Stark-Watzingers irritierender Auftritt bei „Bild-TV“: Hat die Bundesregierung für die Schulen irgendeinen Plan?

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BERLIN. Die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen schießen in die Tausende, an den Schulen herrscht Test-Chaos und ein wildes Quarantäne-Durcheinander, Lehrkräfte infizieren sich massenhaft, Eltern sind massiv in Sorge, mangels Luftfiltern muss in Klassenräumen selbst bei Minustemperaturen dauergelüftet werden. Kurzum: Vielerorts ist an Unterricht kaum mehr zu denken. Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung mahnt in dieser Situation von der Politik eine bessere Kommunikation über die Ziele ihrer Maßnahmen an. Und was macht die Bundesbildungsministerin? Sie tritt in „Bild-TV“ auf – und lässt nicht erkennen, welchen Plan die Bundesregierung bei den Schulen verfolgt. Gibt es überhaupt einen? Wir dokumentieren das Interview im Wortlaut.

„Immer noch besser, als keine Schule zu haben“: Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP). Foto: FDP / Laurence Chaperon

„Bild“-Vize-Chefredakteur Paul Ronzheimer: Sie sind selbst Mutter zweier Söhne. Wie haben Sie in den vergangenen Jahren, muss man ja mittlerweile sagen, die Pandemiepolitik erlebt?

Bettina Stark-Watzinger: Guten Morgen Herr Ronzheimer, ich bin Mutter von zwei Töchtern.

„Bild“: Oh.

Stark-Watzinger: Finde ich auch toll, dass ich zwei Töchter habe. Meine Töchter sind 23 und 25, ich hab’s eher im studierenden Bereich gesehen, weil durch das Schließen der Schulen und Hochschulen sehr viel Bildungsausfall eingetreten ist. Aber es gibt auch psychosoziale Probleme. Beides sind wichtige Lebensphasen von jungen Menschen, die brauchen Freunde, die brauchen ein Umfeld, die müssen sich entwickeln, die müssen was ausprobieren und das hat gefehlt und das müssen wir möglich machen und deshalb müssen Schulen und Hochschulen offenbleiben.

„Bild“: Was sagen Ihnen Ihre Töchter? Dass da wieder Präsenz möglich sein soll?

Stark-Watzinger: Wir dürfen die Krise nicht nur mit dem Tag heute planen, deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie wir wieder aus den Corona-Einschränkungen herauskommen. Aber sicher ist, dass wir jetzt erstmal die Schulen offenhalten müssen. Dafür muss alles getan werden. Vor allem müssen wir mit den Hygienemaßnahmen, aber auch mit dem Impfen, das wir in die Schulen bringen müssen, dafür sorgen, dass dort ein hoher Schutz da ist. Bei den Hochschulen, die fallen ja häufig durchs Raster, weil man denkt, das sind ja erwachsene Menschen – das sind ja auch erwachsene Menschen -, aber eben noch in einer wichtigen Lebensphase, und hier muss man sagen, dass die Belastung hoch ist, das sehen wir an der Nachfrage nach psychosozialer Beratung.

Über die Präsenzpflicht: „Wir haben ja auch gesehen, dass die KMK ganz klar gesagt hat, Präsenzpflicht ist eben auch Bildungsgerechtigkeit“

„Bild“: Selbst mit der Präsenzpflicht klappt es ja noch nicht in Deutschland. Zum Beispiel in Berlin wird das wieder diskutiert. Warum können in anderen Ländern alle Regeln fallen, in Großbritannien machen selbst die Clubs wieder auf. Wir kriegen’s nicht mal in den Schulen vernünftig hin.

Bemerkenswerter Auftritt: Bettina Stark-Watzinger bei „Bild-TV“. Screenshot

Stark-Watzinger: Ja, mich hat das überrascht, was in Par…, äh, Berlin passiert ist, da wir ja auch gesehen haben, dass die KMK ganz klar gesagt hat, Präsenzpflicht ist eben auch Bildungsgerechtigkeit und vor allem die Art, wie kommuniziert wurde, ist natürlich für Schulen, für Eltern ganz schwierig, das kurzfristig umzusetzen. (Hintergrund, d. Red: Das Land Berlin hat die Präsenzpflicht in Schulen angesichts einer Kinder-Inzidenz von aktuell 4.255 ausgesetzt. Seitdem können Eltern ihre Kinder zu Hause behalten, dort haben sie aber keinen Anspruch auf Distanzunterricht).

Wir haben bei uns im Land eine Situation, die etwas anders gelagert ist. Wir haben eine ältere Gesellschaft, und in dem Teil der Menschen über 50, über 60 ist auch die Impfquote noch nicht so hoch wie in anderen Ländern, das macht es etwas schwieriger. Aber wir haben uns ja als Bundesregierung das klare Ziel gesetzt: kein Lockdown, sondern mit differenzierten Maßnahmen so viel gesellschaftliches Leben wie möglich.

„Bild“: Nochmal, warum geht in Großbritannien so viel, aber bei uns – selbst in den Schulen – so wenig, wo ja auch Maskenpflicht weitergeht? In vielen Zuschriften, die wir bei Bild bekommen, beklagen sich Eltern, die sagen, die Kinder so viele Stunden mit Masken, das geht nicht mehr. Wie sehen Sie das?

Stark-Watzinger: Ich kann das gut verstehen, das ist eine hohe Belastung, gerade für die Kinder. Das macht was mit der Kommunikation. Aber es ist immer noch besser, als keine Schule zu haben, als keinen Unterricht zu haben. Großbritannien ist etwas vor uns in der Omikron-Welle, deshalb sind wir ein Stück weit hinterher – und trotzdem heute schon an das Morgen denken und die Vorbereitungen treffen: Wie gehen wir raus? Was sind die ersten Schritte, die man treffen muss, um die Maßnahmen abzubauen?

Über die Maskenpflicht: Das ist noch das Niedrigschwelligste, um Schutz zu haben, weil eben dort die Möglichkeit des Miteinanders besteht

„Bild“: Wann wäre das? Wann erleben wir unser Großbritannien?

Stark-Watzinger: (Wiederholt) Wann erleben wir unser Großbritannien? Wenn ich das wüsste, würde ich mich sehr freuen. Weil wir dann alle auf einen bestimmten Tag hinleben könnten. Aber wir sehen ja, es wird erwartet, dass wir Mitte Februar den Höchstpunkt haben von Omikron und dass danach die Inzidenzen dann wieder steigen (gemeint ist offenbar: sinken, d. Red.), Hospitalisierungsrate und Intensivbetten sind ja zum Glück nicht nachgelaufen in dem Maße. Insofern denke ich, dass wir in der zweiten Februarhälfte dann wirklich überlegen können, wie wir’s machen.

„Bild“: Wann fällt die Maskenpflicht?

Stark-Watzinger: Herr Ronzheimer, da würde ich keine Wette drauf abschließen, weil ich finde, das ist noch das Niedrigschwelligste, um Schutz zu haben, weil eben dort die Möglichkeit des Miteinanders besteht, aber trotzdem ein Gesundheitsschutz.

„Bild“: Die Kanzlerin hat in der Pandemie immer wieder persönlich dafür gesorgt, dass Schulen geschlossen wurden in den Ministerpräsidentenkonferenzen. Warum war das so, glauben Sie, und wie sehr hat diese Politik den Kindern geschadet?

Stark-Watzinger: Zu Beginn der Corona-Pandemie hat man sehr stark auf den Gesundheitsschutz Wert gelegt, man hat die Nebenwirkungen, die schlimmen Nebenwirkungen noch nicht in dem Maße im Blick gehabt. Deswegen ist es gut und wichtig, dass wir als Bundesregierung den Kindern jetzt auch eine Stimme geben. Ich weiß, das ist nicht einfach. Viele Eltern sind auch in Sorge, das kann ich gut verstehen, aber die Bildungsgerechtigkeit und vor allem das, was an psychosozialen Schäden entsteht, ist dann doch so tiefgreifend, dass Präsenzpflicht mit Schutzmaßnahmen, mit dem Impfangebot die bessere Alternative ist.

„Bild“: Man hat manchmal das Gefühl, Deutschland ist ein kinderfeindliches Land. Andere Länder machen früher auf und kümmern sich mehr um diese Folgen. Ist das so, haben Sie auch das Gefühl?

Stark-Watzinger: Also, in dieser Bundesregierung ist es ganz gewiss nicht so. Wir haben alles getan auch im Sinne des Infektionsschutzgesetzes, dass keine flächendeckenden Schulschließungen mehr stattfinden und haben auch mit den Hygienemaßnahmen alles dafür getan, dass vor allem auch Kinder den Respekt bekommen, den sie brauchen. (Hintergrund, d. Red.: Das seit November geltende Infektionsschutzgesetz der Ampel-Koalition verbietet den Bundesländern ausdrücklich Schulschließungen in der Fläche.)

„Bild“: Wenn Sie von Respekt sprechen, ist es wichtig, dass man als Politikerin auch selbst diese Erfahrung hat, dass man Kinder hat, kann man Politik für Kinder besser machen, wenn man eben nicht kinderlos ist?

Stark-Watzinger: Das ist eine interessante Frage. Es hilft natürlich. Aber wir als Politiker sind natürlich im Austausch mit den Menschen, sind ja nicht nur Politiker für eine Partei, wenn man in Regierung ist, sondern man ist ja für die Bevölkerung, für die Menschen da, und insofern  sind wir ja auch im Austausch. Es ist natürlich gut, wenn man die Chance hat, das direkt mitzubekommen, aber man kann auch durch die (wackelt bei dem Wort hin und her) „Kommunikation“ vor Ort erfahren, wie die Situation ist.

Über Long Covid bei Kindern: „Mit guten Therapien und der frühen Aufmerksamkeit für das Thema können wir auch da Gegenmittel schaffen“

„Bild“: Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt immer wieder davor, dass es ‘ne Durchseuchung eben nicht geben darf und spricht von möglichen Long Covid Folgen. Da hat man das Gefühl, erst blieben die Schulen dicht, dann hat man gesagt, nein, man kann nicht öffnen und jetzt will man uns wieder erzählen, das ist ganz gefährlich, da könnte Long Covid kommen. Was macht das mit Ihnen?

Stark-Watzinger: (Hat mitfühlend ab dem Wort „Gefühl“ genickt.) Ich bin ja nicht nur Bundesbildungsministerin, sondern Bildung und Forschung, und wir haben sehr früh auch im Ministerium zu Corona geforscht, haben ja auch die Impfstoff-Herstellung und Entwicklung befördert, jetzt auch die Medikamente, die Therapien gegen Covid, und wir haben auch jetzt eine Studie, ein Forschungsprojekt zum Thema Long Covid aufgelegt, das ist etwas womit wir arbeiten müssen, wir sehen ja die Zahlen jetzt aus anderen Ländern, erste … äh … Indikationen, welche Altersgruppen, welche Vorbelastungen zu Long Covid führen, das ist eine Frage, der sollten wir uns offensiv stellen, denn darüber werden wir in Zukunft noch sprechen müssen. Aber ich bin guten Mutes. Mit guten Therapien und der frühen Aufmerksamkeit für das Thema können wir auch da Gegenmittel schaffen. News4teachers

Hier geht es zum Interview mit Bettina Stark-Watzinger in „Bild“-TV.

Schüler-Inzidenz bis 6.000! Kultusminister: Kinder stecken sich größtenteils im Privaten an

 

 

 

 

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Walter
3 Monate zuvor

Die Kleinen von 23 und 25 Jahren… na wenn hier keine Fachfrau interviewt wurde, die zu 100 % im Thema Schule und Prässenz mit Basisbezug ist, weiß ich leider auch nicht mehr weiter.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor

Dieses Interview kann man nur mit einem Wort klassifizieren : Widerlich . Die BILD stellt Suggestivfragen , die Ministerin gibt wirre Antworten und kann nicht einmal zwischen fallen und steigen unterscheiden .

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Lieber Klaus….
„– und trotzdem heute schon an das Morgen denken und die Vorbereitungen treffen: Wie gehen wir raus?“
Aber kaum ist die Dame in der Regierung und auf einem Ministerposten, da macht sie sich Gedanken über ihre Zukunft….was nichts anderes heißt, als dass sie ganz dringend die offenen Türen der Lobbyverbände nutzen muss, um ihrer (hoffentlich kurzen) Karriere eine lukrative Anschlussmonetarität zu sichern.

Dass die „Bild“ ein zutiefst widerliches Publikationsorgan ist – mit langer kryptofaschistischer und menschenverachtender Tradition – das weiß man doch….wer sich aber diesen – wie du richtig anmerkst – Suggestivfragen stellt und dann noch nicht mal ein klare Botschaft ohne unmittelbare Widersprüche hinbekommt, der / die sollte auf keinen Fall in der Öffentlichkeit „staatstragende Äußerungen“ herausblubbern.
Bereits ihr Einstieg ins Amt war entlarvend…die Selbstdemontage als „verantwortliche und vorausschauende Politikerin für das Volk“ ist unübersehbar.

„Ist das Kunst – oder kann das weg??“ – ich habe eine eindeutige Antwort auf diese Frage.

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Zusatz:
„Ein Eunuch in der Samenbank“ – quatscht nur dumm rum über etwas, wozu selbige Person nichts effektiv beigetragen werden kann.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Früher schickte die FDP Leute wie Baum oder Genscher in dir Regierung , heute Stark – Watzinger oder Wissing . Sie sind die Vorwegnahme des Untergangs des Abendlands . Zwei lebende Menetekel …

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Sie, diese Kultusministerin, entblödet sich nicht, in dumm-naiver Art, derartige schwammig-diffuse Antworten, auf klar erkennbare suggestive Fragestellungen der BILD, abzuliefern; und diese Antworten bedeuten in der niedergeschriebener Form für einen sensiblen Geist eine nicht zuträgliche Tortur.

mm
3 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Ganz mein Eindruck. Die gestellten Fragen sind fast noch widerlicher.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  mm

sic est!
ich bin erschrocken über die unverfrorerenen Fragen und die teils grob dumme Antworten.

„Mit guten Therapien und der frühen Aufmerksamkeit für das Thema können wir auch da Gegenmittel schaffen.“

ES GIBT DA ABER NICHTS. Die Leute sind jetzt Frührentner, seit ca. 2 Jahren versucht man hier und da was. Aber das sind keine Therapien. Dasist Fischen im Trüben.

Ernsthaft, die letzte Erwiderung war das Krönchen des vorgetragenen Dilettantismus.

Marie
3 Monate zuvor

„Zu Beginn der Corona-Pandemie hat man sehr stark auf den Gesundheitsschutz Wert gelegt“ – zu ergänzen: heute tut man das nicht mehr. Hat sie leider vergessen zu sagen.

Koogle
3 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Genau.

Und gegen Longcovid entwickeln wir in irgendeiner Zukunft ein Gegenmittel.
Jetzt müssen wir erstmal alle Schüler infizieren.
Später sehen wir dann weiter.
Machen wir beim Atommüll genauso.

Die Aufhebung der Präsenzpflicht bremst das Durchsuchen allerdings ein wenig.
Das war keine gute Idee. Präsenzpflicht wäre besser.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Diese Frau verharmlost die Auswirkungen von Long-Covid-Erkrankungen mit all seinen Facetten, die vom Stupor dementiell Vorerkrankungen, Störungen und Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnis, in deren Auswirkungen auf den menschlichen Lebensalltag betroffener Menschen.
Apodiktisch verweist sie, in ihrer dümmlich-naiven Art, auf in der Zukunft mögliche therapeutische Entwicklungen von Therapien für derartige Erkrankungen, die unsere nicht geimpften Kinder treffen werden.
Sie konfabuliert über mögliche (merkantile) Chancen derartiger Erkrankungen.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

reichen folgt auf Menschen (Zeile 4)

Hellus
3 Monate zuvor

Labern, labern, labern, vor allem immer wieder „wir müssen alles tun“,…. bis „natürliche Immunität“ eingetreten ist. Und dann – uups – über die Spätfolgen wundern. Hat ja dann keiner ahnen können.
Interessant: im Ministerium wird „geforscht“. Wonach? Neuen Floskeln und Hinhalteparolen?

böse Pruseliese
3 Monate zuvor
Antwortet  Hellus

Ahso!! Schulen um jeden Preis offen halten heißt ab heute: „Kindern jetzt eine Stimme geben“.
Wieder was gelernt!! Danke!!

Was ist denn die echte Stimme der Kinder? In die Schule zu gehen, damit die Erwachsenen arbeiten gehen können? Eltern zu haben, denen es nicht wohl ist, weil sie ihre Kinder durch Omikron gefährdet sehen? Vielleichtnselber Angst zu haben? Immer wieder in Kohorten abgetrennt zu sein, getrennt Pause zu machen? Bei Durchzug zu essen und zu lernen? Im Unterricht immer wieder mit Jacke und Decke rumzuwurschteln? „Kontaktarmen Sportunterricht“ zu haben? Mit Maske zu singen?

Ja, ja, wenn ich es mir so recht überlege, dann ist das ganz bestimmt die Stimme der Kinder. Okay, dann freue ich mich darauf, ihnen morgen wieder eine Stimme zu geben. Aber halt, nicht gleich! Eben ein Anruf: Positiver Schnelltest bei einem Kind… Moment, dann muss ich noch rasch:

* den kurzfristigen Vertretungsplan für morgen aufstellen
* überlegen, welchen Kolleginnen ich morgen die Vertretung in der Mittagsbetreuung zusätzlich aufdrücken kann
* klären, wer morgen in der Mensa das Essen für die separierten „Kohortenkinder“ (Warum erinnert mich dieser Begriff immer an das Lied von den Moorsoldaten?) abholt, mit ihnen isst, Abwasch macht etc.
* die Pausenaufsichten und den Ganztagsunterricht umplanen
* die zusätzlichen Testungen ansetzen
* den Eltern schreiben
* u.a. mit dem Gesundheitsamt telefonieren und Quarantäne für Mitarbeiterinnen klären
* Musikschule und Sportverein informieren (Ehrenamtliche Mitarbeiter kommen ja ins Haus)
* das Mensateam informieren, das täglich auch Krippe und Kita beim Essen betreut…

Bestimmt hab ich noch was vergessen!

Derweil bestückt die Kollegin schonmal die Lernplattform und richtet eine Materialmappe, die sie auf dem Heimweg dem Kind bestimmt noch vorbei bringt…

Und dieses Spielchen treiben wir jetzt schon so oft, nachdem unsere Schule nie zu war und wir zeitweilig 30-40% der Kinder in der Notbetreuung hatten und täglich in allen Klassen online waren, teilweise mehrere Stunden…

Die ist mein erstes Posting hier, normalerweise lese ich nur. Und eigentlich bin ich hart im Nehmen, aber ich kann nicht mehr – und mein Team auch nicht!

Kindern eine Stimme geben – wann hat dies die Bildungspolitik in den letzten Jahren getan? Angefangen bei der vorausschauenden Personalplanung, über finanzielle Ausstattung, lebensweltbezogene Bildungspläne, Ressourcen im Bereich Prävention und Intervention, Bewegung, Gesundheitsschutz, Elternbildung etc…??? War da was?? Hab ich was verpasst??

Bildung ist in Deutschland eine ausgemergelte, bis zum Anschlag leergemolkene Kuh, der man jetzt heuchlerisch auf den Kopf tätschelt.

Kindern mal eine Stimme geben hieße, sie erzählen zu lassen, wie sie Schule gerne hätten, was sie zum Glücklichsein brauchen und was ihnen helfen würde, gut zu lernen.

Ich reiße mir für meine Schüler*innen gerne einen aus, aber dieses Geheuchele der Politiker und anderer Sprachrohre ist einfach nicht mehr auszuhalten. Das wäre nur noch mit Dienst an der Basis wieder gut zu machen… Mal wieder Kontakt zu Kindern, nicht zu Zahlen und Quoten, sondern so zu ganz echten Kindern, die reden können.
Das wärs!

Maike, Niedersachen, 37
3 Monate zuvor
Antwortet  böse Pruseliese

Das haben Sie sehr gut geschrieben, spricht mir aus dem Herzen!
Und weil es sonst vielleicht keiner macht: Danke für Ihre sicherlich tolle Arbeit!

Hellus
3 Monate zuvor
Antwortet  böse Pruseliese

Kohorten, ich wäre froh, wenn wir die hätten! Alles ganz „normal“ hier, Kurssystem und jahrgangsübergreifende Angebote. So haben wir’s schneller hinter uns. 🙁

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  böse Pruseliese

Liebe böse Pruseliese,
…sehr treffend formuliert … und es rennt bei den meisten Forist*innen hier sicherlich weit offene Türen – nein Scheunentore – weit auf.

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor
Antwortet  böse Pruseliese

„Bildung ist in Deutschland eine ausgemergelte, bis zum Anschlag leergemolkene Kuh, der man jetzt heuchlerisch auf den Kopf tätschelt.“ – Ein Gemälde in Worten!

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Lieber Dil….ich sehe es förmlich vor mir!

Ken
3 Monate zuvor
Antwortet  böse Pruseliese

Vielen Dank für die klaren Worte, so empfinden wir es hier auch.

mm
3 Monate zuvor
Antwortet  böse Pruseliese

In Kohrten abgetrennt??? Schön wärs. Bei meiner Tochter in der K1 gab es jetzt vermehrt Fälle. Deshalb kam eine Mitteilung von der Schulleitung, dass jetzt die gesamte K1, also alle Kinder aus der 11 Klasse als Kohorte behandelt werden: Sie werden einmal mehr getestet und das wars. Warum nicht gleich alle 1000 Schüler einer Schule als Kohorte bezeichnen. Das riecht so nach Konzept und Maßnahme, suggeriert bei manchen sogar ein Gefühl von Sicherheit.

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor

im studierenden Bereich? Na, was studiert er denn?

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Na, wahrscheinlich irgendwas mit Medien… 😉

Ich finde dieses „ich habe auch Kinder und kenne mich demnach aus“ einfach nur erbärmlich und zum kotzen.

Das ist wie „Ich trage auch Schuhe und weiß daher, wie man gute und bequeme Schuhe herstellt“ oder „ich esse auch gerne mal ein Brot und weiß daher, wie ein gutes Sauerteigbrot gebacken wird“ oder noch besser „ich habe auch Zähne und kann (a´la Mr Bean) meine Karies selber behandeln und ein Herz habe ich auch – daher weiß ich, wie eine OP am offenen Herzen abläuft – Sie fragen: Kriegen Sie das hin? …und ich antworte selbstbewusst – natürlich, kein Problem!“

Wann verschwinden solche Leute einfach mal in der Wüste, wo sie keinen Schaden anrichten können – und sich niemand für ihr dummes Gewäsch interessiert?

Unerträglich
3 Monate zuvor

Wieso bei Bild? Wieso? Diesem ekelhaften Drecksblatt gibt man kein Interview. Das hat mit Journalismus nichts zu tun.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Gibt man schon . Wenn man intelligent genug ist , um sich nicht einwickeln zu lassen . Das war wohl bei Frau S. – W. nicht der Fall .

Minna
3 Monate zuvor

Mmmm. Bei Omikron zeichnet sich ab, dass Frauen zwischen 40 und 50 von Long Covid besonders betroffen sind. Lehrerinnen zum Beispiel, Schulleiterinnen, Kitamitarbeiterinnen, Kitaleiterinnen, Pflegerinnen, Ärztinnen, Gesundheitsamtsmitarbeterinnen, Heimleiterinnen, staatliche Mitarbeiterinnen jedweder Art, MÜTTER.
Also, die ganze oft schlecht bezahlte Fürsorge des Landes wird gerade im Long-Covid-Roulette einer hohen Viruslast ausgesetzt und wiederholten Infektionen. TOLLE IDEE.

Lametta
3 Monate zuvor

„Bildungsgerechtigkeit“ im Sinne der KMK:
Wir zwingen ALLE Kinder und Jugendlichen, sich in der Schule einem hohen Infektionsrisiko auszusetzen, weil MANCHE Kinder zu Hause durch die Eltern gefährdet sind oder nicht unterstützt werden können.

Warum wäre es ungerecht, die, die geschützt und gefördert werden müssen, zu schützen und zu fördern, und diejenigen, die sich VORÜBERGEHEND zu Hause vor Infektion schützen wollen und selbständiger lernen, zu Hause zu lassen?

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Lametta

@Lametta

Das ist keine Bildungsgerechtigkeit – das ist viel mehr und viel besser!

Das ist Chancengleichheit!

Da steckt Ironie drin. (Ich merke gerade, dass das doppeldeutig ist.)

böse Pruseliese
3 Monate zuvor

Entschuldigung Hellus, mein Posting war nicht als Antwort gedacht!!
Ich stimme Ihnen voll zu mir Ihrem Text!
LG von der bösen Pruseliese

Jan aus H
3 Monate zuvor

„Aber ich bin guten Mutes. Mit guten Therapien und der frühen Aufmerksamkeit für das Thema können wir auch da Gegenmittel schaffen.“

Häh? Wir lassen die Kinder auf der Autobahn spielen… falls dabei ein paar überfahren werden, dann wird uns schon irgendwas einfallen, um die wieder zusammenzuflicken?

Was ist das denn für ein Ansatz?

Gleich gefolgt von:

„Zu Beginn der Corona-Pandemie hat man sehr stark auf den Gesundheitsschutz Wert gelegt“

Die körperliche Unversehrtheit ist ebenso wie das RECHT auf Bildung ein Grundrecht. Es ist also selbstverständlich, dass man das so macht.

Die PräsenzPFLICHT hingegen ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das NICHTS mit Bildungsgerechtigkeit zu tun hat. Bildungsgerechtigkeit würde man mit einer BILDUNGSPFLICHT erreichen. Präsenzpflicht sorgt nur dafür, dass SuS gezwungen werden, sich an einem Ort aufzuhalten, an dem sie Angst empfinden (vor einer Infektion, vor Mobbing, vor ….). Das sollte Frau S.W. auch beachten, wenn sie Vergleiche mit anderen Ländern zieht, die keine Präsenzpflicht hat.

Als FDP-Politikerin sollte sie auch den Marktmechanismus erkennen: Wenn es eine Pflicht gibt, ist es egal, was man macht (absurde Regeln, kein Infektionsschutz, dreckige Klos….)… die „Kunden“ kommen ja eh, weil sie das müssen. Gäbe es hingegen keine Präsenzpflicht, sähe die Sache ganz anders aus. Infektionsschutz unzureichend, Schulklo dreckig? SuS bleiben weg und der Schule werden die Gelder gestrichen – schon ist eine Motivation da, sich darum zu kümmern.

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Lieber Jan!!!

!!!DANKE!!! …..Volltreffer!!!

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Danke, ein guter und unterhaltsamer Beitrag, der sinnbildlich das gefährliche Infektionsspiel vergleichend abbildet.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Sie können es auch so definieren, dass die Grundrechte der nicht geimpften Kinder auf Gesundheit den diese schreddernden marktwirtschaftlichen Regeln untergeordnet werden.

Indra Rupp
3 Monate zuvor

TäTää TäTää TäTää !!!
Wolle ma se nei lasse…?

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Liebe Indra:
Nöööööö!!!

Lorzyfanboy
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Auf gar keinen Fall

Monika, BY
3 Monate zuvor

„Über Long Covid bei Kindern: „Mit guten Therapien und der frühen Aufmerksamkeit für das Thema können wir auch da Gegenmittel schaffen“

Woow.

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Also, es ist ganz ok, dass Kind erkrankt und dann Jahrelang Therapien besucht?
Habe ich das richtig verstanden??

Und deshlab darf kein Kind Präsenzpflicht vermeiden????

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Genau! Und es gibt ja schließlich genügend Kinder- und Jugendtherapeuten in Deutschland! – Schon vor Corona musste man ja nur ein paar Monate auf einen Therapieplatz warten.

Maren
3 Monate zuvor

Also auf gut Deutsch :Die eigenen,erwachsenen Kinder kriegen es nicht gebacken,außerhalb der Uni sichere Sozialkontakte zu haben,also muss alles offen bleiben.Vllt füllt sich ja die psycholigische Beratungsstelle,weil eibe Pandemie nunmal beängstigend ist,weil vllt Angehörige zu betrauern sind?Oder weiljunge Lehramtsstudenten merken,was da abgeht,und mit ihrer Wahl unglücklich sind?Dieses Instrumentalisieren für eigene Zwecke ist so ätzend.Wir haben nun den ersten Fall in der Klasse.ABIT testen bis der nöchste rausgefischt wird.Angstbefreit und sorglos lernen geht anders.Die KL unterrichtet zudem 2 Klassen gleichzeitig wg Ausfall der anderen KL.Das ist kein effektiver Unterricht,das ist Verwahrung.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Maren

@Maren

Die psychologidchen Betatungsstellen füllen sich auch, weil die Jugend kein Vertrauen in die Erwachsenen mehr hat.

Der Papa wird’s schon richten? Der Papa wird’s vernichten!

Und hier gehe ich mal weiter und ziehe gleich den Klimaröchelhusthustschutz ein.

Das richtet auch kein Papa (m, w, d, p – politikerisch), müssen sie selber machen – die Kids.

Irinja
3 Monate zuvor

Wer hat denn da zu viele bunte Drops gelutscht… Stark-Watzinger oder Bild?? Völlig von allem Weltlichen ab…
Na ja, wem’s hilft,…. Bild halt.
.

A.H.
3 Monate zuvor

Ich vermute, um Long Covid muss man sich jetzt schon kümmern, nicht erst in Zukunft. Und soweit ich weiß, trifft es viele Frauen mittleren Alters. Aber auch junge Männer ohne Vorbelastungen, manchmal Kinder. Dann forscht mal feste, ich bin gespannt. Gestern noch im TV gehört, Long Covid könne ja auch bedeuten, man hätte nur seinen Geschmack- und/oder Geruchssinn langfristig verloren. Ach dann, schmeckt halt alles nur noch nach Pappe und man spart an Parfum.

Bernd
3 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Man braucht auch die Schulen nicht mehr zu putzen. Merkt ja keiner mehr, wenn’s stinkt. Sehr praktisch.

Aber hier wird ja Corona immer nur miesgemacht…

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Lieber A.H. …
…könnte auch Teil eines Plans sein, weil den Leuten dann die Politik nicht mehr stinkt.

mater ante portas
3 Monate zuvor

„Seriöser Journalismus Marke BILD“ meets „verwirrte Ministerin im Betutanten-Modus“. Demagogie trifft auf beseelte Naivität.
Na, da haben sich ja zwei gefunden, die crème de la crème!

Es ist so bitter, von Idioten umzingelt zu sein.

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor

Es beeindruckt immens, mit welcher Willensstärke („Dafür muss alles getan werden“), geographischer Detailkenntnis („in Par…, äh, Berlin“), stringenter Logik („Großbritannien ist etwas vor uns in der Omikron-Welle, deshalb sind wir ein Stück weit hinterher“), präzisesten Vorstellungen und ausgefeiltester Terminologie („dass wir Mitte Februar den Höchstpunkt haben von Omikron und dass danach die Inzidenzen dann wieder steigen“), dabei ohne Rücksicht auf persönliche Verluste („Hochschulen fallen oft durch’s Raster“) hier endlich für Klarheit („Ich bin ja nicht nur Bundesbildungsministerin, sondern Bildung und Forschung“) gesorgt wird, dass Alles dafür getan wird, „dass wir als Bundesregierung den Kindern jetzt auch eine Stimme geben“, damit „auch Kinder den Respekt bekommen, den sie brauchen.“

Soll das etwa heißen, dass die glorreiche KMK versagt hat?

Unübertrefflich auch, dass „man … ja für die Bevölkerung, für die Menschen da [ist], und insofern sind wir ja auch im Austausch“ – das ähnelt dem Spruch vom Unterricht als Produkt der Anwesenheit der Lehrkraft.

„Das Unsägliche, hier wird’s Ereignis.“ 🙁

Andre Hog
3 Monate zuvor

Lieber Hase….
wunderbar kommentiert….you made my day!! 😉 🙂

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Schon allein die Eröffnung des Interviews zeigt doch wie schlecht BILD recherchiert. Nicht einmal die Info ob die Ministerin Töchter oder Söhne hat, konnten die Bild-Journalisten googeln….

Ich mag dann immer nicht weiter lesen, wenn es von Bild kommt, da leider dann immer mein IQ…

S.
3 Monate zuvor

Tja, so etwas passiert, wenn eine Bildungsministerin nicht Wissenschaftlerin oder Lehrkraft ist.
Frau Stark-Watzinger ist noch einmal in der Lage, sich von Suggestivfragen der Bild-Zeitung zu distanzieren. Peinlich, peinlich.
Die Hochschulrektor*innenkonferenz wird diese Person nicht ernst nehmen (können).

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  S.

Liebe S. ….
mein Lieblingshilfsverb ist hier allerdings „dürfen“ !!

S.
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Wohl wahr. Und oben muss es natürlich „noch nicht einmal“ heißen.

Everdiena
3 Monate zuvor

Und unser Top-Virologe sagte gerade (Tagesschau): „Wir haben eindeutig den Befund, dass die Übertragungen im Moment aus dem Schulbetrieb gespeist werden. Da werden spätestens die Osterferien den Riegel vorschieben“,
AUS DEM SCHULBETRIEB GESPEIST nochmal für Euch KuMis in groß. Und welche Hygienemaßnahmen meint die Frau?
Konsequenzen? Warten wir einfach 2 Monate bis Ostern.

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor

Drosten: „Wir haben eindeutig den Befund, dass die Übertragungen im Moment aus dem Schulbetrieb gespeist werden.“
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-Podcast-Drosten-hofft-auf-Entspannung-ab-Ostern,coronavirusupdate232.html

Lanayah
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Sind Schulen also doch (böses böses Wort:) Pandemietreiber?

mm
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ach nee ! Vor allem im Moment. Den Satz könnte ich Herrn Drosten aber auch um die Ohren schlagen. Damit brauch er nicht erst jetzt kommen, dass hat nämlich auch der letzte Depp ganz ohne Studium verstanden.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  mm

Ich bin dankbar, dass er das so im richtigen Medium platziert hat.

Das sehen die KuMis natürlich sowieso anders, aber immerhin haben wir jetzt eine offizielle Referenz, mit der man arbeiten kann.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  mm

@mm Leider haben es noch nicht alle Deppen (manche auch mit Studium) verstanden!

Boah Ey
3 Monate zuvor

Der Oberknaller ist, dass sie sagt: Besser Maskenpflicht als keinen Unterricht. Wenn ich das richtig verstehe, unterstellt sie, dass im LD KEIN Unterricht stattgefunden hat bzw. im Distanzunterricht kein Unterricht stattfinden wird. Das bringt mich absolut auf die Palme! Grrrr

Mthdnmnn
3 Monate zuvor

BILD + wer auch immer aus „der Politik“ ergibt sowieso nichts anderes als Rektalbluten!

Die in meinen Augen schlimmste Passage ist hier:

„Bild“: Die Kanzlerin hat in der Pandemie immer wieder persönlich dafür gesorgt, dass Schulen geschlossen wurden in den Ministerpräsidentenkonferenzen. Warum war das so, glauben Sie, und wie sehr hat diese Politik den Kindern geschadet?

Wie nennt man es, wenn „Medien“ vorsätzlich fake-news verbreiten und eine „Politikerin“ daraufhin auch noch überhaupt antwortet? Schande FDP-Trulla, Schande!

Aber auch die FDP muss vorsorglich für die NRW-Wahlen schonmal mal sehr rechten Rand „fischen“ – die haben es halt wirklich nötig, die „freien-Liberalen“ im Westen!

Mehr fake-news in einem Satz kann ein Medium kaum mehr verbreiten!

Nenne mir bitte nun einer noch einen Unterschied zwischen BILD und „telegram“ oder gar was anderem „Reichsbürgerlichem“?!

In Sorge
3 Monate zuvor
Antwortet  Mthdnmnn

Dass BILD tendenziöse „Interviews“ macht, ist doch bekannt, oder?
Suggestivfragen sollte aber eine Politikerin erkennen und auch darauf vorbereitet sein!
Warum lässt sich jemand, der so naiv ist und den Philosophieunterricht in der Schule offenbar komplett verschlafen hat, auf so etwas überhaupt ein? Rhetorik? Denkschulung? Argumentation? Logik?
Aufschlussreich war es trotzdem. Zumindest weiß man jetzt schwarz auf weiß, was man von unseren hochbezahlten Minister*innen halten kann.
Bildung wird offenbar überbewertet.

Eigentlich
3 Monate zuvor

Was ich besonders widerlich an dem Vergleich mit Grossbritannien und anderen Ländern, die jetzt öffnen finde, ist, dass mit keinem Wort erwähnt erwähnt wird, dass diese Länder einen Teil ihrer Bevölkerung einfach haben wegsterben lassen.
Das kommt ihnen natürlich jetzt „zugute“, weil die Sterbezahlen niedrig sind.
Natürlich, es sind ja grosse Teile der vulnerablen Bevölkerung schon tot.
Wenn Fr. Stark-Watzinger sagt, dass wir Grossbritannien hinterher sind, sagt sie für mich doch nichts anderes, als dass bei uns noch zu viele Vulnerable übrig sind.
In meinen Augen hätte sie die hohen Todeszahlen in GB erwähnen müssen, die als Preis für den „Vorsprung“ gegenüber Deutschland bezahlt wurden.
Die Fragen und Antworten diese Interviews machen mich fassungslos.

TaMu
3 Monate zuvor

Tooolll, an einem Mittel gegen Long Covid wird bereits geforscht und die Situation wird mal wieder genau beobachtet, da fallen doch alle Sorgen spontan von mir ab.

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

In Relation zu geologischen Zeiträumen ist Longcovid ein Shorttrack:)

Rosa
3 Monate zuvor

Es ist endlich an der Zeit die Wahrheit anzuerkennen von der Politik Und KM. Die Durchseuchung und die meisten Infektionen finden im Augenblick in den Schulen statt und nicht im privaten. Viele Familien trifft es besonders hart und alle Familienmitglieder tragen in der starken Infektionswelle ein sehr hohes Risiko. Herr Drosten spricht sich erneut gegen eine Durchseuchung aus und betont dies mit aller Kalrheit! https://www.zeit.de/gesundheit/2022-02/corona-massnahmen-christian-drosten-impfluecke-lockerungen

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Wenn die Inzidenz unter Kita- und Schulkindern 3 x höher als in der Durchschnittbevölkerung ist, und dieser Zustand ist bereits eingetreten, dann finden die meisten Infektionen nicht im häuslichen Umfeld statt, sondern die Infektionen finden an den Orten statt, an denen diese Kinder sich gemeinsam Aufhalten, und das sind die Schulen und Kindergärten !
Wer Schulen und Kitas im Angesicht der deutlich höheren Inzidenz mit weit über 5.000 bei Kindern aller Altersklassen gegenüber allen Altersgruppen als sichere Orte bezeichnet, der belügt vorsätzlich oder er vollzieht dies unwissentlich auf Grund seiner Nichteignung für das ihm angetragene Amt.
Es sind im Angesicht eines bereits vollzogenen Shut-Down durch die Hintertür, Korrekturen im Umgang mit der Pandemie durchzuführen, andernfalls sollten die politisch Verantwortlichen ihren Rücktritt erklären, da sie ihrer Aufgabe der Abwendung zum Schaden der ihnen anvertrauten Mitbürger nicht gewachsen sind.

AvL
3 Monate zuvor

Wenn die Inzidenz unter Kita- und Schulkindern 3 x höher als in der Durchschnittbevölkerung ist, und dieser Zustand ist bereits eingetreten, dann finden die meisten Infektionen nicht im häuslichen Umfeld statt, sondern die Infektionen finden an den Orten statt, an denen diese Kinder sich gemeinsam aufhalten, und das sind die Schulen und Kindergärten !
Wer Schulen und Kitas im Angesicht der deutlich höheren Inzidenz mit weit über 5.000 bei Kindern aller Altersklassen gegenüber allen Altersgruppen als sichere Orte bezeichnet, der belügt uns vorsätzlich oder er vollzieht dies unwissentlich auf Grund seiner Nichteignung für das ihm angetragene Amt.
Es sind im Angesicht eines bereits vollzogenen Shut-Down durch die Hintertür, Korrekturen im Umgang mit der Pandemie durchzuführen, andernfalls sollten die politisch Verantwortlichen ihren Rücktritt erklären, da sie ihrer Aufgabe der Abwendung zum Schaden der ihnen anvertrauten Mitbürger nicht gewachsen sind.

Thunfisch
3 Monate zuvor

Man könnte dieses Interview mit der „Bild“ und der „Ministerin“ für reinste Satire halten. So schlecht, dazu braucht man eine gehörige Portion schwarzen Humor.