Korruption? Einbau von mobilen Luftfiltern in Düsseldorfer Schulen gestoppt

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DÜSSELDORF. Beim millionenschweren Ankauf von Luftfiltern für die Grundschulen hat die Stadt Düsseldorf Unregelmäßigkeiten eingeräumt. Ein Mitarbeiter sei freigestellt, rechtliche Schritte seien eingeleitet worden, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit.

Mobile Luftfilter können Viren aus der Raumluft beseitigen – kosten aber Geld. Foto: Shutterstock

Nach bisherigen Untersuchungen habe es einen Interessenskonflikt, einen Verstoß gegen die Compliance-Richtlinien und möglicherweise auch Straftaten gegeben. Weitere Angaben könnten aufgrund des laufenden Verfahrens zurzeit nicht gemacht werden. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft sagte, in der Sache sei Strafanzeige beim Landeskriminalamt erstattet worden. Die Staatsanwaltschaft werde diese prüfen, sobald sie vorliege.

Der WDR hatte zuerst berichtet. Nach Angaben des Senders war der millionenschwere Deal ohne Vergabeverfahren vergeben worden. Die Stadt Düsseldorf habe Ende letzten Jahres 4000 UV-Luftfilteranlagen im Wert von vier bis fünf Millionen Euro angeschafft. Damit sollten alle Klassen- und Lehrerzimmer der städtischen Grundschulen ausgestattet werden. Der Einbau der Anlagen sei aber vorerst gestoppt worden, nachdem ein Konkurrenzunternehmen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Auftragsvergabe angemeldet hatte. dpa

Der Luftfilter-Skandal: Wie das Umweltbundesamt den Einsatz der Geräte in Schulen schlechtredet – und was dahintersteckt

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8 KOMMENTARE

  1. Das macht mich fassungslos.
    Natürlich muss diesen Vorwürfen nachgegangen werden, es kostet schließlich unser aller Steuergelder.
    Falls das stimmt, wird der Einbau wichtiger Schutzmaßnahmen wegen persönlicher Bereicherungsbestreben von Mandatsträgern verzögert. Es tut schon sehr weh, das zu lesen. Gibt es eine Bearbeitungsfrist für die Staatsanwaltschaft, nach deren Ablauf neu vergeben werden muss?

  2. Sollen sie doch Vetternwirtschaft betreiben und die Schulen sichern!
    Mir ist das tausend mal lieber, als Fluggesellschaften zu sanieren, damit sie Extraflüge bereitstellen können um den Import weiterer Viren zu fördern…
    Ich zahle lieber Steuern für die Gesundheit der Kinder, als für Mallorca-Patyfreuden der Covidioten!
    Und gibt’s jetzt eine Anzeige gegen das klagende Unternehmen wegen Kindeswohlgefährdung von der Elternschaft der betroffenen Schulen???

  3. Die ganze Regierung ist korrupt.Ständig wird das was gegen den Virus schützen und helfen boykottiert..Mit uns und unseren Steuergeldern wird Schindluder getrieben.Ich komme nich mehr raus der Wut.!

  4. Wäre es denn nicht erstmal wichtig, das zu verbauen was angeschafft würde, um Schüler, sowie Lehrer zu schützen und einen „normaleren“ Alltag in diesen Schulen zu ermöglichen? Im Zuge der Ermittlungen kann es doch zu Ausgleichszahlungen an die benachteiligten Unternehmen oder was auch immer km Rahmen der Möglichkeiten steht. Aber wäre es nicht ein Ding der Verhältnismäßigkeit, sich erstmal um das Leben und die Gesundheit von Menschen zu kümmern? Falls hierfür noch ein wirtschaftlicher Aspekt benötigt wird, zum Erhalt der zukünftigen Fachkräfte des Landes.

  5. Ach, schau mal einer an: Korruption scheint wohl auch ein ansteckendes Virus zu sein….. Die Landesregierung war ja hilfreiches Vorbild bei Großaufträgen für Masken und Schutzkittel ohne ordentliches Vergabeverfahren! Und deren Oberhäuptling, der Nachfahre Karls des Großen, will Bundeskanzler werden! Glückwunsch!!! Mit Ansage und voller Wucht in den Abgrund! Das gilt es unbedingt zu verhindern!
    Man kann garnicht so viel f…..n wie man k….n könnte!!!!

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