Sichere Schulen durch Schüler-Impfungen? Stiko-Chef Mertens: Idee ist «grenzwertig» – Virologin Ciesek bringt Luftfilter ins Gespräch

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FRANKFURT/MAIN. In der Diskussion um Corona-Impfungen für Kinder läuft manches falsch, findet der Chef der Ständigen Impfkommission. Manche Logik hält er  für «grenzwertig», manche thematische Verquickung «einen Irrweg». Konkret stößt er sich daran, das Thema Schule mit der Impfdebatte zu verknüpfen. Auch andere Mediziner sind skeptisch. Die Virologin Prof. Sandra Ciesek warnt allerdings davor, unvorbereitet ins neue Schuljahr zu gehen – sie bringt Luftfilter ins Gespräch.

Mobile Luftfilter können Viren aus der Raumluft beseitigen – kosten aber Geld. Das Foto zeigt einen Klassenraum im bayerischen Unterbiberg, der mit Luftfilter und Plexiglas-Schutzwänden ausgestattet ist. Foto: Shutterstock / Alexandra Goertz

In der Diskussion um die Corona-Impfungen für Kinder zeigen sich Mediziner trotz EMA-Empfehlung weiterhin kritisch. Einige halten die vorhandene Datenlage für zu ungenau. Der Virologe Klaus Überla, Professor an der Universität Erlangen und Stiko-Mitglied, hat daher für Zurückhaltung plädiert, bis mehr Wissen über mögliche medizinische Nebenwirkungen herrsche, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Natürlich ist es zum Aufbau einer möglichst umfassenden Bevölkerungsimmunität sinnvoll, auch Kinder in das Impfkonzept einzubeziehen», sagte Überla. Bei gesunden Kindern seien aber die Risiken des Nichtimpfens gering und die Risiken des Impfens nicht ausreichend bekannt.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Prof. Thomas Mertens, hat um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen gegen Corona geworben. Zugleich sprach er mahnende Worte in Richtung Politik. «Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, das ist ein medizinischer Eingriff, und der muss eben entsprechend indiziert sein», hatte Mertens als Gast des NDR-Podcasts «Das Coronavirus-Update» am Dienstag gesagt.

«Dass Kinder schwer an Covid-19 erkranken, ist wirklich eine ausgesprochene Rarität»

Die Entscheidung, ob die Stiko empfehle, alle Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen, müsse «auf der besten verfügbaren Evidenzbasis getroffen werden». Die Daten aus der Zulassungsstudie des Herstellers reichten dafür nicht aus: «Die Zahl der in der Studie geimpften Kinder ist einfach zu gering, um eine belastbare Aussage über die Sicherheit in dieser Altersgruppe zu machen.» Immerhin 1,3 Prozent der 1100 in der Studie geimpften Kinder hätten schwere Reaktionen gezeigt.

In der Debatte hat sich auch der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. med. Klaus Reinhardt, gegen eine allgemeine Impfempfehlung ausgesprochen. Man müsse sich «wie bei jeder medizinischen Intervention – auch beim Impfen – überlegen, wie stehen Risiko und Nutzen in welchem Verhältnis», sagte Reinhardt am Mittwoch im Inforadio des rbb. Er plädierte dafür, die Eltern über die Impfung ihrer Kinder entscheiden zu lassen.

Da junge Menschen überwiegend nur leicht und oberflächlich erkranken oder sogar symptomlos die Infektion durchleben würden, «muss man sich überlegen, ob das ein ausreichender Grund ist, um einen Menschen zu impfen». Auch mit Blick auf noch unbekannte Nebenwirkungen «sind wir der Auffassung, dass man das individuell im Einzelfall entscheiden sollte», sagte Reinhardt.

Auch der Kinder- und Jugendmediziner Professor Reinhard Berner vom Uniklinikum Dresden rät zu Zurückhaltung: «Wenn ich in die Waagschale werfe, was wir bisher über die Corona-Impfung in dieser Altersgruppe und die Erkrankung in dieser Altersgruppe wissen, würde ich sagen, dass die Abwägung von Nutzen und Risiko noch nicht für eine allgemeine Impfempfehlung ausreicht.»

Dass Kinder schwer an Covid-19 erkranken, sei «wirklich eine ausgesprochene Rarität», sagte Stiko-Chef Mertens. Strittig sei nur die Frage, ob es eine generelle Empfehlung gebe. Dass die Stiko empfehlen werde, Kinder mit Vorerkrankungen zu impfen, «daran kann eigentlich kein vernünftiger Zweifel bestehen».

In der Debatte um die Kinderimpfungen würden viele Argumente «leichthin» ins Feld geführt, kritisierte Mertens. So sei es «nicht besonders sinnvoll», das Thema Schule mit der Impfdebatte zu verknüpfen, allein schon´deshalb, weil Kinder unter zwölf Jahren derzeit gar nicht für eine Impfung infrage kommen. «Die Stiko – und ich glaube auch viele andere vernünftige Leute – halten diese sprachliche Verbindung von Impfung als Voraussetzung für das normale Leben der Kinder für einen Irrweg.»

«Man sollte die Hoffnung auf den epidemiologischen Effekt nicht übertreiben»

Auch der Nutzen für die Herdenimmunität sei gering: «Man sollte die Hoffnung auf den epidemiologischen Effekt nicht übertreiben.» So lange der Impfstoff knapp sei, müsse man sich entscheiden, ob man lieber Jugendliche oder Erwachsene impfe. Die Idee einer großen Schulimpfkampagne nannte Mertens «wirklich von der Logik her meines Erachtens grenzwertig».

Allerdings – egal, wie die Empfehlung der Stiko für Deutschland ausfallen wird: Das Problem, den Unterricht dauerhaft abzusichern, bleibt. Die Virologin Prof. Sandra Ciesek, die mit Mertens im NDR-Podcast diskutiert, rät Politikern dazu, den Sommer nicht zu verschlafen. Kitas und Schulen könnten im Herbst ein zentraler Bereich des Infektionsgeschehens sein, weil dort viele Menschen aufeinandertreffen, die nicht geimpft sind. „Da sollte man gute Konzepte in der Hinterhand haben“, sagt die Virologin. Studien der US-amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC aus Utah und Georgia ließen Schlussfolgerungen für den Schulbetrieb hierzulande zu. Nämlich: Wichtig bleibe, eine Teststrategie in Kitas und Schulen zu verfolgen und Maßnahmen wie Abstand halten, Maske tragen und Lüften beizubehalten. Auch Luftfilter könnten eine große Rolle spielen.

Man werde im Herbst womöglich wieder mehr Ausbrüche dort sehen, wo es zu großen Menschenansammlungen mit nicht Geimpften kommt, sagt Ciesek: „Wo das Virus einen Wirt findet, wird es auch versuchen, den zu infizieren.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Kinder und Jugendliche auch ohne allgemeine Stiko-Empfehlung in die Impfkampagne einbinden. In deren Rahmen werden die Kosten vom Bund übernommen. Im Fall von Impfschäden besteht laut Bundesgesundheitsministerium auch Anspruch auf Versorgung nach dem sozialen Entschädigungsrecht. Die Stiko gebe nur eine Empfehlung, sagte Spahn. «Im Lichte dieser Empfehlung können dann die Eltern mit ihren Kindern, den Ärztinnen und Ärzten die konkreten Entscheidungen treffen, ob jemand geimpft wird oder nicht.» Dies sei eine individuelle Entscheidung.

Nach einer entsprechenden Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA erteilte die EU-Kommission am Montag offiziell die Zulassung für die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Stiko hat aber bereits mehrfach angedeutet, dass sie möglicherweise keine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder geben will, sondern nur für vorerkrankte Kinder.

Unterdessen ist bald jeder fünfte Deutsche vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.10 Uhr) wurden bisher bereits 18,8 Prozent (15,6 Millionen) der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft, 43,9 Prozent (36,5 Millionen) haben mindestens eine Dosis erhalten. Am Dienstag kamen den Zahlen des RKI zufolge 947.198 Impfungen hinzu, davon führten 552.408 zu einer vollständigen Immunisierung. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, entsprach die Zahl der am Vortag Geimpften über einen Prozent der Bevölkerung. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 51,5 Millionen Impfungen gesetzt. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zum NDR-Podcast mit Ciesek und Mertens.

Bund fördert Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen – „über den Sommer“

 

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35 KOMMENTARE

  1. Die Ema hat den Impfstoff für Kinder ab 12 zugelassen.
    Den Kindern den Impfstoff vorzuenthalten ist inakzeptabel.

    In Grundschulen gibt es keine Maskenpflicht im Unterricht.
    Luftfilteranlagen sind dringend erforderlich.
    Natürlich auch an weiterführenden Schulen und besonders in Kitas.
    Auch die Busse sind überfüllt.
    Das heißt für uns als Eltern wieder, Kinder in die Schule bringen und abholen.
    Bei 44km / Tag x 0,30 x 21 Tage = 277 Euro pro Monat.

    • Maskenpflicht für Grundschüler:
      Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Bayern besteht eine Maskenpflicht für Grundschüler.

    • Bei dem Problem mit den Bussen stimme ich ihnen voll und ganz zu. Die Schüler stehen darin wie in Sardinenbüchsen. Beispiel von unserer Schule: auf dem „platten“ Land ist es leider nicht möglich, dass die Schüler gestaffelt zum Unterricht erscheinen, da die Schulen nur zur ersten Stunde angefahren werden. Auch kann erst nach der fünften Stunde der erste Bus nach Hause genommen werden. Bei allen Fahrten sind auch noch die anderen Pendler mit in den Bussen. Hinzukommt auch noch, dass viele Schüler einen weiten Anfahrtsweg haben und teilweise bis zu einer Stunde (mit unterschiedlichen Linien) unterwegs sind.
      Hier in Niedersachsen ist unter einer 35er Inzidenz die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Dies betrifft die weiterführenden Schulen.
      Bisher ist uns bekannt gegeben worden, dass unser marodes Schulgebäude nicht für stationäre Luftungsanlagen/Luftfilteranlagen in Frage kommt. Die bauliche Substanz gibt das einfach nicht her. Dazu hätten wir gar keinen Gutachter gebraucht. Seit Wochen tropft es durch die Decke und vorher kam das Wasser durch den Fußboden.
      Investition sieht anders aus, aber dies wird sich in der nächsten Zeit ja auch nicht ändern.

      Wenn ich sehe, dass finanziell nichts in Schulen investiert wird, aber die HAZ berichtet, dass die großen Parteien (ich meine es waren SPD, CDU und FDP) eine Diätenkürzung um 65€ ablehnen, dann bin ich fasungslos. Laut HAZ-Artikel (vom 01.06.2021) bekommen sie seit 2019 eine Diät von 7175€.
      Vorschlag: Nehmen wir doch ein paar Euronen davon und kaufen mobile Luftfilter.

    • Die Gesundheit Ihres Kindes ist Ihnen 277 Euro/mtl. nicht wert?
      Wie kann man nur sowas posten. Unfassbar.

      Die Impfstoffe sind übrigens (zeitlich begrenzt) nur bedingt zugelassen. Quelle EMA!

      • @oje
        Natürlich geht die Gesundheit der Kinder vor.
        Schon seit einem Jahr fahren wir die Kinder hin und oder her.

        Dafür fahren wir halt nicht in den Urlaub.

      • Es gibt auch genug Familien, wo das Haushaltsbudget so knapp ist, das 277 Euro mtl. nicht drin sind. Luxus wie Urlaub, Ausgehen etc. übrigens auch nicht.

        Mit Vorhaltungen sollte man immer sehr vorsichtig sein, wenn man nicht alle Umstände kennt.

    • Wie lange sollen die kleinen denn noch mit Maske rumlaufen?Ihre ganze Schulzeit?Bin ich die einzige,die das gruselig findet?Bei uns öffnen sogar wieder die Clubs.Ohne Maske,50 bis 100 Leute im Raum.Und die Kinder müssen bei Sommerhitze auf dem HofMaske tragen.Das ist indiskutabel!Es müssen Luftfilter eingebaut werden,aber nix wird passieren,weil Schulen ja so sicher sind.Unfassnar,was den Kindern zugemutet wird.Und ich NIN kein Verleugnet.Ich erwarte nur dass in vernünftigen Schutz investiert wird.Aber hier sind ja alle offenbar der Meinung,auch Grundschüler können problemlos ihre ganze Schulzeit mit Masketragen,testen,Hygieneregeln verbringen.Unbeschwerter Schulbesuch geht anders.

      • Wenn der Herr Mertens den Impfstoff für Kinder noch nicht generell empfehlen möchte, wird er Gründe haben. Herzmuskelentzündungen, Menstruationsprobleme sind gerade bei pupertierenden Menschen nicht ganz unerheblich.
        Man sollte da schon vorsichtig agieren.
        Und nur das macht Herr Mertens.
        Wenn er dafür jetzt ne Empfehlung rausgibt und dann gibt es reihenweise schwere Nebenwirkungen, ist auch das Geschrei groß

      • Man sollte neben den Luftfiltern auch die Plexigalstrennwände forden. Das geht für mich zu sehr unter in der öffentl. Diskussion. Dann müssten die Kinder keine Maske am Platz tragen. Wie sollen die Kinder hier noch konzentriert dem Unterricht folgen oder irgendwelche Tests schreiben? Aber man braucht die Trennwände ja für die Landesparlamente..

        • Plexiglastrennwände????
          Das wird bestimmt auf Tagesfahrten lustig.
          Die Kinder sitzen bei uns so wie „früher“ wieder dicht zusammen.
          Da kann auch die Maske weg.

      • Im Freien Maske tragen und im Unterricht nicht, ist blödsinnig.

        Solange keine Luftfiltergeräte vorhanden sind, bleibt es für unsere Kinder beim Maske tragen.
        Während des Lüftens und im Freien haben sie Maskenpause.

        • In NRW ist Maske auf dem Schulhof Pflicht (zumindest im Moment noch, wenn die Kinder versprechen zu strahlen, hebt Yvonne die bestimmt bald auf).

  2. Alles zurück auf Start … un‘ nu‘? Tatsächlich an soliden Schutzmaßnahmen und langfristigen Hilfs- und Ausgleichsprogrammen für SuS und für Schulen arbeiten? Wo doch schon so zum Greifen nahe war, dass SuS-Impfen einfach alles wie immer bleiben lassen würde.

  3. „Kitas und Schulen könnten im Herbst ein zentraler Bereich des Infektionsgeschehens sein, weil dort viele Menschen aufeinandertreffen, die nicht geimpft sind.“
    Das ist auch jetzt schon so!
    Lehrer nicht geimpft (an weiterführenden Schulen), Kinder nicht geimpft, deren Kontaktpersonen nicht geimpft, Kontakte finden sogar wieder klassenübergreifend mindestens im Jahrgang statt, Lehrer fahren zwischen Standorten hin und her, Sozialarbeiter und Förderschullehrer sogar zwischen verschiedenen Schulen.
    Nach den Sommerferien kommen dann noch Virusvarianten aus den Urlaubsländern ins Spiel.

    Man argumentiert öffentlich, eine Impfung für Kinder sei medizinisch und ethisch grenzwertig, weil der Nutzen für die Kinder selbst nicht groß genug ist und noch nicht gegen den möglichen Schaden abgewogen werden kann – und Kinder nicht allein „zum Schutz anderer“ geimpft werden sollten.

    Gut, kann man mit leben, zumal die Datenlage für die Impfwirkungen bei Kindern vielleicht noch nicht zuverlässig genug ist. Das müssen Fachleute entscheiden.

    Was aber bitte spricht gegen Luftfilter, bessere Belüftung, Plexiglaswände etc.?
    Die tun nicht weh und verlangen keinen medizinischen Eingriff.
    Sie schützen die Kinder.
    Sie schützen damit auch ihr Umfeld.
    Sie schützen zudem vor vielen anderen Infektionen.
    Damit könnten sie den Schulbetrieb für alle auf sehr lange Zeit viel sicherer machen!

    Eltern müssten nicht mehr alle naselang wegen „Kind krank“ zu Hause bleiben, Kinder würden nicht dauernd wegen Infekten in der Schule fehlen, Lehrer würden nicht mehrmals im Jahr wegen Erkältung etc. ausfallen.
    Im Winter würde nicht zum Fenster hinaus geheizt, im Sommer wäre endlich Luftaustausch gewährleistet.
    Wir könnten sogar möglichen Mutationen etwas gelassener entgegensehen, weil das Virus einfach nicht mehr so leicht Gelegenheit zu mutieren bekäme.

    Was oder wer verhindert also den Einbau von schützenden Anlagen?????
    Ich hoffe, die Wissenschaft kann sich Gehör verschaffen!!!

    Wir Lehrer versuchen es seit einem Jahr vergeblich und sind langsam ratlos, müde, aufgerieben – und versuchen, ungeimpft und mit 30 Kindern in der Klasse irgendwie noch ein bisschen Schutz für alle zu schaffen – und irgendwie selbst dabei gesund zu bleiben.

    Jetzt hören wir, es gibt keine vierte Welle, alle können in den Urlaub fahren, der Sommer wird gut werden…
    Haben wieder alle „vergessen“, dass die Schulen sich nicht von selbst sanieren, dass der Herbst nach dem Sommer, der Winter nach dem Herbst kommt, dass es im Winter kalt wird und auch im Frühjahr 2022 irgendwann wieder die warme Luft in den Klassenräumen stehen wird wie jetzt?

    Wollen wir es wirklich darauf ankommen lassen, dass wir irgendwann keinen unserer Schüler mehr ohne Maske kennen, dass die Schüler irgendwann keinen ihrer Lehrer mehr jemals ohne Maske gesehen haben?
    Das will kein Lehrer, das können auch Eltern nicht wollen.
    Und die Verantwortlichen in der Politik? Ich weiß nicht, was sie wollen!

    • @kanndochnichtwahrsein dem ist nichts hinzuzufügen.Aber scheint alles egal zu sein,dass viele gar keine normale Schule mehr kennen.Dass da auch von Eltern nix kommt!Alle froh,dass Schule öffnet,scheißegal,ob das Kind 6 Std lang Maske tragen muss.Ich hab hier versucht,eine Elterninitiative zu starten.Sogar die Schulleitung angeschrieben,ob wir nicht eine Elternaktion für Luftfilter starten können.NULL Resonanz.Ich kapier es nicht.Noch ist mein Sohn zuhaus,aber mir graut vorm nächsten Schuljahr.

      • da bin ich auch fassungslos. Habe Anfang des Jahres in der Eltern What´s app Gruppe Informationen zum Thema Luftfilter weitergeleitet: Keine Reaktion der Eltern! Einen Tag später hat eine andere Mutter über die Gruppe gefragt, was man der Lehrerin zum Abschied schenken könnte: 20 Antworten. Das finde ich leider sehr bezeichnend.

        • Wir haben sogar Luftfilter im Klassenraum, an den ganzen Maßnahmen, Regeln, ändert das aber auch nichts! Genauso verpflichtend sind die üblichen Maßnahmen, wie Masken- Testpflicht, Abstand.. etc. Irgendwann soll es mal auch gut gewesen sein, finde ich.. ich möchte auch nicht dass meine Kinder ihre Kindheit weiterhin so erleben müssen! Vch verstehe auch nicht warum wir eigentlich kaum Ergebnisse der Testaktionen lesen, wieviel sind tatsächlich positiv, kann doch nicht sein dass alle Maßnahmen ohne Auswerten einfach verlängert werden während überall gelockert wird. Aber wenn ich hier einige Kommentare lese, wundert es mich irgendwie auch nicht.

    • Ach ja, schönes Bild. Warum sieht man in den Medien fast nie echte Bilder aus der Realität? Meine Vermutung: Es ist für Journalisten fast unmöglich, Zugang zu normalen oder sogar Brennpunktschulen zu bekommen.( Ich lasse mich gern eines besseren belehren.)

  4. „Der Virologe Klaus Überla, Professor an der Universität Erlangen und Stiko-Mitglied, hat daher für Zurückhaltung plädiert, bis mehr Wissen über mögliche medizinische Nebenwirkungen herrsche, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).“

    Mit ziemlich genau den gleichen Worten könnte man für Zurückhaltung plädieren, was das Durchseuchen von Kindern angeht, denn auch da gibt es noch keine belastbaren Aussagen zu Spätfolgen. Man weiß, das nur extrem wenige sterben oder schwer erkranken, aber belastbare Zahlen zu LongCovid sind Mangelware. Immerhin bewegen sich die verfügbaren Zahlen aber in einer Größenordnung, die über den 1,3% der Impfreaktionen (wobei das keine Langzeiteffekte sind) liegen dürfte.

    Wenn man also Zurückhaltung beim Impfen fordert, dann MUSS man ein Alternativkonzept anbieten, dass Infektionen SICHER vermeidet. Es passt nicht zusammen, wenn man auf der einen Seite zur Vorsicht rät, weil es vielleicht Nebenwirkungen oder Spätfolgen einer Impfung geben könnte, auf der anderen Seite aber die bereits bekannten und in ihrem Umfang kaum abschätzbaren Spätfolgen einer Infektion ignoriert bzw. als „Lebensrisiko“ oder so abtut.

    Von daher: Plexiglaswände und Luftfilter für alle Klassenzimmer. Damit Druck entsteht, sollte Präsenzunterricht untersagt werden, bis diese Dinge eingebaut sind. Ohne Druck scheint leider nichts zu passieren, außer dass die üblichen Verdächtigen nach Öffnungen schreien. Die können sie auch gerne bekommen, aber eben nur mit Luftfilter und Plexiglaswänden.

    Niemand will die Schulen dauerhaft zusperren, aber wenn man die Impfungen für zu gefährlich hält, dann sollte man das Langzeitrisiko dieser weitgehend unbekannten Krankheit mindestens ebenso beurteilen und danach dann handeln.

  5. Thies Rabe hat sich gestern bei Lanz im ZDF eindeutig positioniert: Luftfilter seien unnötig! Der Widerspruch zwischen den 5 Millionen vom Bund seien eine rein politische Entscheidung. Rabes Argumentation war kaum auszuhalten.

    • Danke für den TV-Tipp!
      Ich habe mir die Diskusion jetzt auch angesehen. In der Tat, Rabes Beiträge waren nicht auszuhalten, einschließlich Kopfschütteln und Stöhnen während der Redebeiträge der Fachwissenschaftlerin (Virologin, Chefärztin). Wer ist Herr Rabe?
      Ich rechne also in Hamburg nicht mehr mit Luftfiltern und stattdessen damit, dass wir im Herbst frierend und vergeblich versuchen werden, die vierte Welle wegzulüften.

  6. Ich habe Rabe auch bei Lanz gesehen.
    So arrogant und überheblich..
    Ich wäre am liebsten „ins TV gesprungen und ihm an die Gurgel“…( bildlich gemeint)
    Unfassbar wie dieser Mann alle vernünftig und klar vorgetragen Argumente und Kritikpunkte einfach versucht wegzu wischen.

  7. Was mich sehr stutzig macht, ist, dass die USA den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Menschen ab 12 Jahren uneingeschränkt empfehlen und sogar eine Impfkampgane dazu gestartet haben. Die US-Regierung weist zwar auch auf die seltene Nebenwirkung der Herzmuskelentzündung nach der Impfung hin, schätzt die Gefahren von Covid-19 jedoch als sehr viel höher ein. Denn auch hier gibt es Herzmuskelentzündungen. Die Impfempfehlung erfolgt, obgleich in den USA Schadensersatzklagen äußerst verbreitet sind. Das heißt, der Nutzen der Impfung muss sehr, sehr hoch sein.
    https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/vaccines/recommendations/adolescents.html

    Zugleich macht mich stutzig, dass nur zwei Pädiater in der deutschen Stiko sitzen – und der eine von ihnen ist Fred Zepp. Zepp berät Hubig und ist mitverantwortlich für die Desinformation im Herbst/Winter von Eltern und Lehrkräften durch die KMK. Nach wie vor behauptet Zepp, es gäbe kaum mit SARS-CoV-2 infizierte Kinder und Jugendliche. Und dieser Mann, der das Infektionsgeschehen herunterspielt, ist nun der Experte, der die Stiko-Empfehlung maßgeblich herbeiführt.

  8. Ihr habt mal ordentlich einen an der Waffel, im europäischen Ausland sind die Schulen offen. Mehr muss man hier nicht sagen. Wir tingeln gerade durch die Benelux Länder. Homeoffice und Fernlernen. Ungeimpft und zufrieden. Nächste Woche Präsenz! Dann kommen wir zurück nach Lauterbach-Mutanten-Germany…

    • Ungeimpft und zufrieden. Richtig gut.
      Kennen hier einige die Zeichnung, in dem drei Herren in einer Gaststätte sind. Der eine trägt einen Pulli mit dem Aufdruck „Geimpft“. Der andere mit „Genesen“. Der dritte mit dem Aufdruck „Getestet“. Draußen steht ein Herr, der darf nicht in die Gaststätte. Der hat auf dem Pulli „Gesund“ stehen.

    • Sie verbreiten leider keine Fakten: In Belgien gilt z.B.: Max 10 Schüler*innen werden zusammen in einem Raum beschult, wenn sie unter 12 Jahre sind; ab 13 Jahren müssen sogar 9 Quadratmeter für jede*n SuS vorgehalten werden. Deshalb hat Belgien relativ niedrige Inzidenzwerte. http://www.enseignement.be/index.php?page=26823&do_id=8276

      Frankreich hat die Schulen in der Tat momentan mit Masken in Vollpräsenz auf – entsprechend hoch sind die Inzidenzen.

  9. Neu1
    Dazu fällt mir nur ein
    ….widewidewitt, ich mache mir die Welt, wie Sie mir gefällt….
    Mal schauen was Sie vom „Tingeln“ mit nach Hause bringen, so ungeimpft und zufrieden…

    • Wieso soll Neu1 etwas anderes als Mitbringsel für Freunde und Verwandte mitbringen?
      Haben Sie, Darfdaswahrsein, schon einmal berechnet, wie viele Menschen GESUND von Covid 19 sind? Wohlgemerkt waren das bis vor kurzem noch 99,8%.
      Was steckt hinter Ihrem Zynismus? Vielleicht sollten Sie auch mal raus. Sich wieder mit anderen treffen, keine Coronakonversationen führen, wieder zu leben lernen , etwas für Ihre Psychohygiene tun, …
      Zynismus nützt niemandem. Vor allem sind, nach meiner Erfahrung, diejenigen Menschen zynisch und sarkastisch, die nicht mit sich selber im Reinen, die verbittert sind.
      Ich finde das toll, wie Neu1 das macht und wünsche der Familie viele tolle Erinnerungen und eine schöne Zeit.

  10. Wie wär es wenn wir einfach mal die Präsenz Pflicht abschaffen?
    Dann könnte jeder frei entscheiden wie und zu welchen Bedingungen oder auch nicht seine Kinder zur Schule gingen.
    Hätte den super charmanten Vorteil, dass man nicht über Masken, Filter, Impfungen oder was auch immer für zumutbar unzumutbare Sachen diskutieren müsste.

  11. In unserem Gymnasium wurden Luftfilter von den Eltern angeschafft, im September 2020. In der Grundschule wollten Rektorin und Elternbeirat lieber Hochbeete und entschieden gegen die Initiative der Eltern, die für die Luftfilter votierten. Ansonsten war das Niveau der Grundschule im Fernlernen unterirdisch, aber was kann man erwarten, wenn jegliche schriftlichen Ergüsse der Rektorin von Rechtschreibfehlern, Grammatikfehlerm und vergessenen Buchstaben geprägt sind. Was die Maskenpflicht betrifft, habe ich ganz früh dafür gesorgt, dass meine Kinder befreit sind, vor einem Jahr bekam man bei Heuschnupfen noch ein Attest.

    In BW ist die Präsenzpflicht ausgesetzt, die Lehrer haben alle ein Impfangebot, so, dass jeder seine Nische finden kann. Nachdem schon Meldungen von Herzmuskelerkrankungen aus Israel und USA nach Impfungen bei männlichen Jugendlichen bekannt werden ist das Nutzen/ Schaden Verhältnis wohl nicht gegeben. Und wenn die sonst sehr impffreudige STIKO zögert…..aber man wird sich an das Desaster von Pandemrix und Narkolepsie erinnern.

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