Elternverband fordert Verbot von Distanzunterricht bis zur 6. Klasse. Und Luftfilter

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Distanzunterricht erst ab der sechsten Klasse und auch dann nur in Ausnahmefällen, neue Quarantäneregeln und die komplette Kostenübernahme für Raumluftfilter: Das sind einige der Forderungen, die der Bayerische Elternverband (BEV) in einem offenen Brief an die Staatsregierung stellt. «Kinder und Eltern haben in den letzten beiden Schuljahren unverhältnismäßig viele und schwere Opfer gebracht», heißt es in dem am Dienstag in Rosenheim veröffentlichten Schreiben.

Mobile Luftfilter filtern Corona-Viren aus der Atemluft, Foto: Shutterstock

Deshalb müsse die Sicherung des Präsenzunterrichtes oberste Priorität haben, argumentiert der Verband mit Blick auf Bildungsverlust, Sozialkontakte und psychische Probleme von Kindern und Jugendlichen. Um den Unterricht in den Schulgebäuden sicherzustellen, müssten die Pooltestungen bis zur sechsten Klasse ausgeweitet werden. Auch sollten die Quarantäneregeln nicht immer gleich das Ausschließen ganzer Klassen zur Folge haben. Nötig sind aus Verbandssicht zudem verbindliche Regeln zu Luftreinigungsanlagen, die noch dazu in voller Höhe und nicht nur zu Hälfte vom Freistaat finanziert werden sollten. dpa

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11 KOMMENTARE

  1. „den Unterricht in den Schulgebäuden sicherzustellen […] sollten die Quarantäneregeln nicht immer gleich das Ausschließen ganzer Klassen zur Folge haben“

    Geht das zusammen oder bleibt es ein Wunsch?

  2. Hmmm… wäre es da nicht konsequenter, dem Coronavirus bis zur 6. Klasse einfach den Zutritt zu den Klassenräumen zu verbieten?

    Ungefähr auf diesem Niveau bewegt sich so eine Forderung.

    Wie kann man sowas verlangen, ohne zu wissen, was passiert? Will man die armen SuS auch bei Inzidenzen der betreffenden Alternsgruppe von jenseits von 1000 in die Präsenz zwingen?

    Außerdem haben solche Forderungen die große Gefahr, dass die Politik sie nur halb liest. Gefordert wurde das und dazu Luftfilter… da das DU-Verbot kostenlos ist, ist es viel wahrscheinlicher, dass es kommt, als dass es Luftfilter gibt.

  3. Die Eltern … Wie immer mit irrealen Vorstellungen . Verbot von Distanzunterricht bis Klasse 6 . Es wird sich nicht durchhalten lassen . Bis November vielleicht , aber dann wird es nicht anders gehen .

  4. Mit einer Inzidenz jenseits von 1000 in der Altersgruppe hat sich das Thema Qurantäne der Klassen schnell erledigt! Vermutlich ist dann die vielbeschriebe „Durchseuchung“ damit vollbracht.

    Aber in Rosenheim regiert schließlich Markus aus Bayern aus der Fraktion der Vorsichtigen. Der bremst das Virus schon aus. Es sei denn, er muss doch noch Bundeskanzler werden.

  5. Ich unterstütze, was der Elternverband fordert. Die Lehrer sind zumeist geimpft und den (kleinen) Kindern kann Corona nachweislich kaum etwas anhaben.

    • Möglicherweise werden Kinder seltener krank. Dennoch können auch die long covid entwickeln. Möchten Sie das für irgendein Kind, das Sie kennen? Außerdem gibt es immer noch reichlich ungeimpfte Eltern, zu denen es dann weitergetragen wird.
      Zudem zeigt sich zunehmend, dass sich auch Geimpfte mit delta infizieren können, dann jedoch meist symptomlos. Daher kann man „die Lehrer sind geimpft“ in die gleiche Reihe stellen mit „die Schulen sind sicher“.

      • Impfen hilft, aber nicht immer.
        Long Covid kann es geben, aber nicht immer.
        Impfschäden kann es geben, aber nicht immer. ( Geht ja nicht, kein Impfstoff für unter 12 vorhanden).
        Durchseuchung geht nicht (wird uns vermutlich aufgrund von Punkt 1 trotzdem einholen)
        Welche Folgen das langfristig für die Gesellschaft hat, mag ich nicht zu sagen, aber irgendwann werden die Leute und auch Kinder das Lebensrisiko eingehen müssen, da es keine 100% Sicherheit gibt.
        Aber leider ist das Thema Schule erst jetzt im Wahlkampf so brisant geworden, und alle technischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit wurden auf die lange Bank geschoben. Und ich glaube, dass es nach der Wahl nicht besser werden wird. Da wird vieles wieder vergessen sein.

  6. Verbote haben immer siebtens Negatives!

    Warum gestatten wir dem Virus nicht einfach den Zutritt in die Schulen. Dann braucht es keine Verbote. Und weil wir so freundlich sind, verschont es unsere Kinder ja dann.

  7. Ich als Mutter von 3 Kindern unterstütze die Forderung definitiv NICHT!
    ich würde mir sehr wünschen, dass meine Kinder NICHT in den Präsenzunterricht gezwungen werden. Es gibt auch Eltern, die sich gerne mit ihren Kindern beschäftigen und denen die Gesundheit der Kinder und Lehrkräfte und ihre eigene wichtig ist.
    Leider ist jetzt wieder die Rede von DEN Eltern…
    So lange es keinen umfassenden Gesundheitsschutz gibt, darf es keinen Präsenzzwang geben.
    Viele Eltern sind noch nicht vollständig geimpft. Diejenigen, die keine Priorisierung hatten, warten noch auf die Zweitimpfung. Es ist erschreckend, dass deren möglich Ansteckung einfach in Kauf genommen wird.
    Für genau diese Altersgruppe (bis Klasse 7) gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff, so dass alle Kinder zur Infektion gezwungen werden.
    Und es gibt nach wie vor Kinder und Familien, die mit Homeschool sehr gut zurecht kommen und die zu Hause besser, effektiver und angstfrei lernen. Aber an der Schulpflicht will ja keiner rütteln, obwohl es in den meisten anderen Staaten statt dessen eine Bildungspflicht gibt…
    Ich als ein Elternteil möchte mich auf jeden Fall von der Foderung des Elternverbands deutlich distanzieren.

    • eigentlich eine gute Lösung: die Schulen sind offen (ohne den unsäglichen Wechselunterricht), aber Präsenzzwang gibt es nicht mehr. Man müsste nur z.B* monatlich alle Leistungsstände kontrollieren.

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