Nordrhein-Westfalen: Grundschulen starten im Wechselunterricht – es sei denn…

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DÜSSELDORF. Nach wochenlangem Distanzlernen läuft der Unterricht in NRW bald wieder Schritt für Schritt in den Klassenräumen an. Der Plan ist komplex und nicht sofort ganz einfach zu durchschauen. Die Jüngeren gehören zu den Ersten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht das Vorhaben kritisch.

Bei einer Inzidenz von unter 50 ist auch vollständiger Präsenzunterricht möglich: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Land NRW

Eine schrittweise Rückkehr in die Klassenräume nach wochenlangem Distanzunterricht läuft in Nordrhein-Westfalen bald an. In NRW sollen Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe ab 22. Februar in festen Lerngruppen und im Wechselmodell wieder in die Schulen zurückkehren. Dabei sollten alle im selben Umfang Präsenz- und Distanzunterricht erhalten, hieß es in einer Mail des Schulministeriums, die am Donnerstag an die Schulen ging.


Im Wechselmodell seien Stundentafeln und Kernlernpläne weiter gültig. Beim Präsenzunterricht sollten Deutsch, Mathematik und Sachunterricht im Vordergrund stehen. Die Kinder sollen maximal fünf Tage zuhause unterrichtet werden, dann müsse es einen Wechsel geben. Außerdem kehren auch die Abschlussjahrgänge ab dem 22. Februar in den Präsenzmodus zurück.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kündigte in einer Sondersitzung des Landtags an: Wenn die Corona-Zahlen unter die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sinken, würden zuerst die Grundschulen wieder in den vollen Präsenzunterricht gehen. Nächster Schritt sei dann, dass die anderen Jahrgänge in Wechselmodelle «oder gleich in den Präsenzunterricht» gingen.

Die Marke 50 und darunter bezeichnete Gebauer als «Richtschnur», um weitere Möglichkeiten und Schritte zu eröffnen. «Wie, wer und wann genau ab einer 50er Inzidenz, also Schülerinnen und Schüler welcher Altersgruppen, welcher Jahrgangsstufen dann in welchem Rhythmus wieder in die Schulen kommen, das entscheiden wir dann in der Landesregierung neu», erläuterte sie in einem Pressegespräch. «Wir holen jetzt zunehmend Schülerinnen und Schüler aus dem Distanzunterricht wieder zurück in die Schulen», erklärte sie.

Für den Kauf von Luftfiltern habe das Land ein Programm über 50 Millionen Euro aufgelegt, von denen bisher aber nur 20 Millionen Euro abgerufen worden seien. Obwohl der Förderzeitraum eigentlich jetzt abgelaufen sei, würden unmittelbar eingehende Anträge noch angenommen. Für die Ferien- und Förderprogramme stünden insgesamt 36 Millionen Euro bis einschließlich der Sommerferien 2022 bereit.

Die Regierungschefs der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten vereinbart, den Lockdown bis zum 7. März für weite Bereiche zu verlängern, den Ländern aber beim Vorgehen in den Schulen freie Hand zu lassen. In der Schulmail heißt es, nur bei den Abschlussklassen könne Unterricht «auch in voller Klassenstärke» ermöglicht werden. Wenn räumlich und personell machbar, sei auch eine Teilung oder ein Hybridmodell wählbar. Die konkrete Gestaltung liegt bei den Schulen.

Zur Bekämpfung der Pandemie hatte Nordrhein-Westfalen mit seinen rund 2,5 Millionen Schülern Mitte Dezember vollständig auf Distanzlernen umgestellt. Schüler der weiterführenden Schulen, die sich nicht in einer Abschlussklasse befinden, brauchen noch Geduld: Sie werden auch nach dem 22. Februar 2021 zunächst weiter auf Distanz unterrichtet. Mit Ausnahme der gymnasialen Oberstufe Q1, weil deren Leistungen in die Abiturnote einfließen, wie es in der Schulmail heißt. Auch sie sollen zu den ersten Rückkehrern gehören.

Eine womöglich enttäuschende Nachricht für viele: In NRW sind Klassenfahrten wegen der pandemiebedingten Unsicherheiten bis zum 5. Juli untersagt. Dazu soll es in Kürze einen Runderlass geben.

Für die Schüler, die ab dem 22. Februar bei der schrittweisen Rückkehr in den Präsenzunterricht den Anfang machen sollen, gilt: Der Sportunterricht solle grundsätzlich stattfinden. Wenn es die Witterung zulasse, solle das im Freien geschehen. In der Halle muss aber dem Ministerium zufolge eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden – außer bei intensiver Ausdaueranstrengung.

Das Modell löste Skepsis wie auch Zustimmung aus. Der Verband Bildung und Erziehung mahnte, der Infektionsschutz müsse weiter im Mittelpunkt stehen. Bis Ostern will das Land dem Schulpersonal zwei Corona-Tests pro Woche ermöglichen. Außerdem werde es täglich zwei FFP-2-Masken geben.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW kritisierte es als «riskant», dass Abschlussklassen auch ungeteilt in die Schulen kommen könnten. Präsenzunterricht sei nur in kleinen Klassen möglich. Außerdem müsse das Ministerium landesweit regeln, «dass vor den Osterferien keine Klassenarbeiten mehr geschrieben werden sollen und feste Gruppen in der Sekundarstufe I gebildet werden», verlangte die Landesvorsitzende Maike Finnern. Und um Präsenz- und Distanzunterricht, Betreuung und Ganztagsangebote anzubieten, brauche es mehr Personal.

Der Landkreistag begrüßte das angekündigte weitere Vorgehen. Schule, Bildung und Kinderbetreuung hätten «absolute Priorität», Kindern und Familien werde im Lockdown viel zugemutet. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach twitterte: „Gute Nachricht: Wechselunterricht. Schlechte Nachricht: keine Testung der Kinder, noch keine Impfung der Lehrkräfte. Wenn zusätzlich Notbetreuung läuft, also Klassen 70% voll, wird das nicht gut gehen.“ dpa

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89 KOMMENTARE

  1. Irre!!! Ab dem 22.2. mit meinen 28 Schüler*innen der Abschlussklasse zusammen im Klassenraum. Sie dürfen komische schmutzige löchrige Alltagsmasken tragen und unsere einzige Waffe gegen das Virus ist das geöffnete Fenster. Womöglich bei Minusgraden.
    Heute sagten die Schüler*innen, dass sie gern den Distanzunterricht behalten würden, da könne man sich so schön konzentriert auf die Prüfungen vorbereiten und kann nebenbei Kaffee trinken und hat es warm.

    • Vorschlag: Alle 28 Schüler melden sich krank und bleiben zuhause. Dann können Sie Distanzunterricht betreiben und die Schüler dafür loben, dass sie trotz Erkrankung dem Unterricht folgen wollen.

      (Die Arbeitgeber der Eltern werden da allerdings nicht mitmachen)

      • Ich lese die Schulmail so, dass es aktuell „kann“-Formulierungen sind. Das wäre auch wünschenswert, denn Abschlussklassen gibt es auch an Berufsschulen. Ich unterrichte teilweise Klassen mit über 25 Schüler, die allesamt erwachsen sind. Da macht Präsenzunterricht in voller Klassenstärke aktuell überhaupt keinen Sinn.

      • Die Arbeitgeber von Eltern deren „Kinder“ die Abschlussklasse besuchen??? Da würde ich als Arbeitgeber auch fragen, ob die Eltern den Schuss nicht gehört haben.

      • Warum brauchen Schüler in Abschlussklassen ihre Eltern? Ich denke sie sind alt genug um alleine klar zu kommen. Obwohl bei der heutigen Elternschaft ist es natürlich möglich, dass auch 16 bis 19 jährige noch nicht alleine zuhause bleiben dürfen.

  2. Danke für den Beitrag, liebe Redaktion!

    Tja, nur viel schlauer wird man aus Gebauers Worten ja nun auch nicht. Ab 50 erhalten Grundschüler also regulären Präsenzunterricht und im nächsten Schritt (wann bitte strebt sie denn konkret diesen nächsten Schritt an? ) kommen andere Jahrgänge zurück… joa im Wechselmodell oder joa vielleicht auch direkt einfach mal in voller Klassenstärke.
    Ja was denn nun?!
    Ich ertrage diese Frau einfach nicht mehr… Es kann doch nicht so schwer sein, mal klare Ansagen zu machen! Und wenn sie noch keine Ahnung hat, wie es weitergeht, dann sollte sie im besten Falle einfach erstmal gar nichts sagen, anstatt so einen Quark von sich zu geben, mit dem einfach kein Mensch etwas anfangen kann… Einfach unglaublich.

  3. Mich würde interessieren, wie ich mich im Präsenzunterricht schützen soll, wenn ich die FFP2 Maske maximal 75min am Stück tragen darf und anschließend 30min Tragepause einhalten müsste?
    (hier nachzulesen: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/FAQs/DE/News/PSA/Corona-PSA-Masken-11-C7.html#:~:text=Bei%20einer%20FFP%2DMaske%20ohne,anschlie%C3%9Fender%20Mindesterholungsdauer%20von%2030%20Minuten.)

    Wie sollen Lehrer:innen, Erzieher:innen sowie Schüler:innen das anstellen? Muss ich mich nun entscheiden: Gefährde ich meine Gesundheit, indem ich die Maske zu lange trage (Sauerstoffmangel), oder gefährde ich meine Gesundheit sowie die meiner Mitmenschen, indem ich auf die weniger sichere Maske wechsle?

    • Also das Märchen vom Sauerstoffmangel nehmen ja auch due Coronaleugner gerne, das ist natürlich schwachsinn, ihr Atemzugvolumen ist auch deutlich grösser als der Luftraum der sich zwischen Maske und Gesicht bildet. Im Zweifel einfach nen pulsoximeter anschliessen, dann werden sie merken, das Argument mit dem Sauerstoffmangel ist schwachsinn.

    • Dem Heinz stimme ich vollkommen zu. Ich muss in der Klinik 6 Stunden am Stück eine ffp2 Maske tragen. Ich kann sogar aufgrund des Forms deutlich entspannter atmen als mit der Stoffmaske. Das Kniffelige ist, eine ffp2 Maske mit der richtigen Passform zu finden, da Menschen unterschiedlich große Köpfe haben, etc. Am besten ein paar verschiedene Masken ausprobieren, dann viele besorgen. Ggf. lieber selber passende Masken kaufen als kostenlose, schlecht sitzende nehmen, sowohl der eigene Gesundheit als der den Mitmenschen zuliebe.

      • Aber nicht für ffp2. Bisher reichten sogar Alltagsmasken, erst seit Januar müssen es OP-Masken sein. Die Kassiererinnen in unserem Supermarkt sitzen übrigens hinter einer Plexiglaswand und haben die Maske am Kinn hängen.

  4. Die heutige NRW-Schulmail ist schon ein sagenhafter Knaller. Die Frau weiß einen zu überraschen. War auch gefühlt wohl die längste Schulmail überhaupt. Erwartete konkrete Schwellenwerte werden zu „kann“ umgewandelt.
    Die Landersregierung, bevorzugt CDU + FDP „kann“ mich auch langsam mal, einfach nur noch verhaltensoriginell und IRRE.
    Sport bevorzugt im Freien und baldige Klassenfahrten! Endlich!
    Kann, nein es muß die Weihnachtsfeier doch gleich mit der Karnevalsparty nach den Osterferien in Klassenstärke nachgeholt werden. Höhepunkt dann das beliebte Viruswichteln.

  5. Mit anderen Worten: Man setzt JETZT das um, was das RKI seit Monaten empfohlen hat. Besser gesagt, was das RKI empfohlen hat, BEVOR B117 und Co. in Deutschland aufgetreten sind.

    Unser Stadtkreis liegt bei deutlich über 100, was wohl vor allem daran liegt, das viel und gründlich getestet wird (vermutlich wird das anderenorts ebenso sein, nur testet man weniger und sieht es darum nicht). Unter diesen Bedingungen gibt es dann Wechselunterricht, wie man ihm im letzten Frühjahr bei Inzidenzen weit unter 50 (und vermutlich einem wesentlich weniger gestreuten Virus) hatte. Das kann nur scheitern!

    Ich vermisse zudem eine klare Ansage, dass der Präsenzunterricht beim Überschreiten von 50 (am besten mit Hysterese, damit es nicht zu oft wechselt) wieder eingestellt wird. Die KMK hat sich ewig gegen Automatismen gestemmt, jetzt führt Frau G einen ein, aber mir sieht das bislang sehr nach Einbahnstrasse aus. Kleiner 50: Öffnen und offen lassen.

    Weiss jemand, wie das mit der Präsenzpflicht aussieht? Ist das ganze ein Angebot oder ist es Zwang?

    In jedem Fall dürfte das in NRW der Startschuss für die dritte Welle sein. Wenn die dann hochschwappt, sind hoffentlich die Kanzlerambitionen von Herrn L endgültig Geschichte.

    • Das ist auch für mich die wichtigste Frage. MUSS ich meine Grundschulkinder wieder in die Durchseuchungsschule schicken oder darf man weiter zuhause beschulen?

      Wenigstens werden die Klassenfahrten abgesagt, wird K1 zwar enttäuscht sein aber wenigstens bin ich dann nicht möglicherweise die einzige Mutter mit Verstand, die gegen die Lehrer/Rektoren anargumentieren muss und trotzdem als Irre hingestellt wird.

  6. „Beim Präsenzunterricht sollten Deutsch, Mathematik und Sachunterricht im Vordergrund stehen.“
    Einerseits nachvollziehbarer Gedanke, andererseits scheinen Nebenfächer gerade fast für eine ganze Schülergeneration auszusterben. Englisch, Musik, Kunst, Sport – all diese Fächer vermitteln gerade in der Grundschule auch ganz wichtige Kompetenzen. Diese Reduzierung ist sehr bedauernswert.

    • Kunst, Sport und Musik kann man auch prima zu Hause machen. Für Englisch ist es echt schade. Wobei.. ich hatte früher auch kein Englisch in der Grundschule und bin jetzt recht fit.
      Dagegen wird die Leistungsspanne in den Hauptfächern nach dem Distanzlernen sehr groß sein. Viele Eltern wollen/müssen ja beide arbeiten gehen und haben keine Zeit/Lust den eigenen Kindern zu helfen.

      • Englisch kann man aus dem Grundschulkanon zumindest für die leistungsschwächeren beiden Drittel streichen und für diejenigen als AG anbieten, die sonst bei dem Grundschulstoff kognitiv und mental einschlafen. In der weiterführenden Schule fängt man ohnehin bei Null an. Die frei gewordene Zeit für die anderen nutzt man zum Vertiefen von Deutsch und Mathe, gerne zieldifferent in Richtung allgemeine Förderung gezielte Förderung für die Anforderungen des Gymnasiums.

  7. Was ist denn nun mit der Präsenzpflicht? Muss ich meine Kinder wieder hinschicken? Habe davon nichts in der Schulmail gelesen. Ich befürchte aber, dass die Präsenzpflicht gilt. Mir fehlen einfach nur noch die Worte… Dann liest man immer wieder von psychischen Schäden und Lücken in der Bildungsbiographie, Eltern die nervlich am Ende sind.
    Ich bin auch nervlich am Ende, weil ich meine Kinder so einem Infektionsrisiko aussetzen muss inkl. möglicher Spätfolgen. Kann man denn nicht per Eilantrag gegen die Präsenzpflicht klagen? Wurde ja auch schon versucht für den Präsenzunterricht für alle zu klagen. Ich weiß nicht mehr weiter, langsam kann ich einen Psychologen aufsuchen, weil mir diese Ignoranz und Inkompetenz unserer Politiker mächtig zusetzt.

    • Lieber Vater02, mir geht es ganz genauso. Ich bin total gereizt weil ich so langsam wieder in den Panikmodus übergehe weil meine Kinder wieder in die Schule gezwungen werden und ich einfach nur Angst um mein und ihr Leben oder Spätfolgen habe.

      Ich kann es auch nicht fassen, dass die Gerichte das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit einfach komplett übergehen.

      • Ich fürchte, es gibt wieder Präsenzpflicht. Ich würde auch gerne alle 3 zu Hause behalten. Wenn es so weiter geht, hat meine Kleine wieder Schulangst, ist psychisch angeknackst, weil sie mit Schulstart die Großeltern nicht mehr sehen darf, das Risiko ist uns dann einfach zu hoch und ich kann auch zum Psychologen, um mit der Angst um meine Lieben klar zu kommen.
        Setzt doch bitte den Präsenzzwang aus. Denn es gibt tatsächlich Eltern, die sich gerne und gut um ihre Kinder kümmern.

  8. Die Schulmail (Link wurde ja schon gepostet) enthält noch weitere Knaller:

    „Es ist möglich, dass die Kinder, die an den Betreuungsangeboten teilnehmen, durch die Teilnahme am Präsenzunterricht und an der Betreuung pro Tag zwei feste Bezugsgruppen haben.“

    Aha… das war doch schon beim letzten Mal die perfekte Virenschleuder. Letztlich werden die Infektionscluster damit unbeherrschbar groß und führen das ganze „Konzept“ ad absurdum.

    „Nur bei Phasen intensiver, körperlicher Ausdaueranstrengung soll auf das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden. “

    Hmm… Testfrage für Frau G.: Wann stößt ein Infizierter besonders viele Aerosole aus? Na…? Keine Idee? Natürlich dann, wenn er sich besonders anstrengt! Offensichtlich kann man dann keine Maske tragen… also wäre es doch logisch, derlei im Sportunterricht DRINNEN schlichtweg zu verbieten. Zur Lüftung von Sporthallen steht da auch nichts.

    Sorry, aber für mich klingt das wie ein Wiederaufguss genau der gleichen Regeln (mit Ausnahme des Wechselbetriebs), die in die zweite Welle geführt haben.

    Die versprochenen Tests finden bei niedergelassenen Ärzten statt… also wohl in der Freizeit der Betroffenen und werden damit wohl von vielen nicht wahrgenommen werden, weil sie sich ja auch noch um den Distanzunterricht kümmern müssen. Warum lässt man nicht zweimal pro Woche jemanden in die Schule kommen?

    „Zeitintervalle, bei denen Schülerinnen und Schüler länger als eine Woche lang keinen Präsenzunterricht erhalten, sind unzulässig.“

    Das klingt nach Präsenzzwang. Zudem ist es wenig durchdacht oder schlecht geschrieben: Wenn eine Schule wochenweise wechselt, dann liegen zwischen Freitag und dem nächsten Montag 9 Tage. Das ist mehr als eine Woche.

  9. Auf den Punkt gebracht. Deutschland testet viel zu wenig und kaum jemand weiss es. Deshalb die geringeren Insidenzen. Und bald sind wir genau deshalb unter 50 in ganz D.

    Phantastischer Bericht dazu. Unbedingt teilen und weitergeben

    https://www.n-tv.de/22352379

    Wir sind auf einer Stufe mit Bulgarien.

  10. Diese Pseudolockdownchen sind kontraproduktiv und werden uns in die Katastrophe führen.
    Unfassbar, wie man vor den Erfahrungen in England, Irland, Portugal und vor den Warnungen kompetenter Wissenschaftler die Augen verschließt.
    Ich hoffe, ich habe nicht Recht…..

  11. Dass das Land jetzt so tut, als wären sie bereit Luftfilter anzuschaffen, und das Geld würde nur nicht abgerufen, ist eine absolute Frechheit!

    Das Geld und die Luftfilter waren meines Wissens nach nur möglich abzurufen, falls es Räume gab, die sich nicht Lüften ließen. Das Land NRW setzt immer noch grundsätzlich auf lüften, scheiß egal, dass die Kinder und Lehrer letztes Halbjahr schon ständig krank waren und extrem gefroren haben bei Temperaturen, die mit keinem Arbeitsschutzgesetz unter einen Hut zu bekommen gewesen wären.

    Berlin will Luftfilter anschaffen, so weit ich gelesen habe. Das Land NRW stellt sich hier so da, als würden sie solche zur Verfügung stellen, wenn man sie haben möchte, was einfach nicht stimmt!

  12. Dazu kommt, dass immer noch Geld bei den Tests gespart werden soll. Nur wenige Lehrer haben die PCR Tests alle zwei Wochen im letzten Halbjahr genutzt, weil es einfach super aufwendig war, sich immer einen Termin beim Arzt zu holen und dort in der Freizeit hinzufahren.
    Jetzt darf ich zweimal pro Woche zum Arzt fahren und mich testen lassen? Mein Arzt hat auch noch andere Patienten. Das wird definitiv kaum ein Lehrer machen, entsprechend wird viel Geld gespart. Die Tests selbst durchzuführen wurde in NRW ja nicht genehmigt. Wirklich lächerlich.
    Ich hoffe das Frau Gebauer im Mai 2022 wieder in der Versenkung verschwindet, wo sie her gekommen ist! Im übrigen kann ich auch nicht verstehen, warum ein so wichtiges Ministerium wie das Bildungsministerium immer an den schwachen Koalitionspartner vergeben wird. Das Bildungsministerium wechselt nach jeder Wahl zwischen Pest und Cholera.

    • Wir haben mit viel gutem Zureden eine Allgemeinarztpraxis in Schulnähe überzeugen können, morgens ein Testteam in die Schule zu schicken. Während 1 Kollege beim Test ist ( dauert ja nur einen kleinen Moment), beaufsichtigt der Nachbarkollege beide Räume.

  13. Laut Schulmail: Lehrer mit Vorerkrankungen können im Distanzunterricht unterrichten. Aber was ist mit den Schülern in Risikofamilien? Werden die immer noch trotz erhöhtem Ansteckungsrisiko weiterhin in die Schule gezwungen?

    Und für alle anderen ist das Risiko auch zu hoch. Grundschüler bekommen generell keinen Schutz. Keine Masken, kein Abstand, keinen Test. Die Gefahr, sich mit den neuen Virus-Varationen anzustecken, ist extrem hoch. Und das in der eigenen Familie zu verbreiten somit auch. Und alles mit Präsenzpflicht! Es ist somit vorsätzlich, geplant und gewollt, dass sich Lehrer, Kinder und Familien anstecken. Warum sollten wir das mitmachen? Das müßte Konsequenzen haben. Mein Kind und meine Familie sind keine Versuchspersonen.

  14. Es sind ja nicht nur die Grundschüler im Wechselunterricht … Es kommen auch die Abschlussjahrgänge 10 und 13 . Sogar in Vollpräsenz , wenn es nach Frau Gebauer geht . Also bis zu 33 Leute in einem Raum . Und vorher und nachher muntere Vermischung in der Straßenbahn . Das ist Kontaktbegrenzung nach Art der Landesregierung . Kein Wunder , dass nur 9 % Armin Laschet als Kanzler wollen . Und 39 % Markus Söder . Aber 52 % keinen von beiden . Das ist die Quittung für die mangelnde Logik der Maßnahmen . Im Handel 1 Kunde auf 20 qm , in der Schule 30 Jugendliche auf 35 qm . Brilliant .

  15. Es zeigt sich wieder einmal mehr, dass die ehemalige Leiterin eines „Boardinghauses“ ohne Hochschulabschluss, die sich danach als Immobilien-Kauffrau zu profilieren versuchte, für das Amt der Bildungsministerin nicht geeignet ist.
    Ihre gefährlichen Fehleinschätzungen werden nun leider weitere Todesfälle mit sich bringen. Wenn man doch nur diese fachlich fehl platzierte Person aus ihrem politischen Amt entfernen könnte!

  16. Präsenzunterricht nach Stundentafel + Distanzunterricht+ Notbetreuung? Wer soll das eigentlich alles leisten? Wir haben auch LuL in Teizeit, Betreuung in der OG S möglich, wenn SuS dort angemeldet + Kinder in Notbetreuung, mit denen dann der Distanzunterricht durchgeführt wird, wenn die häuslichen Verhältnisse das nicht zulassen. Dabei sollen sich die Jahrgänge aber nicht vermischen. Fr. Genauer wünscht sich was und unsere Kölleg☆innen routieren mal wieder, um das x-te „Schulmodell“ seit einem Jahr irgendwie organisatorisch hinzubekommen, denn der Schichtbezrieb wie vor den Sommerferien ist nicht gestattet. Ach, und das Ganze gist vorläufig gültig für 2 Wochen, so unsere SL. Toller Plan seitens des MSB, bre…..

  17. Die Dame lebt völlig an der Realität vorbei.
    Kann man alles auch sehr gut aus der geheizten Komfortzone entscheiden.
    Ich bin „nur“ Schulbegleiter, Förderschule GE, betreue einen Jänner Autisten.
    Wir haben „nur“ zwölf Schüler. Wir sind zwei Schulbegleiter, zwei Lehrer, vielleicht eine Lehramtsanwärterin.
    Vor dem zweiten Lockdown…
    Super, wenn man ein Hygienekonzept hat.
    Schade, wenn man das bei Kindern im Förderbedarf GE, nur zwei haben Schulbegleiter, kaum einhalten kann.
    Jede 30 Sekunden sage ich:,,Nase rein, Maske hoch!“ Zu dem von mir zu betreuendem Schüler.
    Da sind aber noch die zwei Kinder, welche befreit sind von der Maske und die restlichen Kinder welche permanent angesprochen werden müssen.
    Ja, unsere Fenster waren auf. Wir saßen in warmer Kleidung. Nun ist es aber noch kälter.
    Wenn wir dann mit den Kindern raus müssen, an die frische Luft…
    Liebe Frau Gebauer, vielleicht bin ich dumm, aber was sollen wir über diese warme Kleidung noch anziehen damit es uns draußen nicht friert?
    Gerne lade ich Sie einen Tag zur Hospitation ein.
    Bin gespannt wie Ihnen das gefällt.
    Ständiges herunterziehen der Masken, Rotznasen, bei jedem Händewaschen daneben stehen und mit – bzw. vormachen, wel man kalte Finger nicht gerne auch noch unter kaltes Wasser hält. Im kalten Klassenraum sitzen, draußen weiter frieren.
    Jetzt noch eine meiner dummen Fragen. Ich muss unmittelbar neben dem Schüler sitzen. Abstand geht also nicht. Erstmal meine Tragepause. Dann gibt es Frühstück und Mittagessen. Das gelingt meinem Schüler mit der Maske einfach nicht. Den anderen übrigens auch nicht.
    Aber gerne können Sie auch da mal ein Auge drauf werfen. Für Ideen bin ich offen.
    Vor dem Lockdown waren einige Kinder in Quarantäne weil sie Kontaktperson 1 waren. Allerdings wurde nicht eines der Kinder getestet.
    Ein Lehrer war infiziert. Ich rede nur von unserer Klasse.
    Selbstverständlich ist es möglich dass alles, außer der Mahlzeiten, in den Griff zu bekommen mit vier bis fünf Erwachsenen.
    Ich mache meine Arbeit mit Herzblut, ich habe selbst eine Tochter mit hochfunktionalem Autismus, aber meine Aufgabe liegt in der Betreuung des mir anvertrauen Schülers. Nicht um mich, damit ich selbst bestmöglich geschützt werde, um alle anderen mit zu kümmern. Dies wird immer auch ein Stück zu lasten des mir anvertrauen Schülers gehen.
    Zur Zeit betreue ich im Homeschooling. Ich sehe welche Kontakte sie Familie hat. Ich selbst habe meine Sozialkontakte vorbildlich eingeschränkt. Meine Eltern benötigen eigentlich meine Hilfe, da aber Risikogruppe, muss ich mich gern halten und anderes organisieren.
    Meine Tochter welche alleine lebt hat einen Pflegegrad, ist sozial sehr eingeschränkt, benötigt täglich Hilfe. Gut, ich mache es weiter bis ich in Quarantäne muss, dann muss ich es anders organisieren. Vorkehrungen sind getroffen.
    Mein Mann ist älter als ich und Risikogruppe. Was bin ich auch so blöd, einen älteren Mann zu haben, selbst Schuld.
    Wir wurden vor dem Lockdown bei Wind und Wetter, Regen und Kälte, nach draußen geschickt. Wir durften nicht schließen, also werdet krank, dann haben wir weniger Kontakte in der Schule.

    Jedes fünfte Kind sei auffällig.
    Vor dem Lockdown jedes dritte Kind.
    Wenn ich als Mutter, und ich war auch lange alleinerziehende Mutter, nur jammere, dann werde ich das automatisch auf meine Kinder übertragen. Wenn ich meinen Kindern vorlebe was gerade unumgänglich ist, dann werde ich meine Kinder bestärken.
    Ach so, stimmt, ich konnte ja aufgrund des Autismus und weil Inklusion noch nicht so funktionierte wie heute, nicht arbeiten. Mein Kind war oft nicht beschult, galt mit 14 Jahren als unbeschulbar.
    Sie ist heute eine eingeschränkte junge Frau, aber sie ist nicht psychisch labil weil ich sie nicht irgendwo wegen fehlender Sozialkontakte in Verwahrung gab.
    Auch ich habe eine Tochter welche gerade im Homeschooling ist. Ja, es gab anfangs Serverprobleme, es gab Motivationsprobleme.
    Ich gehe dabei der Betreuungsleistung meines mir anvertrauen Schülers nach.
    Auch ich bin Mutter, Ehefrau, Tochter, Freundin, Bekannte, betreue Homeschooling meines Schülers, meiner Tochter, auch ich bin sozial gerade sehr isoliert. Außer meiner Kernfamilie, der Familie des Schülers welchen ich betreue und der Pflege meiner Großen habe ich keine sozialen Kontakte.
    Meiner Tochter geht es gut.
    Mal ehrlich, die Kinder heutzutage haben ihre meisten Sozialkontakte über ihr Smartphone. Viel geht da gerade nicht verloren.
    Nicht der Lockdown schadet den Kindern, sondern Vorbild Eltern.
    Diese Überforderung sich um die eigenen Kinder zu kümmern.
    Gut, dass wir nicht im Krieg sondern nur in einer Pandemie sind. Gott bewahre, wir müssten mit diesen anstrengenden Kindern in einen Bunker. Unsere Urgroßeltern bzw. Großeltern mit bedeutend mehr Kindern, haben das irgendwie besser geschafft damals.
    Unser höchstes Gut ist unsere Gesundheit.
    Und die sind wir genötigt zu riskieren.
    Aber ich bin „nur“ ein Schulbegleiter…

    Ich gehe jetzt einen Sekundenkleber für die Masken kaufen. Gegessen wird nicht. Lösungsmittel um die Maske nach der Schule von den Schülern entfernen zu können. Skiklamotten für den Schulalltag.
    Usw….

    • Hallo SD, ich freue mich gerade riesig über ihren Beitrag. Sie bringen alles perfekt auf den Nenner, genau so ist es. Großes Lob an sie, dass sie so durch halten ! Bei uns ist seit 11. Januar die Schule mit mehrfach behinderten Kindern offiziell offen. Ich kann es immer noch nicht verstehen wie so etwas sein kann ! 13 Haushalte zusammen !!!

    • @SD

      Liebe SD,

      einfach vielen, vielen Dank für Ihren tollen und anschaulichen Kommentar!

      Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Kraft, „Glück“ und alles erdenklich Gute!

    • @SD:

      Vielen Dank für die ausführliche Schilderung Ihres (Berufs-)Alltags und Ihrer Gedanken zur derzeitigen Situation!
      „Nicht der Lockdown schadet den Kindern, sondern Vorbild Eltern“.
      Ähnlich sehe auch ich es. Natürlich sind Kinder deswegen auch traurig oder langweilen sich, doch wer kann seinen Kindern ewiges Glück versprechen? Gern sehen wir unsere Kinder glücklich und wollen viel dafür tun, dass sie es auch sind.
      Gehen wir als Eltern vernünftig mit der Situation um und leben dies vor, machen wir unsere Kinder stark für zukünftige Lebenskrisen, die nun mal nicht vermeidbar sind, seien es später Liebeskummer, Scheidung der Eltern, Tod der Großeltern, berufliches Scheitern, gesundheitliche Probleme etc.

      Unabhängig davon:
      Ich denke, es würde nicht reichen, wenn z.B. Frau Gebauer für einen Tag eine Schule, Kita oder andere Bildungseinrichtungen besucht.
      Ein halbjähriges Praktikum in sämtlichen Schulformen und päd. Einrichtungen sollte Voraussetzung für ein so wichtiges Amt wie das eines/r KM sein.
      Schließlich gehört zu anderen Berufsausbildungen auch immer ein erheblicher Teil an Praxis.

      • Liebe Mary-Ellen ..das mit dem längerfristigen Praktikum ist eine wunderbare Idee…ich würde mir das gerne anschauen, wenn dat Yvonnchen G. sich in einer pädagogischen Grenz- oder auch nur Standardsituation bewähren würde…mein Tipp: nach einem Tag ginge die heulend nach Hause, nach einer Woche würde sie sich einen Therapeuten suchen, nach einem Monat würde sie ihre Pläne KM werden zu wollen zugunsten einer schön ruhigen Stelle im Archiv eines Rechtsanwaltes / Notars, wo sie sich auf das sortieren von Aktenzeichen konzentrieren dürfte…einer für sie angemessenen Tätigkeit. 😉

          • Ach, ist das ne Frisur, die sie da immer trägt…ich dachte immer, dass sie auch beim kämmen so herummäandert, wie sie das beim denken immer tut. 😉

          • @Andre Hog 15. Februar 2021 um 10:45

            So wie „Frisur est omen.“?
            Heureka – das haarigste Rätsel im Land der Küchenbauer ist gelöst!
            🙂

  18. NRW Es wird suggeriert, es gehe vor allem um die Kleinen. Falsch: Man hat die gesamte gymansiale/berufskollegische Quali/Oberstufe kurzerhand zu Abschlussklassen erklärt. Gerade lief der Distanzunterricht richtig gut, alle hatten sich eingewöhnt, nun, im Wechsel, tritt das Chaos erst recht ein, und für uns KollegenInnen ist es doppelter Aufwand, da gleichzeitig die zu Hause Gebliebenen versorgt werden müssen – wir leben in einem irren Zeitalter.

  19. @ Mary-Ellen

    Das stimmt selbstverständlich. Aber ich bin mir recht sicher dass sie das keinen kompletten Tag mitmachen würde. Sie liefe Gefahr ihren wichtigen Job nicht richtig erfüllen zu können bei Infektion… 😉

    Klar, ich lasse mich regelmäßig testen. Allerdings nimmt mir persönlich dies nicht die Angst vor Ansteckung. Und allem was daran hängt wenn ich mich anstecke.

    Es macht mich wirklich traurig und ein wenig wütend, dieses jammern.
    Gerade das meine ich. Das Leben ist nicht immer nur schön. Kinder müssen auch lernen mit Krisen zurecht zu kommen. Und ich bin der Überzeugung, dass sie das besser können als es hingestellt wird.

  20. @ Pit

    Dankeschön!
    Ihnen auch alles Gute!

    Ich finde es alles gar nicht dramatisch, man wächst mit seinen Aufgaben!
    Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Jahre ich um Inklusion für meine Tochter gekämpft habe, ist die Situation gerade ein Spaziergang.
    Sie wurde vom System Schule noch kaputt gemacht.
    Vielleicht mache ich meinen Job gerade deswegen so gerne!
    Jetzt muss ich nur meine Familie und mich vor Ansteckung schützen, muss im Homeschooling unterstützen bei der anderen Tochter und des mir anvertrauen Schülers.
    Was ich in einem Klassenraum nicht kann.
    In die Familie zu gehen ist mir schon nicht geheuer, aber das Risiko ist minimiert.

    Ich hätte da noch einen Praktikumsplatz für Frau Gebauer.
    Realschule, Klasse 8, 36 Schüler. Vollstunden. Von 60 Minuten kommen sämtliche Fachlehrer zu maximal 20 Minuten effektiven Unterrichts.
    Das Niveau an Respekt hat mich schockiert. Gut, auf dem Gymnasium welches ich besuchte ging es eher elitär zu. Wenn mich ein Lehrer anrufen müsste weil meine Tochter „halt die Fresse“ zu einem Lehrer sagt, dann würde ich ihr nicht vorleben dass ein Lehrer auch nichts zu sagen hat… Von 36 Realschülern sind drei in der Lage fehlerfrei und sinngemäß zu lesen. Nicht einmal richtig anschreiben funktioniert.
    Stimmt, so ein Mobiltelefon hat eine Rechtschreibekorrektur…
    Klappt hier das lernen in Distanz nicht, klappt auch die anderweitige Internetnutzung leider nicht. 😉
    Klar gibt es Diskussionen. Klar gibt es Unverständnis. Das Leben wird immer Hürden bereit halten, immer Regeln bereit halten.
    Gut, diese Klasse muss noch nicht in die Präsenz.
    Dass es aber oft gar nicht um wirklichen Unterricht sondern um das Erlernen normaler Umgangsformen geht, könnte sie dort sehen.
    Dass sind Schüler welche vor dem Lockdown schon auffällig waren.
    Lehrer möchte ich nicht sein in der heutigen Zeit…

    Es gab diesen riesen Aufschrei als die Spielplätze geschlossen waren. Komisch, dass man immer nur die üblichen Verdächtigen sieht.
    Ich habe Hunde und bin regelmäßig in Wäldern spazieren. Leider sehe ich wenig bis gar nicht Eltern mit ihren Kindern. Wenn dann immer die selben.

    Schüler aus bildungsfernen Familien wird man meiner Meinung nach in Distanz ebenso erreichen wie in Präsenz. Denn wenn ein Schüler will, dann will er.
    Ob er sonst die schlechten Noten in der Schule oder von zu Hause aus erlangt, …
    Ob mir das jetzt eine dritte Welle wert ist?
    Nein!

    Ich als Mutter eines abgehängten Kindes das heute erwachsen ist, maße mir diese Meinung einfach an.

    Ich bewundere jeden Lehrer, der mit Herzblut seinen Job macht. Der sich auf das System Schule einlässt. Ich möchte mich nicht permanent mit unzufriedenen Eltern plagen.
    Selbstverständlich sind nicht alle so. Ich war sicher auch unangenehm als ich damals um Inklusion kämpfte. 😉

    Da habe ich aber niemanden genötigt seine Gesundheit zu ruinieren oder sich in Gefahr dessen zu begeben.

    Vielleicht sieht man jetzt erst einmal wie viele Kinder und Jugendliche Hilfe benötigen, weil es zu Hause nicht gut läuft. Das hat aber nichts mit der Pandemie zu tun, sondern lag auch vorher schon im argen.

    Statt jammern mal ein Buch lesen, um vorzumachen dass das Spaß machen kann.
    Selbst Speisen zubereiten, anstatt die Pizza in den Ofen zu schieben.
    Spiele spielen. Käsekästchen kann man mit zwei Stiften und einem karierten Blatt spielen.
    Raus in die Natur. Ja, ist kalt, aber acht Stunden Klassenraum ist kälter.
    Das kann man auch mit kleinen Kindern.

    Ich verstehe Eltern die arbeiten müssen.
    Dafür gibt es die Notbetreuung.

    Es könnte einem immer noch schlechter gehen!
    Zum Beispiel mit Infektion und deren Folgen…

    • @SD

      Sie haben ja noch mal nachgelegt!
      😉
      Das sind sehr reflektierte Überlegungen, und die könnten auch Schul- und BildungsministerInnen verstehen, wenn … ja wenn sie das hier lesen würden.

      Etliche dieser Überlegungen könnte man „eins zu eins“ übernehmen, wenn man das nächste Mal vor Mikrophon und Kameras tritt, um – ich Dummchen träume schon wieder – endlich mal vernünftige (!!!) Beschlüsse zu verkünden.

      Aber die MitarbeiterInnen dieser Herrschaften können ja sehr gerne den Link zu diesem Artikel oben weiterleiten mit einem deutlichen Hinweis auf die Kommentarspalte.

  21. Ich bin vom homeschooling überhaupt nicht genervt!!!! Und das obwohl ich arbeite und zwei Kinder unterstütze…. Mich nervt, dass ich gezwungen werde meine Kinder in die Schule zu schicken. Dann kann ich sie auch nicht mehr zu Oma und Opa lassen. Mich nervt es so extrem, dass ich mal wieder nicht die Wahlfreiheit habe über meine Kinder zu entscheiden. Wir sind eine bodenständige Familie, die ihre Fürsorgepflicht ernst nimmt…. Und die endet genau dann, die Fürsorge, wenn ich meine Kinder in die Schule schicken muss! Wie gesagt homeschooling klappt bei uns super und unsere Kinder sind auch sehr glücklich. Lernen sogar Zuhause besser als in der Schule…. Nicht weil wir besser als die Lehrer wären, sondern weil sie nicht abgelenkt werden und nicht so lange an ihren Aufgabe sitzen…. An diese Stelle könnte ich mich jetzt auch noch darüber auslassen wie doof ich Ganztagsschulen für meine Kinder finde, aber in unserer Stadt gibt keine andere Möglichkeit
    ….

    Wechselunterricht ist meiner Meinung die schlechteste Lösung, jedenfalls für uns..

    Denn wenn es schlecht läuft, gehen meine zwei Kinder gegenläufig auf ihre jeweilige Schule
    … Ich kann eh dann nicht arbeiten und das Infektionsrisiko ist bei uns folglich einfach nur erhöht
    … Also wenn ich die Wahl hätte. DISTANZUNTERRICHT!!!! Bis Covid 19 wirklich im Griff ist.

    HALLO GEBAUER!!!!! Kannst du auch mal mich hören und nicht nur die, die vom homeschooling genervt sind.

    Dickes Lob an die fleißigen Lehrer/in im Distanzunterricht

    • @Besorgte Mutter

      Danke für das Lob! 🙂

      Und hier gilt dasselbe wie in meiner Antwort auf @SD
      Pit 2020 14. Februar 2021 um 14:35

      Reflektierte Überlegegungen, allerwertestes Schulministerium NRW, darum:
      „Aber die MitarbeiterInnen dieser Herrschaften können ja sehr gerne den Link zu diesem Artikel oben weiterleiten mit einem deutlichen Hinweis auf die Kommentarspalte.“

  22. In der Pressekonferenz sagte Frau Gebauer, dass die 50er Inzidenz für NRW gilt. Also sobald in NRW die Inzidenz unter 50 liegt, gibt es normalen Unterricht.
    Ich bin mir ganz sicher, die Frau weiß genau dass es nicht zum Wechselmodell kommen wird. Die Schulen erarbeiten nun Pläne, um dann zu merken dass am 22.02 die Inzidenz unter 50 liegt. Da sie heute, am 14.02 bereits bei 54 angekommen ist.

    • Jepp, die Planungen für das Wechselmodell sollen erst mal nur für 2 Wochen gemacht werden. Allerdings sprach sie davon, ab stabiler Inzidenz unter 50 „auch die anderen Klassen“ zurück zu holen, sprich Stufe 5 bis 8/9. In den offiziellen Schulmails tauchen aber gar keine Zahlen auf…

  23. Toll, dass die Lehrer vielleicht nun bei der Impfung vorgezogen werden. Aber was ist mit Eltern , die auch zur Risikogruppe gehören…aber noch warten müssen,bis sie dran sind?Wir haben uns die ganze Zeit an die Regeln gehalten und auch unsere 17 jährige Tochter,die vor dem Abi steht und nun wieder Präsenzunterricht. Ich werde nun wieder schlaflose Nächte haben,ob sie aus der Schule Corona mit nach Hause bringen wird.

  24. Gerne hätten wir unsere Grundschule mit Luftreinigern ausgestattet. Fördermittel sind genug vorhanden. Einfache Aussage zur Ablehnung, Fenster sind vorhanden und nach der Verordnung für Luftwechsel in Klassenräumen abgelehnt. Einfach ein Witz, auf Kosten der Kinder und Lehrkräfte so zu entscheiden. Die Grundschule war mehrmals wegen Quarantäne geschlossen. Alle die Mühe lohnt nicht, wenn keine pragmatischen Lösungen gefunden werden, sondern der bürokratische Sumpf in den Vordergrund geschoben wird.

  25. Die Distanzlernverordnung besagt, dass jede Unterrichtsstunde Distanzlernen voll zum Stundenkontingent der Lehrer gehört. Jetzt starten wieder die lieben GS-Lehrer und unterrichten vor Ort, gratis nachmittags parallel auf Distanz und werden für die Stunden, die angeblich noch fehlen, in die Notbetreuung geschickt, die ja auch nach Mail pädagogisch betreut werden soll. Damit leisten sie mindestens doppelte Stunden!

    • Das wüsste ich aber. Ich muss ab nächste Woche morgens meine volle Stundenzahl unterrichten. Heißt für mich, es gibt morgens Aufgaben mit für zu Hause und das wars. Videokonferenzen oder Lernplattformbetreuung fällt dann flach.

    • Ich höre und lese immer „Distanzlernverordnung“.
      Meint man in NRW damit:
      Zweite Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG.

  26. Dann bleiben in Ahlen bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von 121/100.000 die Schulen weiterhin geschlossen.
    Vor den 3 DITIB-Moschen wird das Ordnungsamt weiterhin Kontrollen durchführen müssen.

  27. @ Pit

    Ich könnte so viel nachlegen…
    Vielleicht bin ich auch ein Dummchen…
    Wie gerne würde ich mich mit Frau G. einmal ausführlich unterhalten.
    Sie mal an die Schulfront schicken, ihr gerne unsere Realität zeigen.
    Ich habe Freitag endlich Masken vom Träger bekommen. Bis Freitag habe ich selbst investiert. Von der Schule haben wir nichts außer den Wisch für die Testungen bekommen.
    Wo ist denn da der Arbeitsschutz?
    Man wollte mir erklären ich brauche nicht alle 75 Minuten eine Tragepause von 30 Minuten einhalten. Unsere FFP2 Masken sind medizinisch.
    Auf Nachfrage in der Apotheke wurde ich belustigt angesehen.
    Wo ist denn da der Arbeitsschutz wenn ich auch noch verhohnepiepelt werde?

    Ach, was hätte ich mit der guten Frau G. alles zu besprechen.

    Ich bin ja auch Mutter, die nehmen sich nicht frei 😉

  28. Alle Kommentare habe ich mit Interesse gelesen! Manchmal bin ich zusammengezuckt, manchmal dachte ich: Wie gut geht es Dir eigentlich im Vergleich zu anderen Kollegen und Kolleginnen? Sollte ich nicht dankbar, vielleicht ein wenig demütig sein, einige dieser Riesenprobleme von Euch nicht bewältigen zu müssen?
    Und nein… muss ich nicht! Die seit Jahrzehnten verfehlte Bildungspolitik des Landes wird jetzt durch eine Immoblienkauffrau nahtlos fortgesetzt! Eigentlich muss man/frau doch nur den gesunden Menschenverstand bemühen, dann kann man/frau doch jetzt nicht das freigeben, was man/frau während der Weihnachtsfeiertage verboten hat! Ich darf mich nur mit einer Person eines anderen Haushaltes treffen, habe aber jetzt eine Klasse mit 27 Schülern und Schülerinnen zu betreuen, die aus ebenso vielen Haushalten kommen… halt, es sind Zwillinge dabei!!!
    Inzidenzwerte sind willkürlich, nein falsch…. sie sind politisch! Natürlich will man/frau nicht die Eltern verprellen, die ein hohes Wählerpotential in NRW darstellen… dabei geht man/frau dann über Leichen? Wo bleibt die Fürsorgepflicht für die Kollegen und Kolleginnen, die in diesem Moloch ständig Ihren Kopf hinhalten? Die Belastungsgrenze für viele Kollegen und Kolleginnen war bereits vor Corona erreicht…. jetzt kommt tatsächlich ein Vorschlag, die Ferien zu verkürzen oder durch Präsenzunterricht zu ersetzen? Ich denke, die, die das befürworten sind von allen guten Geistern verlassen. Und scheinbar geht das Recht auf Bildung weit über das Recht auf körperliche Unversehrheit hinaus. Niemand hat sich jahrelang für tropfende Wasserhähne, für feuchte und schimmelbefallene Wände, für Fenster, die herausfallen oder sich nicht öffen lassen, für Toiletten die jeder Beschreibung spotten, für asbestverseuchte Unterrichtsräume oder für die Ausstattung (Digitalisierung schon gar nicht) interessiert! Und jetzt steht das Recht auf Bildung an erster Stelle in einer Pandemiezeit????? Absolut lachhaft und vor allem unredlich und nur ein Politikum!
    Warum sagt man nicht: okay, ein verlorenes Jahr für alle (überleben ist wichtiger!)… alle wiederholen das Schuljahr und verlieren ein Arbeitsjahr und wenn am Ende der Lebensarbeitszeit die Rente berechnet wird, rechnet man bei jeder und jedem Betroffenen ein Jahr obendrauf und gut isses! Haben nich unsere europäischen Nachbarn die gleichen Probleme??? Wo bleiben die Lösungen mit Phantasie????
    Nicht, dass ich da falsch verstanden werde! Die Arbeit mit jungen Leuten in der Berufsausbildung macht Spaß… sie erfüllt mich, hält mich jung und ich bin bereit, mehr zu leisten, als eigentlich von mir verlangt wird, wenn man mich in Ruhe arbeiten lässt. Aber seit es hier eng wird, wird fast jede Woche eine andere Sau durchs Dorf getrieben von einer völlig konfusen und kopflosen Landesregierung! Ich weiß nicht, hat jemand mitgezählt? 27. Coronadienstmail oder so ähnlich? Und wer hat Zeit alles zu lesen…. Seite1 von 34?????
    Laschet hat nur dann eine Chance zum Kanzler, wenn er diese unsägliche Bildungsministerin vor die Tür setzt! Was qualifiziert die eigentlich für den Job?
    …und habt Ihr Euch schon mal gefragt, wer eigentlich in einer Schule entscheiden darf, wie und wann der Präsenzunterricht wieder beginnt? Schulkonferenz, Lehrerkonferenz, Abteilungsleiter…. oder wer darf das entscheiden???? Wenn ich richtig gelesen habe in diesem Kauderwelsch ist ja alles nur KANN und nicht MUSS……

    Ich wünsche allen viel Kraft in diesen schrägen Zeiten…. Kindern, schülern und Schülerinnen, Eltern, Kollegen und Kolleginnen und auch oft ratlosen Schulleitern und Schulleiterinnen und Abteilungsleitungen
    und vor allem: schützen Sie sich, wo immer Sie können …. bleiben Sie gesund!

  29. Was erwartet man denn von einer Bildungsministerin (keiner weiß, wie die den Job gekriegt hat) aus einer Partei, deren Vorsitzender seit Monaten nur noch ein Wort kennt: Wir fordern, wir fordern, wir fordern!!!! Alternative Vorschläge, die Sinn machen, sind Fehlanzeige.

    Präsenzunterricht ist auf Dauer zum Wohle der Kids alternativlos, das dürfte jedem aus der Branche hier klar sein. Also bitte Schluss mit dem ständigen Hin und Her!

    Entweder wir fahren alles auf Null inklusive Friseurläden bis der Spuk vorbei ist, oder wir öffnen alles vor allem die Schulen wieder uneingeschränkt und nehmen den zu erwartenden Bevölkerungsschwund bei er älteren Generation in Kauf. Entscheidet euch bitte langsam.

  30. Hier kommentieren Leute, die offenbar verängstigt in den eigenen vier Wänden hocken und sich in diesen Zeiten keine Sorgen um ihr Einkommen machen müssen und betreiben hier eine unerträgliche Bigotterie. Wer den Kopf aus der Coronablase steckt wird feststellen, dass die Jugend innerhalb und ausserhalb der Klassenzimmer keinen Bock mehr auf diese „Pandemie“ haben. In diesen Zeiten braucht es Ehrlichkeit und Mut, keine Angsthasen. Wo soll das denn hinführen?

    • Och, die Jugendlichen haben keinen Bock mehr auf Pandemie? Stellen Sie sich vor, ich auch nicht! Davon wird sie aber leider nicht verschwinden. Wer jetzt also Schulen wieder öffnet, befeuert die dritte Welle, und dann sind wieder alle und noch länger im Lockdown. So ehrlich sollte man auch sein! Im übrigen können Sie auch ganz mutig sein und als Seiteneinsteiger mit in die Schulen kommen – ohne Arbeitsschutz und bei maximal 15 °C im Raum selbstverständlich.

  31. von Rudi Mentär
    – Warum sagt man nicht: okay, ein verlorenes Jahr für alle (überleben ist wichtiger!)… alle wiederholen das Schuljahr und verlieren ein Arbeitsjahr und wenn am Ende der Lebensarbeitszeit die Rente berechnet wird, rechnet man bei jeder und jedem Betroffenen ein Jahr obendrauf und gut isses! Haben nich unsere europäischen Nachbarn die gleichen Probleme??? Wo bleiben die Lösungen mit Phantasie???? –

    Wenn ich richtig gelesen habe in diesem Kauderwelsch ist ja alles nur KANN und nicht MUSS……

    Diese Fragen beschäftigen mich auch.

  32. Nicht nur die Jüngeren sind die Ersten, denn Frau Gebauer zählt ja zu Abschlussklassen die ganze Oberstufe, also 10., 11. und 12. Klasse. Alles andere ist ja in den Kommentaren gesagt worden. Arrogante, inkompetente Entscheidungen seit dem letzten Frühjahr. Wenn man in der Geschichte einmal über die Bildung in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhundert erzählt, wird man nicht nur von Pandemie sprechen. Man wird von Ära Laschet-Gebauer sprechen. Ruhm durch Durchseuchung.

  33. Vorschlag zum erweiterten Zwiebellook ab 22.02.2021
    Der Zwiebellook wäre noch mittels Farbwahl anzupassen:
    Grün keine Symptome.
    Gelb und Orange „fühle mich unwohl“.
    Rot und Schwarz wäre allerdings „ich habe eindeutige Symptome“.
    Unbekleidet für die Coronaleugner

    Parteipolitische Anwendung nur für welche Art „Symptome“ (Ironie).

    • Sorry…ich entdecke hier politikpraktisch gar keine Ironie…genau das hat den Idioten noch gefehlt, um eine alltagstaugliche Kategorisierung hin zu bekommen. Warum kriegen die für ihren Scheiß das Geld…(Stichwort: Sozialneid 🙂 ) die besten Ideen entnehmen sie doch aus unseren Foren….

  34. Ich bin 36 und sehe mich somit nicht als ältere Generation, deren Schwund man in Kauf nehmen kann (es ist so widerlich, das überhaupt zu schreiben). Gruß aus der fröhlich altersdurchmischten Risikogruppe.

    • Ich nehme an, du spielst damit auf mein Posting an. Die Formulierung war bewusst provokativ, weil es die Stimmung wieder spiegelt. Ich bin 63 und bin zudem mit einer erheblichen Risiko-Vorerkrankung ein Kandidat für den „Schwund“, den manche bewusst in Kauf nehmen wollen! Es traut sich nur keiner der sogenannten „Verantwortlichen“ zu sagen, wie es ist! Wenn es nämlich in die Hose geht, was die planen, machen entschließen, dann heißt es: „Ich habe mich geirrt und bitte um Entschuldigung!“ Das wars dann für die, die bleiben im Amt und werden weiter gut dafür bezahlt!

      Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Frage! Was wollen wir? Was will unsere Gesellschaft! Ich sage es jetzt einmal wieder provokativ! Darwin, Evolution lässt grüßen, oder menschliche Moral?

      Es geht schon lange nicht mehr um die Sache! Wir sind im Wahlkampf!

  35. Es ist alles gesagt und es empört total. Aber wer wundert sich darüber noch?

    Schaut Euch doch nur das Bild von dieser eiskalten, machtgeilen, empathielosen, menschenverachtenden, konzeptionslosen, kompetenzlosen, ignoranten Person an.

    Mir wird da eiskalt!

  36. Wir dürfen ja nicht mal verängstigt in den eigenen vier Wänden bleiben 😉
    Unsere Köpfe müssen rein und dürfen auch nicht in der Coronablase bleiben.
    Ich bin auch in Kurzarbeit. Bekomme von echt wenig noch weniger.
    Aber ich bin auch eine Mutter die lange wegen der Pflege des eigenen Kindes, weil vom Schulsystem aussortiert, zu Hause bleiben musste.
    Ich kann gar nicht sagen wie oft ich nicht gegessen habe weil ich Lebensmittel lieber für die Kinder nahm.
    Wer solche Sorgen um seine Existenz hat, muss sich andere Hilfe suchen. Das machen unzählige Schulbegleiter tatsächlich gerade.
    Kinderzuschlag, Aufstocken, etc.
    Wenn es jemanden richtig gesundheitlich erwischt, dann hat derjenige sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Danach gibt es Krankengeld. Dann lieber gesund mit Hilfe.
    Mir geht es gar nicht so sehr um mich. Aber wie viele andere bin ich auch pflegende Angehörige, nicht nur meines Kindes sondern auch meiner Eltern.
    Klar könnte auch ein Pflegedienst kommen…

    Ich habe auch keinen Bock mehr auf die Pandemie. Und ich bin der Jugend entwachsen.
    Ich wäre auch gerne Ostern mit der zu pflegenden Tochter in den Urlaub gefahren, um mal eine Woche raus zu kommen.
    Ich würde auch gerne meine Sozialkontakte wie vor der Pandemie pflegen.
    Meiner jugendlichen Tochter würde ich auch gerne mehr Freiheit und Sozialkontakte zugestehen.
    Sie würde auch gerne wieder Sport machen usw.

    Ich fände auch ein Schuljahr mehr nicht dramatisch.
    Bis unsere Jugendlichen die Rente erreichen ist noch viel Wasser den Rhein lang geflossen.
    Besser gesund dahin kommen…

    Nehmen wir einmal das Beispiel das im TV immer auftaucht. Die Krankenschwester, alleinerziehende Mutter.
    Ich war selbst stationär im Januar, die Hygienekonzepte dort kann ich gut mittragen. Ganz im Gegensatz zu einer Schule/Förderschule.
    Für die Krankenschwester gibt es die Notbetreuung.
    Meine Frage ist, was die Krankenschwester im Wechseldienst eigentlich außerhalb der Schulzeit mit dem Kinde macht. Wenn Verwahrung Schule nicht funktioniert.

  37. Ich finde es Unverantwortlich Schüler*Innen in einer Klassenstärke von 30 Schüler*Innen in einem Klassenraum mit Maske zu beschulen aber dann gleichzeitig zugenehmigen, dass die Schüler*Innen dann auch im Klassenraum essen können. Die Klasse kann laut der Schule nicht in A und B geteilt werden, da die anderen Räume von Lehrer*Innen belegt sind die Distanzunterricht machen, vor 3 Wochen waren aber alle Lehrer*Innen zuhause.
    Ich finde es unverständlich und Unverantwortlich, da haben die Verantwortlichen nicht genug nachgedacht.

  38. Bei uns in der ersten Klasse Grundschule ist der Plan der Schulleitung für den Wechselunterricht die Klassenstärke von 22 auf 18 Schüler zu reduzieren. So kann der Präsenzunterricht maximiert werden. Paralleler Distanzunterricht ist aber leider nicht mehr möglich da die Lehrer in der OGS-Betreuung aushelfen müssen. Habe ich erwähnt das deshalb auch die Zahl der Unterrichtsstunden auf 12 pro Woche reduziert werden muss?

  39. Bei uns an der Grundschule besteht jede Klasse aus 2 Gruppen, die jeweils 2-3Tage pro Woche dran sind. Leider wurde bei der Gruppenbildung überhaupt nicht berücksichtigt, welche Kinder miteinander befreundet sind und sich auch in der Freizeit treffen. So gibt es wieder eine bunte Mischung und das Virus freut sich.

    Warum macht man es nicht so, dass die Kinder mit Förderbedarf mehr Präsenzunterricht bekommen, und die sowieso schon alles können eben weniger? So langweilen sich jetzt viele Kinder in der Schule, und können dabei nichtmal ihre Freunde sehen. Tolle Leistung!

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