GEW-Chefin Tepe: Bei Kitas muss Notbremse gezogen werden

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BERLIN. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine Rückkehr zur Corona-Notbetreuung für Kinder in Kitas. «Dort steigen die Infektionen schnell», sagte GEW-Chefin Marlis Tepe der Funke Mediengruppe (Donnerstag). «Nachdem wir wissen, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen sind, muss hier wirklich die Notbremse gezogen werden.»

Sieht immer noch gravierende Probleme bei der Beschulung der Flüchtlingskinder: GEW-Bundesvorsitzende Marlies Tepe. Foto: GEW
GEW-Chefin Marlis Tepe fordert Konsequenzen. Foto: GEW

Kindertagesstätten hatten in vielen Bundesländern im Winter monatelang nur Angebote zur Notbetreuung für Kinder. Ende Februar öffneten sie in zahlreichen Bundesländern wieder. Nach Ostern müsse man zurück zu einer echten Notbetreuung in den Kitas, bis die Belegschaft geimpft ist, sagte Tepe. «Es ist nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handeln.» dpa

RKI-Lagebericht weist immer mehr Ansteckungen unter Kita-Kindern und Schülern aus – Fünf- bis Neunjährige schon bei Inzidenz 177

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10 KOMMENTARE

  1. Belegschaft impfen alleine reicht nicht!
    Ebenso in den Schulen!

    Eltern und deren Umfeld sind genauso gefährdet und zunehemend die Kinder selbst auch.

    Massenveranstaltungen zu bis alle geimpft sind und die Zahlen gaaaaaanz niedrig!!
    Solange die Kinder weiter viruswichteln, werden wir den Mutanten nur noch hinterherlaufen können.

  2. Das die Kitas in notbetreuung wechseln sollen finde ich auch.
    Allerdings reicht es natürlich nicht die Erzieher zu impfen!! Was ist mit den Kindern u Angehörigen?

  3. Man könnte immer noch streiken. Warum tut man das nicht? Oder stehen viele Erzieherinnen doch hinter der derzeitigen Politik?

    • Die Erzieher*innen würden streiken, wenn verdi und die GEW unübersehbar Wert darauf legen würden, dass sie auf die Barrikaden gehen. Aber aus reiner Eigeninitiative oder aus Empörung über zu schlechte Behandlung regt sich bei den Sozialen nicht viel außer dem Mundwerk, wenn man unter sich ist. Tut mir leid, dass zu sagen, aber der Berufsstand hat über Jahrzehnte darin versagt, sich zu wehren und wer sich systematisch ausnutzen und benutzen lässt, macht es anderen verdammt leicht, Macht über willige Opfer auszuüben.

  4. Bei uns in den umliegenden Kitas ist das Infektionsgeschehen höher als in den Schulen und es passiert nichts. Man fühlt sich als Erzieher tatsächlich als Bürger zweiter Klasse. Warum nicht auch endlich Tests für Kinder (bestimmt gibt es dafür geeignete). Und bitte bitte reduziert die Gruppengröße. Wir Erzieher haben noch weniger Lobby als die Lehrer das wird täglich spürbarer und man fühlt sich so erniedrigt. Mit uns gab es nicht Mal Gespräche an in Videoschalten.

  5. Ha, ha, ha, ha….ich lache mich kaputt!!!!! Notbremse in den Kitas……..!!! Es geht doch bloß um den Willen der meisten Eltern, die Wirtschaft und den Wahlkampf. Um den Schutz der Erzieher*innen und Kinder ging es nie, das interessiert keine S…. Also wird es auch keine Notbremse in Kitas geben. Leider

  6. Es ist wirklich eine Schande, dass es die Politik hier nicht schafft die Gesundheit vor allem auch von unseren Kleinsten in irgendeiner Weise zu schützen.
    Auch Kinder können Langzeitfolgen nach einer Covid Erkrankung bekommen. Wenn man bedenkt, was dann noch ein so junger Mensch i.d.R. an Lebenserwartung hat, ist die Aussicht auf ein „Leben“ mit Folgen, recht Bescheiden.
    Kitas stur offen zu halten trotz dieser Entwicklung finde ich höchst fahrlässig. Wir sind vom letzten Jahr („Kinder sind keine Infektionstreiber“) zu mittlerweile heute („Mutation“, „Ansteckungen vermehrt bei Kindern“, „Erzieher weit oben in den Listen bei Coronaerkrankung) nicht weiter, sondern eher Rückständig!
    Aus meiner Erfahrung:
    In unserer Kita wurden seid Dezember 2020 dreimal, aufgrund von Ausbrüchen, einzelne Gruppen geschlossen.
    Beim vierten Mal kam es nicht mehr dazu. Da die Osterfeiertage waren und das Kind spät getestet wurde, blieb die Kita wegen 2 verbleibenden Quarantänetagen trotzdem offen.
    Und getestet wurden die Erzieher nur bis zu den Osterferien. Weiter nix. Wir haben keine Osterferien! Das Virus leider auch nicht…

  7. Dieser läppische Vierzeiler der Frau Tepe (mehr gibts auch in anderen Quellen wirklich nicht!) passt perfekt zur stiefmütterlichen Behandlung der Kitas durch die KuMi und zur kompletten Missachtung unserer Belange, der Belange der Kinder und der Familien z.B. in den Beschlüssen der KM-Konferenz vom 8.4.2021.

    In BW sind für die EuE in den Kitas seit Ostern nun sogar – für die Kommunen weitgehend unerwartet – die vom Land bereitgestellten Testmöglichkeiten weggebrochen, die Kommunen finden kaum Ersatz und Schließung bzw. Notbetrieb ist ja nunmal für Kitas nicht vorgesehen.

    Selbstverständlich hatten wir in meiner eingruppigen Einrichtung mit 21 Kindern bereits VIER Infektionsfälle in den letzten Monaten. Das war dann jedes Mal ein rechnerischer Inzidenzwert von 4.671 in der Einrichtung, da kommt nicht einmal Manaus mit! So niedrig war der Wert aber auch nur deshalb, weil die anderen Kinder trotz Erstkontakt und trotz teils vorhandener Symptome auf Anraten der Kinderärzte nicht getestet wurden und die Gruppe halt dann für 14 Tage geschlossen blieb…

    Dem ansonsten einfach nur unverschämten Beitrag der Frau Mauel (s.o.) ist jedenfalls insoweit zuzustimmen, dass wir EuE keinerlei Lobby, keinerlei Vertretung, keinerlei gewichtige Stimme in Politik und Gesellschaft haben. Auch die GEW ist offensichtlich eher ein Verhinderer als Helfer, denn wer so inhalts- und mutlos für seine Mitglieder eintritt, wird natürlich nirgends ernst genommen.

    Vermutlich wird unser Fehlen erst dann bemerkt, wenn wir reihenweise den Bettel hinwerfen oder krank geschrieben sind. Und dann sind wir sicher noch selbst dran schuld, weil wir eben nicht genug gelüftet haben.

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