Kitas und Grundschulen öffnen – Forscher sagen dritte Corona-Welle voraus

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BERLIN. In den meisten Bundesländern sollen die Kitas und Grundschulen bald wieder öffnen. Gleichzeitig warnen Ministerpräsidenten wie der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann vor einer dritten Corona-Welle. Wie geht das zusammen? Nach Ansicht von Wissenschaftlern gar nicht: Die neuen Mutationen und geöffnete Bildungseinrichtungen werden dafür sorgen, dass die Ansteckungszahlen in Deutschland wieder schnell nach oben schießen. „Wir sind bereits wieder im exponentiellen Wachstum“, sagt der Helmholtz-Forscher Michael Meyer-Hermann. Heißt: Die dritte Welle rollt schon heran.

Die dritte Welle kommt – sagen Wissenschaftler voraus. Illustration: Shutterstock

Winfried Kretschmann wirbt um Verständnis dafür, dass der Lockdown mit den weitgehenden Kontaktbeschränkungen bis zum 7. März grundsätzlich weiter geht. Auch wenn die Infektionszahlen in Baden-Württemberg auf dem bundesweit niedrigsten Stand seien, drohten die hochansteckenden Virusmutationen diesen Erfolg wieder zunichtezumachen. Deswegen sei es noch zu früh für weitere Lockerungen. «Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sonst riskieren wir eine dritte Welle», sagt der Grünen-Politiker. «Es wären dann noch härtere Maßnahmen notwendig, als wir sie jetzt schon haben.» Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte den Lockdown eigentlich gleich bis zum 14. März verlängern. Doch hier gab es Widerstand der Länder, auch aus Baden-Württemberg.

«Das Konzept für den Wiedereinstieg in den Präsenzbetrieb an den Grundschulen liegt bereits vor»

Und noch in einem anderen Punkt zogen die Länder nicht mit – auch Baden-Württemberg nicht: Kitas und Grundschulen sollen schnell schrittweise wieder öffnen, und zwar noch im Februar. Mit ihrem Wunsch, den Präsenzbetrieb der Kitas und Schulen bis zum 1. März weitgehend geschlossen zu halten (wirklich geschlossen waren die Einrichtungen aufgrund von Notbetreuung und Ausnahmeregelungen etwa für Abschlussklassen tatsächlich nie), konnte sich Merkel bei den Ministerpräsidentin nicht durchsetzen. Also wird jetzt wieder großflächig geöffnet – auch in Baden-Württemberg. Dort sollen die Kitas und Grundschulen ab dem 22. Februar wieder öffnen.

«Das Konzept für den Wiedereinstieg in den Präsenzbetrieb an den Grundschulen liegt bereits vor», erklärte ein Sprecher von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Es orientiere sich an den Regelungen, die nach dem ersten Corona-Lockdown im vergangenen Jahr zum Ende der Pfingstferien galten. «Im Kern geht es um einen Wechselbetrieb, in dem jeweils zwei Klassenstufen in die Präsenz kommen, die beiden anderen Klassenstufen von zu Hause aus lernen.» Damals sei dieses Modell schon an den Grundschulen erfolgreich umgesetzt worden. «Auch die Abschlussjahrgänge sollen wechselweise zurückkehren.» Der Sprecher fügte hinzu: «Perspektivisch in einem nächsten Schritt ist dann auch an den weiterführenden Schulen Präsenzunterricht im Wechselmodell anzustreben – sofern es das Infektionsgeschehen zulässt.»

Wie geht das mit Kretschmanns Aussagen zusammen? Der Regierungschef sagt, die Mutationen begönnen sich auch in Baden-Württemberg auszubreiten. «Wir müssen damit rechnen, das sagen uns die Experten, dass sie schon im März die dominanten Viren sein könnten.» Dies hänge wie ein «Damoklesschwert» über dem Land. Das einzig wirksame Mittel gegen das alte Coronavirus und die neuen Varianten sei, weiter größte Vorsicht walten zu lassen. Kretschmann appelliert an die Menschen, sich weiter daran zu halten, dass ein Haushalt sich nur mit einer weiteren Person treffen darf. Man dürfe auch bei Freunden und Verwandten keine Ausnahme machen, nur weil man sie besser kenne. «Da spielen uns unsere Gefühle einen Streich», warnt er.

„Wenn wir jetzt Schulen und Einzelhandel öffnen würden, also heute, dann hätten wir die dritte Welle im März“

Dass ein „Weiter so“ mit gleichzeitigen Schulöffnungen eine dritte Welle nicht verhindern wird, macht Michael Meyer-Hermann, Professor an der Technischen Universität Braunschweig und Leiter der Abteilung System-Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, am Abend in den ARD-„tagesthemen“ deutlich. „Eine Verlängerung der Maßnahmen wäre richtig, wenn wir nur eine Pandemie hätten, also sprich die Pandemie von 2020. Leider ist es so, dass wir inzwischen zwei bis drei Pandemien haben. Wir haben die englische Variante, die ist ja inzwischen hinreichend bekannt, und die Südafrika-Variante, beide sind im Bereich von acht beziehungsweise vier Prozent in Deutschland bereits vertreten und das bedeutet, dass wir eine andere Situation haben“, sagt er. Denn diese Virus-Varianten sind deutlich ansteckender als das alte Corona-Virus.

Meyer-Hermann, der auch zum Beraterstab von Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört, erklärt weiter: „Die Maßnahmen, die wir jetzt haben, führen zu einer Reproduktionszahl von 0,85, grob geschätzt, und wenn wir jetzt die neuen Varianten haben, dann sind wir deutlich über 1. Das heißt, wir sind bereits wieder im exponentiellen Wachstum, nicht der alten Pandemie, aber der neuen beiden Pandemien – und das bedeutet, dass unsere Maßnahmen im Moment gar nicht mehr ausreichen. Wir haben an dieser Stelle mit Weitermachen gar nicht die richtige Entscheidung getroffen.“

Von Moderatorin Caren Miosga konkret nach der Wirkung von Öffnungen von Schulen und Geschäften befragt, antwortet der Wissenschaftler: „Laut unserer Simulation sieht es so aus, dass wenn wir jetzt Schulen und Einzelhandel öffnen würden, also heute, dann hätten wir die dritte Welle im März – mit der neuen Variante. Durch das Weiterschließen von Schulen und Einzelhandel kann man den Ausbruch der dritten Welle in den April hineinverzögern. In beiden Fällen ist es aber so, dass die dritte Welle kommt.“ Es gebe lediglich zwei Möglichkeiten, diese zu verhindern: die Maßnahmen generell zu verschärfen – oder ein Strategiewechsel hin zu „No-Covid“, ein Konzept, das nach einem wirklich harten Lockdown (und ein Absenken der Inzidenzwerte auf nahe 0) regional geschützte „grüne Inseln“ mit weiten Öffnungen vorsieht.

Ähnlich hatte sich in der vergangenen Woche die Virologin Prof. Melanie Brinkmann geäußert. „Die Politik wird garantiert nicht lockern können, ohne einen Schub an Neuinfektionen zu riskieren. Bis dahin liegen auch bessere Zahlen auf dem Tisch, wie sehr die Virusvarianten in Deutschland verbreitet sind. Die Kurve steigt stark an. Ob die Englandmutante nun um 30 oder 50 Prozent infektiöser ist, sei mal dahingestellt. Aber selbst bei nur 30 Prozent haben wir eigentlich eine ganz neue Pandemie, draufgesattelt auf die bisherige. Die neue läuft sich sozusagen im Hintergrund gerade warm, ohne dass wir das schon klar erkennen können. Bereits mit den noch geltenden, zum Teil halbherzig befolgten Verboten kommen wir dann nicht mehr klar. Wir geraten wieder in ein exponentielles Wachstum und werden noch rigoroser infektiöse Kontakte verhindern müssen. Die Frage ist nur, ob wir es einmal richtig tun, hart, konsequent. Oder ob wir in eine Dauerschleife von kurzem Öffnen und langem Schließen gehen“, sagte sie. „Dazu müssen wir nur in andere Länder blicken, die bei Inzidenzen um die 50 geöffnet haben – und prompt sind die Zahlen wieder hochgegangen.“

Das Kanzleramt kennt das Risiko – gibt aber jetzt die Verantwortung dorthin, wo blockiert wird: in die Länder

Der Bundesregierung ist das durchaus bekannt, wie Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) erkennen ließ. «Wenn wir es weiter mit dem Wildtyp des Virus allein zu tun hätten, dann könnten wir ja jetzt in etwa einschätzen, welche Beschränkungen notwendig sind, unter welchen Bedingungen», so Braun. Einige Staaten hätten aber erlebt, wie auch bei kleinen Öffnungen die Fallzahlen wieder «richtig hoch» gegangen seien – bis hin zu Inzidenzwerten von 800. Nun werde geprüft, was die ersten Öffnungsschritte in Deutschland für Folgen hätten. Für die Öffnung von Schulen sei vereinbart, dass es Hygienekonzepte, Tests und eine frühere Impfung von Lehrkräften und Betreuern geben solle. Es gelte aber die Hoheit der Länder im Bildungswesen.

«Sie haben ja in den letzten Monaten erlebt, dass die Bundeskanzlerin und ich auch sehr dafür geworben haben, dass wir bei den Schulen einheitlich vorgehen. Aber wir haben eben auch gesehen, dass wir da nicht allein auf der Welt sind, sondern jeder Ministerpräsident hat eine Koalition, hat einen Kultusminister und hat eine eigene Schulcommunity», sagte Braun. «Und deshalb haben schon in den letzten Tagen viele Länder Entscheidungen getroffen. Und deshalb ist es folgerichtig, dass wir dann im Beschluss auch festgehalten haben, die Länder machen das in ihrer Kultusverantwortung.» News4teachers / mit Material der dpa

Intensivmediziner widersprechen den Kultusministern: „Schulen und Kitas tragen in großem Maße zur Verbreitung des Virus bei“

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104 KOMMENTARE

  1. Wenn ich das lese stellen sich mir viele Fragen. Vor allem wundere ich mich über den Satz: „«Auch die Abschlussjahrgänge sollen wechselweise zurückkehren.»
    Die Worte „zurückkehren“ und „wechselweise“ verwundern mich, denn die Abschlussjahrgänge werden doch schon die ganze Zeit in kompletter Klassenstärke in Präsens unterrichtet. Woher sollen sie also zurückkehren und warum jetzt dann auf einmal wechselweise, wenn das bis jetzt doch angeblich so sicher war, dass ganze Klassen zusammen unterrichtet werden? Ich bin überfordert mit dem ganzen Hinundher, bei dem offensichtlich von den Politikern niemand weiß, was wirklich vor Ort in den Schulen passiert!

  2. Dumm , dümmer , Ministerpräsident . So knapp kann man zusammenfassen , was wir gerade fassungslos beobachten : Der Einstieg in die dritte Welle , in der das Land untergeht . Dank Kretschmann , Laschet usw. .

  3. In den Augen der Schul- und KultusministerInnen:

    Was sind Lehrer? (stichwortartige Antworten sind ausreichend)
    besserwisserisch, nervig (behaupten, sie wüssten etwas), aber eigentlich dumm (also ignorieren)

    Was sind Wissenschaftler? (stichwortartige Antworten sind ausreichend)
    besserwisserisch, nervig (behaupten, sie wüssten etwas), aber eigentlich dumm (also ignorieren)

    Heute abend werde ich zur Entspannung basteln.
    Ich schaue mal in meiner Bastelkiste, was ich noch so finde.
    Hoffentlich reicht es für 16 – in jeder Hinsicht – ganz simple Voodoo-Püppchen.

    >:-(

      • @mm

        Danke schön.

        Für meinen trockenen Humor wurde ich zwar in Studium und Referendariat nicht originär ausgebildet (Warum eigentlich nicht? Systemfehler!!!), aber im Sinne des „lifelong-learning“ tut man alles, was man irgendwie möglich machen kann.
        😉

    • PIT 2020
      Ihr Lehrer werdet und wurdet vor dem Lock-Down retrospektiv betrachtet genauso wie das Personal im Gesundheitssystem einem maximalen Feldversuch der Infektionsmöglichkeiten ausgesetzt. Mir wurde dieses Szenario erst mit dem massiven Ausbruch in Krankenhäusern und Alten-und Pflegeheimen bewusst , als man unmittelbar die drastischen Auswirkungen der SARS-CoV-2-Infektion auf sehr viel jüngere Mitmenschen erleben musste.
      Da waren auch sehr gut durchtrainierte Kollegen betroffen, die mit einem Male keinen Sport mehr treiben konnten, und es waren sehr viele mehr Mitmenschen betroffen, als dies bei dem Pfeifferschen Drüsenfieber/Ebstein-Barr-Virus zahlenmäßig der Fall ist.
      Allerdings werden uns und ihnen erhebliche Schwierigkeiten von Seiten der Berufsgenossenschaften gemacht, diese Folgeerkrankungen einer beruflichen Exposition als eine berufsbedingte Erkrankung anerkennen zu lassen.
      Man muss dezidiert negative Antikörpertests nachweisen und den direkten Bezug einer Infektionskette darlegen und dokumentieren können.
      Es lohnt sich also gar nicht die eigene Gesundheit aufs Spiel zusetzen, um dem honorigen Ziel der Bildungsgerechtigkeit zum Erfolg verhelfen zu wollen.
      Auch die materiell-protektive Ausstattung ließ in der ersten Welle und zu Beginn der zweiten Welle zu Wünschen übrig.
      Es ist unverschämt, die berufsbedingten Risiken einer Infektion, die bedingt durch ein hohes permanentes Infektionsrisiko gebahnt werden, als schicksalhaftes Berufsrisiko abzutun.
      Derzeit rollen zwei CoV-2-Infektionswellen auf uns zu; die des B.1.1.7 aus GB und die der Mutation aus Brasilien, und wer weiß schon, welche Mutationen inzwischen noch entstanden sind, da diese ohne eine Gensequenzanalyse erst gar nicht auf dem mikrobiologischen Radar auftauchen, um diese einer Erfassung und einer Untersuchung in Bezug auf die Auswirkungen auf die Erkrankten untersuchen zu können.
      Bisher flogen wir in Deutschland bildlich gesprochen im Blindflug durch Hochnebelgebiete.
      Die Infektionszahlen in Tchechien mit der B.1.1.1.7-Vaiante und den sehr hohen Infektionszahlen von 1.100/100.000 infizierten in 7 Tagen sollten uns Warnung genug sein !
      Die Schulen werden geschlossen bleiben müssen, solange die CoV-2-Virusvarianten nicht in ihrem Ausbreitungsgebiet katographisch erfasst worden sind.
      Es droht die dritte Welle, so die Schulen ohne Sequenzanalysedaten und bei zu hohen Infektionszahlen ohne passive und aktive Schutzmaßnahmen zu früh geöffnet werden, denn sonst werden die Kinder den Covid mit nach Hause bringen.

      • AvL,
        ich bedanke mich für diesen Beitrag, denn es wird zu oft vergessen, dass Lehrkräfte und medizinisches Personal im gleichen Boot sitzen. Die Wut bei den Betroffenen muss groß sein, wenn ihre Infektion nicht einmal als berufsbedingte Erkrankung anerkannt wird. Ähnlich Kita Mitarbeiter und Lehrer.
        Sie haben Recht. Es ist ein gigantischer Feldversuch.

      • @AvL

        Volle Zustimmung.

        Es gibt Berufe, die – solange alles gut geht – im Stillen und sehr geduldig vor sich hin arbeiten:
        Erzieher und Lehrer, Pfleger und Ärzte, Polizei, Feuerwehr … um nur einige zu nennen.
        So lange alles gut geht, ist das irgendwie selbstverständlich.
        Es findet kaum Beachtung.
        Es findet kaum Achtung bzw. Respekt.
        Es gibt immer weniger sinnvolle Ausstattung (Sachmittel und Personal).
        Es wird kaputt gespart.
        Funktioniert es dann irgendwann nicht mehr, wird die Verantwortung diesen Berufsgruppen zugeschoben.
        Man wird von allen Seiten unqualifiziert angeblödelt, angepöbelt und immer weiter geknechtet.

        Man darf sich anhören, man würde „jammern“. – Die wirklich Doofen (Ja!) merken noch nicht einmal, dass sie selbst als „Kunden“ am meisten von unseren „Wünschen“ und berechtigten (!!!) Forderungen profitieren würden.
        Die „Entscheider“ in Politik und auch in der Wirtschaft freuen sich, denn was könnte besser von deren Überforderung (Warum nicht einfach mal zugeben? Danach: Neustart und besser machen.) oder Unfähigkeit (Dann weg damit.) ablenken?
        Nichts könnte das besser, also schauen sie dem Treiben weiter zu, notfalls befeuern sie es.
        Brot und Spiele … alte Taktik.

        Auf Einsicht durch Vernunft zu hoffen …?
        Kann man machen, bringt aber nichts.

        Offensichtlich ist es gewollt, dass der ganze Mist in sich zusammenbricht.
        Wer wird dann noch so idealistisch (oder so „doof“) sein, sich zukünftig für solche Berufsgruppen ausbilden zu lassen?
        Damit man dann angeblödelt, angepöbelt und immer weiter geknechtet wird?

        Dann wird es zukünftig eben weniger von uns geben:
        Erzieher und Lehrer, Pfleger und Ärzte, Polizei, Feuerwehr.

        Ist doch nicht schlimm: Endlich weniger Faulpelze und Leute, die auf hohem Niveau jammern.
        Es gibt ja etliche, die das nur noch „ankotzt“ – die können sich jetzt alle herzlich gegrüßt fühlen.
        Und dann freut euch schon mal auf eine Zukunft ohne Jammerlappen.
        Hoffentlich wird es so schön, wie ihr euch das vorstellt.

        • @Pit2020

          Das MUSSTE jetzt aber wirklich mal SO gesagt werden!
          Ganz meine Meinung (obwohl keine Lehrerin).
          Nicht zu vergessen diejenigen LuL und Erzieher, die vorzeitig aussteigen, langfristig erkranken oder einfach nicht mehr da sind!

          • @Mary-Ellen

            Liebe Mary-Ellen,
            ja, das musste mal raus!
            Gestern war bei mir selbst auch mal mächtig „Druck auf dem Kessel“. Ich habe gestern auch noch zwei andere Posts hinterlassen unter anderen Artikeln, als Antwort auf in meinen Augen ziemlich … denkwürdige Aussagen.

            @AvL,
            Ihnen möchte ich Folgendes mitteilen:

            Mir ist aufgefallen, dass Ihre Posts eine zeitlang extrem selten waren – das erklärt sich von selbst, da Sie Intensiv-Arzt sind.
            Ferner ist mir aufgefallen, dass sich während der letzten Monate inhaltlich eine starke Veränderung verzeichnen lässt. Ganz deutlich wird das weiter oben:
            AvL 11. Februar 2021 um 20:43

            Zwischen diesen beiden Aspekten gibt es ganz bestimmt einen klaren Kausalzusammenhang.

            Ich hoffe zwar, dass ich nie eine ITS von innen erleben werde, darum kann ich mir nur aus TV-Berichten einen sehr groben Eindruck verschaffen. Wohlwissend, dass auch der anschaulichste Bericht von – sagen wir mal 45 Minuten – nicht wiedergeben kann, was das Erleben vor Ort in einer Doppelschicht/Wochenendschicht oder gar einer jahrelangen Tätigkeit schon in „Vor-Corona“-Zeit für Auswirkungen auf Physis und Psyche hat. (Ich habe das nur bei einer MTA im Krankenhaus als jahrelange „Langzeitstudie“ miterlebt, weil sie eine Nachbarin ist.)

            Um es also klar zu sagen: Das hier ist noch nicht einmal ein Versuch (!) eines weiteren, schon im Grundsatz IMMER total beknackten Vergleiches von Berufsgruppen.
            Das hier ist etwas ganz anderes: Einfach mal ein Danke für 2 Dinge …
            – für Ihre Arbeit auf der ITS, die ganz bestimmt kein „Zuckerschlecken“ ist,
            – dafür, dass Sie (meiner Beobachtung und Meinung nach) sehr wohl in der Lage waren, Ihren Standpunkt durch Ihre Beobachtungen und Erfahrungen – auch in der „Causa Corona“ zu ändern.
            Sie haben mich tatsächlich angenehm überrascht. 🙂
            Alles Gute für Sie!

  4. In deutschen Behörden dominiert immer noch das Faxgerät und in den Schulen analoges Denken. Distanzunterricht funktioniert! Es ist schlichtweg nicht wahr, dass SchülerInnen zum LERNEN einen stickigen Raum und 29 weitere SchülerInnen um sich brauchen. Nur das krampfhafte Bewerten der Schülerleistungen mag weniger zuverlässig funktionieren.
    In SCHWEDEN sind VIELE, VIELE Arbeitsprozesse mit der größten Selbstverständlichkeit auf digitale Formate umgestellt worden, das bekomme ich jeden Tag mit. Zahlreiche E-learningformate waren in den Schulen bereits vorher Teil des Unterrichts. Ich bin ehrlich fassungslos, wie in Deutschland gerade die digitalen Möglichkeiten schlechtgeredet werden.
    Der alte, überholte Cheftypus braucht Präsenz, PolitikerInnen sind (analoge) NetzwerkerInnen und die Behörden schicken das Fußvolk nicht ins Homeoffice. Hinterwäldlerisch ist das alles, muffig und abstoßend – und lebensgefährlich.

    • Ja, die Bewertung der Leistungen bereitet mir auch Probleme. Da wüsste ich gern, wie Lehrer das jetzt handhaben. Mein Sohn hat Probleme mit Rechtschreibung und Grammatik, soll nochmal überprüft werden. Jetzt fallen die Klassenarbeiten weg, Zeugnis fürs Halbjahr war entsprechend super. Aber wird der nicht abstürzen, wenn alles zurückgefahren wird? Wie fang ich das als Mutter dann ab? Wenn dann wieder die Momentaufnahme in der Klassenarbeit die Hälfte der Note ausmacht.

      • @As.

        Liebe As.:
        Lesen ist oft unterschätzt – ein fataler Fehler, denn damit kann man
        – Rechtschreibung
        – Grammatik
        – Wortschatz
        in 1 Arbeitsgang auf ganz nette Weise trainieren. (Im übrigen ist ein gedrucktes Buch vom Herausgeber auf sprachliche Korrektheit geprüft, ganz anders als im Internet, wo das nicht immer sicher ist!)
        Also:
        – Wenn er gerne liest, dann mal regelmäßig ein Buch lesen, er soll selber aussuchen was für ihn interessant ist.
        Wenn er nicht gerne liest … dann fängt er vielleicht jetzt mal damit an 😉 …
        (Vielleicht Sachbücher, z.B. „Was ist Was“-Reihe, weiterempfohlen für mehrere Schüler – und wegen kurzer Textblöcke auch für „Selten-Leser“ und verschiedene Klassenstufen ab Klasse 3 gut machbar: Band 140 „Zukunft – Alles im Wandel“. Unter der ISBN 978-3-7886-2103-2 im Internet über den Inhalt informieren. Einige Schüler waren begeistert und haben es selber an Freunde empfohlen!)

        – Lieber Erzähltexte oder Geschichten?
        Den Jungen fragen was er interessant findet und mit der – am besten kleinen inhabergeführten – Buchhandlung vor Ort telefonieren und beraten lassen.
        Die freuen sich, weil es die eigene Existenz sichert, bestellte Bücher kann man oft schon am nächsten Tag abholen, kontaktlos am Fenster oder an der Tür des Ladens.
        (= doppelt „gute“ Tat!)

        – Für ratlose Eltern und LuL:
        http://www.mit-kindern-lernen.ch
        Informieren und Videos (auch für Kinder aller Altersgruppen gibt es was) anschauen.
        Man kann dort auch einen Newsletter bestellen.
        (Fabian Grolimund hat auch Ratgeber herausgegeben.)

        – Nicht kirre machen lassen. (Wahrscheinlich der wichtigste Punkt.)

        Viel Spaß beim Ausprobieren und viel Erfolg.
        Herzlichst, Pit2020

    • Ja, der Deutsche Kontroll- und Bewertungswahn.

      *IRONIE ON
      Wie unglücklich, seelisch misshandelt, ohne jegliche Zukunftsperspektiven, von der Gesellschaft in die Verwahrlosung getrieben, permanent am psychologisch Abgrund stehend, leben eigentlich Schüler im australischen Outback?
      Und deren Eltern?
      https://www.deutschlandfunk.de/alleine-lernen-im-outback.1180.de.html?dram:article_id=258260
      Gibt es denn niemanden, der sich bei Amnesty International für die geschundenen australischen Schüler einsetzt?
      Niemanden, der bislang den Internationalen Gerichtshof eingeschaltet hat?
      Welch ein Mangel an Humanität und Empathie für diese perspektivlose Schülergeneration, die seit mehreren JAHRZEHNTEN dieses Leben fristen muss?
      – DLF Artikel ist von 2013 –
      IRONIE OFF*

      … Wie DUMM sind wir als Gesellschaft, nicht von anderen Lernen zu können, zu wollen!
      https://www.tagesspiegel.de/politik/warum-wir-nicht-von-asiatischen-laendern-lernen-corona-offenbart-die-westliche-arroganz/26893480.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

      • @Wunder SAM

        Achtung, Ironie:
        Hat Australien ohnehin nicht ganz seltsam angefangen?
        Da haben doch früher die Engländer ihre Strafgefangenen „outgesourced“, als die eigenen Gefängnisse übervoll waren?
        Na!
        Da wundert mich ja gar nichts mehr!!!
        Und da sollte Amnesty International echt mal ran!
        😉

          • @Wunder SAM

            Gute Frage!

            Nächste gute Frage:
            Liegen derzeit nicht alle Kreuzfahrtschiffe im Hafen, so faul wie sonst nur Lehrer?
            Noch ne gute Frage:
            Wäre ein Kreuzfahrtschiff angemessen für den Celebrity-Transport nach Australien?
            Und:
            Wie war das mit den Regeln zu Einreise oder Einwanderung in Australien?
            (Oh, das können wir erstmal zurückstellen. Da fahren die Herrschaften wie üblich erstmal „auf Sicht“ … gerne nach Australien.)
            🙂

          • @Wunder SAM „Lassen sich da aktuell nicht auch KMs und Politiker ‚outsourcen‘ …?“: Au ja, ab ins Dschungelcamp mit denen!

  5. Wie erwartet sind die Grundschullehrer und Erzieher WIEDER MAL die Gekniffenen.

    Das Distanzlernen hat (bei allen die ich kenne) HERVORRAGEND funktioniert.

    Ein völlig unnötiges Risiko, das hier eingegangen wird unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Bildungsgerechtigkeit (die ohnehin immer Illusion bleiben wird).

  6. Tolle Leistung des grünen Ministerpräsidenten.. Das eine sagen, das andere tun.

    Zwischen Rhetorik und Realität klafft mal wieder ein großer Widerspruch.

    … das TUN stimmt mit den großen REDEN nicht überein …BW öffnet ja die Schulen.

    Seine Reden sind wohl dem Wahlpublikum geschuldet..man ärgert sich blau über solch grünes Geschwätz des MP.

    Die Virologin Melanie Brinkmann
    @BrinkmannLab
    hatte… dafür geworben, einen harten Schnitt zu wagen: »Kurzfristig müssen wir die Schulen geschlossen halten, sonst kriegen wir sie wegen der ansteckenderen Varianten sehr, sehr lange nicht mehr richtig geöffnet«“

    Ich sehe die nächste Welle folgen und wieder einen harten Lockdown als zwingend erforderlich.
    ….sollte eine Warnung sein:
    Fallzahlen steigen massiv – Ausgangssperre auf Norderney
    https://www.nwzonline.de/plus-ostfriesland/norderney-kaempft-gegen-corona-zahl-der-infizierten-steigt_a_50,12,693774231.html

  7. Egal was nun die Kultusminister draus machen, meine eigenen Kinder schicke ich nicht zur Schule. Als verbeamtete Lehrerin muss ich zwar selbst Dienst an einer Grundschule tun, meine eigenen Kinder werde ich diesem Feldversuch aber nicht anvertrauen. Ich selbst werde mich permanent mit FFP2-Maske schützen und Abstand halten. Wahrscheinlich werde ich zu privat gekauften FFP2-Masken greifen, da die vom Land Baden-Württemberg gestellten Masken weder ein Prüfzeichen haben, noch so dicht wie geprüfte FFP2-Masken erscheinen. Im direkten Vergleich lässt es sich durch die Landes-Masken viel einfacher atmen, was mich zusammen mit der fehlenden Beschriftung doch sehr nachdenklich macht.

    Nun wurde bereits mitgeteilt, dass Frau Eisenmann je Woche zwei Jahrgänge im Wechselmodell an die Grundschulen holen möchte. Es stellte sich mir die erste spontane Frage: Wieso nicht alle Jahrgänge mit halbierten Klassen? So wäre das Abstandsgebot innerhalb der Klassen(räume) gewahrt.

    Liegt es daran, dass im Falle einer Quarantäne die Lehrer dann nur wenige Tage fehlen, da sie in der zweiten Woche voraussichtlich nicht präsent im Unterricht eingeplant sind?

    Für mich steht fest: Muss ich erneut in Quarantäne, so werde ich mich von meiner Familie separieren, um sie zu schützen. Dies hat aber zur Folge, dass es von mir auch keine Unterrichtsvorbereitungen mehr geben wird, da mein Privatrechner außerhalb des Quarantäneraums steht und dort auch kein WLan verfügbar ist.

  8. In RLP noch nicht einmal Aussetzung der Präsenzpflicht bei Grundschüler*innen! Und kein Wort von Hubig in Ihrem Elternbrief, dass dies gefährlich sein könnte, stattdessen Optimismus pur:
    „Auch die Gesundheitsexperten von der Universitätsmedizin in Mainz, die uns regelmäßig beraten, befürworten eine behutsame und schrittweise Öffnung der Schulen, da wir gute und wirksame Hygienekonzepte und Schutzvorkehrungen haben, die wir mit Blick auch auf die Virusmutationen nochmals aktualisieren.“
    Immerhin kein Unterricht in voller Präsenz und Unterricht mit Maske.
    Und weiter heißt es:
    „Allerdings ist die Pandemie noch lange nicht überwunden, deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass wir alle inner- und außerhalb der Schulen und der Kinderbetreuungsein-richtungen weiterhin Hygiene- und Verhaltensregeln konsequent und diszipliniert befolgen, damit nach und nach alle Schülerinnen und Schüler wieder in ihre Schulen gehen können.“
    Genau, und wenn das nicht klappt, dann liegt das daran, dass wir die Hygieneregeln wohl doch nicht richtig befolgt haben. Dass diese Regeln nicht befolgt werden können, weil es z.B. viel zu wenige und zumeist nur marode Sanitäranlagen in Schulen gibt oder weil spätestens auf dem Pausenhof oder in den Nachmittagsbetreuungen alle durcheinanderlaufen, wird einfach ausgeblendet. Und ansonsten – wie gehabt: dann war die „Ansteckung im privaten Umfeld“ mal wieder Schuld.
    Keine Zeile zu SARs-CoV-Tests oder Squenzierungen. Ja, die dritte Welle kann ungestört Fahrt aufnehmen.

    • „Schutzvorkehrungen haben, die wir mit Blick auch auf die Virusmutationen nochmals aktualisieren.“

      So wie der neue Leitfaden, der auch superaktuell it.

      Mir tut die dt. Wirtschaft leid, aber anderseits wird wahrscheinlich genau von den Unternehmen der Druck ausgehen, anonsten wäre das Verhalten der KM und MP usw. nicht wirklich zu erklären.

      Ich habe mir gestern den Film über die spanische Grippe von 2018 angetan. Geschichte widerholt (inkl Mutante), und es wird trotzdem nichts daraus gelernt.

      Ich schätze zu meinem Erschrecken den Söder immer mehr – der hatte zwar auch seine Hin und Her Momente, aber die anderen toppen das bei weitem.

      Andere Annahme:
      Der dogmatische Satz „Kinder stecken sich nicht“ an im Zusammenhang mit „Bildungschancen und -gerechtigkeit“ ist allen dermassen ins Ohr gehämmert worden, dass die, die dem Mist in Umlauf gebracht haben, schon selbst dran glauben.

      … und der Standardsatz
      (Erläuterung: hält immer her, um Massnahmen schlecht zu reden: durch Tragen von Masken März ’20, Luftreiniger Aug ’20, Impfung ’21,…):
      „Es soll keine falsche Sicherheit suggeriert werden…“ sollte mal als Banner über dem Schulhof gehängt werden.

      Ich komme mir vor wie in einer Muppetshow.

        • @BK-Lehrkraft

          „Ich habe mir gestern den Film über die spanische Grippe von 2018 angetan. “
          Ich weißet noch wie heute!“ 😉
          Pssst, aber so für unter uns (Lehrers 😉 ) … 1918?
          Willkommen im Club „Ich kann nicht mehr … wach und konzentriert sein … vor lauter Chillen“. (Ironie!)

      • @BK-Lehrkraft
        „Mir tut die dt. Wirtschaft leid, aber anderseits wird wahrscheinlich genau von den Unternehmen der Druck ausgehen, anonsten wäre das Verhalten der KM und MP usw. nicht wirklich zu erklären.“

        Würde man böse formulieren, ließe es sich so zusammenfassen:
        * Internationale Großkonzerne und global agierende Wirtschaftsunternehmen haben ihre Lobbyisten aktuell gut positioniert. -zig aneinander gereihte halbherzige Lockdowns, die nicht wirklich zur Reduktion der Fallzahlen führen, drängen automatisch die Konkurrenz (= alteingesessene deutsche Familienunternehmen) vom Markt, die dann entsprechend günstig (inkl. des Knowhows, sowie deren Pantenten) aus der Insolvenzmasse von chinesischen Firmen mit entsprechendem Portfolio aufgekauft werden können.
        … eine Anbiederung an chinesische Partner (siehe 5G und Huawei) ist seit längerem nicht von der Hand zu weisen.

        Ein Schelm, wer böses denkt!

    • Vor allem, dass sich Hubig mit dem tollen Leitfaden noch bestätigt fühlt und immer noch denkt, dass sie ja die Schulen so gut vorbereitet hat, indem sie noch einmal Masken bestellt und für noch ein bisschen Desinfektionsmittel gesorgt hat, bringt einem echt zu verzweifeln.

      Warum diskutiert man so etwas nicht offen, im Plenum, mit Videoübertragung? Ich würde gerne wissen, wie wegdiskutiert wird, was Virologen und Erfahrungen aus anderen Ländern an neuen Erkenntnissen eingebracht haben. Will man wohl nicht.

      Aber eine andere Frage habe ich da noch an Sie: „bei Grundschüler*innen“ … ist das langsam Duktus, dass sich diese Form auch bei Lehrern durchsetzt? Gibt man das so auch schon den Schülern weiter? Wo steckt in dieser Form noch der männliche Grundschüler? Aber das mal so am Rande.

  9. Zusammengefasst: Die Kultusminister sind Schuld, wenn jetzt die Zahlen hochgehen. Toll, dass die Bundesregierung damit aus der Verantwortung ist. Das ist das Leben meiner Familie, das hier auf’s Spiel gesetzt wird. Es ist mir scheißegal, wer dann Schuld daran ist, wenn wir uns infizieren. Ich erwarte vom Staat – egal ob Land oder Bund – Infektionsschutz! FÜRSORGEPFLICHT! Und zudem als Mutter aus der Risikogruppe erwarte ich, dass Risikogruppen auch geschützt werden, wenn sie noch nicht in Rente sind!

    • Was soll Frau Merkel ihrer Meinung nach denn tun?
      Wieder zig Stunden über Schulen und Kitas debattieren?
      Um sich dann von einer ehemaligen Honecker Anhängerin vorwerfen zu lassen,sie würde Kinder quälen?!
      Und am Ende macht jedes Bundesland wieder was es will, weil die ach so schlauen MP’s und KM’s es ja immer besser wissen-da sie schlauer sind als Ärzte und Virologen.
      Frau Merkel hat es wahrlich vernünftig und verantwortungsvoll probiert- genützt hat es leider nichts!

  10. RLP wird ja auch von Herrn Professor Dr. Zepp beraten, der sich für eine Herdenimmunität von Schülern ausspricht.
    „ Kinder gegen Corona zu impfen, sei vorrangig „fremdnützig“, so Kinderarzt Zepp. „Kinder erkranken dramatisch seltener schwerwiegend als Erwachsene. Wir würden Kinder also vor allem impfen, um Ältere zu schützen. Da müssen wir uns schon fragen, ob das abgesehen von Kindern mit besonderen Infektionsrisiken ethisch vertretbar ist.“ Eine Herdenimmunität ließe sich vermutlich auch ohne die Impfung von Kindern erreichen. Sie würden zur Durchseuchung beitragen, indem sie sich infizieren.“
    Nachzulesen unter:
    https://www.fr.de/panorama/corona-impfung-kinder-impfstoff-coronavirus-moderna-covid-19-pandemie-immun-90194560.html

    • Warum hört man auf solche Leute?

      Dass das mit der Durchseuchung – von wem auch immer – NICHT klappt, hat man kürzlich in Brasilien (Manaus) schmerzlich feststellen müssen.

      Außerdem vergisst dieser „Experte“ anscheinend, dass Kinder nicht in einer luftleeren Blase leben, sondern Eltern haben.

      • @Jan aus H

        „dass Kinder nicht in einer luftleeren Blase leben, sondern Eltern haben.“

        Aber die Kinder haben ja jetzt bald wieder weniger Kontakt zu den Eltern?
        Ja wenn das nicht fein ist?
        (Ich habe versucht, mich ganz emphatisch in die Gedankenwelt des von Herrn Professor Dr. Zepp zu vertiefen.)
        😉

    • Hab es gerade nachgelesen. Konnte nicht glauben, dass da wirklich diese krassen Formulierungen stehen.
      Das ist doch Wasser auf die Mühlen der Impfgegener, die sich sicher darin bestärkt sehen, dass sie sich nicht „fremdnützig“ impfen lassen wollen. Wie gut, dass es auch Impfungen für Kinder gibt, die auch ihnen selbst nützen (Polio, …). Abgesehen davon erkranken ja auch Kinder schwer an COVID-19 bzw. bekommen längere Zeit nach der Infektion Probleme.

    • Eine perfide Person, dieser Professor Zepp. Die von ihm vorgesehene Durchseuchung wird nun weiter voranschreiten dank seiner „Expertise“. Selbst vermutlich schon mit dem chicken Biontech-Impfstoff auf der sicheren Seite und andere einem tödlichen Virus mit unzureichenden Schutzmaßnahmen aussetzen.
      Moralisches Gewissen gleich null vorhanden.

  11. Forscher weltweit nennen die Brasilien Mutation mittlerweile Sars-CoV3!!!!

    Ja die Zahlen gehen weltweit zurück, jedoch ist dies auf die neue Teststrategie zurück zu führen u.a. durch die WHO herbei geführt, nämlich nur noch symptomatische Fälle zu testen.
    In der Politik wird das auf die fehlende Kapazität der Rohstoffe für PCR-Tests zurück geführt.
    Spart man hier Material oder Tests?

    Desweiteren melden in Deutschland 225 Gesundheitsämter weiterhin mit dem veralteten EHEC-Meldesystem, das RKI verwertet nur noch Zahlen, die mit dem neuen RKI-Meldesystem Sormas gezählt werden!
    Wie zuverlässig sind diese Zahlen? Wo landen die anderen Fälle?

    Als Covid19 Verstorbene gelten seit einiger Zeit nur Tote, die vorher beim Gesundheitsamt als positive Fälle gemeldet waren! Wer zählt die an Covid19 Verstorbenen zu Hause?

    In den Krankenhäusern liegen vorwiegend Personen unter 60, die meisten infizierten Senioren
    verbleiben im Pflegeheim!

    Intensivstationen wären eigentlich längst überbelastet, man hat jedoch entschieden viele kritische Fälle auf den Covid-Stationen verbleiben zu lassen, und diese mit Sauerstoff zu versorgen, mit dem Ziel Intensivbetten zu sparen. Nach einigen Wochen folgen diese dann in die Intensivbetten. Wie belegt(voll) sind die Krankenhäuser wirklich, wie viele Patienten werden aktuell stationär behandelt?

    Nach 14 Tagen ist man angeblich nicht mehr ansteckend. Warum müssen dann Bestatter Schutzanzüge mit Atemumwälzung tragen? Wie kommt es, dass Patienten bis zu 5 Monate während des Krankenhausaufenthalts noch positiv getestet werden?

    Long-Covid Patienten werden von Hausärzten nicht anerkannt, ihre Beschwerden und Organschädigungen im Inneren, werden nicht untersucht, stattdessen werden diese Patienten zum Psychologen geschickt! Was geht hier vor?

    Covid-Symptome bei Kindern, werden als psychosomatische „Lockdown“-Symptome eingeordnet, um Schulöffnungen trotz bestehender Gefahr zu forcieren und womöglich Infektionen unter den Tisch zu kehren. Eltern die demnächst eine Sars-Cov2 Infektion bei ihren Kindern vermuten, wird dann gesagt ihre Kinder hätten psychosomatische Erscheinungen?

    Ein allgemeiner psychosozialer Druck eines Jeden wird öffentlich auf Kinder abgewälzt und projiziert. Kinder verstehen mehr als ihnen von Psychologen, Politikern und Pädagogen zu gesprochen wird!
    Inwieweit haben Kinder selbst Angst vor dem Virus und der Ansteckung?
    Weshalb verleugnen Kinderärzte Erkrankungen bei Kindern, teilweise mit schweren Verläufen weltweit vor allem in Deutschland?

    Zurecht gelegte, alte neuverfasste haltlose Studien werden propagiert, wahre wissenschaftliche Studien und internationale Erkenntnisse werden diffamiert! Zahlen sind nicht zuverlässig und können ständig politisch neu ausgelegt werden?

    Inwieweit kann sich der normale Bürger noch einen Überblick verschaffen, bei all den sinnlosen bis hin perfiden Debatten in der Politik, auffälliger Meinungsmache in den Medien und privaten Diskussionen?

    Wie viel längst widerlegte politisch motivierte Herden- und Teilimmunitäts-Bestreben über Durchseuchung müssen die Bürger und die Gesellschaft noch über sich ergehen lassen?

    Wie weit kann man sich selbst und seine Familie noch schützen, wenn sich jeder seine eigene Meinung bildet ungeachtet bestätigter wissenschaftlicher Fakten die rein logisch als allgemeiner Konsens gelten müssten?

    Den allgemeinen Konsens gibt es unter Medizinern und Wissenschaftlern weltweit, belegt durch Studien und Diagnosen!

    Wohin wird uns eine Themeninvasion zur Begründung falscher Tatsachen und Fehlentscheidungen noch führen? Wie viel Informationskrieg kann der Bürger noch aushalten?
    Wie viele falsch konstruierte Modelle, die längst ad acta liegen, müssen noch ausprobiert werden?

    • @James Smith
      Danke für Ihre Kommentare, die immer sehr viel ‚Wahrheit‘ enthalten.

      Beim Lesen, verbunden mit dem Einordnen der Fakten und dem Bemühen des eigenen logischen Denkvermögens, überkommt einem das Gefühl eines Déjá-vu á la ‚1984‘.
      MPKs handeln wie das Ministerium für Wahrheit – Unwissenheit ist Stärke -, das lässt sich zur Zeit gut an den Man(n) bringen.

    • Sie bringen hier viele wichtige Fragen, an einer Stelle blieb ich v.a. hängen: „Covid-Symptome bei Kindern, werden als psychosomatische „Lockdown“-Symptome eingeordnet“

      Tatsächlich werden psychische Symptome durch Corona verursacht, das ist belegt meines Wissens.
      Wenn nun der immer wieder gemeldete Anstieg von psychischen Problemen gerade bei jungen/jüngeren Menschen auch – oder vlt. sogar in größerem Maße – auf unerkannte Infektionen zurückgehen sollte oder eine Form von LongCovid bei Kindern/Jugendlichen wäre – und nun soll dies durch offene Schulen/Kitas „kuriert“ werden. Herrgott, da wird einem ganz gruselig …

      Werden denn Kinder mit psychischen Prolemen aktuell routinemäßig beim Kinderarzt oder -psychologen getestet? Naja, ich glaub ich kenne die Antwort.

      • sinkende Zahlen….eher manipulierte Zahlen!
        +++ 12:24 Spahn: PCR-Tests für alle mit Symptomen ab nächster Woche +++
        Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Empfehlung an die Ärzte so überarbeiten, dass ab kommender Woche wieder jeder mit Corona-Symptomen einen PCR-Test bekommen kann. Angesichts der ausgebliebenen Grippewelle und sinkender Corona-Zahlen gebe es wieder freie Kapazitäten in den Laboren, sagt Spahn. Im November waren die Empfehlungen für PCR-Tests wegen der stark steigenden Infektionszahlen geändert worden. Seitdem wird nicht mehr jeder mit Symptomen automatisch auf Corona getestet. Diese Empfehlung könne nun geändert werden, so Spahn.

  12. Passend dazu kann man heute Folgendes lesen:

    „DONNERSTAG, 11. FEBRUAR 2021
    Ansteckung vermutlich zu Hause
    Kita-Kinder sind selten Sars-CoV-2-infiziert
    Über die Rolle von Kindern in Kitas und Schulen in der Pandemie herrscht noch immer Unklarheit. Aktuelle Studienergebnisse aus Frankreich bringen ein wenig mehr Licht ins Dunkel – etwa, was die Ansteckungsgefahr für Kinder in Kitas angeht.
    Forschende haben anhand von Blutuntersuchungen herausgefunden, dass sich Kinder, die während des ersten Lockdowns in Frankreich in 22 Kitas betreut wurden, nur selten mit Sars-CoV-2 infizierten. Vermutet wird zudem, dass die Ansteckung der Kinder innerhalb der Familien und nicht in den Einrichtungen geschah. Der Grund: Bei den Eltern handelte es sich um Personen, die wegen ihrer systemrelevanten Berufe vor allem in Kliniken einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren.
    Kinder im Alter von fünf Monaten bis zu vier Jahren wurden während der Zeit vom 15. März bis zum 9. Mai 2020 hauptsächlich in Kindertagesstätten von Kliniken betreut. Dort wurde auf diverse Schutzmaßnahmen geachtet: Die betreuenden Personen hatten kleine Gruppen von sechs bis acht Kindern zu beaufsichtigen und trugen dabei Gesichtsmasken. Nach Möglichkeit wurden die Gruppen immer von denselben Personen beaufsichtigt. Abstands- und Hygieneregeln wurden eingehalten. Zudem gab es regelmäßige Kontrollen der Körpertemperatur. Kinder, die krank oder fiebrig waren, mussten zu Hause bleiben.“
    https://www.n-tv.de/wissen/Kita-Kinder-sind-selten-Sars-CoV-2-infiziert-article22353768.html

    Wer nur die Überschrift liest, wird den aktuellen Kurs der Kitaöffnungen sofort unterstützen. Wenn man weiterliest, entdeckt man aber den untersuchten Zeitraum, nämlich März bis Mai im Lockdown, und die Tatsache, dass diverse Schutzmaßnahmen eingehalten wurden : kleine Gruppen von 6-8 Kindern (es waren ja ohnehin nur die Kinder „systemrelevanter“ Eltern da, also insgesamt wohl eher wenige im Vergleich zum Normalbetrieb), Abstands- und Hygieneregeln, Messen der Körpertemperatur, kranke oder fiebrige Kinder mussten zu Hause bleiben, Erzieher trugen Masken.
    Wer das liest, findet sofort die „Fehler“ beim aktuellen Kitabetrieb, der selbst in der reduzierten Notbetreuung o.g. Schutzmaßnahmen kaum gewährleistet.
    Und dass Kinder, die sich bei ihren systemrelevanten Eltern, die in Kliniken arbeiten, zu Hause angesteckt haben, das Virus in der Kita dann an andere weitergegeben haben könnten, scheint auch keine Rolle zu spielen. Außerdem ist die Ansteckung zu Hause auch nur eine Vermutung.
    Über die Infektiosität und die Auswirkungen auf die ErzieherInnen kann man anhand des Artikels nichts sagen. Aber die EuE haben ja auch Masken getragen. Abgesehen davon, dass im Artikel nichts über die Auswirkung hoher Inzidenzen im Umfeld ausgesagt werden kann. War ja Lockdown und alles eingeschränkt.
    Aber schon komisch, dass der Artikel mit Daten von März bis Mai ausgerechnet jetzt erscheint. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    • Das gleiche mit wie mit der BaWü Kinderstudie. Auch da wurde während des Lockdowns getestet damals, also völlig an der Realität vorbei.

    • @Leseratte

      „Ein Schelm, der Böses dabei denkt.“

      Oh Männo!

      Das hatte ich weiter oben schon mal …
      Öh, das bringt mich echt so voll mies durcheiander!

      Ich glaube, ich bin doch ein Schelm.

      • „Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.“
        Arthur Schopenhauer *1788 †1860
        Autor, Hochschullehrer und deutscher Philosoph

        Glauben Sie nur, Sie seien ein Schelm, oder wissen Sie es inzwischen? Ich bin mir ziemlich sicher))))

  13. „Wann können Schulen und Kitas wieder öffnen?
    In der aktuellen Beschlussvorlage heißt es, die Öffnung von Kitas und Schulen solle Priorität haben. Über das Wann und Wie entscheiden schließlich die Bundesländer. Experten hingegen sehen eine Öffnung der Einrichtungen kritisch.
    So erklärt Scholz [Uni Leipzig] : „Es kann meines Erachtens als bewiesen gelten, dass in Schulen ein starkes Infektionsgeschehen stattfindet. Das zeigen nicht nur Ergebnisse vieler anderer Länder, auch in Deutschland sprechen die Zahlen sehr dafür.“ Er geht auf eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK Krankenkasse (Wido) ein, die zeigt, dass Lehrer und Erzieher die „am stärksten durch Covid-19 betroffene Berufsgruppe – stärker sogar als Heil- und Pflegeberufe“ seien.
    Auch die Entwicklung der Corona-Fallzahlen sieht er als Argument: „Zudem begannen die Infektionszahlen in Deutschland erst nach den Schulschließungen deutlich zu sinken und das besonders stark in der betroffenen Altersgruppe. Das ist ein starker Hinweis darauf, dass sich ein großer Teil der Kinder in den Schulen ansteckt – und nicht, wie häufig behauptet, zu Hause.“
    Auch die australische Epidemiologin Zoë Hyde, die intensiv zum Coronavirus bei Kindern forscht, betont auf Anfrage von t-online: „Es wäre im Moment rücksichtslos, Schulen und Kindertagesstätten zu öffnen. Während die Reproduktionszahl auf 0,9 gefallen ist, was ermutigend ist, gibt es in Deutschland immer noch eine sehr große Anzahl von Menschen, die derzeit infiziert sind.“ Das bedeute auch, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das Virus in die Schulen gebracht wird. „Ich denke, die Wiedereröffnung von Schulen zu diesem Zeitpunkt würde zu Ausbrüchen führen und wir würden sehen, dass die Reproduktionszahl wieder über 1 steigt.“
    Und auch Intensivmediziner haben vor einer zu frühen Öffnung von Schulen und Kitas gewarnt. „Wir sehen die Gefahr, dass sich durch die Mutationen unbemerkt eine dritte Welle aufbaut“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, in einem Interview mit t-online.
    Auch Markus Scholz betont: „Ich verstehe das gesellschaftliche Anliegen, aber aus epidemiologischer Sicht ist der Schulbereich aufgrund der hohen Kontaktdichten einfach besonders kritisch zu sehen.“ Seine australische Kollegin schlägt sogar konkrete Zahlen vor: „Öffnungen vor einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 20 Fällen pro 100.000 Einwohner wären fatal.“ Noch besser wäre es ihrer Meinung nach, die Inzidenz noch niedriger anzusetzen. Zudem müsste es strenge Regeln bei einer Wiederöffnung der Schulen geben: „Alle Kinder, die sicher eine Maske tragen können, sollten dies tun, insbesondere im Klassenzimmer.“
    Anders als beim Schulthema sehen Experten wie Markus Scholz die Öffnung der Geschäfte weniger kritisch: „Nach unserer Einschätzung trägt der Einzelhandel nur unwesentlich zum Infektionsgeschehen bei, wenn Hygieneregeln beachtet werden. Ich sehe diesen Bereich am wenigsten kritisch“, sagt der Epidemiologe. „Wichtig wären eine konsequente Maskenpflicht sowie Abstandsregeln und Beschränkungen der Personenzahl in Geschäften.“
    https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_89443760/debatte-um-corona-lockerungen-wo-es-spielraum-gibt-und-was-gefaehrlich-waere.html

    Wir machen also lieber den Einzelhandel total kaputt, öffnen aber der dritten Welle Tür und Tor, sodass dann wieder heruntergefahren werden muss. Was für ein Wahnsinn.

    • … und bezahlen Überbrückungshilfen, anstatt das Geld in halbwegs sichere Schulen zu investieren (Luftfilteranlagen, Plexiglas, Desinfektionsmittel).

      Wobei das natürlich eigentlich schon letztes Frühjahr hätte losgehen müssen, jetzt würde ich nicht mehr in mobile Anlagen investieren, sondern in dauerhaft festinstallierte Anlagen.

  14. Ich werde meine Kinder nicht zur Schule schicken,weil Virologen vorraus gesagt haben,das die dritte Welle bereits schon da ist.

  15. Und ich setze die Gesundheit meiner Kinder nicht aufs Spiel.Nur weil irgendwelche Minister,nicht das machen,was eine Kanzlerin sagt.Im NRW,wird eh gemacht,was jeder will.Wenn man auf die Strasse kuckt,jeder 2.rennt ohne Maske rum.Beim Schlitten fahren im Stadtpark niemand trug eine Maske.Da schaut niemand vom Ordnungsamt nach.Weil es keinen interessiert,was passiert.

  16. Also hier kam grad ein Schreiben von Eisenmann, dass ab 22. Februar auch die Kursstufenschüler alle wieder in Präsenz gehen. Klasse!

    Dann geht das Viruswichteln bald wieder los.

    • @Besorgter Bürger
      In Nds. sind die Oberstufler im Kurssystem bereits ab 11.01. im vollen – im wahrsten Sinne des Wortes – Präsenzunterricht.
      Auf dem Papier ist es von KM Tonne tituliert als Wechselmodell ‚B‘, von den SLs allerdings als Präsenzunterricht umgesetzt (Hintertürchen gibt es immer).

    • Genial. Jetzt gibt es schon wieder Unklarheit. Brief von Eisenmann: Komplette Kurssrufe geht in Wechsel-Präsenz.
      KM in der Stuttgarter Zeitung: Nur der Abschlussjahrgang.

      Das braucht es in einer Pandemie unbedingt: unklare Ansagen, Verunsicherung und dass man ständig oben nachfragen muss, was denn nun gemeint ist.

      Wie schlecht will diese Regierung es eigentlich noch machen?

      • BaWü: Schulleitung entscheidet über Umfang der Präsenz in der Abschlussstufe – jawoll, jetzt machen wir die SL und Kollegien vollends ganz kaputt, indem wir ihnen alle Elternwünsche und -ideen, was richtig und falsch ist, ungefiltert und direkt an den Hals jagen und das KuMi zieht sich wie gewohnt raus.

  17. Es ist wieder genau das gleiche wie beim letzten Mal: Man hofft auf den Best-Case und wird irgendwann vom Worst-Case „überrascht“.

    Richtig wäre: Man plant für den Worst-Case und freut sich, wenn es dann doch den Best-Case gibt.

    Ich warte darauf, dass der erste KM verkündet, dass die dritte Welle (wahlweise: das heftige Einschlagen der Mutationen) vollkommen überraschend gekommen sind.

  18. Die Medaille hat ja bekanntlich immer 2 Seiten. Leider liest man hier immer nur von der einen Seite. Die andere sieht so aus:

    „Dagegen nahmen stationäre Behandlungen wegen Depressionen um sechs Prozent und wegen Belastungsstörungen gar um 44 Prozent zu. Die Belastungen durch die Corona-Pandemie wirkten sich negativ aus, erläuterte Sophie Schwab. „Die Analyse des ersten Lockdowns lässt befürchten, dass die Pandemiefolgen für unsere Kinder insgesamt wesentlich gravierender sein werden.“
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/corona-bayern-kinder-krankenhaus-depressionen-1.5199215

    • Das Schöne am Tod ist ja auch, dass man keine Belastungsstörungen mehr fühlt. Hat alles zwei Seiten.

      Always look on the bright side of death…

    • @Tsundoku3
      Mich wundert nur ….. der betrachtete Zeitraum ihrer zitierten Quelle:
      „Klinikbehandlungen im März und April 2020(?)“

      Seltsam, seltsam – Dramaturgie oder Effekthascherei? –
      Zu ‚Normalzeiten‘ musste man 9 – 12 Monate auf einen Facharzttermin im Bereich Psychiatrie / Psychologie warten.

      Da fehlt mir jetzt ehrlich gesagt der geistige Horizont, um die Zahlen Ihrer zitierten Quelle in einen Zusammenhang mit der Pandemie zu bringen.

      Die im März / April 2020 wegen Depressionen und Belastungsstörungen in stationärer Behandlung befindlichen Kinder/Jugendlichen, müssen bereits im Frühjahr / Sommer 2019! Auffälligkeiten gezeigt haben, die somit sicherlich NICHT in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 Einschränkungen stehen.

    • Es gibt immer 2 Seiten zu beachten, ganz genau. – Hier also bitte:

      Die Erfahrungen vieler Lehrer*innen (und mir selbst) aus der Praxis unter Pandemie seit dem ersten Lockdown lassen befürchten, dass die Pandemie-Infektionsfolgen – direkte (eigene Infektion) und indirekte (Infektion Nahestehender) – für Kinder insgesamt wesentlich gravierender sein werden, als viel zu lange noch in den Slogans „die Schulen sind sicher“, „Kinder erkranken nur sehr selten“, „Kinder sind keine Treiber“ verkündet wurde/wird.

      Die Erfahrungen vieler Lehrer*innen (und mir selbst) aus der Praxis unter Pandemie seit dem ersten Lockdown lassen hoffen, dass die psychischen Folgen durch Schulschließung und auch die schulische Entwicklung der Schüler*innen weit besser sein werden als gemeinhin aktuell viel zu oft verkündet wird.

      PS: Es gibt vlt. eine 3. Seite hier: Noch ein Gedanke, auf den mich eine anderer Kommentar brachte: Ggf. könnten psychosomatische Probleme bei jungen Menschen aktuell auch Folgen einer unerkannten da symptomlosen Infektion sein und nicht nur und nicht immer durch Schulschließung entstehen. Ich bezweifle, dass routinemäßig in Kinderarzt/-psychologen – Praxen getestet wird. Covid/LongCovid erzeugt meines Wissens regelmäßig psychosomatische Symptome.

  19. Dann warten wir mal ab, wann die Zahlen wieder hochgehen. Dürfte ja nicht all zu lange dauern. Es wurde seitens der Medien aber auch alles aufgebauscht, was nur eben ging. Die Studie über die Zunahme der psychischen Auffälligkeiten, der Terror der unbelehrbaren Eltern und einige TV Sender sind ja direkt mit auf den Zug aufgesprungen… Wenn ich da an den Sender mit dem runden Logo denke und die Sendung, die morgens von 6-10 dort läuft, das war schon nicht mehr nur einseitige Berichterstattung. Es wurden die ganze Woche verzweifelte Schüler und Eltern gezeigt. BRAVO…

    Liebe Redaktion: Könntet ihr in einem Artikel vll mal thematisieren, was denn jetzt in NRW Sache ist? Wir tappen alle im Dunkeln, was es denn nun mit der auf der Pressekonferenz erwähnten 50er Inzidenz auf sich haben soll… Will Gebauer dann die Grundschulen in den Regelbetrieb schicken? Oder will sie gleich alle Jahrgänge in den Regelbetrieb schicken oder doch ins Wechselmodell???? Oder doch dann erst noch beraten, welche Klassen auf welche Weise zurückkommen? In der Schulmail wurde die 50er Inzidenz nicht mehr erwähnt, aber auf der gestrigen Pressekonferenz. Die Infos in den Medien widersprechen sich alle, jede Seite behauptet etwas anderes. Kann doch nicht sein, dass das schon wieder so ein Chaos ist und Eltern und Lehrkräfte hier wieder völlig im Dunkeln tappen!

  20. Mich würde interessieren, wie ich mich im Präsenzunterricht schützen soll, wenn ich die FFP2 Maske maximal 75min am Stück tragen darf und anschließend 30min Tragepause einhalten müsste?
    (hier nachzulesen: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/FAQs/DE/News/PSA/Corona-PSA-Masken-11-C7.html#:~:text=Bei%20einer%20FFP%2DMaske%20ohne,anschlie%C3%9Fender%20Mindesterholungsdauer%20von%2030%20Minuten.)

    Wie sollen Lehrer:innen, Erzieher:innen sowie Schüler:innen das anstellen? Muss ich mich nun entscheiden: Gefährde ich meine Gesundheit, indem ich die Maske zu lange trage (Sauerstoffmangel), oder gefährde ich meine Gesundheit sowie die meiner Mitmenschen, indem ich auf die weniger sichere Maske wechsle?

    • Ganz einfach: Die Schulleitung (ist für Hygiene verantwortlich) auffordern, den Stundenplan entsprechend anzupassen. Ansonsten halt nach 75 Minuten alle auf den Hof schicken und Maskenpause machen.

      • Das wird zumindest in NRW schwierig. Auf dem kompletten Schulgelände gilt Maskenpflicht. Insofern müsste man das Gelände verlassen, dann gelten aber wieder Kontaktbeschränkungen…

    • Die Tragezeit von 75min ist nur eine Empfehlung keine Vorschrift. Theoretisch können sie als Lehrkraft auf eine arbeitsmedizinische Untersuchung und eine Gefährdungsanalyse bestehen, aus der dann die Tragezeit berechnet wird. Da das Tragen dieser Maske von ihnen aber „freiwillig‘ erfolgt wird dem wenig Erfolg beschieden sein.

      • DGUV und Arbeitsschutz … wo kein Kläger, da kein Richter!?
        Bei Personen mit Lungenventilationsstörungen ist die Tragezeit einer FFP2-Maske auf max. 30 Minuten begrenzt. Allgemein nach 75 Minuten Tragezeit sind mindestens 30 Minuten Pause einzuhalten.

        Generell ist die FFP2-Maske zum Eigenschutz im Nahfeld nicht dazu geeignet, den Mindestabstand von 1,50 m dauerhaft zu unterschreiten.

        Bei „Empfehlung“ und/ oder freiwillig konmt schnell der „Verantwortliche“ ins Spiel. Die Gefährdungsbeurteilung muss – nicht soll oder könnte – für den Arbeitsplatz, auch einer Lehrkraft, selbst in Teilzeit oder als Aushilfe vorliegen.

    • Haben Sie sich schon mal die Warnhinweise der Hersteller von ffp2 Masken angesehen?

      Ich habe einen solchen warnhinweis eines deutschen Herstellers eine ffp2 Maske vorliegen.

      Zitat: „(…)müssen [Benutzer] geschult sein, um das Produkt gemäß den korrekten Verwendungsmethoden und den örtlichen behördlichen Vorschriften zu verwenden. Unsachgemäße Verwendung kann zu
      Krankheiten oder sogar zum Tod führen.“

      • @Tobi
        „… oder sogar zum Tod führen.“

        Das ist so wie mit den Warnhinweisen auf Plastikbeuteln
        „Warnung: Halten Sie die Plastikbeutel außer Reichweite von Kindern, die sonst eventuell darin ersticken könnten.“

        Oder den Warnhinweisen auf der Mikrowelle:
        „Nicht geeignet zum Trocknen von Haustieren.“

        Fazit:
        Jeder ist seines Glückes Schmied.
        Trotz identischen Ergebnisses ‚Tod‘, ist der Unterschied in der Anwendung und dem Nutzen immens. 😉

    • Bei uns im Saarland:
      FFP2-Masken sind laut Ministerin für die „Ängstlichen“ unter den LuL.
      Man „darf“ also FFP2-Maske tragen.
      Da das aber keine Vorschrift ist, sondern eine Erlaubnis, gilt die 75-Minuten-Regel nicht.

  21. Unsere Grundschule will die Klassen in zwei Gruppen teilen und im täglichen Wechsel in die Schule holen. Gleichzeitig ist Ogata und Kantine dann natürlich für alle geöffnet.
    Das kann doch nicht wahr sein?

  22. Also ich bin Mutti einer 14 jährigen Teenitochter. Sie hat es extrem schwer mit dem Homescooling. Sie hat seit der ersten Klasse Dyskalkulie, die sich nun, durch gewisse Umstände, in eine Entwicklingsstörung schulischer Fertigkeiten gewandelt hat. Sie ist in Therapie. Alleine lernen, ohne Hilfe unmöglich.

    Onlineschule gibt es nicht bei uns. Keine Ahnung warum.

    Ich habe nen 8h Beruf als Erzieherin plus nen 18 Monate alten Sohn. Es ist sehr sehr problematisch

  23. Ein Jahr Pandemie: gibt es in den Schulen Plexiglasscheiben? Abluftgeräte? Was haben denn die Ministerpräsidenten getan, für Sicherheit in den Schulen???
    Mit 5 Kindern im Lockdown haben wir uns mittlerweile gut strukturiert. Die Stimmung ist gut, als Familie sind wir zusammen gewachsen. Wir arbeiten beide aus dem Homeoffice. Fragt doch die Eltern, wer sein Kind in der Schule haben muss, meine können gerne zu Hause geschult werden.

    • Sagen Sie das bitte ihrer Schulleitung.
      (Meine Schulleitung hat im letzten Gespräch betont, dass sich Eltern melden, die ihre Kinder unbedingt wieder in die Schule schicken wollen…… Das sei ein Grund dafür, dass die Schule wieder bald geöffnet werden müssen.)

  24. In BW hat Eisenmann den Schulleitungen den schwarzen Peter zugeschoben. Bei uns heißt Wechselunterricht in den Abschlussklassen, dass K1 und K2 vormittags in voller Stärke an den Schulen sind; Fernunterricht ist dann nachmittags, Fernunterricht für die andern Klassen
    zwischendurch.

    • Etwa ein Ergebnis einer KANN / DARF / SOLL Regelung?
      Für solche Sachverhalte sind doch häufig die Ausführungsbestimmungen vorhanden, weil wir ja ohne nicht klarkommen in Deutschland. Stichwort „Bananenbieger“.

  25. Und die Stadt Münster hat einen Antrag an die Landesregierung gestellt, dass die Grundschulen wieder mit kompletten Klassen in den normalen Präsenzunterricht gehen sollen, weil die Inzidenzwerte so gering sind. Bin mal gespannt was dabei heraus kommt. Gut finde ich das nicht.

  26. Ich bin alleinerziehende Lehrerin mit 3 Kindern. Aus dem HO arbeiten bzw. Online-Unterricht halten ist nur schwer möglich, wenn die Kinder im Haus herumturnen, dennoch hatte ich alle Kinder nun seit Januar Zuhause. Meine Korrekturen, das Erstellen von Arbeitsmaterial und Co erledige ich überwiegend abends/nachts. Ich schlafe seit Januar kaum mehr als 6 Stunden pro Nacht.
    Wenn ich nun wieder in die Schule muss, werde ich auch meine Kinder wieder in die Betreuung schicken müssen.
    Als Vorerkrankte tu ich das mit Bauchschmerzen, andererseits ist für mich die psychische und physische Belastungsgrenze durch den Lockdown ebenfalls erreicht.
    Lernen auf Distanz? Bei uns ein Witz. Wir haben 3 Endgeräte für die Schüler pro Klasse erhalten (von einigen Schülern habe ich daher seit Dezember keine vollständigen Aufgaben mehr bekommen), die Lehrkräfte haben Tablets bekommen, deren Nutzungsvertrag kein Mensch im Vollbesitz der geistigen Kräfte unterschreiben kann.
    Lösungen?
    Ich weiß keine konkrete – die Schulen mit Luftfiltern auszustatten wäre sinnvoll. Dezentrale Abschlussprüfungen. Regelmäßige Tests ALLER (auch der Schüler – in Österreich bekommen die das auch 2mal pro Woche auf die Reihe).

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