Mehr als 170 Lehrkräfte für das Fach Informatik weitergebildet (weitgehend online)

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Mehr als 170 Lehrkräfte im Norden haben bislang eine Weiterbildung im Bereich Informatik absolviert. «Schleswig-Holstein ist hier Vorreiter: Wir sind das einzige Bundesland, das die Weiterbildung zur Informatik-Lehrkraft in dieser Dimension und derart kompakt und konzentriert anbietet», sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag. Weitere 88 Lehrerinnen und Lehrer sollten am Dienstag in Kiel Zertifikate erhalten. Sie bekommen damit die Erlaubnis, das Fach Informatik zu unterrichten.

Informatik unterrichten – ohne entsprechendes Studium. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

«Wir schaffen die Voraussetzungen, damit Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen überall im Land Unterricht in Informatik erhalten können», sagte Prien. Seit Sommer 2022 wird an 80 Pilotschulen ein zweistündiger Informatikunterricht in verschiedenen Jahrgängen erprobt. In kommenden Schuljahr soll an allen Pilotschulen ein zweiter Jahrgang hinzukommen.

Mehr als ein Drittel der jüngsten Absolventen der Weitbildung haben vorher überhaupt keines der Fächer aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) unterrichtet. Prien verwies auf eine große Nachfrage zur Weiterbildungsoffensive. Für die erste Runde mit Start zum 1. August 2021 hatten sich laut Ministerium trotz Corona-Pandemie 219 Lehrkräfte gemeldet. Für die nächste Runde zum 1. Februar 2024 gebe es bereits zahlreiche Anfragen. Abgesehen von Unterrichtsbesuchen geschieht ein Großteil der Weiterbildung online. News4teachers / mit Material der dpa

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Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor

„geschieht ein Großteil der Weiterbildung online“ auf professionell gewarteten Dienstgeräten im schulischen WLAN, bis dass der Digitalpakt uns scheidet.

Kanzler27
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Die gibt es in SH tatsächlich, die professionell gewarteten Geräte.

Georg
1 Jahr zuvor

Was wurde in diesen Weiterbildungen inhaltlich gemacht? Echte Informatik kann ich mir kaum vorstellen, weil das ein Vollzeitstudium mit hohem Abstraktionsgrad und viel Mathematik bedeuten würde.

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Ich denke mal, es geht um Medienkunde.

Georg II
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Nicht wirklich. Es war inhaltlich durchaus anspruchsvoll. Ersetzt sicher kein komplettes Studium, aber neben den fachdidaktischen Inhalten musste man sich schon durch viele anspruchsvolle Themen durcharbeiten, z.B. OOP mit Python, relationale Datenbanken, Webanwendungen, Netzwerk- und Rechnerarchitektur, Verschlüsselung, Datenkompression… Alles auch immer mit viel Mathematik, denn da hat mein Namensvetter schon Recht, ohne geht es in der Informatik nicht. Das ganze über 1,5 Jahre jede Woche 8 Stunden plus Aufgaben, es wurde mit Klausur, mündlicher Prüfung und Facharbeit abgeprüft. Mich hat es viel gelehrt und in meiner Wahrnehmung auch zum Lehren befähigt – auch wenn ich bereits vorher eine gewisse Affinität zur Informatik hatte und tatsächlich auch Mathelehrer bin. Die Weiterbildungsmaßnahme fand ich aber insgesamt durchaus gelungen.