Kultusminister: Inzidenzwerte sind für Schulen nicht mehr relevant – Lehrerverbände: Investiert endlich in Luftfilter!

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BERLIN. Das Schuljahr geht so langsam zu Ende. Die ersten Bundesländer starten in einer Woche in die Sommerferien. Danach soll es an den Schulen nach dem Willen der Kultusminister wieder möglichst normal weitergehen. Aber wird das zu halten sein? Die Politiker bauen schon mal vor: Der Schulbetrieb soll von Inzidenzwerten abgekoppelt werden. Der VBE und die GEW fordern die Politik auf, endlich in Luftfilter für Bildungseinrichtungen zu investieren.

Die KMK hat die Corona-Krise praktisch im Schulbetrieb für beendet erklärt – das hatte sie vergangenes Jahr vor den Sommerferien schon mal getan. Foto: Shutterstock

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) blickt zuversichtlich auf das neue Schuljahr. «Unser Wunsch ist: Das Schuljahr soll mit so viel Normalität wie möglich starten. Das bedeutet, dass wir von einem regelhaften Präsenzunterricht in allen Fächern und allen Jahrgängen ausgehen», sagte die derzeitige Präsidentin und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Freitag nach dem Ende der Beratungen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ländern bei einer Online-Pressekonferenz.

Es gebe die klare Perspektive, dass der Schulbetrieb im neuen Schuljahr mit allen Aspekten wieder aufgenommen werden könne, einschließlich Klassenfahrten, Exkursionen oder AGs, sagte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) sagte, die KMK sei ihrer Linie treu geblieben und sage sehr klar, dass Präsenzunterricht durch andere Varianten des Lernens nicht zu ersetzen sei.

Die Ministerinnen und Minister hatten bei ihrer Videokonferenz bereits am Donnerstag vereinbart, dass alle Schulen nach den Sommerferien «dauerhaft im Regelbetrieb (…) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden» besucht werden sollen. Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde, heißt es in einem Beschluss. Auch außerschulische Angebote wie Schulfahrten würden wieder in «vollem Umfang» ermöglicht. Maßnahmen wie eine Maskenpflicht oder Tests werden allerdings nicht ausgeschlossen.

«Deutschland ist weit entfernt von den Zuständen, die wir vor einem Jahr nach den Sommerferien hatten»

Natürlich wolle man irgendwann wieder Unterricht ohne Masken und Tests, sagte Lorz. Dieses «Arsenal» an Sicherheitsmaßnahmen müsse man sich aber vorbehalten, fügte er mit Blick auf die unklare Entwicklung in der Pandemie hinzu. Rabe sieht Deutschland «weit entfernt von den Zuständen, die wir vor einem Jahr nach den Sommerferien hatten». Er verwies auf den Impffortschritt und die eingespielten Hygienemaßnahmen mit Masken und Tests.

Auch vor einem Jahr im Sommer hatten Kultusminister und Bildungspolitiker allerdings schon versichert, dass es möglichst nicht noch einmal zu Schulschließungen wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 kommen solle. Im Dezember war es schließlich angesichts der stark steigenden Infektionszahlen dann aber doch wieder soweit. Hunderte von Ausbrüchen in Kitas und Schulen hatte das Robert-Koch-Institut bis dahin gezählt. Und diesmal dauerten die Schließungen sogar noch länger.

KMK-Präsidentin Britta Ernst sieht im Vergleich zum Vorjahr aber eine andere Situation. Nach den Ferien werde ein großer Teil der Lehrkräfte zweimal geimpft sein, sagte sie und plädierte zudem dafür, Erkenntnisse über die Folgen von Schulschließungen für Kinder und Jugendliche bei einer möglichen vierten Welle zu berücksichtigen. «Und das bedeutet, dass die Schule so lange es geht geöffnet bleibt.» Dass – andererseits – die allermeisten Kinder und Jugendlichen nicht geimpft sein werden, dass Gesundheitsschutzmaßnahmen wie Luftfilter bis heute in Klassenräumen fehlen und dass Wissenschaftler Sorge davor haben, dass Mutationen (wie akutell in Großbritannien) sich ausbreiten und dann insbesondere in Kitas und Schulen freie Bahn haben, erwähnte Ernst nicht.

Sie sprach sich trotzdem, wie auch Rabe, dafür aus, die Frage von Schulschließungen und Öffnungen nicht an die Ansteckungszahlen in der Gesamtbevölkerung (Inzidenz) zu koppeln. «Wenn jetzt die tatsächlich gefährdeten Gruppen stark geimpft sind, dann trügt der Inzidenzwert, indem er eine Gefahr suggeriert, die möglicherweise in dem Maße nach heutigen Maßstäben nicht mehr existiert», sagte Rabe. Deswegen sei der Inzidenzwert zunehmend zu hinterfragen. In der öffentlichen Diskussion müssten weitere Parameter in den Blick genommen werden. Welche, das blieb offen.

Die gesetzliche Voraussetzung, die Kitas und Schulen um jeden Preis offenzuhalten, sind mit dem angekündigten Auslaufen der Bundesnotbremse zum 30. Juni (die bislang den Ländern Schulschließungen ab einem Inzidenzwert von 165 vorschrieb) gegeben. Die KMK selbst hat bereits im März beschlossen – bei damals noch hohem Infektionsgeschehen also -, die Inzidenzwerte weniger beachten zu wollen, wie News4teachers berichtete. Damit wären auch die nach wie vor gültigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinfällig, die die Abstandsregel im Klassenraum und, damit verbunden, Wechselunterricht ab einem Inzidenzwert von 50 vorsehen.

«Es ist schwer vorstellbar, dass sich das Infektionsgeschehen von dem KMK-Beschluss beeindrucken lässt»

Von der Bildungsgewerkschaft VBE kam Kritik. «Es ist schwer vorstellbar, dass sich das Infektionsgeschehen davon beeindrucken lässt, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) die Pandemie anscheinend für beendet erklärt», sagte VBE-Chef Udo Beckmann. Die KMK bleibe die Frage schuldig, welche Maßnahmen sie vorbereitet, wenn die Inzidenzen im Herbst doch wieder steigen sollten. Die Möglichkeit einer vierten Welle werde einfach ignoriert.

Beckmann forderte den Einbau von Luftfilteranlagen in den Schulen, der sogar staatlich gefördert würde. «Anstatt jedoch vom einmal vereinbarten Standpunkt, dass dies nichts bringe, abzurücken, wird weiter darauf beharrt, dass das Lüften ausreichend ist. Gerade bei den warmen Temperaturen momentan zeigt sich aber, dass der Luftaustausch kaum stattfindet. Nichts umsonst heißt es an heißen Sommertagen ‚Die Luft steht.‘ Zudem könnten diese Systeme auch langfristig dabei helfen, nicht nur Corona-, sondern alle Arten von Erkältungsviren zu vermindern. Das hilft der ganzen Schulfamilie.»

Auch die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, hatte die Bundesländer dazu aufgefordert, die Zeit bis nach den Sommerferien zu nutzen, um in Luftfilteranlagen in den Schulen zu investieren. Immer mehr Elterninitiativen greifen die Forderung auf. Die KMK erwähnt das Thema nicht einmal. News4teachers / mit Material der dpa

Im Wortlaut

Der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10. Juni 2021:

  1. Schülerinnen und Schüler blicken auf viele Monate mit eingeschränktem Schulbetrieb und stark reduzierten sozialen Kontakten zurück. Sie, ihre Eltern sowie die Schulleitungen, Lehrkräfte und alle an den Schulen Beschäftigten haben in dieser Zeit Großes geleistet und viel dazu beigetragen, den Unterricht unter schwierigen Bedingungen in neuen Formaten zu ermöglichen. Schülerinnen und Schüler mussten im Rahmen der Eindämmung der Pandemie besonders große Lasten tragen, indem sie – phasenweise und regional verschieden – keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu ihrer Schule als einem zentralen Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders hatten.
  2. Das Infektionsgeschehen hat sich in den vergangenen Wochen positiv entwickelt. Dabei – so auch das Robert Koch Institut – geht von Kindern und Jugendlichen keine treibende Kraft in der aktuellen Situation aus. Ein großer Teil der Bevölkerung hat zudem bereits mindestens eine Impfung erhalten, zum Beginn des neuen Schuljahres werden viele bereits zwei Mal geimpft sein. Auch der Schulbetrieb wird dadurch sicherer.
  3. Die Kultusministerkonferenz ist der gemeinsamen Überzeugung, dass der Präsenzunterricht in seiner ganzen Breite die notwendige Grundlage erfolgreichen Lehrens und Lernens ist. Die Kultusministerkonferenz ist sich deshalb darin einig, dass alle Schulen mit Beginn des neuen Schuljahrs 2021/22 dauerhaft im Regelbetrieb (regulärer Schulbetrieb mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden) besucht werden.
  4. Schulischer Regelbetrieb bedeutet, dass der Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht wird, unter Beachtung der je nach Infektionsgeschehen geltenden Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen.
  5. Vollständiger Präsenzunterricht mit allen damit verbundenen Möglichkeiten ist zugleich eine zentrale Voraussetzung, um die vielfältigen geplanten Unterstützungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche wirksam einzusetzen.
  6. Auch schulische und außerschulische Angebote, die das soziale Miteinander fördern, werden grundsätzlich wieder in vollem Umfang ermöglicht. Dazu zählen insbesondere die Einbeziehung außerschulischer Lernorte, Kooperationen mit externen Partnerinnen und Partnern (beispielsweise in den Bereichen Sport, Kultur sowie künstlerische und ästhetische Bildung) sowie Schulfahrten oder Austauschmaßnahmen. Ganztagsschulische Bildung und Betreuung finden statt.
  7. Schülerinnen und Schüler, die im nächsten Jahr einen Schulabschluss absolvieren, sind durch die Schulschließungen und Unterrichtseinschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie besonders betroffen. Die Kultusministerkonferenz wird – wie schon 2020 und 2021 – für diese Schülerinnen und Schüler angemessene Regelungen finden, um ihnen beim Schulabschluss keine Nachteile entstehen zu lassen.
  8. Der Regelbetrieb ist nicht an individuelle Impfungen von Schülerinnen und Schülern bzw. Impfquoten geknüpft. Zugleich ist aber bei entsprechenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und entsprechenden altersbezogenen Zulassungen für Kinder und Jugendliche, die bzw. deren Sorgeberechtigte es wünschen, ein Impfangebot zu unterbreiten bzw. sind diese gleichberechtigt in die Bedarfsberechnungen zur Beschaffung von Impfstoff einzubeziehen.
  9. Die gut eingespielten und bewährten Infektionsschutz- sowie Hygienemaßnahmen und -konzepte für Schulen leisten einen wesentlichen Beitrag für einen sicheren Schulbetrieb in voller Präsenz. Die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken, wo Abstände in Innenräumen nicht eingehalten werden können, und die Teststrategien sind ebenso wie konsequentes Lüften daher auch im neuen Schuljahr unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens in Betracht zu ziehen.

Quelle: https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kmk-empfiehlt-uneingeschraenkten-regelbetrieb-im-kommenden-schuljahr-20212022.html

Die Kultusminister schaffen es immer wieder, noch einen draufzusetzen: Jetzt erklären sie Corona in Schulen für beendet!

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75 KOMMENTARE

  1. Wer viel macht, macht viel falsch.
    Wer wenig macht, macht weniger falsch.
    Wer nichts macht, macht alles falsch.

  2. Ihr habt viel Vertrauen in diese Technik, obwohl ein Praxisnachweis in der Schule aussteht.
    Wenn überall Luftfilter in den Klassenräumen stehen, dann wird auch bei vollen Klassen Regelunterricht durchgeführt.

      • Maskenpflicht ist bei uns auch schon weg, und unser KM Holter plant auch Aufhebung der Testpflicht. Und MP Ramelow will ja im Herbst sowieso alle Maßnahmen aufheben. Ich finde keine Worte.

    • Kann keinen Praxisnachweis geben, gibt ja keine. Und volle Klassen in Präsenz im Regelunterricht ist kein „dann“ mehr, sondern längst Realität – gekoppelt an gar nichts, außer an KM-Willen. Fertig! Und die Ministerien scheinen ja Vertrauen in diese Technik zu heben, da gibt es sie ja. da die Schulen aber als sicher deklariert wurden und werden > siehe oben.

      • Es müsste doch Praxisnachweise aus Schweden geben. Dort haben fast alle Klassenzimmer Filtersysteme (bereits seit der Schweinegrippe).

    • Na ja, es gibt schon deutliche Hinweise. Z. B. hier:

      https://montreal.ctvnews.ca/quebec-schools-without-air-purifiers-have-3-to-4-times-more-covid-19-cases-says-dad-running-citizen-count-1.5400739

      Und hier:

      https://www.hsph.harvard.edu/news/hsph-in-the-news/experts-offer-advice-on-air-purifiers-for-classrooms/

      Auf angelsächsischen Seiten gibt es auch viele Hinweise zum richtigen Einstellen von Klimaanlagen in Schulen. Die haben wir hier aber auch nicht.

        • Entschuldigung, aber jetzt zweifle ich wirklich an Ihrer Lesekompetenz. Genau das habe ich doch auch geschrieben. Die „air purifiers“ aus den Artikeln SIND aber Luftfilter. („Air conditioning“ oder das „AC“ in „HVAC“ sind Klimaanlagen.)

    • Gemeint ist natürlich bei Inzidenzen weit über 100 in einer möglichen 4. Welle.

      Es kann ja nichts passieren, weil es nach dem Wunsch der Lehrkräfte in jedem Klassenraum einen Luftfilter geben würde. Da würde ich dann als Kultusminister auch sagen: „voller Präsenzunterricht“.

      • Inzidenz der Altersklassen sollte entscheidend sein, nicht Gesamtinzidenz. Und unterrichten bei Bei 13 Grad unterrichten, mache ich nicht und möchte ich auch meinen mir anvertrauten Schüler*innen nicht zumuten. Ich sehe eigentlich im Winter bei ungeimpften Schülern keine andere Lösung als Luftfilter. Zumindest eine Wertschätzung. Wie gut oder nicht ist dann zu diskutieren. Im Moment gibt es an Schulen – NICHTS.

      • Wissen Sie, Klaus, die Kultusminister sind viel straighter als Sie. Die haben nämlich in vielen Bundesländern zumindest die 10ten, 12ten und 13ten Klassen durchgängig in den Präsenzunterricht geschickt – unabhängig von der Inzidenz und in voller Klassenstärke. Wir hatten zeitweise eine Inzidenz über 800 und volle „Abschlussklassen“ in der Schule.
        Ja, ich hätte mir in jedem Klassenzimmer einen virentötenden Luftfilter gewünscht; das wäre in jedem Falle sicherer und gesünder gewesen als „hoffen und beten“, Fenster auf bei stehender Luft oder Schneesturm bzw. Regen – nicht nur für mich, sondern auch für die mir anvertrauten Schüler.

        • Ist natürlich ein Problem. Und vor allem kann man das überhaupt nicht mit dem Einsatz von Masken kompensieren, da die Wirkung von Masken nur in Zusammenhang mit Abstand, Durchlüftung und kurzen Kontaktzeiten hilfreich sein kann. Diese Situationen hat man typischerweise im Einzelhandel, ÖPNV und auch in Krankenhäusern bei Ärzten und Pflegekräften gegenüber Patienten.
          In der Schule und am Arbeitsplatz hat man typischerweise längere Kontakte mit den gleichen Personen und da kommt ausser eine kleine Zeitverzögerung mit der Ansteckung nicht viel rum. Und eine Schulstunde ist länger.
          Ich möchte auf folgenden Beitrag verweisen, der aus physikalischen Gründen die Schwächen der Maske deutlich darstellt:

          Beitrag von der Sendung mit der Maus vom 23.08.2020:
          https://kinder.wdr.de/tv/die-sendung-mit-der-maus/av/video-sachgeschichte-maske-funktion-100.html

          Theoretisch und das belegen auch die zahlreichen Studien sind Masken wirksam. Bei der Durchführung der Studien ist man davon ausgegangen, daß Masken immer korrekt und dicht anliegend getragen werden. Nur hier wird deutlich, daß bei der üblichen Umsetzung beim Tragen der OP- und FFP2 Masken Luftverluste an den Rändern auftreten. Und diese, so hat man das im Beitrag auch sehr schön gesehen, insbesondere im Unterricht für den direkten Sitznachbarn eine höhere Belastung zur Folge. Aus physikalischen Gründen kommt man dann auch sehr schnell zum Schluss, daß ein Maskeneinsatz insbesondere im Unterricht mindestens kontraproduktiv, eventuell sogar grob fahrlässig sein kann.

          Dann kommt noch hinzu. daß unser Immunsystem dringend auch wieder mit den normalen widrigen Umständen umgehen muss, sonst hat man in ein paar Jahren massive anderweitige Infektionen. Und deswegen gehören Masken mindestens ab sofort aus dem Klassenzimmer verbannt. Und es ist jetzt auch verantwortbar, solange die Inzidenzen niedrig bleiben.

          • Meinen Sie ernsthaft, dass Sie mehr Gehör finden, wenn Sie die gleichen Aussage (ich verkürze mal zu) „Masken absetzen im Klassenzimmer, sofort“ immer und immer wieder posten, oder dass diese Aussage dadurch sinnvoller wird?
            Nein, solange es weder Luftfilter noch Trennwände noch geeignete Maßnahmen gibt, um eine Infektion im Klassenzimmer wirksam zu vermeiden, sind Masken das Mittel der Wahl – aber meine Meinung finden Sie auch weiter unten. Lesen Sie einfach aufmerksam die Tagespresse oder hier in den Artikeln bzw. Foren: es kommt auch bei den derzeit niedrigen Inzidenzen zu Ausbrüchen an Schulen. Dem Virus ist die Maskenphobie sehr recht: bessere Übertragbarkeit, mehr Wirte.
            Schade eigentlich, dass man gerade bei niedrigen Inzidenzen die Maßnahmen nicht konsequent vier, fünf Wochen durchhält. Gerade spielen wir Jojo – nicht sehr sinnvoll.

      • Sie kapieren es einfach nicht!Die sahen jetzt schon,voller Präsenzunterricht!Und by the way,warum sollten Luftfilter in Krankenhäusern sein,wenn sie dennso gar nichts taugen?

  3. Tja, ihrer Linie per VIDEOKONFERENZ bleiben die KM treu. Und welch herrliche Einigkeit, wenn sich der Bund nicht einmischt und die Notbremse ausläuft. Strahlen im Gesicht der jeweiligen KM unter Luftfilteranlagen, hinter Plexiglas und in Online-Schalte. Man hat den Eindruck, dass nicht die SuS aufgrund mangelnder sozialer Kontakte am Teller drehen. Aber schön, dass nicht nur der Föderalismus, sondern auch der Feudalismus an den Länderspitzen funzt. Wer braucht da Lüftungsvorkehrungen in Schulen? Vielleicht ist ja die virenfreie Luft in den Ämtern für die (Nicht-) Entscheidungen verantwortlich? Zuviel gesunder Sauerstoff? Oder sollte es doch ein klitzekleines bisschen auch der Machthunger sein, der ein vehementes Mauern GEGEN gesunde Maßnahmen bestimmt? Die Entscheidungen, NICHT in diese Anlagen zu investieren, ist doch längst gefallen. Corona ist BE – EN – DET! Corona gab es nie an Schulen! Punkt. Und niemand der KM wird sich je verantworten müssen, genauso wenig wie diejenigen aus dem Gesundheitsministerium, die mangelhafte Masken unters Volk gegeben haben zu Lasten der Steuerzahlenden und noch mitverdient haben (da gab es nur eine Rüge vom Bundesrechnungshof, solch überteuerte Geschäfte in Zukunft zu lassen), die sich an Testkit-Deals bereichern, Experten ignoriert haben und ignorieren – bis zur Wahl und darüber hinaus. Da nur die Schulen sicher sind, kann man die Investition in Luftfilteranlagen in Ämtern auch ganz leicht rechtfertigen. Dafür sind zu viele Juristen am Werk, als dass man sich nicht längerfristig abgesichert hätte, während man überall sonst noch nicht einmal mehr auf Sicht fahren muss. Maskenpflicht wird aufgehoben, wenn alle den Deal betreffenden Masken aufgebraucht sind und nur noch Beckenrandschwimmer eine solche auf eigene Kosten tragen wollen, und Testpflicht gibt es auch nicht mehr, wenn die Siemens-Kits, diese Fifty-Fifty-Joker, zur Neige gehen. An Inzidenzen muss auch nichts mehr gekoppelt werden, die gehen ja wie durch Zauberhand täglich runter. Und für alles andere – ja, da braucht man wieder die Glaskugel…

    • @gilmore girl….
      beängstigend, wie du meine Gedanken in deinem Kommentar treffsicher zitiert hast…da kann ich mir das Schreiben sparen!! Danke!!!

  4. Augen zu hilft nicht!
    Abschütteln? Vermutlich auch nicht!
    Lüften? Abwaschen? Desinfizieren?
    Hilft vielleicht gehen Viren – aber gegen offensichtlich fatale Entscheidungen der KM???

    Das alles lässt einen absolut ratlos dastehen!
    Mir fällt nichts mehr ein ob dieser Ignoranz!

    Doch: Das Leben lehrt!
    Das Virus wird uns lehren, was falsch gemacht wird.

    Fatal nur, dass es dann für weitere Kranke und womöglich Verstorbene zu spät sein wird.
    Aber mit Kindern kann man’s offenbar machen.

    Erschreckend, dass kein Aufschrei durch die Gesellschaft geht, kein lauter Ruf nach Luftfiltern, Abstand oder wie auch immer geartetem effektivem Schutz… das Wohlergehen der Kinder scheint der Mehrheit der Menschen in unserem Land egal zu sein.
    Jaja, psychische Probleme… wird man jetzt natürlich zur Rechtfertigung der Öffnungsorgie ins Feld führen… Kinder brauchen Kontakte, Kinder sollen Lächeln, wir geben ihnen die Kindheit wieder – nützt denen das was, wenn sie in Quarantäne sitzen oder krank werden???

    Vorausschauendes Denken scheint abgeschafft zu sein.
    Dass kurzfristige Wahlgeschenke obendrein am Ende viel, viel mehr kosten als Prävention, wird gerne verdrängt.
    Dass erfolgreiche Prävention aus der Natur der Sache heraus immer den Anschein erweckt, vollkommen überflüssig zu sein, kann man auch leicht verdrängen.

    Ich fürchte, wir sehen uns spätestens im Herbst vor der vierten Welle.

  5. War klar das sich da nix ändert.Maske ja aber das testen könnte weg fallen,weil es meine Kids als sehr unangenehm empfinden.

    • Maske auf Dauer ist keine Option. Die machen sehr viel kaputt auch wenn inzwischen das Handling geübt ist. Eine Maske eignet sich nur für kurzfristige Kontakte, wie das üblicherweise als Kunde im Einzelhandel oder im ÖPNV der Fall ist. Mehr als eine zeitdämpfende Wirkung bekommt man mit den Masken nicht hin. Hinzu kommt, daß diese oft auch nicht trotz guten Willen immer jederzeit korrekt getragen werden. Und in konstanten Personenkreisen wie in der Schule oder auf der Arbeitsstelle ist man zulange und somit ist sie für den Dauereinsatz ungeeignet. Wesentlich effektiver sind Tests und dann hoffentlich die Impfung mindestens älterer Schüler.

    • Selbst Maske ist ab Montag nicht mehr überall. Kleiner Auszug des aktuellsten Eintrags auf der Schulhomepage meiner Tochter: „ ab Montag (14.06.21) muss laut Verordnung Sächsischer Schul-und Kitabetriebseinschränkungsverordnung im Unterricht keine MNB mehr getragen werden. Daher sind die Unterrichtsblöcke dann wieder 90 Minuten lang.“

      • Oha, sind bei Ihnen etwa alle Kitakinder und Personal, Schüler, Lehrer, schulpersonal, Eltern und Angehörige usw. alle schon komplett geimpft???? Dann kann man diese Entscheidung treffen mit der Maske.
        Ansonsten ist diese Entscheidung mal wieder vorsätzliche Gesundheitsgefährdung. Warum haben die KM es immer noch nicht kapiert was Gesundheitsschutz bedeutet??
        Ich frage mich auch, wo ist der Aufschrei der Eltern und aller anderen???
        Wie lange soll das noch so laufen und alle sehen zu? Es ist unsere Verantwortung unsere Kinder zu schützen als Eltern und ganz ehrlich: wehrt euch endlich, auch wenn man versucht euch zu drohen, mundtot zu machen oder es an euren Kindern ausgelassen wird, das kennen wir doch alles schon-aber macht trotzdem weiter und stellt euch gegen diesen Wahnsinn – und zwar jetzt erst recht, bei mir haben jegliche KM, MP usw. jeglichen Respekt verloren. Wer so mit Menschenleben umgeht und spielt hat nichts besseres verdient.
        Ein einzelner kann nichts ändern, es macht die Mehrheit die Veränderung schaffen kann, auch wenn es dauert, aber viel besser als nichts tun!!!

        • Anna, Sie haben leider noch nicht kapiert, daß Masken nicht das Allheilmittel sind. Und bei der immer mehr erfreulichen Infektionslage ist der Maskenzwang im Unterricht jetzt wirklich kontraproduktiv. Die fortschreitenden Impfungen lassen ab jetzt es absolut verantworten, die Maskenpflicht mindestens im Unterricht massiv zurückzufahren. Als Kompromiss könnte man nehmen, daß diese ab einer Inzidenz von 50 wieder eingeführt werden und ab unter 35 entfällt (dieses Jahr).
          Übernehmen Sie Verantwortung und quälen Sie Kinder nicht unnötig mit der Maske. Wenn Sie so eine Angst haben auch um ihre Kinder- die Präsenzpflicht ist meines Wissen oft noch aufgehoben- dann machen Sie bitte von diesem Recht auch Gebrauch. Ich selber fühle mich mit Maske auf alle Fälle überhaupt nich sicherer.
          Und übrigends: Mit Tests entdeckt man rechtzeitiger Ansteckungen, daß ist dann erheblich wirkungsvoller als jemanden mehrere Tage in der Klasse mit einer Infektion zu haben, wo die Maske dann auch nichts mehr bewirkt. Da Kinder oft keine Symptome zeigen, sind die Tests die einzigste Möglichkeit, eine Infektion rechtzeitig zu bemerken.
          Haben Sie auch in der Schule schon mal beobachtet wie „korrekt“ die Masken getragen werden. Das ist absolut kein Vorwurf an irgend jemanden aber die Praxis zeigt, daß der Maskennutzen nicht hoch sein kann.

          • Man kann die Maskenpflicht im Unterricht bedenkenlos aussetzen? Nö. Sieht man gerade in Hildesheim, was dann passiert – zu finden auch hier in N4T. Verantwortung übernehmen bedeutet meiner Meinung nach eben nicht: nimm den einfachsten Weg, sondern nimm den Weg, der die Dir Anvertrauten möglichst risikoarm durch die Pandemie bringt.
            Wie Sie sicher wissen, ist die Trefferquote der Schnelltests (und ich meine nicht den Lolli-Test, der ist leider selten in den Schulen Standard) bei nichtsymptomatisch Erkrankten gering. Die Maske bringt da mehr, besser ist die Kombination, und am besten wären Luftfilter. Aber wie man weiß, wirken die ja nur in Ministerien, nicht in Schulen, zumindest wenn man Frau Ernst Glauben schenken will.

  6. Experte zur KMK:“…und deshalb werden in der ungeimpften Teilgruppe der SuS die Zahlen wesentlich höher sein als bei Bezug auf die Gesamtbevölkerung, wie bisher geschehen. Daher ist die Inzidenz von nun an für Schulen weniger relevant und sollte als Kriterium hinterfragt werden.“
    KM1(schaltet die Kamera wieder ein) „Schon vorbei, ja, gut, interessant, danke“.
    KM2 „Dann können wir jetzt endlich alles wie immer machen? Das war eine anstrengende Zeit, so etwas erwartet man doch nicht in diesem Amt“ (zustimmendes Nicken auf dem Großbildschirm mit 8k-Auflösung)
    KM3 „Ja, Inzidenz spielt keine Rolle mehr“
    Berater „Ja, aber…“
    KM1 „Ich habe mich schon bedankt, sie können die VK verlassen!“
    Berater „Wenn man die Statistik…“
    KM2 „Kommt jetzt Mathematik? Habe ich schon früher nicht verstanden“
    Alle (zustimmendes Murmeln, Lachen und Schenkelklopfen)
    Berater (seufzt und schaltet Mikro und Kamera aus)

    • Genauso wird es abgelaufen sein! Alles andere kann ich mir einfach nicht vorstellen!

      Ansonsten fehlen mir die Worte!!!!! Wenn sie wiederkommen fange ich an, ein Buch zu schreiben. Dieses Mal wird es kein Märchen, diesmal wird’s eine wahre Dystopie!

  7. Der Bundestag hat die epidemische Lage verlängert. Also nach wie vor gilt: Überall haben wir Pandemie nur in den Schulen nicht. Und täglich grüsst das Murmeltier…..

    • @Lanayah

      „Also nach wie vor gilt: Überall haben wir Pandemie nur in den Schulen nicht.“

      Es sollte uns also nicht wundern, wenn bald eine saftige Kurtaxe auf den täglichen Schulbesuch fällig wird.
      Da könnte die staatliche Kasse klingeln wie verrückt! Aber das sollte uns die Gesundheit schon wert sein, oder nicht?!
      😉

  8. Wenn man mal ehrlich ist, sollte man die Schulschließungen tatsächlich nicht mehr an die Inzidenzen koppeln, zumindest nicht an die Inzidenz der Gesamtbevölkerung. Denn diese wird nie wieder die Inzidenz unter den ungeschützten, umgeimpften Schülern repräsentieren. Wir brauchen eine neue Maßzahl, die konkret die Lage unter Schülern aufzeigt. Und danach müssen wir uns dann richten.

    Ansonsten: wann macht diese Clowntruppe von KMK-Heinis endlich mal Feierabend….sie werden jetzt echt größenwahnsinnig und müssen aufpassen, dass sie nicht so weit provozieren, dass sie damit Aufstände (in Deutschland!!) generieren oder einzelne Personen Amok deshalb laufen.

    • Es wäre ja schön, wenn es aus diesen Gründen mal zu Aufständen käme, aber der Shitstorm ist doch bisher ausgeblieben (Amok lasse ich mal raus, das wäre wirklich furchtbar!), und deshalb ist auch kein Umschwenken nötig. Es gibt zu viele Menschen, die die Öffnungen und das vermeintliche Ende der Pandemie feiern – und die medial über die Sicherheit in den Schulen und die komplette Durchimpfung der Lehrerschaft „informiert“ sind…

      • Und diese das Ende der Pandemie feiernden Menschen sitzen zum Teil auch in meinem Kollegium. Ich habe Freitag den Satz „Jetzt steht es doch wirklich fest: Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie“ gehört. Er war nicht ironisch gemeint.

  9. ‚Wir sind in einer ganz anderen Situation als letztes Jahr nach den Sommerferien…‘

    Stimmt, wir sind im Moment VOR den Sommerferien, wie letztes Jahr auch, mit niedrigen Inzidenzen – NACH den Sommerferien schau’n wir mal… Gerade wird im WDR berichtet, dass es einen nie dagewesenen Run auf neue Reisepässe in den Ämtern gibt, und die Reisewarnungen wurden aufgehoben … happy vacations, Suckers!

  10. Welch ein Wahnsinn!

    Tatsächlich sollte man den Schulbetrieb wirklich von den (normalen) Inzidenzen abkoppeln… und statt dessen an die Inzidenzen der entsprechenden Altersgruppe oder die Inzidenz unter den Ungeimpften koppeln.

    Wenn die allgemeine Inzidenz bei z.B. 40 ist und die Hälfte der Menschen geimpft ist, dann dürfte die Inzidenz unter den Ungeimpften um 80 liegen. Wenn wir im Herbst vielleicht 80% geimpft haben (man darf träumen…), dann bedeutet eine Inzidenz von 40, dass die Ungeimpften eine Inzidenz von etwa 200 haben.

    Man müsste die Inzidenzgrenzen für den Schulbetrieb also mit steigender Impfquote immer weiter senken, um das Risiko konstant zu halten. Was macht man statt dessen? Man verweigert schonmal prophylaktisch jede Art von Gesundheitsschutz für den Herbst.

    Ich bin gespannt auf die ersten Klagen gegen die KMK wegen LongCovid unter Kindern, denn das wird nicht nur wissentlich in Kauf genommen, sondern durch die zusätzliche Verweigerung von Schutzmaßnahmen auch gefördert.

  11. Ist das die Zukunft? Gerade in der Lokalpresse meiner Heimatstadt Hildesheim: Gymnasium mit größtem Coronaausbruch: 92 in Quarantäne, 14 Coronafälle und 6 davon mit der Delta-Variante infiziert. Würde ja bedeuteten, dass es ursprünglich mindestens 2 unterschiedliche Infektionen gegeben haben muss??? Und Delta ist da. Da kann man sich denn schon mal für die 3.Impfung anmelden, wo schon so viele die 1. noch garnicht haben???

    • Was sind denn die genauen verschärften Maßnahmen? Dank Paywall kann ich sie nicht lesen.

      Sinnvoll wäre eine mindestens zweiwöchige Schließung dieses Gymnasiums. So viel Vernunft traue ich dem Gesundheitsamt eventuell zu, das dafür erforderliche Durchsetzungsvermögen gegenüber den Dezernenten jedoch nicht.

    • @Die Elfe
      Ich hab das gerade mal nachgelesen. Dass die indische Mutation kommt, war klar. Erschreckend finde ich aber die daraus resultierenden „Schutzmaßnahmen“, die bei der noch viel ansteckenderen Variante kaum ausreichen dürften, um eine Weiterverbreitung zu verhindern:

      „Das Gesundheitsamt hatte schnell und rigoros reagiert. Die hauptsächlich betroffene Klasse wurde komplett in Quarantäne geschickt, weitere drei Klassen teilweise. Neben den Infizierten mussten somit 78 weitere Schülerinnen und Schüler und insgesamt vier Lehrkräfte in die häusliche Isolation.

      Inzwischen hat das Gesundheitsamt verschärfte Hygieneregeln für die gesamte Schule angeordnet, die in den nächsten zwei Wochen gelten sollen. So herrscht bis zum 24. Juni wieder eine vollständige Maskenpflicht im Unterricht, im Schulgebäude und auf dem Pausenhof. Lediglich zum Essen, Trinken und Durchatmen dürfen Schülerinnen und Schüler ihren Mund-Nasen-Schutz kurz abnehmen – sollen dabei aber „strikt“ auf den Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Personen achten.
      Mehr lüften
      Eigentlich gilt in den Schulen in Stadt und Landkreis die Maskenpflicht nur noch in bestimmten Bereichen und nicht mehr im Unterricht, weil der Inzidenzwert dauerhaft unter 35 liegt. Aufgrund der besonderen Situation kann das Gesundheitsamt aber schärfere Regeln anordnen.
      Und davon macht die Behörde Gebrauch. Neben der verbindlichen Maskenpflicht – erlaubt sind nur FFP-2-Masken oder OP-Masken – betrifft das auch die Regeln fürs Lüften: Statt mindestens alle 20 Minuten für fünf Minuten sollen die Fenster nun alle 15 Minuten für zehn Minuten geöffnet werden.[…]
      Für Eltern, Geschwister und andere Familienmitglieder, die mit den Infizierten in einem Haushalt wohnen, gelten die gleichen Quarantäne- und Testvorgaben wie üblich, hier gibt es aktuell keine schärferen Regeln.[…]

      Ein bisschen mehr lüften soll helfen? Bei den Temperaturen, wo kein Lüftchen im Raum geht (falls überhaupt alle Fenster aufgeben…)? Keine schärferen Quarantäneregeln für Familienmitglieder? Kann doch wohl nicht wahr sein. Und bei Inzidenz unter 35 ist doch sicher voller Präsenzunterricht. Wie soll denn da Abstand eingehalten werden?
      Ich bin in Anbetracht solcher Infos überzeugt, dass uns bald in den Schulen die Deltavariante als vierte Welle überrollen wird, die ungeimpften Kids werden es zurück die die Familien tragen, wo (Ur)Großeltern wohl noch eine ganze Weile auf eine nötige Auffrischungsimpfung warten dürften… Man ist einfach nur noch fassungslos.

      • Wie war denn das Wetter in Hildesheim dieser Tage? Wurde vlt. an den Infektionstagen – wie bei uns – eh schon dauergelüftet, weil es zu stickig und schwül in den Zimmern war?

      • Genau. Sieht nicht gut aus. Da kommt noch was auf uns zu.

        „Delta-Variante rund zehn mal so gefährlich für Geimpfte?
        Die Zahl der dann trotz Vakzin Verstorbenen legt nahe, dass die Variante für Geimpfte rund zehn mal so gefährlich ist wie bisher verbreitete Virusvarianten.
        Vieles ist derzeit allerdings noch unklar. Zum Beispiel ist bisher nicht bekannt, wie alt die Verstorbenen waren oder ob es für die Gefahr durch Delta einen Unterschied macht, welchen Impfstoff man bekommt.
        Wegen ihrer schnellen Verbreitung fürchten Fachleute, dass die Variante erneut eine schwere Welle mit vielen Erkrankten auslösen könnte. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Infektionen mit der Delta-Variante in den letzten Wochen zu.
        Bisher macht die Virusversion nach Angaben des Robert-Koch-Instituts weniger als drei Prozent der sequenzierten Viren aus, das kann sich aber, wie die Zahlen aus Großbritannien zeigen, schnell ändern.
        Viele Delta-Infektionen an Schulen auf der Insel
        In Großbritannien beobachtet man ein deutliches Infektionsgeschehen in Schulen durch die Delta-Variante: Sie ist demnach unter der Altersgruppe von zehn bis 19 Jahren derzeit am stärksten verbreitet.
        Die mutmaßlich höhere Sterblichkeit unter Geimpften lässt nicht den Rückschluss zu, dass die Impfungen gegen Delta wirkungslos wären. Im Gegenteil mehren sich die Hinweise, dass sich auch Delta durch Impfungen zumindest bremsen lässt.

        https://www.focus.de/wissen/covid-19-briten-studie-delta-variante-fuer-geimpfte-toedlicher-als-bisherige-corona-arten_id_13389589.html

        Wie das mit dem „Bremsen“ durch Impfung dann noch funktioniert, wenn im vollen Präsenzunterricht die hoffentlich bis dahin überhaupt geimpften LuL mit 30 überwiegend Ungeimpften zusammengepfercht sind, ohne weitere Schutzmaßnahmen wie Luftfilter usw., wird sich zeigen. Mir wird jetzt schon übel, wenn ich daran denke, dass Ramelow im Herbst „alle“ Maßnahmen aufheben will… So viel Dummheit kann man doch nicht mit Wahlkampf begründen… oder doch? Und die CDU möchte am liebsten in Thüringen sofort schon alles lockern…

    • Habe ich mir gerade durchgelesen. Besonders interessant war, dass als Massnahme nun häufiger gelüftet werden soll……als ob man bei diesem Wetter nicht sowieso durchgehend lüftet. Bis vor Kurzem galt in Niedersachsen auch noch, dass bei einer Quarantänemassnahme des Gesundheitsamtes für den Rest der Schule Szenario B eintritt. Das scheint hier aber nicht passiert zu sein.

      • Das mit Szenario B bei Quarantänemaßnahmen ist aber ein Gerücht oder Sie haben einfach Glück mit Ihrem Gesundheitsamt gehabt. Bei uns wurde das noch nie so gemacht, dabei hatten und haben wir ständig Schüler oder Lehrkräfte in Quarantäne.

    • Auch Bonn hat innerhalb von 3 Tagen 11 Coronafälle u18 gemeldet, 10 an Schulen, 1 in einer KiTa. Der Stadtsprecher hat schon mal prophylaktisch erklärt, dass sich alle (!) betroffenen Kinder im privaten Bereich infiziert hätten…

  12. Delta-Variante in Großbritannien: Tag der Freiheit oder nächste Welle? – ZDFheute https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-freedom-day-grossbritannien-delta-variante-100.html

    Zu lesen in verschiedensten Medien.
    Gerade junge Menschen, ungeimpfte, aber eben auch bereits 2fach Geimpfte.
    Warum verschliessen hier so viele die Augen?
    Warum wird das bei uns so missachtet?
    Ich finde es absolut erschreckend.
    Gerade im Hinblick auf die massiven Öffnungen und Lockerungen.

  13. Jau, und die „aktuellen“ Inzidenzzahlen unter den Kindern und Jugendlichen waren den KuMis am 10 . Juni bekannt … so ohne noch viel ansteckendere Delta-Variante sprangen die Zahlen den Interessierten an … bereits in KW 21 die Altersgruppe der 15 bis 19-Jährigen (mit Inzidenz 43,13 und somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt), aber auch die 10 bis 14-Jährigen (mit Inzidenz 42,48) und auch die 5 bis 9-Jährigen (mit Inzidenz 40,65) … das war dann bis 30. Mai. Wann gingen die Schulen wo nochmal in den Vollmodus … bei uns in NRW war es am 31. Mai. Bei den Zahlen handelt es sich um Stand 08.06.21 für KW 21, also bis 30. Mai. Aktuelleres scheint es derzeit noch nicht zu geben.(?). Aber wollen es die KuMis überhaupt (genau) wissen? Normalerweise hätten bereits die letzten Infektionszahlen der Kinder und Jugendlichen ihre Grundstimmung und ihr Handeln beeinflussen müssen. Noch ganz ohne die Delta-Mutation! Stattdessen verkünden sie frohlockend den dauerhaften Regelbetrieb nach den Sommerferien!

    Genauso Long-Covid und andere Coronafolgen bei Kindern und Jugendlichen. Die Erfassung der Daten in der BRD bzw. die Forschung der Probleme an sich läuft gerade erst an oder zumindest besteht „schon“ die Absicht, es zu tun. So manche Spezialambulanz wird aber erst im September starten. Was erwartet man wohl? Die Jugendlichen scheinen einer britischen Studie zufolge, die Herr Lauterbach in den Medien im April erwähnte, ein Long-Covid-Risiko von 7 Prozent (Erwachsene 14 Prozent) zu haben. Auch das will man JETZT so offensichtlich gar nicht genau wissen oder die absehbare Gefahrenlage präventiv bedenken. Gerade wegen der nach RKI-Aussage „limitierten Datenlage“ zu Long-Covid bei Kindern sollte man aber genau das tun. Ich meine, sie präventiv bedenken. Wenn überhaupt, kommen, wenn es „vorsichtig“ läuft, zur Infektionsabwehr Masken und Lüften in Betracht … und Tests (die mit gut 40 % Fehlerquote nicht gerade gut funktionieren) bei Vollpräsenz. Haben Masken und Lüften in der Vergangenheit gereicht, Infektionen in den Schulen zu verhindern? Nein! Wen interessiert´s? Die KuMis wohl eher nicht.

    Dass das Bundesministerium für Gesundheit („Zusammen gegen Corona“) den Eltern rät, ihre Kinder vor einer Infektion zu schützen, indem man sie dazu anleitet, einen Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Menschen (selbst beim Spielen!) einzuhalten und dass Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum wie in der Schule eine medizinische Maske tragen sollen…mmmh… wissen die KuMis nicht, was das Bundesministerium für Gesundheit den Eltern rät, um ihre Kinder vor dem Coronavirus zu schützen? Nein, die wissen das bestimmt, aber es interessiert sie eben eher auch nicht.

    In aller Regel sollten Fehl- und Minderentscheidungen in dieser Pandemie gründlich aufgearbeitet werden – so auch das Geschehen in den Schulen – und es wird wohl eines Tages auch so geschehen, aber was hilft es den Eltern, die sich JETZT fragen: Wie bekommen wir unsere noch nicht geimpften Schulkinder SICHER durch diese Pandemie? Die Kultusministerien fühlen sich offensichtlich nicht für die Sicherheit zuständig … so stehen Luftfilteranlagen oder Wechselunterricht gar nicht zur Diskussion. Das Gesundheitsministerium darf sich oder will sich nicht einmischen? Die noch gültige Bundesnotbremse greift nicht.

    WIR Eltern hängen mit unseren ungeimpften Kindern – den KuMis und dem Virus ausgeliefert – in der Luft! Wo sollen wir bitte den Glauben daran hernehmen, dass es schon gutgehen wird? Die ach so tollen Inzidenzen greifen in den Schulen NICHT!!! Und unseren Kindern nützt es auch nichts, wenn fast ein Viertel der Menschen in der BRD außerhalb der Schulen vollständig geimpft ist! Im Gegenteil: Sie werden die Viruslast fast alleinig tragen müssen… mit der Pandemie allein gelassen von den KuMis, den Gesundheitsministerien … und auch von ihren Eltern.

    • „Die Jugendlichen scheinen einer britischen Studie zufolge, die Herr Lauterbach in den Medien im April erwähnte, ein Long-Covid-Risiko von 7 Prozent (Erwachsene 14 Prozent) zu haben. Auch das will man JETZT so offensichtlich gar nicht genau wissen oder die absehbare Gefahrenlage präventiv bedenken. “

      Ganz genau.

      Bezüglich LongCovid fährt man wieder mal den Ansatz „Augen zu und durch“.

      Das passt aber nicht zusammen. Wie kann man auf der einen Seite die tatsächlich vorhandenen Gefahren von LongCovid verharmlosen und die schon vorhandenen Zahlen ignorieren und somit in den Schulen eine deFacto-Infektionspflicht erzeugen, während man auf der anderen Seite bei den Impfrisiken bei den Kindern extrem vorsichtig ist (was dann letztlich dazu führt, dass selbst die Impfwilligen kaum eine Chance haben, bis zum neuen Schuljahr geimpft zu sein).

      Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde, dass man Impfrisiken sehr ernst nehmen sollte, aber genau das gleiche erwarte ich auch bei Langzeitfolgen einer weitgehend unbekannten Krankheit, zu der es sogar schon Daten gibt, die auf ein Problem hindeuten, das weit größer werden kann als potentielle Impfschäden.

      Das Handeln passt hier nicht zusammen:

      LongCovid: Gibt keine Daten, wir wissen nichts, also tun wir nichts zum Schutz und nehmen Infektionen wissend in Kauf

      Impfung von Kindern: Gibt keine Daten, wir wissen nichts, also empfehlen wir die Impfung nicht und nehmen damit in Kauf, dass selbst diejenigen, die das trotzdem wollen, diesen Schutz nicht rechtzeitig bekommen werden.

      ENTWEDER man setzt auf Schutz ODER man setzt auf Impfungen. Hier geht an den bequemsten Weg und verweigert sowohl Schutz als auch Impfungen.

  14. Das Ganze scheint wie ein perfider Plan, Kinder zu durchseuchen (ungeimpfte Eltern gleich mit), da spart man reichlich Impfstoff.

    Oder ist es vielleicht ein Test, wie viel wir uns gefallen lassen? Wer weiß schon, was die hohen Damen und Herren noch so für uns in Petto haben. Ich jedenfalls befürchte, dass das, was wir bisher erlebt haben, erst die Spitze des Eisbergs war.

    Eins ist für mich sicher, um Schutz ist es noch nie gegangen und der wird auch in Zukunft keine Rolle spielen!

  15. Mir macht am meisten Angst, dass ALLE Kultusminister sich so absolut einig sind.
    Man sollte doch eigentlich annehmen, dass sie sich alleine schon auf Grund des Wahlkampfes von einander absetzten wollen würden. Aber da ist kein Einziger, der eine andere Meinung äussert oder strengere, bessere Schutzmassnahmen für sinnvoll hält. Keiner sagt, also wir im Bundesland XY machen das ganz anders, wir haben Luftfilter für alle Schulen besorgt, die Maskenpflicht bleibt und für Wechseluntericht bzw. Distanzunterricht gelten Inzidenzwerte von 35 oder niedriger.
    Es ist so beängstigend, dass sich die KMs egal welcher Partei einig sind, dass Corona nicht mehr existiert und deshalb keine weiteren Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Im Gegenteil, die bisher bestehenden können gerne gleich noch abgeschafft werden.
    Wobei „Schutzmassnahmen“ ein grosses Wort für das ist, was an den Schulen gemacht wird.

    • „Im Mertzn reisten eins siben Man,
      Die nur ein Schweinsspieß theten han,
      In welcher Zeit die Hasen blind
      Uber das Feld lauffen geschwind,
      Von Schwaben Ragen Ohrlin genant.
      Als diese zogen uber Land,
      Lieff in ein Hase ohngesehr
      Uber das quere Feld doher,
      Die solchs für gspenst zu halten pflegen,
      Wann eim ein Has erst thut begegnen
      Gar bald sprach, der den Spieß thet han,
      Da trettet all an Schafft hinan,
      Reckten den Spieß dem Hasen dar,
      Forchten, er würd sie fressen gar.
      Und als sie stunden an dem Spieß,
      Der hinter was kün, sich verließ,
      Er müst die sechs vor alle fressen,
      Ehe dann er im auch gleich thet messen,
      Und sprach den Hasen tapffer an,
      Gangk ran, Ragen Ohrlin, gangk ran,
      Welchs den fordren verdriessen thett,
      Der sich rumb wand und zu im red,
      Ja stündestu he forn als ech,
      Du würdest nichten also sprech, Gangk ran, Ragen Ohrlin, gangk ran.
      Ich must gleichwol zum ersten dran,
      Und wann er mich dann brecht umbs leben,
      So würd ir all die flucht thun geben.
      Und bey mir stehn, wann ich bezwungen,
      Gleich wie der Has bey seinen jungen,
      Vor dem wir uns doch hie mit spot
      Allesampt forchten wolln zu todt.“
      (Die Sieben Schwaben)

  16. Die Maskenpflicht wird fallen. Das dauert keine 7 Tage mehr. Vorallem an Schulen. Da die Kinder nicht geimpft werden dürfen (unter 16),weil sie ja so ein tollen Immunsystem haben … dann brauch man das ganze Theater ja nicht mehr. Nutzen Risiko Abwägung von Virusinfektion zu Impfen. Da dies so klar dargestellt wurde wird es etliche Eltern geben die Klagen werden. UND sie werden Recht bekommen…. es steht nach der Stiko Aussage die Maßnahme (Maske u. Test) in keinem Verhältnis. Die die eine Vorerkrankungen oder Elten mit Vorerkrankungen haben dürfen impfen und sind geschützt. Der Rest darf Ping Pong spielen… ist ja nicht schlimm, die Impfung ist schlimmer.

    • Noch ein kleiner Zusatz … wir beide sind geimpft … Oma Opa und viele Kontaktpersonen im familiären Umfeld auch. Unser Kind kann sich zu 98% nur in der Schule anstecken … wehe dem das passiert. Dann versteh ich kein Spaß mehr.

  17. @Jan aus H: Könnte daran liegen, dass für Impfschäden bei staatlich empfohlenen Impfungen der Staat haftet – was bei Millionen von potenziellen Impflingen selbst bei einer geringen Anzahl an Schäden teuer werden könnte.
    Eine möglicherweise auftretende Infektion haben die Kinder/Jugendlichen sich dagegen garantiert nicht in den Schulen eingefangen, weil die ja so sicher sind, dass wir jetzt wieder ohne Maske Unterricht in Vollpräsenz machen dürfen. Und das trotz der sich in GB rasant ausbreitenden Delta-Variante. Die wird, wenn man sich die Empfehlungen der KuMis so ansieht, ganz sicher in Deutschland nicht so schlimm werden wie in GB. Das hat Y. Gebauer bestimmt wieder in ihrer Glaskugel gesehen. Und falls doch, wird man es hier nicht erfahren, weil weder flächendeckend sequenziert wird, noch SuS zuverlässig (vom GA & mit PCR-Tests) getestet werden. War letztes Schuljahr auch schon so. *Achtung, dieser Post kann Spuren von Ironie und Sarkasmus sowie eine gehörige Dosis Verzweiflung enthalten.*

  18. Nach Durchsicht aller Kommentare, kann ich deutlich erkennen wieviele zutiefst verängstigte Menschen sich hier tummeln.

    Ich erinnere mich an einen tollen Spruch:

    „Angst essen Seele auf!“

    Jeder Atemzug, jede Sekunde kann der/die letzte sein.

    Wollt ihr euer Dasein wirklich in Schockstarre fristen?
    Offensichtlich…

    • Aua… „Angst essen Seele auf“ ist kein Spruch, sondern ein Film von Fassbinder, in dem es darum geht, dass Ausländern von vornherein Misstrauen entgegengebracht wird. Was hat das hier mit dem Thema zu tun?
      Was Sie als „zutiefst verängstigt“ bezeichnen, sind einfach Erfahrungswerte: dreimal Schulen zu – dreimal Zahlen runter. Dreimal Schulen wieder auf – dreimal Zahlen wieder rauf.
      Wieso erwarten Sie bei (was die Schulen betrifft) nahezu unveränderter Ausgangslage beim vierten Mal ein anderes Ergebnis? Letzten Sommer waren die Zahlen noch niedriger bei Ferienbeginn. Jupp, und dann kam der Herbst. Und der Winter…und wir hier hatten ne Inzidenz über 800.

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