Inzidenz bei Schülern bayernweit über 3.700 – auch viele Lehrer betroffen

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MÜNCHEN. Die bayerischen Schulen sind stark von Corona betroffen. Die Inzidenzen bei jüngeren Schülern gehen durch die Decke und auch unter den Lehrern gibt es Ausfälle.

Die fünfte Corona-Welle rollt ungebremst durch die Kitas und Schulen. Illustration: Shutterstock

Die Corona-Zahlen bei Schulkindern in Bayern erreichen immer neue Rekordhöhen und auch viele Lehrer sind betroffen. In der am stärksten betroffenen Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen Kinder hat die Inzidenz inzwischen einen Wert von 3727 erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das ist ein Anstieg um gut 70 Prozent zum vor einer Woche gemeldeten Wert. Zudem sind nach Angaben des Kultusministeriums inzwischen gut zwei Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer im Zusammenhang mit Corona zu Hause.

1,6 Prozent der Lehrkräfte fehlen dem Ministerium zufolge aufgrund eines positiven Corona-Tests, 0,43 Prozent wegen Quarantäne. Zudem standen 0,09 Prozent aufgrund eines ärztlichen Attestes mit Covid-19-Bezug, der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, nicht für normalen Unterricht zur Verfügung.

Auch bei älteren Schülern sind die Inzidenzen weiter gestiegen, wenn auch nicht so schnell wie bei den jüngeren. So liegt die Inzidenz unter Zwölf- bis 15-Jährigen bei 2569, in der Gruppe im Alter von 16 bis 19 Jahren bei 2183.

Die vierthöchste Inzidenz findet sich bei Kindern im Vorschulalter bis fünf Jahren mit 1707. Die Werte in dieser Gruppe waren lange Zeit unterdurchschnittlich und sind erst kürzlich stark angestiegen. Dazu könnte auch Einführung der Testpflicht für Kindergartenkinder beigetragen haben. Diese sorgt – wie die regelmäßigen Tests in Schulen – dafür dass in diesen Altersgruppen weniger asymptomatische Erkrankungen übersehen werden.

Nach wie vor die niedrigsten Inzidenzen weist das LGL für die Gruppen der 60- bis 79-Jährigen mit 411 und ab einem Alter von 80 mit 300 aus. Grundsätzlich weist das LGL allerdings darauf hin, dass es derzeit durch die hohen Fallzahlen zu Meldeverzögerungen und einer höheren Dunkelziffer kommen könnte. dpa

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xy
3 Monate zuvor

Im Bekanntenkreis wurde die kleine Tochter bereits zum zweiten Mal infiziert, zuerst mit Delta, danach mit Omikron. Der 34-jährige Vater kann seit seiner Infektion seinen Handwerksbetrieb nur noch tageweise leiten, er hofft auf Besserung. Es war eine sogenannte milde Infektion bei einem jungen und sportlichen Menschen.
In einem Werk in Tschechien ist die Hälfte der Belegschaft infiziert mit nicht allzu milden Verläufen und einigen Hospitalisierungen. Europa ist auf einem Irrweg, der auch Firmen belasten wird. Die Produktion steht dort still. Wenn man den Wirtschaftsstandort zerstören möchte, ist das genau der richtige Weg. Die Durchseuchung mit immer wiederkehrenden Infektionen wird mehr Schaden anrichten als das eine Eindämmung das jemals könnte.
Auch wirtschaftlichen Schaden.
Die No Covid Strategie von China rettet uns gerade die Materialversorgung. Wäre China auch auch auf dem europäischen Irrweg der Durchseuchung könnten wir alle einpacken.

S.
3 Monate zuvor
Antwortet  xy

Sic est!

Koogle
3 Monate zuvor
Antwortet  xy

Richtig.

Viel zu spät haben Arbeitgeberverbände eine Impfpflicht gefordert.

Mittlerweile ist es von ihrer Seite wieder still geworden.

Ebenso hätten sie sich für die Installation von Luftfiltergeräten in allen Räumen wo viele Menschen zusammen kommen aussprechen müssen.

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  xy

Absolut korrekt erkannt!

Mela
3 Monate zuvor

Nur aus Interesse: War der 34jährige Vater geimpft?

xy
3 Monate zuvor
Antwortet  Mela

Er ist doppelt geimpft, noch ohne Booster, da die Infektion dazwischen kam.

xy
3 Monate zuvor

Bitte Beitrag löschen, da Firmeninterna. Danke.

Bauer
3 Monate zuvor

Oh Scheiße,
Die Bayern sind schon wieder besser!
Im Landkreis haben wir erst 3657/100000 in dieser Altersgruppe.
Gestern waren nur noch 3 Klassenstufen als Kohorte unterwegs, wie sollen wir das nur aufholen.
Vielleicht, also nur unter Umständen, könnte es ja an der Zeit sein, sich um die Sicherheit der Kinder zu sorgen.
Gibt es, also nur unter bestimmten Umständen, eine Möglichkeit, das mit der Schule besser zu organisieren?
Unsere Kultusministerin Schopper wird sich schon gut um uns kümmern!

xy
3 Monate zuvor

Distanzunterricht nur bei großen Ausbrüchen.
In Bayern erst, wenn 50 Prozent der Klasse fehlen.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/piazolo-distanzunterricht-nur-bei-grossen-corona-ausbruechen,SwBQj4U

Mela
3 Monate zuvor
Antwortet  xy

Und Piazolo kennt auf Nachfrage nicht einmal den Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne. Man glaubt es kaum.
Kann man diesem unfähigen Politiker nicht endlich mal auf die Finger klopfen?

trozki
3 Monate zuvor
Antwortet  xy

Praktische Regelung. Bis die Anordnung zur Quarantäne kommen die ersten schon wieder zurück und die 50% werden nie erreicht.
So kann der Präsenzunterricht auch gesichert werden.