GEW: Land muss schnell 2000 Luftfiltergeräte für Schulen kaufen

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Nach dem Landeselternrat schlägt nun auch die Lehrergewerkschaft GEW Alarm wegen der sich verschärfenden Corona-Lage in den Schulen Meckenburg-Vorpommerns. «Luftfiltergeräte sollten flächendeckend in den Schulen in besonders frequentierten oder kleinen Räumen eingesetzt werden», forderten die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. «Dafür sollte das Land jetzt kurzfristig die Beschaffung und Verteilung von mindestens 2000 Geräten übernehmen.»

Mobile Luftfilter filtern Corona-Viren aus der Atemluft, Foto: Shutterstock

Zudem sollten die Corona-Tests in den Schulen aus Sicht der GEW ausgeweitet werden. «Schülerinnen und Schüler sowie das Personal in den Schulen sollten dreimal wöchentlich getestet werden (Montag – Mittwoch – Freitag), um gerade für die Kinder und Jugendliche einen engmaschigeren Schutz zu erreichen.» Personen mit Krankheitssymptomen müssten ein Schulbetretungsverbot erhalten. Außerdem sei es wichtig, dass die Schulen genügend Masken und Tests zur Verfügung haben, um schnell auf geänderte Infektionslagen reagieren zu können.

Lindner und Walm verwiesen auf die Corona-Lage in Sachsen, wo bereits über einen Lockdown gesprochen werde. «Wenn wir verstehen wollen, was uns auch hier im Land in den kommenden Wochen erwarten kann, dann müssen wir jetzt in den Süden schauen», erklärten sie. Das Land MV müsse jetzt mit aller Konsequenz versuchen, das Ruder herumzureißen. «An den Schulen herrscht Alarmstufe rot.»

Zuvor hatte der Landeselternrat kritisiert, dass die Schulen in MV nicht pandemiefest gemacht worden seien. Es gebe nur wenige Luftfiltergeräte, weil sie seinerzeit als zu teuer eingeschätzt worden seien. Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) hatte entgegnet, die Schulen seien gut für die kommenden Monate gerüstet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen betrug am Dienstag bei den Sechs- bis Elfjährigen in MV 427,6, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Bei den Zwölf- bis Siebzehnjährigen erreichte der Wert demnach 303,7. dpa

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2 KOMMENTARE

  1. Sind das nicht 1900 Geräte mehr, als man noch auf dem Markt zusammenkratzen kann??

    Aber ich glaube, die Pandemie war ja auch bereits mehrfach „vorüber“, soweit ich mich erinnere.

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