwegiger Gedanke: Weil einem die Arbeit mit älteren Schülern beziehungsweise Jugendlichen einfach mehr Spaß macht beziehungsweise mehr liegt?! Hier könnte man noch viele andere Gründe einfügen… Man könnte bei Ihnen meinen, dass ich die Wahl des Lehramtes ausschließlich nach dem Geldbeutel ausrichten würde…

    • @Besorgter Bürger
      In BW haben dafür die Grundschullehrkräfte 28 Wochenstunden abzuleisten und die Gymnasialen 24. Gym A13 GHS A12. GS: Also höheres Deputat, weniger Gehalt. Wenn hier auch A13 für GS eingeführt werden würde, glaube ich nicht, dass das Deputat für die GS Kollegen auch verringert werden würde. Also für die Gymnasiallehrkräfte trotzdem mehr Gehalt. Damit wird dann eben das längere Studium für das Gymnasiallehramt abgegolten. Ein ganzes Berufsleben lang.
      Am Gym hat man noch Aufstiegsmöglichkeiten nach A14, an den anderen Schularten nicht (obwohl dafür auch dieselbe Arbeit geleistet wird: Fachvorsitz, Büchereileitung, Sammlungspflege etc.; dafür gibt‘s nicht mal Entlastungsstunden…).
      Ich arbeite nicht an der Grundschule. Aber die Heterogenität der Schülerschaft und dazu die vollen Klassen sind bestimmt sehr anstrengend. Dann noch die Eltern dazu. Da würde ich nicht tauschen wollen…Hinzu kommt, dass mengenmäßig über die Woche vielmehr Korrektur anfällt. Ständig die Überprüfung kleiner kryptischer Texte. Dann: Im Gym können die Kollegen noch „abschulen“. Das ist kaum mehr möglich an der GS und anderen weiterführenden Schulen (RS, HS, WRS); im Gegenteil, hier wird auf Teufel komm raus inkludiert > also mehr Homogenität in der Schülerschaft und dadurch einfacheres Arbeiten für die LuL am Gymnasium.
      Ich denke, alle „Branchen“ haben ihr Paket zu tragen, die einen mit mehr Fachlichkeit und Korrektur, die anderen mit mehr Erziehung, „Sozialarbeit“ und Inklusion. Deshalb finde ich es nicht in Ordnung, wenn wir Lehrkräfte uns gegenseitig beneiden und runtermachen. Vielmehr sollten wir solidarisch sein und uns gemeinsam für bessere Arbeitsverhältnisse einsetzen.

    • Mhh. Also alle GyGe Kollegen bei uns bekommen acht Entlastungsstunden zwischen den Osterferien und den Sommerferien.
      Aber nach Ihrer Logik müsste ja ein Sportkollege, der vielleicht im LK 10 Klausuren hat auch nur die Hälfte an Geld bekommen gegenüber eines z.B. Chemiekollegen, der 20 Klausuren im LK korrigieren muss.

    • In NRW machen alle Lehramtsstudierende einen Bachelor und einen Master mit der gleichen Regelstudienzeit. Oft sitzen sie in den gleichen Seminaren.
      Ich bin seit über 25 Jahren Grundschullehrerin und habe noch NIE eine Klassenarbeit während des Unterrichts korrigiert. Dazu käme ich gar nicht, weil ich in den Stunden so damit beschäftigt bin, die Kinder individuell zu unterstützen.
      Ich finde die Bewertung, dass die eine Schulart für die Lehrer*innen anspruchsvoller als die andere sei, problematisch. Jede Schulart hat ihre spezifischen Herausforderungen! Ich bemitleide Kolleg*innen, die eine Deutsch-LK-Klausur korrigieren müssen. Ich weiß aber auch, dass diese Kolleg*innen mit uns GS-Lehrer*innen nicht tauschen würden, weil sie das Unterrichten und die pädagogischen Notwendigkeiten in der Primarstufe viel anstrengender finden…

      • Exakt so ist es! Jede Schulform hat Vor- und Nachteile. Aber alle sind gleich anspruchsvoll und erfordern eine gute Ausbildung durch Studium und Ref! Daher: A13 FÜR ALLE!

    • Mit Verlaub, Sie haben offensichtlich leider keine Ahnung, was die Grundschullehrer täglich stemmen! Bitte etwas mehr Respekt vor unserer Arbeit und den Leistungen, die wir für die Gesellschaft erbringen! Gerade jetzt, in Zeiten dieser Pandemie halten wir nicht nur unter Einsatzes unserer ganzen Kräfte und unserer Gesundheit die Schule und nebenbei auch noch die Wirtschaft mit am Laufen. Kein Grundschullehrer korrigiert eine Klassenarbeit während des Unterrichts. In welcher Welt leben Sie? Grundschüler brauchen im Unterricht permanente Unterstützung und Hilfe. Wenn ich mal drei Minuten am Srtück am Lehrertisch sitzen kann, ist das viel. Ansonsten ist man im Grundschullehrerberuf den ganzen Tag voll beansprucht und kommt weder zum Sitzen, noch zum Essen oder kann auf die Toilette gehen. Die Kinder brauchen stets eine Beaufsichtigung, da sie noch klein sind. Klassenarbeiten korrigiere ich grundsätzlich zu Hause. Wenn man Kinder mit LRS hat, dauert sowas insgesamt auch entsprechend lange.

    • @ Besorgter Bürger: In Deutschland richtet sich die Besoldung traditionell nach der durchlaufenen Ausbildung und nicht danach, wie schwierig der Job ist. Insofern haben Sie formal Recht.

      Aber die Crux ist: Das PH-Studium war viele Jahrzehnte lang ein ausgesprochen bequemes Studium. Es wurde bevorzugt von Abiturienten, die sich kein Uni-Studium zutrauten, weil die intellektuellen Anforderungen tatsächlich geringer waren. Die PH-Dozenten (später: PH-Professoren) waren darauf eingestellt, in Baden-Württemberg ist das noch heute so. Die neuen Bachelor- bzw. Master-Studiengänge haben daran nur wenig geändert. Noch scheint das alles ein wenig unausgegoren zu sein mit Bachelor/Master. Da wird die große Wissenschaftlichkeit vielleicht gelegentlich nur vorgetäuscht durch eine unnötig komplizierte Terminologie.

      Im Gegensatz dazu ist die Berufspraxis von Grundschullehrern offensichtlich anstrengend und kein Zuckerschlecken. Das wird an der hiesigen Diskussion mehr als deutlich. Die Grundschullehrer sollen (theoretisch) Wunderdinge vollbringen, was zu Frust führen muss, weil das halt nicht geht. Da haben es zumindest Schreibtischbeamte mit Jura-Studium und mit A13/A14 (und höher) leichter. Aber letztlich weiß das wohl jeder auch vorher und kann sich danach richten.
      Kritische Anmerkung am Rande. Wer sich durch ein Mathe-Studium „quälen“ muss, sollte vielleicht sein Fach wechseln. Es wird doch immer harsch kritisiert, dass Schüler sich damit „abquälen“ müssen. Wie kann ein Schulfach nur so in den Ruf von „Qual“ geraten!

  3. Das eigentliche Problem, der Lehrermangel, wird damit nicht gelöst. Ein Blick nach NRW reicht dazu. Dort gibt es seit Jahren quasi nur noch Stellen über einen Umweg über eine Grundschule, Hauptschule oder Realschule an ein Gymnasium. Selbst das ist ein Fiasko für alle Seiten. Es wird kaum angenommen, lieber scheinen die neuen Lehrkräfte in andere Jobs zu gehen, und die betroffenen Schulen müssen mit einer höhen Fluktuation leben. Die Akademisierung ist in diesen Bereichen einfach nicht sinnvoll. Ich glaube jeder Lehrer stimmt mir auch zu, dass die Anpassung A13 für alle im Grunde ein Hohn ist. Die Arbeit ist nicht gleich. Alleine innerhalb einer Schule können die Arbeitsanforderungen weit auseinander gehen. Statt auf den Lohn sollte man sich auf eine Arbeitszeiterfassung konzentrieren. Denn nun wird die Folge sein, dass die Kassen noch leerer sind, als ohnehin schon, und am Ende wird sukzessive das Deputat erhöht oder andere Aufgaben unentgeltlich aufgedrängt. Dann hat man von A13 ganz schnell nichts. Ein Beispiel: ich wechsel nun von der Großstadt in eine Kleinstadt. Ich habe dann im Schnitt 21 statt 29 Schüler, 1-2 statt 4 Bereitschaftsstunden, 1 statt 3 Pausenaufsichten. Das alleine macht in der Woche für mich schon 5 Zeitstunden weniger aus. Gerade in Korrekturzeiten. Die Besoldung bleibt die gleiche… So viel zur Vergleichbarkeit. Die gilt ja nicht mal bei mir selbst.

    • Die Zusatzaufgabe stemmt man schon längst, das hat mit der Besoldung gar nichts zu tun, denn die darf man auch mit A12 oder weniger absolvieren, ohne Sekretärin, ohne Konrektor, ohne zusätzlicher Entlastungsstunden in den Kollegien, ohne Versorgung zur Inklusion.
      Es ist mir unverständlich, warum Lehrkräfte mit A13 sich dagegen aussprechen, das andere Lehrkräfte auch A13 verdienen, bei gleichen Abschlüssen: 10 Semester Master + Ref mit 2. Staatsexamen.

      Dass es zudem eine Erfassung der Arbeitszeit oder eine erheblich bessere Entlastung hinsichtlich der Zusatzaufgaben in allen Schulformen braucht, bleibt unbenommen. Dafür müssen aber GS+SekI-LuL nicht auf A13 verzichten … Lehrkräfte am Gymnasium möchten das auch nicht.

      • Lernen Sie lesen! Ich spreche mich nicht gegen A13 für Grundschullehrer aus. Ich spreche mich für eine der Arbeit entsprechende Bezahlung insgesamt. Was bringt mir A13 wenn ich dafür eine Arbeitsbelastung von 60 Stunden habe und ein anderer Kollege A12 und nur 40 Stunden arbeitet. (das ist nur ein Beispiel, nicht aufregen Palim!) Statt A13 zu fordern, wäre mein Vorschlag viel effizienter. Möchten nur viele nicht verstehen, gerade Grundschullehrer. Lieber A13 und unbezahlte Überstunden, statt ein angemessener Stundenlohn. Da kann man nur den Kopf schütteln.

        Ich maße mir auch nicht an zu fordern, dass Grundschullehrer weniger verdienen sollen. Dort herrscht ein Mangel, also müsste man eher mehr zahlen als am Gymnasium. Nur zeigt sich in NRW, dass eben die Bezahlung nicht ausschlaggebend für viele Neulehrer ist. Dort wird seit 5 Jahren versucht ausgebildete Gymnasiallehrer mit A13 und dem Versprechen zeitnah an ein Gymnasium wechseln zu können an Grundschulen zu locken. Es ist mehrfach gescheitert. Geld ist gerade für viele Lehrer nun mal nicht alles. Insofern würden wir mit A13 zwar die aktuellen Grundschullehrer besser entlohnen, damit aber keine einzige neue Stelle schaffen. Dagegen machen wir damit die Türen für weitere, unbezahlte Mehrarbeit auf. Denn das Geld wächst nicht auf Bäumen und wird dann eben durch höhere Klassengrößen o.ä. angeglichen. Der Finanzhaushalt in NRW hatte das Geld bereits vor Corona nicht. Nun ist die Lage nicht besser geworden.

        • Dass Gymnasiallehrkräfte vor der Rückkehr zu G9 in den Grundschulen aushelfen, haben wir in NDS inzwischen hinter uns. Allerdings wurden im halbjährlichen Wechsel neue Leute geschickt, manchmal noch häufiger. Und es sind die Grundschullehrkräfte, die die anderen Jahr um Jahr einarbeiten und eine Menge außerunterrichtlicher Aufgaben selbst schultern, weil man es den Aushilfen nicht auch noch zumuten möchte oder kann.
          Jetzt sind die Gymnasien versorgt, die anderen Schulformen jedoch nicht.

          In Nds. gab es eine Erhebung der Arbeitszeit, die inzwischen schon 5 Jahre her ist und die deutlich gezeigt hat, dass Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen weit über die übliche Wochenstundenzahl arbeiten. Eine allgmeine Erhebung der Arbeitszeit verweigert das Land aber, weil dann die Überstunden entlohnt oder ausgeglichen werden müssten.
          Aber auch dann ist unverständlich, warum Lehrkräfte mal mit A12 und mal mit A13 entlohnt werden sollten.
          Damit werden zwei unterschiedliche Diskussionen verknüpft, in der einen geht es um eine angemessene Einstufung, in der anderen um eine angemessene Arbeitszeit.

          Wollten Sie, Lorenz, fordern, dass alle Lehrkräfte mit A12 gut entlohnt sind und deshalb auf alles, was darüber ist, verzichten, damit mit den frei werdenden Geldern die bessere personelle Ausstattung an allen Schulformen finanziert werden kann?

          • Sind sie wirklich wiederholt so unfähig meine Zeilen zu lesen. Ich habe ihnen erneut gesagt, dass es gar nicht um A13 geht. Im Gegenteil, ich schrieb sogar, dass bei einem Mangel MEHR gezahlt werden müsste. Also müsste man an Grundschulen einen Anreiz mit einer regelmäßigen Prämie o.ä schaffen. Meine Prognose aus den Erfahrungen aus NRW: selbst dies wird nichts nützen.

            Sie kämpfen im Grunde für sich, was völlig okay ist, aber verschleiern das unter dem Deckmantel des Lehrermangels an Grundschulen. Damit haben sie erstmal nichts zu tun. Bei ihnen würde es lediglich darum gehen, ob A13 eine gerechtere Entlohnung wäre. Da wären wir wieder beim Punkt, dass es da gar kein gerecht gibt. Dazu müsste die Arbeitsbelastung bei allen gleich sein. Deshalb sprach ich mehrfach davon, dass der richtige Weg nicht A13 wäre, sondern einen einheitlichen Stundenlohn für alle Schulformen zu schaffen. Der Stundenlohn kann sich dann auch bei allen an A13 orientieren.

            Ihre Studie sollten sie besser nicht benennen, das spräche dann nämlich wieder für die Gymnasiallehrer *zwinkersmiley*

            Ihr letzter Absatz ist einfach unfassbar. Wie verbittert muss man sein? Oder haben sie verlernt mit Erwachsenen zu diskutieren…

            Das waren auch jetzt meine letzten Worte an die. Mit manchen kann und sollte man nicht diskutieren. Die Frage wäre natürlich auch, warum diese Personen im Schuldienst tätig sind…

          • @Lorenz
            Sie schreiben dagegen, 60 Std. mit A13 zu arbeiten, sehen aber nicht, dass man auch 60 Std mit A12 leistet. Wo ist da eine Verbesserung? Der Lehrkräftemangel an GS mag Sie nicht tendieren, die Grundschullehrkräfte trifft er seit Jahren täglich.

            Tatsächlich war der Unterschied der durchschnittlichen Arbeitszeiten in der Arbeitszeitstudie nicht besonders groß. Statt auf den kleinen Unterschied zu blicken, wäre es besser, gemeinsam für Verbesserungen zu sorgen, da die Lehrkräfte insgesamt eine viel zu hohe Arbeitszeit haben.
            So, wie Sie anderen vorwerfen, sie würden nur für sich selbst kämpfen, kann man Ihnen das auch unterstellen: A13 behalten UND bessere Bedingungen erreichen auf wessen Kosten?

            Den Weg, eine Prämie zu schaffen, geht NDS nun, damit die Philologen ihren Abstand gewahrt sehen. Allerdings sind Prämien nicht gleichbedeutend mit Besoldungsstufe und leicht einzukassieren.

            Die Studie, die als gerichtsfest anerkannt und auch vom Ministerium angenommen wurde, wie auch die Empfehlungen der Arbeitszeitkommission darf man ruhig weiter erwähnen: Dort sind eine Menge Möglichkeiten der Entlastung aufgeführt, die umgesetzt werden könnten, bisher aber auf sich warten lassen.

          • @Palim
            „Sie schreiben dagegen, 60 Std. mit A13 zu arbeiten, sehen aber nicht, dass man auch 60 Std mit A12 leistet.“

            Warum wusste ich nur, dass trotz meines Hinweises, dieser Kommentar kommt… Sie diskutieren wie ein Kleinkind. Niemand möchte ihnen absprechen, dass es Lehrer mit A12 gibt, die 60 Stundenwochen haben. Sie werden es vermutlich nicht glauben, aber genauso gibt es auch Lehrer mit A13, die selten über 40 Stundenwochen arbeiten. Deswegen meine Aussage: sie haben am Ende mit A12 mehr, wenn sie eben auch nur 40 Stunden arbeiten müssen, anstatt A13 und dann 60 Stundenwochen. Deswegen sollte man für eine gerechte Bezahlung in diesem Sinne kämpfen. Ansonsten bringt ihnen persönlich A13 nur etwas, wenn sie im Gegensatz zu ihren Kollegen, durch ihre Position in der Schule davon profitieren. Aktuell ist das so, einzelne profitieren, viele andere brennen aus. Wenn sie behaupten, sie kennen keinen Kollegen, der weniger als 60 Stunden arbeitet ist das gelogen. Die findet man an jeder Schule. Das ist das eigentliche Problem!

            Ich sage auch nicht, dass beides schön wäre. Ist aber unrealistisch, da die Mehrarbeit durch mehr Personal oder Bezahlung abgefangen werden müsste. Das ist nicht finanzierbar. In NRW werden in den kommenden 10 Jahren quasi keine Lehrer mehr an Gymnasien eingestellt. Aktuell gibt es nur noch Vorgriffsstellen für 2026. Diese Lehrer müssen bis dahin dann an Grundschulen, Hauptschulen, etc. Das ist die Realität. Ein Erfolg ist auch das bisher nicht.

            Insofern kann ich ihnen folgendes prognostizieren: mit A13 wird ihr Reallohn sinken, denn es werden Entlastungen gestrichen, unbezahlte Mehrarbeit angeordnet und Klassen vergrößert. In Großstädten ist das bereits heute Realität. Ich habe ihnen aufgerechnet, dass mich das in den letzten Jahren 5 Zeitstunden in der Woche mehr gekostet hat. Deshalb muss es einen besseren Vorschlag geben. Meiner wäre eben bessere Arbeitsbedingungen, dafür aber an Grundschulen und Sek-I-Schulen eine Laufbahn im gehobenen Dienst. Ähnlich zur Polizei, Bundeswehr, Verwaltung, Behörden. Natürlich kann man auch andere Vorschläge machen und Sek-II-Lehrer in den gehobenen Dienst bringen, nur dann wird man die Mangelfächer im MINT-Bereich nicht mehr abdecken können. Ich ahne schon ihre Antwort: das ist nicht wertschätzend genug. Dann machen sie einen besseren Vorschlag. Vielleicht alle Grundschullehrer A13 und der Rest ab A9 aufwärts? Kann funktionieren, ist nur sehr unwahrscheinlich. Ich glaube ehrlich gesagt, dass es gerade an Grundschulen um Arbeitsbedingungen geht. Vielmehr als an Gymnasien. Stellen sie sich Mal vor, es wurde nur 3 Jahre, bezahlte, Ausbildung benötigen, dann gibt es A9, und zusätzlich reduziert man die Klassen um ein Drittel. Mehrarbeit wird immer vergütet. Das wäre definitiv ein Pluspunkt für diese Schulform.

            Am Ende wird es wie folgt kommen: A13 für alle und nach kurzer Zeit geht das Geheule los, dass die Belastungen zu groß werden. Ich gebe sogar noch einen weiteren Tipp ab: viele werden mit A13 dann einfach ihr Deputat senken. Denn ums Geld geht es vielen nicht. So wie ich es ganz am Anfang schon sagte. Sieht man auch an Gymnasien. Die Belastung ist vielen, gerade mit 2 Korrekturfächern, zu groß. Dann arbeitet man nur noch 75 % um auf eine 40 Stundenwoche zu kommen.

        • Lieber A13 und unbezahlte Überstunden, als A12 und unbezahlte Überstunden. Ich glaube, das ist die einizige, realistische Rechnung, die man machen sollte. Machen wir uns nichts vor, lieber Kollege, unbezahlte Mehrarbeit wird es im Lehrerberuf immer geben.

          • Stimmt, aber das sind nur 2 von mehreren Kombinationen. Wäre es denn dann nicht besser dieses Problem anzugehen und dafür zu sorgen, dass niemand von diesem System profitiert oder benachteiligt wird. Denn die beiden genannten Fälle sind aus meiner Sicht beides verlierer. Am Ende macht eine 60 Stundenwoche ein A13 Gehalt nicht erträglicher. Im übrigen auch kein A16. Wenn wir A13 für alle einführen, wird sich in unserem Lehrerleben nichts mehr ändern. Enter verschlechtern. Da Geld fehlt, werden wie bereits erwähnt Klassen vergrößert das Deputat erhöht und dann sehnen sie sich nach ihrem A12 zurück. Nicht umsonst arbeiten viele Lehrer, egal ob A12 oder A13, in Teilzeit.

            Aus ihren Worten liest man Resignation heraus. Sie glauben nicht daran, dass es besser wird und ergreifen dann den letzten Strohhalm irgendwie selbst noch an A13 zu kommen, unabhängig der Folgen. Es ist verständlich, aber auch irgendwie feige, wie viele, auch Gymnasiallehrer, sich dem so unbeteiligt hingeben

          • Die Klassen sind schon groß, die Betreuung der sozial Benachteiligten, die Inklusion, die Integration wird an den GHR-Schulen gestemmt, die gleichzeitig großen Lehrkräftemangel haben UND A12.

            Lassen Sie sich abordnen an eine dieser Schulen, spenden Sie ihr überschüssiges Gehalt dem örtlichen Förderverein der Schule und absolvieren Sie eine 60Std.Woche mit A12, dann sehen Sie, was sich in Ihrem Lehrerleben noch ändern darf.

    • Komischer Vergleich: Also bei uns in der Kleinstadt (25000 Einwohner) gibt es drei Schulen, alle voll ausgelastet. Sind das wieder besserwisserische Behauptungen? Oder gibt es dafür Belege? ( damit meine ich nicht ich kenne einen, der einen kennt….)
      Wenn das Behauptungen sind, würde ich sagen: Beruf verfehlt oder im Studium nix gelernt.

      • Und was machen sie? Etwa keine Behauptungen aufstellen? Sie kennen Schulen auf dem Land, die aus allen Nähten platzen und Klassengrößen von 30 Schüler haben. Und nun? Ich sprach von mir und meiner Arbeitsbelastung. Durch den Wechsel aufs Land habe ich nur dadurch rund 5 Zeitstunden in der Woche weniger Arbeit. Der Lohn bleibt unverändert. Das ist der entscheidende Punkt und warum ich A13 für alle für nicht zielführend halte. Es vereinheitlicht Dinge, die nicht einheitlich sind.

        • Ich nehme das Geld gerne, das bei Ihnen anscheinend zu viel gezahlt wird.
          Wenn Sie damit dann zufriedener sind, ist Ihnen zumindest geholfen.

        • @Lorenz: Sorry, habs tatsächlich so gelesen, als würden Sie gerne aufs Land wechseln wegen den angeblich guten Arbeitsbedingungen.
          Das Sie es tatsächlich machen und demnach von Ihnen schreiben,habe ich da so nicht verstanden.
          Daher Entschuldigen

  4. Ich möchte hier auf keinen Fall als Bremser, Nestbeschmutzer oder Querulant dastehen, aber ich möchte nicht mehr Geld. Ich möchte eine Reduzierung der Vollzeitstundenzahl!

    Ich weiß jetzt nicht, wie hoch in anderen Bundesländern die Lehrerstundenzahl in Vollzeit ist und wie es mit den Stundentafeln der Klassenstufen aussieht, aber zumindest in Bayern ist die Grundschule zunehmend eine Teilzeitfalle:

    Ein Vollzeitlehrer hat dort 28 Wochenstunden zu unterrichten, wegen des Lehrermangels derzeit ab diesem Schuljahr nach Altersgruppen der Lehrer gestaffelt 29 Wochenstunden.

    Einer erste Klasse hat aber pro Woche nur 23 Stunden Unterricht, die 2. Klasse 24, 3. und 4. Klasse 28 und 29 Stunden. Hier kann man schon erkennen, dass das überhaupt nicht funktionieren KANN, wenn alle Lehrer*innen Vollzeit arbeiten würden.

    Weggerechnet werden müssen dann noch pro Klassenstufe zwei bis drei Religionsstunden, die bevorzugt von kirchlichen Fachlehrern erteilt werden müssen, sowie zwei Handarbeits-/Werkstunden, die auch von Fachlehrern unterrichtet werden. Die Förderstunde wurde in den meisten Schulamtsbezirken komplett in Gesamtklassenstärke den Förderlehrern aufgebürdet.

    Allein eine einzügige Mini-Grundschule hat also, da jede Klasse eine*n Klassenlehrer*in benötigt, bei vier Vollzeitkräften einen Stundenüberhang, der einer weiteren Vollzeitkraft entspricht.

    Diese „überflüssigen“ Stunden dürfen aber nicht für AGs o.Ä. verwendet werden, sondern werden anderen, „unterversorgten“, Schulen zugeschlagen.
    Das bedeutet dann, dass Lehrer*innen plötzlich zwei bis drei Schulorte haben und dort „Stunden auffüllen“ müssen. Die Schulart ist dabei plötzlich eher weniger von Bedeutung; man hat dann eben an der 15 km entfernten Haupschule an zwei Nachmittagen eine Doppelstunde Kunst in der 9. Klasse.

    Ständig ist man auf dem Sprung, hat einen Riesenaufwand mit dem Umherfahren, kommt dauernd zu spät, muss mehrere Sprechtage absolvieren, kann bei Unternehmungen der eigenen Klasse nicht dabei sein, weil man an die andere Schule muss, usw.

    Oft fährt man dann spät abends nochmal an die Stammschule, um noch etwas für den nächsten Tag zu hinterlegen, in der Hektik vergessene, aber bis morgen zu korrigierende Hefte zu holen oder weil man am Vormittag schlicht nicht zum Kopieren gekommen ist.

    Diese Belastung verteilt sich auch nicht auf mehrere Schultern – die beiden Schulleiter*innen werden dazu nicht herangezogen, d.h. es ist immer klar, wer die A****-Karte haben wird.
    Der Mehrverdienst steht in keinem Verhältnis zu Aufwand und Belastung, dem Mehr an Fahrtkosten, bzw. der, wie bei einer Kollegin geschehen, dadurch erforderlichen Neuanschaffung eines Zweitwagens.

    Jetzt kann man natürlich sagen: „Dann arbeite halt Teilzeit; mit dem Mehr an Gehalt kannst du dir das ja auch eher leisten!“
    Wäre schön – dürfen wir aber in Zeiten des Lehrermangels nicht.
    Ohne familiäre Gründe (Betreuung kleiner Kinder, Pflegefälle) darf man nicht unter 24 Stunden gehen und selbst die sorgen oft schon für einen 2. Schulort mit Auslagerungsstunden.

    Es wäre schön, wenn auch dieses Problem in den Griff gebracht werden könnte!

    • Es wäre schön, wenn Sie das Bundesland dazu schreiben, in anderen Ländern ist die Versorgung eine andere und Rel und Musik, Kunst, TG, Werken, Sport werden von Lehrkräften erteilt.

      • Lesen: Zeile 6: Bayern.

        Davon abgesehen, dass Fachlehrer auch Lehrkräfte sind, müssen auch in Bayern die Grund- und Hauptschullehrer alles unterrichten.

        Nachdem allerdings die Fachlehrer (offizielle Berufsbezeichnung, zumindest in Bayern nicht zu verwechseln mit den Realschul- und Gymnasiallehrern, die auch nur einzelne Fächer unterrichten) eine geringere Besoldungsstufe mit mehr Unterrichtsdeputat haben, sind diese in den von ihnen unterrichteten Fächern primär einzusetzen. Sparsamkeit, Sie verstehen…

        Falls kirchliche Religionslehrer zur Verfügung stehen, ist das Einsparpotential nochmal größer. Diese müssen bevorzugt eingesetzt werden und erst, wenn es keine mehr gibt, dürfen die Grund- und Hauptschullehrer mit der entsprechenden Unterrichtsbefähigung ran.

        • Diese in BY genannten „Fachlehrkräfte“, die eine andere Ausbildung haben, gibt es in anderen BL gar nicht,
          da muss jeder ein 2. Staatsexamen an der Uni/nach dem Ref ablegen, auch wenn Fächer aus dem musisch-kulturellen Bereich gewählt werden.

          Die Verbreitung des Einsatzes kirchlicher Kräfte für den Religionsunterricht würde mich interessieren. Auch das übernehmen hier regional vor allem GHR-Lehrkräfte/ Gymnasiallehrkräfte.

          • Bevor hier Falschmeldungen aufkommen: Auch in Bayern haben diese Fachlehrer zwei Staatsexamina. Ebenso wie die Förderlehrer (ehem. Bezeichnung: Pädagogische Assistenten, nicht zu verwechseln mit den FörderSCHULlehrern).

          • Nur dass die bayrischen Fachlehrer für ihre „Ausbildung“ keine Allgemeine Hochschulreife vorweisen müssen. Sie können ihre Ausbildung mit der Fachhochschulreife beginnen.
            Der Bildungsabschluss ist mit dem von staatlich geprüften Berufsgruppen, Technikern und Finanzwirten gleichzusetzen, nicht aber mit vergeichbaren Hochschulabschlüssen, egal ob diese von einer PH oder Hochschule oder Uni vergeben worden sind.
            Der Abschluss als Fachlehrer entsprichtt nicht einmal einem Bachelor of Education innerhalb des europäischen Referenzrahmens.

            In NRW z.B. wird die Bezeichung Fachlehrer im regelfall auf die Lehrkräfte bezogen, die keine Klassenlehrkräfte sind.

      • @ Palim: Wie ist denn nun eigentlich der aktuelle Stand in Niedersachsen? Auf der GEW-Homepage heißt es „Verhandlungen laufen“. Aber das tun sie ja nun schon ziemlich lange. Hat sich seither was getan?

        • Ich kann Ihnen die Homepage zitieren, mehr nicht. Woher sollte ich mehr wissen?

          Der Lehrkräftemangel bleibt hoch, auch wenn G9 nun gestemmt ist. Die Ausschreibung der Stellen im Sommer und auch im Februar bilden den Mangel nicht ab.
          Gleichzeitig konnten beide Male selbst diese Stellen nicht besetzt werden, die Runde zum Februar läuft noch, da würden noch bis März Stellen besetzt, wenn es geeignete BewerberInnen gäbe.

          Solange der Bedarf nicht gedeckt ist, wird das Land vermutlich weiterhin darauf verweisen, dass Entlastungen nicht möglich sind.
          Der derzeitige Finanzminister war ohnehin dagegen und hat nun neue Gründe. Der Philologenverband ist in NDS stark und argumentiert dagegen, die GEW ist da vermutlich zu zahm oder kommuniziert schlecht.

      • Ging bis vor etwa zwei Jahren in Bayern mit A12 auch.
        Jetzt eben nicht mehr.
        Stattdessen eine 29. Stunde für lau („Arbeitszeitkonto“ auf fünf Jahre, das nach frühestens acht Jahren, wenn nichts dazwischen kommt, wieder „abgefeiert“ werden kann. Gabs schon mal. Da wurde dann kurz vor Beginn der Abgeltungsphase einfach mal die Gesamtarbeitszeit um eine Stunde erhöht).

    • In Sachsen-Anhalt sowie generell im Osten ist der Grundschullehrerberuf ein Vollzeitberif, der von den meisten, auch jüngeren, Kolleginnen so ausgeübt wird. Hier gibt es deshaln auch einen recht pragmatischen Umgang mit zusätzlichen Eltern-Bespaßungen oder Bastelaufwand. Wenn die Mehrheit des Kollegiums vollzeitberufstätig ist, wird sowas eher abgeblockt und findet nicht in diesem Ausmaß statt. Allerdings können die meisten Grundschullehrerinnen im Osten auch aus finanziellen Gründen meist nicht in Teilzeit arbeiten, da viele Ehepartner nicht so üppig verdienen. Das ist die Realität. Eine Anhebung auf E13/A13 hier in Sachsen-Anhalt würde die soziale Lage vieler erheblich verbessern und ist eine Würdigung und Wertschätzung dieses klassischen Frauenberufs. Die SPD hat das erkannt und ins Wahlprogramm mit aufgenommen.

    • @Bavarianteachy: Was Sie da beschreiben, ist ein erstaunlich perfides System; den Verantwortlichen, die es entwickelt haben, kann man dazu eigentlich nur „gratulieren“ und der Teufel selbst würde sich wohl entspannt und verblüfft zurücklehnen, dass es für ihn in Bayern nichts mehr zu tun gibt…

      Aber mit A13 wäre zumindest eine entsprechende Stundenreduzierung/ Teilzeit finanziell etwas besser zu ertragen.

      • Sie machen mich neugierig!
        In welchem Bundesland unterrichten Sie und was passiert dort, wenn an einer Schule Lehrerstunden „übrig“ sind?
        Was ich inzwischen so gesehen habe, haben die ersten und zweiten Klassen meistens in allen BL weniger Unterricht, als ein Grundschullehrer Arbeitszeit hat. Wo kommen diese Stunden dann hin?
        Bei uns gilt man inzwischen als „unkameradschaftlich“ und „unkollegial“, wenn man seine Teilzeitstunden erhöhen möchte, weil dann klar ist, dass mindestens ein*e Kolleg*in wieder einen zusätzlichen Schulort anfahren muss oder mal wieder an eine andere Schule quer durch den Landkreis versetzt wird.

        • In NDS ist das auch so, dass 1. und 2. Klassen weniger Unterricht haben.

          Hat eine Schule Teilzeitkräfte, gleicht es sich aus, weil diese dann früh die Versorgung des Unterrichts übernehmen, dann eher gehen.
          Hat eine Schule ausschließlich Vollzeitkräfte, stehen in der Statistik ausreichend Stunden, aber die Schule hat große Not, die frühen Stunden zu besetzen, da man pro Klasse eine Lehrkraft benötigt, aber nicht hat.
          Offiziell gibt es Stunden für die Alphabetisierung in DaZ, inoffiziell sind das die ersten Stunden, die gestrichen werden müssen, sobald es zum Mangel kommt.

          Früher soll es eine Regelung gegeben haben, dass eine Schule einen bestimmten Anteil an Überhang behalten darf, dies gibt es nicht mehr. Sobald man Überhang hat, bekommt man die Aufforderung zur Abordnung, weil es an vielen Schulen eine extreme Unterbesetzung gibt. Diese wird dann aufgefangen durch 2 Stunden von hier und 4 Stunden von da, ein großes Flickwerk, das sehr schwierig zu organisieren ist.
          Problematisch bleibt dabei, dass die aufnehmende Schule in der Regel morgens die Stunden bräuchte, die abgebende Schule aber auch.

          • Aber das ist dann doch das selbe „teuflische“ Prinzip, das von @Bavarianteachy auch beschrieben wird: Überhang muss an anderen Schulen abgearbeitet werden, die betreffenden und betroffenen Lehrer haben den Stress und die Umherfahrerei.
            Also doch in anderen Bundesländern dasselbe.

        • @Bavarianteachy: Die weiterführenden Schulen sind i.d.R. größere Systeme und arbeiten nach dem Fachlehrerprinzip, sodass anders als bei Ihnen nicht eine Lehrkraft jeweils einer einzigen Klasse zugeordnet wird. Dadurch ergeben sich flexiblere Einsatzmöglichkeiten für die einzelne Lehrkraft.

          Im Übrigen wirkt sich ein gewisser Überhang (oder ein geringer Mangel) in der Unterrichtsversorgung einer einzelnen weiterführenden Schule, bei einer Gesamtzahl von 60-100 Lehrkräften, nicht extrem auf den Unterricht aus: einzelne Lehrkräfte erteilen dann in dem einem Schuljahr einige Unterrichtsstunden weniger (oder mehr) und im nächsten Schuljahr wird das dann – so Gott, Kultusministerium und Unterrichtsversorgung es zulassen – wieder ausgeglichen.

          Niedersachsen hat allerdings in den zurückliegenden Jahren einen sehr betriebsamen „Verschiebebahnhof“ zwischen den Schulformen aufgebaut, um speziell die Unterrichtsversorgung an den massiv unterversorgten Grundschulen sicherzustellen.
          Das reichte bis zu munteren – und natürlich bei den Betroffenen sehr beliebten „Tauschringen“: von der Oberschule wurde an die Grundschule abgeordnet und die entstehenden Lücken in der Oberschule wurden dann mit Abordnungen aus dem Gymnasium gestopft, zur „großen Freude“ aller Beteiligten:

          https://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/hannover-abordnung-an-grundschulen-in-niedersachsen-gymnasiallehrer-muessen-auch-im-zweiten-halbjahr-einspringen_a_50,0,3226794495.html

          https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/niedersachsen-abgeordnete-lehrer-als-lueckenfueller-a-1299742.html

          Besonders die aufnehmenden Grudschulen hatten mit den Kolleginnen und den Kollegen aus den Gymnasien durchaus zu kämpfen (man lese zwischen den Zeilen des Beitrags):
          https://www.gew-nds.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/abordnungen-von-gymnasial-und-gesamtschullehrkraeften-an-die-grundschule/

          • In NDS wird das Klassenlehrerprinzip in den Grundschulen immer weiter ausgehöhlt, seit etlichen Jahren müssen in Kl. 3+4 Hauptfächer abgegeben werden.
            Angesichts des ständigen Wechsels durch Abordnungen und hinsichtlich der Inklusion ist das eher ungünstig, da darüber noch weiterer Wechsel erfolgen muss und die Planungen durch weitere Bedingungen erschwert werden.
            Man hat also immer eine eigene Klasse, manchmal 2 als Leitung, und immer auch weitere Hauptfächer in anderen Klassen.

            Die im GEW-Artikel angesprochene Vertretungsreserve über Pädagogische MitarbeiterInnen sieht übrigens vor, dass Lehrkräfte den Unterricht planen und ausgearbeitet hinlegen, sodass die PM die Betreuung einer der Klassen übernehmen, die Lehrkraft aber alles plant. Auch das sieht und zählt niemand.

            Das Schwierige an den Abordnung ist zum einen, dass bei einem Ringtausch, z.B. Gym an SekI-Schule, SekI-Schule an Grundschule 3 Schulen betroffen sind, während Gym an Grundschule nur 2 Schulen betrifft.

            Zum anderen sind die Abordnungen für 1/2 oder 1 Jahr fix. Ändert sich etwas, dürfen die Abordnungen nicht an eine andere Schule umgeleitet werden, sondern es müssen weitere Personen aus dem Stamm an die nächste Schule geschickt werden. Das steht der Bemühung entgegen, die Klassenleitungen und Hauptfächer beständig zu halten und – wenn irgend möglich – eher den Stammlehrkräften zu geben.

            Wir hatten in den letzten 10 Jahren viele unterschiedliche Abordnungen und Vertretungen in der Schule. Immer braucht es Zusammenarbeit, Beratung, Absprachen.
            Die Gymnasiallehrkräfte, die zu uns abgeordnet waren, waren motiviert und haben uns vielfältig geholfen. Wir hätten sie auch gerne behalten 🙂 .

            Hat man andere Vertretungen (z.T. ohne Ref), muss man ggf. das Fach selbst erklären oder Hilfen zur Unterrichtsführung geben.
            Ist man auf die schuleigenen Pädagogischen MitarbeiterInnen angewiesen, kennt man sich seit Jahren, sodass kurzfristige Absprachen leicht sind.
            Für längeren Ausfall muss aber der Unterricht geplant und ausgearbeitet werden, das ist über lange Strecken nicht zusätzlich zu leisten.

  5. Und PflegerInnen ackern genauso hart wie ÄrztInnen … oder härter. Als alleiniges Kriterium der Bezahlung allerdings etwas mager.
    Ich finde es nicht grundsätzlich falsch, aber wenn die strunzdumme Klassenlehrerin des Kindes didaktisch hanebüchene, vor Fehler strotzende, rassistische und sexistische Hefte verteilt, die sie aus dem Internet hat – dann stimmen die deutschen Anforderungen für GrundschullehrerInnen nicht. Mit den schwedischen zum Beispiel überhaupt nicht zu vergleichen. Gerade weil es in dem Alter auch wesentlich um Wertevermittlung geht.

    • Der Vergleich mit Ärzten und Pflegern ist ja auch ein ganz anderer, nämlich Ausbildung vs. Studium. Die Verantwortung eines Arztes ist ebenso höher.
      Lehrkräfte tragen jedoch gleich viel Verantwortung und die Ausbildung ist gleich anspruchsvoll (Staatsexamen o. vglb. und Ref). Die deutschen Anforderungen für GS-Lehrkräfte sind übrigens um ein Vielfaches höher als in den meisten anderen Ländern. Wie man als Nicht-Grundschullehrer die didaktische Qualität eines Arbeitsmaterials beurteilen will, ist mir schleierhaft.

      • Also, mein fachlicher Hintergrund dürfte wohl aus meinem Kommentar kaum hervorgehen. Ich kann das sehr wohl beurteilen und nur jemand, der wenig und eher oberflächlich mit akademischer Bildung zu tun hat, würde einzelne Fachbereiche (hier also Pädagogik versus Grundschulpädagogik) als so losgelöst voneinander verstehen, dass er/sie nur fachintern eine Beurteilung für möglich hält – aber ich vermute eher eine billige Rhetorik, um Kompetenzen abzusprechen und die eigenen aufzuwerten.
        Ich habe in langen Jahren an der Universität zahlreiche angehende GrundschullehrerInnen erlebt und darunter waren viele, die sich akademisch – zu recht – schlichtweg nicht mehr zugetraut haben. Das muss aber nicht so sein. Intelligente, gebildete, psychologisch gut geschulte und geprüfte (!) LehrerInnen mit einem demokratischen Wertekosmos sind gerade an der Grundschule wichtig. Ich sehe überhaupt nicht, warum die akademisch fitteren vor allem die älteren Schüler unterrichten sollen. Die Wertschätzung für Bildung können nicht diejenigen vermitteln, die Angst vor höherer Bildung haben und deshalb „lieber an der Grundschule unterrichten“. Ich würde allerdings eine höhere emotionale Intelligenz erwarten – wie ich dies auch bei angehenden Psychologen erwarten würde.

        • Es ist dennoch nicht einfach, als Nicht-GS-Lehrer das jeweilige Material zu beurteilen. Ihrem letzten Absatz stimme ich jedoch voll und ganz zu. Lehrer jeglicher Schularten sollten auch höherer Bildung offen gegenüberstehen.

        • „Intelligente, gebildete, psychologisch gut geschulte und geprüfte (!) LehrerInnen mit einem demokratischen Wertekosmos sind gerade an der Grundschule wichtig.“

          Sehe ich auch so und so sehe ich auch viele Lehrkräfte.
          Wer sich mehr nicht zutraut, schafft den NC nicht oder das Studium nicht oder das Ref nicht oder die Prüfungszeit nicht. Prüfungen gibt es nun wirklich einige auf dem Weg ins Lehramt.
          Tatsächlich gibt es durchaus auch Lehrkräfte, die irgendwann aufgeben,
          es gibt sehr viele, die angesichts unendlicher außerunterrichtlicher Aufgaben und daraus resultierendem permanentem Zeitmangel Aufgaben streichen oder weniger gründlich erledigen, in der Hoffnung, nach einer 50Std.Woche ein Ende zu finden, um Abstand und Erholung zu haben.

          Und angesichts des Lehrkräftemangels gibt es durchaus Schulen, in denen 50% des Personals keine ausgebildeten (Grund-)Schullehrkräfte sind, für GS weiß ich das sicher.
          Hat man nicht genug Lehrkräfte im Stamm übernehmen Abordnungen aus anderen Schulformen einen Teil des Unterrichts, aber auch Vertretungslehrer mit Bachelor oder Vertretungskräfte mit noch geringerer Qualifikation. Schulen stehen in der Zwickmühle: Der Etat wird pro Kopf zugewiesen, je geringer die Vertretungskraft qualifiziert ist, desto mehr Stunden können generiert werden. Reichen die Stunden nicht aus, kann Geld nachgefordert werden, der Etat selbst wird aber auch nach Jahren nicht an die Situation vor Ort angepasst.

          Außerunterrichtliche Aufgaben wie Fachleitungen, Gutachten, Wettbewerbe, Digitalisierung uvm. bleiben in der Regel Aufgabe des Stammpersonals, sodass hier die Zeit noch knapper wird.

          Wenn Ihnen ein verteiltes Heft unangemessen erscheint, sollten Sie dies zurückmelden oder das Gespräch suchen, wie es dazu gekommen ist. Deshalb die Lehrkraft als „strunzdumm“ und unfähig darzustellen, halte ich für überzogen und finde es unangemessen, vom einzelnen Verhalten einer Person auf den gesamten Berufsstand zu schließen.

          Wenn Sie das verteilte Heft so maßlos finden, könnten Sie die herausgebende Institution anschreiben oder ansprechen. Das habe ich auch schon gemacht, denn selbst renommierte Institutionen verbreiten manchmal Mist.

  6. Und wir angestellten LehrerInnen in Sachsen-Anhalt stecken immer noch in E11 fest. Der Kultusminister Tullner verspricht nun, dass die Schulplattform Moodle nach dem Systemabsturz seit 16.12.2020 ab Montag,11.01.2021 wieder verfügbar ist. Im MDR konnte man seine Entschuldigung für den „Fehler“ nachlesen, Hauptsache sein Geld stimmt.

    • Vollkommene Zustimmung. Sachsen-Anhalt ist nunmehr das Schlusslicht aller ostdeutschen Bundesländer, was die gerechte Bezahlung der Grundschullehrer/innen betrifft. Man muss aber auch sagen, dass die GEW in Thüringen viel kämpferischer und zielgerichteter agiert, als dies in Sachsen-Anhalt der Fall ist. Kajta Pähle von der SPD hat das Problem der ungerechten Bezahlung allerdings schon klar benannt. Im Wahlprogramm wird dies entsprechend erwähnt.

    • Das ist gar kein Problem. Ich komme aus Sachsen dort wird nicht verbeamtet. Ich war 3 Jahre in Baden-Württemberg, dort wurde ich dann Beamte. Danach bekam ich dann aber Heimweh und wurde depressiv, dass ich dauerhaft dienstunfähig wurde. Nach einem halben Jahr bekam ich dann die Möglichkeit wieder in die Heimat zu wechseln. Es gefiel mir in BaWü gar nicht, ich komme mit dem Menschenschlag nicht zurecht. Nur Beamter kann jeder Lehrer werden, er muss nur wollen und auch Leistung erbringen.

      • @Lydia L 82: „Nur Beamter kann jeder Lehrer werden“ – Falschaussage: Es gibt neben der Ausbildung definitiv Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen – z.B. werden in aller Regel nur deutsche Staatsbürger verbeamtet, gesundheitliche Einschränkungen können eine Verbeamtung verhindern, und eine Altersgrenze existiert übrigens in aller Regel auch.

        • Das Argument Alter könnte man gelten lassen. Nur wann entscheiden Sie sich für die Lehrerlaufbahn? Doch nicht erst mit 39. Es geht hier nicht um quereinsteigende Hilfslehrer, die plötzlich meinen etwas besseres sein zu wollen. Die gesundheitlichen Einschränkungen haben an Bedeutung verloren, das beisst sich mit dem Grundgesetz. Und schlechte Augen lässt man lasern ( bei mir) und bei Übergewicht nimmt man einfach ab, das ist sowieso ein schlechtes Vorbild den Kindern gegenüber, wenn man sich schlecht ernährt und sich zu wenig bewegt.

      • Kann ich gut verstehen!
        Ich bin mit dem Menschenschlag in Sachsen auch überhaupt nicht klargekommen.
        Für mich gabs aber keine Return-Option, ich habe den Beruf geschmissen.
        Und wenn ich das hier alles so lese bin ich froh drum!

        • @Ex Schulknecht Ein Kommentar außer der REIHE
          Mich würde interessieren, wo du ursprünglich herkommstbzw wo du dich wohlfühlst und was an der Mentalität in Sachsen nicht gepasst hat. Frage, da ich vorhabe nach Sachsen oder Thüringen zu gehen, aber genau wegen der Mentalität nicht sicher bin- habe lange in Frankreich gelebt und im Rheinland. Danke vorab für eine offene Antwort.

      • In Sachsen wird wieder verbeamtet und führten damit gleichzeitig die A13 für alle Schualarten ein. Ich denke es war Januar 2019. Dieser Aufschrei hier ist wieder nur neues Entfachen eines Feuers, was teilen soll.

      • @Lydia_L_82
        In MV kann man bis zu einem Alter von 40 Jahren verbeamtet werden. Als die Verbeamtung vor wenigen Jahren überhaupt hier eingeführt wurde, waren die meisten Lehrer in unserem Bundesland aber schon jenseits dieser Altersbeschränkung. Soviel zu der Aussage, dass man sich ja nicht erst mit 39 entscheidet, Lehrer zu werden. Ganz nebenbei, der Altersdurchschnitt an meiner Schule liegt bei knapp 55. Jetzt dürfen Sie mal raten, wie viele verbeamtete Lehrer es bei uns gibt!

  7. Seit MV A13 für GS-LehrerInnen eingeführt hat, finden wir in SH kaum noch ausgebildete KollegInnen.
    An unserer GS fehlen 41 Lehrerstunden, weitere 44 werden von Praktikanten und Quereinsteiger ohne Ausbildung erteilt. Deshalb müssen einige Kuk das Deputat für 2 Klassen übernehmen, dafür gibt es genau 1 Ausgleichsstunde.
    Und die Unterrichtsvorbereitung sowie Korrekturen für das fachfremde Personal muss von den anderen ohne Ausgleich übernommen werden.
    Andere müssen 2 Fachleitungen übernehmen, natürlich auch ohne Ausgleich.
    Mal sehen, wie lange das noch gutgeht….

    • @In Sorge: „Mal sehen, wie lange das noch gutgeht….“ – Nicht sehr lange. Vor allem, wenn immer mehr Kolleginnen und Kollegen Überlastungsanzeigen stellen, ihre Arbeitszeit sorgfältig dokumentieren und mit Unterstützung eines geeigneten Lehrerverbandes vor Gericht ziehen.

    • „Seit MV A13 für GS-LehrerInnen eingeführt hat, finden wir in SH kaum noch ausgebildete KollegInnen.“

      Eigentlich ist das doch eine richtig gute Nachricht: der Markt reguliert sich selber.
      Ich finde es gut, dass die Menschen sich nicht ausbeuten lassen und stattdessen mit den Füssen abstimmen.

  8. Also nach dem ersten Lockdown, wo meine (eigenen) Grundschul-Kinder mit Arbeitsblättern bombardiert wurden, die wir Eltern dann täglich nachkontrollieren mussten (O-Ton der Grundschullehrerin: Das schaff ich nicht auch noch.), während mein Mann weiter Vollzeit arbeitete und ich (eigentlich Teilzeit) Distanzunterricht (mehrere Klassen am Gymnasium) machte und täglich Hausaufgaben und Aufsätze zur Korrektur geschickt bekam und im Mai dann auch noch Abitur korrigierte (während wir Eltern immer noch die Mathe-/Deutschblätter meiner Kinder nachkontrollierten), ist mir mal bewusst geworden welche Unterschiede es gibt bei Arbeitsbelastung. Wenn diese Lehrerin die gleiche Bezahlung fordert wie am Gymnasium, dann ist das einfach nur unverhältnismäßig. Ja, sie hat 27 o. 28 Wochenstunden und damit 4 bzw. 5 mehr als am Gymnasium, aber davon sind auch einige Stunden pro Woche Freiarbeit, wo die Kinder lesen, spielen usw., wo sie vorn am Schreibtisch sitzt und Material ausschneidet oder sortiert (also Unterrichtsvorbereitung) und sie hat wesentlich weniger Korrekturaufwand, den sie auch noch an die Eltern abschiebt (das ist auch sonst bei den Hausaufgaben so, wenn Präsenzunterricht ist)!

    Ich gönne den Grundschullehrern eine bessere Bezahlung bzw. eine Aufwertung ihres Berufes einerseits (allerdings eher in Form von Stundenkürzung oder Entlastung bei administrativen Aufgaben.), aber das gleiche wie Gymnasiallehrer zu verdienen, finde ich völlig unangemessen.

    Dass Beamte und Angestellte nach wie vor so unterschiedlich verdienen für den gleichen Job ist ein anderes Thema. Das finde ich auch absolut nicht in Ordnung und das sollte sich ändern.

    • @Katinka: Ich habe in über 20 Dienstjahren noch nie Zeit gehabt, im Unterricht vorne zu sitzen und etwas auszuschneiden, geschweige denn Klassenarbeiten zu kontrollieren. Wenn im Unterricht mal etwas Zeit bleibt, wird diese genutzt, um den leistungsschwächeren Kindern Hilfestellung zu geben. Zur normalen Vorbereitung, Telefonaten mit Eltern, etc. sitzt man irgendwann zu Hause, um stundenlang Differenzierungsmaterial zu erstellen, zu laminieren und auszuschneiden. Auch kenne ich keine Schule – außer Montessori-Schulen, an denen mehrere Stunden Freiarbeit in der Woche stattfinden. Wir haben während des Lockdowns im Frühjahr alle Wochenpläne der Kinder kontrolliert. Es ist somit etwas einfach gedacht, wenn Sie Ihre Erfahrungen pauschal auf alle Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer übertragen.

    • Haben Sie der Kollegin zurückgemeldet, dass es nicht in Ordnung ist, wenn Sie ihre Arbeit tun müssen? Oder haben Sie es mal an die Schulleitung weitergegeben, wie die Korrekturpraxis in der Klasse Ihrer Kinder aussah? Ich denke, da wäre ein Dienstgespräch fällig.
      Es erstaunt mich, dass Sie als Insiderin nicht interveniert haben, sondern das haben mit sich machen lassen.
      Es gibt sone und solche. Tut mir leid, dass Sie an sone geraten sind. Leider gibt es in jeder Schulart Kolleg*innen, die zu wenig tun. Damit bringen sie auch die engagierten in Misskredit.

    • Meine Tochter ist im Abi-Jahrgang. Der Distanz-Unterricht in Mathe sieht so aus, dass Aufgaben gestellt werden, die den meisten SuS zu schwer sind. Nachfragen werden höhnisch abgeschmettet. Die Lehrerin unterscheidet hier auch nicht zwischen Abdecker und Prüfungsfach (Sie kann ja, nach eigener Aussage, nicht wissen, wen sie da warum unterrichtet). Es würde mir völlig fern liegen, von dieser einen schlechten Lehrerin auf eine ganze Berufsgruppe zu schliessen. Eine gute Freiarbeitsstunde an einer GS ist sehr vorbereitungs- und arbeitsintensiv. Differenzierte Materialien müssen vorbereitet und ggf. noch einmal individuell vermittelt werden. Es geht hierbei nicht um Spielen, sondern um Erlernen selbstständigen Arbeitens. Diese Kompetenz, die am Gymnasium ganz selbstverständlich erwartet wird, ist nicht angeboren. Wir bringen den Kindern dies an der Grundschule bei.

    • Leider sind Sie an einen Lehrer gekommen, der sich sehr optimiert hat.
      Ich empfehle Ihnen mit Ihrer Verallgemeinerung sich in ein Bundesland versetzen zu lassen, die schon A13 bezahlen und dort eine Stelle als Grundschullehrerin anzutreten. Dann werden Sie am Schreibtisch beim Ausschneiden und nebenbei A13 verdienen.
      Ich kann dies nicht behaupten. Bei mir im Bundesland wurden viele ausgebildete Lehrer der SekII-Stufe eine Weile in die Grundschule abgeordnet oder arbeiten in dieser Schulform, da die Nachfrage an der SekII geringer war als der Bedarf. Die bis zum Ende durchgehalten hatten, sagten: “ Sie hätten jetzt großen Respekt und sind froh wieder zu den „Großen“ gehen zu können. Manche hielten dem Stress nicht stand und wurden für eine lange Zeit krank. Ich bin wahrscheinlich an einer anderen Primarschule. Bitte daran denken, dass Sie Klassenlehrer werden ohne Abminderung!

      • Ich wusste gar nicht, dass es am Gymnasium auch noch Stunden für Klassenlehrer/innen gibt. An der Grundschule sind alle Klassenlehrer/in ohne Entlastungsstunde, auch Teilzeitkräfte. Man denke dabei nur an die Kommentarzeugnisse, die in den ersten Jahrgängen geschrieben werden müssen.

      • „Manche hielten dem Stress nicht stand und wurden für eine lange Zeit krank. Ich bin wahrscheinlich an einer anderen Primarschule. Bitte daran denken, dass Sie Klassenlehrer werden ohne Abminderung!“ Das ist auch meine Erfahrung mit abgeordneten Kolleg/innen vom Gymnasium. Ich hatte seinerzeit eine solche Kollegin, die sich dann ständig krankgemeldet hat. Das Grundschulkollegium musste dann wieder alles alleine stemmen. Die Bildungspolitiker der Bundesländer, die eine Angleichung zu A13 vollziehen, verhalten sich klug und weitsichtig. Jetzt zu knausern und im Grundschulbereich den Lehrermangel noch mehr zu vergrößern, ist, mit Verlaub, das Gegenteil von klug. Quer- und Seiteneinsteiger sind bei der Alphabetisierung keine Lösung! Kein Elternteil möchte, dass das Kind von ungelernten Lesen und Schreiben lernt. Das kann auch böse schiefgehen. Gerade jetzt, wo alle immer von „Bildungsgerechtigkeit reden“, sollte man in den Grundschulen anfangen, dort für ausreichend ausgebildetes Personal sorgen und den Job besser bezahlen. Ansonsten, ganz ehrlich, will das bald keiner mehr machen. Schon gar nicht für ein vergleichsweise schlechtes Akademikergehalt.

    • @Katinka
      Was bitte sind Freiarbeitsstunden, in denen die Kinder spielen, malen etc. und die Grundschullehrer am Schreibtisch sitzen und sozusagen Erholung oder was auch immer haben???

  9. Die Einstufung nach A13/E13 muss auch die Ausbildungszeiten berücksichtigten.
    Wer z. B. Berufsschullehrer ist/wird, der hat nicht selten folgende Ausbildungen durchlaufen:
    3jährige Berufsausbildung zum Facharbeiter
    1jährige Fachhochschulreife
    3-4 Jahre Fachhochschule zum Dipl.-Ing. (FH) bzw. Bachelor
    3-4 Jahre an der Uni Lehramtsstudium mit beruflicher Fachrichtung
    2 Jahre Referendariat

    Das macht in der Summe drei anerkannte Berufe bei einer Ausbildungszeit von 10-12 Jahren.

    Hier Grundschullehrern die gleiche Einstufung zu geben ist ungerecht.

    • Der Argumentation zufolge dürften Sek2 Lehrer auch kein A13 verdienen! Warum unterscheiden Sie trotzdem zwischen Grundschullehrer und denen???

      • Nein. Natürlich nicht. Eigentlich müssten Berufsschullehrer mit solchen Qualifikationen – an den Berufsschulen werden sie als „Goldstaub“ gehandelt, mit A14 anfangen. Gemeint sind hier nicht die sog. Seiteneinsteiger, die ihr 2. Fach geschenkt bekommen.
        Mittlerweile kann man den Berufsschullehrer auch schneller studieren, ohne Ausbildung. Leider merkt man das diesen Kollegen auch an, so dass schon mal fachliche Nachhilfe nötig ist …
        Tröstlich ist, dass Berufsschullehrer mit der Qualifikation von drei Berufen sich in Bewerbungen um Funktionsstellen oft durchsetzen können und relativ schnell A14/A15 werden.

    • Was ist das denn für eine Argumentation?
      Was ist denn mit den Berufsschullehrern, dir“nur“ den Beruf Lehrer gelernt haben?
      Das wären aktuell 6 1/2 Jahre.
      Was ist mit den Grundschullehrern, die vorher eine Ausbildung gemacht haben?
      Das wären dann 8-9 Jahre?

      • Und was ist mit den vielen Seiteneinsteigern mit Diplom (TH/TU) oder Naturwissenschaftlern, die tlw. promoviert wirden sind, und als Lehrkräfte an Schulen der Sekundarstufe I unterrichten und aus diesem Grund in A12 oder E11 eingestuft sind?

    • Nur dass es der Abschluss Dipl.-Ing. (FH) als Folge des Bologna-Prozesses nicht mehr vergeben wird. Alle Technischen Hochulen und Universitäten vergeben in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen dem Bachelor und den Master of Engeneering als akademische Grade.

    • Was für irrelevante Abschlüsse man als Lehrer sonst noch hat, ist ja wohl kein Maßstab. Alle, die das Lehramtsstudium und Ref absolviert haben, verdienen daher natürlich gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

      • Berufsausbildung und Ingenieur als „irrelevante Abschlüsse“ an einer Berufsschule zu bezeichnen, ist schon ziemlich schräg. Auszubildende und Ausbildungsfirmen zeigen den Theoretikern unter den Berufsschullehrern sehr schnell ihre Inkompetenz auf. Leider erlebe ich das täglich.

        • Auf dem Papier sind sie nun mal irrelevant. Eine Ausbildung als Chorleiter oder Sportübungsleiter ist an der GS genauso hilfreich für den Unterricht, wird aber offiziell nicht vorausgesetzt. Daher kann das kein Argument für eine höhere Besoldung sein. Dennoch habe ich sehr viel Respekt vor Berufsschulkollegen – vergl. mit den allgemeinbildenden Schulen ja doch eine ganz andere Welt, mit ganz anderen Vor – und Nachteilen.

  10. Was auf einmal möglich wird wenn es schon zu spät ist! Aber wieder wird gespart, denn wir haben noch weitere Schulformen die billigst abgespeist werden! Es wird Jahre brauchen um die Mißstände im Grundschulbereich zu verringern. Die Folgen in der anschließenden Sekundarstufe scheinen sich von alleine zu beheben…mit größtenteils katastrophalen Bedingungen für erfolgreiche Integration und Inklusion und die Folgen für Ausbildung und Gesellschaft? NRW ist bei diesem Dilemma in der Pole Position. Von einer Verbeamtung spricht schon niemand mehr und Schulen in Brennpunkten werden nicht entsprechend unterstützt! Ich sehe hier keine positive Entwicklung – vielen Dank liebe Kultus- und BildungsministerIN…

  11. Nicht die einen gegen die anderen ausspielen!

    Keinem Gymnasial-Lehrer wird etwas weggenommen. Der Versuch, die einen gegen die anderen auszuspielen bringt doch gar nichts! Selbst innerhalb einer Schulart sind die Unterschiede im Arbeitspensum doch schon gravierend! Das hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt:
    Hauptfachlehrer mit Deutsch und Englisch sind oft auch Klassenlehrer. Wie für diese Kolleg*innen die letzten Monate aussahen, kann sich ja wohl jeder vorstellen.
    Im Gegensatz dazu denke ich an meinen Geo/Sport-Kollegen: Kein Klassenlehrer, kein Sportunterricht, kaum Geo-Unterricht. Unfair? Ja klar! ABER: Werder er noch ich noch sonst irgendjemand kann was dafür.
    Was jetzt die Besoldung unsere GS-Kolleg*innen angeht: Seit wann kann man in sozialen Berufen die tatsächliche Arbeitszeit überhaupt berechnen oder gar die Belastungen miteinbeziehen? Mich stört es gar nicht, wenn die GS-Lehrer höher eingestuft werden. Ich gönne das jedem von Herzen.
    Dass die Arbeitsbelastung auch an den Gymnasien seit Jahren stetig zunimmt, dass die Aufgabenverteilung auch innerhalb der Kollegien immer stärker ins Ungleichgewicht gerät und dass die Digitalisierung uns an den Rand des Wahnsinns treibt usw. hat mal gar nichts mit der Besoldung der Grundschulkollegen zu tun.
    Lasst die Politik bloß keinen Keil zwischen uns treiben! Das schadet nur uns selbst!!!

    • Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Philologenverband mit seiner spalterischen Einstellung da fleißig an der Separation der Gym-Lehrer mitarbeitet.

      • Ja, ich kann deinen Einwand schon nachvollziehen. Der PhV definiert sich mitunter zu sehr in der Abgrenzung zur GEW und damit natürlich auch in der Abgrenzung zu den Grundschulen.
        Es ist aber nicht so, dass der PhV in allen seinen Bestrebungen und Äußerungen auch die Meinung der breiten Gymnasiallehrerschaft widerspiegelt! Kein Gymnasiallehrer, den ich kenne, zweifelt ernsthaft die Leistung und Bedeutung der Grundschulen an!

        • @J. Schuhmacher: „Kein Gymnasiallehrer, den ich kenne, zweifelt ernsthaft die Leistung und Bedeutung der Grundschulen an!“ – Volle Zustimmung. Die Positionen des Philologenverbandes 1:1 mit denen der Gymnasiallehrkräfte gleichzusetzen wäre m.E. kurzsichtig.

          Vermutlich ist es in vielen Fällen eher so, dass die GEW als Interessenvertretung für Gymnasiallehrkräfte nicht sonderlich attraktiv und überzeugend daherkommt, und wenn man als Gymnasiallehrkraft seine Interessen dann überhaupt vertreten haben möchte, gibt es nur eine ernstzunehmende Alternative – den Philologenverband. Das ist dann unter Umständen eine Kopfentscheidung – man muss den Verein nicht mal mögen.

          Die Dominanz des Philologenverbandes im Gymnasialbereich bekräftigt und verstärkt bei den Lehrkräften anderer Schulformen logischerweise ein bestimmtes Bild der Gymnasialkolleginnen und -kollegen, wenn – undifferenziert, aber natürlich nachvollziehbarerweise – die Positionen des Verbandes mit denen seiner einzelnen Mitglieder gleichgesetzt werden.

      • Das „spslten“ könnte vielleicht daran liegen, dass dann eben Aufstiegsstellen ei gespart werden oder eben woanders mehr gearbeitet werden muss. Vielleicht liegt das auch daran, dass der Philologenverband als echter Interessensverband eben aufpasst, dass die vertretene Gruppierung nicht schlechter gestellt wird? Darauf haben die Sozen aus der GEW nämlich selten ein Auge.

        Aber Hauptsache auf eine Vertretung Schinpfen und nicht auf die Verursacher, die Politiker. Schön wie ihr Spiel bei dir klappt.

        • Um Interessen zu vertreten, muss man nicht auf andere Lehrer einhacken. Es gibt zum Glück aber auch Gymnasialkollegen, die in VBE oder GEW (je nach eigener Überzeugung) sind, die zwar unterschiedliche Vorstellung vertreten, aber ohne über andere Schulformen zu schimpfen.

          • Naja, die GEW ist schon sehr kritisch den Gymnasien gegenüber und vertritt v.a. die Idee der Gemeinschaftsschule, ein Konzept, das bei den Gymnasien kaum anklang findet…

    • Danke für diesen Beitrag. Sie sprechen da auch ein wichtiges Thema an: Grund- und Hauptschulehrer haben einen sozialen Beruf. Für mich war dies damals tatsächlich auch der Grund, Hauptschullehrerin zu werden, und nicht Gymnasiallehrerin. Ich habe mir damals noch keine Gedanken darüber gemacht, dass soziale Berufe konsequent unterbezahlt sind.

      • Du, Lanayah, erkennst die Tatsache, dass sich Schüler auch am Gymnasium lange geändert haben und do gut wie jedes Lehramt inzwischen den sozialen Aspekt stark im Fokus hat. Das mag nicht überall gelten, in den größeren Städten ist das aber deutlich zu spüren. Kultusminister sprechen dann gerne von „heterogenität“.

        • Deshalb muss man ja nicht fordern, dass Gymnasiallehrkräfte in ihrem neuerlich sozialeren Beruf A12 verdienen und sämtliche Entlastungsstunden abgeben, damit sich die Entlohnung den schlechter gestellten sozialen Berufen angleicht.

  12. Hier werden Bananen mit Birnen verglichen. Ich bin seit 41 Jahren Grundschullehrer, habe immer voll durchgearbeitet und manche von euch gönnen uns nicht die korrekte Bezahlung. Was bildet ihr Gymnasiallehrer euch eigentlich ein? Meine Kinder waren beide im Gymnasium, haben Abitur gemacht U N D haben euch kennengelernt. Sicher sind die meisten von euch fleißig, a b e r es gab Lehrer, die haben lieber Activity im Unterricht gespielt, weil die Jungs es so wollten. Oder der Mathelehrer fragte in guter Regelmäßigkeit nach, wo denn das letzte Mal im Unterricht gearbeitet wurde. Die Chemielehrerin brauchte eine Ewigkeit, um ihre Versuche aufzubauen, zu erklären und auszuwerten, sodass sich die Schüler derweil anderweitig beschäftigten. Sollte so etwas nicht in den Pausen vorbereitet werden? Waren die Freunde unserer Kinder bei uns, gab es noch mehr solcher Storys. Dann wundern wir uns seit Jahren über die schlechten Abiturergebnisse in Mathematik, Chemie,….?
    Also hört auf, mit dem Finger auf uns zu zeigen. E11 werde ich wohl bis zu meiner Rente erhalten, aber die Kinder in meiner Klasse sind es wert. Trotzdem mehr Anerkennung wäre schön, von oben und von euch.

    • Liebe Milla,

      du kritisierst die Gymnasiallehrer in genau der gleichen Art, wie viele (leider) auch euch gegenübertreten: mit Verallgemeinerungen gepaart mit Unkenntnis.
      Genauso wenig wie ich mir anmaßen darf, den Werdegang und den Alltag eines GS-Kollegen/ einer Grundschulkollegin zu bewerten, genauso wenig solltest du dich dazu hinreißen lassen, von einzelnen Berichten deiner Kinder auf die grundsätzliche Arbeit an den Gymnasien zu schließen. (Denn nur weil man selbst mal an der Schule war…)
      Ich möchte dir aber unbedingt eines mitgeben: Gymnasiallehrer*innen sind keineswegs eure Gegenspieler! (Auch wenn das hier im Forum vielleicht so scheint!) Wir haben an meinem Gymnasium einen regelmäßigen Austausch mit den Grundschulen vor Ort und sehen da keinerlei Differenzen oder Spannungen. Das wäre ja noch schöner: Lehrer*innen gegen Lehrer*innen – der Traum aller Bildungspolitiker. So könnte man die eine wunderbar gegen die anderen ausspielen (was ja leider schon geschieht).
      Ich persönlich kenne kaum einen Kollegen, der sich gegen eine Erhöhung der Besoldung für GS-Lehrer stellt – im Gegenteil!
      Du hast völlig recht: In dieser Debatte wird alles wild durcheinandergeworfen! Ich denke, da spielt ganz viel Frust mit und viele sind leider nicht (mehr) in der Lage, diesen Frust in die richtigen Bahnen zu lenken…

  13. Was für eine absurde Diskussion. Ich habe mich lange Zeit als Student und auch später als Gymnasiallehrer dafür ausgesprochen, dass Grundschullehrer für gleiche Arbeit auch gleichen Lohn bekommen sollten. Mit zunehmender Zahl von GrundschullehrerInnen in meinem Bekanntenkreis musste ich die Behauptung von der gleichen Arbeit revidieren. Auch das höhere Deputat in der Primarstufe gleicht offenbar bei weitem nicht die Zahl der Zusatzaufgaben aus, die wir am Gymnasium haben. Und da spreche ich nicht nur von Klausuren, bei denen ich für eine einzige oft so lange brauche, wie die Kollegen an der Grundschule für einen Klassensatz. Der Schnitt von 50 bis 60 Wochenstunden am Gymnasium (Ferien mit eingerechnet) kommt ja nicht von ungefähr.
    Aber wird meine Arbeit denn im Geringsten davon tangiert, dass jemand anderes nun mehr Geld bekommt? Ich möchte nicht an einer Grundschule unterrichten. Ich habe es im Studium ausprobiert und festgestellt, dass das Gehalt bei Weitem nicht der einzige Grund ist, der für mich dagegen spricht. Wenn also der Bedarf an Grundschullehrern wächst, dann bitte, warum soll man denen nicht mehr Geld anbieten? Wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft. Und unabhängig davon gönne ich denen, die täglich fünf, sechs Stunden lang schreiende, unerzogene und extrem heterogene Klassen mit wahrscheinlich mittlerweile rund 20% inklusionsbedürftigen Schülern ertragen, ebenso jeden Euro, wie den Pflegern und Erziehern, die in unserem Land allesamt weit unter Wert bezahlt werden. Ich würde mich freuen, wenn ich auch mehr Geld bekäme, aber ich nage nicht am Hungertuch.
    Allerdings bezweifle ich stark, dass man mit ein paar hundert Euro im Monat pro LehrerIn das Problem des Lehrermangels lösen wird. Thüringen z.B. hat es doch selbst verbockt. Nach meinem Studium hätte ich dort vor 10 Jahren liebend gern auch das Referendariat gemacht. Die regierende CDU hat damals deutlich signalisiert, dass sie auf Nachwuchs verzichtet und lieber schon Pensionierte nochmal zurück holt. Da gab es auf 1000 abgeschlossene Lehramtsstudenten pro Jahr nur 200 Referendariatsstellen, die über einen kompletten Flächenstaat verteilt wurden, ohne eigenen Einfluss auf den Dienstort. Als frisch Verheirateter war mir mein Familienleben da doch wichtiger. Und dann das Gerücht, dass von all den Referendaren in den Jahren zuvor nie mehr als die drei besten auch im Land übernommen worden waren.
    So sehr man auf NRW schimpfen mag, aber in den letzten zwei Jahrzehnten sind hier die Nachwuchslehrer für halb Deutschland ausgebildet worden, während man in vielen anderen Bundesländern den eigenen Nachwuchs komplett vernachlässigt hat und dann mit den absurdesten Kampagnen Junglehrer aus dem „Ausland“ anlocken musste. Vielleicht wäre es ja mal an der Zeit, dass sich in Deutschland flächendeckend die Einsicht durchsetzt, dass der Bildungssektor sich weder für politisch-ideologische Grabenkämpfe und Experimentalreformen eignet, noch der geeignete Ort für Sparmaßnahmen ist, sondern eine langfristige und verlässliche Planung braucht. Was man allerdings gerade in den letzten Monaten aus der KMK so hören musste, lässt mich stark daran zweifeln. Da misstraue ich der linken Pseudo-Gleichmacherei in Thüringen genauso wie der FDP in NRW, für die Schulen offenbar nur zur Her- und Ruhigstellung des Humankapitals für den neoliberalen Kapitalismus dienen.

  14. Es ist so traurig… ich rege mich auf, weil wir Lehrer für so viel verantwortlich gemacht werden und unsere Arbeit nicht wertgeschätzt wird… und nun? Machen wir Lehrer uns gegenseitig das Leben schwer?
    Ich bin Gymnasiallehrer und hätte mir Grundschullehramt und auch Hauptschullehramt nicht zugetraut. Ich habe Mathe studiert. Bilde Mathelehrer sogar fort und kann dennoch über den Tellerrand schauen und erkenne an mein SuS, wie anstrengend es für uns am Gymnasium schon ist für Disziplin, Erziehung und Bildung zu sorgen.

    GS haben alle Kinder. Inklusion hört sich toll an, wird aber auf den Rpcken von uns Lehrern als toll verkauft. Wir haben nur wenige mit Förderbedarf und es fristet mich, weil wir und das System ihnen nicht gerecht werden. Ebenso meine HR – Kollegen… auch sie sind anders belastet als wir. Können wir das nicht anerkennen? Wie sollen andere unsere Leistungen sehen und anerkennen, wenn wir uns gegenseitig nicht zugestehen tolle Arbeit zu leisten. Ich bin stolz auf alle, die Kindern zugewandt sind, ihnen was beibringen und ihre Arbeit gut machen. Ich meine dabei keine Selbstaufgabe. Es ist unser Beruf, nicht unser einziger Lebensinhalt.

    Ich habe fast immer 2 Kurse im Abitur und bin vor den Sommerferien sehr im Stress. Aber deshalb würde ich dennoch nicht wechseln, weil diese Aufgaben, diese Schulform, diese Arbeit eben zu mir passt und ich bin froh, dass es andere Lehrer gibt, die lieber in anderen Schulformen arbeiten. Die meisten von uns machen tolle Arbeit… sehen wir das endlich und lassen die KuK mal außer acht, die unseren Berufsstand so arg zusetzen.

    Ich gönne allen gerechte Bezahlung. Wir sind Lehrer… also bitte!

    Frohe Weihnachten und bleiben Sie gesund.

  15. Bravo an fast alle Lehrer*innen, die hier kommentieren. Die ganze Welt kann hier lesen, wie Neid und Missgunst das Denken der hier kommentierenden Lehrkräfte dominieren!
    Schaut man sich die Kommentare der wenigen an, die ständig zu den „Corona News“ von news4teachers“ posten, merkt man schon welch engstirniges Weltbild die Kommentatoren haben. Traurig, aber eine Wenige leisten hier den engagierten Lehrkräften mit ihren ehrlich gemeinten Anliegen einen Bärendienst.

  16. Ich arbeite mittlerweile seit ein paar Jahren als ausgebildetr Gymnasiallehrerin an der Grundschule und kann daher zumindest aus persönlicher Erfahrung sagen, dass ich dort nicht weniger Arbeit haben sondern in etwa genauso viel.

    Die Arbeit ist lediglich anders bzw. die Anteile Unterrichtsvorbereitung und der ganze übliche Papierkram, Elternarbeit usw. verschiebt sich. Korrekturen mögen vielleicht weniger abspruchsvoll sein als wenn ich einen Klausuraufsatz zu Kants Erkenntnistheorie im Kurs korrigiere – dafür korrigiere ich im Schnitt trotzdem mehr statt weniger, weil eben in der Grundschule oft jede einzelne Seite (Stichwort: Rechtschreibung lernen) kontrolliert wird.

    Auch ist der Unterricht selbst viel anstrengender, weil man eben viel mehr von den Kindern gebraucht wird und die das auch aktiv einfordern. Man muss viel viel stärker differenzieren als am Gymnasium, weil man z.B. Kinder in der Klasse hat, die schon alle Harry Potter Bände durchgelesen haben, während andere in derselben Klasse noch Probleme beim Erlesen einzelner Wörter haben. Unsere Aufgabe ist es aber, alle diese Kinder voranzubringen. Am Gymnasium habe ich viele Lehrer gegenüber Schwächen Schülern lediglich die Empfehlung aussprechen hören, sie können ja an eine andere Schulform wechseln.

    Außerdem sollte man bedenken, dass an der Grundschule (zumindest bei uns) im Prinzip jeder Klassenlehrer ist – aufgrund Lehrermangels auch oft die Schulleitung noch zusätzlich zu den übrigen Aufgaben. Am Gymnasium gab es dafür eine Ausgleichsstunde, obwohl man da als Klassenleiter viel weniger Arbeit hat.

    Von daher: Wer sagt, A13 für Grundschullehrer sei nicht gerechtfertigt, kann gerne mal ne Woche bei mir Praktikum machen und ich zeige gerne alle Gemeinsamkeiten und Unterschiede ganz anschaulich in der Praxis 😉

  17. Grundschullehrkräften mehr zu bezahlen, ist nur ein Instrument, im Kampf der Bundesländer um Fachkräfte. Damit wird der Lehrermangel jedoch nicht behoben.
    Die Konsequenzen bedenkt niemand: Zuerst werden die Grundschullehrkräfte besser bezahlt. Wenn das noch nicht reicht, um ausreichend Personal zu rekrutieren, werden die Quer- und Seiteneinsteiger besser bezahlt. Und wenn alle für „gleiche Arbeit“ – ohne Ansehen der Vorbildung – gleich bezahlt werden, werden sich die ersten die Frage stellen, warum man überhaupt auf Lehramt studieren soll. Im Ergebnis wird sich in der Bevölkerung die Ansicht durchsetzen: „Lehrer kann jeder“. Unser Berufsstand verliert weiter an Reputation und verkommt zur Notlösung für diejenigen, die es nicht geschafft haben. Das darf nicht sein.
    Gleiche Arbeit ist häufig eben doch nicht gleich: Denn auch wenn der Meister und der Azubi gleichlang auf der Baustelle sind und der Azubi vermutlich sogar die körperlich anspruchsvolleren Aufgaben erledigt, bekommt der Meister deutlich mehr Geld. Und das hat auch seine Berechtigung.
    Niemand hat etwas dagegen, dass Grundschullehrkräfte besser bezahlt werden. Aber das dürfen keine Einzelmaßnahmen sein – vielmehr muss das ganze Besoldungssystem für alle Schultypen novelliert werden.

    • „Grundschullehrkräften mehr zu bezahlen, ist nur ein Instrument, im Kampf der Bundesländer um Fachkräfte. Damit wird der Lehrermangel jedoch nicht behoben.“
      Das behaupten Sie.
      Tatsächlich besteht der Mangel gerade in den Lehrämtern, die A12 erhalten, obwohl sie gleichlange Ausbildung und gleiche Abschlüsse zur Qualifizierung vorweisen.

      Wenn deutlich ist, dass die Länder für diese Schulformen Lehrkräfte finden und einstellen können, die allen A13 bezahlen, wird dadurch in diesen Ländern der Lehrkräftemangel verringert.
      Zudem entschließen sich vielleicht mehr junge Menschen, den Schwerpunkt im Lehramt anders zu setzen, weil sie auch an GHR-Schulen A13 verdienen und nachfolgend gleiche Aufstiegschancen bekommen.

      Die Alternative ist das, was wir jetzt schon sehen:
      Lehrkräfte mit SekII-Schwerpunkt werden in den GHR-Schulen eingesetzt und unterrichten dort, erhalten A13 oder A14, müssen sich aber in den Schwerpunkt neu einarbeiten, wozu die Abordnung über die Dauer eines Schuljahres nicht ausreicht. Die Stammlehrkräfte, die A12 verdienen, übernehmen laufend und unentgeltlich die Einarbeitung, die Organisation und den überwiegenden Teil der außerunterrichtlichen Aufgaben.

  18. Ich halte fest: Es ist richtig, den GS-Lehrern mehr Geld zu zahlen. Ob der Beruf dadurch attraktiver wird, halte ich für gewagt.

    Ich bitte darum, dass die Grundschul- sowie Hauptschullehrer endlich aufhören zu sagen, man müsse als eben jene Lehrkraft so viel pädagogische Arbeit leisten und die Gymbasiallehrer hätten traumhafte Zustände, vor allem in der Oberstufe. Wie wenig Ahnung ihr doch habt!

    Gerade in den größeren Städten – auf dem Land mag es noch anders sein – gibt es immer mehr Gymnasien, an denen das Niveau so weit heruntergefahren wurde, dass dort Schüler die Schulen besuchen, die dort nicht hingehören. Unabhängig von den schulischen Leistungen übt die Schule auf Jene aber offenbar so einen Druck aus, dass Ventile in andere Richtungen gesucht werden und schwubbs, wird auch der Gymnasialkollege mehr und mehr zum „Sozialarbeiter“, zumindest bis Klasse 10. Und nicht jeder, der nicht fürs Gymnasium geeignet ist, fliegt auch nach der „Probezeit“.

    Das uns nicht Brathänchen in den Mund fliegen und die Oberstufenschüler an unseren Lippen kleben und mit Leib und Seele bei der Sache sind, erlebe ich jeden Tag. Immer öfter, auch in anderen Schulen, die zum höheren Abschluss führen, habe ich den Eindruck, dass ein immer größerer Teil nur noch da ist, weil er nicht weiß was er will und / oder wegen dem Kindergeldbezug.

    Inklusion, also die verbockte, ist für uns auch kein Fremdwort. Ich kenne SuS mit allen möglichen Störungen – und das wird auch auf Fortbildungen deutlich, dass ich nicht alleine als Gymnasiallehrer dastehe. Nur bekommen Gymnasien, anders als beispielsweise GS, weniger Sonderpädagogen. An anderen Schulformen sind Sonderpädagogen sogar häufig noch Klassenlehrer. Sowas wird es am Gymbasium – aus Zeitmangel der SonderP. – nicht geben.

    Ich könnte jetzt anfangen und Fragen, warum z.B. ein vorheriger Einserkandidat der GS nun cersetzungsgefährdet am Gymnasium ist. Also rufe ich in der GS an und frage, was da los ist. Beim Gespräch stellt sich heraus, der Schüler hat seine Noten bekommen, weil er es geschafft hat 4 Jahre auf einem Stuhl zu sitzen, während um ihn herum das Chaos herrschte. Mir tun dann die Kollegen der GS leid aber auch jener Schüler, der es nicht packen wird. Zu jenen, die eh schon zu wenig leisten (können), fehlt ihm zu viel.

    Mein Forenname hier kommt nicht von ungefähr.

    Trotzdem macht mir die Arbeit Spaß, wenngleich ich mir Gymnasium (wie oben beschrieben) nicht vorstelle.

    • In welchem Bundesland bekommen denn Gymnasien eine geringere Zuweisung an sonderpädagogischen Stunden?

      In NDS bekommt die Grundschule maximal 2 Stunden pro Klasse pro Woche, unabhängig davon, wie viele Schüler mit Unterstützungsbedarf dort sitzen. Da kennt man nicht SchülerInnen. Ist Schwierigkeiten, man hat täglich mehrere im Unterricht, neben anderen, die nicht lesen und schreiben können, aus unterschiedlichen Gründen auch zunehmend in Klasse 3+4, sodass zieldifferenter Unterricht in fast allen Stunden notwendig ist und umgesetzt werden muss und zwar von den Grundschullehrkräften, denn wöchentlich 1-2 Stunden der Förderschullehrkraft reichen nicht aus.

      Zusatzbedarfe gibt es für die Bereiche Geistige Entwicklung, Hören und Sehen, dann muss das Gutachten aber geschrieben und der Bedarf anerkannt sein. Da die Hürden immer höher werden, dauert das 2-3 Jahre bis zur Anerkennung.
      Ab der SekI gibt es tatsächlich Stunden pro Kopf.

      Das alles ist dann aber an allen Schulen die Theorie des Erlasses, tatsächlich kommen die Stunden in den Schulen nicht an und werden auch nicht als Fehl in der Statistik geführt.

  19. Nicht alle Lehrer arbeiten gleich viel oder gleich gut. Für eine gerechte Besoldung würde ich mir wünschen, dass jeder Lehrer ein Grundgehalt bekommt und dann für jeden zusätzlichen Aufgabenbereich einen Bonus oder eine Stundenermäßigung: Dann würde es sich lohnen Korrekturfächer im Abi zu haben, in der Grundschule Medien zu verwalten, die Schulleitung zu unterstützen, Fachkonferenzen zu leiten, Lernplattformen zu manage etc.

    So könnte der Sport und Musik Kollege glücklich mit dem Grundgehalt werden und hätten einen Anreiz zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Umgekehrt hätte der Kollege mit Klassenleitung, Fachkonferenzvorsitz und noch die Homepage pflegt einen Ausgleich in finanzieller Hinsicht.

    Leider gibt es ja noch nicht Beförderungsstellen in Grundschule.

    • Es würde generell schon eine tatsächliche Arbeitszeiterfassung helfen, statt dieser Pauschalbezahlung.
      Ein Lehrer mit einer 16-Schüler-Klasse bekommt das selbe Gehalt wie einer mit 27 Schülern.
      Obwohl Korrekturen, Elterngespräche, Zeugnisse schreiben,… exponentiell ansteigen.
      Einer mit einer „unkomplizierten“ Klasse bekommt nicht weniger als der, der sich ganze Nachmittage mit Gesprächen mit Therapeuten, Erziehern, Sozialarbeitern, Fachdiensten,… um die Ohren schlägt.

      Von den Sparmodellen „Kombiklassen“, wo ein Lehrer den Unterricht für zwei Klassen vorbereiten muss, d.h. bei drei jahrgangsgleichen Kombiklassen bereiten drei Lehrer den Unterricht für sechs Klassen vor, wollen wir gar nicht reden. Sowas würde „draußen“ als völlig unwirtschaftlich gelten.

      Unterm Strich kann es darauf hinauslaufen, dass ein Vollzeitlehrer mit 16 Schülern weniger Arbeitszeit hat als eine Teilzeitkraft mit 25 Schülern.
      Da muss man sich nicht wundern, wenn auch in den Kollegien Genervtheit und Neid auftauchen.

    • Beratung, auch telefonisch, 12,78€.

      Tatsächlich wäre das System vermutlich nicht fairer, denn jede einzelne Tätigkeit würde in ihrer Bedeutung auf den Prüfstand gestellt oder es gäbe Quoten, dass man jedes Elternteil im Halbjahr nur 2x beraten dürfte, dann wäre der Etat aufgebraucht.

      Dennoch braucht es eine Erfassung der Arbeitszeit und einen Ausgleich für zusätzliche Aufgaben in allen Schulformen und für alle Fächer,
      tatsächlich auch für die Musik- und SportkollegInnen, die Wettbewerbe initiieren und begleiten und das Veranstaltungsequipment warten und jedes Sportfest und jede Feier organisieren und durchführen,
      ebenso für Belastungen im Unterricht, erhöhten Beratungsbedarf, Betreuung von Vertretungskräften, Ausbildung uvm.

      Wenn man dafür Lehrkräfte nicht vergüten möchte, muss man weiteres Personal an Schulen einsetzen, die einen Teil der Aufgaben übernehmen könnten oder im Unterricht helfen, sodass die Belastung g dort vermindert wird.

      Alternativ kann man auch auf die Leistungen verzichten. Entsprechend deutlich dürfte es werden, wenn der angekündigte Dienst nach Vorschrift eintritt und Lehrkräfte es sein lassen, das Schulsystem durch Überstunden und Selbstausbeutung am Laufen zu halten.

  20. Warum reden die Lehrer hier immer nur über die Besoldungsgruppen wie A12 oder A13? Schreibt doch Mal Klartext um welche Beträge es Anfang des Monats auf dem Kontoauszug geht. Ich denke, dann wird es gerade bei den fachfremden einen Aufschrei geben und das auch zurecht. Nicht, dass gleich wieder gebasht wir, ich kenne mich durch meine Gewerkschaftsarbeit im Arbeitgeberverband damit aus. Wie wäre es denn wenn Lehrer auch leistungsabhängig besoldet werden. In anderen Ländern wie der Schweiz mit einer besseren Bildung wird das so gehandhabt. Toplehrer erhalten ein Spitzengehalt, auch für Schweizer Verhältnisse und die Nieten können verschwinden. In der Schweiz gibt es genug Lehrer in schlechten Arbeitsverhältnissen, weil sie leistungsunwillig sind. In Deutschland wird solches Personal mitgeschleppt und hat noch eine grosse Klappe dazu. Für die Schweizer sind wir nur noch Lachnummern und Billigarbeiter.

    • @Achim: „Schreibt doch Mal Klartext um welche Beträge es Anfang des Monats auf dem Kontoauszug geht.“ – Das Netto finden Sie in keiner Tabelle – das ist, wie Sie wissen, abhängig von der Steuerklasse, der gewählten Krankenversicherung… Insofern sind die Entgeltstufen der einzige aussagekräftige Vergleich, den wir haben. Für NRW finden Sie eine entsprechende Tabelle hier:
      https://www.dbb-nrw.de/fileadmin/user_upload/www_dbb-nrw_de/pdf/Besoldungstabellen/200101_Be_tab_nrw.pdf.pdf

    • @Achim: „Toplehrer erhalten ein Spitzengehalt, auch für Schweizer Verhältnisse und die Nieten können verschwinden. In der Schweiz gibt es genug Lehrer in schlechten Arbeitsverhältnissen, weil sie leistungsunwillig sind. In Deutschland wird solches Personal mitgeschleppt und hat noch eine grosse Klappe dazu.“ – Das kann man natürlich grundsätzlich so machen, warum auch nicht, von mir aus gerne…

      Aaaaaber: Ihnen ist schon klar, dass dieses Vorgehen einen ÜBERHANG an Bewerbern voraussetzt und wir stattdessen jedoch einen LEHRERMANGEL haben? In dieser Situation WOLLEN die Länder niemanden loswerden, denn es gibt keinen Ersatz dafür und die Stunden müssten daher entfallen. Oder von dem besser motivierten Rest der Lehrer-Truppe mit übernommen werden, was aber die Arbeitsbedingungen verschlechtert (Mehrarbeit ohne Ausgleichsmöglichkeit), daher die Motivation senkt und im Übrigen natürlich die Nachwuchsgewinnung weiter erschwert.

      Geniales System, das sie da vorschlagen! Könnte sogar funktionieren – aber dazu müssen erst mal die Arbeitsbedingungen und das soziale Prestige des Lehrerberufs bei uns in Deutschland so gesteigert werden, dass es wesentlich mehr Bewerber als Stellen gibt.

      Wenn ich mir die deutsche Gesellschaft mal so anschaue und ihre beiden hauptsächlichen Hobbys – Aushilfs-Jogi (aka Bundestrainer) und Lehrerbashing: Das kann dauern!

    • Wäre ich auch für, leistungsabhängige Bezahlung. Sie können den TvödRechner im Netz bemühen wenn Sie Zahlen wollen. Da kann man Laufzeit Familienstand usw. auch von Beamten eingeben.
      Bei mir stimmt es immer auf den Cent= A12, verheiratet, 2 Kinder Stufe 5 entspricht knapp 3800 netto bei Steuerklasse 3. Dann noch 190 für die Krankenversicherung (70% Beihilfe) bleiben ungefähr 3600 netto. So viel habe ich vorher noch nie verdient. Es ist superviel. Wenn ich A13 bekäme würde ich netto ca 450 mehr bekommen. In den nächsten 12 Jahren steigt mein Gehalt immer weiter.
      Also nochmal, ich bin Arbeiterkind und kann es manchmal kaum glauben wieviel Geld das ist.
      Bin aber froh, da ich immer noch BaFöG und Studienkredite abzahle obwohl ich auch immer gearbeitet habe.
      Es wäre gerechter alle nach A13 zu bezahlen. Für SII und Fachberatungen usw. gerne Zulagen.
      Man kann auch 30 Jahre Dienst nach Vorschrift machen und alles absitzen, man bekommt trotzdem immer mehr Geld. Das ist völlig unverständlich.

  21. @ Achim: Wenn Sie sich auskennen würden, dann wüssten Sie, dass hier niemand „Klartext“ reden kann, weil das Netto zum Monatsanfang maßgeblich von der Erfahrungsstufe abhängt. Ebenso wüssten Sie, dass niemand „Klartext“ reden muss, weil die Besoldungstabelle online von jederfrau und – mann eingesehen werden kann.

    • Genau deshalb müssen Zahlen auf den Tisch, weil ja die Spanne beispielsweise in A12 sehr weitläufig ist. Zuerst muss dieser Wald mal gelichtet werden, damit jeder durchblickt. Nur wird das in einem Gemetzel enden, weil ja jeder in Ihrer Berufsgruppe nur an sich denkt, wie man hier ja sehr gut erkennen kann.

      • Was zuerst soll und was später…

        … vielleicht passen wir die Vergütung der Studiendauer an
        und Arbeitszeit und den Arbeitsschutz den allgemeinen Vorgaben.
        Das beinhaltet auch die notwendigen Entlastungen und eine Erfassung der Arbeitszeit und gilt für alle Lehrämter.

        • Das Gemetzel findet ja auch schon hier statt. Es ist ja teilweise höchst interessant, wie Ihr Euch gegenseitig runtermacht. Werdet Euch erstmal einig, wo die Reise hingehen soll. Grundschullehrer gegen Gymnasium und wenn die sich dann einig sind geht es mit vereinten Kräften auf die Förderschulen los. Und wenn gerade in den eigenen Reihen kein Opfer zur Verfügung steht, dann tut’s ein anderer Beruf oder die Eltern. Quelle: dieses Forum

      • Tja, nur dass die Zahlen nicht bundeseinheitlich sind. Gem. TV-L erhalten Lehrkräfte in MV deutlich weniger als die BY – gleiche Eingruppierung und ELSTAM vorausgesetzt.

    • Hätten Sie eine andere Bezeichnung dafür? Wenn nicht, dann können Sie ja mal bei Ihren Gewerkschaften, welche Ihrer Interessen vertreten nachfragen. Es gibt ja genug, daher müssten Ihre Forderungen ja bestens Vertreten werden. Lehrer sind ja an der Anzahl ihrer Interessenvertretungen gemessen die am Besten vertretenen Arbeitnehmergruppe sein. Also wo liegt das Problem? Ausser dort wird auch über solche Begrifflichkeiten diskutiert, wie es ja in der Natur der Lehrer liegt.

  22. Ich habe mir jetzt lange genug die Kommentare angeschaut!
    Zu meiner Person, ich bin Technische Oberlehrerin, sitze seit über 10 Jahren in der Endstufe A 11 fest.
    Grund: um in A 12 zu kommen braucht es an den Schulen Funktionsstellen, welche es aber nicht gibt.
    Ich kann so fleißig und in allen Bereichen einsetzbar sein, wie ich will oder die Schulleitung es für nötig hält, hinten raus kommt nichts mehr.
    In der Zwischenzeit habe ich auch schon fachfremd Ernährungslehre unterrichtet, wurde 2015 in den Flüchtlingsklassen eingesetzt und habe dort zum Praxisunterricht auch plötzlich Deutschunterricht erteilen dürfen/ müssen. Am Schluss alleine mit 18 Schülern aus 14 verschiedenen Ländern, welche kein Wort Deutsch konnten, einige wenige etwas Englisch. Schüler im Alter zwischen 15 und 28 Jahren, Jungen und Mädchen, vom Förderschüler über Analphabeten bis zu sehr gut gebildeten Schülern. Alles in einer Klasse!
    Ach, und ich sollten bei ihnen Nahrungszubereitung als Unterrichtsfach erteilen!
    Vielleicht stellt sich dies mal jemand ansatzweise vor!
    Seit ich im Schuldienst bin wurde ich schon in so vielen Fächern eingesetzt, dass ich mich eigentlich immer gezwungen sah mich jedes Jahr wieder neu in irgend eine Schulart, Fach oder neue Vorgaben des KM einzuarbeiten!
    Es gibt bestimmt Fächer, wo, wenn ein guter Fundus vorhanden ist, man nur noch ab und zu etwas nachjustieren muss oder sollte und man auch von seiner guten Vorarbeit mehrere Jahre gut unterrichten kann. Bei mir war das in den letzten Jahren leider nicht der Fall! Dies mit A 11! Deputat 27 Stunden!
    Ich unterrichte vom VAB über die 2 BFS bis zum Berufskolleg , wobei ich jedes Schuljahr mit meinen Kolleginnen die Prüfungen selber erstellen muss, betr. VAB, 2 BFS und BKEE . Viele dieser Schularten sind nur ein Jahr bei uns und schließen mit einer Prüfung das Schuljahr ab. Also immer die Abschlussprüfung im Nacken!
    Welche A Nummer würdet ihr mir zugestehen??

    • Ich würde dir >A13 geben, wenn ich könnte. Das nenne ich Wertschätzung. Ich denke mir, dass du dich nur noch durch deine Schüler motivierst. Alle anderen Systembeteiligten verlassen dich auf dein Engagement ohne entsprechende Gage.

  23. @Achim, sitzen Sie gemeinsam mit Oka im Wald? Ihre Äußerungen sind lustig, zuerst muss man lachen, dann auslachen über so viel Stuss. Labern Sie weiter, interessiert hier nur bedingt.

    • Können Sie gerne. In dem Fall sind Sie ja nicht über einen Ihrer tollen Interessenverbände organisiert. Das heisst also, Sie ruhen sich auch auf den erkämpften Tarifabschlüssen von VERDI aus, welche ja regelmässig von Ihrer Berufsgruppe übernommen wird. Ist ja auch interessant, dass dort die ganzen Krankenschwestern und „niedrige Berufe“ wie sie in diesem Forum bezeichnet werden organisiert sind. Sagen Sie einfach „Dankeschön“ oder hören auf alles besser zu wissen. Das würde den Lehrern sicher mehr positives Image verschaffen als nur zu Fordern, Meckern und die ewige Besserwisserei.
      Was soll das mit dem Wald? Ja, ich lebe auf dem Land.
      Schönen Tag

  24. Nur als Denkanstoß für einen neuen Spin in der Diskussion hier:

    A13 f alle würde auch Ungerechtigkeiten an Gesamtschulen auflösen. Dort unterrichten Lehrkräfte mit GHR und GY Abschluss parallel zB in Jg8. Exakt das gleiche Thema, der eine bekommt A12 der andere bekommt A13. Ist Realität, war selber mal an einer IGS tätig (NDS.).
    Das geht dann von Jg 5 bis Jg 10 so, dann trennt es sich.
    Ist m E eine unglaubliche Situation. Und sehr demotivierend und zersetzend für das Kollegium.

  25. An beruflichen Schulen gibt es üblicherweise LuL von E11 bis A16. Wie soll hier die Gleichmacherei funktionieren? Die Vorbildung kann es ja wohl nicht sein.

  26. Im Grundschulbereich gibt es nur Angestellte in E11/A12 bzw. Schulleitungen in E11/A12 plus Zulage. Teilweise werden sie in manchen Bundesländern auch nach A13 entlohnt. Da lacht sich jeder Gymnasiallehrer drüber tot… Wertschätzung ist das nicht, Lehrer so zu bezahlen. Es erklärt einerseits den Schulleitermangel an den Grundschulen sowie andererseits den Lehrermangel ganz allgemein an den Grundschulen. Der Grundschullehrerberuf hat ein massives Attraktivitätsproblem.

    • Stimme zu. Ich war früher in d freien Wirtschaft und jeder Regionalleiter verdient das Doppelte einer GS Leitung. Ganz ehrlich, A13 für SL Grundschule ist ein Witz. Jeder Fachleiter Bio oder so am GY verdient A14 und der hat Verantwortung über die Fachsammlung und das Haus KC.
      Die GS Leitung verantwortet Personal, auch PMs, regelt die Gemeindearbeit, ist letzten Endes immer zeichnungsverpflichtet. Muss sich mit Querdenken rumschlagen usw…
      Die Liste ist endlos, dafür gibt es 7 oder 9 Std Entlastung. Bin mir nicht ganz sicher.
      Gerade jetzt zu Coronazeiten ist das echt hammerhart. Und da ist es egal ob die GS 200 oder 500 SuS hat.
      Alle Konrektoren die ich kenne sind es nur geworden weil das die Versetzung in beliebte Gebiete erleichtert. Aktuell wollen SL wenige machen.
      Schulleiter könnte ich mir in ein paar Jahren schon vorstellen – wenn sich die Bedingungen endlich verbessern.

  27. @Grundschullehrer,
    einfach mal bei @Achim nachfragen. Der ist ja Gewerkschafter bei den Arbeitgebern, kennt sich also aus, wenn es um die gerechte Bezahlung geht. Falls die Antwort wieder im Lehrerbashing endet, auf jeden Fall demütig „Dankeschön“ sagen, wofür auch immer.

    • Habe ich nur einmal geschrieben, ich sei Gewerkschafter? Ich war das früher, als ich noch angestellt war. Ich bezeichne diese Aufgabe heute als Gewerkschaftsarbeit. Ich habe Sie schon einmal nach einer besseren Begrifflichkeit gefragt und warte immer noch darauf. Ich werde sie dann selbstverständlich auch anwenden. Übrigens diese Arbeit kommt auch Lehrern zugute, denn der Tarifpartner ist Verdi. Mittlerweile ist mir dieser Zusammenhang sehr suspekt, wenn ich mir hier ein Meinungsbild über die Lehrer mache. Bitteschön.

  28. @Achim, tja, was sind Sie heute?
    Vorschläge für Begrifflichkeiten:

    a) freiberuflicher Lehrerbasher im Ruhestand,
    b) Waldarbeiter mit gewerkschaftlichem Hintergrund,
    c) Troll mit Unterstützung durch Oka ?

    Achim, nun entscheiden Sie sich:
    Soll es a) sein, der neidisch ist auf Lehrergehälter und dafür im Lehrerforum labert?
    Oder b) sein, der an armen Waldbäumen seinen Frust über Lehrer auslässt, weil er ihn als angestellter Gewerkschafter nicht abbauen konnte?
    Oder doch c)? Bezahlter Troll, um das Forum hier aufzumischen? Vielleicht brauchen Sie auch einfach nur Lob und Anerkennung von Oka?

    A,B oder C, du musst dich entscheiden und tut es auch weh!

  29. Ich meine, Sie wissen auf welche Begrifflichkeit ich abziele. Aber ich mache noch einmal einen Versuch. Ihnen hat das Wort „Gewerkschaftsarbeit“ ja nicht gepasst. Was wäre passender?
    Übrigens welche Berufsgruppe hatten Sie noch nicht im Visier? Im letzten post waren ja die Waldbauern dran. Was haben die Ihnen getan? Wie in vielen post hier erkennt man auch bei Ihnen eine generelle Abneigung gegen Arbeiter und jetzt auch noch den bäuerlichen Stand. An was liegt denn das? Dass Lehrer lieber untereinander bleiben ist ja bekannt, sieht man ja auch an den Eheschliessungen wo die Partner Lehrer sind. Diese Konstellation, dass beide den gleichen Beruf ausüben gibt es sonst nicht sehr oft. An wem liegt das, am Berufsstand des Lehrers oder der Bevölkerung, dass so eine tiefe Abneigung entsteht?

    • @Achim,
      Dass Lehrer oft mit Menschen verheiratet sind, welche auch diesem Beruf angehören, liegt evtl. daran, dass wir uns während der Woche am Abend selten ausser Haus begeben und unser Wochenende meist am Samstag erst beginnt ( einkaufen, putzen und sich um die Wäsche kümmern, evtl. kurz mit Freunden etwas unternehmen) und am Sonntag nach dem Mittagessen endet, da der Unterricht für Montag vorbereitet wird, evtl. noch Korrekturen anstehen, welche man einer Klasse versprochen hat. Viele “ Nichtlehrer“ können das nicht verstehen , haben keinen Bock auf eine Beziehung, welche so ein enges Zeitfenster für Freizeitspass, samt abendlichem Ausgehen bis in die Puppen nicht bietet!
      Oft steht tatsächlich der Beruf, auch bei Frauen, dann an 1.Stelle, was man eigentlich meistens vom Mann nur kennt und akzeptiert. Wenn Frauchen dann anderst tickt, gibt das oft einen großen Frust von Seiten des Mannes, was zum Bruch der Beziehung führt!
      Wer kann verstehen, dass man am Sonntagabend keinen Alkohol mehr trinkt, gemeinsame Freunde spätestens um 22 Uhr verabschiedet, um am Montag mit klarem Kopf bis zu 10 Std. Unterricht zu erteilen?

  30. Viele junge Lehramtsabsolventen aus Sachsen-Anhalt werden sich dort bewerben, wo man ihnen A13/E13 zahlt. So funktioniert der Arbeitsmarkt. Wir gucken in die Röhre, weil wir dann keine jungen Leute mehr in die Grundschulen kriegen. Und das bei einem Durchschnittsalter von Mitte 50 bis 60. Hoffentlich reagiert die Politik zeitnah und hebt die Gehälter an, um diejenigen zu binden, die hier ausgebildet worden sind auf Kosten der hiesigen Steuerzahler.

    • Natürlich wissen wir alle, dass sich Angebot und Nachfrage über den Preis regeln.
      Aber das Problem des Lehrermangels wird durch A13 nicht behoben werden. Denn für jede Lücke, die in Thüringen geschlossen wird, tut sich woanders eine neue Lücke auf.

      Davon abgesehen stelle ich mir die Frage, wer sich für (bei Alleinstehenden) ca. 200 Euro netto im Monat von seinen Freunden und seiner Familie verabschiedet. Wer sich so stark durch monetäre Anreize stimulieren lässt, studiert doch nicht auf Grundschullehramt…

      Wer Geld verdienen möchte und eine Karriere im Lehramt anstrebt, studiert heute Lehramt für sonderpädagogische Förderung. Die Absolventen dieser Fachrichtung werden überall gesucht und bekommen an beruflichen Schulen sehr schnell A15.

  31. @Achim,
    heulen Sie hier nicht rum. Langsam wird es müßig, Ihnen irgendetwas erklären zu wollen, meine Vorschläge nehmen Sie auch nicht an. Pflegen Sie Ihre Abneigung gegen LehrerInnen weiter, aber passen Sie auf, dass der Hass Sie nicht krank macht. Ihre Unterstellungen in Bezug auf andere Berufsgruppen weise ich zurück, wenn Sie so bei Ihrer Gewerkschaftsarbeit argumentiert haben, dann „Gute Nacht“! Vielleicht konnte man Sie auch deshalb nicht mehr ertragen?

  32. @Karin,
    mein Mann ist zwar kein Lehrer, aber was Sie sagten, stimmt genau. Vielleicht ist Achim auch nur traurig, weil er keine Lehrerin ergattern konnte?!
    Schöne und vor allem gesunde Weihnachten für Sie und alle KuK. Ein besonderer Gruß gilt dem Team von News4teachers, danke für Ihre stets aktuelle Recherche. Weiter so!

  33. Ein besonderer Gruß an die Kultusministerkonferenz. Macht weiter so und bald werden wir den Bildungsstandard aller europäischen Länder unterschreiten.
    Homeoffice ohne Bandbreite, Equipment Fehlanzeige und Ausstattung der Schulen Katastrophe.
    Der MDR postete heute “ Ein Auto ohne Räder zu Rollen zum Rollen bringen“
    Recht haben sie!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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