Die GEW kämpft jetzt für Schulöffnungen. Kultusminister gibt nach – und kündigt trotz steigender Inzidenzen Präsenzunterricht an

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WIESBADEN. Die GEW Hessen hat einen rasanten Schwenk hingelegt – von einer harten Kritikerin der Schulöffnungspolitik der Landesregierung hin zur Dränglerin für schnelle Schulöffnungen. Tatsächlich will Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) dem jetzt folgen und die Jahrgänge sieben bis elf zurück in den Präsenzunterricht bringen. Augenscheinlich hat die Ankündigung, auch Lehrkräfte der weiterführenden Schulen könnten sich nun Impftermine holen, bei der Gewerkschaft zu einem plötzlichen Umdenken geführt.

Wenn’s denn sein muss: Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Foto: HKM/ Patrick Liste

Die mutierten Sars-Cov-2-Erreger aus England, Südafrika und Brasilien seien inzwischen auch in Hessen nachgewiesen worden. Dass diese auch in die Schulen und Kitas getragen würden, habe das Auftreten der britischen Corona-Variante in einer Frankfurter Kita gezeigt. Diese Entwicklung beunruhige viele Kolleginnen und Kollegen und auch Eltern sehr – berichtete die GEW Hessen in einer Pressemitteilung noch am 10. Februar

„Die GEW erwartet, dass Schul- und Kitaträger schnellstmöglich genügend Luftfilter bzw. Lüftungsanlagen anschaffen“

Die GEW-Landesvorsitzende Maike Wiedwald führte darin wörtlich aus: „Einerseits wird es insbesondere für die Kinder mit schlechten häuslichen Lernvoraussetzungen immer wichtiger, dass sie zumindest in einem gewissen Umfang wieder am Präsenzunterricht teilnehmen können. Andererseits erfordern die Mutationen ein besonderes Maß an Schutzvorkehrungen. Daher müssen nun die Schul- und Kitaträger schnellstmöglich genügend Luftfilter bzw. Lüftungsanlagen und CO2-Messgeräte anschaffen.“ Die GEW Hessen erwarte, dass ein Stufenplan mit Inzidenzwerten entwickelt wird, der sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts orientiert.

Was ist seitdem passiert? Luftfilter oder Lüftungsanlagen haben Hessens Schulen nicht bekommen. Die britische Mutation B.1.1.7 ist dafür mittlerweile vorherrschend in Deutschland und in Hessen geworden, auch unter den sich mit wachsender Zahl infizierenden Kindern und Jugendlichen. Die Infektionszahlen sind nochmal kräftig gestiegen: Am 10. Februar lag der Inzidenzwert für Hessen bei 77. Aktuell weist das RKI einen Wert von 166 für das Land aus – was über dem Grenzwert von 165 für die Notbremse des Bundes liegt, die kommende Woche in Kraft tritt (sich dabei allerdings auf kommunale Werte bezieht).

RKI-Chef Prof. Lothar Wieler hat erklärt, dass er den Notbremsen-Wert für deutlich zu hoch hält. Die RKI-Empfehlung für Kitas und Schulen, an der sich die GEW orientieren möchte, lautet also: früher schließen. Hat sich sonst noch etwas in Hessen geändert? Ach ja, eine erfreuliche Nachricht gab es vor den Osterferien für die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen dort. Sie dürfen sich seitdem ebenfalls für Impftermine anmelden, nicht nur die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen wie zuvor (und in anderen Bundesländern bis heute).

Diese Ankündigung hat offenbar zu einem plötzlichen Umdenken bei der Gewerkschaft geführt. Plötzlich hieß es (in einer Pressemitteilung vom 1. April): Die GEW Hessen halte es aus pädagogischen und sozialen Gründen doch für vorrangig, dass den Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 7 eine – zumindest tageweise – Rückkehr in den Präsenzunterricht ermöglicht wird. Dazu erklärte Vize-Vorsitzende Tony C. Schwarz: „Das ist für uns der dringendste nächste Öffnungsschritt, der gegangen werden muss, sobald es die Infektionslage zulässt. Die Schülerinnen und Schüler in diesen Jahrgängen waren seit Weihnachten nicht in der Schule.“

Vor zwei Wochen noch kündigte Hessens Kultusminister Alexander Lorz mit Blick auf das zunehmende Infektionsgeschehen an, dass die Klassen ab der Jahrgangsstufe 7 bis auf Weiteres im Distanzunterricht bleiben müssten. Die Kinder der Jahrgangsstufen eins bis sechs haben in Hessen Wechselunterricht. Auch die Abschlussklassen bekommen Präsenzunterricht. Nun allerdings drängelte die GEW auf weitere Öffnungsschritte. „Eine baldige Rückkehr in den Präsenzunterricht für diese Klassen, zumindest tageweise, muss Priorität haben“, erklärte Landesvorsitzende Wiedwald in einer Pressemitteilung vom 13. April mit Blick auf die Stufen sieben bis elf.

„Gerade viele jüngere Schülerinnen und Schüler benötigen regelmäßigen sozialen Kontakt“

In einer gemeinsamen Erklärung von GEW, Grundschulverband und Arbeitskreis der Direktorinnen und Direktoren hessischer Gesamtschulen vom 22. April heißt es schließlich: Es bestehe besonderer Handlungsbedarf ab der Klasse 7. Diese Jahrgangsstufen befänden sich mit Ausnahme der Abschlussklassen inzwischen seit vier Monaten im Distanzlernen. „Die Priorität der Landesregierung lag bislang auf der Durchführung der Abschlussprüfungen. Aber gerade viele jüngere Schülerinnen und Schüler benötigen regelmäßigen sozialen Kontakt und direkte Interaktionen mit den Lehrkräften besonders dringend“, so heißt es in dem Papier.

Und prompt hat Lorz darauf reagiert. Er kündigte gestern – also nur einen Tag nach Veröffentlichung der Erklärung – an, dass die Klassen sieben bis elf ab dem 6. Mai wieder Präsenzunterricht im Wechsel haben, wenn in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt ihrer Schule die Corona-Inzidenz unterhalb der Bundes-Notbremse liegt.

Bemerkenswert: Alle Pressemitteilungen, die zwischen Januar und Ende März herausgegeben wurden und die Forderungen der Gewerkschaft nach mehr Gesundheitsschutz für Schüler und Lehrer dokumentieren, sind von der Seite der GEW Hessen gelöscht worden. Die älteste dort abrufbare Mitteilung datiert auf den 29. März („Demokratie schützen – Menschen schützen“). Der folgende Button „Ältere Pressemitteilungen 2021“ führt ins Leere. News4teachers / mit Material der dpa

Nachtrag vom 25. April: Die „Älteren Pressemitteilungen 2021“ wurden nach Erscheinen dieses Beitrags wieder freigeschaltet – sie sind nun wieder auf der GEW-Seite erreichbar.

Gegendarstellung

In dem Artikel mit dem Titel „Die GEW kämpft jetzt für Schulöffnungen. Kultusminister gibt nach – und kündigt trotz steigender Inzidenzen Präsenzunterricht an“, der am 24.4.2021 auf der Plattform News4Teachers veröffentlicht worden ist, werden Sachverhalte behauptet, die nicht stimmen.

–       In keiner Weise setzt sich die GEW Hessen für breite Schulöffnungen mit Präsenzunterricht ein bei zeitgleich steigenden Inzidenz-Zahlen.

–       Alle Pressemeldungen der GEW Hessen, auch die älteren, sind und waren immer auf unserer Homepage voll einsehbar.

Unsere Positionen sind klar und haben sich nicht geändert:

Die GEW Hessen fordert seit mehr als einem Jahr, dass ein Stufenplan mit Inzidenzwerten entwickelt wird, der sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts orientiert. Dabei müssen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz mit dem Recht auf Bildung für alle verbunden werden. Einerseits wird es insbesondere für die Kinder mit schlechten häuslichen Lernvoraussetzungen immer wichtiger, dass sie zumindest in einem gewissen Umfang wieder am Präsenzunterricht teilnehmen können. Das belegen auch sehr viele Untersuchungen von wissenschaftlicher Seite.

Andererseits erfordern insbesondere die Mutationen ein erhöhtes Maß an Schutzvorkehrungen. Deshalb müssen die Schul- und Kitaträger schnellstmöglich genügend Luftfilter bzw. Lüftungsanlagen und CO2-Messgeräte anschaffen.

Eine Umsetzung der AHA-L-Regeln in der Schule ist nur möglich, wenn Schulen im Wechselmodell arbeiten. Deshalb haben wir es begrüßt, dass der Kultusminister seine Absicht nicht umgesetzt hat, an den Grundschulen den Unterricht im eingeschränkten Regelbetrieb nach den Osterferien zu öffnen.

Es ist aus unserer Sicht richtig, dass die Grundschulen im Wechselbetrieb weiterarbeiten, wenn die Inzidenzwerte dies zulassen. Sollten die Inzidenzwerte zu hoch sein, muss in den Distanzunterricht übergegangen werden. Das gilt für die Jahrgangsstufen 5 und 6 und für den Unterricht in den Abschlussklassen an den allgemeinen und berufsbildenden Schulen.

Wir halten es aber auch für eine sehr wichtige Aufgabe, dass man nun Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-11, die seit Dezember nicht in der Schule waren, unterstützt, fördert und ihnen Angebote des sozialen Lernens macht. Hierfür ist es aus unserer Sicht richtig, diesen Schülerinnen und Schülern zumindest einmal in der Woche ein Unterrichtsangebot im Wechselmodell in der Schule zu machen. Damit es möglich bleibt, die AHA-L-Regeln auch in der Schule weiterhin einzuhalten, haben wir vorgeschlagen, die Abschlussklassen auch ins Wechselmodell zu geben.

Diese Haltung vertritt die GEW Hessen seit Monaten und das ist auch in unseren Veröffentlichungen nachzulesen. Daraus zu konstruieren, die GEW Hessen sei (offensichtlich ohne Vorbedingungen) für breite Schulöffnungen, ist nicht nur schlecht recherchiert, sondern einfach eine böswillige Unterstellung.

Als besonders bemerkenswert stellt der/die ungenannte Autor:in fest, dass alle Pressemitteilungen zwischen Januar und März 2021 gelöscht worden seien. Damit wird suggeriert, dass die GEW Hessen etwas zu verbergen habe. Dies ist ebenfalls eine substanzlose Unterstellung, die der GEW Hessen schaden soll.

Die GEW Hessen stellt ihre Pressemitteilungen immer an drei Stellen auf der Homepage ein. Hätte es den Wunsch gegeben, unsere inhaltlichen Positionen kennen zu lernen, hätte es dazu vielfache Möglichkeiten gegeben. Im Pressearchiv seit 2012 finden sich alle 20 Pressemitteilungen der Monate Januar bis März des Jahres 2021. Ebenso finden sich alle Mitteilungen auf der Startseite, wenn man sich die älteren Mitteilungen anschaut. Allerdings klappte nach einem technischen Update vom 23.4.21 eine einzige Weiterleitung nicht. Wir haben diesen Fehler bereits behoben. Bei einer soliden journalistischen Recherche hätte man sicherlich sehr schnell die anderen Wege gefunden.

Selbstverständlich muss nicht jeder/jede Redakteur:in Positionen der GEW Hessen teilen, aber wenn man die Positionen kommentieren möchte, sollte man diese Aussagen als eigene Meinung kenntlich machen und vor allem nicht mit Unterstellungen arbeiten.

Freundliche Grüße

Maike Wiedwald

Vorsitzende GEW Hessen

Chemnitz: Inzidenz unter Schülern bei 700 – Lehrerverband versteht Schulschließungen nicht

 

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125 KOMMENTARE

  1. Mal wieder ein Beispiel dafür, dass die gew mehr Regierungspolitik macht als sich für ihre Mitglieder einzusetzen. Das löschen der Pressemitteilungen ist ein Offenbarungseid in die Richtung.

    Ein Impfangebot mit Unbekanntem Datum und ein Schutz aufgrund der zweiten gesetzten Spritze sind zwei Hausnummern.

    • Ich empfehle mal vor dem großen Rundumschlag das Lesen der originalen Pressemitteilungen der GEW Hessen. Diese waren und sind auf der Homepage der GEW Hessen zu finden und ergeben vollständig gelesen ein anderes Bild. Sollte es jemanden (warum auch immer ) nicht gelingen, diese dort abzurufen, sind sie natürlich auch über dpa zu bekommen, deren Material wird ja auch als Quelle unter dem Artikel genannt…insofern würde ein „Löschen“ keinen Sinn ergeben, aber es klingt halt so schön…

  2. Ich könnte an dieser Stelle meine ganzen kritischen bis verzweifelten Kommentare zur GEW (aber auch zu den anderen Verbänden) wiederholen….verzichte aber darauf.
    Ja, auch die absolute Mehrheit der KuK wollen Schulöffnungen und freuen sich auf geregelten Präsenzunterricht.
    ABER:
    Was die Mehrzahl der KuK offenbar wissen und v.a. fordern ist die Einhaltung der notwendigen Reihenfolge.

    Erst die Ausstattung mit Luftfiltergeräten, evtl Wärmetauschern und den anderen notwendigen und sinnvollen baulichen Veränderungen und dann die Schulöffnungen!

    Mein Gott, auch hier wieder erweist die GEW sich als Dümmer oder stromlinienförmiger als man es bislang befürchtet hatte oder gedacht hat, dass studierte Menschen mit zumeist bildungsrelevantem Hintergrund so unfassbar blöde sein können.
    Wer immer noch glaubt, dass mit der Forderung, endlich die Schulen für Präsenzunterricht zu öffnen auch die Installation der seit Monaten geforderten, erhofften und abgelehnten technischen Ausstattungen genehmigt bekommt, beschleunigt aufgebaut und umfassend in Betrieb gesetzt wird, der glaubt auch, dass mit dem Glauben an die Wahlversprechen der Politik vor der Stimmabgabe die Umsetzung dieser Versprechen nach Amtsübernahme erfolgt.
    Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen!!

  3. Alle Lehrer geimpft, super. Aber was ist mit den Kindern? Die sind in Deutschland noch weit von der Impfung entfernt. Egal, wenn die erkranken? Ich begreife es nicht mehr.

    • Alle Lehrer sind noch lange nicht geimpft. Bisher gaben überwiegend GS-LK ihre Erstimpfung erhalten. Da diese den von anderen abgelehnten Astra-Impfstoff nehmen mussten, gibt es die Zweitimpfung voraussichtlich Ende Juni, vollen Impfschutz also frühestens in den Sommerferien. Lehrer weiterführender Schulen dürfen in den meisten Bundesländern noch nicht mal Termine vereinbaren.

      • Und gleich da hinter: Kitas und Schulen werden ab 165 geschlossen. Gerade auf SWR wieder so einen Artikel gelesen und darauf geantwortet. In RLP ändert sich ausser dem Namen nix. Bis Freitag „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf „, seit heute “ Notbetreuung bei dringendem Bedarf „. Jeder, der „Bedarf“ hat kann kommen, keiner benötigt eine Arbeitsbescheinigung oder ähnliches. Dringender Bedarf ist auch, wenn Mama im Erziehungsjahr, Elternzeit oder einfach nur unlustig auf das eigene Kind ist.
        Auch die Erzieher haben gerade erst letzte Woche die erste Impfung erhalten, manche noch gar nicht. Und waren immer und ungeschützt in der Einrichtung.

  4. „Aber gerade viele jüngere Schülerinnen und Schüler benötigen regelmäßigen sozialen Kontakt und direkte Interaktionen mit den Lehrkräften besonders dringend.“

    Traurig. Haben die keine Eltern (mehr)?

    Traurig. Haben die keine Geschwister (mehr)?

    Schaurig. Haben die etwa keine digitalen Babysitter!?

    Ja, SuS brauchen soziale Kontakte. Meine Familie will mich gesund. Hm, beides scheint politisch nicht gewollt….. Da entscheide ich mal lieber selbst.

    • Ich frage mich auch: haben die Kinder heutzutage nur noch in der Schule soziale Kontakte? Das ist so traurig. Familie ist das Herz der Gesellschaft- anscheinend schon lange nicht mehr. Kitas ab Null haben die Familie ersetzt.

      • @M.:
        Es gibt viele Familien, die darauf angewiesen sind, dass beide Elternteile wieder in den Beruf zurückkehren. Wollen Sie diese Familien finanziell unterstützen, damit sie ihre Miete, Essen usw. zahlen können? Oder ist es ihnen lieber, dass diese Familien selbst zurecht kommen – jetzt und auch im Alter? Es liegt an vielen Faktoren, warum es nicht mehr so ist, dass so wie früher ein Einkommen einer Familie ausreicht. Dass diese Familien ihre kleinen Kinder in die Betreuung geben (müssen) liegt nicht immer daran, dass sie ihre Kinder loswerden wollen. Im Gegenteil, viele wollen sich viel lieber den ganzen Tag mit ihren Kindern beschäftigen – wollen aber nicht auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sein. Klar gibt es auch viele, die das natürlich ausnutzen, aber alle Familien, die ihre Kinder recht früh angeben müssen, über einen Kamm zu scheren ist nicht ok.

        • Ich bin auch Schulpsychologe. Meine Erfahrung: gerade in Familien mit geringem Einkommen bleibt oft ein Elternteil zu Hause, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Es gibt so viele Familien, wo beide Eltern mit hohem Einkommen arbeiten gehen, 5 Urlaube im Jahr keine Seltenheit, aber die Kinder abschieben, wo es geht. Oft wird mangelnde Zeit für die Kinder mit teuren Geschenken kompensiert. Diese Haltung in unsere Gesellschaft, die nur auf Selbstverwirklichung zielt, klage ich an.

  5. Die GEW hat als Gewerkschaft komplett versagt. Ich verstehe niemanden, der nach wie vor dort noch die horrenden Beiträge zählt. Der Gesundheitsschutz von Lehrern und Schülern ist ihnen jedenfalls egal und bis auf ein paar Pressemitteilungen haben die alle Beteiligten in dieser schweren Situation im Regen stehen lassen. Die dauerhaft frei gestellten Funktionäre fordern also Präsenz bei altersspezifischer Inzidenz von 250 bis 400… erbärmlich. #KeineStimmefürdieGEW

  6. Wer ist eigentlich Mitglied in der GEW???? Verdammt nochmal! Die GEW ist vom Namen nach Gewerkschaft für ErziehungsWissenschaften. Erzieher*innen, Lehrkräfte, Unipersonal…. gehören ihr an. GEWERKSCHAFT! Wann kommt diese Gewerkschaft ihrer Aufgabe der Mitglieder*innen-Vertretung nach?????

    • Das kam sie auch schon vorher nicht – zumindest nicht für Wissenschaftler*innen. Keiner in der GEW hat sich gegen Wissenschaftszeitverträge ausgesprochen – bis heute sieht die GEW zu, wie Wissenschaftler*innen jahrelang mit befristeten Verträgen von 3 Monaten bis 3 Jahren abgespeist werden ohne Hoffnung auf eine Professur und Privatdozent*innen für umsonst ihren Lehrverpflichtungen nachkommen müssen, damit sie die Venia Legendi nicht verlieren. Aber das ist ein anderer Diskurs – dennoch zeigt sich auch in dieser Hinsicht ein bequemes „Regierungsdenken“ und im Grunde genommen eine latente Feindlichkeit gegenüber „Studierten“, die ja schließlich diese Berufslaufbahn selbst gewählt haben.

    • Nein, GEW heißt „Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft“. Damit ist wohl der gesamte schulische Bereich gemeint (inkl. Kita) und auch alle, die in der Wissenschaft tätig sind. Aber wo bleibt jetzt die große Schelte gegen die GEW? Gibt es jetzt eine Beißhemmung seitens der Redaktion? Das Löschen von Pressemitteilungen klingt doch irgendwie nach „Wendehälsen“, oder? Und was ist mit dem stereotypen Argument, die SuS benötigen „regelmäßigen sozialen Kontakt“? Den haben sie nur in der Schule ?

      • Wieso denn „Beißhemmung der Redaktion“? Wir sind dem Sachverhalt doch nachgegangen und berichten darüber… Herzliche Grüße Die Redaktion

      • „nachgegangen und berichten darüber“
        Ja, aber doch recht freundlich und ohne grundsätzliche Kritik („kämpft für …“). Wenn Frau Gebauer dasselbe gemacht hätte, dann hätte das anders geklingen (vielleicht: „begreift es immer noch nicht …“ oder „unverantwortlich“). Ist die Redaktion nicht schulpolitisch meist auf Seiten der GEW zu finden? War das ein falscher Eindruck?

  7. „Und prompt hat Lorz darauf reagiert. Er kündigte gestern – also nur einen Tag nach Veröffentlichung des Papiers – an, dass die Klassen sieben bis elf ab dem 6. Mai wieder Präsenzunterricht im Wechsel haben können, wenn in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt ihrer Schule die Corona-Inzidenz unterhalb der Bundes-Notbremse liegt.“

    Nach der GEW-Mitteilung hat Lorz mit der Ankündigung reagiert.
    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass er ob der konkurrenzlosen Dummheit der GEW seit deren Ankündigung nahezu pausenlos vor Lachen einnässen muss.

    „Der folgende Button „Ältere Pressemitteilungen 2021“ führt ins Leere.“
    Passend zu den „Gedankengängen“ der GEW-Führungsriege.

    Früher gab es mal für die neuen Mitglieder, meist Referendare, als „Willkommens-Präsent“ eine rote Butterbrotdose aus semi-transparentem Billigplastik, dafür war wohl der GEW-Schriftzug darauf spülmaschinenfest.
    Alle Neu-Mitglieder waren mächtig angetan …
    Vielleicht kann man demnächst vor der Verteilung dieser kostbaren Werbegeschenke noch eine Ration „Nowitschok“ in die Butterbrotdose legen?

    • Super Kommentar…habe schon immer auch ein wenig Mitleid mit denen gehabt, die Unmengen an Kohle in diesem Verein versenkt haben…für den Taschenkalender und die einmalige Willkommensgabe – der von dir beschriebenen Butterbrotsdose – in der bas Frühstücksbrot, das man sich morgens vor der Schule gemacht und dort hineingelegt hat dann mittags wieder rausnimmt, weil man keine Zeit gefunden hat, es in Ruhe zu essen.
      Die GEW ist meiner Meinung nach eine der erfolglosesten – weil unengagiertesten ständischen Berufsvertretungen, die man sich vorstellen kann. Die Berührungspunkte (Kuscheln!!) mit dem übergeordneten Ministerium – dem KM – nimmt scheinbar zuweilen perverse Ausmaße an (Sado-Maso …Rollenverteilung kann nach eigener Wahrnehmung vorgenommen werden) … die Kekse und der Kaffee in den jeweiligen Sitzungen, in denen KM und GEW-Vertreter*innen beieinander sitzen müssen sensationell sein, denn anders ist der ständige Schmusekurs nicht zu erklären.
      Kann ich dieses Gedeck bitte auch bekommen…dann wäre ich wohl auch dazu in der Lage, diesen Schwachsinn, den sowohl die eine wie die andere Verhandlungspartei verzapft, besser zu ertragen. Da muss was Beruhigendes oder sogar Einschläferndes drin sein.

  8. Die GEW ist eine Katastrophe . Anders kann man das nicht sagen . Nur noch übertroffen vom Sächsischen Lehrerverband .

  9. Die GEW war noch nie meine Interessenvertretung. Sie war die Interessenvertretung der Eltern, als ich noch Kinder unterrichtet habe, und fiel uns Lehrern in den Rücken.

  10. Bald ist das Personal geimpft. Dann kommen wir mit den Öffnungen auch besser zurecht. Aber was machen dann die armen Eltern? Sie tun mir wirklich sehr leid. Absolute Verlierer der Pandemie.

    • In unserem Landkreis sieht es so aus: Mitglieder der Feuerwehren seit dieser Woche die erste Impfung, Gesundheitswesen schon lange komplett geimpft, Mitarbeiter der Energieversorgung sind an der zweiten Impfung dran, Fernmeldekonzerne sind dabei, Zulieferer der Automobilbranche sind zur Hälfte durch, Rathausmitarbeiter gehen geschlossen diese Woche, Grenzgänger in die Schweiz wurden schon länger vom Arbeitgeber geimpft, offene Dienstleister wie Friseure sind auch dabei, Risikogruppen sowieso. Da sind die meisten der Eltern bis auf wenige auch dabei. Ich arbeite in einem Schweizer KKW, wir wurden im Februar und März geschlossen durchgeimpft.
      Wo liegt das grosse Problem ? Natürlich fallen noch einige wenige durch das Raster, aber die sehen auch Licht am Ende des Tunnels. Warum Jammer Lehrer noch, die schon seit langem bevorzugt geimpft werden?

      • Sie müssen ja im Märchenland wohnen. Ich bin Lehrerin in Niedersachsen und kenne keinen geimpften Lehrer. Die Kollegen der weiterführenden Schulen werden frühestens im Mai dran sein, bis dahin sind alle Schulen jedoch wieder offen. Auch mit geteilten Gruppen treffe ich dann ca. 120 Schüler jede Woche. Ungeschützt.

      • Weil man nicht geimpft wird. Hier haben nicht mal alle Lehrer und Erzieher einen Termin zugewiesen bekommen. Das macht nämlich jeder Kreis anscheinend so wie er will. Und viele Eltern sind hier auch Gruppe „Sonstige“ und haben nicht mal einen Termin in Aussicht. Und da fühlt man sich bei steigender Inzidenz und Testbeaufsichtigung nicht so richtig wohl und schaut vielleicht etwas besorgt darauf, dass die nächste Gruppe von Jugendlichen jetzt ebenfalls zurückkehren soll. Das wäre dreifache Schüleranzahl wie vor Ostern bei z.B. doppelt so hoher Inzidenz. Die dann beschult und betreut und beim Test überwacht werden sollen. KuK die
        gar nicht oder nur einmal geimpft sind und SuS, die gar nicht geimpft werden können. Und noch einen Punkt am Rande. Viren brauchen Wirtszellen, wenn also bald die Erwachsenen Großteils geimpft sind, hat das Virus bei Kindern und Jugendlichen die Beste Chance auf Vermehrung. Die wird dann durch die Schulen und Kitas mit ihren engen Kontakten noch optimiert. Und über die Masse an Infektionen gleich noch die Chancen auf Mutationen mit.

      • Ich kenne einige deutlich unter 50jährige, die sich mit diversen Tricks („Vitamin B“) vorgedrängelt haben. Auch das sind Eltern und vermutlich wird es davon noch eine ganze Menge mehr geben. Auf diese Weise werden dann die Rücksichtslosen unter den Eltern zuerst geimpft, während diejenigen, die sich an die Regeln halten, immer länger warten müssen, denn all das frisst ja Impfkapazität.

        Ich vermute, dass dann irgendwann der Druck so groß wird, dass die Schulen aufgerissen werden, weil dann ja die LuL durchgeimpft sind und die „meisten“ Eltern auch. Diejenigen, die das dann noch nicht sind (abgesehen von denen, die gar nicht geimpft werden wollen), sind dann die Rücksichtsvollen, die sich eben nicht vorgedrängelt haben. Die werden dann doppelt bestraft: Zum einen haben sie immer mehr Nachteile und zum anderen werden sie dann durch die unvermeidlichen Schulöffnungen in ein noch viel größeres Risiko gezwungen, da alle anderen ja noch weniger Rücksicht nehmen.

        Es ist nach wie vor nicht wissenschaftlich nachgewiesen, ob Geimpfte das Virus WIRKLICH nicht weitergeben können (Indizien deuten darauf hin, dass das stark auf den Impfstoff ankommt und AZ hier deutlich schlechter da steht). Ziemlich sicher ist, das Geimpfte ein extrem geringes Risiko für schwere Verläufe haben. Beides zusammen ist eine extrem gefährliche Mischung für alle, die noch keine Impfung hatten.

      • Einige wenige? Da kann ich nur lachen. In Mainz sind Risikogruppen mitnichten geimpft – Prio 2 hat großteils noch nicht mal Termine, wenn man nicht den Klageweg beschritten hat.

      • @Stefan
        Sie sind anscheinend nicht so richtig informiert…
        Grundsätzlich haben bislang nur Erzieher, Grund- und Förderschullehrer die erste Dosis erhalten bzw. überhaupt die Möglichkeit dazu erhalten.
        Alle LehrerInnen an den weiterführenden Schulen sind noch lange nicht dran. Ausnahme sind einzelne Bundesländer, die eigenmächtig die Priorisierung geändert haben. Das sind aber die wenigsten!
        In NRW z.B. ist noch nicht abzusehen, wann wir überhaupt die erste Dosis erhalten, wenn wir nicht über 60 sind.
        Und mein Mann und ich sind beide an weiterführenden Schulen beschäftigt.
        Ja, ich finde durchaus, dass ich einen Grund zum Jammern habe!
        Die Angst vor Ansteckung, gerade mit Vorerkrankungen und angesichts der ansteckenderen Mutationen sitzt so sehr im Nacken, dass alleine das die Gesundheit wesentlich beeinträchtigt.
        Herzlichen Glückwunsch an Sie, dass Sie geimpft sind. Gehen Sie aber bitte nicht davon aus, dass die meisten Menschen derartig privilegiert sind….!

  11. Mir fehlen die Worte.
    Fühle mich komplett verraten.
    Arbeitsschutz sieht anderes aus.
    Trete umgehend aus der GEW aus!

    • Umgehend geht leider nicht. Die haben ganz krasse Kündigungsbedingungen: nur zum Ende eines Quartals mit drei Monaten Vorlauf. Wer jetzt kündigt ist Ende September raus. Ich habe im letzten Oktober gekündigt und bin seit 1. April kein Mitglied mehr. Darüber freue ich mich jedes Mal, wenn ich so einen Bericht wie diesen lese.

    • Kündigungsfrist 4 Wochen zum Quartalsende, du zahlst also noch eine Weile. Habe Anfang Januar gekündigt und muss bis Ende Juni weiter zahlen. Keine Antwort auf die Gründe meiner Kündigung, nur einen vorgefertigten Brief, was mir doch alles verloren geht, wenn ich austrete…

      • Was dir alles verlorengeht…der Leistungskatalog der GEW klingt doch wie die Mischung einer Aufzählung von Nichtigkeiten und Phantasialand-Attraktionen.
        Da die nichts anzubieten haben, was substantiell für uns von Interesse wäre verbleiben die bei Formschreiben und leeren Versprechungen.
        Interessant ist, dass die entweder nicht den Arsch in der Hose haben, keine Zeit und Lust oder keine echten Argumente besitzen auf die Flut von Kündigungen mit entsprechender Erläuterung des jeweiligen Kündigungsgrundes zu reagieren und Stellung zu beziehen.
        Statt dessen verwenden die ihre „Energie“ darauf, den Wünschen und Empfindsamkeiten der KM nachzuspüren, um entsprechend ihre Segel zu setzen, um den jeweiligen Kurs halten zu können, den die KM wünschen….sonst könnte es beim nächsten Meeting keinen Kaffee und Kekse mehr geben….diesen Privilegienverlust wollen sie auf keinen Fall riskieren.

    • Hab heute ebenfalls den Brief abgeschickt, Begründung gegeben. Ein Mitglied weniger. Schlüsselversicherung gibts für 3€ monatlich bei meiner Versicherung. Den Verein unterstütz ich nicht mehr.

  12. Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Coronapandemie weiter verschlechtert. Erneut sind vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund betroffen. Das sind die Ergebnisse der zweiten Befragung der COPSY-Studie (Corona und Psyche), die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt wurde. Sie ist nach Angaben des UKE bundesweit die erste und international eine der wenigen Längsschnittstudien ihrer Art. „Unsere Ergebnisse zeigen erneut: Wer vor der Pandemie gut dastand, Strukturen erlernt hat und sich in seiner Familie wohl und gut aufgehoben fühlt, wird auch gut durch die Pandemie kommen. Wir brauchen aber verlässlichere Konzepte, um Kinder aus Risikofamilien zu unterstützen“, sagte Prof. Dr. med. Ulrike Ravens-Sieberer, Leiterin der COPSY-Studie. Hier seien auch die Schulen gefragt, regelmäßig Kontakt zu ihren Schülern zu halten und ihnen dadurch Wertschätzung und Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Aber auch insgesamt müssten die seelischen Belastungen von Familien und Kindern während der Pandemie und während eines Lockdowns stärker berücksichtigt werden, forderte Ravens-Sieberer.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/218705/Corona-und-Psyche-(COPSY-)Studie-Psychische-Gesundheit-von-Kindern-verschlechtert

    https://www.corodok.de/corona-psyche-copsy/

    • Hat sich nicht die Psyche aller Menschen verschlechtert? Liegt das vielleicht am fehlenden Arbeitsschutz?
      Gibt es dazu auch Studien?

    • Die Nummer gegen Kummer? Warum vernachlässigen die Jugendämter ihre Hausbesuche? Aufmerksame Nachbarn? Staatliche Hilfsangebote? Onlineangebote? Druck auf die Familien, wenn online geschwänzt wird? Notbetreuung? Pflegefamilien? –

      In der Pandemie muss man flexibel sein. Nur weil Lehrer(innen) eine Kontrollinstanz darstellen können für die, die vor der Pandemie schon nicht zurechtkamen, darf man sich darauf nicht ausruhen. Schon gar nicht sollten sich alle opfern müssen. Das ist ein bisschen viel verlangt. Nichtsdestotrotz geht es einem nicht am A… vorbei. Tun, was möglich ist … jetzt und nach der Pandemie, aber bitte ohne unnötige Coronatote und -kranke. Soziales Engagement in allen Ehren, aber nicht auf den Rücken aller. Sooo zumindest nicht. Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auch die, bei denen vor der Pandemie alles gut war.

      • Danke! Sie sprechen mir aus der Seele!
        Warum müssen alle Schüler unter hohem Risiko in die Schulen kommen? Individuelle Unterstützung der besonders Belasteten, Gefährdeten und Bedürftigen statt „Gießkannenprinzip“! Dies erfordert allerdings Kreativität und Engagement
        und würde wahrscheinlich kafkaesk an irgendwelchen bürokratischen Hürden scheitern!
        Da lässt man lieber alle aus dem dritten Stock springen, obwohl nur einige Häuser brennen….!
        Und brüstet sich dann seines sozialen Engagements! Wirklich schwer auszuhalten!

    • Hier könnten sich doch sicher Sozialpädagogen einbringen, in die Familien gehen und die Kinder psychisch unterstützen, insbesondere solche, die nicht glauben, dass Kinder Corona übertragen können. Das wäre doch sinnvoller als nur zu reden.

    • Diese Studien gründen sich auf 1000 Fragebögen, die irgendwelche Menschen ausgefüllt haben. In dem Artikel wird vorsichtshalber kein genaues Ergebnis bekanntgegeben, bestensfalls grobe Rundungen („7 von 10 Kindern“, sind das 67% oder doch 74%???), von Fehlertoleranzen auf Grund des Verfahrens ganz zu schweigen. Gefragt wurde mittels Online-Fragebogen: Ist das repräsentativ?

      So, wie der Artikel geschrieben wurde, kann man diese Studie gleich in die Tonne treten. Sie taugt auf keinen Fall als Begründung für das extreme Risiko für Kinder und Eltern, wenn man die Schulen öffent bzw. noch weiter öffnet.

    • Eddy, alte Säge!! ….du schon wieder…und dieses Mal – völlig überraschend!!!! – mit einer neuen Studie (????) aus der Feder eines Lobby-Lohnschreibers – sich gründend auf fragwürdige Untersuchungs- und Erhebungsmethoden…also: Alles wie gehabt!! 😉

  13. Bemerkenswert: Alle Pressemitteilungen, die zwischen Januar und Ende März herausgegeben wurden und die Forderungen der Gewerkschaft nach mehr Gesundheitsschutz für Schüler und Lehrer dokumentieren, sind von der Seite der GEW Hessen gelöscht worden. Die älteste dort abrufbare Mitteilung datiert auf den 29. März

    Das ist echt frech!!!
    Wie tief können solche Institutionen noch fallen? Das geht für mich in Richtung Betrug an den Mitgliedern.

    Sind die Seilschaften so tief mit der Politik verstrickt?

    Spätestens jetzt wäre ich raus. Aber mir war als nicht verbeamtete Lehrkraft die Mitgliedschaft schlicht gesagt zu teuer. Und fühlte mich auch nicht wirklich vertreten. War also nie drin. Werde auch nie Mitglied da werden.

    • Die haben wahrscheinlich deshalb die „alten Beitäge“ gelöscht, um mehr Serverkapazitäten für „candy crush“ freizumachen. Das spielen die wahrscheinlich in der online-Version direkt gegen Rameloh und Co … und damit schaffen sie sich gleichzeitig ein Thema, über das sie dann bei ihren Meetings mit den Politikern sprechen können…sonst säße man ja schweigend herum und das stört die gemütliche Atmosphäre.

      • Auch durch noch so viele Wiederholungen wird ihre dreiste Lüge nicht wahrer. Meine Frau und ich sind auf zwei verschiedenen PCs auf die GEW Hessen homepage gegangen, um die Schlußbehauptung von news4teachers nachzuprüfen. Und dort sind alle PM bis Anfang Januar aufgelistet. Sie strafen alles Lüge, was Sie so behaupten. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
        Herbert Storn

          • Dann aktualisieren Sie Ihre FakeNews! Die Lügen die hier verbreitet werden haben ABSOLUT GAR NICHTS mit seriösem Journalismus zu tun! Unfassbar!

          • Vielleicht war es auch anderen aufgefallen, so dass schnell gehandelt wurde, oder ein Systemfehler.
            Ich hoffe zweiteres.

            Ändert nichts daran, dass ich mich in keinster Weise vetreten sehe von GEW.

            Bin aber jetzt bei schaLL.

        • Hallo Herr Storn…Kommentare bilden den jeweilige Kenntnisstand ab, den man zum Zeitpunkt des Verfassens erlangen kann…also immer ruhig Blut!

        • @Storn

          Ich habe mir den Ausgangsartikel oben kurz nach Erscheinen zu Gemüte geführt.
          Sensationsgeil wie ich bin habe ich das mal pronto meinem kleinen privaten Faktencheck unterzogen – allerdings nur auf 1 Rechner, ich schlichtes Gemüt dachte mir, dass die Hardware da wohl kaum die entscheidende Stellschraube sein wird …

          Tja, was soll ich sagen:
          Mein Such-Ergebnis war ein anderes als Ihres.
          Nämlich „Nada“ = „Nüschte, wa?!“.

          Vielleicht waren da dieselben Hacker am Werk, die auch beim DU die verschiedensten (ländereigenen) Lernplattformen lahmgelegt haben.

          Vielleicht wird sich die GEW noch auf Ihrer Homepage dazu äußern.
          Ach was!
          Bestimmt wird die GEW das tun.
          Ehren-Gewerkschaft.
          😉

  14. Am liebsten würde ich aus der GEW austreten. Wie kann eine Gewerkschaft nur so einen Mist verzapfen? Aber leider geht das nicht.
    Denn dafür müsste ich dem Verein erst einmal beitreten.
    Für so eibe „Gewerkschaft“ ist jeder Cent Beitrag zu viel.

  15. Dass ich diesen Verrätern Mal Beiträge gezahlt habe… Ich könnte kotzen! Dieser Haufen Opportunisten gehört aufs Trockene gesetzt.
    Alle austreten, sofort!

  16. Lorz hätte auch sagen können: Wir hatten uns aufgrund der aktuellen Lage entschieden, die Regelungen von vor den Osterferien beizubehalten, und da sich die Lage nicht verbessert hat, bleibt Hessen dabei und ermöglicht so den Schulen auch ein gewisses Maß an Kontinuität.

    Aber nein, neues Gesetz erlaubt mehr, also untersteht unser Handeln nicht mehr unserer Vernunft und Einschätzung der unveränderten Gegebenheiten, was uns der Bund ja nicht verboten hätte, sondern folgt dem aktuell vorgegebenen Mainstream.

    Ehrlich gesagt habe ich aber auch nichts anderes erwartet. Kultusministerielles Rückgrat, was soll das sein?

  17. Die GEW macht mich mal wieder fassungslos. Klar, eine Lehrergewerkschaft vertritt zunächst einmal die Kolleginnen und Kollegen und die können sich in Hessen jetzt impfen lassen. Aber es kann uns als Lehrer doch nicht egal sein, welche Folgen das Virus für die Kinder und deren Familien hat.

    An meiner Schule gab es diese Woche 2 (später PCR-bestätigte) positive Schnelltests und einen Fall, der durch Ansteckung in der Familie entdeckt wurde und zum Glück die Schule nach den Ferien nicht betreten hat.
    Das ergibt eine Inzidenz von 430 unter den Schülern.
    Aber hej,GEW, da geht noch mehr, lass uns die 1000 knacken.

  18. Zum Glück bin ich aus dem verein raus. Kann ich nur empfehlen. Der andere Verband in dem ich bin hält sich wenigstens mit solchem Unsinn zurück.
    Man muss als Lehrer wohl schon dankbar sein, wenn der gewählte Berufsverband Garnichts tut.

  19. Unter diesem Link kann man sehr schön sehen, wie die Inzidenzen in Deutschland nach Alterklassen verteilt sind:

    https://semohr.github.io/risikogebiete_deutschland/

    Wenn man das Alter 05-14 Jahre anklickt, färbt sich die Deutschlandkarte schlagartig violett (Inzidenz 200-500).

    Tja, das waren die SuS, die in den vergangenen Wochen Präsenzunterricht hatten. Deutlicher kann man es nicht zeigen!!!

    Das ist schon erschreckend.

    Aber die Schulen sind ja sicher (stöhn).

    • Sind Sie immer nur da Mitglied, wo alle alles so machen, wie Sie es wollen?

      Ich weiß nicht, ob es Sie betrifft, aber denken Sie bitte auch daran, die angestellten Lehrer und die Gewerkschaften haben „A/E 13“ für alle erkämpft (in mehreren Bundesländern). Und jetzt schreiben Sie bitte nicht, dass Sie davon nichts haben. Dann wären wir indirekt wieder bei meiner Ausgangsfrage.

      • Doch: Ich habe nichts davon als angestellte Lehrkraft.

        Deswegen bin ich auch in keiner Gewerkschaft. Ich habe mich von allen nicht vertreten gefühlt.
        Bei schaLL überlege ich noch.
        Aber die Homepage wirkt auf mich sehr überzeugend:
        https://www.schall-nrw.de/

        • Das ist doch nicht richtig! Sowohl die verbeamteten als auch die angestellten Lehrer profitieren von A/E 13, wenn sie es noch nicht hatten (Grundschullehrer).

          Von „SchaLL“ habe ich gehört. Gefiel mir.

      • Deswegen bin ich einer Partei und investiere Zeit und Energie für eine faire Gleichbehandlung. Die GEW ist ein zahnloser Lappenhaufen. Das haben sie in dieser Pandemie mehrfach bewiesen.

  20. Kann mir bitte jemand eine Gewerkschaft nennen, die sie Interessen von Lehrerinnen und Lehrern besser vertritt und in die ich unbesorgt eintreten kann?

  21. ALLE Gewerkschaften kämpfen dafür, dass ihre Mitglieder wieder normal arbeiten können und aus der Kurzarbeit und unbezahlten Zwangsurlaub rauskommen. Auch wenn die verlorene Zeit im Sommer aufgearbeitet werden muss. Ich kenne niemanden der die jetzige Zeit geniesst und nicht froh ist wieder zur Arbeit gehen kann und wieder auf einen sicheren Arbeitsplatz und seinen regelmäßigen Zahltag zählen kann. Nur die mannigfaltigen Lehrergewerkschaften sollen weiterhin an dieser Situation festhalten. Wie wäre es denn mit einem Streik, damit die Lehrerschaft weiterhin Zuhause bleiben kann. Ich denke, es gäbe einen Aufschrei in der Bevölkerung, der das Image noch weiter zunichte macht.

    • Wovon phantasieren Sie?Die Lehrer sind in der Schule,geben Wechselunterricht und stellen weiterhin für den anderen Teil der Klasse vzw Daheimbleiber das Material.Unsere Deitschlehrerin war neulich sogar am WE std lang in der Schule,um für jedes Kind seinem Lernstand entsprechend alles raiszulegen und vorzubereiten.Sie haben null Ahnung vom Lehrerberuf!Und nein,ich bin keine Lehrerin,sondern Mutter und ich arbeite in keinem der genannten Berufe,bin also ungeimpft und mein Kind natürlich erst recht.

      • Aus Ihren Wort, Maren, spricht aber auch nicht viel Kompetenz zum Thema, wie es unter Lehrern und an Schulen zugeht. Da Sie es gar nicht beurteilen können, laut eigener Aussage, warum werfen Sie dann anderen vor, keine Ahnung zu haben. Sie kennen das Schulwesen doch auch nur von außen, wie Sie selber schreiben!

    • Normal arbeiten können… genau.
      Nicht in der Kälte am offenen Fenster..
      Nicht mit Testkit in der Hand und 20 niesenden Schülern
      Nicht mit tausend Listen über den Sitz- und Teststatus
      Nicht mit Wechsel zwischen Distanz und Präsenz ohne Bandbreite für Videokonferenz (ja, ich nehme mein Handy dafür als Hotspot)
      Nicht alle Rotstifte, Druckerpapiere, Druckerpatronen, Laptop selbst kaufen, um für der Unterricht ausgestattet zu sein.
      Nicht ohne echte Pause durchzuarbeiten

      Ach die Liste ist unendlich.

    • Lehrerbashing Andi Mal wieder. So erbärmlich deine Unwissenheit und dein Neid.
      Zeig mir Mal nen Lehrer, der nur Zuhause war und da nicht gearbeitet hat.
      Und fürs nächste Leben: Augen auf bei der Berufswahl.

    • Na, dann bleibt nur zu hoffen, dass Sie umschulen und als Lichtgestalt bereit sind, ohne jeglichen Gesundheitsschutz zu arbeiten. Nur Mut, Lehrerinnen und Lehrer werden gebraucht, Seiteneinsteiger sind willkommen.
      Aber bitte nicht beschweren, wenn die Realität dann anders aussieht, als in Ihrer gerade zur Schau gestellten Vorstellung.
      Vielleicht besser informieren?

    • Dass Lehrer früher geimpft werden als ursprünglich geplant und viele sind schon geimpft worden, hat auch die GEW (u.a.) für die Lehrer erkämpft!

      • Dass Grundschullehrer früher geimpft wurden, lag nicht an der GEW, sondern daran, dass Ärzte, Pfleger, Polizisten,… reihenweise Astra ablehnten. Um diesen Impfstoff an den Mann/ die Frau zu bringen, haben urplötzlich die KuMi den Gesundheitsschutz der Lehrkräfte und Erzieher für sich entdeckt.

  22. Spekuliert da etwa wieder ein GEW-Mitglied auf eine lukrative Stelle im Ministerium?
    @Andreas : Ich kenne keinen, der im Schuldienst in Kurzarbeit ist. Auch gibt es keinen Zwangsurlaub.
    Die Gewerkschaften setzen sich für alles ein, nur nicht für die Sicherheit, die es gewährleisten würde, normal zur Arbeit gehen zu können.
    Und Sie wissen vielleicht auch, dass LuL nicht streiken dürfen.

    • Ich kenne übrigens auch kein GEW-Mitglied auf einer Stelle im Hessischen Kultusministerium, schon gar nicht auf einer lukrativen…aber vielleicht kennen sie ja welche, wenn sie das so in den Raum stellen? Ich glaube eher nicht…lasse mich aber gern überzeugen.

    • @Gustav, davon ist mindestens die Hälfte falsch. Wenn nicht mehr. Angestellte Lehrer dürfen auch streiken. In NRW sollen es rund 40.000 sein, in vielen ostdeutschen Bundesländern gibt es sie ebenso.

      Die Gewerkschaften setzten sich die ganze Zeit über für mehr Sicherheit für Lehrer an den Schulen ein. Sie haben, wie schon zu lesen war, eine frühere Impfung durchgesetzt. Bei uns sind schon fast alle Grundschullehrer geimpft.

      Eine lukrative Stelle? Ich würde sagen, wes Brot ich schling, des Lied ich sing. Was bekommen Sie für Ihre Halbwahrheiten? Und von wem?

      • Frühere Impfung durchgesetzt??
        Klar AZ musste weg, als es nicht mehr geimpft werden durfte war Schluss mit der Lehrerimpfung. Das war aber nicht der Verdienst der GEW.
        Dannach setzte sich der alte Plan wie wieder durch.
        Zudem ist Grundschullehrer impfen nicht das gleich wie ALLE Lehrkräfte impfen.

        Aber klar, die GEW hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Und die Grundschullehrer sind auch alle geimpft… und wenn nicht, wars bestimmt eine Impfverweigerung.

  23. Kommen die ersten MPs schon ins Grübeln?

    RAMELOW – THÜRINGEN – SCHLIEßUNGEN großer Teile der SCHULEN?

    NTV 25.04.2021
    +++ 01:10 Ramelow: „Bundes-Notbremse bringt in Thüringen nichts“ +++
    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hält die Bundes-Notbremse in seinem Land für wirkungslos: Fast alles, was in dem Gesetz stehe, werde in seinem Bundesland bereits praktiziert, sagte der Linken-Politiker dem „Tagesspiegel“. Die einzige Konsequenz für Thüringen sei, dass der größte Teil der Schulen geschlossen werden müsse. Ramelow sähe lieber schärfere Corona-Regeln für die Wirtschaft, die auch bundesweit umgesetzt werden müssten. „Wir sollten nicht immer nur die gleichen Branchen – Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel – zur Pandemieabwehr heranziehen.

  24. Mal abgesehen von dieser Pseudo Gewerkschaft.
    Die Abschlussprüfungen für die anscheinend komplett unwichtigen Haupt- und Realschüler wurden in Hessen um 2 Wochen nach hinten geschoben, damit wir den Stoff aufholen können. Und jetzt wird 6 Wochen vor der Prüfung auf Wechselunterricht umgestellt, also 2 bis 3 Wochen werden uns einfach kurzfristig wieder weggenommen. An dem Umfang der Prüfungen wird sich natürlich nichts ändern. Und meine Planung ist komplett am Arxxx.
    Hauptsache das Abitur ist geschrieben. Danke für nichts Herr Professor Dr. Unfähig. Treten Sie endlich zurück!

    • In SH sind die Abschlussarbeiten der Haupt- und Realschüler schon korrigiert.

      Wenn ich jetzt böse wär, was ich nicht bin, würde ich fragen….. braucht ihr soviel mehr Zeit?

      Wir haben seit Anfang des Jahres Wechselunterricht in den Abschlussklassen – mit den Kernfächern. Die sog. Kurzfächer wurden per ViKo oder mit analogen Arbeitsplänen gewuppt.

      1 bis 6 haben Vollpräsenz nach Stundenplan, die Klassen 7 und 8 Wechselunterricht nach Plan.

      Unsere coronabedingten Ausfallschüler:inne werden mit ViKos und über unsere Lernplattform beschult.

      In SH haben wir schon seeehr lange Maskenpflicht – Zahlen waren bisher auch sehr niedrig. Nun reicht es nicht mehr aus – Zahlen steigen und endlich! können wir mitreden!!

      Ein trauriger Erfolg.

  25. Das einzige worauf wir uns noch verlassen können ist das Virus: das erledigt nämlich seine Arbeit ordentlich und rafft wie von ihm geplant massenweise Menschen dahin. Und dabei lässt es sich von wirklich niemandem aufhalten oder auch nur rein reden.

    Alle anderen Player in dieser Sache schwenken ihr Fähnchen offenbar immer schön mit dem Wind, so nun auch die GEW.

    Ich kann nur raten: Finger weg von dieser Clowntruppe, alle Mitglieder sollten sofort austreten.

  26. Das ist verständlich: Wenn die Lehrer geimpft sind, können die Schulen offen sein!

    PS: Irgendwer muss ja auch die Gehälter der Lehrer erwirtschaften! Oder woher sollen die Steuergelder dafür kommen?

    • 1. Gute Idee, wir schaffen Lehrer ab, dann sparen wir Steuern!
      2. Da sie von geimpften Lehrern sprechen, kann sich kaum ein Lehrer angesprochen fühlen.

      • Falsch, immer mehr Lehrer sind jetzt geimpft und für etliche beginnt bereits die 2. Runde.

        PS: Schaffen wir die Arbeitslosigkeit ab, dann sparen wir all diese Sozialleistungen für Arbeitslose. Sollen Milliarden sein. Hm, da ist sogar was dran, oder?

    • Geimpfte Lehrer? Selbst hier in B-W sind alle zum ersten Mal, geschweige denn zum 2. Mal geimpft, wegen des AstraZ Impfstopps für unter 60-Jährige. Ob wir in absehbarer Zeit eine zweite Impfung mit anderem Mittel erhalten dürfen und ob das wirklich sinnvoll ist, wird noch kontrovers diskutiert. Erst wurden die KuK 60+ völlig ausgeschlossen, trauen aber, nach dem Herumlavieren bei diesem Impfstoff, den sie nun als einzigen bekommen werden, nicht.
      So ein Pech – Senkrechtstart(er) ins Nichts – Sich vorher zu informieren üben hilft!

    • @Senkrechtstarter: Man mag es kaum glauben, auch Lehrer zahlen Steuern. Davon werden u.a. auch jegliche Sozialleistungen des Staates wie Kurzarbeitergeld, extra Kindergeld, zusätzliche Kindkranktage etc. bezahlt.
      PS: Nach Ihrer These können Schulen im übrigen nach den Sommerferien wieder öffnen. Vorher ist kein Lehrer vollständig geimpft.

      • @ Alex, na dann können sich ja die Lehrer ihre Gehälter aus ihren eigenen Steuern bezahlen, oder? Zahlt man als Lehrer tatsächlich mehr Steuern von seinem Gehalt als man dann als Gehalt herausbekommt? Wie geht das?

        • @Senkrechtstarter

          „Zahlt man als Lehrer tatsächlich mehr Steuern von seinem Gehalt als man dann als Gehalt herausbekommt? Wie geht das?“

          Bestimmt geht das genau so wie bei den sonst gerne, oft und bemüht angeführten
          – Kassiererinnen
          – Paketboten

          Senkrechtstarter … und runter komm’se alle, gell?
          😉

  27. Ich habe es schon auf einer anderen Seite geschrieben:
    Bisher war ich (seit langem) noch Mitglied – jetzt hat mich die GEW überzeugt und ich werde noch heute kündigen und mir für die beinhalteten Versicherungen andere Partner suchen. Dass sich eine Lehrer-„Gewerkschaft“, welche nicht nur Erziehung, sondern auch Wissenschaft (auf die sie so wenig hört, wie die KuMis) derart gegen ihre Mitglieder und alle in Schulen und Kitas Tätigen und SuS stellt, ist der absolute Gipfel.

  28. DAS IST DEFINITIV DIE FALSCHE!!!! REIHENFOLGE!!

    Es laesst tief blicken, wenn die GEW in die Kerbe der KM schwenken….

    Erst Komplettausstattung jedes einzelnen Klassenraumes mit Hochleistungsfilteranlagen, sowie CO2 Messgeraeten zum Gesundheitsschutz der Kinder und Lehrer!!!
    Erst dann kann man bei diesen IRRSINNIGEN Vorgaben der Politik an ein schrittweises Zurueckholen der Klassenstufen ueberhaupt denken!

    Die GEW sollte sich lieber dafuer einsetzen, das dies ENDLICH!!! passiert!!!
    Ansonsten koennen die sich in die Reihe einreihen, die nur Phrasen verteilen!

    Leute, werdet da oben endlich wach!!!!

    ES WERDEN JETZT SOGAR KINDER BEATMET, DIE AN CORONA ERKRANKT SIND!!!!

  29. Schon klar, dass dieser Artikel ein gefundenes Fressen für GEW-Hasser und Unterstützer der anderen Lehrerverbände ist.
    Aber, Leute, macht mal halblang:
    Erstens ist die Hälfte falsch. Das geht los mit der Behauptung, die Pressemitteilungen seien gelöscht. Viel wichtiger aber: Die Hauptaussage ist gar nicht von der GEW, sondren vom „Arbeitskreis der Direktorinnen und Direktoren hessischer Gesamtschulen“. Das kann man lesen – wenn man´s kann.
    Und die andere Hälfte ist so zusammengekürzt, dass ihnen auch das Wort im Mund rumgedreht wird.
    Mit anderen Worten: Peinlich ist die Sache allemal. Aber weniger für die GEW als für die Person, die diesen Artikel zusammengeschmiert hat.
    Und für alle, die wutschäumend in den Chor einstimmen, ohne mal in die Quellen zu schauen.

    • Sehr geehrter Lämpel, sehr geehrte Freunde der GEW, die uns „Lügen“ vorwerfen,

      was sind die Fakten?

      1. Die GEW Hessen ist monatelang für besseren Gesundheitsschutz in Schulen eingetreten.
      2. An diesem Gesundheitsschutz hat sich nichts verändert – außer dass Lehrer nun einen Impftermin angeboten bekommen.
      3. Die GEW Hessen tritt nun dafür ein, die Klassen sieben bis 11 in den Präsenzunterricht zurückzuholen – wie aus einer gemeinsamen Erklärung mit zwei weiteren Verbänden hervorgeht, die die GEW Hessen (sic!) an die Redaktion geschickt hat.
      4. Hessens Kultusminister Lorz kündigt unmittelbar danach an, die Klassen sieben bis 11 in den Präsenzunterricht zurückzuholen, obwohl das vor zwei Wochen noch nicht ging – und sich an den Inzidenzwerten nichts verbessert hat, im Gegenteil.
      5. Die Pressemitteilungen der GEW von Januar bis Ende März, in denen ein besserer Gesundheitschutz für Schüler und Lehrer gefordert wurde, sind bei der Recherche des Beitrags bis zum Erscheinen am Samstag um 13 Uhr nicht abrufbar. Am Sonntag – nach Erscheinen des Beitrags – sind sie plötzlich wieder abrufbar.

      Das ist der Inhalt des Artikels oben. Was, bitteschön, ist daran falsch? Will die GEW also doch nicht, dass die Schüler der Klassen sieben bis elf für den Präsenzunterricht im Wechsel zurück in die Schulen geholt werden? Warum verschickt sie dann entsprechende Pressemeldungen? Wenn wir dabei irgend etwas falsch verstanden haben, korrigieren wir das gerne – sehen derzeit aber keinen Anlass dazu.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • @ Lämpel, richtig, neuerdings gibt es hier sehr viel „GEW-Schelte“, während man sich über angebliches „Lehrer-Bashing“ echauffiert.

  30. „Und deshalb frage ich euch, was hat die GEW Hessen jemals für uns getan?“

    „Äh, die haben mit anderen erstritten, dass es in Hessen keine Studiengebühren erhoben werden.“

    „Ja, ok das schon“

    „Und auch die Rückkehrmöglichkeit von G8 zu G9 an den Gymnasien.“

    „Versteht sich ja von selbst, haben ja dann auch viele Schulen gemacht. Aber was bitte haben sie konkret für die Lehrkräfte getan?“

    „Seit 2009 bekommen viele befristet Beschäftigte die Sommerferien bezahlt.“
    „Sie haben auch viele dabei unterstützt, ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis zu bekommen.“
    „Und auch Lehrkräfte, die Probleme bei der Lebenszeitverbeamtung hatten.“
    „Seit 2017 müssen Lehrkräfte eine halbe Pflichtstunde weniger unterrichten. Nicht genug, aber ein Anfang.“
    „Und auch die sozialpädagogischen Fachkräfte an Schulen haben sie gut vertreten.“
    „Ach ja, und die Entlastungsstunde für Mentorinnen.“
    „Das Landesticket.“
    „Mehr Lehrkräfte! Seit Jahren weisen sie darauf hin, dass es bei dieser Politik einen Lehrkräftemangel geben wird. Jetzt ist der da“
    „Und da wo die meisten Lehrkräfte fehlen, kämpfen sie seit Jahren für A13 für Grundschullehrkräfte.“
    „Der Erlass zur Bezahlung von Mehrarbeit durch zusätzlich erteilten Distanzunterricht. Nicht perfekt, aber immerhin eine Anerkennung, dass da Mehrarbeit entsteht.“
    „Sie fordern Luftfilter für die Klassenräume und kleinere Klassen.“
    „Die Personalräte an den Schulen werden auch von der GEW informiert und unterstützt.“
    „Die höhere Priorisierung von Lehrkräften bei der Impfangebotsreihenfolge.“
    „Also 2020 gab es eine groß angelegte Arbeitszeit- und Belastungsstudie, um zu verdeutlichen, wie es darum an den Schulen steht“ Die wird seitdem bekannt gemacht und wird sicher langfristig zu weiteren Entlastungen führen“

    „Na gut, aber was haben sie bitte außer diesen paar Dingen für Lehrkräfte gemacht?“

    „Die Tariferhöhungen! Da haben sie auch erreicht, dass die Ergebnisse seit 2016 wieder auf die Beamt*innen übertragen wird. Das waren beim letzten Tarifvertrag insgesamt über 8% mehr“

    „Ruhe jetzt! Das wäre doch sowieso alles von alleine so gekommen“

    Genau das glaube ich übrigens nicht. Die Frage, was eigentlich die GEW macht, begleitet mich seit über 15 Jahren ehrenamtlicher GEWerkschaftsarbeit und ich würde es mal so sagen: Verbesserungen sind nicht leicht zu erstreiten – aber von allein kommt gar nichts. Und das schaffen nur Gewerkschaften gemeinsam mit ihren Mitgliedern. Dies an alle, die schreiben, die GEW hätte noch nie etwas für Lehrkräfte geleistet.

    • Danke.
      So ausführlich muss man´s einfach mal sagen.
      Die Klügeren der hier Versammelten werden ahnen, wie viel Arbeit hinter jedem besch… kleinen Teilschritt zu jedem dieser Erfolge steckt. Und 10000 likes gab´s für die wenigsten.

    • Mag sein, dass da viel erstritten wurde.

      Das W steht für Wissenschaft. Schüler jetzt zurückzuholen, statt sich endlich für die Wissenschaft einzusetzen, die eben sagt, Schulen müssten erstmal geschlossen werden, hat mir persönlich gereicht.

      Wieso? Weil wir verheizt werden. Und zwar übelst. Es mag an anderen Schulen besser sein, aber auch das desaströse Scheitern (rechtliche Inkompetenz?) der GEW Bayern ist für mich ein Grund zu sagen, ich investiere mein Geld anders. Wie weiß ich noch nicht, aber nicht mehr die GEW. Meine Interessen (individuelle Situation) vertreten sie offensichtlich nicht.

      Wie in der Politik ist nicht alles gut, was einmal gut war. Auch das bitte ich zu bedenken. Wenn es ein Einlenken oder Umdenken gibt, fließt mein Beitrag evtl. wieder in die Richtung. Aktuell einfach nicht mehr.

  31. Do lägschd mich am A…. !
    Dieses Jahr hat mir in vielem die Augen geöffnet.
    Am Montag wieder in der Schule.
    Bildungsgerechtigkeit!?!

  32. Fast schon lustig: Mit ihrer angeblichen „Gegendarstellung“ bestätigt die GEW-Vorsitzende Wiedwald den Bericht. Sie tritt in der gegenwärtigen Situation für einen Präsenzunterricht der Klassen 7 – 11 „zumindest einmal in der Woche“ ein, den es derzeit nicht gibt – das kann man durchaus eine Schulöffnung nennen. Lorz wird überaus dankbar für diese Unterstützung sein.

    Frau Wiedwald dementiert zwar, dass die GEW sich für „breite Schulöffnungen“ einsetze. Das steht aber auch im Artikel nirgends, wenn ich richtig gelesen habe. Dort ist von „schnellen Schulöffnungen“ die Rede. Sie fordert zwar Luftfilter – macht deren Einsatz aber nicht zur Bedingung. Das ist dann eine wohlfeile Forderung, die sicher bei Lorz Eindruck machen wird (Achtung, Ironie) – wenn man gleichzeitig eine Schulöffnung fordert.

    Und dass die Pressemitteilungen über den normalen Weg nicht erreichbar waren, wie im Beitrag geschildert, stimmt also auch – klar, eine technische Umstellung war’s. Kurz nach dem Artikel und der hochkochenden Kritik waren die technischen Probleme dann plötzlich behoben…

    Frau Wiedwald wirft der Redaktion vor zu kommentieren. Ich habe mir den Bericht daraufhin nochmal angeschaut und kann keine Kommentierung darin erkennen. Der Beitrag listet Statements auf und überlässt die Wertung dem Leser. Meine fällt nach Frau Wiedwalds „Gegendarstellung“ allerdings nicht günstiger für die GEW aus.

    Deutlich wird einmal mehr: Die GEW hat sich in der Pandemie allenfalls halbherzig für den Arbeitsschutz der Kolleginnen und Kollegen eingesetzt – man hätte ja auch mal klagen können.

    • S. Bayern, das haben sie versucht. Und so grobe Formfehler gemacht, dass es gekippt wurde. Eine Gewerkschaft darf nicht klagen oder so war das Ende vom Lied (hätte eine juristische Person sein müssen). Ist sicher schnell gegoogelt.

      • Soll ich jetzt lachen oder weinen? Wegen Überstunden überzieht die GEW die Kultusministerien in Deutschland mit Dutzenden von Verfahren – geklagt wird dabei natürlich stets von einzelnen Lehrkräften, die von der Gewerkschaft unterstützt werden (da gilt nämlich das Gleiche). Wegen des Streikrechts für verbeamtete Lehrkräfte ist die GEW sogar bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen.

        Wegen des fehlenden Arbeitsschutzes in der Corona-Krise klagt die GEW in einem Bundesland, bekommt gesagt, dass sie als Verband nicht klageberechtigt ist (was sie natürlich vorher niemals wissen konnte, ähm) und streicht dann die Segel. Und das ist der beinharte Kampf einer Gewerkschaft für die Gesundheit ihrer Mitglieder? Wow.

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