Elterninitiative: Warum fällt heute der Präsenzunterricht aus? „Kinder könnten Helme tragen“

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DÜSSELDORF. In einem offenen Brief an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) fragt die Elterninitiative „Mobile Luftfilter NRW“ – mit beißender Ironie: „Warum werden eigentlich die Schulen in NRW geschlossen?“ Angesichts von Sturmwarnung hatte die Landesregierung beschlossen, den Präsenzunterricht für heute auszusetzen. Die Eltern vergleichen das mit der Corona-Situation.

Zweierlei Maßstäbe? NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Foto: Land NRW

 „Es gibt einen Orkansturm, ja. Aber der Orkan ist ja nicht überall gleich stark. Es fallen ja auch nicht alle Bäume um oder Dachziegel von den Dächern und es werden nur sehr wenige Kinder erschlagen. Meistens fallen auch nur Äste herunter und treffen die Kinder kaum“, so schreibt die Initiative – in Analogie zur „zynischen Corona-‚Argumentation‘ insbesondere der FDP und KMK“, wie sie meint. „Außerdem könnten die Kinder auch Helme tragen, allerdings schränken diese die Freiheitsrechte ein. Sollte ein Kind dennoch deswegen ins Krankenhaus müssen, kommt es nur sehr selten zu Gehirnschädigungen. Die meisten Kinder, die ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen, haben nur einen Armbruch.“

„Kinder erleiden psychische Schäden aufgrund der Schulschließung“

Weiter schreiben die Eltern: „Wir müssen auch heraus aus einer Kultur der Angst. Die Eltern, die morgen nicht ihre Kinder in die Schule oder Kita schicken wollen, sind ein Helikopter-Mob, welcher den Querdenkern nahe steht. Bildung ist auch viel wichtiger als Gesundheit und die Kinder erleiden psychische Schäden aufgrund der Schulschließung. Außerdem muss die Betreuung sicher gestellt werden. Daher fordern wir, dass die Schulen und Kitas morgen unter allen Umständen geöffnet bleiben und Präsenzunterricht stattfinden muss.“

Ernstgemeint heißt es: Es gebe „seit Wochen einen Infektions-Orkan, der durch die Klassen NRWs fegt – namens Corona“. Die Elterninitiative fordert einen besseren Infektionsschutz in Schulen und Kitas. Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hatte gestern mit Blick auf die Absage des Unterrichts erklärt: „Wir wollen die Kinder nicht gefährden.“ News4teachers

Unwetterwarnung: Schule in NRW fällt aus – andernorts ist Präsenzpflicht aufgehoben

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Chorleiterin
3 Monate zuvor

Das ist ja mal eine tolle Elterninitiative!
Welch passendes Bild!

Susanne
3 Monate zuvor
Antwortet  Chorleiterin

Ja unglaublich…Hauptsache fremdbetreut.

Das friedliche Mammut
3 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

Wenn ich es richtig verstehe, der Brief ist reine Ironie.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

Nicht nur die Überschrift lesen und Ironie als solche verstehen, kann helfen!

Frau T.
3 Monate zuvor
Antwortet  Chorleiterin

Ironie ist wirklich schwer zu erkennen, anscheinend…

Susanne
3 Monate zuvor
Antwortet  Frau T.

Ja, ich lese hier keine Ironie in den kurzen Stücken, eher eine Bestätigung

Tsundoku3
3 Monate zuvor

Ha,ha,ha ………….. ja, aber dann müssten sie welche haben!

Hallo
3 Monate zuvor

Ich möchte gerne den Brief lesen. Wo kann man ihn finden bitte?

Trulla
3 Monate zuvor

NRW ist im Wahlkampfmodus. Die Landesregierung möchte keine Schlagzeilen wie nach der Flutkatastrophe im Ahrtal.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Präzise. Eigeninteressen gehen schließlich vor.

Indra Rupp
3 Monate zuvor

Leute wisst ihr, wir wohnen an einer Mühle im Wald. Ohne Sturm oder Dauermatsche ist das nebenbei echt schön hier! Aber durch des Sturms gehören wir zu den gaaaanz wenigen gefährdeten Personen im Land. Wer hat denn schon so viele Bäume um sich herum, wenn er zur Schule muss? Ich möchte echt nicht, dass ihr alle jetzt wegen uns Rücksicht nehmt! Wir sind wirklich eine Ausnahmefamilie. Und wenn doch ein Baum auf uns herunterfällt, dann sind wir nicht an sondern mit dem Sturm gestorben, oder? Denn es war nicht der Sturm, sondern der Baum-und der war eh morsch und wäre bald gefallen. Der Sturm hat es nur beschleunigt. Zudem kann man uns hier bezüglich unserer Lebensweise einen Vorwurf machen, was ziehen wir auch in einen Wald.
Aber was Andere betrifft: Es wird immer irgendwo Bäume geben! Sollen wir die alle absägen?

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Oh je, durch des Sturms… da wollte ich wohl mal Eindruck mit dem Gebrauch des… wie heißt das… Genitiv…. machen? Ersetzt das mal mit “ durch den Sturm“ ( peinlich)

Lehrer mit Seele
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Genau so! Und laut den Grünen sollen wir ja auch alle in die Städte in die Plattenbauten ziehen. Also ist im Wald oder auf dem Land zu wohnen sowieso schon mal klimatechnisch unsozial.

Da darf der Sturm ja dann toben, ohne von lästigen Menschen gestört zu werden.

Susanne
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Es geht doch nicht nur um Bäume.

In der Stadt gibt es zb noch andere Gefahren bei Sturm, lockere Dachziegel zb., Blumenkästen, Zeug das nicht sturmgesichert würde. Also bei den Unwetterwarnungen ist das doch ok

Jan aus H
3 Monate zuvor

Das absurde daran ist, dass es sicher Leute geben wird, die nach dem Sturm ERNSTHAFT (also nicht als Satire!) behaupten, dass die Schulschließungen ja gar nicht nötig waren, weil kein Kind zu Schaden gekommen ist. Präventionsparadoxon lässt grüßen.

Ich vermute hinter den sturmbedingten Schulschließungen übrigens eine andere Motivation: Da es ja kaum Luftfilter an den Schulen gibt, wurde Lüften, Lüften, Lüften als Maxime herausgegeben. Das geht ja nun mal bei Sturm nicht bzw. könnte zu massiven Schäden an den teilweise maroden Gebäuden führen. Also Schulen zu, damit da keine Diskussion aufkommt.

Der Fairness halber muss man aber sagen, dass es in NRW Anfang 2020 knapp vor der Pandemie eine ähnliche Wetterlage gab. Zumindest bei uns wurden die Schulen da auch präventiv geschlossen.

Prinzipiell sollte man an sowas aber grundsätzlich anders herangehen: Die Eltern beurteilen, ob sie im Schulbesuch eine Gefahr sehen. Wenn ja -> Kind bleibt zu Hause und Grund wird der Schule mitgeteilt. Solche Gründe wären ein Sturm ebenso wie unzureichende Schutzmaßnahmen gegen eine weitgehend unbekannte Infektionskrankheit oder aber auch hygienische Bedenken bezüglich der Schultoiletten oder massives Mobbing – eben alles Dinge, die der Gesundheit schaden können.

Hellus
3 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Bedeutet aber, dass die LuL zur Schule müssen. Die haben aber auch gefährliche Anfahrtswege. Aber ach, auf die paar faulen Säcke, die dabei zu Schaden kommen, kommt’s ja nicht an. 🙁
Ich hätte heute die Fahrt zur Schule mit Hinweis auf die amtliche Sturmwarnung verweigert, wenn nicht allgemein geschlossen worden wäre. Auf 30 km durch Alleen und Wald wäre mir das Risiko zu hoch gewesen.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Hellus

Das sollten Schulleitungen vernünftigerweise so handhaben, dass vor Ort wohnende-vorzugsweise mit Fußweg – die Notbetreuung übernehmen und diejenigen mit weiterem Anfahrtsweg zu Hause bleiben!
Schickt hier einer meine Prinzessin durch den Sturm, gibt’s sowas von Donnerwetter von mir!

G.B.
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich verstehe jetzt Ihr Problem nicht.
Es geht hier rein um die Lehrer, die Anwesenheitspflicht haben.
Für Ihre Prinzessin wurde der Unterricht ja aus Sicherheitsgründen abgesagt, die kann zuhause bleiben.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  G.B.

🙂 🙂 🙂
Aber meine Prinzessin ist Ü40 und unterrichtet….

gehtsnoch
3 Monate zuvor

Scheinbar war die Veröffentlichung des OVG Beschlusses 12 B 1683/21 ein paar Tage zu früh, da wegen der Corona-Pandemie regelmäßiges Lüften im Klassenraum vorgeschrieben ist.

„Dem werde mit den Ergänzungen der gesetzlichen Unfallkassen für Schulen zum SARS-CoV-2-Schutzstandard Rechnung getragen. Darin seien konkrete Lüftungsintervalle benannt, im Winter alle 20 Minuten und über eine jeweilige Dauer von drei Minuten.“

https://www.news4teachers.de/2022/02/ovg-urteilt-schueler-haben-keinen-anspruch-auf-luftfilter-im-klassenraum-warme-kleidung-reicht/

Auch das Hochwasser Mitte Juli 2021 macht natürlich im Nachhinein sensibler.

Die Frage: Wie soll man den wichtigen Präsenzunterricht ohne Einhaltung der Lüftungsintervalle und mangels Alternativen realisieren kann natürlich im Ministerium nicht sofort oder improvisiert durch den umfangreichen Instrumentenkasten bedient werden.

Klugscheisser
3 Monate zuvor

Bei Sturmschäden an Kindern muss die Unfallversicherung ran: Wegeunfall.
Ursache-Wirkung sehr einfach (auch für KuMis) erkennbar.

That‘s all.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Ja, aber das müssen die KuMis ja auch nicht aus der eigenen Tasche zahlen, zahlt ja die Versicherung.

Klugscheisser
3 Monate zuvor

Die wird aber nicht zahlen bei Fahrlässigkeit. Und ein angekündigter Orkan als Unwetterwarnung + verpflichtende Schulpräsenz =Fahrläsdigkeit

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

…und auch nicht anders als 2 Jahre Pandemie + verpflichtende Schulpräsenz zu weiten Teilen = Fahrlässigkeit.

Elternteil
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Eine Coronainfektion in der Schule ist auch ein Fall für die Unfallversicherung.

Susanne
3 Monate zuvor
Antwortet  Elternteil

Ja, aber wie will man beweisen, das das Kind sich dort angesteckt hat?

Linda
3 Monate zuvor

Was sind denn das bitte für Eltern?
Wenn die Bildung des eigenen Kindes wichtiger ist als die Gesundheit. Andere Leute machen sich sorgen und Fremde Kinder und schliessen die Schulen, die eigenen Eltern haben kein Verständnis dafür. Aber wenn dann wirklich ein Baum fällt und das Kind trifft, kann es ganz schnell zum tode führen wie im letzten Jahr und dann bringt die Bildung auch nicht viel.

Jan aus H
3 Monate zuvor
Antwortet  Linda

Sie haben aber schon bemerkt, dass das eine ziemlich sarkastische Parodie des Verhaltens der Kultusminister während der Pandemie ist?

Käsekuchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Linda

Der Brief ist Ironie…

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor

Aber, aber – der Sturm wird doch nur von aussen in die Schulen hineingetragen?!

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Beschte!

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Ja, denn drinnen ist „sturmfreie Bude“ …

mama51
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Wundervoll! You made my day!!!!

Claudia
3 Monate zuvor

Wenn diese Elterninitiative wirklich war ist, es liest sich wie ein schlechter Scherz, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln, sind denn Kinder hier nichts mehr wert oder bei manchen Eltern? Wie kann man so etwas schreiben oder darauf bestehen, dass die Schulen etc. heute geschlossen haben und nicht geöffnet? Ich bin froh, dass meine Kinder schon fast erwachsen sind und ich in dem Sinne mit der heutigen Zeit nichts mehr zu tun habe.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Claudia

Ironie sollte man erkennen können, wenn sie einem heftig in den Popo kneift. Zur Sensibilisierung empfehle ich den Postillon.

Mary-Ellen
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

@Klugscheisser:

😉

Steffi W.
3 Monate zuvor

Ich finde es gut, dass die Kinder nicht zur Schule mussten. Sollte doch mal ein Kind schwer zu Schaden kommen, dann würde es heißen: Warum hat man die Kinder in die Schule geschickt. Ich hab meinen Sohn lieber daheim bei so einem Wetter. Schadet ihm doch nicht einen Tag daheim zu bleiben. Außerdem freuen sich die Kinder dann. Die das nicht verstehen haben entweder keine Kinder oder wollen dann nicht für ihre Kinder da sein.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Steffi W.

Oh… aber Corvid in den Schulen ist voll okay?
Ich denke an die bleibenden psychischen Schäden durch ausgesetzten Präsenzschulbesuch.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Covid!

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Steffi W.

…oder haben Kinder UND wollen für sie da sein UND wundern sich, warum bei einem Orkan plötzlich was möglich ist, was sonst nicht geht.

Wie viele Kinder kommen exakt pro Jahr bei Orkanen auf dem Schulweg zu Schaden?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Die falsche Antwort ist: bei Orkan gehen die Kinder nie in die Schule.

Das ist natürlich Unsinn, wenn man mal nachdenkt, weiß jeder genau, dass bei starken Unwettern NICHT schon immer die Schule oder Präsenzpflicht ausgesetzt wurde.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Um einmal (EINMAL WENIGSTENS) einen Konsens hier im Forum auf einer Meta-Ebene finden zu können:

Das ist doch jetzt wirklich für alle ein wenig zum Kopfschütteln, dass hier ein Aussetzen der Präsenzpflicht plötzlich möglich ist, oder?

Lea
3 Monate zuvor

Nein. Der Sturm ist für mich ein triftiger Grund, die Präsenzpflicht mal für einen Tag auszusetzen. Die Kinder wochenlang zu Hause festzusetzen, wegen eines Virus‘, das ihnen höchstens eine Erkältung beschert, finde ich falsch. Zum Glück herrscht seit Monaten wieder Präsenzpflicht an den Schulen.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Ok, wollte Ihnen gerade antworten aber mit der Aussage „höchstens eine Erkältung“ haben Sie sich disqualifiziert.

Also, probieren wir es nochmal auf der Meta-Ebene: wer ist alles der Meinung, dass Corona „höchstens (also NIE schlimmer als) eine Erkältung beschert“?

SaMo
3 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Ein Schlag ins Gesicht für alle Schattenfamilien.

Manche Menschen sind an Empathielosigkeit nicht zu überbieten.

Manchmal kann ich garnicht so viel essen wie ich brechen möchte.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Lea
Kehren sie bitte wieder auf die Sachebene zurück und hören sie bitte damit auf das Virus als einen einfachen Schnupfen zu verharmlosen, denn schließlich tragen die Kinder die Infektionen wieder in die Familien ein, in denen vulnerable Personengruppen leben oder derartige Personengruppe durch verwandtschaftliche Beziehungen an diese angebunden sind.

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Lea@ Jaja, der harmlose kleine Schnupfen. Blöd nur, dass so viele Männer, also auch Väter und Großväter, aus dem harmlosen kleinen Schnupfen einen richtig krassen „Männerschnupfen“ machen. Die machen da ein Riesengedöns draus, legen sich ins Bett und können kaum atmen und all so ein Quatsch. Frauen stehen da noch am Herd, versorgen Kinder und wuppen ihren Job, werfen vielleicht mal Aspirin ein und benutzen ein Taschentuch, aber nö, Männer sind da immer gleich am Sterben. Bisher wurde die Tödlichkeit des Männerschnupfens ja gerne weg gelächelt, aber seit Anfang 2020 hat man tatsächlich Buch geführt und jetzt hauts einen nieder: es sind wirklich bisher 60500 Männer am Männerschnupfen gestorben. Und ich dachte bisher, das sei Postillon… Das haben Kinder leider auch irgendwie mit gekriegt, dass Papas Männerschnupfen tatsächlich nicht ganz so easy ist und fühlen sich mit ihren Rotznasen plötzlich auch nicht mehr so wohl. Also zumindest die, die ihre Papas behalten wollen 😉

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Die Letalität dieser Art eines „Männerschnupfens“ ist bei Männern laut RKI-Daten sehr viel höher als bei Frauen.

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

AvL @ auf jeden Fall. Obwohl es auch die krass toughen Mütter und Omas erwischt hat. Die Buchführung geht von 40000 und ein bisschen plus aus. Die können es nur nicht mehr zugeben, weil sie jetzt tot sind. Lebendig hätten sie behauptet, nur ihre Männer seien so empfindlich.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Frauen werden sehr viel älter als Männer, weil sie bezogen auf Gesundheitsrisiken gesünder als Männer leben.
Deshalb sind sie in der Altersgruppe der über 70 Jährigen sehr viel stärker vertreten. Ein hohes Alter ist aber ein Risikofaktor für das Versterben an Covid-19-Infektionen.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Hier sind noch ganz andere Männer sehr empfindlich.

Andreas.Müller
3 Monate zuvor

Für mich nicht. Der Vergleich Corona-Situation – Orkan würde nur dann nicht hinken, wenn dauerhaft Orkan wäre. Ist aber halt nicht monatelang so, sondern an sehr wenigen Tagen.
Wäre es immer sehr stürmisch, würde auch das zu einem allgemeinen Lebensrisiko werden und eventuell würden SchülerInnen dann tatsächlich einen Helm auf dem Schulweg tragen.

Corona wird nicht mehr verschwinden.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Andreas.Müller

Na ja, gefällt mir ganz gut der Beitrag. Obwohl ich gar keinen Vergleich mit Corona gemacht habe, aber Konditionierung ist alles.

Dann kommt hier jetzt die Frage für Fortgeschrittene: wenn aufgrund des Klimawandels die Orkane zunehmen und uns immer regelmäßiger heimsuchen werden, würden dann die Kultusminister das ernst nehmen und Helme an alle verteilen und wenn diese nicht mehr ausreichen doch endlich mal für vernünftigen Distanzunterricht vorsorgen?

Andreas.Müller
3 Monate zuvor

„Das ist doch jetzt wirklich für alle ein wenig zum Kopfschütteln, dass hier ein Aussetzen der Präsenzpflicht plötzlich möglich ist, oder?“

Hier ziehen Sie durchaus implizit die Parallele zu Corona („hier“ und „plötzlich“ im Gegensatz zur allgemeinen Corona-Situation).

Wenn Orkane zunehmen und zu einer regelmäßigen Gefahr würden, würden die KMs vermutlich keine Helme verteilen. Fahrradhelme gibts auch nicht vom Staat. MAn zurecht, das wäre dann wirklich ein Nanny-Staat.

Sollte die Gefahrenlage zu groß werden, müssten die Probleme und Nachteile gegeneinander abgewogen werden und ggf. andere Schulformen entwickelt werden.
Jenseits dieser Forums-Blase hier ist mittlerweile aber praktisch jedem klar, dass die Gefahr durch Omikron in keinem Verhältnis steht zu den sozialen Problemen, die durch Distanzunterricht auftreten.

Ich muss da mal was loswerden
2 Monate zuvor
Antwortet  Andreas.Müller

Warum halten Sie sich denn in dieser Forums-Blase auf? Zum Spaß? Zum Missionieren? Zur Genugtuung?

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Andreas.Müller

Und warum soll man dann im größten Sturm den Helm abnehmen?

DerDip
3 Monate zuvor

Ob das heutige Aussetzen oder Aufheben des Präsenzunterrichts notwendig war oder nicht ist die eine Sache. Allerdings lässt sich das Aussetzen für einen Tag wegen eines Sturms, der absehbar endet, nicht mit Wochenlangen oder Monatelangen Schließungen wegen Corona ohne Absehbares Ende vergleichen.

NichtSchonWieder
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Die Schulen waren nie monatelang zu!!!!

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  NichtSchonWieder

Das lernt er nie.
Narrativ der bekannten Medien ist zu stark für viele Intellekte.

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

@NichtSchonWieder und @Klugscheisser:
Mal abgesehen davon, dass Sie mit Ihren Kommentaren und der Fokussierung auf „monatelang“ von der eigentlichen Argumentation ablenken, wäre es dennoch schön, wenn Sie mal die Fakten anerkennen. Meine Erkenntnisse zur Dauer der Schulschließungen basieren übrigens nicht auf Medien, sondern eigenen Erfahrungen und dem Austausch mit anderen Familien sowie Lehrern (ja, ich habe privat Kontakt zu vielen Lehrern).
Offenbar scheinen Sie sich in Ihrer Blase so verbarrikadiert zua haben, dass Sie sich die langen Schulschließungen weggedenken konnten. Evtl. waren die Schulschließungen bei Ihnen vor Ort nur kurz. Aber man sollte schon über den eigenen Tellerrand hinausschauen.
Also, ich belege jetzt mal anhand einiger Links, dass viele Schüler wegen der Pandemiemaßnahmen über Monate nicht zur Schule gehen durften. Wir nehmen als Beispiel die Stadt Solingen in NRW:

– Ab den Weihnachtsferien 2019/20 galt in NRW Distanzunterricht.
– Eine Phase mit Wechelunterricht für alle Schüler gab es erst vom 15.März bis 26.März (d.h. je nach Modell waren das teilweise 4 oder 5 Tage Präsenztage). Danach kamen die Osterferien.
– Nach den Osterferien ging es dann auf Distanz weiter, siehe folgenden Artikel als Beispiel:
https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-schulen-in-solingen-bleiben-im-distanzunterricht-90462302.html
– Dem folgenden Artikel kann entnommen werden, dass in 22 Kommunen in NRW auch Mitte April noch kein Wechselunterricht für alle Klassen statttfand:
https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/schule-wechselunterricht-inzidenz-100.html
– Selbst im Mai waren noch nicht alle im Wechselunterricht

So, und nun eine Aufgabe für Sie „NichtSchonWieder“ und „Klugscheisser“:
Zählen Sie mal die Monate „Januar“, „Februar“, Hälfte vom März und April zusammen? Auf Wieviele Monate kommen Sie jetzt?

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Korrektur: Es sollte „Ab den Weihnachtsferien 2020/21…“ heißen…

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ok, dann eben noch ein drittes Mal ein Versuch auf der Meta-Ebene einen Konsens zu finden (ich amüsiere mich hier gerade köstlich):

Wer findet wie DerDip, dass die Schulen während der Pandemie „monatelang geschlossen“ waren?

DerDip
3 Monate zuvor

@Ich muss da … => Ich verweise auf meine obige Antwort an „NichtSchonWieder“ und „Klugscheisser“.
Sie lesen auf N4T so viele Artikel – ich hätte gedacht, Sie wären informierter.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ja, aber Sie sprachen von „SchulSCHLIESSUNGEN“. Das was Sie aufzählen sind doch keine Schulschließungen? Es gab doch Wechsel- und Distanzunterricht.

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@Ich muss…:
Der Kommentar von mir (17. Februar 2022 um 14:42), auf den Sie eingegangen sind lautet wie folgt:
„Ob das heutige Aussetzen oder Aufheben des Präsenzunterrichts notwendig war oder nicht ist die eine Sache. Allerdings lässt sich das Aussetzen für einen Tag wegen eines Sturms, der absehbar endet, nicht mit Wochenlangen oder Monatelangen Schließungen wegen Corona ohne Absehbares Ende vergleichen.“

Ja, ich habe in dem Kommentar „Schließungen“ von Schulen geschrieben. Damit meine ich den Zustand, wenn eine Schule für die Schüler im physischen Sinne geschlossen ist. Wechselunterricht habe ich damit noch nicht einmal gemeint.

Wenn man den Zustand von Distanzunterrricht als geöffnete Schulen bezeichnet, dann ist das aus meiner Sicht ein Euphemismus. Insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Qualität des Distanzunterrichts von „ordentlich“ bis leider sehr oft „fast gar nicht vorhanden“ schwankte. Aber gut, jetzt weiß ich, dass „virtuell teilweise geöffnet, aber physisch geschlossen“ für Sie als „geöffnet“ gilt. Fragen Sie mal die Schüler, was diese i.d.R. unter geöffneten Schulen in der Pandemie verstehen. Demnach sind Discos auch nicht geschlossen – schließlich könnte man diese virtuell besuchen (Im Metaverse gibt es keine Schließungen).

Den Zeitraum des Wechselunterrichts in den genannten Beispielen konnten Sie ja auch nachlesen. Zwei Wochen Wechselunterricht in ca. 4 Monaten. Der Rest Distanzunterricht.

Also halten wir mal im Sinne einer klaren Zusammenfassung fest: Im ersten Halbjahr 2021 gab es viele Schüler (zumindest in NRW), für die die Schulen im physischen Sinne monatelang geschlossen waren. Oder anders ausgedrückt. Über Monate hinweg haben viele Schüler ausschließlich Distanzunterricht gehabt (mit der Ausnahme von zwei Wochen Wechselunterricht kurz vor Ostern).

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

DANKE! Hurra, eine Differenzierung! Das gefällt mir schon besser. Mein Wunsch ist es nämlich, dass wir alle wieder lernen präziser zu formulieren. Auch das ist nämlich in den letzten 2 Jahren verloren gegangen: zuhören und sich klar ausdrücken. Foren sind ein Killer dafür.

Hellus
3 Monate zuvor

Wieso wurde nicht für heute auf Distanzunterricht gewechselt?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Hellus

Auch das ist eine gute Frage.

Katrin
3 Monate zuvor
Antwortet  Hellus

Wurde es vielerorts.

Rike
3 Monate zuvor
Antwortet  Hellus

Genau das hat meine SL gemacht. Und es war richtig so: 1000 SuS ab Kl. 7, großer Einzugsbereich, Bahnen fahren kaum noch. Wir haben alles für heute digital organisiert und waren online für alle erreichbar. War mir wesentlich wohler damit.
Bei einer benachbarten GS hat es das Dach abgedeckt, die Feuerwehr musste evakuieren, die Kinder von den Eltern abgeholt werden, was natürlich bei der Verkehrssituation Stunden gedauert hat.
Viel mehr Stress und wesentlich gefährlicher.
Und ja klar: heute wäre das mit dem Lüften nichts geworden.

Realist
3 Monate zuvor

Man sollte erst einmal eine umfangreiche Studie zur Gefährlichkeit von Orkanen für Schulkinder machen, bevor man die Schulen schließt. Mir persönlich ist keine Studie bekannt, welche die Gefährlichkeit von Orkanen für Schulkinder untermauert. Nur weil Orkane eventuell für Ältere auf dem Weg zur Arbeit gefährlich sind, ist das doch noch lange nicht für Kinder nachgewiesen! Und denkt keiner an die psychologischen Schäden und den Bewegungsmangel für die Kinder, wenn diese wieder einsam vor dem PC Distanzunterricht erdulden müssen?

AusderPraxis
3 Monate zuvor

Genau mein Humor!
Ich liebe die (feine) Ironie dahinter! Und auch die Menschen, die diese nicht erkennen!
Chapeau!

tingel04
3 Monate zuvor

Es war absolut die richtige Entscheidung, die Schulen zu schließen.
Beim Aussetzen der Präsenzpflicht haben die Eltern das Problem, sich gegenüber dem Arbeitgeber rechtfertigen zu müssen und mehr oder minder um „Erlaubnis“ bitten zu müssen.
So ist es klar, dass die Kinder zuhause betreut werden müssen.
Inzwischen ist es bei uns kein Problem mehr, in Distanz zu unterrichten (Grundschule). Auch von einem Tag auf den anderen war es heute kein Problem.

Sicherheit für alle geht vor!
Da kann ich es auch nicht verstehen, dass bei so einer Gefährdungslage immer noch eine Anwesenheitspflicht für alle ArbeitnehmerInnen besteht.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  tingel04

Das müsste Schulen aus meiner Sicht völlig egal sein, denn Schulen haben keine Betreuungsfunktion in erster Linie.

mama51
3 Monate zuvor

In Hessen ist die Präsenzpflicht seit fast einem Jahr ausgesetzt! Und es besuchen („gefühlt“) 99% aller SuS den Unterricht. Trotzdem wurden in meinem Landkreis einheitlich (ja, sowas gibt’s noch) die Schulen für 2 Tage (!!) Donnerstag und Freitag, geschlossen. Notbetreuung wurde angeboten, mit wenig Zulauf! Irgendwie komisch….oder?

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  mama51

@mama51: Das ist m.E. weder komisch noch widersprüchlich. Ich versuche es mal an zwei Beispielen darzulegen.

1. Wenn man den Eltern jetzt sagen würde: Bitte behalten Sie die Kinder wegen Corona drei Tage zu Hause, danach geht die Schule aber wieder ganz regulär weiter. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Eltern das ohne Problem mitmachen würden. (So ähnlich haben sich die meisten Menschen übrigens im allerersten Lockdown verhalten).

2. Angenommen, solche Unwetterereignisse wären aufgrund des Klimawandels kein kurzzeitiges Ereignis, sondern alltäglich – man könnte auch sagen – die neue Normalität. Ich bin mir auch hier ziemlich sicher, dass die meisten Eltern ihre Kinder dann nach einer gewissen Zeit wieder zur Schule schicken würden. Auch wenn die Unwetterereignisse täglich aufträten.

Im Grunde kann man das Gedankenexperiment aus 2. auf die aktuelle Coronasituation übertragen. Corona-Infektionen werden zunehmen zur „Normalität“. Wenn man so will das „new normal“. Unwettereignisse allerdings (noch) nicht.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Viel interessanter ist dann aber dieses Gedankenexperiment:

Was würden die Kultusminister tun, um das ganze sicherer zu machen? Ich vermute: erstmal abwarten und beobachten. Dann vor den Ferien ein paar Tage die Schule schließen und dann wieder abwarten und beobachten.

DerDip
2 Monate zuvor

@Ich muss..: Absolut. Ihrem Gedankenexperiment zum Verhalten der Kultusministerien stimme ich zu 100 Prozent zu 😀 Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Enjoy your chicken Ted!
3 Monate zuvor

Die Elterninitiative hat das falsch verstanden.. die Schule ist ausgefallen, weil die Fenster nicht zum Lüften aufgemacht werden konnten.