Immer mehr aggressive Kita-Kinder: “Sehr viele pädagogische Fachkräfte gehen mit blauen Flecken nach Hause”

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KARLSRUHE. Kratzen, Beißen, Treten – in vielen Kitas gehört das längst zum belastenden Alltag der Fachkräfte. Doch nicht nur Kinder reagieren aggressiv, auch Eltern und überforderte Teams sorgen für wachsende Spannungen. Meldungen über Gewalt im frühpädagogischen Umfeld nehmen deutlich zu – aus vielfältigen Gründen, die aber meist in Überforderung wurzeln. Und das hat wiederum auch mit den Bedingungen in Kitas zu tun. 

“Über sich ergehen lassen…” (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Kratzen, beißen, treten, hauen. Schreien, brüllen, ausrasten, Sachen durch die Gegend werfen. Beileibe nicht alle Kita-Kinder spielen leise, fröhlich, fair und voller Empathie vor sich hin. Das zeigen steigende Zahlen von Meldungen von auffälligem Verhalten an die zuständigen Behörden. Die Gründe für den Anstieg sind vielschichtig. Und auch gewaltvolles Verhalten von Eltern oder Überforderung von Fachkräften stressen im Kita-Betrieb.

Über welche Arten von Gewalt und gewaltvollem Verhalten sprechen wir? Im Kita-Alltag gebe es unterschiedlichste Formen von Konflikt und Emotion, sagt dazu Anja Braekow vom Verband Kitafachkräfte Baden-Württemberg. Es könne ein Vater sein, der sich lautstark über geänderte Öffnungszeiten beschwere. Es könnten blaue Flecken sein, die eine Erzieherin nach einem körperlichen Konflikt mit einem Kind davontrage. Es könne eine laute Ansprache der Erzieherin an das Kind sein. «Gewalt lässt sich nicht allein an körperlichen Handlungen festmachen – sie kann auch in Sprache, Strukturen oder im Umgang miteinander entstehen», erläutert sie. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen demnach wahr, dass Konflikte und Spannungen zunehmen.

Steigen die Zahlen der aus Kindertagesstätten oder Kindergärten gemeldeten Vorfälle? Es kommt darauf an, wen man fragt. Das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) hatte Anfang Januar dieses Jahres eine Befragung zu diesem Thema mit Antworten von fast 1.500 niedersächsischen Kita-Leitungen gemacht. Ergebnis: Rund 60 Prozent der Befragten stellten eine starke Zunahme auffälliger Kinder fest – im Fachjargon: Kinder mit herausforderndem Verhalten. Auch das Familienministerium in Nordrhein-Westfalen hatte für 2023 und das erste Halbjahr 2024 von steigenden Meldungen an die Landesjugendämter berichtet.

«Aber jemand mal in einen anderen Raum bringen zu dürfen, das sollte schon möglich sein, auch im Interesse anderer»

Laut dem Bundesfamilienministerium liefert die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik keine Auskunft über aggressives Verhalten von Kindern in Kindertageseinrichtungen untereinander oder gegenüber Betreuungspersonen. Auch liegen nach Worten einer Sprecherin keinerlei Hinweise darauf vor, dass Vorfälle von aggressivem Verhalten von Kindern gegenüber pädagogischen Fachkräften ein zunehmendes Problem seien.

Viele Träger meldeten jedoch zurück, dass das Personal in den Kitas durch «herausforderndes Verhalten» von Kindern stark belastet sei, berichtet der Deutsche Kitaverband. Viele Kitas befassten sich mit dem Thema und suchten nach Strategien für Fachkräfte und Kinder.  «Die Gewalt nimmt zu, verbal und auch körperlich», sagt auch Braekow. «Es gibt sehr viele pädagogische Fachkräfte, die mit blauen Flecken nach Hause gehen und nicht nur die auf der Seele.»

Auch in Baden-Württemberg haben sich die Zahlen gemeldeter «Beeinträchtigungen ausgehend von Kindern» drastisch erhöht. Angriffe – nicht nur körperlicher Art – von Kita-Kindern auf Mitarbeitende stiegen Angaben des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales (KVJS) zufolge seit 2021 von 9 auf mehr als 80 Fälle im Jahr 2024. Angriffe auf andere Kita-Kinder nahmen im selben Zeitraum von 40 auf 244 Fälle zu. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 531 Fälle, darunter auch verbale Attacken von Kindern auf andere Kinder, gemeldet. Im Jahr 2021 waren es 113.

Welche Erklärungen gibt es für die steigenden Zahlen? «Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften», erläutert Braekow. Kinder reagierten auf Überforderung häufig mit einem Verhalten, das als «aggressiv» gedeutet werden könne. Es sei aber oft Ausdruck von Stress, Unsicherheit oder fehlender Bindung.

Eindimensionale Erklärungen verbieten sich, betont auch Karsten Herrmann, Pressesprecher des nifbe. Hinter jedem Verhalten eines Kindes verberge sich ein guter Grund, ein letztlich unerfülltes Bedürfnis. «Nach allem, was wir aus der Praxis hören und was sich auch in unserer Umfrage zeigt, scheint aber tatsächlich bei vielen Kindern die Zündschnur kürzer und die Frustrationstoleranz geringer zu sein als früher, was sicherlich auch mit in vielfacher Hinsicht geänderten Lebensumständen zusammenhängt», erläutert er.

Auch die geänderte Gesetzeslage ist mit ein Grund für die gestiegenen Zahlen, berichten die Experten. Seit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) seien Träger gesetzlich verpflichtet, «Vorfälle» in Kitas – darunter auch solche, die auf eine Gefährdung des Kindeswohls hindeuteten – zu melden. Dadurch seien diese Vorfälle jetzt sichtbarer, sagt der Deutsche Kitaverband.

Was sagen betroffene Kita-Fachkräfte? «Wir dürfen Kinder nicht am Arm nehmen und in ein anderes Zimmer tun und im Endeffekt Kinder nicht anfassen», sagt eine Erzieherin aus dem Landkreis Karlsruhe. «Wenn man also getreten oder bespuckt wird, muss man das über sich ergehen lassen.» Das sei nicht immer einfach. Sei man zu mehreren, könne man solche Situationen gut entschärfen. Schwierig werde es, wenn man allein mit 30 Kindern zurechtkommen müsse.

«Ich halte es für absolut wünschenswert, dass Kinder unter allen Umständen geschützt werden», betont sie. Es gehe bei Konflikten auch nie darum, Kindern Gewalt anzutun. «Aber jemand mal in einen anderen Raum bringen zu dürfen, das sollte schon möglich sein, auch im Interesse anderer.» Vor allem Mobbing der Kinder untereinander sei leider längst im Kita-Alltag angekommen.

In der Theorie sei es sehr gut, dass Kinder ohne Wenn und Aber geschützt würden. Aber wenn zu wenig Fachpersonal da sei, sei es oft schwierig, Situationen mit aggressiven Kindern in den Griff zu bekommen. News4teachers / Von Anika von Greve-Dierfeld, dpa

“Stress und Bindungsirritationen”: Warum die aktuelle Kita-Pädagogik Risiken für Kinder birgt – Bildungsforscherin legt nach

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Pit2020
1 Monat zuvor

Alarmstufe DUNKELrot! 🙁

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Eher blau, weil blaue Flecken.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Der Fakt, dass Kinder innkeinem Gall mehr angefasst oder sogar festgehalten werden sollen / dürfen macht dieses distanzlose Verhalten einseitig von den Kleinen zu einem nahezu unlösbaren Problem.
Gejt mich da so’n Zwerg an und schlägt, tritt oder beißt mich sogar, dann darf ich nur auf Abstand gehen, um die Situation zu beenden. Das Kind entscheidet quasi allein, ob es die Gewaltsituation azfrecht erhält … verlasse ich den Raum – auch um mich evtl zu schützen – begehe ich einen dienstlichen Verdtoß – ich vernachlässige die Aufsichtspflicht.
Eltern anzurufen – mit der klaren Forderung, das übergriffige Kind sofort abzuholen – wird wahrscheinlich mit der Erinnerung an die Dienstleistungsvereinbarung, das Kind zu betreuen abgelehnt werden.

Da läuft soviel schief – auch immer mehr aus dem Anspruch, dass Kinder absolut “untouchable” sind und alle Rechte auf ihrer Seite haben. Die Lütten müssen sich das gar nicht kognitiv eröffnen – die spüren dieses völlige Ungleichgewicht …. die deutliche Mehrheit bleibt friedlich – aber die “Grenzfälle originellen Verhaltens” haben dieses Missverhältnis ratzfatz raus und nutzen es bei kurzer Lunte knallhart aus… um dann ggf. noch daran zu erinnern, dass man diese oder jenes auf keinen Fall dürfe.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich weiß, es wäre kostenlos, Kinder mehr oder weniger hart am Arm zu führen, aber vielleicht nehmen wir uns erstmal der grundlegenden Probleme an, anstatt Regeln aufzuweichen, die mal aus gutem Grund eingeführt wurden?
“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

Aber vielleicht wünschen sich Erzieher*innen stattdessen auch nur das Recht, Kinder fest zu packen (augenroll)

Na ja
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Erzieher wünschen sich mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit andere Bedingungen. Die gibt es zurzeit aber nicht. Nur jetzt müssen sie irgendwie im Arbeitsleben klarkommen. Ihnen die Verantwortung aufbürden und sie auch noch verbal abwatschen wie Sie das hier tun, ist nun Mal keine Lösung, ganz im Gegenteil. Noch mehr Grund, den Erzieherberuf aufzugeben, kann man gar nicht liefern.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Na ja

Inwiefern “watsche” ich diese damit ab, deren Forderungen wiederzugeben bezüglich Gewalt und Aggression??

Aber hey, “Die Erzieher wünschen sich mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit andere Bedingungen. Die gibt es zurzeit aber nicht. Nur jetzt müssen sie irgendwie im Arbeitsleben klarkommen”
Gebe ich gerne an Lehrkräfte bezüglich der Inklusion weiter 😉

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Aber vielleicht wünschen sich Erzieher*innen stattdessen auch nur das Recht, Kinder fest zu packen (augenroll)“

Das stammt doch von Ihnen? Und was ist das? Lieb gemeint ist das bestimmt nicht…..augenroll

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Hysterican und Na ja bezogen sich wohl ausschließlich auf das Anfassen, anstelle die Probleme zu thematisieren, welche die Erzieher*innen selbst (!) als dringenste Baustelle benannten.

Oder wo meinen Sie, gehen die beiden auf die Erzieher*innen ein? (“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”)

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Gebe ich gerne an Lehrkräfte bezüglich der Inklusion weiter”
per E-Mail?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Durch Sprache?
Ich sehe die ja zweimal die Woche. Die freuen sich bestimmt über den konstruktiven Input: “Die [Lehrkräfte] wünschen sich mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit andere Bedingungen. Die gibt es zurzeit aber nicht. Nur jetzt müssen sie irgendwie im Arbeitsleben klarkommen” (augenroll)

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bei Kindern von 1 bis 3 Jahren sind Schlagen, Beißen, Kratzen, Schubsen und laut Schreien völlig normale Teile ihrer Entwicklungsphasen. Manche Kinder verhalten sich heftiger als andere, was typ-, aber auch stress- und familienbedingt sein kann.
Werden diese Kinder zu viele Stunden in zu großen Gruppen mit ständig wechselnden Bezugspersonen betreut, werden sie beinahe zwangsläufig nicht gut begleitet in dieser sehr wichtigen Entwicklung. Das Fehlen dieser persönlichen und einfühlsamen Förderung mit klaren Regeln zugunsten der Massenbetreuung zwecks Arbeitskraft der Eltern halte ich für eine Gefährdung des Kindeswohls.
Niemand möchte ein Recht darauf, Kinder fest zu packen.
Im schlimmsten Fall, wenn sich beispielsweise ein Kind von hinten am Hals eines anderen festhält und zudrückt und ihm gleichzeitig mit aller Kraft in die Schulter beißt, muss man zwangsläufig notfalls den Kiefer des beißenden Kindes mit einer Hand lösen und mit der anderen die Arme vom Hals. Dabei muss man selbst aufpassen, dass das Kind nicht nach oben springt und einem die Nase bricht.
Es ist gut, in so einem Moment zu zweit zu sein, was manchmal nicht möglich ist. Dann wird man das beißende Kind kurzzeitig isolieren müssen, zum Beispiel in der Kuschelecke und ihm befehlen (nicht freundlich darum bitten) dort zu bleiben, weil man das an der Schulter blutende, völlig nassgeschwitzte und tränen-rotz- überströmte andere Kind trösten, verarzten, vorsichtig säubern und im Arm halten muss. Die restliche Gruppe ist ebenfalls noch da und hat ein Recht auf Wahrnehmung.
Das war jetzt eine 5- Minutensequenz aus dem U3 Bereich, die tatsächlich gelegentlich vorkommt. Bisse tun schrecklich weh und hinterlassen mindestens heftige Blutergüsse. Wenn sie offen sind, können Entzündungen und Narben entstehen.
Hier kann man mit freundlichen, kindgerechten Worten gar nichts erreichen, zumal Kinder häufig nichts mehr hören, wenn sie plötzlich aggressiv werden.

In einem solchen Fall wollen Erzieher und Erzieherinnen nicht angezeigt, vor Gericht gezerrt und beruflich diffamiert werden. Es ist schlimm genug, Eltern anzurufen, weil ihr Kind blutig gebissen wurde, damit sie wegen Infektionsgefahr eventuell sofort zum Arzt gehen können. Dass das beißende Kind möglicherweise einen blauen Fleck bekommen hat, weil man seinen Kiefer öffnen musste, sollte nicht als Kindesmisshandlung dargestellt werden.
Und selbstverständlich hat man das Kind richtig festgehalten beim aus- der- Szene- Tragen, damit es einem nicht den Kopf ins Gesicht schlagen kann. Dennoch hat man es nicht unsanfter behandelt als notwendig.
Ich möchte den Kinderflüsterer erleben, der ein Kind wie gerade beschrieben innerhalb von zwei Sekunden (länger ist dem Opfer nicht zuzumuten) ausschließlich mit freundlichen Worten zum Loslassen bringt!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

“Kinderflüsterer” – bei diesem schönen Wort kamen Erinnerungen hoch:
Vor vielen Jahren war ich KL einer 8. Klasse (Sonderschule). Ich war gerade im Fachunterricht in einer anderen Klasse, als eine Schülerin “meiner” Klasse plötzlich hereinstürmte und rief: “Frau …, Sie müssen ganz schnell kommen! Der X. und der Y. streiten sich ganz heftig.” – ich “verdonnerte” die anwesende Klasse, sich zu benehmen, bis ich zurückkomme. Als ich in meine Klasse kam waren die beiden Kampfhähne sich schon gegenseitig an die Gurgel gegangen, die restliche Klasse stand nebst dem Fachlehrer (männlich, schon länger Lehrer und kein Hänfling) hilflos daneben. Als der Kollege mich (damals noch junge Frau) sah, zog er langsam sein Jackett aus, legte die Brille vorsichtig beiseite … ich rief nur: “Herr…, nehmen Sie die Klasse und raus aus dem Raum!” Das tat er erleichtert. Ich ging dann zu den Streithähnen, sprach sie sehr laut an und zwängte mich zwischen die beiden, ständig Blickkontakt suchend und versuchte die Hände zu lösen. Irgendwie gelang es mir, ohne selbst Schaden zu nehmen …
Der Kollege hatte dann den Rest des Schuljahres einen sehr schweren Stand in der Klasse. Besonders die Jungs nahmen ihn nicht mehr für voll. Vor jeder Stunde, die meine Klasse danach bei ihm Fachunterricht hatte, “vergatterte” ich “meine Lausejungs”, sich ja zu benehmen und keinen Ärger zu machen. Kommentar der Schüler. “Wir tun dem Weichei schon nichts. Versprochen!”
Übrigens gab es wegen meines körperlichen Dazwischengehens keinen Ärger. Die Schüler haben wohl zu Hause nichts verraten und der Kollege hat michl bei der SL auch nicht “verpfiffen”. Ich hatte ja meine andere Klasse ohne Aufsicht gelassen (die waren aber ganz lieb). Allerdings kam der nette Kollege auch nicht auf die Idee Hilfe zu holen (für alle Fälle, falls es eskaliert). Er hatte wohl viel Zutrauen in meine Kompetenzen. 🙂

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Und die Erzieherin hat im besten Fall gleich zwei Anzeigen am Hals: eine von den Eltern des gebissenen Kindes, und eine von den Eltern des beißenden Kindes.
Herzlichen Glückwunsch, kann man da nur sagen…

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Zum Glück bin ich raus! Diese neuen Ansichten, die Unkenntnis über das kindliche Aggressionsverhalten und die erzieherische Hilflosigkeit der Eltern sind erschreckend.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Ich gebe Ihnen absolut recht. Mag sein, dass das von Jugendamt zu Jugendamt verschieden ist – als meine Kinder in die Kita gingen, lief es ähnlich wie von Ihnen beschrieben, aber heute würden die Erzieherinnen mit: „Ich bringe das wütende und mit Bauklötzen um sich werfende Kind aus der Situation, sich selbst und andere zu gefährden“ so richtig Stress mit dem Jugendamt bekommen. Selbst Lätzchen bei Zweijährigen umzubinden beim Mittag ist nicht gestattet, wie gesagt: das ist eine sehr merkwürdige Entwicklung, welche die Kinder meiner Ansicht nach komplett überfordert.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Da ich einige Jahre krankheitsbedingt ausgefallen bin und als Tagesmutter aufhören musste, ist diese Entwicklung völlig an mir vorbeigegangen und ich bin jetzt sehr erschrocken.
Die Eltern bis 2022, die ihre Kinder zu mir gebracht haben, haben ihre eigenen Kinder auch zurück gehalten, wenn sie sich und anderen schaden wollten. Niemand wurde dabei unnötig grob. Sie hätten vermutlich ihre Kinder nicht mehr zu mir gebracht, wenn ich diesen nicht beigebracht hätte, mit Emotionen so umzugehen, dass andere sie nicht abbekommen. Niemand hat bei mir Kinder gedemütigt oder aggressiv angesprochen. Aber selbstverständlich gab es Regeln wie beispielsweise Händewaschen vor dem Essen. Gerade während Corona musste ich das sogar dokumentieren. Da wurden Hände gewaschen, ohne um Erlaubnis zu fragen und mir natürlich von einigen ein Nein Danke zu holen. Ich habe jedes Kind freundlich zum Waschbecken gebeten und nacheinander sind sie eingetrudelt. Erst danach gab es Essen und Hunger hatten sie immer. Vor dem Essen hat jedes sein Kittelchen angezogen bekommen, so dass die Kürbiscremesuppe nicht auf den süßen Glitzer-Einhorn- Pullover tropfen konnte. Das fanden schon Zweijährige sinnvoll.
Wir hatten eine freundliche und gelassene Atmosphäre mit viel Spaß.
Kinder brauchen Regeln und Erwachsene, die in Führung gehen, ohne autoritär zu werden. Es gibt im Gegensatz zu autoritärer Erziehung eine natürliche Autorität unter Menschen, die Kinder erziehen, die Kindern Sicherheit gibt.
Ich bin froh, dass ich diese Entwicklung nicht mehr als Tagesmutter erleben und umsetzen muss.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

“Es gibt im Gegensatz zu autoritärer Erziehung eine natürliche Autorität unter Menschen, die Kinder erziehen, die Kindern Sicherheit gibt.”
Genau das! Allerdings ist das Wort “Autorität” in der Wahrnehmung vieler Menschen in der heutigen Zeit verpönt, da sie nicht die verschiedenen Arten der Autorität kennen und deshalb immer an Macht(missbrauch) denken.
https://karrierebibel.de/autoritaet/
aus dem link:
“Manche Menschen besitzen natürliche Autorität: Ihr Auftreten, ihre Ausstrahlung und ihr Charisma signalisieren anderen Macht und Einfluss. Diese Form hat viel mit emotionaler Intelligenz, mit sozialer Kompetenz und Bewunderung zu tun: Wir bewundern jemanden für seine Selbstsicherheit und schreiben ihm oder ihr automatisch Autorität zu. Die Form ähnelt der personalen Autorität, weil das Auftreten mit personenbezogenen Merkmalen verbunden ist.”
Die zweite Art Autorität, die in der Erziehung eine Rolle spielt:
“Personale Autorität
Diese Form basiert auf personengebundenen Merkmalen, die einen Menschen auszeichnen und seinen Einfluss auf andere begründen. Das können seine Körpergröße, die körperliche Kraft, aber auch das Alter oder die gesammelten Erfahrungen sein.” (Zitat aus dem link)

Tscha, aber in unserer Zeit wird “Autorität” immer mehr abgelehnt und immer weniger Menschen besitzen oder nutzen natürlichen/personale Autorität., Dabei hat dies in meinen Augen auch viel mit Respekt zu tun. Wir müssen uns also über zunehmende Respektlosigkeiten nicht wundern.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Danke, Potschemutschka, dass Sie so gut beschrieben haben, was ich meinte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Warum beziehen Sie sich auf das Recht, Kinder härter anfassen zu dürfen, anstatt sich den BETROFFENEN Erzieher*innen zu widmen?
“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

Habe selbst keine Kinder, aber Respekt, dass so viele im Forum dies ihren eigenen Kindern gönnen, bevor sie sich für bessere Arbeitsbedingungen der Erzieher*innen aussprechen (augenroll)

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wo habe ich geschrieben, dass ich dafür bin, Kinder „härter“ anzufassen?
Ich habe darüber geschrieben, dass man kleine Kinder gelegentlich anfassen muss, auch dann, wenn sie sich selbst oder andere in Gefahr bringen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Da meinte wir das gleiche, meine Formulierung traf dabei nicht die Ihre, Entschuldigung.

Also, warum widmen Sie sich nicht den Forderungen der betroffenen Erzieher*innen?

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Aus diesem Grund sollte es keine Großbetreuungen mit zu wenig Personal für zu viele Kinder geben. Das ist Kindeswohlgefährdung.“

Mein immerwährender Satz hier im Forum, von weiter unten im Verlauf aus einem meiner Beiträge kopiert.
Ich setze mich seit Jahren in verschiedeneren Form und durch zahlreiche Beiträge hier dafür ein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Sind also der Meinung der Erzieher*innen im Artikel, alles klar.
Konnte Ihren Kommentar zu Beginn nicht entsprechend deuten. Freut mich, dass Sie den (dringenderen) Änderungsbedarf bei den Strukturen sehen 🙂

Tabasco
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Wenn das Kind keinesfalls angefasst werden darf, dann bleibt doch bald nur noch, das Kind vom Jugendamt oder der Polizei abholen zu lassen, wo es dann von den Eltern abgeholt werden muss – das machen die maximal 2x mit.
Aber bevor da jahrelang nur geredet wird, Kind und eben auch Eltern keine wirksamen Grenzen aufgezeigt bekommen, ist das der Weg, der Besserung verspricht. Denn entweder lernen Eltern so, ihren erzieherischen Pflichten nachzukommen oder sie bekommen im Falle eigener Überforderung Hilfsangebote und die Situation kann für alle Beteiligten hinreichend verbessert werden.
Aber den kleinen Menschen immer länger spüren zu lassen, mit asozialem und gewalttätigen Verhalten durchzukommen, geht gar nicht, wenn man eine zumindest noch halbwegs funktionierende Gesellschaft erhalten will.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Tabasco

In diesem Fall würde ich nicht zögern, das Jugendamt einzubeziehen, da dieses möglicherweise eine sozialpädagogische Fachkraft in die Familie schicken kann, die über einen längeren Zeitraum die Familie unter den Bedingungen des Kinderschutzes bei der Erziehung und in der gewaltfreien Kommunikation unterstützt.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Bleibt noch die Möglichkeit wegzurennen und sich einzuschließen. Nur wie ist das dann mit der Aufsichtspflicht? Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude
dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Diese Möglichkeit wird doch von vielen schon wahrgenommen. Lediglich ein kleiner Teil der Lehrerschaft unterrichtet bis zum Erreichen der gesetzlichen Altersrente und flüchtet vorher.
Da hält man sich einmal an ministerielle Vorgaben, und dann ist es auch wieder nicht richtig:)

Abgrenzung
1 Monat zuvor

Was sagen betroffene Kita-Fachkräfte? «Wir dürfen Kinder nicht am Arm nehmen und in ein anderes Zimmer tun und im Endeffekt Kinder nicht anfassen», sagt eine Erzieherin aus dem Landkreis Karlsruhe. «Wenn man also getreten oder bespuckt wird, muss man das über sich ergehen lassen.»

Das Kind muss dann sofort abgeholt werden! Egal ob die berufstätigen Eltern dann Stress und Probleme haben. Die Eltern müssen mit den Konsequenzen leben.

Es kann nicht sein, das Kita-Fachkräfte es dulden müssen, von Kindern getreten und bespukt zu werden. DAS IST GEWALT GEGENÜBER DEN FACHKRÄFTEN.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Mag alles sein. In der heutigen Zeit wird aber alles sehr schnell in eine sehr schwierige Ecke geschoben, bei männlichen Erziehern noch viel mehr.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ich wüsste nicht, wo männliche Erzieher hier im Nachteil zu weiblichen seien sollen. Werden die in irgendeinem Maße mehr beansprucht/ überfordert?

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

In sozialen Berufen steht man als Mann schon öfter in “bestimmten Situationen” unter Generalverdacht…wobei das mit dem “Anfassen” noch mal eine ganz andere Bedeutung bekommen kann!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Ja? Wird sich öfter über männliche Erzieher*innen wegen Handgreiflichkeit beschwert als bei weiblichen?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“männliche Erzieher*innen”?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wenn Sie den Satz zu Ende gelesen hätten, bevor Sie schreiben, hätten Sie “als bei weiblichen” entdeckt. 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich hatte den Satz volständig gelesen! Er macht keinen Sinn!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

ergibt XD

Und ja, er ergibt Sinn, da ich anfangs über männliche und schließlich über weibliche Erzieher*innen schrieb.
Aber da Ihnen inhaltlich wohl nichts dazu einfiel, werte ich Ihren Kommentar einfach als Zustimmung mit Verbesserungsvorschlägen zur Formulierung. Danke 🙂

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

You made may day 🙂

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was meinen Sie warum ich Anfassen in ” ” gesetzt habe? “Handgreiflichkeit” kann man unterschiedlich interpretieren. Brauchen Sie es vielleicht in einfacher Sprache oder als Metacomsymbol? 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

In der Beschwerde werden wahrscheinlich keine Anführungszeichen verwendet 😉

Und? Haben Sie Zahlen jenseits Ihres Bauchgefühles oder füllen Sie Lücke mit Beilidigungen auf? (Wobei +1 Punkt an Sie für die sonderpädagogische Note)

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

In bestimmten Situationen kann das “Anfassen” bei Männern noch mal eine ganz andere Dimension bekommen (zweiter Versuch 😉 )

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Sie haben also keine repräsentativen Beispiele, erst recht keine für die im Artikel besprochene Problematik 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Legen Sie doch mal ein paar Beispiele vor! Dann können wir gern hier darüber diskutieren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich soll Negativbeispiele vorlegen, dass Männer, die Kinder festhielten, in “eine schwierigere” Ecke geschoben werden als Frauen??

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das heißt, Sie sind mit einer Schüler*in alleine in einem Raum und fördern diese? Kann man machen….als Mann wäre ich da überaus vorsichtig…..
Keiner meiner ehemaligen Kollegen hätte das getan….aus ….Gründen….

potschemutschka
1 Monat zuvor

…auch allein mit einem Schüler (m) in einem Raum, kann dazu führen in eine “schwierige Ecke” geschoben zu werden.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Quellen dazu? Vielleicht sogar zu den Erziehern, über die es eigentlich ging, bevor – vielleicht mangels Quellen – der Fokus auf Schulen geschoben wird? 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ach die! Haben Sie Quellen zu diesen Gründen? 😉

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Brauche ich Quellen für diese Gründe? Reicht Ihre Vorstellungskraft nicht aus?

potschemutschka
1 Monat zuvor

Naja, Vorstellungskraft und Träumereien … da fällt mir wieder “Weiße Nächte” von Dostojewski ein:
“”Wissen Sie wohl, Nastenka, wie weit ich schon gekommen bin? Wissen Sie wohl, daß ich mich schon genötigt sehe, die Jahrestage meiner Empfindungen zu feiern, die Jahrestage dessen, was mir einstmals so lieb und wert war, aber in Wirklichkeit nie existiert hat? (denn diese Feiern veranstalte ich zum Gedächtnis an eben jene dummen, wesenlosen Träumereien.) Und zwar muß ich das tun, weil auch solche dummen Träumereien bei mir nicht mehr vorhanden sind, da ich keine Möglichkeit habe, mir welche durch mein Leben zu erwerben, denn auch Träumereien muß man durch das Leben erwerben…”
Komisch, dass ich beim Lesen des Buches (Der Beschreibung des Lebens und der Innenwelt des Protagonisten) rain zufällig immer an einen bestimmten Foristen denken musste…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ach, es ist nur in Ihrem Kopf.
Ich würde ja sagen, dass eben diese Phantasie den Kollegen den Beruf erschweren würde, aber beruhigenderweise haben Sie ja keien Belege außerhalb Ihrer Vorstellungskraft dafür, dass dies auf Erzieher angewendet wird, die Kinder in Ausnahmesituationen festhalten.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Doch, aber ich bezweifle das Sie es verstehen (wollen?) s.o.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese teilen würden.

Ehrlichgesagt habe ich nicht den Eindruck, dass die Leute hier repräsentative Fälle/ Statistiken verfügen, dass Männer es härter treffen würde als Frauen, weshalb der Fokus langsam auf Schulen, Lehrkräfte und Kinder verschoben wird, die nicht den Beschreibungen des Artikels entsprechen.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Neben dem Verdacht / Vorwurf, unangemessen hart vorgegangen zu sein, kommt dann gerne auch der Verdacht auf eine sexuelle Dimension der erzieherischen Handlungen… und ist so ein Verdacht einmal ausgesprochen und zur Kenntnis der Ordnungsbehörden gebracht worden, dann wird in der Regel ermittelt … und … egal wie das Ganze ausgeht … ein seltsames Geschmäckle bleibt an solchen Erziehern kleben.

Das wünscht man niemandem, der in diesen pädagogischen Bereichen tätig ist.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

“kommt dann gerne auch der Verdacht auf eine sexuelle Dimension der erzieherischen Handlungen”

Ja? Werden männliche Erzieher besonders oft sexueller Handlungen bezichtigt, wenn Sie aggressive Kinder festhalten?
Ich nehme an, Sie haben keinerlei Zahlen und reproduzieren Vorurteile

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, ist schon sehr oft vorgekommen….aber das müssen Sie wohl erst selber erleben, um es zu glauben…..

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Mir sind keine widerfahren, noch las ich, dass dies männliche Erzieher öfter treffen würde.
Da Sie öfter schon davon erfuhren, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie ein paar Ihrer Quellen teilen würden.

the Dude
1 Monat zuvor

Schwierig für Schreibtischtäter 😉 “selber erleben”…mit Maus und Tastatur?

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wieviele männliche Erzieher kennen Sie eigentlich? Ansonsten “heiße Luft”. Hysterican hat vollkommen recht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Ich behauptete nie, es würde keine männlichen Erzieher geben ^^

Ich las jedoch nicht, dass diese öfter für das Festhalten von Kindern Ärger bekommen würden, als deren Kolleginnen.
Wenn Sie Ihre Behauptung belegen können, wäre ich Ihnen dankbar

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Na, dann hören Sie sich mal die Empörungswelle an, wenn ein männlicher Erzieher ein Mädchen, das wie oben beschrieben “ausflippt”, am Arm fasst und in einen anderen Raum bringt…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Ist diese Empörungswelle lauter und ggf. auf sexuelle Übergriffigkeit bezogen?
Hauen Sie gerne Ihren vielen Fälle, die den Vergleich nahelegen, besser noch Studien dazu heraus

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es braucht keine Studien, lesen Sie seriöse Zeitungen….

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Gerne. Welche Artikel welcher Zeitung dazu kommt Ihnen da in den Sinn?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Eine seit 6 Jahren geschlossene Internetseite ist Ihre “seriöse Zeitung”??

Der zweite und dritte Link haben nichts damit zu tun, dass Erzieher öfter eines Übergriffs bezichtigt würden, wenn sie schlagende/ tretende/ beißende Kinder festhalten.

Ich denke doch, dass Rottenmeier nicht solch grottenschlecht, falsche Quellen mit “seriösen Zeitungen” zum Thema (!) verwechselt 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ach, Rainer…
Gestern Abend begann ich ein neues Buch zu lesen: “Weiße Nächte” von F. Dostojewski. Irgendwie musste ich bei den ersten Kapiteln ständig an Sie denken. Der Protagonist beschreibt darin sich und sein bisheriges Leben …
Z. B. folgendes fand ich passend:
“…”Die Armen!” denkt mein Träumer! Und es ist ja auch kein Wunder, daß er so denkt! Sehen Sie nur diese zauberhaften Visionen, die so entzückend, so kapriziös, so breit und uferlos sich vor seinem Auge zu einem zauberhaften, lebensvollen Bilde gestalten, wo im Vordergrunde als die Hauptperson natürlich er selbst, unser Träumer, mit seiner werten Person dasteht….”

Ach und ich könnte noch mehr Stellen aus dem Buch zitieren, die mich an Sie denken ließen. 🙂
Lassen Sie sich das Buch zu Weihnachten schenken – gibt´s auch als Hörbuch und ist nicht so umfangreich wie “Krieg und Frieden” (als Taschenbuch nur 110 Seiten)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Schrecklich!

Mit Blick auf das Thema und die Idee, dass Männer öfter verdächtigt würden, wenn sie Kinder mit Extremverhalten festhalten, sehe ich da aber keinen Zusammenhang :/

Tatsächlich wäre es vielmehr ein Argument für die Forderungen im Artikel, etwas gegen die personellen Engpässe zu unternehmen.
Oder wird den Erzieher*innen in diesem Artikel auch wieder nicht zugehört?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

Wie bezeichnen Sie es, Fachkräfte strukturell und personell im Stich zu lassen?

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Mit allen anderen Kindern Raum, KiTa verlassen, Kamera einschalten, um Kind mit “gutem Grund” aus Sicherheitsgründen zu überwachen.

Wo sind wir eigentlich?

In ERSTER Linie ist es häusliche Erziehung/Vernachlässigung (Kind hat guten Grund, Aufmerksamkeit…), die schlicht und ergreifend fehlt. (Nein, zum Glück und Dank nicht bei allen! Man sollte sich mal fragen, ob diese erzogenen Kinder nicht mit einem Trauma in die Grundschule kommen und das dort durch Nachahmungslernen an den Grundschullehrkräften auslassen – ebenfalls “guter Grund”…)

Kinder gehören nicht geschlagen, gedemütigt…. und dennoch gehören die erzogen. Fertig!

Und ja – es fehlt die Bindung. Und zwar in ERSTER Linie an die Eltern.

Aber was soll’s? Die fehlenden Strukturen in der KiTa sind Schuld, die fehlenden guten Fachkräfte sind Schuld.

Nehmen wir es positiv – wer getreten, gebissen, geboxt wird, ist eine schlecht ausgebildete KiTa-Fachkraft und sollte dringendst ausgetauscht werden.

Ach, es gibt gar nicht genügend? So was aber auch!

Klar ecke ich hier wieder an, wenn ich die ERSTverantwortung den Eltern zuschreibe, aber das ist mir inzwischen wurscht, tofu, latte.

Wenn ich blaue Flecke oder mehr will, lerne ich boxen. Da darf ich zurückschlagen.

Ich muss außer meiner Psyche (ja, mir tun die Kids unglaublich leid, zumal wir tatsächlich kein bisschen helfen oder etwas erreichen können, wenn und weil die Eltern nicht mitziehen), aber meinen Körper kriegen sie nicht auch noch!

Bis wohin soll die Selbstaufgabe denn noch gehen?

Die Situation wird sich nur verschlechtern – Hand drauf!

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

U3 gehört Schlagen, Beißen, Kratzen, Schubsen und Schreien zur Entwicklung. Nur in unbegleiteter Form wird es zum Erziehungsmangel. Eltern und Kita- Fachkräfte müssen rechtzeitig gewaltfrei klare Grenzen setzen. Dazu gehört auch Anfassen. Ich darf schlagende Hände festhalten, ohne schmerzhaft zuzudrücken. Ich darf einen spuckenden Mund zuhalten, ohne das Kind zu ersticken. Ich darf ein Kind normal auf den Boden stellen, wenn ich es auf dem Arm habe und es möchte mich beißen oder schlagen.
Kinder sind sehr körperlich. Ein kurzes, gewaltfreies Hand- auf- den- Mund- legen, es deutlich ansehen und ein klares Nein helfen häufig bereits sehr gut und verhindern spätere Eskalationen, ebenso schlagende Hände festhalten mit Blick und Nein. Mit bloßen Worten kommt man oft nicht weiter.

Pauline Wagner
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Was lernt ein Kind, das solches Verhalten einsetzt, über sein Verhältnis zu den Erziehern?

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Die Globalisierung und die mit ihr einhergehende Verarmung vieler Menschen führt zu mehr Aggression bei vielen Eltern. Dies überträgt sich auf die Kinder.

Dies hat sich schon in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt, als die Verarmung durch die Industrialisierung und die Börsencrashe von 1857 und 1873 zu mehr Militarisierung und einem aggressiveren Antisemitismus führte.

In den 1920er und 1930er Jahren verstärkte sich die Aggression dann noch. Schon durch die Inflation von 1923 stark gebeutelt, führte die Weltwirtschaftskrise und die mangelhafte Bewältigung derer Auswirkung durch unzureichende wirtschaftsliberale Maßnahmen zu hohen Anteilen bei Wahlen für die NSDAP und schließlich zur Machtergreifung Hitlers, der dann den Holocaust durchführte und den 2. Weltkrieg auslöste. Und nicht wenige Deutsche unterstützten ihn da eifrig.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Stimme zu, dass die Wirtschaft da eine Rolle spielt, auch wenn es sich mir nicht erschließt, dass Sie da in Geschichtsbüchern groß nachschlagen.

Schätze, Sie stimmen dann zu, dass wir die derzeitigen Probleme nicht durch “Eigenverantwortung” der Eltern lösen, sondern durch Bildungsgerechtigkeit für alle ökonomischen Schichten? 😀

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nachgeschlagen hab ich da nix, derartiges las ich schon vor 30 Jahren in Büchern. Bildungsgerechtigkeit für alle ist tatsächlich wichtig, daher könnte ich mir vorstellen, Studenten für ihr Studium zu bezahlen.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Sie wollen Studenten für ihr Studium bezahlen? Warum?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

“Bildungsgerechtigkeit für alle ist tatsächlich wichtig”
Volle Zustimmung, aber dafür erhalten Sie keine (weiteren) Likes 😉

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Stimmt leider alles.

Tigrib
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Ich vermute andere Gründe als Armut für die heutige Enthemmtheit vieler Erwachsener und Kinder.

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor
Antwortet  Tigrib

Klar, viele verachten auch unsere Gesellschaftsordnung und liberale Werte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Liberale Werte wie Bildungsgerechtigkeit – siehe Ihre Likes, wo Sie sich für diese aussprechen 😉

https://www.news4teachers.de/2025/11/immer-mehr-aggressive-kita-kinder-sehr-viele-paedagogische-fachkraefte-gehen-mit-blauen-flecken-nach-hause/#comment-757449

Da scheinen Ihre Gesinnungsgenoss*innen anderer Meinung zu sein….

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

«Wir dürfen Kinder nicht am Arm nehmen und in ein anderes Zimmer tun und im Endeffekt Kinder nicht anfassen», (…). «Wenn man also getreten oder bespuckt wird, muss man das über sich ergehen lassen.»

Das kommt in meinen Augen einer De-Facto-Aushebelung des Rechtes auf Selbstschutz gleich. Außerdem würde ich einfach mal die Frage stellen wollen, was das Kind denn bitteschön daraus lernen soll?

“Ich darf alles und die Erwachsenen dürfen sich dagegen nicht wehren”?

Wenn sich diese Einstellung und das daraus resultierende Verhalten anschließend in der Schule fortsetzt… dann gute Nacht. Wahrscheinlich ist das schon irgendwo in Deutschland so weit.

(Zur Klarstellung: Nein, ich plädiere nicht für Gewalt gegen Kinder oder nicht gewaltfreie Erziehungsmaßnahmen. Dennoch MUSS es möglich bleiben, fremdverletzendes Verhalten eines Kindes in der Situation selbst zu unterbinden – so schonend wie möglich, aber das ist in meinen Augen unabdingbar und ergibt sich zwingend aus dem Recht auf körperliche Unversehrtheit der Erzieherinnen und gegebenenfalls Erzieher.)

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Das gelernte Verhalten geht natürlich in der Schule weiter.

Und in der KiTa hat sich das Verhalten gefestigt, gelernt wurde es sicher zu Hause.

Wir haben einige Eltern, die nichts mehr zu sagen haben.

Soll man in so einer Situation die Polizei holen?

Das wäre ein Ding.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

“Das gelernte Verhalten geht natürlich … weiter.”
Ich fand den Gesichtsausdruck von Eltern immer wieder spannend, wenn sie mir, (angesprochen auf aggressives Verhalten ihres Kindes), sagten, dass es manchmal auch nach ihnen schlägt und tritt (Grundschulalter) und ich dann fragte, warum sie sich das gefallen lassen und was sie denken, wie das weitergeht, wenn das Kind 14 oder älter ist.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Es ergibt auch zuallererst aus dem Recht des Kindes auf Beziehung, Erziehung und Förderung.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Logisch. Dazu gehören aber auch die Rechte anderer Kinder. Ungestörtes Lernen, keine körperlichen und verbalen Attacken-egal von wem. Zudem: In einer funktionierenden Sozialgemeinschaft gibt es nicht nur Rechte, sondern auch PFLICHTEN. Und die gelten für ALLE!

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Selbstverständlich

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

> Wenn sich diese Einstellung und das daraus resultierende Verhalten anschließend in der Schule fortsetzt… dann gute Nacht.

Ja, dieses Verhalten kann sich in der Schule fortsetzen – und sogar in Ausbildung und Studium als verfestigtes Muster “Ich bin der/die/das Chef/in und mir kann keiner etwas sagen oder beibringen.” weiter existieren.

Aber aggressive – überfordernde und überforderte – Kinder gab es schon immer:
Ich erinnere mich an meine Grundschulzeit als Schüler vor deutlich mehr als 30 Jahren – da gab es eine besondere “Knalltüte”, die unsere greise Lehrerin die Treppe heruntergeschubst hatte, nachdem sie verkündete, dass an folgenden Tag ein Schönschreibe-Test sei und wir bitte die Füller mit Tinte dabei zuhaben hätten.

Der Test und der reguläre Unterricht fiel dann auch für Wochen aus, bis unser Schulleiter offiziell die Klasse übernahm.
Ab dem Zeitpunkt waren alle “Knalltüten” nach etwa zwei Wochen friedlich sogar für den Rest der Grundschulzeit:
Ungewünschtes Verhalten hatte prompte Konsequenz, die die Knalltüten betrafen:

  • Eckenaufgaben, während für übrige Kinder der reguläre Unterricht weiterlief.
  • Raumverweis – in eine höhere Klassenstufe mit eigenen Aufgaben.
  • Besodere Zusatz-Hausaufgaben
  • Vorsitzen und Nachsitzen
  • Gemeinschaftsdienste: Verstärkter Einsatz beim Pausenhof-Müllsammeln, WC-Säuberung, Turnhallen-Geräteschuppen aufräumen, ….
  • Eltern wurden irgendwie verpflichet im Unterricht dabei zusein; zumindest waren sie dann dabei.

Neu scheint also “nur” die Anzahl der Fälle zu sein, die im Kindergarten anfallen:

Vielleicht ist es ein Ergebnis davon, dass Kinder, die noch nicht kindergarten-reif sind,
im Kindergarten abgegeben werden – weil beide Elternteile und die Großeltern arbeiten müssen (oder wollen)?

Karl Heinz
1 Monat zuvor

was sicherlich auch mit in vielfacher Hinsicht geänderten Lebensumständen zusammenhängt”

könnte man das bitte mal genauer in Worte fassen, statt immer nur um den Brei herum zu reden?
WAS sind denn die Lebensumstände?
Stichworte:

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Ich würde noch die heutigen Erziehungsmethoden mancher Eltern hinzufügen: übertrieben bedürfnisorientiert (nur aufs Kind fokussiert) ohne Grenzen zu setzen und damit Orientierung zu geben. Kommen sie dann das erste Mal in eine Gruppe, können sie mit Regeln und Grenzen nicht umgehen und werden aggressiv. Hinzu kommt die Wohlstandsverwahrlosung, dass manche Kinder zwar alles haben, was sie möchten, aber ihnen die emotionale Zuwendung fehlt, die manche (!!!) Eltern nicht geben können.

Marion
1 Monat zuvor

“Wenn man getreten oder bespuckt wird, muß man das über sich ergehen lassen.”
Nein. Muß man nicht.
Ich habe auch schon Kinder “in einen anderen Raum gebracht”, im Interesse der anderen Kinder.
Ein Kind, das sich z.B. in einen Wutanfall hineinsteigert, das tobt und brüllt und dabei möglicherweise andere Kinder zu verletzen droht oder mutwillig deren Bauwerke zerstört, das nehme ich selbstverständlich aus dem Geschehen heraus.
Schließlich haben ALLE Kinder ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.
Was sind das denn für krude Aussagen?
Natürlich darf ich dem ausrastendem Kind nicht wehtun oder es verletzen.
Aber Aussagen wie “Wir dürfen Kinder im Endeffekt nicht anfassen” sind doch völlig weltfremd.
Wenn ein Kind in rasendem Zorn auf ein anderes einschlägt und auf verbale Ansprache nicht reagiert, dann MUSS ich das Kind irgendwie anfassen, um es von dem anderen wegzubekommen.
Wenn ein Kind, aus welchen Gründen auch immer, sich in eine Schreiattacke hineinsteigert, so dass die anderen sich die Ohren zuhalten müssen, dann läßt es sich u.U. nicht vermeiden, dieses Kind “in ein anderes Zimmer zu bringen”, schon im Interesse der anderen Kinder.
Manchmal habe ich den Eindruck, diese Kinder schreien förmlich danach, dass eine erwachsene Bezugsperson sich ihrer annimmt – eine, wie auch immer geartete, Reaktion auf ihr Verhalten zeigt.
Wenn mich ein Kind tritt und bespuckt und ich das über mich ergehen lasse – was signalisiere ich denn diesem Kind?
Ich reagiere nicht auf dich. Egal was du tust. Du kannst hier platzen vor Wut – es interessiert mich nicht.
Mehr als ein müdes “Laß das bitte” kriegst du nicht von mir, weil eine “laute Ansprache” meinerseits, ja als unzulässige Gewalt interpretiert werden könnte?
Kinder dürfen, sollen, müssen spüren, dass auch ihr Gegenüber ein menschliches Wesen ist und dass dieses menschliche Wesen seine Grenzen hat und es nicht hinnimmt, wenn diese in derart grober Weise verletzt werden.
Wichtig ist es, NACH der konfliktträchtigen Situation, dem Kind zu signalisieren, “ich bin dir nicht böse, du bist mir wichtig” und zu fragen “was hat dich so furchtbar wütend gemacht, was können wir gemeinsam tun, dass das nicht wieder passiert?”….etc.
Dieses “ohhhh, ich darf im Grunde gar nicht reagieren. Alles, außer einem freundlichen ‘hör bitte auf damit’, könnte schon einen unzulässigen Übergriff auf die Unversehrtheit der kindlichen Seele darstellen”, ist doch hanebüchener Quatsch. Wer denkt sich denn sowas aus?
Dann überlassen wir die Kinder doch gleich komplett sich selbst.
Dann können sie von Anfang an selbsbestimmt und ohne unzulässige Eingriffe doofer Erwachsener ihre Persönlichkeit frei entfalten. Voll demokratisch wird dann ausgehandelt, dass das Sandschaufelchen immer dem Stärkeren gehört. Amen.

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Während meiner Arbeit in der Behindertenhilfe habe ich immer wieder Fortbildung im Bereich “Deeskalation” erhalten. Und genau die Punkte, die sie angesprochen haben, werden dort vorgeschlagen. Und hier geht es um Menschen bzw. In meinem Fall Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die oft kognitiv weniger verstehen als Kindergartenkinder. Präsenz und Grenzen aufzeigen, dabei gleichzeitig aber wertschätzend und wohlwollend sein. Wer schon Mal ein autistisches Kind bei einem Melt-Down erlebt hat, der weiß, dass ein Ortswechsel manchmal sogar die einzige Möglichkeit ist, das Kind zu beruhigen. Und ja dazu muss man die Kinder manchmal aus dem Raum bringen. Das kann man aber sehr wohl tun ohne unnötig Gewalt anzuwenden. Und ja manchmal ist es wichtig Signale zu geben z.B. durch eine erhobene Stimme. Manche Kinder sind wie im Rausch und nehmen ihre Umgebung kaum noch wahr. Da hilft es eben nicht, dass Kind mit säuselnder Stimme darum zu bitten, doch bitte nicht alles kurz und klein zu hauen. Nicht zu vergessen sind wir auch Vorbilder. Mir ist es in meiner Arbeit sehr wichtig, den Kindern beizubringen ihre Grenzen zu wahren. Wir leiten und unterstützen die Kinder in Konfliktsituationen an. Mir ist dabei immer wichtig, dass die Kinder Rückmeldung geben, wie sie sich bei ünergriffigem Verhalten fühlen. Nur so kann sich Empathie und Rücksichtnahme entwickeln. Wie sollen Kinder lernen ihre Grenzen wahrzunehmen und dafür einzustehen, wenn sie sehen, dass ich als Erwachsene mich nicht wehre bzw.meine Grenzen klar benenne und entsprechend handle. Nicht zu vergessen habe ich auch einen Schuztauftrag gegenüber den anderen Kindern. Hat sich jemand schon Mal gefragt was es mit den Kinder macht, die zuschauen müssen, wenn sich ein Kind wie die Axt im Walde aufführt und die Erwachsenen nichts unternehmen. Kinder haben auch das Recht in einer sicheren Umgebung spielen zu dürfen. Wenn ein Wutanfall dermaßen eskaliert, dass er in körperliche Übergriffe übergeht, kann das durchaus traumatisiernd sein. Vor allem wenn von Erzieher-seite nicht adäquat reagiert wird. Hinzu kommt, dass das Kind, welches das Verhalten zeigt, mit der Zeit seinen Stempel weg hat und kein anderers Kind mehr mit ihm spielen will und das schlicht aus Angst. Welche Auswirkungen hat das wohl auf die Kinder, wenn sie von anderen gemieden werden?

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  TschinavonMauzen

@TschinavonMauzen

“Hat sich jemand schon Mal gefragt was es mit den Kinder macht, die zuschauen müssen, wenn sich ein Kind wie die Axt im Walde aufführt und die Erwachsenen nichts unternehmen.”

Das wird das Urvertrauen (sofern vorhanden weil durch ein fürsorgliches UND verantwortungsbewusstes Elternhaus gegeben) keinesfalls vertiefen.

Jeder mag sich selber denken, was das wiederum bedeutet für zukünftige
– private Beziehungen (Paarbeziehungen, Familien)
– Sozialkontakte im Erwerbsleben
– Vertrauen im größeren Rahmen (Gesellschaft und Politik)
– Gesundheit, psychische Gesundheit und damit verbundene Kosten.

TRIGGERWARNUNG:
Nur Langweiler, Spießer und Unken denken über sowas nach. 🙁

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ich denke auch, dass hier gründlich etwas missverstanden wurde. Natürlich darf ich ein Kind anfassen….ich darf es auch tröstend in den Arm nehmen oder ihm beruhigend die Hand auf die Schulter legen….ich darf auch ein Kind auf den Schoß nehmen….UND ich darf auch Kind am Arm nehmen und aus einer Situation bringen, wenn es sich nicht unter Kontrolle hat.

Und nein, Erzieherinnen (und natürlich auch Lehrer) müssen nicht als Punchingball herhalten. Schon gar nicht, wenn es sich um nicht dem Förderbedarf GE zuzuordnen sind….

Alle Institutionen haben einen Erziehungsauftrag und der beinhaltet auch das Grenzen setzen und einen Orientierungsrahmen bieten….

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Es scheinen sich viele auf das Anfassen als möglichen Ausweg zu versteifen, anstatt sich der Ursachen annehmen zu wollen (“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”)

Am Ende funktionieren nur noch alle im Ausnahmezustand, anstatt sich der Probleme annehmen zu können (!), bevor es eskaliert 🙁

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, lieber Herr Zufall. Es hat sich hier auch noch nie jemand über die personellen und/oder räumlichen Zustände in Kitas beklagt. Es gab auch noch nie Streiks von Erziehern für die Verbesserung dieser Zustände.
Die zuständigen Politiker wissen gar nicht, dass im deutschen Bildungs- und Erhiehungssystem die Hütte brennt. Darum wurde bisher auch nichts daran geändert, weil die blöden Erzieherinnen lieber die Kinder quälen, als sich zu beschweren. Also alles dummes Geschwätz hier im Forum.
Ach so, nachdem ich davon ausgehe, dass es schon heute in der ein oder anderen Kita zu unschönen Konflikten kommt, wie genau macht die kompetente Fachkraft das jetzt dann. Also ich meine, wenn der Xaver-Bertram auf dem Jens-Ole hockt und ihm so richtig ordentlich die Fresse poliert?
Keinesfalls anfassen, schon klar. Der Xaver-Bertram hat schließlich Rechte.
Der Jens-Ole hätte halt nicht darauf bestehen sollen, dass der X-B ihm gefälligst den Bagger zurückgeben soll, den dieser ihm vorhin unterm Hintern weggerissen hat, der Trottel. Weiß doch jeder, mit dem Stärkeren legt man sich am besten nicht an. Der Jens-Ole hat auch längst kapiert, dass von den erwachsenen Anwesenden keine Hilfe zu erwarten ist. Wegen dem Xaver seinen Rechten und so.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Es hat sich hier auch noch nie jemand über die personellen und/oder räumlichen Zustände in Kitas beklagt.”
Ein großer Teil der Forumsbeiträge scheint sich damit aufzuhalten, mehr Rechte zum “Durchgreifen” zu fordern, anstelle besserer Arbeitsbedingungen.

Aber wenn Sie Beiträge finden, geben Sie bescheid 😉

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zwinker-zwinker: Manno, dieses Fordern, das seit 20 Jahren geschieht, reicht noch nicht, Leute!
Fordert doch bitte immer weiter, auch wenn 20 weitere Jahre nichts bringen. Fordern ist das A&O. Alternativlösungen zu finden, ist schlecht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Seit zwanzig Jahren und kein Beispiel in diesem Forum, bemerkenswert…

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie jetzt tatsächlich erwarten, dass Ihnen jemand sämtliche Beiträge zum Thema in den Kommentarspalten von news4teachers, die genau diese Mißstände beschreiben und in denen für bessere Bedingungen plädiert wird, verlinkt, dann haben Sie sich vermutlich geschnitten.
Suchen Sie einfach selber danach, wenn es Sie interessiert.
Mann oh Mann, sind Sie ein Honk. Echt jetzt.
Man sollte Sie nichtmal ignorieren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Sie finden zu diesem Artikel also auch keine Forumskommentare, welche die tatsächlichen Forderungen der Erzieher*innen aufgreifen, sich stattdessen für auf die Aussage stürzen, Kinder festzuhalten, nehme ich an

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Von Ihnen gibt es noch weniger (= keine) Beispiele in den verschiedensten n4t-Foren, seit Jahren!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was meinen Sie mit “Beispielen”?
Verhaspeln Sie sich wieder mit Kommentaren?

Es geht darum, was die Betroffenen im Artikel sagten, was derzeit gerne unter den Teppich gekehrt wird, um sich ausschließlich dem Festhalten von Kindern zu widmen anstelle der strukturellen Probleme, welche diese Handlungen erst erzwingen.

Hat aber herzlich wenig damit zu tun, dass Sie meine Beispiele nicht anerkennen oder geringschätzen. Bringen Sie bessere ein anstatt einer gescheiterten Diktatur nachzutrauern oder das aktuelle System zu untergraben. In Ihrem abgeschlossenen Arbeitsleben haben Sie doch bestimmt einen Link zur Apothekenunschau zu dem Thema 😉

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und wo sind Ihre Beispiele? Nein….keine parat? Sondern nur als Troll unterwegs??

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Was für Beispiele?

Wenn ich ein Beispiel nennen soll, wo jemand auf die Forderungen der Betroffenen im Artikel verweist, würde ich mich nennen.
KENNEN SIE andere im Forum, welche sich deren Hauptforderung widmen? 😉

“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”
Aber wer interessiert sich heute noch für Ursachenbekämpfung! Erzieher*innen sind garantiert glücklich, genau so viele Extremfälle zu haben, aber dafür durchgreifen zu dürfen (augenroll)

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kinder sind sehr körperlich. Sie brauchen körperliche Nähe. Die kindliche Entwicklungsphase mit Beissen etc. gehört ebenfalls zu den körperlichen Annäherungsversuchen an andere dazu. Aggression- Aggredere- Annäherung. Es ist eine natürliche Entwicklungsphase, die zunächst nichts mit falscher oder fehlender Erziehung zu tun hat.
In meiner Kindertagespflege übten wir das harte und das weiche Streicheln. Wenn ein Kind ein anderes schlagen wollte, habe ich es gefragt, ob es das andere weich streicheln möchte. Für das harte Streicheln waren der Fußboden, der Sessel und die eigenen Hände (Klatschen) geeignet. Für das weiche war so gut wie alles andere geeignet. Andere Kinder sollten vorher „gefragt“ werden, ob sie gestreichelt werden möchten, beispielsweise mit Blickkontakt und langsamem Versuch zu streicheln. Bei größerem Sprachschatz konnte auch direkt gefragt werden. Wollte das gefragte Kind es nicht, mochte es vielleicht ein anderes Kind. Wir hatten wegen „Aggredere“, das mit Schlagen oder dem Versuch zu schlagen begonnen hatte, richtige Kuschelsessions.
Es geht tatsächlich um Anlangen, Anfassen, Spüren.
Da ich die Kinder viel im Arm gehalten habe, war es selbstverständlich, dass ich auch körperlich dazwischen gegangen bin, wenn sich eines nicht mehr bremsen konnte.
Man kann das schließlich dosieren und außerdem liebt man die Kinder. Jedenfalls war das bei mir so.
Durch körperliche Zuwendung bekommen die Kinder die Sicherheit und die Bindung, die sie brauchen, um sich gut zu entwickeln.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und machen Sie mal ein paar Vorschläge wie Sie aktuelle Eskalationen verhindern würden. Die “fehlenden Strukturen, Überlastung, etc.” sind ja nicht per Fingerschnipp zu beseitigen. Grau ist alle Theorie

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Die Betroffenen scheinen da ne klare Meinung zu haben: “Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Aggression entsteht bei Drei-bis Sechsjährigen auch schon mal allein dadurch, dass beide zur gleichen Zeit das gleiche Spielzeug haben wollen und keiner nachgeben will.
Und weil Drei- bis Sechsjährige bisweilen noch nicht, oder nur eingeschränkt in der Lage sind, das verbal ausdifferenziert und streng sachlich auszudiskutieren, kann es dabei hin und wieder zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen.
Ist bis zu einem gewissen Grad normal, in dem Alter.
Das muß erst mal gar nichts mit “Überlastung, fehlenden Strukturen und dem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften” zu tun haben.
Und dann einfach mal so zu behaupten, da dürfe man als Erzieherin ein Kind auf keinen Fall anfassen, ist naiv, weltfremd und im Grunde auch völlig verantwortungslos.
Ich lasse die Kontrahenden ihre Konflikte durchaus erst mal selbst austragen und schreite auch nicht gleich bei jeder Rangelei ein. Kinder müssen auch die Chance bekommen, ihre Streitigkeiten selbst zu lösen. Aber sobald ein Kind da hoffnungslos unterlegen ist, sobald jemand verletzt zu werden droht, schreite ich ein.
Und wenn der “Agressor” auf ein scharf zugerufenes “hey, stop, aufhören!”, nicht reagiert, werde ich den auch am Arm fassen und wegziehen. Ganz einfach. PUNKT.
Hat erst mal überhaupt nichts mit Überlastung, irgendwelchen Strukturen oder sonstwas zu tun. Aber mit Verantwortung.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Stimmt. Kinder, und insbesondere auch Jugendliche, suchen ihre Grenzen und testen Erzieher und Lehrkräfte. Mittlerweile erwachsene Ex-Schüler bestätigen mir das immer wieder. Ganz so verkehrt scheint eine “liebevolle KONSEQUENZ” nun doch nicht zu sein. Mit “Laissez-faire” ist man vielleicht (kurzzeitig!) beliebt. Schlußendlich signalisiert man aber, das einem Kinder und Jugendliche sch…egal sind.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Schön, dass Sie den Erzieher*innen erklären, was Sie zu denken und dementsprechen zu fordern haben.

Ohne Ihnen zu nahe zu treten, lese und höre ich lieber das, was die Betroffenen selbst dazu verlautbaren 😉

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich BIN Betroffene.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Nein, der Rainer meint die Kinder…..das sind die Betroffenen, die aber niemand befragt….außer Rainer….der aber auch nicht…..weil es macht so ein Spaß, Erzieher und Lehrer zu diskreditieren

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

What? Sie haben seltsame Gedankengänge.
Es wird Sie anscheinend überraschen, aber ich bezog mich auf die Erzieher*innen, die sich – ganz vielleicht – weniger katastrophale Rahmenbedingungen wünschen, als neue Gesetze, um bei unverändertem Chaos härter durchgreifen zu dürfen. Aber nur vielleicht. Bin kein Erzieher und es stand nur im Artikel (“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”)

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Boah, Sie sind ein derart selbstgerecht….A……rmleuchter.
Ich fasse es echt nicht.
Ich schreib mir hier seit ungefähr drei Jahren die Finger wund über Kitas und die Misstände im öffentlichen Betreuungssystem und Sie kommen mir so daher.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Was ist daran “selbstgerecht”, die Aussagen der Erzieher*innen im Artikel zu nennen?

“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”
Wenn Sie darin geringere Probleme sehen und sich lieber die rechtliche Grundlage wünschen, Kinder festzuhalten, haben Sie ja nicht wenige Unterstützer*innen im Forum – trotzdem teile ich Ihre Meinung dazu nicht.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wer sind die Betroffenen? Die Kinder? Haben Sie diese befragt?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”
Wie kommen Sie auf die Idee, Kinder würden das sagen??

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das würde ihnen a) nicht gefallen, b) sie den Profis ihren Job erklären, c) wahrscheinlich als Amateur nichts verstehen (wollen) und d) sowieso alles besser wissen!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

a) möglich
b) nicht meine Absicht, geschweige im Rahmen meiner Möglchkeiten
c) möglich, aber ich bemühe mich, indem ich bspw. den Artikel zum Thema las
d) absolut nicht, darum frage ich nach Quellen – leider wissen viele im Forum da wohl genau so wenig 😉

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Na Hauptsache sie haben das letzte Wort – darum gehts doch, oder? In diesem Sinne: <°)))><

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Spielt sicher eine Rolle, beantwortet aber meine Frage nicht. Vorm Bildschirm ist vieles leichter als in der Praxis

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Die Menschen aus der Praxis SAGTEN das, Sie mit einer “Rolle” abtun ^^
Wenn Ihnen das nicht reicht, wenden Sie sich gerne an die Kindergärten, die haben bestimmt Zeit und Muße sich von Ihnen erklären zu lassen, was die eigentlichen Probleme sind…

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die eigentlichen Probleme sind zu große Gruppen, zu wenig Personal kranke Kinder in den Einrichtungen und Erzieherinnen, die glauben, sie müssten Anspucken und Treten durch Kinder über sich ergehen lassen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Volle Zustimmung!

Aber statt sich kleinerer Gruppen und mehr Personal zu widmen, scheint das Festhalten von Kindern der Dreh- und Angelpunkt in diesem Forum zu sein 🙁

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Im Gegensatz zu Ihnen habe ich Praxisbezug. Sie würden es eh nicht verstehen. Frei nach Dieter Nuhr: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal: Fre… halten”

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Weil ich keine Ahnung habe, fragte ich Sie nach Quellen. Sie haben doch… Quellen?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ach, Sie haben Kinde befragt? Wann? wo? Mit welchem Auftrag? Studie? Wo? Quelle?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Nein, habe ich nicht. Irritierend, dass Sie von dem Zitat “Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften” rückschließen, es wurden Kinder befragt.

Schade, aber vielleicht möchten Sie nach Aufklärung des Missverständnisses auf meine eigentliche Aussage eingehen?

mathea kühnel
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gewalt und Aggressionen entstehen meistens schon im Elternhaus.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  mathea kühnel

Würde ich so unterschreiben.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie haben ganz deutlich keinen blassen Schimmer von Kindern…..belassen wir es bei dieser Feststellung!

dickebank
1 Monat zuvor

Blassen Schimmer hat er keinen, leichten Schatten allerdings schon.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Schreibtischtäter? 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Habe ich etwas über meine eigene Erfahrung mit Kindern geschrieben?

Aber wenn Ihnen die Meinung zu meiner Person gereicht, die ausdrücklichen Forderungen von Erzieher*innen zu ignorieren, wahrscheinlich geht da ähnlich so wenig Erfahrung verloren, wie bei mir.
Wollen wir beide vielleicht nicht lieber den Betroffenen lauschen?
“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, Rainer. Haben wir alle auch gelesen. Wußte ich im Übrigen vorher schon, weil selbst erlebt. Weil ich selbst nach 32 Jahren, nervlich am Ende, den Beruf hingeschmissen habe.
Jetzt stehe ich kurz vor der Entscheidung wieder anzufangen – und ich werde es mir gut, seeeehr gut überlegen müssen, ob ich mir das nochmal zutraue. Also hören Sie auf sich hier als Rächer der gebeutelten Erzieherinnen aufzuspielen, sonst verlinke ich hier sämtliche Beiträge von Ihnen, die deutlich machen, wieviel oder besser wie wenig Ahnung Sie von Kita-Pädagogik haben.
Wenn man schon nicht die Klappe halten kann – wie wär’s mit einfach mal Ahnung haben.
Der Spruch gehört eigentlich andersrum, aber da Sie es sowieso nicht schaffen, dem Rat zum Klappe halten nachzukommen, wenn man keine Ahnung hat, habe ich mir erlaubt ihn extra für Sie umzuschreiben.
Bitte. Immer wieder gerne.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Marion, Sie könnten mit Ihrer Erfahrung auch als Sozialpädagogische Fachkraft über einen freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten… Familien bei der Erziehung begleiten, Jugendlichen beistehen bei Problemen etc.
Mir geht es sehr gut damit, im niedrigen, nach eigenem Ermessen steigerbaren Stundenumfang. Liebe Grüße

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Danke 🙂
Aber irgendwie zieht es mich schon sehr in Richtung Kindergarten. Da gibt es wirklich viel, wo ich genau das einbringen kann, was mir liegt.
Es müssen halt die Rahmenbedingungen stimmen.
Da hat sich für mich jetzt vielleicht eine Möglichkeit eröffnet, das in einem Kindergarten mit, sagen wir mal, von der modernen Durchschnittskita abweichendem Konzept, umsetzen zu können.
Sehr ländlich gelegen, christlich geprägtes Konzept und Menschenbild und viiiieeeel Natur und Landwirtschaft drum herum, die die Kinder ganz nah miterleben dürfen. Ein wenig “Bullerbü” vielleicht.
Es geht dort ganz allgemein ein wenig gemächlicher zu, als anderswo. So zumindest mein Eindruck.
Drücken Sie mir die Daumen, dass es klappt.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

@Marion

Beidhändiges “Daumendrück”, ganz fest. 🙂

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Danke 🙂

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Da schließe ich mich gerne an 🙂

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Nicht immer antworten. Manche Menschen haben ein krankenhaftes Geltungsbedürfnis in ihrer Selbst- Gerechtigkeitsspirale, dass sie keinen Dialog zulassen möchten. Schon gar keinen der zielführend wäre.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Die werden sich freuen wenn der irgendwo aufkreuzt. Noch einer mehr zum erziehen 😉 Als ob der Job nicht schon hart genug ist … 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Jetzt stehe ich kurz vor der Entscheidung wieder anzufangen – und ich werde es mir gut, seeeehr gut überlegen müssen, ob ich mir das nochmal zutraue.”
Ich wünsche Ihnen bessere Rahmenbedingungen, die über das Festhalten(müssen) von Kindern hinausgehen.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ommmm, ich bitte um Kraft, Ruhe und Geduld….
Nein, ich beiße nicht in die Tischkante.
Ich zähle bis zehn, atme tief durch und antworte dem ahnungslisen Unverständigen, der keinen Schimmer hat, worum es geht, nicht.
……,7,8,9,10 – ommmmm.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Klingt nach keinen guten Voraussetzungen…
Vielleicht gelingt es Ihnen und Ihren Kolleg*innen ja noch, Menschen wie die im Forum von Verbesserungen zu überzeugen (“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”), anstelle von besserem Schutz beim Durchgreifen.

Daumendrück!

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

@ Marion. Don’t Feed the Troll

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und ich wünsche Ihnen mal ne Auszeit weg vom Tastaturfesthalten hin zur (offensichtlich fehlenden!) Praxis.
Digital Detox – manchmal hilft es

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Danke um Ihre Sorge

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nö, Sie haben auch keine eigene Kinder…..Gut für die Kinder….die Sie nicht haben…..

the Dude
1 Monat zuvor

Das sind mir die liebsten. Aber die Backen aufblasen…”Morgens hab ich recht und Mittags frei”

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Jaja, wenn Sonderpädagog*innen eines haben, dann zu wenig zu tun.
Wir wissen nicht hin mit unserem Personalüberschuss XD

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Andere ganz bestimmt. Sie jedoch scheinen recht viel Zeit und Muße zu haben, denn Sie sind hier mit Abstand die aktivste Person im Forum. Mit Abstand.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nicht während der Unterrichtsteit, glauben Sie mir XD

Tasächlich stellen wir derzeit auf Untis um und ich komme kaum hinterher, die Anwesenheiten einzutragen, was (bei uns) irgendwie zu jeder Einheit bestätigt werden muss -__-

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

What?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Es war Ironie. Meine Smileys sollten auf Ironie hinweisen. Tatsächlich gibt es erheblichen Lehrkräftemangel an SBBZ, irritierenderweise stopfen manche Länder diese aber lieber in SBBZ denn die Inklusion Die Lehrkräfte dort sollen es wohl richten können 🙁

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich schätze, das sollte eine Beleidigung sein?

Es hätte mich gefreut, wenn Sie etwas zum Thema geschrieben hätten, bspw. zu dem Zitat, welches Sie irrtümlicherweise auf Kinder zurückführen

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, bitte machen Sie mir vor, wie man in solchen Fällen vorgeht…..da steht der Trainer an der Feldlinie…..und dann??

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

??
Ich bin kein Erzieher. Darum zitiere ich den Artikel: “Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie wollen sie z.B. ein autistisches Kind oder Kind mit Down-Syndrom in einem Ausnahmezustand, welcher oft die Regel ist (sic), und z.B. versucht auf die Straße zu rennen (nur ein Bsp. unter vielen) ohne Festhalten VOR SICH SELBST schützen? Selbst mit 1:1 Betreuung, perfekten Strukturen und ausreichendem Personal müssen sie oft, z.B. bei SVV, eingreifen. Das sind doch Allgemeinplätze ohne Praxisbezug. Mit Sprücheklopfen lösen sie keine Konfliktsituationen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

“Gewalt oder Aggression entstehen in erster Linie durch Überlastung, fehlende Strukturen und den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften”

Die Vorstellung ist anscheinend gewagt, aber wie wäre es, wenn Kitas nicht völlig auf Kante genäht werden, dass es dauernd eskaliert?

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Grau ist alle Theorie-hilft aber nicht weiter. In einer idealen Welt..Wie wäre es eigentlich wenn sie anstatt nur heiße Luft abzusondern mal die Ärmel hochkrempeln und den Profis unter die Arme greifen ? Zum Mund abwischen wirds wohl noch reichen! Koryphäen wie Sie werden gerade noch gebraucht. Die werden sich freuen 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

“Grau ist alle Theorie-hilft aber nicht weiter.”
Wenn Sie das sagen.

Dann können die Lehrkräfte sich ja denken, was Sie bezüglich der Inklusion verlauten würden: “Die [Lehrkräfte] wünschen sich mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit andere Bedingungen. Die gibt es zurzeit aber nicht. Nur jetzt müssen sie irgendwie im Arbeitsleben klarkommen”

Wenn Sie die Ärmel hochkrempeln wollen geben Sie bescheid 😉

Eleonora Neugebauer-Lenhardt
1 Monat zuvor

Vor Jahrzehnten arbeitete ich einige Zeit als Aufsicht in der Nachmittagsbetreuung einer Schule. Der Direktor erklärte mir, dass ich die Kinder niemals anfassen dürfe, unter keinen Umständen. Dasselbe hörten wir auch auf allen Fortbildungen. Scheint tatsächlich so im Gesetz zu stehen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Dann scheine ich jahrelang, nein Jahrzehntelang etwas falsch gemacht und verstanden zu haben….

Aber dann noch mal meine Frage: Wo steht das? Nur weil es jemand behauptet, muss es nicht richtig sein….

Mika
1 Monat zuvor

Wo steht, dass Sie es dürfen?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Falsche Frage…

dickebank
1 Monat zuvor

Auf den Schoß nehmen – kein sinnvoller Vorschlag für männliche Lehrkräfte oder Erzieher.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn ich mit einem Schüler/einer Schülerin unter vier Augen sprechen muss, lass ich die Tür offen….

Bereits im Ref gelernt.

Sehr vertrauliche Gespräche nur unter sechs Augen – Kind sucht sich die weitere Person aus.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Stimmt.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das muss auch gar nicht sein. Das Kind kann so nah neben einem sitzen, wie es selbst möchte. Das gilt für Frauen und Männer. Es hat auch den Vorteil, dass es einem nicht aus irgendeinem Grund mit dem Kopf nach oben unter das Kinn hopsen kann.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Stimmt, solange die Berichterstattung der anderen zuhause nicht dazu genutzt wird Gerüchte zu streuen.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Mir scheint das nicht-reagieren auch eine Art Gewalt. Drückt Gleichgültigkeit und Ignoranz aus, so, als wäre man nicht da. Das ggü einem Kind, das sich irgendwie mitteilen möchte, verstärkt dessen psychische Situation.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja, das ist in der Tat ein Problem.

Mir erscheint das auch sehr grausam.

Gelernt wurde: Nichterwünschtes Verhalten ignorieren, damit es eben keine Aufmerksamkeitsbelohnung bekommt.

Heute springt der eine schon fast aus dem Fenster, wenn man das durchzieht – bis zu so einem riskanten Punkt.

Aber das zeigt, wie weit einige inzwischen gehen.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ja, das ist die gesunde und vernünftige Umgangsweise … aber leider entfernen wir uns – auch auf massives Betreiben der Bildungs- und Erziehungsbürokratie und der z.T. maximal realitätsfernen Gesetzgebung immer weiter vom “gesunden Menschenverstand”.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Ja und es wird mir schwindlig dabei

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

“Common sense is not so common.” (Voltaire)

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

„Aber Aussagen wie “Wir dürfen Kinder im Endeffekt nicht anfassen” sind doch völlig weltfremd.“

Das ist nicht nur weltfremd, das ist sicherlich falsch. Und jetzt kommt meine Frage, die gelernt habe zu stellen: Wo steht das? In welchem Betreuungsvertrag, in welchem Kitagesetz steht das?

Ist genau wie die Aussage: „ich darf dem Schüler das Handy nicht wegnehmen“. Natürlich darf ich das!

Marion
1 Monat zuvor

Ich wüßte nicht, in welchem Gesetz das steht.
Ich weiß aber, dass das in vielen “Experten”ratgeberberichten in Fachzeitschriften so steht. Kinder niemals ungefragt berühren. Im Vorbeigehen der kleinen Luisa, die immer ein wenig schüchtern und verloren im Gewimnel wirkt, übers Haar streichen, ungefragt, Gott bewahre – unzulässige Übergriffigkeit. Da hätte ich vorher fragen müssen.
Dem etwas aufgeregten Finn beruhigend die Hand auf die Schulter legen, weil er immer ganz hibbelig wird, wenn eine neue Situation ihn überfordert – nie, nie, nie ohne sich vorher die Erlaubnis von ihm einzuholen.
Also im Grunde keine spontanen, freundlichen Gesten mehr. Alles schlimme Übergriffe.
Das gilt auch für leicht tadelnde, aber trotzdem liebevoll-freundliche Äußerungen gegenüber dem Kind. Wenn ich z.B. sage: “Ach, Hannah, mein kleines Traumsusele, jetzt hast du deine Schuhe ja immernoch nicht angezogen.”
Das ist ganz gemeine Beschämung. Niemals so etwas sagen. Nie! Im Grunde müßten wir immer sprechen, wie die freundlich-neutrale Stimme aus dem Navi im Auto.
Keine Wörter, die auch nur im entferntesten eine noch so harmlose Wertung enthalten könnten. Nie die Stimme heben, egal in welcher Situation und – nie, nie, nie gar niemals nicht ungefragt berühren!!!!!
Also, sagen die Experten. Und die werden es ja wohl wissen.

TaMu
1 Monat zuvor

Mir sind Einjährige gebracht worden, die nur einschlafen konnten, wenn sie getragen wurden. Das konnte ich in einer Gruppe zwar nicht realisieren, weil sonst alle auf meinen Arm gewollt hätten, aber ich habe mich zu ihnen auf den Boden gesetzt und wir haben uns alle ganz fest gehalten. Die Eltern haben zurecht erwartet, dass ich ihre Kinder berühre, sie umarme, ihnen den Kopf streichle und mit ihnen kuschele. Ich musste zu manchen sehr auf Tragen bestehenden Eltern aus organisatorischen und orthopädischen Gründen sagen, dass Kindertagespflege nicht auf dem Arm der Tagesmutter stattfinden kann, ich aber genügend andere Möglichkeiten habe, Kindern Nähe zu geben. Das konnten sie dann während der Eingewöhnung auch selbst beobachten. Im übrigen habe ich auch häufig Eltern umarmt und sie mich.
Dass man Kinder nicht anfassen darf, lese ich erst seit Kurzem hier und finde es absolut gegen die kindlichen Bedürfnisse. Weder darf man kuschelbedürftige Kinder abweisen, noch Kinder, die andere gefährden, gewähren lassen, statt sie festzuhalten und aus der Szene zu tragen.
Ich vermute, diese in meinen Augen kranke Ideologie wurde für Massenbetriebe installiert, wo es kaum Bindung gibt und Kuscheln deshalb auch von den Kindern nicht eingefordert wird. In diesen für alle überfordernden Massenbetrieben sind möglicherweise auch „Ausrutscher“ vom Personal häufiger, weil alle Nerven blank liegen.
Aus diesem Grund sollte es keine Großbetreuungen mit zu wenig Personal für zu viele Kinder geben. Das ist Kindeswohlgefährdung.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ich bin so froh, dass Sie das geschrieben haben, Marion, TschinavonMauzen, Fräulein Rottenmeier und Indra Rupp. Ich dachte schon, während ich den Artikel gelesen habe, ich bin im falschen Film. Seit wann wird Erziehung in Institutionen so missverstanden, dass Kinder kein erwachsenes Gegenüber mehr haben?

Die frühkindliche Förderung muss wieder zurück zu kleinen Gruppen mit festen Bezugspersonen, die die Kinder liebevoll wahrnehmen und in ihrer jeweiligen persönlichen Art fördern und begleiten, sie erziehen und ihnen Sicherheit geben. Das SGB VIII muss als Hauptaufgabe Kinder unter besten Bedingungen sicher und liebevoll fördern und an soziale Regeln gewöhnen und nicht dafür sorgen, dass möglichst viele Kinder möglichst lange untergebracht sind, um die Wirtschaftsleistung zu fördern.
Es heißt Sozialgesetzbuch und nicht Wirtschaftsgesetzbuch.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Liebevolle Konsequenz

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Ganz genau

Aisha Teraske
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ich Erzieherin im Ruhestand. Deinen Aussagen , kann ich nur vollkommen zustimmen .
Aber ich habe auf meiner letzten Arbeitsstelle auch schon einen Rüffel von einer jungen Leitung bekommen, weil ich ein Kind (großer ,schwerer ) 4 Klässler “leicht” am Arm festgehalten habe. Ich habe diskutiert, aber vergeblich.Aber ich würde mich oder Schwächere immer schützen, egal was da gesagt wird. Notfalls mit “Handlung im Affekt ” !

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Aisha Teraske

“einer jungen Leitung” Warum wundert mich das eigentlich nicht? Vielleicht weil besagte Personen von der Problematik gar nicht betroffen sind?

mathea kühnel
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Sehr gut und richtig. Auch als Erwachsener habe ich ein Recht auf Selbstschutz und ebenso haben andere Kinder ein Recht auf Schutz und oftmals muss das schlagende Kind auch vor sich selbst geschützt werden.

S. Hübschmann
1 Monat zuvor

Verunsicherte Eltern schicken ihre unerzogenen, oft ungezogenen, Kinder in Einrichtungen, die keine Möglichkeit haben, dem ursächlichen Problem – fehlende häusliche Erziehung – wirksam zu begegnen. Notwendig wäre eine unterstützende sozialpädagogische Betreuung der Eltern.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  S. Hübschmann

Diese notwendige “unterstützende sozialpädagogische Betreuung der Eltern” ist teuer und führt leider nur sehr selten zur Mitarbeit der Eltern.

“Evidenz” – ausreichend anekdotische “Einzel”fälle.

Es muss eine Elternschule geben – Betreuung schon in der Schwangerschaft. Pflicht!

Dann bis zum Grundschulalter, in differenzierten Abständen und Intensitäten.

Notfalls darüber hinaus.

Wird es nicht geben, also muss die “herausfordernde” Gesellschaft damit klarkommen.

Ein Wort mit A fällt mir da ein….

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Amen?

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Aua?

Die Balkon
1 Monat zuvor

Anekdotische Einzelevidenz. Wir sollten mit den Kommentaren warten, bis eine wissenschaftliche Studie vorliegt. Und wenn die dann sagt, dass es für Eltern besser ist, sich mit seinem Kind zu beschäftigen als mit seinem Handy, dann werde ich mich wissenschaftlich bestätigt fühlen.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Die Balkon

Moment … es gab bei rechtem Licht betrachtet schon solche Untersuchungen, wenn gleich auch ohne Handy … exemplarische Stichworte:

  • Pawlow Reflex
  • Kasper Hauser
  • Platons Höhlengleichnis
dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

… aber das lässt sich doch nicht so ohne Weiteres auf die jetzige Situation übertragen, ohne dass es wissenschaftlich begleitet und im Rahmen einer Pilotstudie analysiert wird …

Heinz
1 Monat zuvor

Immerhin kann man hier nicht behaupten, dass Corona daran Schuld sei. Das ist ja das Argument schlecht hin für alle Veränderungen bei deutlich älteren Kindern.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Ja, eigentlich schade…

Aber: Haben sich die Eltern* denn im Dauerlockdown auf ihre Pflichten besonnen und ihre Kids fit for life gemacht?

Ich meine gelesen zu haben, dass das Zuhause, also das Zusammensein von Eltern und Kindern zumindest für die Kinder die Hölle gewesen sein soll.

Dabei waren hier Erziehungschancen drin.

*Es sind beileibe nicht alle Eltern gemeint! Viele kümmern sich sehr gut um ihre Kinder (die unter der fehlenden Erziehung der anderen Kinder dauerleiden).

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Hey, doch!
Alle, im zeugungsfähigem Alter, sind während Corona am Handy verkommen und können nun keine Kinder mehr groß ziehen, weil wahres Leben.
Corona ist schuld!

Kornelia Gödde
1 Monat zuvor

Und was sagen eigentlich die Kinder?
Wann werden sie befragt, wie sie ihren Alltag erleben? Mmh, wir betrachten nur die Erwachsenenebene! Zeit,dass sich was dreht!

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Kornelia Gödde

Was glauben Sie was die Ihnen sagen? Oder was wollen Sie hören? Und was soll sich, in welche Richtung auch immer, drehen? Sorry, ich werde aus Ihrem Kommentar nicht schlau.

Milana
1 Monat zuvor

Kinder reagierten auf Überforderung häufig mit einem Verhalten, das als «aggressiv» gedeutet werden könne. Es sei aber oft Ausdruck von Stress, Unsicherheit oder fehlender Bindung.”Was für eine Erkenntnis! Und da schreit es schon wieder, kommt Eltern arbeitet noch mehr für” unseren? ” Wohlstand

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  Milana

FunFact, ein sicher gebundenes Kind kommt meist besser in der Kita zurecht als ein Kind, welches aus einer unsicheren Bindung von zu Hause kommt. Wir haben in unserem aktuellen Jahrgang Kinder, die sind kaum da und können noch gar nicht so frustriert sein vom stressigen Kita -Alltag und das erste was sie tun ist Kinder und Erzieher zu schlagen und zu beleidigen. Nur weil nicht alle gleich wie die Mutter lossprinten um alles zu tun was das Kind will. Und teilweise waren sie bis zum 3 Lebensjahr zu Hause mit Mama. Die Kinder tun sich schwer Regel anzunehmen und einzuhalten. Man versucht Bindung aufzubauen, veranschaulicht und versprachlicht Regeln immer wieder. Übt einfache Handlungen immer wieder. Die Kinder wirken aber wie abgestumpft. Es wirkt als wäre Impulskontrolle und Frustrationstoleranz nicht Mal im Ansatz vorhanden. Die Kinder wirken regelrecht getrieben und erzählen gleichzeitig von Spiderman und anderen Superhelden, die man mit 3 Jahren eigentlich noch nicht kennt. Die können sämtliche Moves von Hulk und Co.und schlagen schon gezielt mit der Faust zu, treten in den Bauch etc. Ruhig zu sein, sitzen zu bleiben und zuzuhören fällt ihnen unheimlich schwer, stattdessen kommt in Dauerschleife “Sigma Boy” “Cappuccino Assasino” und andere Brainrodphrasen aus den Mündern. Natürlich wirken die Bedingungen in den Kitas wie Brandbeschleuniger und ja auch eigentlich relativ ruhige und geerderte Kinder können durch die zu lauten, zu vollen Gruppen. Durch zu wenig emotionale Zuwendung und Fürsorge zur tickenden Zeitbomben werden. Trotzdem liegt da noch mehr im Argen als nur schlechte Arbeitsbedingungen. Der unkontrollierte Medienkonsum hat mehr Auswirkungen als mangelnde Konzentration. Und es wird bestimmt nicht besser in den Kitas wenn die Betreuungszeiten ausgedehnt werden, damit die Eltern länger arbeiten können. Auch wenn das der feuchte Traum einiger unserer Politiker zu sein scheint. Wir ernten was wir säen und da sind wir als Gesamtgesellschft gefragt. Es reicht nicht immer wieder neue Sündenböcke zu suchen.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  TschinavonMauzen

Danke, liebe TschinavonMauzen.
Ich unterstreiche jedes Wort.

Daniel
1 Monat zuvor

OGS-Leitung seit 15 Jahren:
Während ich am Fenster stehe sehe ich ein Kind, welches einen Stock in die Hand nimmt und auf die Kollegin in Warnweste zu rennt und sehr wahrscheinlich zuschlagen will. Diese kümmert sich gerade um ein Gefallen es Kind am Boden. Ich reiße das Fenster auf, brülle “Stop”+Name des Kindes. Es stoppt. Die Kollegin dreht sich um.

Dieses Kind hat schon mehrfach Personal geschlagen.

Ich werde von hinten geschubst, während ich am offenen Fenster stehe.
“Ich schmeiß dich raus. Ich will dir wehtun!”
Sagt ein weiteres Kind, welches bei mir wegen Fehlverhalten (raus rennen und auf Toilette mit nassem Klopapier rum werfen) im Unterricht nicht für den Lehrer tragbar war und nun bei mir sitzt, weil die Kollegin (Schulleitung) gerade ein Elterngespräch mit dem Kind hat, welches gerade draußen mit dem Stock zuschlagen wollte.

Ich nenne das einen normalen Montag Morgen. Ganz üblich. Nichts besonderes!

Weniger Stunden später wird aus dem Eintrag und dem Feedback an die Eltern des Jungen ein großer Bericht. Die Eltern haben sich beim Träger beschwert, da ich “Stop” gerufen habe und als Mann das Kind verängstigt habe, als es zuschlagen wollte (interessant, da hierdurch die Absicht des Jungen durch die Eltern nochmal bestätigt wurde).
Ich schreibe meinen Bericht.
Hole mir einen weiteren schriftlichen Bericht der Kollegin ein… Aber erst am nächsten Tag. Sie musste los, ihr Kind aus der Kita abholen, da diese nur bis 12 Uhr auf hat, wegen Personalmangel.
Die Geschäftsführung beschwert sich noch am selben Tag des Vorfalls, dass ich Prioritäten setzen muss und dies wichtig ist!
Ich rufe an. Besetzt. Schreibe Mail zur Situation mit der Kollegin. Erhalte nie wieder eine Rückmeldung.

… Normaler Montag …

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Daniel

Danke für den Einblick… bestätigt meine Wahrnehmung hinsichtlich der Schuld- und Verantwortungszuweisungen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Daniel

Ich erlebe es wirklich oft, die Eltern mit den OGS_Erziehern umgehen. Zum Teil total übergriffig, despektierlich. Da ist es schon auch nicht weiter verwunderlich, wenn man manche Kinder ein ähnliches Verhalten an den Tag legen.
Wir handhaben das so, dass Kinder, die ganz offensichtlich im OGS-Betrieb überfordert sind und vermehrt Aussetzer haben, zunächst für eine kurze Zeit, und wenn das nichts bringt, langfristig ausgeschlossen werden. Der OGS_Träger steht sehr auf der Seite seiner Mitarbeiter.
Zudem arbeiten wir sehr vernetzt und auf Augenhöhe und das signalisieren wir auch so den Kindern und Eltern…..

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Daniel

Voranmerkung: Das folgende Textchen istnicht despektierlich gemeint.

Mit jedem weiteren “Montagmorgen”, an dem Sie und Ihre Kollegen den Betrieb weiter aufrecht erhalten – geben Sie dem Betreiber, “Eltern” und exakt diesen Kindern “Recht”.

Denken Sie mal drüber nach.

Sandra
1 Monat zuvor

Spannend, dass fehlende oder unzureichende (Erziehungs-) Strukturen zuhause, steigender Medienkonsum, etc.. nicht angesprochen werden sondern die Kitas erstmal die Ursache darstellen in diesem Artikel… ich bin entsetzt.

Silke.hetzelt@web.de
1 Monat zuvor

Da heute Eltern schon seit zwei Generationen nicht mehr erzogen worden, können sie demnach auch ihre eigenen Kinder nicht erziehen. Ausserdem gibt es nur noch Wunschkinder dementsprechend werden sie wie ein Geschenk behandelt und nicht mehr wie ein Mensch.

the Dude
1 Monat zuvor

Und dazu noch alle hochbegabt! Wie neulich Dieter Nur bei Maischberger sinngemäß: “Das deutsche Bildungsssystem ist am Ende, aber die Ausnahme ist, Tara, natürlich MEINE Tochter. Wir sind viel gereist, haben unterschiedliche Länder kennegelernt, usw., usf….”
Mit voller Hose läßt sich gut stinken!” :-/

potschemutschka
1 Monat zuvor

Ich habe mal ein paar, mir aus dem Studium bekannte, Pädagogen gegoogelt und erstaunt festgestellt, dass die auch heute noch aktuell sind. Okay, bei Janusz Korczak war es zu erwarten, aber auch A. S. Makarenko ist nicht total verpönt. Und Makarenko passt gut zum Thema, denn er widmete seine pädagogische Arbeit “schwierigen” Kindern,
https://mindset-erziehung.de/anton-semjonowitsch-makarenko-tj/
https://www.morgenpost.de/familie/article104678208/Der-Kollektiverzieher-Anton-Semjonowitsch-Makarenko.html

https://mindset-erziehung.de/janusz-korczak-tj/
https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/janusz-korczak–der-arzt-ging-mit-200-kindern-in-den-tod-34194644.html

Es lohnt sich, mMn. sich mit den Büchern und Konzepten dieser beiden bekannten Pädagogen auch heute noch zu beschäftigen.
P.S.: Makarenko war übrigens Ukrainer 🙂

Sven
1 Monat zuvor

Wenn mich ein Kind mit voller Absicht anspucken würde, würde sich das Kind eine fangen. Wird nie wieder jemanden ins Gesicht spucken.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie würden Sie reagieren, wenn ein Kind Sie anspuckt?
Zum Glück ist mir das nie passiert. Aber, wenn, dann wäre mir die Hand ausgerutscht, denn für mich ist das die respektloseste Beleidigung überhaupt! Das solte ein Kind spätestens mit 3 Jahren wissen!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Affektives Handeln wird strafmildernd berücksichtigt.
Und der Rausschmiss durch den AG? Etwas Besseres kann einem doch nicht passieren
Wer solche AG hat, für den kann es nur besser werden.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist mir klar! Zum Glück ist mir das auch nie passiert, aber wahrscheinlich hätte ich meine Affekte nicht kontrollieren können. Auch meine lernbehinderten Schüler, nicht GE, wussten sehr wohl, das das eine ganz schlimme, diskriminierende Beleidigung wäre.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Zum Glück ist Ihnen das nie passiert, denn Sie wären für Ihre Ansichten und Ihr gezeigtes Verhalten völlig zurecht rausgeschmissen worden!

Glückwunsch, dass Sie ein ganzes Berufsleben lang das “Glück” hatten, niemals Ihr wahres Gesicht zu zeigen 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kann Glück gewesen sein, oder einfach nur gegenseitiger respektvoller Umgang miteinander. Es soll auch noch Menschen geben, die nicht alle Grenzen überschreiten. Nur so eine Vermutung! 🙂

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und “eine Watschn” ist dann ein respektvoller Umgang? Ich weiß ja echt nicht …
Hier bin ich bei Rainer … Gewalt sollte hier keine Lösung sein. Bei Selbstverteidigung ist das etwas anderes.
Aber ich gehe davon aus, dass kaum ein Richter “dem (behinderten) 3 Jährigen gebe ich eine Schelle” als angemessenes Mittel hierzu empfindet. Hoffe ich allen ernstes, dass unser Rechtssystem hierzu auch bessere Antworten kennt.
Ist ja verrückt … Mag allerdings vielleicht auch am Alter liegen? Haben Sie eine “Watschn” bekommen und “hat ja nicht geschadet”? Kann das sein?
Doch sowas kann (auch) schaden. Glauben Sie mir.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

@Bla
Bitte lesen Sie meine Kommentare hier im thread noch einmal vollständig! Ich mache da schon einen Unterschied, was das Alter, die Absicht und die kognitiven Fähigkeiten der spuckenden Person betrifft!

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Es geht/ging mir um folgenden Kommentar Ihrerseits:

“Wie würden Sie reagieren, wenn ein Kind Sie anspuckt?
Zum Glück ist mir das nie passiert. Aber, wenn, dann wäre mir die Hand ausgerutscht, denn für mich ist das die respektloseste Beleidigung überhaupt! Das solte ein Kind spätestens mit 3 Jahren wissen!”

Vielleicht habe ich diesen Kommentar auch falsch interpretiert.
Bezug “3 Jahre[n]” und “behindert” [Ihr Berufsprofil der “Clientel”].

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich würde vermutlich im Affekt zurück spuken und mich dann dafür schämen.
Schlagen geht aber gar nicht – auch nicht im Affekt. Soviel Kontrolle sollte man als Erwachsene/r haben.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

In der Regel habe ich mich auch sehr gut unter Kontrolle und nehme vieles (v. a. wenn es von Schülern kommt) nicht schnell persönlich. Ich kann auch Dinge, die jemand im Affekt sagt, meist recht schnell “vergessen”. Es gab in 40 Dienstjahrenauch nie Beschwerden, dass ich tätlich geworden bin. Selbst im Umgangston, auch mit schwierigen Schülern, konnte ich mich immer gut beherrschen. 🙂 Eine junge Praktikantin sprach mich sogar einmal daraufhin an und fragte, wie ich es schaffe immer so ruhig zu bleiben und ob man das als Lehrer irgendwie/irgendwann lernt …
Aber alles hat irgendwo Grenzen, sich anspucken lassen und selbst andere anspucken, geht bei mir gar nicht.
Menschen sind halt verschieden. Der eine hat Angst vor Mäusen, der andere vor Spinnen, …

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Der eine sieht Anspucken als “erniedrigender” als Schläge … Der andere nicht.

Also wenn mich ein Schüler schlägt/”watscht”, dann hat er damit zu rechnen, dass ich mich dementsprechend wehre. Je nach Situation eben per Griff oder per Rückschlag.
Wenn mich jemand anspuckt, dann brauche ich das nicht … Da gibt es andere Mittel und Wege.
Beides sollte nicht vorkommen bzw. nötig sein. Von keiner Seite aus.

Auch Sie brechen mit “Watschen” definitiv eine Grenze bei vielen Menschen/Kindern. Das sollte Ihnen als geschulte und professionelle Person bewusst sein. Die Kinder sind das nicht (immer). Das sollte Ihnen auch bewusst sein. Und dementsprechend können Sie natürlich auf die Ihnen erbrachte Grenzüberschreitung mit einer anderen Grenzüberschreitung gegenüber eines anderen Menschen reagieren oder eben anders – professioneller. Das liegt durchaus dann auch am Elternhaus und ist auch hier mitunter zu klären meiner Meinung nach. Das liegt dann letztendlich auch an Ihnen. Mit ggf. allen Konsequenzen.
Ich bin etwas erschreckt, dass soviel Zustimmung hier auf Gewalt als Mittel gegenüber “ich watsche 3 Jährige, wenn sie mich bespucken” im – eigentlich hoffentlich professionellen – sozialen Bereich der Erziehung und Bildung mit grünen Daumen hier gegeben wird. Wow. Bin echt erschüttert.

Liegt das am “Boomeralter”? Jetzt nicht abwertend gemeint, aber versuche gerade für mich eine Erklärung zu finden.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Sie haben natürlich Recht, vor allem mit dem ersten Teil.
Zum letzten Absatz. es ging mir um bewusstes Anspucken mit voller Absicht. Dierse Absicht liegt nicht bei Kleinkindern und stark kognitiv-beeinträchtigten Menschen vor. Siehe auch meinen Kommentar weiter unten (Antwort auf Tschinavon Mauzen)
Und noch zu “Boomeralter” – ich wurde von meinen Eltern ohne Schläge erzogen und ich schrieb bereits: ich habe noch nie jemanden geschlagen – aber ich habe Grenzen, die bisher noch nie jemand überschritten hat – aber wenn es dazu käme … könnte es sein, dass ich meine “Professionalität” vergesse, da mir meine Selbstachtung in dem Moment wichtiger ist.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, genau das war halt eben Ihr eingebrachtes Beispiel an dieser Stelle.
Natürlich sieht es anders aus, wenn jemand bewusst jemanden bespuckt.

Aber würden Sie mit einem Elternteil dann “in den Kampf gehen”, wenn dieser Sie bspw. bespuckt? Echt jetzt? Oder doch lieber andere rechtliche Wege gehen?

Die Situation hatten Sie offensichtlich dann ja noch nie. Daher wäre das erstmal die Einschätzung Ihrerseits “im Gedanken”. Und klar kann man so denken – wie man handelt sieht man letztendlich in der konkreten Situation dann.
Mein Tipp: Sie würden nicht gleich eine Watsche geben. Ist jetzt auch nur mein Gefühl und meine Einschätzung.

Grenzen kann man so und so aufzeigen (und auch überschreiten). Da Sie in über 40 Jahren diese Situation nie hatten … Glückwunsch. Hat es doch tatsächlich faktisch bei Ihnen auch ohne “Watschn” funktioniert, dass Sie dies in der Praxis als Expertin handhaben und umsetzen. Und das ist gut so.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Richtig! Das ist nur meine “Einschätzung in Gedanken”!
Ich bin mir sicher, niemand weiß genau, wie er in einer bestimmten Situation reagieren wird. Man kann in Gedanken viel “duchspielen”,…aber dann, wenn es drauf ankommt … sieht es oft ganz anders aus.
Das sieht man auch im Alltag – die großen “Theoretiker” mit der größen Klappe, verziehen sich ganz schnell, wenn es Ernst wird. Das habe ich oft genug erlebt … das sieht man schon beim Leisten von erster Hilfe in Notfällen … die einen sind ganz schnell weg, andere zücken ihr Smartphone zum Filmen, andere wählen den Notruf und ganz wenige leisten wirklich 1. Hilfe, obwohl fast alle theoretisch wissen, was zu tun ist…

Peter Parker
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist so pauschal nicht richtig!

Im folgenden Fall hat eine Orfeige zum schlagarteigen aufhören der Spuckatacken auf einen Betreuer geführt:
“Dass die Ohrfeige zur sofortigen Beendigung des Angriffs der Kinder geeignet war, wurde auch unstreitig festgestellt.”

Und es wurde festgestellt das sich niemand anspucken lassen muss, auch nicht von Kindern:
“Obwohl die Handelnden gemäß § 19 StGB nicht schuldfähige Kinder sind, wurde vom OLG ein gegenwärtiger Angriff auf die körperliche Integrität des Betreuers als vorliegend angesehen.”

Der Betreuer wurde daher freigesprochen…

https://www.kanzlei.law/strafrecht/strafverfahren/notwehr/kann-die-ohrfeige-gegen-ein-kind-durch-notwehr-gerechtfertigt-sein/

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Erspart einem als angestellte Lehrkraft aber die zwölfwöchige Sperre beim Leistungsbezug.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sachverhalt- steht die Redaktion auf der Rechtschreibkippe?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Killepitsch und Obergäriges vermutlich.
Eher Ürige oder Füchschen, wo wird denn lieber gekippt?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie würden sich also bespucken lassen, von einem oder auch 10 Kind(ern)? Ach ja, Sie sind ja kein Lehrer oder Erzieher. Da lässt sich gut urteilen.
Aber wie reagieren Sie, wenn Ihr eigenes Kind Sie oder andere anspuckt und auf “du-du” nicht reagiert?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

🙂 Glauben Sie mir, ich habe in 40 Dienstjahren eine Menge aggressive Schüler (Fö-Bedarfe Lernen und/oder ESE) erlebt und konnte jede dieser Situationen ohne Anwendung von Gewalt professionell lösen!
ABER: Trotzdem habe ich persönliche Grenzen, anspucken und schlagen lassen hätte ich mich niemals ohne Gegenwehr! Auch als Lehrer gibt man seine Selbstachtung und seinen Selbstschutz nicht auf, zumindest ich nicht!
Nur eine Vermutung: Vielleicht ist mir gerade deshalb so etwas nie passiert, weil die Schüler meine Grenzen “spürten” und/oder achteten?
(siehe meinen link weiter oben zu “natürliche Autorität” und folgenden zu “Respekt”:
https://www.psymag.de/19712/respekt-verschaffen-ohne-laut-zu-werden/

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Was labern Sie dann für einen Stuss”? Dann haben Sie doch die Situationen auch sinnvoll gelöst … Worüber sprechen wir denn dann?

Im Förderzentrum vor Ort hier muss man hier auch Griffe lernen. Klar. Hat schon seinen Grund.
Ich musste auch schon aggressive Schüler entgegnen. Boden anpinnen und beruhigen. Das geht. Dem musste ich auch keine einschenken.
Ggf. auf Abstand bringen, falls zu aufdringlich. Auch das geht.
Kommt halt auf die Situation an.
Verhältnismäßig wie gesagt … Ich muss keine/n umhauen, wenn er/sie mir einen “Spitznamen” gibt. Dazu gibt es halt eben auch andere Maßnahmen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Hmmm, …

  • “Griffe lernen, am Boden anpinnen, ..” ist sicher sinnvoll. Habe ich und die Kollegen, die ich kenne, nirgendwo gelernt. Wäre sicher eine sinnvolle Fobi für alle Lehrer und Erzieher..
  • “Auf Abstand halten” – natürlich! Wenn irgendwie möglich.
  • “umhauen, wenn “Spitznamen” gibt” – LOL! Wenn Schüler mir irgendetwas derartiges sagten, habe ich mir das durch den Kopf gehen lassen (linkes Ohr rein, rechtes wieder raus), oft gab es auch eine passende “deeskalierende” (mündliche) Antwort… – deswegen “haue ich keinen um”!
dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das Niederschlagen einer Person – auch wenn sie nur eine Lehrkraft ist – ist eine Straftat, der mit der Leistung von Nothilfe begegnet werden darf. Es kann im Nachgang ja immer noch gerichtlich geklärt werden, ob die Nothilfe angemessen gewesen ist.

Rektor_80
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sowas kann nan nur sagen, wenn man warm in der Etappe sitzt. Die Redaktion hat keine Ahnung davon, was sich Erzieher, Lehrkräfte und Sozialarbeiter täglich gefallen lassen müssen. Wer schützt diese? Gewalt ist von beiden Seiten ist nicht hinnehmbar, aber auch bei Profis im Einzelfall (Notwehr) nachvollziehbar. Sie können sich gern ein eigenes Bild in verschiedenen Einrichtungen machen, aber dazu müssen Sie den bequemen Bürosessel auch mal verlassen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Okay, dann mal Butter bei die Fische: Wie würden sich Lehrer in folgender (echt erlebten) Situation verhalten?:
Lehrer ermahnt einen Schüler im Unterricht, er solle sich an die (Klassen)regeln halten. Dieser weigert sicht und wird pampig. Lehrer teilt ihm mit, dass das Konsequenzen haben wird und er die Eltern darüber informieren wird. Daraufhin baut sich der Schüler mit erhobener Hand vorm Lehrer auf (der Schüler 8. Klssse ist einen halben Kopf größer als der Lehrer und recht kräftig).
Nun mal los, liebe Kollegen, was tun Sie in diesem Fall. Natürlich darf auch die Redaktion, Eltern und alle anderen brauchbare Vorschläge liefern.
Ich verspreche, wenn es mindestens zwei konkrete Vorschläge (keine Träumereien/Wunschdenken) hier gibt, dann schreibe ich, wie die Sache “gelöst” wurde und bringe noch ein zweites echtes Beispiel mit dem gleichen Anfang der Geschichte.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Dieser Leitfaden ist bekannt. Welche der dort angesprochenen Punkte hätten Sie in dieser Situation, wie in welcher Reihenfolge umgesetzt? Bitte daran denken, Sie müssen sehr schnell richtig handeln und können nicht erst nachlesen!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Klar ist man bzw. sollte man als Lehrer auf solche Vorfälle vorbereitet sein. Das Problem dabei ist nur, diese Vorfälle verlaufen nie nach Lehrbuch! Jede Situation ist völlig anders und erfordert ggf. völlig andere Reaktionen des Lehrers, da kann man nicht lange überlegen, verschiedene Strategien auf Vor- und Nachteile abwägen oder erst einmal tief durchatmen oder Yoga zur Stressreduktion machen …

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Mehr Realitätssinn!

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Liebe @Potschemutschka,
Hier muß ich Ihnen einmal ganz klar widersprechen.
Eine pädagogische Fachkraft darf, wo und in welchem Rahmen auch immer sie beschäftigt ist, die ihr anvertrauten Kinder oder Jugendlichen nie schlagen.
Das ist völlig klar, und da gibt es nichts zu diskutieren.
Selbst wenn es möglicherweise Situationen gibt, wo so eine Handlung im Affekt menschlich nachvollziebar sein könnte, so muss sie doch immer in irgendeiner Weise geahndet werden. Denn wo kämen wir in letzter Konsequenz hin, wenn wir von dieser Maxime auch nur einen Millimeter abwichen?
Damit würden dem Machtmißbrauch durch körperliche Züchtigung, wie es ihn vor noch gar nicht allzulanger Zeit, vor allem in Heimen/Internaten und in Einrichtungen für sozial auffällige Jugendliche einst gab, abermals Tür und Tor öffnen.
Nein. Als Lehrer oder Erzieher muss das Schlagen eines Schülers/Kindes immer ein absolutes Tabu/Verbot darstellen. Ohne Diskussion.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Natürlich haben Sie vollkommen Recht!
Aber sind Sie sicher, dass Sie immer in jedem Fall die Kontrolle über Ihre Affekte behalten können? Ich nicht! Es ist mir zwar gelungen, mich immer zu beherrschen, aber eine Garantie hätte ich dafür nie gegeben.
Selbstverständlich hätte ich im Falle eines Falles die Konsequenzen akzeptiert. Denn die wären dann auch vollkommen gerechtfertigt gewesen.
Einmal in den 40 Jahren, bat ich meine SL darum, in einer bestimmten Klasse, wegen eines bestimmten Schülers, nicht mehr eingesetzt zu werden. Ich erklärte ihnen, dass ich keine Garantie für mein Handeln übernehmen könne und begründete dies auch. Zum Glück kamen sie damals meinem Wunsch nach.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Aber sind Sie sicher, dass Sie immer und in jedem Fall die Kontrolle über Ihre Affekte behalten können.”
Nein. Ganz sicher nicht. Darum schrieb ich, dass es Situationen gibt, in denen es menschlich nachvollziehbar ist.
Im Grunde kam diese Debatte zustande, weil @Sven schrieb, würde ihn ein Kind anspucken, würde es “eine fangen”.
Und mit so einer Einstellung, kann ich nicht in einen Beruf gehen, wo ich es mit Kindern oder Jugendlichen zu tun habe.
Da muss ich immer mit dem Anspruch herangehen, dass ich ein Kind niemals schlagen werde. Wenn ich schon mit dem Vorsatz da reingehe, “wenn ein Kind diese oder jene Grenze überschreitet, dann fängt es sich eben eine von mir ein”, dann sinkt die Hemmschwelle, dass auch wirklich zu tun. Und das kann nicht die Lösung sein, ganz abgesehen davon, dass es völlig zurecht verboten ist.
Das heißt nicht, dass ich einen Menschen persönlich verurteilen würde, dem dass aus dem Affekt heraus, in einer sehr herausfordernden Situation oder aus einer chronischen Überlastung heraus, passiert – dass ihm sozusagen “die Hand ausrutscht”.
Nichtsdestotrotz muss in einem solchen Fall der Sache nachgegangen werden, wie und warum es dazu kam und es muss entsprechende Konsequenzen haben.
Deshalb hat es mich sehr gewundert, dass auf @Svens Aussage da zunächst Zustimmung kam.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Das Blöde an affektivem Handeln ist doch, dass die erwartbaren Konsequenzen des Handelns ausgeblendet werden, weshalb es ja auch strafmildernd berücksichtigt werden muss.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ja. Trotzdem – und ich verstehe die Diskussion darüber immernoch nicht – ein Forust haut hier den Satz raus: “Wenn mich ein Kind anspuckt, fängt es eine” – und die Reaktion hier ist, außer von der Redaktion, nicht “nö, geht gar nicht”, sondern “och ja, würd ich vielleicht auch nicht anders machen, ist schon irgendwie akzeptabel mit so einer Einstellung in die Arbeit mit Kindern zu gehen….” Nein. Ist es nicht. Und ich widerhole mich, was dann letztendlich im Affekt, ungewollt, aus welchen Gründen auch immer, in der Realität alles passieren kann und welche Konsequenzen für den Betroffenen daraus folgen, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Regel muß immer lauten: Die anvertrauten Kinder und Jugendlichen dürfen nicht geschlagen werden.
Ich weiß gar nicht, was es da dauernd an Wenn und Aber zu diskutieren gibt.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Weglaufen

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Okay, zum ersten… wer bietet eine andere Möglichkeit (und evtl. etwas ausführlicher)? 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Hängt von der Örtlichkeit ab. Aber auf einen Baum klettern ist auch eine Möglichkeit.
Btw mein Vorschlag basiert auf der Grundlage ministerieller Empfehlungen in Bezug auf Gewalt gegen Lehrkräfte.
Bei den Vorgesetzten ist vieles zum Schreien, manches aber auch zum Wegrennen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist tatsächlich meistens die sinnvollste Lösung. Gerade in dieser Situation – wo der Aggressor persönlichen Fokus auf eine gezielte Person … Nämlich einen selbst … hat, kann man das guten Gewissens erstmal machen.

Sieht natürlich anders aus, wenn er plötzlich – Grund nicht bekannt – generell aggressiv ist und man sich zutraut, dass man hier agieren kann und “muss”.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Okay, auch mal Butter bei die Fische … Sie stellen hier eine Situation von “kräftiger, aggressiver Jugendlicher” gleich mit “3 jähriges (behindertes) Kind bespuckt jemanden”? Ernsthaft? Das war nämlich die konkretere Ausgangssituation.
Aber gerne können wir beide Fälle hier diskutieren …

3 Jähriges (behindertes) Kind bespuckt mich:
– Ermahnung und Fehlverhalten besprechen
– Sanktion im Sinne von Auszeit
– Elternabholung mit Gespräch Kind + Eltern + ich (ggf. Sozialarbeiter)
Bei wiederholter “Tätigkeit”:
– Sofortige Abholung und Ausschluss einer bestimmten Zeit
– Ggf. etwas “nässrigeres” Gepräch mit dem Kind als Lerneffekt

8. Klässler baut sich mit erhobener Faust auf:
– Distanz bewahren
– Einbezug der anderen Kinder [sind ja einige 8 Klässler …] normalerweise habe ich doch eine gute SuS-LuL Beziehung … Ich behaupte mal, dass die mir hier eher zur Seite stehen in der Regel
– Ggf. Hand schonmal als Distanz anheben (offene Hand zum Greifen und Blocken)
– Lauter werden [Aufmerksamkeit, ggf. Hilfealarm]
– Versuchen zu deeskalieren, aber damit rechnen, dass Jugendlicher eskaliert
– Gegenstände/”Blockaden” im Klassenraum?
– Schauen, ob Deeskalation funktioniert [Distanz, Aggressorhaltung]
– Notfalls Selbstverteidungung [dass ich Judo, BJJ, Selbstverteidigung und Boxerfahrung habe hilft eventuell etwas …]
– Danach definitiv weitere (rechtliche) Konsequenzen den Umständen entsprechend
–> Letztendlich reagiert man sowieso (dann)… Oder fällt in Schockstarre …

So … Vergleichen Sie mal beide Fallbeispiele … Vergleichen kann man sie nämlich sehr gut … Nur eben nicht gleichstellen.
Und gerade um diesen Unterschied geht es doch …?

Ich gehe stark davon aus, dass die Redaktion hier nicht ausdrücken will und würde:
– Lassen Sie sich doch im Ernstfall verprügeln
Das ist auch absolut nicht der Fall bei “3 jähriges (behindertes) Kind bespuckt” mich. Oder? Oder haben Sie hier ernsthaft im Vergleich zum 2. Fall [8. Klässler – tatsächliche Notwehrsituation] Angst um Ihr physisches Wohl und ggf. Folgewirkungen dessen?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Danke für Ihre Antwort.
Zum 1. Beispiel – 3jähriges (behindertes) Kind schrieb ich hier mMn. schon genügend in diesem Thread.
Zum 2. Beispiel – alles gute Hinweise, kann man alles, je nach Situation machen, außer das mit der “Selbstverteidigungserfahrung” – damit kann ich leider nicht aufwarten.
Zum Punkt: “Einbezug der anderen Kinder” – die waren in Schockstarre. Es handelte sich nämlich um den Klassen-King, vor dem alle kuschten. Laut werden hätte auch nicht viel gebracht, der Klassenraum war etwas abgelegen. Meine “Bauchentscheidung” damals – ich sah ihm fest in die Augen und machte einen halben Schritt auf ihn zu, sorgte für festen, aufrechten Stand, bereit den Schlag evtl. irgendwie abzuwehren … Wir standen uns ein paar Sekunden so gegenüber und sahen uns an. Dann sagte ich, er solle sich wieder hinsetzen. Das tat er, es kam aber noch irgendein despektierlicher Spruch – er musste ja sein Gesicht wahren … Danach ging der Unterricht normal weiter. Übrigens machte dieser Schüler nie wieder derartigen Stress bei mir. … Ja, es hätte auch anders ausgehen können … aber wäre ich weggelaufen, hätte ich auch gleich meine Versetzung beantragen können – in dieser Klasse hätte ich “verloren” gehabt und wahrscheinlich in den anderen Klassen auch (kleine Schule, da machen Vorfälle schnell die Runde).
Ach so, die Mitteilung an die Eltern (Auslöser des Vorfalls) gab es trotzdem. Den “kleinen” Zwischenfall erwähnte ich dabei nicht – es war ja nichts passiert. 🙂

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

“Angehörige von uns…” Das ist kein eigenes Erleben, sondern lediglich Wissen vom Hörensagen.

Rektor_80
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,

bitte lesen Sie richtig. Ich redete von Gewalt, nicht vom Spucken. Wenn ich angegriffen werde, habe ich das Recht, mich zu verteidigen. Egal, gegen wen. Alle anderen körperlichen Zugriffe sind selbstverständlich unzulässig und unprofessionell.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rektor_80

Für andere Beamte gilt Spucken aber als Gewaltanwendung, da stellt selbst eine Sitzblockade schon Gewaltausübung dar.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die Rechtslage ist kompliziert und Kinder/Jugendliche … naja…
https://www.fachanwalt.de/magazin/strafrecht/anspucken-als-straftat

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rektor_80

Das ist halt auch in dieser Diskussion ein selbst gemachtes Strohmann Argument.
Kann passieren, wenn man den Bezug nicht hat oder nicht herstellt. Alles okey. Passiert.
Der Bezug ist “[3 jähriges (behindertes)] Kind spuckt mich an – ich schaller dem eine” [überspitzt/tatsächlich so als “Argument” …].
Das hat doch nichts mit Notwehr zu tun?
Oder fühlen Sie sich hier ernsthaft so bedroht, dass Sie körperlich aktiv werden müssten und dies als Notwehr [ist es nicht] deklarieren wollen würden?

Ansonsten haben Sie ja absolut recht … Das wird hier wahrscheinlich (?) auch absolut niemand anzweifeln. Natürlich darf ich mich gegen Gefahren wehren.
Das war nur nie der Diskurs hier. Das war der Strohmann, um diesen Diskurs zu rechtfertigen und legitimieren. Eigentlich sehr durchschaubar … Einige checken das offensichtlich nicht. Fallen Sie doch nicht drauf rein, sondern lesen den Urbezug, worum es der Redaktion [und mir] geht und ging.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Nun ja, die (Kinder) sind zum Teil auch schon in der Etappe gezeugt worden.
Ist halt immer noch besser, in der Etappe Rotwein zu kotzen als an der Front Blut zu spucken.

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rektor_80

Es ist wohl schon ein Unterschied ob ein Erwachsener ein Kind schlägt oder umgekehrt. Ich glaub mein Schwein pfeift. Ich bin tatsächlich schon bespuckt worden auch mit voller Absicht von einem behinderten jungen Mann. In meiner Zeit auf einer Wohngruppe für behinderte Kinder und Jugendliche mit besonders herausforderndem Verhalten war Bespuckt, geschlagen und gekratzt werden ( ich habe heute noch Narben an Armen und Händen) im Prinzip Alltag. Und obwohl gerade die Jugendlichen mir teilweise körperlich überlegen waren was die Kraft anging, hätte ich nie und nimmer zurück geschlagen. Kognitiv und soz.emotional waren viele auf dem Stand eines 2-3 jährigen. Natürlich habe ich Grenzen gesetzt und da wir in Deeskalation regelmäßig geschult wurde kannte ich Selbstverteidigungstaktiken um Angriffe abzuwehren. Natürlich gab es auch Grenzen. Auch wenn es meist nur die Verbringung des Aggressors ins Auszeit-Zimmer war. Was aber weniger Strafe als Selbstschutz und Schutz der Mitbewohner war. Natürlich bringe mich auch heute Kinder manchmal an meine Grenzen und erschöpfen meine Geduld. Dann gibt es einen Erzieherwechsel. Wenn alles Grenzen aufzeigen nichts gebracht hat. Aber zurück schlagen oder spucken ist keine Option. Immerhin sitzt vor mir ein Kind, dass sich -auch welchen Gründen auch immer – gerade so benimmt weil es keine Handlungsalternativen hat. Schon witzig, dass ich vom 5 jährigen erwarte nicht zu schlagen aber als Erwachsener kann man dann zurück schlagen oder wie? Wo leben sie geistig und intlektuell? Im Mittelalter

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  TschinavonMauzen

Als Student arbeitete ich in den Sommerferien 4 Wochen in einer Einrichtung für GE- Kinder/Jugendliche und ich war auch mal 2 Wochen auf einer Krankenhausstation für mehrfach-behinderte Kinder tätig. Da kam es auch vor, dass ich bespuckt wurde. Das war zwar ziemlich eklig, aber ich wusste, das war nicht als Beleidigung gegen mich persönlich gemeint. Da gab es keine Ohrfeige.
Übrigens – ich habe in meinem langen Leben bisher noch niemanden geohrfeigt. Mich hat aber auch noch nie jemand bewusst, dermaßen beleidigt.
P.S.: @Rektor_80 sprach vom Recht auf Notwehr und nicht davon “einfach so” jemanden zu schlagen.
Er schrieb: “Gewalt ist von beiden Seiten ist nicht hinnehmbar, aber auch bei Profis im Einzelfall (Notwehr) nachvollziehbar.”
Und das sehe ich auch so!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich bin an Rosenmontag Rettungsdienst gefahren, da waren es seltener Kinder und Jugendliche, die da gespuckt haben, sodass wir uns mehrmals umziehen konnten. War auch extrem schwierig, die Spucktüten zu treffen.

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich habe auf einer Intensiv -Gruppe gearbeitet. Hier hatten viele Bewohner zusätzlich zur Behinderung, eine psychische Erkrankung. Stichwort Doppeldiagnose. In einem Fall umarmte mich ein Jugendlicher und im nächsten Moment, versetze er mir einen saftigen Schlag ins Gesicht. Seine Reaktionen war oft unvorhersehbar. Er schlug zu, ohne Kontext zur Situation. Und er schlug heftig zu. Ein anderes Mädchen, zwickte und kratze einen gerne blutig. Es war ihre Art der Zuneigung. Ich habe weder durch mein Verhalten noch sonst wie, die Ohrfeige noch, die Kratzer in diesen Fällen provoziert, falls sie darauf hinaus wollen. Aber hier geht es eben um Menschen, die ihr Verhalten weder steuern noch erklären können. Manchmal sind nicht einmal Gefühle wie Wut oder Frust dahinter. Da helfen nur Selbstverteidigungstaktiken. Gross pädagogisieren ist da nicht. Aber man kann sich selbst verteidigen ohne dem anderen mit der selben Gewalt zu begegnen. In ganz harten Fällen haben wir die Polizei gerufen.

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nochmal! Ich schlage als erwachsene Person bestimmt kein Kind zurück, dass mir deutlich körperlich unterlegen ist. Ich sage Laut “Stop!”. Ich halte vielleicht die Hände fest oder gehe auf Abstand. Aber nie und nimmer schlage ich ein Kind. Fertig aus.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, das glaube ich Ihnen auch … Aber warum schreiben Sie denn so einen Stuss dann? Sorry das so sagen zu müssen.

Sie zeigen hier doch auf, dass Sie gar nicht so handeln, wie Sie oben geschrieben haben …
Natürlich würden Sie [hoffentlich] kein 3jähriges (behindertes) Kind eine Watschen. Vor allem im professionalisierten Rahmen Ihrer Tätigkeit.
Warum schreiben Sie das dann?

Dem Strohmann-Argument stimmen stimmen doch alle zu?
Ja … Man darf sich angemessen im Notfall verteidigen. Notwehr genannt. Da sind sich tatsächlich doch ALLE einig? Auch/”sogar” die Redaktion. Bleibt eben der Strohmann als/zur Rechtfertigung zu “3 jähriges Kind bespuckt mich – ich zünde dem eine” [überspitzt provokant gesagt …].
Das muss man doch verstehen, erkennen und anerkennen?
Gerade im professionalisierten Bereich unserer Tätigekeiten … Und ja, natürlich kann ich das “im privaten Rahmen” von ungeschulten Personen mit offensichtlicher häufig eigener Gewalterfahrung und Gewaltausprägung und Überforderung “verstehen” … Nur bin weder ich so ungeschult, noch Sie… Da bin ich mir sicher.
Also schreiben Sie doch bitte solchen Stuss dann auch nicht? Das wissen “und können” Sie doch besser.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rektor_80

Notwehr … Ist es ernsthaft Notwehr ein 3jähriges (behindertes) Kind [siehe Aussage oben] zu Ohrfeigen, wenn es einen bespuckt?
Kennen Sie da keine anderen professionelleren Wege und Lösungen? Echt nicht?

Wenn ein aggressiver Jugendlicher mit selbiger Größe und Gewicht auf mich “eintrommelt” – natürlich wehre ich mich da.

Ich denke mal davon spricht doch die Redaktion hier gar nicht. Natürlich soll und muss ich mich, anderen Menschen der Umgebung und ggf. auch dem/den Aggressor gegenüber (sich selbst) schützen. Absolut klar. Darum geht es doch bei “bespuckt mich ein 3 jähriges (behindertes) Kind, dann schaller ich dem einen” gar nicht … Hoffe ich? Anscheinend leider schon …

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Angemessen …
Hör mal … Bei 10 Kindern und schlagen + besprucken ist das doch was anderes als “das 3 jährige (behinderte) Kind” ? Das müssen Sie doch verstehen?

Falls ein Kind mit einem Messer auf mich losgeht und ich nicht auskomme, dann versuche ich es auch auszuknocken … Logisch. Ist aber doch eine ganz andere Nummer als “3 jähriges Kind bespruckt mich” im professionellen Rahmen meiner Tätigkeit. Verhältnismäßigkeit besagt das Gesetz zur Selbstverteidigung.
Ist es angemessen mein Leben zu schützen mit Gewalt (Knockout)? Ja definitiv.
Ist es angemessen ein 3 jähriges (behindertes) Kind eine zu “schallern”, wenn es mich bespuckt? Nein. Finde und empfinde ich nicht.
Hier müssen Eltern einbezogen werden. Hier muss man sprechen und (er)klären. Und wenn man dann selbst “eine feuchte(re)” Aussprache hat, damit es das Kind versteht [bei erneuten besprucken].. Sei’s drum. Vielleicht checkt das Kind es dann wiederum. Ist eventuell auch sinnstiftender als mit Gewalt an Kleinkindern “solche Sachen” zu regeln?
Oh man … Unsere Gesellschaft ist ja wirklich verloren, wenn so die Mehrheit denken sollte … Gerade im professionelleren Bereich. Bei ungeschulten Menschen verstehe ich das ja noch … Aber bei Profis? Ernsthaft?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

Stellen Sie hier ernsthaft folgendes gleich:
– 10 attackierende Kinder [1. Klässler] – welche geschlagen/getreten UND gespuckt haben
mit
– “Ich watsche ein (behindertes) 3 jähriges Kind, falls es mich anspuckt” [siehe oben]
?
Wow … Kreativ zumindest.

Natürlich darf man sich den Umständen entsprechend wehren. Absolut richtig und klar. Wenn mich 10 Kinder angreifen, dann darf ich mich wehren. Hier durchaus mit einer Ohrfeige oder anderswie der Situation angemessen.

Aber das sind doch schon krasse Fallunterschiede?
Wenn hier der Baseballschläger gezückt worden wäre gegen Erstklässler wäre das Urteil auch wohl anders ausgefallen. Wahnsinn …

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Die Geschichte mit den zehn Erstklässlern klang für mich ja so, dass das “Anspucken” und “Angfreifen” aus einer Spielsituation heraus geschah und, zumindest zunächst, gar keinen bösartigen Charakter hatte.
Ich stelle mir das gerade auf meine Vorschulkinder übertragen vor, die altersmäßig ja nicht allzuweit von den Erstklässlern entfernt sind.
Ein heißer Sommertag im Garten. Einige Kinder fangen an, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen, ich stehe dabei und werde ins Spiel mit einbezogen. Das Ganze bewegt sich in einem Rahmen, wo ich den Spaß mitmachen kann. Die Kinder quietschen und lachen und haben einen Riesenspaß. Einer kommt auf die Idee immer einen Schluck Wasser in den Mund zu nehmen und die anderen damit anzuspucken. Das ist der Punkt, wo ich schon zum ersten mal einschreiten und “Stop” sagen würde, bevor noch mehr die “Idee” aufgreifen. “Es wird niemand angespuckt.”
Ich kenne solche Situationen zur Genüge.
Man läßt sich als Erzieher auf den ausgelassenen Quatsch, den Kinder nun mal so gerne treiben, ein Stück weit ein. Das ist auch gut und wichtig, denn es tut sowohl den Kindern als auch dem Erwachsenen gut, einfach mal unbeschwerten Blödsinn zuzulassen und gemeinsam über Albernheiten zu lachen. Das stärkt die Bindung und fördert das Vertrauen der Kinder in die erwachsene Bezugsperson. Es ist aber auch Aufgabe des Erwachsenen rechtzeitig zu signalisieren, wann eine Grenze erreicht ist. Es kann durchaus sein, dass man dann mit einmal “Stop, bis hierher und nicht weiter”, nicht gleich durchdringt, wenn eine größere Gruppe Fünf- Sechsjähriger erst mal im “Spaß-Rausch” ist. Ich bin in solchen Situationen immer stehen geblieben, habe die Arme hochgestreckt und laut “Hey, stop jetzt! Aufhören, sofort!” gerufen. Ja, und manchmal mußte ich diejenigen, die mir am nähesten waren in dem Moment auch von mir wegschieben. Spätestens dann, hatte sich die Situation eigentlich jedesmal beruhigt und ich konnte den Kindern in Ruhe mitteilen, dass und warum ich nicht mehr mitspielen möchte und ihnen dabei auch erklären, welche Regeln eingehalten werden müssen, wenn sie das Spiel weiterspielen wollen.
Ich kann jetzt nicht beurteilen, ob das mit der Situation des Lehrers vergleichbar ist, der von den zehn Erstklässlern angegriffen und bespuckt wurde. Da schien das Ganze doch ein höheres Aggressionslevel erreicht zu haben.
Bespuckt wurde ich in so einer Situation Gott sei Dank noch nie. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich das, so wie ich es weiter oben beschreibe, “hocheskalieren” kann. Dass aus anfänglichem Spaß dann plötzlich Ernst wird, weil Kinder sich in eine vermeintlich lustige Situation hineinsteigern und nicht mehr wahrnehmen, dass es für den anderen längst nicht mehr lustig ist.
In meinem Fall mußte ich nie so weit gehen und quasi ein Kind, “stellvertretend” für alle anderen, ohrfeigen, damit wieder Ruhe einkehrt.
Aber, wie gesagt, ich möchte mir kein Urteil über die Situation und die Reaktion des Lehrers erlauben, weil ich aufgrund des Berichtes nicht wirklich einschätzen kann, wie ausweglos die Situation für ihn war. Wenn das Gericht so entschieden hat, muss da wohl schon eine höhere “Eskalationsstufe” erreicht gewesen sein.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Gewalt erzeugt Gegengewalt – und wenn Sie immer noch einen draufsetzen, dreht sich die Spirale halt nach oben. Schläge verhindern gar nichts. Sie machen sich zudem strafbar.

Wenn ein Kind glaubt, es könne sich Verhalten rausnehmen, ohne eine direkte und deutliche Konsequenz zu bekommen, wird es genau so weitermachen.

Hier mal ein Vorfall aus unserer Schule:
Schüler A fand es lustig, immer wieder anderen Schülern (alles Jungs) von hinten die Hose runterzuziehen. Da gab es ganz viele Gespräche, nur geändert hat sich nichts. Nur diesmal drehte sich ein betroffener Schüler direkt um und gab dem Schüler A eine schallende Ohrfeige. – Danach kam Schüler A nicht mehr auf die Idee, jemandem die Hose runterzuziehen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Sie vergleichen gerade die Rolle von Kind – Kind mit der Rolle eines (professionellen) Erwachsenen im Berufsbereich Erziehung/Bildung – Kind.
Das ist Ihnen hoffentlich klar?
Machtgefüge
Professionalisierung
Lebenserfahrung
Ausbildung
Körperliche Überlegenheit
Usw. Usf.

Natürlich können sich Kinder “mal raufen”/”Grenzen setzen/zeigen”. Ist doch was anderes, als wenn ich als Erwachsenen in Rahmen meines professionalisierten Berufes und Tätigkeitsfeldes ein 3 jähriges Kind eine zimmer, wenn es mich bespuckt [und v. A. ich ggf. den Grund gar nicht kenne – also so oder so nicht …].

Und genau das war doch die Ausgangssituation des Diskurses.

Bei sämtlichen Strohmännern oder “neuen selbst gemachten Fallbeispielen” sagt doch die Redaktion nichts anderes als: Bei Notwehr darf man sich selbstverständlich angemessen verteidigen. Selbstwehr genannt …

Und ja … Langfristig erzeugt Gewalt oft Gegengewalt und den Lernaspekt “mit/durch Gewalt kann ich mich durchsetzen und Grenzen und Ziele zeigen”. Stimmt ja auch … Ist halt oft nicht rechtlich und sozial angemessen. Aber klar “funktioniert das”. Der “Lerneffekt” tritt ein … Konditionierung durch Gewalt als Ziel des Erfolgs. Ja wow … Da wollen wir als Gesellschaft ja auch bestimmt hin. *Augenroll*
Recht des Stärkeren. Yeees. Genial.
Und ja bei Kind – Kind ist das durchaus nochmal anders als bei Erwachsener – Kind.
Ist so wie mit der heißen Platte und so … Lass lieber sein. Manchen reicht die Theorie – manche brauchen die Praxis. Allerdings verbrenne ich hier auch kein Kind absichtlich als Person, welche das selbst doch besser weiß …

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Sven

Das würde ich bezweifeln. Sie überschätzen die Merkfähigkeit(en). ICH würde es nicht so machen – “eine fangen” kann für beide Seiten übel ausgehen. Konsequenzenlos darf aber so ein Verhalten nicht bleiben.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Welche Konsequenzen gäbe es bei Ihnen für den Schüler?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Schade! Die Antwort hätte mich wirklich interessiert.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Mindestens 5 Jahre Gefängnis ohne Bewährung!
Alternativ Steinigung und Prangerstellung im Dorfzentrum!
Bestenfalls natürlich beides!!!

Ein 3 jähriges Kind sollte schon im Leben an(ge)kommen (sein) und dem zeigt man natürlich wo der Hammer hängt. [Da dürfen die Eltern dann noch so bescheuert sein …. Liegt ja ausschließlich an der Göre. Selbstständigkeit und Slebsterziehung ist der neue Weg der Gesellschaft!]

[Achtung: Leichter Sarkasmus enthalten. Oder vielleicht auch nicht … Haha]

TschinavonMauzen
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Schon witzig. Man könnte sich auch einfach darauf einigen, dass man kleine Kinder nicht schlägt egal was sie nun absichtlich oder unabsichtlich bzw. In Ermangelung anderen Handlungsalternativen tun. Egal ob sie nun aus Spaß spucken oder weil sie damit ausdrücken wollen, dass ihnen etwas gegen den Strich geht. Stattdessen werden hier immer weiter Beispiele genannt wo es doch aber okay ist das Kind schlagen zu dürfen. Was aber wenn das Kind 28 Jahre alt ist und ein Kampfgewicht von 115 kg hat. Was wenn es mich mit einer Pumpgun bedroht? Lehrer braucen echt dringend Schulungen in Deeskalation und Selbstverteidigung. Man könnte ja auch das fordern , statt auf das Recht zu pochen, Kinder zu schlagen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  TschinavonMauzen

Sind oft Scheinargumente zur Ausweitung und “Legitimation” von (Fehl-)verhalten und sozialen Fehlstellungen. Diese stellt man auf als Ankerpunkt, um die (offensichtlichen) falschen Punkte zu bestärken und/oder rechtzufertigen. Gerne auch mit “whataboutism” usw. untermauert.
Oft geschieht das im Nachhinein bei Diskursen, wenn man es eigentlich besser weiß bzw. checkt, es aber nicht so eingestehen will und nicht “zugesteht”, dass das ein Quatsch-Take war.
Sieht man in Diskursen (leider) öfter. Ist nichts Neues.
Aber kann man ja verstehen und aufzeigen dann. Muss man eben auch verstehen.

Ist auch kein Problem … Oft eher “Selbstschutz” und “Gesicht bewahren”. Damit kann man umgehen.
Sarkasmus ist hier ebenfalls ein Weg der Entgegnung. Ob immer sinnvoll und zielführend ist was anderes … Zeigt es aber ad absurdum auf. Und Spaß macht es auch.

Eva
1 Monat zuvor

Ich denke ein Grundproblem ist heute die viel zu frühe Trennung von den Eltern. Gerade die Jüngsten brauchen diese Sicherheit. Und die Kindet nicht anfassen dürfen ist auch zweifelhaft. Manchmal reagierem Kinder merkwürdig, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenigstens einmal über die Haare streicheln, das reicht oft schon. Die Kinder haben einem Vollzeitjob in der Kita, in einem Alter wo sie den ständigen Lärm noch nicht verkraften können. Wen wundert es, das sie aggressov werden?

Vicky
1 Monat zuvor

Das ist nun das Ergebnis unserer neuen Pädagogik, mit dem dazugehörigen Kinderschutzkonzept….
Erzieher, Lehrer etc.. haben nichts mehr zu sagen, sind der täglichen Gewalt ausgesetzt und keiner steht hinter den Fachkräften.
Die obersten, die die neusten Vorschriften herausbringen, wollen von allem dem nichts wissen, schuld sind immer die Fachkräfte.
Es dürfte keiner mehr den Job machen, sollten mal die Leute von Amt in den Einrichtungen arbeiten…

Kleopas
1 Monat zuvor

Da haben wir doch die Ursache: Man nimmt brav alles hin, und den Kids werden keine Grenzen gesetzt, die “konsequenzenlose Laissez-faire-Pädagogik”:
«Wir dürfen Kinder nicht am Arm nehmen und in ein anderes Zimmer tun und im Endeffekt Kinder nicht anfassen», sagt eine Erzieherin aus dem Landkreis Karlsruhe. «Wenn man also getreten oder bespuckt wird, muss man das über sich ergehen lassen.» 
In früheren Jahrzehnten musste sowas niemand “über sich ergehen lassen.” Man hätte zumindest mit Rauswurf gedroht. Dann hätten ggfs. die Eltern Druck gemacht, dass das Kind sich besser benimmt. Fragt sich auch, in welchen anderen Ländern das Personal das einfach so “über sich ergehen lassen” muss. Von den anderen Kindern ganz zu schweigen. Das Faustrecht im Kindergarten?

Christina Eberle
1 Monat zuvor

Natürlich darf man ein Kind anfassen, wenn Gefahr im Verzug ist. Keine Erzieherin muss sich Treten, Beißen und Schlagen gefallen lassen. Ist ein Kind fremdgefährdend, kann ihm auch gekündigt werden.

FrauE.
1 Monat zuvor

Ich habe gerade an einem Web Seminar teilgenommen, in dem eine Rechtsanwältin mit der Aussage aufgeräumt hat, dass man Kinder nicht festhalten dürfe! Das darf eine Fachkraft sehr wohl, wenn es um den Schutz der attackierten Kinder geht, um den Eigenschutz und auch zum Selbstschutz des aggressiven Kindes!
Also nicht immer alles schlucken, was einem gesagt wird und vor allem jeden Vorfall dokumentieren!

Ernestine Bammer
1 Monat zuvor

Es drängt sich beim lesen dieses Artikels die Frage auf, wen oder was spiegeln die Kinder mit ihrem Verhalten?
Selbst die sogenannten Kinderfilme sind oft so voller, sogar “lustig ” verpackt er, virtueller Gewalt, dass es nicht wundern muss, dass solches Verhalten nachgeahmt wird. Kinder heute sind mehr den je diversen Medien ausgesetzt. Wäre es nicht diesbezüglich wichtig, den Jugendschutz besser anzuwenden und entsprechend zu filtern? Oder wird das gar schon als Zensur angesehen? Eine entsprechende Studie ist womöglich aufschlußreich.
Nachdenkliche Grüße
Ernestine Bammer

Helms
1 Monat zuvor

Erziehung findet heute nicht mehr statt.Bei uns toben die Kinder durch den Supermarkt, beißen alles an,und was nicht schmeckt wird auf den Boden gespuckt.Wenn Mama es schafft von ihren Smartphone aufzublicken, freut sie sich über die selbstbestimmte Haltung ihrer Kinder.

Gisela
1 Monat zuvor

Wir erleben das gerade in der familie in drr kita geht es gegen kids gegen erzieherin
Aber es gibt ja keine hilfe für das kind jetzt muss das kind um 11 uhr früh aus der kita zur mutter sagte dann bleiben sie zuhause beantragen bürgergeld da gibt es genauso viel geld mutter ist allein erziehend wer muss nun das kind betreuen jeder uropa uroma tante oma das heisdt das kind ist jeden tag wo anders zu hause gibt es probleme mutter bemüht sivh sehr
Aber da ist sich eine schwester da geht im die ganztagsschule leidet untet stitution
Es gibt keine hilfe lapidare antwort wir haben kein platz müssen warten auf was bis das drama sich zu spitz
Also muss man hilflos zu sehen wie sich das entwickelt
Was ist das für eine zeit
Schicke kind heim mutter steht hilflos da was muss passieren das man hilft
Ich bin jetzt 77jahre und bin entsetzt über diese zustände in unserem land

Anonym
1 Monat zuvor

Hallo,ich habe noch nie auf Beträge geantwortet.Aber ihr Artikel hat mich sofort angesprochen.Erste Reaktion,war na endlich und also, geht es anderen Erzieherinnen auch so.Ich glaube nämlich jeden Tag,vom Glauben abzufallen bzw. glaube ich jeden Tag in einem schlechten Film mitzuspielen.Wir haben ca. 6 Kinder in unserer Gruppe,die uns das Leben zur Hölle machen.Bei uns fliegen auch die Messer,Teller und Gläser (gefüllt oder ungefüllt ) durch den Raum.Wir werden beschimpft mit “Du Kacke”.Die Kinder sind alle erst 4 Jahre.Von Treten und nach uns Schlagen,mal ganz abgesehen.Ansträngen für mich ist auch(bin schon älter und habe Rücken) beim Anziehen in unserer Garderobe(meistens dort,gilt aber auch für andere Situationen)ständig die Kinder wieder einfangen zu müssen oder unter Tischen vorzuhalten,da sie dieses Spiel lustig finden obwohl sie von mir auch schon nach den 3.,4. Mal eine etwas strengere Ansage bekommen haben.Das stört sie nicht.Und ganz schlimm finde ich,wie die Kinder auch Untereinander umgehen. Und zwar,obwohl ein Kind weinend am Boden liegt,weil es sich wehgetan hat,laufen andere Kinder daran vorbei und treten nochmal dieses Kind,in die Seite oder auf den Bauch und Lachen.Man erwähne nochmal,sie sind gerade 4.Versteht ihr mich,ich finde es so erschreckend.In dem Moment war ich erstmal perplex.Nächsten Tag haben wir die Situation mit den Kindern im Morgenkreis nachgespielt.Und haben mit den Kindern besprochen, was sich das Kind wünscht etc.Es kamen von den Kindern tolle Antworten und wir hatten das Gefühl , es hat was gebracht.Leider nur bis vorige Woche (also ganze 3Wochen).Ihr glaubt nicht wieviel Kraft das raubt,ich kann nicht mehr.Man ist diesen Situationen total ausgeliefert.Aber es hilft ein wenig,wenn man liest,dass es anderen auch so geht.Bis jetzt dachte ich, es ist nur bei uns so.
Woran es liegt?Meine Vermutung,ich gehe voll mit der These mit,daß die Eltern,Partizipation falsch verstehen.Regeln und Konsequenz ist für Eltern das UNWORT.Was Ich da jeden Tag erleben darf,mit zum Beispiel :”Hannes nur noch einmal oder ” Ich möchte das nicht, das du jetzt nochmal…..(Eltern) und dann wird wieder und wieder gegen die eigenen Wünsche,für das Kind entschieden.Ist doch kein Wunder,daß Kinder heute so überfordert sind.Kinder brauchen Regeln,damit sie Stabilität bekommen.Sie brauchen sichere Erziehungspartner und nicht ständig einbrechende Eltern.
Danke.
Ich hoffe es ist okay,wenn ich anonym bleiben möchte.

Kerstin
1 Monat zuvor

Es ist kein Wunder das Fachkräfte überlastet sind da ja einige Fachkräfte nicht eingestellt werden weil sie Ü55 sind. Was die Leitungen /Träger ja nicht sagen dürfen. Es heißt dann “Wir haben uns für eine andere Bewerbung entschieden ” obwohl es nicht stimmt. Ich bin seit Mai 2025 zu Hause nach 30 J. Kita Erfahrung und Ü55, möchte Arbeiten, Bewerbungen geschrieben und nur absagen. Habe viele Zusatzqualifikation. Obwohl es zu wenig Erzieher gibt ist es nicht möglich, den Status für langjährige Kinderpfleger/in, SPA ohne Prüfung in den Erzieherstand zu befördern. Die In Deutschland geborenen Menschen werden wie zweite Klasse behandelt. Quereinsteiger machen eine Schulung (160 Stunden in Hamburg, in SH 360 Stunden) ohne Prüfung und werden als Erzieher/in zugelassen. Da wundert es mich nicht das es kein Personal gibt. Hier sollte die Regierung mal schnell etwas ändern. Am besten schon gestern.

Ani
23 Tage zuvor
Antwortet  Kerstin

Das hat schon ein Geschmäckle, wenn Sie meinen, dass > in Deutschland geborene wie 2. Klasse behandelt werden >. Ihre Behauptung können Sie wie belegen?
Es gibt in den Bundesländern unterschiedliche Abstufungen pädagogischer Qualifikationen, welche dementsprechend unterschiedliche Stundenumfänge mit sich bringen. Interkulturelle Kompetenzen sind gerade in der heutigen Zeit auch eine wichtige Einstellungsvorausserzung. Mit Ihrer der o.g. Behauptung, dass hier geborene Menschen benachteiligt werden, lässt befürchten, dass Sie deutliche Vorbehalte gegenüber zugewanderten Menschen gaben. Keine angemessene Haltung, um Schutzsichenden täglich, auch in konfliktbehafteten Situationen adäquat zu begegnen.

Kerstin
1 Monat zuvor

Auch ich bin schon mit blauen Flecken und blauem Augen nach Hause gegangen. Auslöser war: das Kind wollte ein Spielzeug habe das ein anderes Kind hatte sie fingen an sich zu prügeln, ich habe nur “Stop” gesagt und schon hatte ich die Faust im Gesicht. Zum Glück hatte eine Kollegin die Situartion beobachtet. Handy, Spielekonsolen und ungeeignete Fernsehpogramme gehören nicht in Kinderhände. Viele Eltern sind überfordert, müssen viel arbeiten wollen dann ihre Ruhe haben. Folge: hier ist mein Handy…setz dich vor den Fernseher…