Zahl der Lehrkräfte mit befristeten Arbeitsverträgen binnen zehn Jahren verdoppelt

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MÜNCHEN. In Bayern herrscht wie fast überall in Deutschland Lehrermangel. Doch nach Darstellung der SPD wissen viele Lehrkräfte nicht, ob sie im nächsten Schuljahr noch unterrichten dürfen – ihre Verträge laufen aus.

Wo geht’s hier weiter? Foto: Shutterstock

Wegen bis Ende Juli befristeter Verträge wissen nach Darstellung der SPD im bayerischen Landtag viele Lehrer in Bayern noch nicht, ob sie im nächsten Schuljahr überhaupt noch vor der Klasse stehen werden. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer mit befristeten Verträgen deutlich gestiegen.

Hätten im Jahr 2013 noch 5.462 Lehrkräfte auf befristeten Verträgen gearbeitet, waren es 2023 bereits 9554 teilte die SPD-Fraktion auf der Basis von Antworten der Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD-Bildungsexpertin Simone Strohmayr mit. «Wir klagen über Lehrermangel, allerorts fallen Stunden aus, die Klassen sind viel zu groß. Und dann behandelt die Söder-Regierung die Menschen, die Kinder unterrichten wollen, noch derart respektlos und schickt sie von Befristung zu Befristung», beklagte sie.

Der größte Anteil der befristeten Verträge entfalle auf die Grund- und Mittelschulen. Dort sei aber individuelle Förderung am wichtigsten. «Wie jeder andere Arbeitgeber kann auch der Freistaat unbefristet einstellen», sagte Strohmayr. Im Interesse der Kinder sollte dies auch bei Lehrern passieren. News4teachers / mit Material der dpa

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3 Kommentare
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Unfassbar
22 Tage zuvor

Das ist kein Wunder. Vor 10 Jahren waren wir noch voll im Lehrerstellenabbau. Dann kam die Zuwanderung mit einem kurzfristig (zwei Schülergenerationen) deutlich erhöhten Lehrerbedarf. Der kann anders kurzfristig nicht gedeckt werden und ist für Planstellen nicht anhaltend genug.

Der Zauberlehrling
22 Tage zuvor

Auch das gehört zur Mitarbeiterführung im Sinne des Kultusministeriums dazu.

Mitarbeiter sind das größte Potential eines Unternehmens.

Gelbe Tulpe
22 Tage zuvor

Wohl ein Hinweis darauf, dass der Lehrermangel nicht existiert. Man will nur mehr junge Menschen in den Lehrerberuf locken, um dann besser Löhne drücken zu können.