IQB-Bildungstrend: Warum es mit den Schulleistungen in Deutschland (weiter) bergab geht

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BERLIN. Mit den Schülerleistungen in Deutschland geht es weiter bergab. Nach Studien über schlechtere Lese- und Rechenkompetenzen in der Grundschule und zurückgehende Deutsch-Leistungen in der Oberstufe zeigt nun eine weitere Untersuchung – der IQB-Bildungstrend – auch wachsende Defizite bei Neuntklässlern in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften. Die Bundesbildungsministerin schlägt Alarm. 

Abwärts. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Jeder Dritte verfehlte in Testaufgaben die Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss (MSA) in Mathematik, wie der aktuelle IQB-Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen zeigt – ein Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung 2018. Die Studie, die am Rande der Bildungsministerkonferenz in Berlin vorgelegt wurde, enthält weitere besorgniserregende Befunde:

  • Fast jeder zehnte (9 Prozent) erreicht in Mathematik nicht einmal die Mindeststandards für den ersten Schulabschluss (Hauptschulabschluss).
  • Von denjenigen, die einen MSA anstreben, scheitern 25 Prozent an den Mindestanforderungen im Fach Chemie, 16 in Physik und 10 Prozent in Biologie.
  • Die Leistungen haben sich durch die Bank verschlechtert und das unabhängig vom sozialen und familiären Hintergrund. Nicht nur leistungschwächere Schüler sind betroffen, sondern auch Gymnasiasten.
  • Das Interesse der Jugendlichen an den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern nimmt ab: Der Anteil derjenigen, die sich dafür kaum interessieren, sei sehr hoch.
  • Die Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule nimmt ebenfalls ab.
  • Zwar gibt ein «erheblicher Anteil» der Neuntklässler an, kaum von psychosozialen Auffälligkeiten betroffen zu sein und hohe soziale Fähigkeiten zu haben, dennoch spricht die Studie von einer besorgniserregend deutlichen Zunahme von Auffälligkeiten: 17 Prozent der Jugendlichen geben demnach an, häufig emotionale Probleme zu haben, und 16 Prozent, dass verschiedene Indikatoren für Hyperaktivität bei ihnen häufig auftreten.

Bundesbildungsministerin Karin Prien bezeichnete die schlechten Leistungen als besorgniserregend. «Es ist ein ernstzunehmendes Warnsignal, und zwar für unsere Gesellschaft insgesamt», sagte die CDU-Politikerin bei einer Pressekonferenz in Berlin. Es gebe massiven Handlungsbedarf und brauche eine nationale Kraftanstrengung, um die passende Antwort auf diese Ergebnisse und die Ergebnisse davorliegender Bildungsstudien zu finden. «Die Schulen allein werden diese großen Herausforderungen nicht mehr lösen können.»

«Geht nicht um irgendwelche Bildungsgipfel»

«Hier geht es nicht um irgendwelche Bildungsgipfel», sagte Prien. Es gehe um Arbeitsprozesse. Sie forderte eine konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure von der Politik, über die Verwaltung, Verbände, Kitas, Schulen, die Kinder- und Jugendhilfe, die Familien und außerschulischen Bildungsträgern bis hin zu den für Lehrkräftebildung zuständigen Universitäten und Einrichtungen der Länder.

Sie verwies darauf, dass bereits Maßnahmen ergriffen seien, vieles wirke noch nicht. Prien nannte das Startchancenprogramm, die Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztag, der im nächsten Jahr greift oder Verbesserungen in der frühkindlichen Bildung etwa durch Sprachdiagnostik und Sprachförderung.

Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? Die Daten der Studie geben keine Antworten darauf. Die Studienautoren vermuten aber, dass «Nachwirkungen der pandemiebedingten Einschränkungen des Schulbetriebs und der Sozialkontakte ein wesentlicher Faktor sein» dürften.

Entwicklung möglicherweise «stark beeinträchtigt»

Die 2024 getesteten Neuntklässer seien damals in der fünften Klasse gewesen, in den meisten Bundesländern also kurz nach dem Verlassen der Grundschule im noch neuen Alltag der Sekundarstufe eins, aus dem sie herausgerissen worden seien. Der Einschnitt «könnte ihre Entwicklung stark beeinträchtigt haben und auch noch vier Jahre später nachwirken».

Die Veränderungen im erreichten Kompetenzniveau hätten zudem etwas damit zu tun, dass sich die Zusammensetzung der Schülerschaft weiter verändert habe. Die sozioökonomische Heterogenität habe sich vergrößert und der Anteil zugewanderter Schülerinnen und Schüler sei weiter gestiegen.

Aktuelle Studien zeigten zudem, dass viele Jugendliche infolge globaler Krisen ein erhöhtes Maß an Ängsten und Unsicherheiten erleben. «Ferner wird vielfach angenommen, dass die Nutzung sozialer Medien die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen kann», heißt es weiter.

Mehr als 48.000 Schülerinnen und Schüler getestet

Für die repräsentative Studie wurden im vergangenen Jahr mehr als 48.000 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen aus allen 16 Bundesländern getestet. Ihnen wurden außerdem Fragebögen vorgelegt mit Fragen zur Person, zum häuslichen Umfeld zu den schulischen Lernbedingungen, zur Schulzufriedenheit und anderen Themen.

Gemessen wurde, inwieweit die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz erfüllt werden. Sie legen fest, über welche Kompetenzen Schüler verfügen sollten, wenn sie das Ende einer bestimmten Bildungsetappe erreicht haben. Der Mindeststandard definiert laut IQB dabei «das Minimum an Kompetenzen, das zu diesem Zeitpunkt in der Bildungslaufbahn erreicht werden sollte». News4teachers / mit Material der dpa

IQB-Bildungstrend: Ranking im Überblick – So schneiden die einzelnen Bundesländer ab

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58 Kommentare
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Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Sowas…Dabei wird doch seit Jahren in allen Bundesländern mal mehr, mal weniger am Bildungssystem herumgedoktert: Offenere Lernformen, Gemeinschaftsschulen, alle Niveaus in einem Klassenzimmer, Lernateliers, Digitalisierung… und TROTZDEM werden die Leistungen schlechter… Ich verstehe rein gar nicht, woran DAS nur liegen könnte… Vielleicht muss man wirklich Noten und Hausaufgaben abschaffen, dann geht es endlich bergauf 🙂

PS: Mein Kommentar könnte Ironie enthalten.

GriasDi
1 Monat zuvor

Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn man mal in Länder (Ausland oder Bundesländer) schaut, wo es funktioniert. Selbst in Finnland funktionieren Lernlandschaften, eigenständiges Lernen usw nicht, bzw nicht so gut wie das vorherige. Warum lernen wir nicht aus deren Erfahrungen?

Aljona
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Soweit mir bekannt funktioniert es in diesen Ländern hervorragend. Und nach Studien liegt Deutschland au letzten Platz bei Zufriedenheit der Kinder.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Vor allem suggeriert Ihr Kommentar völlig ohne Beweise, dass das Bildungssystem besser laufen würde, wenn man nichts getan hätte – allein schon DaZ und VKL danken herzlich für die Ignoranz Ihrerseits.

Möchten Sie inzwischen schreiben, was Ihre Ideen von Früher bei Flüchtlingen, Handynutzung und Inklusion anders machen würden?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Da in der bildungslandschaft ohne Ende geforscht und ausprobiert wird, könnte man das testen. Das ist übrigens viel billiger und für Lehrer zeitsparender.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Na, dann auf. Starten Sie einen Aufruf oder eine Unterschriftensammlung, die Sie dann dem Kultusministerium Ihres Vertrauens übergeben können – warum auch immer scheint die Bildungswissenschaft da kein Land zu sehen 😉

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das würde ja der Leitidee “vorwärts immer, rückwärts nimmer” widersprechen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ihr Kommentar wiederum suggeriert, dass DaZ und VKL sehr gut laufen würden. Worauf stützen Sie denn diese Behauptung?
DaZ hat einige systemische Schwachpunkte, welche zu kritisieren und zu entgegnen wäre. Wollen Sie das “unter den Teppich kehren”?

Und die bisherigen und künftig angedachten Bedingungen und Umgangsformen mit “Flüchtlingen” waren vollumfänglich wirksam? Das würde ich mal in den Zweifel ziehen.
Handynutzung ebenfalls? Das kritisieren Sie doch sogar in einem absurden Rahmen in anderen Beiträgen. Sie sind dort noch nichtmal bei eigentlichen Problemen angekommen und diskutierten über Scheinargumente und -forderungen. Scheint ja dann nicht so toll zu funktionieren?
Und bei Inklusion? Läuft? Sind Sie zufrieden mit dem “Trend” und den Rahmenbedingungen der letzten Jahre? Lief bestimmt alles gut. Für die künftigen Pläne sind Sie ja auch sehr offen, wie man merkt …
Warum führen Sie genau diese Punkte an, welche jetzt auch schlecht laufen? Das ist doch absolut kein Argument für Sie selbst und Ihre rosa Sichtweise.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Ihr Kommentar wiederum suggeriert, dass DaZ und VKL sehr gut laufen würden.”
Nein, ich beklage regelmäßig die schlechte Umsetzung und fordere VERBESSERUNGEN, anstatt von einer Vergangenheit zu träumen, die mit dern heutigen Herausforderungen wenig zu tun hat.

Dazu frage ich Sie ja regelmäßig, ob Sie nicht mit uns über die Rahmenbedingungen bei Ihnen an der Privatschule schreiben möchten, wo Sie sich dann plötzlich ausweichend geben und lieber über Schüler*innen klagen, anstatt über Personalschlüssel, Klassengröße und zusätzliche Unterstützungsangebote zu schreiben…
Tja, vielleicht läuft die Inklusion bei manchen ja tatsächlich nicht so schlecht 😉

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

In Bayern hat man im Verhältnis wenig getan und das Bundesland ist auf Platz 2. Nicht alle neuen Besen kehren gut.

ed840
1 Monat zuvor

Umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass dort jeweils mehr als 3 * mal so viele Schüler*innen “mit Migrationshintergrund 1. Generation und 2. Generation” in der Stichprobe waren als im Bundesland auf Rang 1.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich nehme nicht an, dass Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf an der Testung teilnahmen, aber ansonsten wäre die Leistungsmessung sehr unsauber, wenn Kinder mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung aus SH mit “ausgekehrten” Klassen in Bayern messen müssen :/

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dass Kinder mit dem Förderschwerpunkt GE bei IQB nicht zur Zielpopulation gehören, wäre eigentlich kein Geheimnis.

Dass Jugendliche mit den Förderschwerpunkten „Lernen“, „Sprache“ und „emotionale und soziale Entwicklung“ an Förderschulen und an Regelschulen in repräsentativem Umfang bei den Tests berücksichtigt wurden, ließe sich ebenfalls leicht nachlesen, wenn man es denn wollte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie mich bestätigen? Freut mich, Sie sollten Ihre Fakten mit Vehrenkamp teilen 🙂

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Auch das verstehen Sie falsch.

Ich nehme nicht an, dass Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf an der Testung teilnahmen”

Wie oben beschrieben, werden Kinder mit Förderbedarf aber mit berücksichtigt, egal ob an Regelschulen oder Förderschulen.

Lediglich die Teilpopulation mit Förderbedarf GE gehört nicht zur Zielpopulation.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Danke für die Richtigstellung, aber dann ist dieser Test ja… sehr interessant XD
Also in SH werden alle mitgetestet und in BW oder Bayern nur jene, welche “funktionieren”?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Fakt wäre, dass laut IQB eine repräsenative Stichprobe an Schüler*innen mit SPF in allen BL getestet wird, entweder an Förderschulen und/oder an Regelschulen.

Allerdings werden bei der Berechnung der prozentualen Zielereichungsgrade diejenigen SPF-Schüler*innen nicht mitgewertet, die zieldifferent unterrichet wurden.

In Bayern werden also <1% aus der Stichprobe aussortiert und >99% gewertet. In SH werden dann 5% aussortiert und nur 95% gewertet.

Das ließe sich übrigens alles bei iQB nachlesen, wenn man es denn wollte.

GriasDi
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich habe nur gesagt, dass man sich ein Beispiel an Ländern nehmen soll, in denen es funktioniert, sonst nix.
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage, nicht dafür, was Sie meinen zu verstehen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Wenn die Zahlen der Förderschüler*innen explodieren, “funktioniert” die Inklusion? 😉

GriasDi
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Hab ich nie behauptet. Lesen Sie meine Posts eigentlich?

Alese20
1 Monat zuvor

Naja, wie lange bzw. wieviele Schulen mit offenen Lernformen, Lernateliers etc. gibt es denn prozentual in Deutschland? Ich wage mal die These, dass der Anteil so gering ist, dass das keinerlei Auswirkung auf das Ergebnis hat – weder in die eine, noch in die andere Richtung.

Wer aber über Jahrzehnte (!) nicht in Bildung investiert, Schule verrotten lässt, zu große Klassen, weil zu wenig LuL hat, die Schulen mit allem alleine lässt und immer mehr draufpackt, zu viel Unterrichtausfall entstehen lässt, weil einfach keiner mehr LuL werden will unter diesen Bedingungen, braucht sich nicht wundern!!!

Das hat weniger mit Lernkonzepten zu tun, sondern einfach, weil die Basis des ganzen Bildungsapparats niemals ordentlich in Stand gehalten wurde – ganz wie bei den Brücken – irgendwann brechen sie einfach ein.

Markus
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Geld spielt zwar auch eine Rolle, dient aber in erster Linie als Argument zur Ablenkung von falschen Lehren und Konzepten wie z.B. der Verpönung von Leistung oder den sogenannten Sekundärtugenden wie Fleiß und Disziplin. Wer auf ihren Wert hinwies, war ein unverbesserlicher Nostalgiker, Fortschrittsgegner oder Anhänger von rechts.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Markus

Zum Einen frage ich mich hier immer wieder, warum Kompetenzorientierung immer gleichgesetzt wird mit Abkehr vom Leistungsgedanken. Ist es nicht eine viel größere Leistung, aus erlernten Wissen, eine Kompetenz zu entwickeln? Zum anderen wurde doch der Schwerpunkt auf Kompetenzen gelegt, weil diese in PISA getestet werden und eben nicht ausschließlich Wissen. Wenn Deutschland also in PISA besser abschneiden will, macht das durchaus Sinn.
Bleibt somit die Frage, warum es unserem Bildungssystem nicht gelingt, das in Schule zu erreichen? Sind nicht wichtige Punkte der Kompetenzentwicklung: “die Fähigkeit und Fertigkeit, in den genannten Gebieten Probleme zu lösen, sowie die Bereitschaft, dies auch zu tun. Im erziehungswissenschaftlichen Kompetenzbegriff sind also sachlich-kategoriale, methodische und volitionale Elemente verknüpft, einschließlich ihrer Anwendung auf unterschiedliche Gegenstände.”
Basierend auf:
“Im Kontext der europäischen Bildungspolitik umfassen Kompetenzen im weiteren Sinne die „Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit“, die „Lern- bzw. Selbstlernkompetenz“, die „kommunikative und soziale Kompetenz“ sowie die „professionelle und berufliche Kompetenz“.”
https://de.wikipedia.org/wiki/Kompetenz_(P%C3%A4dagogik)

Sollte wir uns da nicht eher fragen, mit welchem Konzept man das erreichen kann und müssen anhand der Ergebnisse erkennen, dass wir den richtigen Weg noch nicht gefunden haben? Vielleicht taugen ja einfach die momentan vielerorts eingesetzten Methoden und Konzepte noch nicht…

Aus den Ergebnissen zu schließen, man müsse nur wieder zurück zur alten Form, bedeutet doch nur, zurück zur Wissensabfrage, die doch vor der Kompetenzentwicklung endet – auch, wenn Wissen natürlich Basis der Kompetenz ist. Würden wir das tun, würden die Ergebnisse auch nicht besser.

Bleibt die Frage, wie erreicht man am besten, dass aus Wissen Kompetenz wird und nicht entweder/oder.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Kann man auch anders sehen, wenn z.B. “Kompetenzorientierung” bedeutet, dass man Abschlussprüfungen auch ohne größeres Vorwissen bestehen kann, weil allein das Lesen von mitgelieferten Infotexten / Grafiken / Schaubildern etc. schon ausreicht.

Da Sie PISA ansprechen. Wenn man die Ergebnisse von Sachsen und Bayern auf PISA-2022-Mathematik hochrechnen würde, lägen die Punktzahlen dieser Bundesländer höher als z.B. in Estland.
Trotzdem ist auch in diesen Bundesländern ein Abwärtstrend erkennbar und m.M. auch Handlungsbedarf um weitere Rückgänge abzumildern.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

“Kann man auch anders sehen, wenn z.B. “Kompetenzorientierung” bedeutet, dass man Abschlussprüfungen auch ohne größeres Vorwissen bestehen kann, weil allein das Lesen von mitgelieferten Infotexten / Grafiken / Schaubildern etc. schon ausreicht.”

Das meinte ich damit, als ich schrieb, dass wir offensichtlich noch nicht den richtigen Weg gefunden haben.
Wenn es zum Beispiel nur die Grafiken oder statistische Werte genannt bekommt und anhand des Vorwissens diese erklären müsste und ggf. noch eine Problemlösungen Aufgabe stellt, die nur auf Basis von Vorwissen gelöst werden könnte, sähe das doch anders aus, oder? Das müsste aber auch vorher sehr häufig und immer wieder gemacht werden.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

So war das zu meiner Schulzeit noch geregelt.

Mit reiner Reproduktion hätte man nur ausreichende bis befriedigende Noten bekommen, für “gut” musste man Transferaufgaben lösen und für “sehr gut” dann Problemlösungen erarbeiten.

Da hätten sehr gute Schüler vermutlich auch gemerkt, wenn die Inhalte der Infotexte falsche oder nicht dem Stand der Wissenschaft entsprechende Informationen enthalten hätten.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Bei mir hing das damals von den jeweiligen LuL ab. Bei den meisten hat aber tatsächlich Reproduktion gereicht. Nur später in den LKs wurde mehr verlangt (Abi in den 90ern).

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Kann natürlich je nach Bundesland und ggf. auch nach Schule anders gelaufen sein.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Ich verkürze mal extrem:

Sie können ohne Wissen nicht WIRKLICH kompetent sein – aber ohne “Kompetenz” viel Wissen (und damit auch jederzeit Zugriff zur Anwendung) haben.

Kompetent ERSCHEINEN können auch 8. Klässler zu weltpolitischen Krisenlagen nach 2 Stunden Youtube-Videos, (durchzensierter) “”””KI”””” und einem guten Schuß “presenter”-Funktion.
Dass absolute Spitzenkräfte auf globalem Niveau diese Krisen nicht gelöst kriegen liegt dann woran ? 😉

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Sie können ohne Wissen nicht WIRKLICH kompetent sein – aber ohne “Kompetenz” viel Wissen”

Ich habe nichts anderes behauptet. Kompetenz kann nur durch Wissen entstehen. Wissen ist also Schritt 1, aber wir dürfen Schritt 2, also Kompetenz nicht vergessen.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Markus

Mehr Geld und vor allem mehr Priorität auf Bildung bedeutet aber auch, bessere und schnellere Reaktionen auf sich verändernde Vorausetzungen:

* weniger LuL – schnell Unterstützung in Form von Verwaltungsassistenten einstellen für Zusatzaufgaben,
* Verhaltensauffälligkeiten d. SuS – mehr Soz.Päds/Schulpsychologen eindtellen oder mit ansessigen Institutionen kooperieren,
* mehr SuS mit wenig/gar keinen Deutschkenntnissen – mehr DaZ-LuL vllt. von Extern.

Auf nichts wurde ernsthaft reagiert.

Und dann noch von jetzt auf gleich Inklusion ausrufen, ohne die Schulen zuvor dafür auszustatten oder vielleicht eher schrittweise einzuführen, so dass Schulen erstmal alles für Inklusion vorbereiten (Personal, Weiterbildung der LuL, Gebäude barrierefrei machen etc.) und dann erst Kids mit Beeinträchtigung aufnehmen.

Dazu braucht man alles Geld!

Birgit
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Richtig, aber Geld hilft nicht, wenn es verplempert wird für Zwecke, die mehr ideologischer als realer und sachgerechter Natur sind.
Das fängt an mit der Zeichnung falscher Menschenbilder und Vorstellungen vom Kind, setzt sich fort mit Erziehungs- und Bildungsanstrengungen, die diesen Zerrbildern angepasst werden, und gipfelt laut “Bildungstrend” im offensichtlichen Scheitern dieser fragwürdigen Konzepte.

Geld, das immer weiter in falsche Bildungsideologie fließt, halte ich nicht nur für verplempert, sondern auch für schädlich.
Geld für die Sanierung und Renovierung maroder Schulgebäude oder für mehr Lehrkräfte und kleinere Klassen ist in meinen Augen dagegen bitter nötig und gut angelegt.
Ein undifferenziertes “Mehr Geld für Bildung!” genieße ich nur nur noch mit Vorsicht. Mehr Geld kann segensreich sein, aber auch zerstörerisch, wenn es falschen Theorien dient.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Birgit

Ich hatte ja auch pragmatische und keine ideologischen Bsp. gebracht.

Nur aus Interesse. Könnten Sie mir diese Aussage genauer erläutern, was sie darunter verstehen?
“Richtig, aber Geld hilft nicht, wenn es verplempert wird für Zwecke, die mehr ideologischer als realer und sachgerechter Natur sind.
Das fängt an mit der Zeichnung falscher Menschenbilder und Vorstellungen vom Kind, setzt sich fort mit Erziehungs- und Bildungsanstrengungen, die diesen Zerrbildern angepasst werden, und gipfelt laut “Bildungstrend” im offensichtlichen Scheitern dieser fragwürdigen Konzepte” Wie sieht ihrer Meinung nach denn so ein Zerrbild aus?

Birgit
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Zerrbild 1: Weil Kinder von Natur aus neugierig und wissbegierig sind, lernen sie (auch in der Schule) am liebsten aus eigenem Antrieb. Selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Lernen ist darum kindgerecht, fortschrittlich und erfolgreich. Lehrkräfte sollten sich aus dem selbstbestimmten Lernprozess möglichst raushalten und die Begleiter-Rolle einnehmen, indem sie z.B. für passende Lernmaterialen sorgen.

Zerrbild 2: Kinder lernen nicht durch einen Zensurenhinweis auf Fehler, Stärken und Schwächen, weil diese auch unangenehm sein können und kein Anlass zur Freude sind. Darum sind die Benotungen (Bewertungen) von Lernprozessen in Frage zu stellen, vor allem wenn sie nicht positiv ausfallen. Kinder strengen sich von Natur aus an und streben von allein nach Anerkennung und Erfolg. Kein Kind will ein schlechter Schüler sein oder ein unbedeutender Erwachsener werden. Deshalb braucht es auch nicht Kritik und Tadel durch Zensuren, sondern viel Zuspruch und Lob auf dem Weg zum Ziel.

Zerrbild 3: Kinder kommen gleich auf die Welt und sind unbeschriebene Blätter. Erst die Umwelt prägt ihre Fähigkeiten und Charaktere. Also ist das Umfeld allein verantwortlich für bessere oder schlechtere Lebensläufe.
Die frühe Umwelt prägt besonders. Deshalb tragen Eltern, Erzieher und Lehrer in diesen Jahren die größte Verantwortung für eine gute Entwicklung des Kindes. Mit zunehmendem Alter ist es die Gesellschaft.
(Meine Anmerkung dazu: Dieses Bild schließt jegliche Selbstverantwortung und Erziehung zur Selbstverantwortung aus.)

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Birgit

Vielen Dank für die genauen Erläuterungen. Zu Zerrbild 1 und 2 kann ich sagen, dass es diese Kinder durchaus gibt, aber es mit Sicherheit nicht auf alle übertragbar ist (wenn ich raten müsste vllt ein Drittel). Zu Zerrbild 3 kann ich nur sagen, dass Kids nach der Geburt mit Sicherheit nicht alle gleich sind.

Mo3
1 Monat zuvor

Es wurde halt übersehen, dass für das “herumdoktern” vielleicht auch die Rahmenbedingungen wie z.B. die Anzahl der Lehrer pro Schüler angepasst werden muss. Jed Schule klagt über Lehrermangel, aber die Aufsichtsbehörden sehen anscheinend keinen Handlungsbedarf, wenn statistisch die 100% knapp erreicht werden, selbst wenn die Statistik offensichtlich geschönt ist.

Martin
1 Monat zuvor

Ich sage nur kompetenzorientiert. Frag die KI.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Ferner wird vielfach angenommen, dass die Nutzung sozialer Medien die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen kann”

Und darum FORDERT Frau Prien, dass…?

Hansi
1 Monat zuvor

Wir müssen wieder Leistung einfordern.

Leider tun (und dürfen) wir dies nicht, sondern diskutieren lieber ob Hausaufgaben noch sinnvoll sind.

Jeder weiß, dass dies auch ein gesellschaftliches Problem ist.

Unser brüchiges Schulsystem halten momentan unsere Lehrer unter großer Anstrengung noch stabil.

Dies wird noch ca. 7 Jahre halten, dann wird es einen Knall geben und wir denken Schule von oben (der Politik) wieder wie früher… und die Leistungen werden wieder steigen. Das ist der Lauf der Zeit.

(Schule ohne Getränke auf dem Tisch, ohne Jogginghosen, ohne Handys, mit Hausaufgaben und strengerer Leistunskontrolle…und da bin ich mir sicher auch wieder glücklicheren Kindern)

Noch 7 Jahre…. Im Moment will das keiner hören und ist nicht gewünscht öffentlich zu sagen.
Wissen tut es jeder, auch die Politiker.

Götz
1 Monat zuvor
Antwortet  Hansi

Aber wenn (falls) sich der bildungspolitische Wind noch einmal drehen sollte, wird es jede und jeder ja schon immer gesagt haben.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Hansi

Wie kommen Sie denn genau auf sieben Jahre?

Klar wird das IRGENDWANN kommen müssen – aber ich glaube Sie unterschätzen, wie lange soziale Systeme irrational durchfahren können…

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Hansi

Dies wird noch ca. 7 Jahre halten, dann wird es einen Knall geben und wir denken Schule von oben (der Politik) wieder wie früher”

Völlig richtig. Nennt sich “Fourth Turning” und ist in den USA, Argentien und Italien bereits sichtbar.

Nur: Die Schulen werden den gesellschaftlichen Wandel aus ideologischen Gründen wieder als letzte bemerken und deshalb (wie immer) den perfekten Sündenbock für die Missstände abgeben. Als Konsequenz wird es dann auch keine kuscheligen Pensionen mehr für die “Schuldigen” geben… sollte man sich darauf vorbereiten.

Annemaus
1 Monat zuvor

Besonders besorgniserregend finde ich die allgemein die sinkenden Leseleistungen.

Ich bin Jahrgang 92 und meine Klassenkameraden und ich waren natürlich keine Genies. Aber bei uns in der 9. Klasse Realschule hatten fast alle von uns “Harry Potter” und (zumindest die Mädchen) “Twilight” gelesen. Meist sogar auf Englisch, da wir nicht auf die deutsche Übersetzung warten wollten.

Es wäre interessant, einer jetzigen 9. Klasse Realschule mal eine Seite “Harry Potter” oder “Twilight” auf Englisch vorzulegen und zu überprüfen, wie viele von ihnen den Text übersetzen und verstehen können.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Annemaus

Wäre sicher nicht uninteressant.
Bei IQB-2022-Englisch fielen die erreichten Durchschnittspunktzahlen bei Lese- und Hörverständnis Englisch ja deutlich besser aus als noch im Jahr 2015.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Annemaus

So rein zufällig kann ich Ihnen da genaue Auskunft geben, zu exakt dieser Frage:

– Grundkursniveau: Schwarzes P überm Kopf, null Chance in 100% der Fälle

– Erweiterungskursniveau (also quasi “gymnasial”): Die grob 10-20% der SuS (je nach Jahr und Kursschwankungen), die auch tatsächliche Abiturienten (und nicht “”””Abiturienten””””) sind/werden lesen so etwas BESSER als früher…die anderen dafür schlechter, verstehen aber noch immerhin irgendwie das gröbste.

Schere, auseinander, gehen.
Seit Corona dann nochmal etwas stärker als vorher ohnehin schon.

Annemaus
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ah, Danke!

AmAnschlag
1 Monat zuvor

Testet doch mal 48.000 Eltern.

MarHat
1 Monat zuvor

Hiermit möchte ich allen Fachlehrern in den mathematisch- naturwissenschaftlichen Fächern meine Dank übermitteln. Nur durch ihre herausragende Arbeit und ihr vorbildliches Engagement erreichen 9 von 10 Schülern die Mindeststandards für den MSA in Mathematik.
(Es hätte schlimmer kommen können- nochmal Glück gehabt, 5 von 10 wäre auch okay gewesen.) keine Ironie!

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  MarHat

Wo haben Sie denn diese Zahlen her?

Nach meine Informationen wären es selbst in Sachsen nur 79% oder in Bayern nur 74% gewesen.

Lachmöve
1 Monat zuvor

Das Problem ist viel zu komplex, aber man hört und liest immer wieder die gleichen Argumente . Diese wiederhole ich jetzt nicht, denn sie treffen ja zu. Unsere Kinder ( 40-/+) erziehen ihre Kinder anders. In Gesprächen hört man immer wieder die gleichen sorgenvollen Inhalte, wenn wir ” älteren” uns darüber unterhalten. Als Fazit sagen wir dann, dass wir ja auch bestimmte Vorstellungen hatten, wie wir als Familie leben wollten und nicht unbedingt das machen wollten, was unsere Eltern meinten wir zu tun hätten. Egal, mal ehrlich: könnte ich die Zeit zurück drehen, dann würde ich auch einiges anders machen….ABER: was läuft schief??? Ich sage immer, wer Fussball interessiert ist, schaut euch an, wie die Mannschaften ( auch international) spielen, ein Spiegelbild der Gesellschaft! Als wir auf das Gymnasium (EOS) kamen, musste jeder entweder Sport machen oder im Chor singen. Beides fördert viele gute Eigenschaften, die heute oft vermisst werden. Was mir noch auf der Seele liegt, es gibt zu viele Führungskräfte an den Schulen, die dafür nicht geeignet sind. Dadurch entstehen auch viele schulische Probleme für die Lehrer, aber auch für die Schüler und deren Eltern. Ja, ich bleibe allgemein, könnte aber sofort viele Beispiele bringen, doch darum geht es in diesem Forum nicht. Es muss wieder um mehr Qualität im Unterricht gehen, Hamburg soll ja sehr daran arbeiten. Wer Qualität liefert, kann auch Leistung einfordern …etc. …meine Gedanken dazu!

Alex
1 Monat zuvor

So lange die Bildungsindustrie den Schulen diktiert, was und wie in den Schulen gelehrt wird und keine unabhängigen Wissenschaftler, die auf dem Gebiet Lernen und Didaktik spezialisiert sind, solange nicht LehrerInnen an den Schulen, sondern nur Politiker ohne jegliche Fachkenntnisse im Bereich der Bildung am Tisch sitzen und in der Kaffeepause Bildungsreformen beschließen, solange die Länder selbst entscheiden können, wie viel Geld sie in die Bildung stecken, solange wird sich die Abwärtsspirale weiter nach unten drehen.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Meinen Beobachtungen nach sind besagte Wissenschaftler Teil dieser Bildungsindustrie. Die wahren Experten stehen täglich im Klassenzimmer und haben alle Hände voll zu tun, den pädagogisch-didaktischen Mix von Politik und Wissenschaft an die Schüler heranzubringen. Dabei schlagen sie regelmäßig die Hände überm Kopf zusammen, weil das meiste davon weder schülernah, noch alltagstauglich ist.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Das war für mich schon immer ein Unding: “…solange die Länder selbst entscheiden können, wie viel Geld sie in die Bildung stecken, solange wird sich die Abwärtsspirale weiter nach unten drehen.”

Wie darf das sein? Da sollte es festgelegt Sätze geben!

Aljona
1 Monat zuvor

Wenn ein marodes, verfaultes, nach Schimmel und Abfall stinkendes System sich versucht zu reanimieren indem es Schuldige sucht?! Das deutsche Schulsystem ist hin, schon lange. Es müssen neue Wege gedacht und gegangen werden. Das Militärmodell der Schule ist längst ausgedient. Unsere Zivilisation braucht keine Roboter, sondern individuelle Persönlichkeiten, die kreativ denken können, die wissen was Freiheit im Sinne von Gesetzen des lebendigen Gottes ist. Die Schulpflicht ist auf Bildungspflicht zu ändern, wo jeder die Freiheit hat, selbst zu entscheiden wie er das Wissen sich aneignet. Niemand hat das Recht das aufzuzwingen.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Aljona

“die wissen was Freiheit im Sinne von Gesetzen des lebendigen Gottes ist” – bitte was? Ihr Ernst?

Klaus-Günther Beck-Ewerhardy
1 Monat zuvor

Den Rückgang der Lese- und Schreibfähigkeit könnte man in den letzten 17 Jahren sehr gut anhand des Meidricher Sprachstandstest verfolgen, an dem jedes Jahr 250+ Schulen teilgenommen haben – und immer noch teilnehmen. Die Fähigkeiten der getesteten Fünftklässler/innen gehen über alle Schulformen beständig abwärts. Das hatte sich während Corona kurz verstärkt, ist seitdem aber wieder in das vorherige Gefälle zurückgegangen. Corona ist also keine hinreichende Erklärung. Wenn überhaupt.