SOS-Kinderdorf appelliert: Jetzt Sozialkompetenzen der Kinder fördern!

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Die Pandemie hat Spuren im sozialen Miteinander hinterlassen. Dabei braucht es gerade jetzt sensible Mitschüler und Mitschülerinnen, damit die steigende Zahl der Kinder, deren Wohl gefährdet ist, sich mitteilen können und wahrgenommen werden. Die sozialen Fähigkeiten der Kinder zu fördern, ist deshalb enorm wichtig. Unterstützung dabei bieten die kostenfreien Unterrichtsmaterialien und Bildungsangebote von SOS-Kinderdorf Campus.

Das Miteinander wird in den SOS-Kinderdörfern groß geschrieben.

Die Sozialkompetenzen von Kindern und Jugendlichen sind durch die Pandemie und ihre Folgen deutlich gesunken. Davon berichten nicht nur Pädagogen, das belegen auch verschiedene Studien. SOS-Kinderdorf stellt sich diesem Trend entgegen: Über das Bildungsportal „SOS-Kinderdorf-Campus“ bietet der Verein kostenfreies Unterrichtsmaterial an, mit denen Lehrkräfte das soziale Miteinander und die Klassengemeinschaft fördern und Werte wie Toleranz, Respekt, Vertrauen und Hilfsbereitschaft vermitteln können. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, dass ein Dozierender von SOS-Kinderdorf in eine Schule kommt und eine Unterrichtseinheit beispielsweise zum Thema Familie oder Kinderrechte gestaltet.

Solche Angebote zu nutzen und entsprechende Unterrichtseinheiten durchzuführen, sei aktuell für viele Kinder und Jugendliche so wichtig wie selten zuvor, appelliert Dirk Baumann, Diplom-Sozialpädagoge und Referent bei SOS-Kinderdorf. Zum einen sind die Sorgen, Ängste und Nöte der Kinder seit Pandemie-Beginn deutlich gestiegen. So gaben im Rahmen der COPSY-Studie der Universitätsklinik Hamburg zwei Drittel der Befragten Kinder an, dass ihr psychisches Wohlbefinden seit der Pandemie gesunken sei. Andere Studien belegen, dass die Zahl der computerspiel- und mediensüchtigen Kinder und Jugendlichen deutlich zugenommen hat. Und nicht zuletzt meldeten die Jugendämter 2020 einen Höchststand an Kindeswohlgefährdungen, wobei von einer weitaus höheren Dunkelziffer ausgegangen werden muss.

Zum anderen sind die sonst üblichen Kommunikationswege durch Distanzunterricht oder Quarantäne unterbrochen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass bei steigender Zahl von Kindeswohlgefährdungen, die Zahl der Hinweise aus Schulen gesunken ist. Zudem verhinderten die zeitweisen Schließungen und teilweise auch die aktuellen 2- oder 3G-Regelungen, dass Kinder und Jugendliche soziale Einrichtungen wie einen Jugendtreff besuchen können.

Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche ihre Sozial-Kompetenzen wieder verbessern, um sensibel und einfühlsam mit Mitschülern und Freundinnen umzugehen und ihnen im Zweifelsfall weiterhelfen zu können. „Manche kommen sogar direkt nach einer solchen Unterrichtsstunde zu uns und erzählen, dass sie glauben, bei einem anderen Kind sei etwas nicht in Ordnung“, schildert Dr. Maria Braune, Referentin Bildungskommunikation bei SOS-Kinderdorf, ihre Erfahrung.

Außerdem helfe eine solche Unterrichtseinheit, wieder ein besseres Miteinander herzustellen. „Viele sind seit dem langen Distanzunterricht verunsichert im Umgang miteinander“, erklärt Braune. Das Klassengefüge sei auseinandergebrochen oder zumindest erheblich ins Wanken geraten. Deshalb müsse wieder Vertrauen zueinander und Respekt und Toleranz gegenüber den anderen aufgebaut werden. Maßnahmen, die auch das Verhalten der Schülerinnen und Schüler im Unterricht verbessern können.

Die kostenfreien digitalen und analogen Bildungsangebote, themenspezifische Materialien zu sozialem Miteinander, Kinderarmut und Agenda 2030 sowie die Kontaktdaten kompetenter AnsprechpartnerInnen finden sich unter www.sos-kinderdorf-campus.de.

Über SOS-Kinderdorf Campus

Das Bildungsprogramm von SOS-Kinderdorf Campus ermöglicht Jugendlichen, sich mit gesellschaftsrelevanten Inhalten auseinanderzusetzen, und gibt Einblicke in das Leben benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Angelehnt an den Lehrplan unterstützt SOS-Kinderdorf Schulen mit Bildungsangeboten, die gesellschaftliche Verantwortung und soziale Strukturen in den Mittelpunkt stellen. SOS-Kinderdorf Campus spricht gezielt Lehrkräfte und SchülerInnen verschiedener Jahrgangsstufen und Unterrichtsfächer an Gymnasien sowie Berufs- und Fachoberschulen an. Das Programm beinhaltet individuelle Module rund um die Themenfelder Familie, Werte, soziale Verantwortung und Berufsfelder einer NGO. Dabei steht die praxisnahe und persönliche Vermittlung von Wissen und Erfahrung im Mittelpunkt.

Dies ist eine Pressemitteilung des SOS-Kinderdorf e.V.

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