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“Systematische Benachteiligungen der Frauen”: Warum der Gender Pay Gap auch (gerade) Kitas und Schulen betrifft

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BERLIN. Zum (heutigen) Equal Pay Day rückt erneut eine Zahl in den Mittelpunkt: 16 Prozent. So groß ist die durchschnittliche Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Gewerkschaften warnen vor struktureller Benachteiligung – und sehen insbesondere im Bildungsbereich politischen Handlungsbedarf. Denn dort arbeiten überwiegend Frauen, vielfach in Teilzeit, häufig unter hoher Belastung und nicht selten mit geringeren Aufstiegschancen.

Arbeit mit Kindern – Frauensache (und deshalb billig)? Symbolfoto: Shutterstock

Frauen verdienen in Deutschland weiterhin deutlich weniger als Männer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap im vergangenen Jahr bei 16 Prozent. Frauen erhielten demnach durchschnittlich 22,81 Euro pro Stunde – 4,24 Euro weniger als Männer.

Der unbereinigte Gender Pay Gap misst den durchschnittlichen prozentualen Verdienstunterschied pro Stunde, ohne strukturelle Faktoren wie Qualifikation, Branche oder Beschäftigungsumfang herauszurechnen. Im vergangenen Jahr hatte sich die Lücke um zwei Prozentpunkte verringert – erstmals binnen eines Jahres in dieser Größenordnung. Nach Analysen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung stiegen die Durchschnittslöhne von Frauen seit 2015 stärker als die von Männern. Dennoch bleibt der Abstand erheblich.

Das Statistische Bundesamt führt rund 60 Prozent der gesamten Lohnlücke von 16 Prozent auf strukturelle Unterschiede zurück, insbesondere auf höhere Teilzeitquoten von Frauen sowie geringere Löhne in typischen Frauenberufen. Umgerechnet entspricht das etwa 9,6 Prozentpunkten. Rund 6 Prozentpunkte – also knapp 40 Prozent der gesamten Differenz – bleiben statistisch unerklärt. Auch bei vergleichbarer Tätigkeit verdienen Frauen im Schnitt weniger. Als mögliche Gründe nennt das Bundesamt unter anderem nicht erfasste Erwerbsunterbrechungen etwa durch Schwangerschaften oder Diskriminierung.

„Der Gender Pay Gap von aktuell 16 Prozent und der Queer Pay Gap sind Ausdruck struktureller Diskriminierung“

Gerade im Bildungswesen bündeln sich viele dieser Faktoren. Schulen, Kitas, Hochschulen und soziale Einrichtungen sind Arbeitsfelder mit hohem Frauenanteil. Zugleich sind sie von Teilzeitbeschäftigung, befristeten Verträgen und begrenzten Aufstiegsmöglichkeiten geprägt. Nach WSI-Daten arbeiten Frauen im Durchschnitt 7,5 Stunden pro Woche weniger als Männer. Fast jede zweite erwerbstätige Frau ist in Teilzeit beschäftigt. Frauen mit Kindern arbeiten 1,7-mal häufiger in Teilzeit als Frauen ohne Kinder. Männer hingegen sind mit Kindern seltener in Teilzeit als ohne.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht darin keine individuellen Entscheidungen, sondern strukturelle Benachteiligung. „Der Gender Pay Gap von aktuell 16 Prozent und der Queer Pay Gap sind Ausdruck struktureller Diskriminierung. Sie sind politisch gemacht. Deshalb müssen sie auch politisch beendet werden“, erklärt Tiam Breidenich, Vorstandsmitglied für Frauen-, Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik der GEW, anlässlich des Equal Pay Day in Frankfurt am Main.

Breidenich verweist ausdrücklich auf tarif- und besoldungspolitische Fragen im Bildungsbereich. „Tarif- und Besoldungspolitik muss die systematischen Benachteiligungen der Frauen gezielt abbauen. Teilzeit, überwiegende Sorgeverantwortung, geringere Löhne, schlechtere Aufstiegschancen und befristete Beschäftigung sind keine individuellen Entscheidungen, sondern Folgen struktureller Ungleichheit.“

Eine feministische Tarif- und Beamtinnenpolitik bedeute auch die materielle Aufwertung pädagogischer Berufe. „Hochschullehrende, Lehrkräfte, sozialpädagogische und therapeutische Fachkräfte an Bildungseinrichtungen, Erziehende sowie Beschäftigte in Betreuung und Pflege leisten hochqualifizierte Arbeit, die gesellschaftlichen Zusammenhalt sichert. Dennoch sind Warum der Gender Pay Gap auch Schulen und Kitas betrifft, sagt Breidenich.

Konkret fordert die GEW unter anderem die gleiche Eingruppierung aller angestellten und verbeamteten Lehrkräfte in Entgeltgruppe 13 beziehungsweise Besoldungsgruppe A 13. „JA13 – weil Lehrkräfte es verdienen“, bleibe die Richtschnur der Gewerkschaft. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland sei die Angleichung für alle Grundschul-, Werkreal- und Hauptschullehrkräfte weiterhin nicht umgesetzt. „Diese Ungleichbehandlung muss endgültig beendet werden“, unterstreicht Breidenich.

„Damit wird suggeriert, Teilzeit sei eine bequem gewählte Option für ein bisschen mehr Freizeit“

Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) stellt die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften in den Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund der Debatte über eine sogenannte „Lifestyle-Teilzeit“ warnt der Verband vor einer Verzerrung der Realität. „Damit wird suggeriert, Teilzeit sei eine bequem gewählte Option für ein bisschen mehr Freizeit. Für Lehrkräfte, von denen bundesweit drei von vier Frauen sind, ist aber das Gegenteil richtig: Viele reduzieren ihre Stundenzahl, um die ausufernde Arbeitsbelastung überhaupt noch bewältigen zu können“, erklärt Tanja Küsgens, Sprecherin der Frauen im VBE und Mitglied der Geschäftsführung der dbb-Frauen.

Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche, digitale Kommunikation und zahlreiche Zusatzaufgaben seien im vorgesehenen Stundenkontingent häufig nicht zu leisten. „Sodass die reduzierte Arbeitslast faktisch weiterhin in Vollzeit erledigt wird – nur mit weniger Bezahlung“, so Küsgens.

Der VBE-Bundesvorsitzende Tomi Neckov ergänzt: „Die Debatte verkennt, dass schon heute ein erheblicher Teil der Arbeitsleistung von Lehrkräften unbezahlt erbracht wird. Wer in einer solchen Situation Teilzeit beschneidet, erhöht nicht die Produktivität, sondern das Risiko von Burnout, Berufsausstieg und weiterwachsendem Fachkräftemangel an Schulen.“ Teilzeit sei „kein kostenfreies Komfortmodell“, sondern mit Einkommenseinbußen, geringeren Karrierechancen und langfristigen Nachteilen bei Pension und Rente verbunden.

Die bildungspolitische Brisanz wird zusätzlich durch arbeitsmarktpolitische Überlegungen der Bundesregierung verschärft. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnte am Brandenburger Tor vor einer möglichen Reform des Arbeitszeitgesetzes. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi sagte: „Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!“ Gemeint sind Koalitionspläne, die tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer wöchentlichen Regelung zu flexibilisieren. Ein „Ende des Acht-Stunden-Tags“ würde aus ihrer Sicht vor allem Frauen treffen, da für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie „nichts schädlicher“ sei als unkalkulierbare Arbeitszeiten. News4teachers / mit Material der dpa

Warum die mangelnde Gleichberechtigung auch den Schuldienst betrifft

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Mario
1 Monat zuvor

Eine feministische BeamtInnenpolitik darf es eigentlich hierzulande gar nicht geben! Darüber hinaus gilt natürlich, gezielte Frauenförderung, weibliche Eigenschaften ehren und pflegen, Bekämpfung von Altersarmut als (noch) stark weibliches Problem usw.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

“Eine feministische BeamtInnenpolitik darf es eigentlich hierzulande gar nicht geben!”
Warum?
Und was sollen “weibliche Eigenschaften” seien, die wie geehrt werden sollen?

Gott will es so? 😉

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Eigenschaften ist doch weiblich.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Naja weiblich und verbeamtet war erstmal nicht erdacht, da Frauen volle Hingabe aufgrund von Kindern nicht hinbekommen, mal abgesehen davon, das deutsche BeamtInnentum hätte es in dieser Form sowieso nicht mehr geben dürfen!

Frauen sind oftmals kommunikativer, freundlicher, wärmer, was Ihrer Leistung als Pilotin, Richterin, Verkäuferin oder Ergotherapeutin durchaus förderlich ist

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Doch, deshalb ja der Lehrerinnenzölibat.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Aber meist oder fast nur auf Lehrkräfte bezogen ok, dass Fräulein vom Amt!

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Apropos “Fräulein”: Hier kommt “Das Männlein” von Carambolage

https://www.youtube.com/watch?v=GE5D2Gkgr9k&list=RDGE5D2Gkgr9k&start_radio=1

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Und männliche Beamte kümmern sich nicht um ihre Kinder?

Wie armselig!

Und kommunikative, freundliche, warme Männer gibt es nicht?
Und barbeißige Kolleginnen haben Sie auch noch nicht erlebt?

Ihre Argumentation stammt aus den 50er Jahren.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Moin, dass BeamtInnnentum ist auf volle Hingabe bezogen, Teilzeit wirkt da als Fremdkörper
Man kann nicht die Privilegien von 1806 mit einem mordernen Ansatz verbinden, sonst müsste Auflösung stehen!

Oldie-exit
1 Monat zuvor

Ergebnis der GdL: “Wie beide Seiten mitteilten, steigen die Entgelte am 1. August 2026 und am 1. August 2027 um jeweils 2,5 Prozent. Die Beschäftigten bekommen im April zudem eine Einmalzahlung von 700 Euro, für Auszubildende und dual Studierende sind es 350 Euro. Die GDL konnte zudem ihre Forderung nach einer zusätzlichen Entgeltstufe für Beschäftigte mit besonders langer Berufserfahrung durchsetzen.” Und wir Lehrkräfte bekommen +5,8% ;-))

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Oldie-exit

Bei deutlich längerer Laufzeit

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Was lange gärt wird endlich Wut – oder so.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Oldie-exit

2025 sind die Löhne im Schnitt um 4,6% gestiegen. Arschkarte für den öffentlichen Dienst

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Das wird doch durch die höhere Wochenstundenzahl kompensiert.

Marianne
1 Monat zuvor
Antwortet  Oldie-exit

Bei 35 Stunden Woche bitteschön!
Auch Homeoffice dabei

H.H.
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

massiv ungerecht :/

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

Logisch, Lokführer arbeiten im Homeoffice.

Homeoffice für Lokführer ist genauso dämlich wie Homeoffice für Lehrkräfte (über das hinaus, was es seit jeher für Lehrkräfte gab).

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot
Küstenfuchs
29 Tage zuvor
Antwortet  Oldie-exit

Könnten Sie erläutern, was ihr Beitrag mit dem Artikel zu tun hat?

dickebank
1 Monat zuvor

Sind Lehrer und Lokführer jetzt verschiedene soziologische Geschlechter?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Was ist eine Frau?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die Frau – das unbekannte Wesen:)

Petra OWL
1 Monat zuvor

Ganz genau, und die TZ ist eine riesige Gefahr. Viele, die nicht mehr können, nehmen TZ und verdienen viel viel weniger.
Trotzdem sind es oft noch 4- oder 5 Präsenztage.
Während andere akademische Berufsfelder 2-3 Homeofficetage bieten mit Gleitzeit und flexiblen Arbeitszeiten, ist Schule noch immer an der starren Präsenz von 5 Tagen gebunden.
Das ist heutzutage unattraktiv!!!
Wenn ich woanders die 35 Stunden Woche habe, die 2-3 Tage Homeoffice und fast 14 Monatsgehälter erreiche, bin ich natürlich viel besser aufgestellt als bei der massiven Präsenzarbeitszeit, die auch noch bedeutet abends zu korrigieren und vorzubereiten.
Mit Kindern, mit Partnern im Homeoffice ist das heutzutage schwer erklärbar.
Da gibt es einfach bessere Angebote und Gen Z weiß Bescheid.
Der Lehrberuf wird somit unattraktiv 🙁
Hasi ist bereits auf der Terrasse, herrliche Arbeit, flexibel und frei. Die Fischis daneben, der Grill wird bald rausgeholt. 🙂

Marianne
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Viele werden es sich überlegen und auch wechseln.
Als Mathelehrerin gibt es Traumjobs auch in der Wirtschaft und natürlich spart Homeoffice Geld und Zeit. Das muss sich jeder überlegen. Homeoffice, mehr Geld und Extrazahlungen sidn gute Lockmittel. Was spart man nicht alles im Homeoffice?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Grüße an Hasi, er genießt das Leben

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Is Hasi schon im Trainingslager? Weil Anfang April ist Ostern

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Er scheint, wenn es ihn wirklich gibt, ein funky Zeitgenosse zu sein

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Gehört der etwa zu den Funky Marys?
Dann hat der ja gleich zweimal Stress, lediglich unterbrochen durch die Fastenzeit, der Arme. Auch wenn er danach wieder auf die Terrasse darf.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Hase auf Terrasse…ist das artgerecht ?

H.H.
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Dieses Homeoffice führt zu einer massiven Ungerechtigkeit innerhalb der Familie und im Freundeskreis. Ich empfinde es auch so, dass wir Lehrkräfte eine Verbesserung erfahren müssen, sonst rutscht der Beruf ins Mittelmaß ab. Dafür ist der Bildungssektor allerdings zu wichtig. Es ist nicht zu erklären, wenn meine beste Freundin montags und freitags Homeoffice feiert und dabei noch mehr verdient bei gleichem Abschluss. Das führt doch zu Ungerechtigkeit!!
? :/

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  H.H.

“Es ist nicht zu erklären, wenn meine beste Freundin montags und freitags Homeoffice feiert und dabei noch mehr verdient bei gleichem Abschluss.”

Doch, das ist zu erklären: Sie hat einen anderen Job.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Noch….

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  H.H.

Warte mal ab, bis die wieder alle arbeitssuchend sind….es geht ganz schnell….ich habe gehört, dass Firmen (vor allem große und mittlere) gerade Personal im recht großem Stil loswerden wollen…..ist natürlich nur Geraune…..

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  H.H.

Sie haben zu 30% Homeoffice, was soll der Unfug? Wenn Sie mehr Homeoffice wollen, dürfen Sie keinen Beruf Schwerpunkt Menschenkontakt wählen. Das ist Kern unseres Jobs und gute Lehrer wollen genau das. Dafür brauche ich auch keine große Weitsicht. Ein Chirurg oder die Bäckereifachverkäuferin wird auch kein Homeoffice bekommen. Diese Forderung ist einfach nur Quatsch.

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Dann bezahlt sie besser oder gebt ihnen die 4 Tage Woche?!

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Mobiles Arbeiten ist kein Homeoffice.

Ja … Ist das Gleiche/Selbe oft gemeint. Ist es aber halt nicht.

Muxi
1 Monat zuvor
Antwortet  H.H.

Früher war es genau umgekehrt, da galt es als ein Privileg der Lehrer, nachmittags zuhause arbeiten zu können. Kaum einer aus der Wirtschaft hat da ähnlich gejammert wie das einige hier tun.

Wir alle wussten, dass wir 5 Tage die Woche in der Schule sein werden und haben bei der Berufswahl zugestimmt. Wer damit nicht einverstanden ist soll sich bitte einen passenden Job suchen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Ich kenne sogar noch die 6-Tage-Woche für Lehrer und Schüler, als alle anderen schon die 5-Tage-Woche hatten (bis 1989). Da hat auch keiner gemeckert.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und jetzt meckern Sie schon bei der Inklusion bei fünf Tagen die Woche…

Meckern Sie eigentlich über Ihre Nachhilfeschüler*innen, dass die noch kein Deutsch können?
Haben Sie sich nicht außerschulisch Schwimmen beigebracht?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Once upon a time … – oder damals als es noch keinen Ganztag gab – weder offen noch gebunden …

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Früher, früher… Früher hatten wir auch einen Kaiser.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Schule hat sich etwas gewandelt?

Man muss halt schauen ob und wo das sinnvoll sein kann. Dann spricht doch wenig dagegen.

Und eben auch, ob man Mangel hat und weshalb. Und wenn “Homeoffice” (oder Mobiles Arbeiten) Gründe der Berufsattraktivität sind [und das sind sie], dann kann man doch auch dies überlegen anzupassen.

Und 5 Tage bin ich auch nicht an meiner Schule. Zumindest nicht immer und nicht “im Unterricht”. Auch das ist ja doch … Möglich. Mit dementsprechender Planung und Rahmenbedingungen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  H.H.

Homeoffice und Lehrberuf irgendwie ne schwierige Verbindung

Madame Butterfly
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Ich bewundere Sie, sie sagen endlich, was viele im Kollegium denken und warum es rumort
Die 35 Stunden Woche wird bestimmt kommen, sie sind doch eine der letzten Gewerkschaften, die das noch nicht haben?
Wie viel arbeiten Sie 26 Stunden (Pausen und Vertr und Gespräche) , dann ihre Korrektur 10 Stunden und die Planung 5 und die Orga auch 5, dann wären wir bei 46? Kommt das hin?

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Madame Butterfly

Wie viel Mut dazu gehört, unentwegt blöde Forderungen rauszuhauen, dazu gehört Mut.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Madame Butterfly

Außerhalb der IG Metall hat fast niemand eine 35 Stundenwoche.

Diedurchschnittliche tarifliche Arbeitszeit beträgt 37,7 Stunden.

Bevor man von 35 Stundden schwadroniert, sollte man erst einmal eine Arbeitszeiterfassung fordern und sich für eine realistische Senkung der Arbeitszeit von Landesbeamten von 41 auf 39 Stunden fordern, wie Sie im ÖD gilt.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Warum? Beamtinnen sind keine Angestellte

Petra OWL
1 Monat zuvor

und während bei der Bahn jetzt 6% und woanders auch 8,8,10% Tarifsteigerungen sind, werden Lehrer auch noch finanziell voll abgestraft (1-2% im Schnitt/ Reallohnverlust) Was ist dann das Abitur noch wert? Bei A13 für alle, wurden jetzt alle anderen nach vorne gezogen, aber diejenigen mit Abitur haben nichts davon.
🙁 zusammengefasst, weder 35 Stunden Woche, 0 Homeoffice, Reallohnverlust, weniger Urlaubstage, keine flexiblen Arbeitszeiten, kein Bildungsurlaub an Portugals Küste, kein Jobticket, kein 13. Monatsgehalt 🙁

Marianne
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Das stimmt, wohl leider. Der Reallohnverlust ist voll da und schlägt bei Lehrern durch. Die ganzen Extras werden bei den Berechnungen nicht aufgeführt, ob es Zusatzgehälter, Prämien oder eben solche Extrazahlungen wie bei der GDL sind.
Homeoffice spart schließlich auch Geld.

meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Gegenbeispiel zum Jobticket:
Habe 2010 für mein Jahresticket (Jobticket) 1700 Euro gezahlt. (für eine festgelegte Strecke)
Aktuell würde ich Dank Deutschlandticket ca. 900 Euro zahlen und könnte dazu auch alle Nahverkehrsverbindungen nutzen.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  meiomei

Andere kriegen sogar das Deutschlandticket bezahlt. Leben Sie in einer Parallelwelt?

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

eher Blase,
Realist, bekommen nicht viele Zuschüsse,Leasing & Co?

meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

und andere nicht den Hals voll!

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Ich frage mich immer, wieso Sie hier den Beruf madig machen. Und warum Sie schlicht lügen. 0 Homeoffice? Ich bin als Vollzeitlehrer bei mindestens 30 % Homeoffice. Nennt sich beispielsweise Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen, falls Sie so etwas kennen. Da habe ich auch sehr flexible Arbeitszeiten. Ja, Sie haben keine 35-Stunden-Woche, aber das haben die wenigsten (ca. 10-15 % aller Beschäftigten in Deutschland). In vielen Bundesländern ist das 13. Gehalt vor ca. 20 Jahren in die monatliche Tabelle eingepreist worden. Wo das nicht der Fall ist, gibt es sehr bald einen kräftigen Nachschlag wegen Unteralimentierung.

Und was Sie gerne vergessen, sind die 71 % Altersbezüge, von denen Rentner nur träumen können. Wenn Sie sich über zu wenig Urlaubstage beschweren, ist das bei 12 Wochen Ferien (ja, in denen wird teilweise auch gearbeitet, aber eben nur teilweise) einfach nur dummdreist.

Wenn Sie einen Beruf ergreifen, indem Sie mit Kindern arbeiten wollen, dann sollte Ihnen klar sein, dass Sie die auch persönlich treffen müssen. Warum machen Sie nicht was anderes? Aldi-Kassiererinnen haben gar kein Homeoffice und ich glaube, das war denen bei der Berufswahl auch klar.

Wer als Lehrkraft mit Unwahrheiten Stimmung macht, der untergräbt die Bemühungen um gerechte Arbeitszeiten und einen Lohn, der unserer Ausbildung entspricht.

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Die Arbeitsbedingungen haben sich aber stark verändert Küstenfuchs.
Du lebst noch in 2012.
Wenn du fast 40 Stunden in der Schule bist und dann noch abends zuhause vorbereitest oder korrigierst ist das nicht Homeoffice, es ist Arbeit, die noch obendrauf kommt.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Ich bin nicht 40 Stunden in der Schule, auch 2026 nicht. Wir stimmen vollkommen überein, dass wir deutlich mehr arbeiten als eigentlich laut Beamtengesetz von uns verlangt wird (ich habe diesbezüglich sogar schon eine Klage gegen das Land geführt), aber wenn man dies politisch immer wieder anbringen und benennen will, dann muss man in anderen Punkten ehrlich sein, sonst nimmt einen keiner ernst.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Ich hätte gerne eine Arbeitszeiterfassung und den Ausgleich für die Überstunden UND Urlaub.
In meiner bisherigen Rechnung geht das nicht auf und die Arbeitszeitstudien aus Göttingen belegen dies auch.

Die außerunterrichtlichen Aufgaben sind immens, vieles kann man nicht verschieben oder liegen lassen, sondern muss zeitnah reagieren. Wenn diese Arbeitszeiten erhoben würden und nicht allein das Deputat gesetzt wird, wäre für viele eine 40-Stunden-Woche, die gilt und eine entsprechende Ausgestaltung der Tätigkeiten und personellen Versorgung vorgibt, ein Segen, statt 28h-Deputat+x+y+z.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Wir reden von unterschiedlichen Dingen. Ich hatte bemängelt, dass Petra OWL schlicht lügt. Sie – und ich auch – bemängeln, dass unsere Arbeitszeit nicht passt, dass wir diesbezüglich ausgenutzt werden.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Keine Ahnung, ob Sie wirklich Lehrer oder schon seit 30 Jahren in Pension sind, aber was Sie erzählen spiegelt definitiv nicht die Tatsachen wieder.

Ich bin als Vollzeitlehrer bei mindestens 30 % Homeoffice. Nennt sich beispielsweise Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen, falls Sie so etwas kennen. Da habe ich auch sehr flexible Arbeitszeiten. Ja, Sie haben keine 35-Stunden-Woche, aber das haben die wenigsten (ca. 10-15 % aller Beschäftigten in Deutschland).”

1) Ich arbeite als Lehrer keine 35-Stunden, obwohl ich wirklich ein Ar*** bin und alle zusätzlichen Aufgaben ablehne (und auf volle Konfrontation mit der SL gehe), keine Klassenfahrten mache und Elterngespräche konsequent in die Freistunden lege. Ich schaffe es trotzdem nicht einfach unter mindestens 45 Stunden (und da reden wir noch nicht einmal von Prüfungszeiten, Elternabende usw.).

2) Homeoffice (als denglisches Wort, das kein Amerikaner kennt, können wir es ruhig so schreiben) ist eben nur Homeoffice, wenn es in der Arbeitszeit liegt und nicht um unbezahlte Überstunden zu machen.

Und was Sie gerne vergessen, sind die 71 % Altersbezüge, von denen Rentner nur träumen können. Wenn Sie sich über zu wenig Urlaubstage beschweren, ist das bei 12 Wochen Ferien (ja, in denen wird teilweise auch gearbeitet, aber eben nur teilweise) einfach nur dummdreist.”

Da kommt halt der Opa oder der Faker bei Ihnen durch. Die Meisten von uns werden diese Pension überhaupt nicht bekommen, weil sie
a) überhaupt nicht die Zeiten zusammenbekommen
b) gar nicht mehr das Rentenalter erreichen werden, weil es so weit erhöht sein worden wird bis sie einen Anspruch darauf bekommen und weil die Zustände eh so unerträglich sind, dass sie die Reissleine ziehen oder vorher tot umkippen werde c) das komplette System eh implodiert oder abgeschafft sein wird

Mit der Sache brauchen Sie also schon gar nicht mehr argumentieren.

Wenn Sie einen Beruf ergreifen, indem Sie mit Kindern arbeiten wollen, dann sollte Ihnen klar sein, dass Sie die auch persönlich treffen müssen. Warum machen Sie nicht was anderes? Aldi-Kassiererinnen haben gar kein Homeoffice und ich glaube, das war denen bei der Berufswahl auch klar.”

1) Was glauben Sie denn, was Aldi passieren würde, wenn die sich weigern die gesetzlichen Arbeitszeiten ihrer Angestellten zu ignorieren und um das zu vertuschen die gesetzlichen Vorschriften zum Arbeitszeitnachweis einfach nicht umsetzt? Na?????? Genau, da würden ganz hohe Strafgelder und bei so viel krimineller Energie eventuell Haftstrafen im Raum stehen.

2) Man kann natürlich seine Mitarbeiter total besch…eiden behandeln, aber dann soll man die Schn… halten, wenn man nicht genug Idio… findet, die dann den Beruf ausüben wollen.

Wer als Lehrkraft mit Unwahrheiten Stimmung macht, der untergräbt die Bemühungen um gerechte Arbeitszeiten und einen Lohn, der unserer Ausbildung entspricht.

Dito, denn nichts anderes machen Sie, wenn Sie Lügen Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen verbreiten.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Sie haben meine Punkte nicht einmal ansatzweise erfasst. Lesen Sie doch gerne sinnerfassend meine Einwände und versuchen Sie es dann noch einmal.

Muxi
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Mir wurde auf diesen Einwand “erklärt”, dass unsere Arbeit Zuhause gar kein Homeoffice ist, sondern “Mobiles Arbeiten” und wir deshalb kein HomeOffice haben. Seit dem nehme ich diese Leute nicht mehr ganz ernst…..
Wenn wir regelmäßig einen Wochentag daheim bleiben könnten fände ich auch gut, aber wer behauptet, wir hätten nichts dergleichen, ist nicht ernst zu nehmen.

https://www.news4teachers.de/2026/01/nrw-fuehrt-bagatellgrenze-fuer-teilzeit-lehrkraefte-ein-ueberstunden-werden-kuenftig-oft-nicht-mehr-bezahlt/#comment-774682

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Sie sind beim Mobilen Arbeiten. Homeoffice ist etwas anderes …

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Die durchschnittliche Pension liegt irgendwo bei 66%. 71,x % Altersbezüge sind ja nur das mögliche Maximum, das nicht so viele erreichen, schon gar nicht Frauen, die in Elternzeit waren und jahrelang in Teilzeit gearbeitet haben.

Salamander
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Ich habe Sie beim Streik vermisst. Ich wette, Sie haben die Streikenden im Stich gelassen und es sich im Homeoffice gemütlich gemacht.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Salamander

Hasilein musste umsorgt werden! Da bleibt keine Zeit für Solidarität.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Und warum sollten sich angestellte Lehrkräfte mit den verbeamteten solidarischen?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Solidarisieren

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die wären ja schön doof, täten sie es!

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Salamander

Ahja, bin mir sicher Petra hätte das beim Streik gestämmt … Langsam wird’s albern.

Es ist absolut egal von Wirkeffekt her, ob Petra gestreikt hat oder nicht. Petra steht weder für 1000e Personen, noch hat Petra hier eine Lobbymacht.

Und selbstverständlich darf Petra dies kritisieren.
Kritik, wo Kritik gehört.

Ansonsten gäbe es nahezu keine Religionskritik usw.

Sind schlechte Bedingungen “verhandelt” worden? Sieht Petra das so? Und schon darf sie natürlich ihre Meinung äußern.
Natürlich muss sie dann auch die Kritik entgegen nehmen, falls sie nicht gesteikt hat und das keine rationalen Gründe hat. Klar.

Aber kritisieren darf sie.

Wie gesagt … Gewerkschaften haben nicht nur “Verhandlungsspielräume innerhalb Streikbeteiligungen”. Das ist ein Irrglaube. Und das sollte man dann auch anmerken.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Sorry, aber Ihre Zahlen stimmen hinten und vorne nicht.

Marianne
1 Monat zuvor

Für Frauen mit Kindern ist der Lehrerberuf nicht mehr geeignet, da sind Homeofficejobs die bessere Wahl für flexible Arbeitszeiten. Mit den Stundenplänen und besonders großen Lücken ist es schwer händelbar leider. Und dann gibt es auch noch viel weniger Geld. Man hat es sich kaputt gespart, so sieht es aus.

H.H.
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

war früher mal gut, schon lange nicht mehr :/

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

Es wird eben gespart, koste es, was es wolle.
Btw schwarze Null ist eben keine Bezeichnung für einen konservativen Finsnzexperten

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Der Knaller wird kommen, wenn Lehrkräfte in die Rentenversicherung einzahlen müssen: Spart dem Bund pro Jahr 10 MIlliarden an Zuschüssen an ebendiese. Und nein, die Länder werden das nicht übernehmen, die sind sogar noch pleitiger(?) als der Bund.

10 Milliarden = 1000 neue Panzer, jedes Jahr!

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

und dann? :O

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Hab ich. Dabei hat der Vorbereitungsdienst ne echte Lücke gerissen.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

Haben Sie die Berichte über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Unteralimentation in Berlin nicht gelesen oder nicht verstanden? Und wenn Sie schlechte Stundenpläne haben, wieso unternehmen Sie nicht über ihren Personalrat was dagegen?

Mara
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Da kann der Personalrat nicht viel machen, außer zu insistieren. Die Stundenplangestaltung obliegt der Schulleitung und kann nur bei unzumutbarer Härte angefochten werden.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Mara

Ja, es stimmt, dass der Stundenplan nicht unbedingt der Mitbestimmung unterliegt. Nur tun das andere Dinge. Wenn also die Schulleitung hier eine vernünftige Zusammenarbeit möchte, muss sie eben auch bei Stundenplänen zumindest ein Entgegenkommen in Härtefällen (und das sind in der Regel die Teilzeitlehrkräfte) zeigen. Beispielsweise könnte man als Personalrat auf die Idee kommen, vom Vertretungsplangestalter bei jeder Vertretungsstunde eine Begründung zu verlangen, warum Kollegin X und nicht Kollege Y eingesetzt wird. Oder warum überhaupt jemand eingesetzt wird und die Stunde nicht einfach ausfallen kann.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

Da dann los!
Und viel Spaß beim Erwachen.
Akademische Berufe in der Wirtschaft sind kein Zuckerschlecken.
Aber Lehrer wissen das ja alles besser.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Wieso freie Wirtschaft? Bei Finanzbeamtin NRW ist 4 Tage Homeoffice und Bezahleung von Überstunden bei A13 kein Problem.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Und Regelbeförderung bei Lebenszeitverbeamtung gibt’s noch on top.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ich komme daher (und habe auch mehrer andere Jobs im ÖD gemacht) und kein Job (einschließlich die in Krisengebieten) war so belastend und fordernd, wie die als Lehrer.

Aber woher sollen Sie das auch wissen?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Kommt immer auf die Berufe an …

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

“händelbar”?

Ich dachte, es hieße “Hendl Bar”.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Aber Hühner Hugo gibt’s doch gar nicht mehr.
Und Hendl Bar heißt jetzt Kentucky schreit fi….

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Rothändlebar – für Rauchende

Lampedusa
1 Monat zuvor
Antwortet  Marianne

Marianne & PetraOWL bzw. PetraOWL & Marianne… ach, ist doch eh ein und diesselbe… wollen Heimarbeit für Lehrer durchsetzen, weil sie Angst vor den Schülern haben.

Ich würde sagen, das ist irgendwie die Vorstufe von KI-Lehrern? Es wäre der folgerichtige nächste Schritt. Wenn eh kein persönlicher Kontakt mehr, wozu dann überhaupt noch Lehrer aus Fleisch und Blut?

dickebank
1 Monat zuvor

Jetzt weiß ich endlich, warum in Schulen und Kitas so viele Frauen arbeiten. In dem Segment ist die Inklusion am weitesten voran geschnitten.
… und duck und wech…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Leistungsbereitschaft von Frauen ist höher? Mit Blick auf die vielen Zusatzaufgaben daheim und bei der Familie nicht ganz von der Hand zu weisen…

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich glaube, Frauen als Lehrer sind unserem Bildungssystem tatsächlich besser, weil sie sich weniger wehren und mehr mit sich machen lassen.

Es hat ja sicher auch einen Grund, warum es mehr co-abhängige Frauen als Männer in Beziehungen gibt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

“weil sie sich weniger wehren und mehr mit sich machen lassen.”
Besorgniserregend, wie wenige Frauen Soe zu kennen scheinen.

“Es hat ja sicher auch einen Grund, warum es mehr co-abhängige Frauen als Männer in Beziehungen gibt.”
Gott will es s… ich meine natürlich: weil die “Natur” das vorgibt? (augenroll)

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kann man “so oder so” sehen … Und je nachdem “das oder das” anführen.

Die Frage ist nur … Ändert man damit was?
Und wie ändert man es tatsächlich?

Menschen sind unterschiedlich leistungsbereit.
Meine persönliche Feststellung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Man kann verschiedene Dinge sagen und Menschen sind verschieden. Sehr tiefsinnig, Sie sind quasi der Meister Yoda des Forums und sehr feige, sich nicht gegen frauenfeindliche Stereotype zu stellen – eine sehr “männchliche” Eigenschaft 😛

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Naja, was soll man denn sonst dazu sagen? Jeder Mensch ist halt anders.

Natürlich kann man auch sagen: Man kann durchaus durch Erhebungen feststellen, dass Frauen “gehaltstechnisch nach oben” heiraten.

Ob das jetzt “Ihr Gott” vorgibt.
Oder ob das “Sozialisierung” ist.
Oder “individueller Wille”.
Oder “Biologie”.
Oder “Zufall”.
Oder “Gewinnmaximierung”.
Oder sonst was … Das Ergebnis ist erstmal, dass das (deutlich) überdurchschnittlich oft der Fall ist.
Man kann natürlich auch sagen “hat bestimmt was mit dem Pay Gap zu tun”. Und ja, natürlich spielt auch das eine Rolle … Ob diese jetzt “sehr hoch” dabei ist. Mag ich mal bezweifeln. Zumindest nicht im bereinigten Bereich.
Was hat das denn mit “männlichen Eigenschaften” zu tun? Ehrlichkeit? Benennen von Tatsachen?

Wo ist das ein Stereotyp? Klar. Im Einzelfall auf jeden Fall. Aber als “Querschnitt”/”Trend”/”Durchschnitt”? Ist das eben durchaus geben. Sorry.
Muss sich die Gesellschaft gesamtgesehen eventuell eben “öffnen” – oder nicht?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Naja, was soll man denn sonst dazu sagen? Jeder Mensch ist halt anders.”
Außer bei der Inklusion! Da haben alle Schüler*innen, die nicht an Ihrer Privatschule sind, homogen zu sein 😉

“Was hat das denn mit “männlichen Eigenschaften” zu tun?”
Welche sollen dies sein, außer sexistischer Vorurteile gegen Frauen? (augenroll)
Aber ich will Sie da nicht vorschnell falsch einschätzen. WO stimmen Sie dickebank, blau und HerrLampe zu, dass Sie denen nichts erwidern, sich aber bei mir die Mühe machen? 🙂

Realist
1 Monat zuvor

“Queer Pay Gap”

Wieder was gelernt. Das Land wird echt zur Wundertüte…

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Hat mich auch auch gewundert – mein schwuler Kollege, meine lesbische Kollegin und ich bekommen alle A13.

Kein Pay Gap – außer als ich in Teilzeit war, da hatte ich logscherweise weniger Geld bekommen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Dann sind die aber nicht in der Laufbahngruppe II, erstes Einstiegsamt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

nicht in der Laufbahngruppe II, erstes Einstiegsamt.

Wird da denn nach den oben genannten Kriterien unterschiedlich vergütet?

Chris
1 Monat zuvor

„ Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht…“

Alles klar. Wenn der GEW die Reduzierung des Gaps so wichtig wäre, hätte sie vor wenigen Wochen richtig gestreikt. Schaut man sich die Lohnentwicklung seit 1990 an, hat die IG Metall über all die Jahre in Summe 40% (vierzig!!!) mehr rausgeholt als die GEW. Die GEW schafft es ja nicht einmal die sich öffnende Schere zwischen TV-öD und TV-L wieder zu schließen.

Was den Gender Pay Gap angeht, muss man den Frauen aber auch sagen, dass sie eben Arbeit in der Industrie suchen müssen, weil diese wesentlich besser bezahlt als alle sozialen Branchen. Will Frau dies nicht, muss sie sich mit den geringeren Löhnen abfinden. Im 2. Weltkrieg waren es Frauen, die in den USA massenhaft Flugzeuge, Panzer und Schiffe gebaut haben. Das sie es könnten, haben sie damit mehr als bewiesen.

Die Löhne in den sozialen Berufen werden erst massiv steigen, wenn die Arbeitgeber auf andere Art und Weise gar keine Arbeitskräfte mehr bekommen. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Lampedusa
1 Monat zuvor
Antwortet  Chris

Sie sagen, die GEW hätte richtig streiken sollen!? Wie meinen Sie das? Die von der GEW hätten für Sie streiken sollen? Sie glauben, in der GEW sind “Freunde und Förderer” der Lehrerschaft, die sich zum Ziel gesetzt haben, für die Lehrer gute Tarifabschlüsse zu erringen?

Wo waren Sie beim Streik? Wir haben Sie vermisst!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Hier tauchen immer wieder ähnlich naive Erwartungshaltungen auf wie die an eine Gewerkschaft, die mit Wunschfee verwechselt wird.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Da Gewerkschaften aber nicht märchenhaft sind, müssen sie eben für die Mitgliedsbeiträge etwas tun. Und da die Ergebnisse nicht im Verhältnis zu den Beiträgen stehen, müssen sie eben u.a. auf mich verzichten.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Eine Gewerkschaft kann immer nur so effektiv sein, wie sie von ihren Mitgliedern entsprechend unterstützt wird.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Warum sollten Angestellte denn für die Privillegien der Beamten streiken?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Chris

Hm, wenn ich gleich viel wie meine Kolleginnen verdiene … Und dazu noch in der “Sozialen Branche” tätig bin ….

Darf ich mich dann doppelt “beschweren”?
1. Weil ich – wegen den Frauen natürlich (die den gewaltigen Anteil hier bringt) – weniger wegen der Branche verdiene
2. Weil ich generell (Pay Gap auch hier mal einführen …) nicht mehr verdiene wie meine Kolleginnen?

Wie seht ihr das so?

*Wegduck, verkriech* [An Rainer: Nein, das ist nicht “ernst gemeint” … Drüber nachdenken darf man trotzdem.]

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Darf ich mich dann doppelt “beschweren”?”
Vielleicht sollten Sie sich an der Privatschule nur halb “beschweren” 😉

Salamander
1 Monat zuvor

“Der unbereinigte Gender Pay Gap misst den durchschnittlichen prozentualen Verdienstunterschied pro Stunde, ohne strukturelle Faktoren wie Qualifikation, Branche oder Beschäftigungsumfang herauszurechnen.”

Meiner Meinung nach beruhen die Gehaltsunterschiede (und das Zitat bestätigt es ja) kaum noch darauf, dass Frauen anders entlohnt werden als Männer dort, wo sie die haargenau gleiche Arbeit verrichten, sondern das sind Durchschnittswerte der Gehälter & Löhne von Männern und Frauen, die unterschiedlich sind, weil Frauen öfter in Teilzeit sind und vielleicht auch öfter in eher schlecht bezahlten Berufen bzw. weniger in gut bezahlten Führungspositionen arbeiten. Deshalb finde ich diese Darstellung sehr unseriös, denn sie suggeriert, Frauen bekämen für die gleiche Arbeit weniger Geld. Das stimmt so nicht.

Dass sie sich weiterhin eher/öfter als der Mann um die Kinder kümmern und deshalb eher/öfter als der Mann die Arbeitszeit reduzieren, um das alles zu schaffen, ist eine andere Frage. Es ist ja nur zum Teil wahr, dass vielleicht die Gesellschaft das heute noch von ihnen erwartet, es ist auch zum Teil so, dass sie das selbst von sich erwarten und möchten.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Salamander

Der bereinigte Gender Pay Gap im Bereich des öffentlichen Dienstes (Schule) grenzt an 0%.
Ist auch logisch …
Könnte man nennen … Aber wirkt dann natürlich auch anders. Lässt man dann lieber weg, um einen Punkt zu machen.
Daher geht das sogar über “Ihre Meinung” hinaus. Es ist auch so. Dazu gibt es ja den bereinigten Gender Pay Gap (in den Bereichen).

Und ja, sozialer Bereich wird häufig eher schlechter bezahlt.
Und ja … Teilzeitquote ist bei Frauen deutlich höher.
Und ja … Gesellschaftliche Erwartung. “Kinderverantwortung”. Alles bekannt und klar.
Ebenfalls “Heirat gehaltstechnisch nach oben”. Dadurch eben auch “Steuerliche Gründe”. Und auch “Gesamteinkunftsgründe”.

Komisch nur irgendwie … Das das so “sein muss” für viele … Es ist neben dem strukturellen Faktor halt auch ein massives gesellschaftlicher Faktor dabei. Nur den “will man nicht sehen”. Wäre auch “hart” in einigen Bereichen des bereinigten Gender Pay Gaps halt … Dann müsste man sich auch als Gesellschaft mal der Situation annehmen.
So weit sind wir nur wohl noch nicht.
Lösungen müssen dann alleinig strukturell irgendwie her … Statt “beides”. Schade.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Dieser mysteriöse “Faktor” ist sehr einfach zu benennen:
Es ist die weibliche Partnerwahl/-präferenz.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Pssst.
Die werden im Patriarchat ja auch dazu “gezwungen”.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Meinung: Es geht ums Prinzip: Warum ich meiner Frau nicht im Haushalt helfe
Augen auf bei der Partnerwahl!
Übrigens habe ich so ein Exemplar seit über 40 Jahren an meiner Seite! 🙂

447
29 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie sagen es.

Ihr Wort in der Gött(*innen) Ohr.

Na ja
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Das ist so ein Blödsinn, dass die Zeit eigentlich zu schade ist darauf zu antworten.

Schotti
1 Monat zuvor

Ich finde diese Benachteiligung in der freien Wirtschaft schon schlimm genug, aber der Lehrerberuf setzt halt nochmal einen oben drauf. Zerrüttete Stundenpläne über den ganzen Tag verteilt, Konferenzen, Elternsprechtag und Elternabende am Abend. Regelmäßige Arbeit an Feiertagen und Wochenenden. Immer noch eine systematisch schlechter gestellte Gruppe von Grundschullehrinnen und die Arbeitszeit wird natürlich nicht gemessen. Wobei das für beide Geschlechter gilt, ebenso die kaum vorhandenen Aufstiegschancen im gesamten Berufsfeld.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Warum wird denn von der Dienststelle Frauen eher Teilzeit genehmigt als Männern? Das machen die sicherlich nur, damit die Klager über das Gender Paygap weiterhin ihre Berechntigung hat.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Bei Teilzeit aus familiären Gründen wird das Männern wohl kaum verweigert

Na ja
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Kann ich aus Erfahrung an meiner Schule bestätigen.

447
1 Monat zuvor

*Melodiemodul aktiviert*
*Jahreszeitenchip aktiviert*

“It’s that woooooonderful time of the yeeeeaar…”

Also, die Jahreszeit in der die immer gleiche Leier wieder losgeht.

Massiver Anteil der Beschäftigten, jede Frau die nicht schnell genug wegläuft wird befördert (no hate, würde ich als Frau auch nutzen, völlig verständlich), Teilzeit en mass, 120% Jobsicherheit, pro privater biologisch-körperlicher Entscheidung im Schnitt 1,5-2 Jahre nicht auf’m Job…aber irgendwo in dieser Liste versteckt sich sicherlich noch ein übles Patriarchat, dass Frauen teuflich knechtet.

Ich denke mittlerweile, wir müssen das Patriarchat mal so richtig auseinandernehmen, durch folgende Regelung:
A14 und höher werden *nur noch* abwesende Frauen, die bei 100% Bezahlung zu Hause bleiben und kein home office machen. 😀

So könnte man z.B. im Jahr darauf Berichte verfassen, wie der “workplace exclusion gap” den Damen “emotional labour” aufbürdet, da das Patriarchat Frauen in ein häusliches Dasein drängen will. 😀

Kurz: win-win 🙂

Franzilein
1 Monat zuvor

Eigentlich Mist, oder? Neulich dieser sehr schelchte Tarifabschluss mit Reallohnverlust und keine verbesserten Möglichkeiten. Die Bahn hat Extrazahlungen und 35 Stunden Woche rausgehandelt, bei den Metallern gibt es Homeoffice und bei Lehrern? Kein Geld, viel Arbeit und keinen Bonus.

Es ist traurig und für den Nachwuchs alarmierend 🙁
Wenn sich nichts ändert

Lampedusa
1 Monat zuvor
Antwortet  Franzilein

Bei den Arbeitern und Angestellten der Bahn ist die Streikbereitschaft enorm hoch. Lehrer schreiben lieber Kommentare im Internet. Streikbereitschaft kannste suchen!

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Selbst solidarische Krankmeldungen der verbeamteten Kollegen während die angestellten Kollegen streiken, wird es nicht geben.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Sind ja auch nur 20% Streikberechtigte bei den LuLs. Und warum selber streiken-dafür gibt es doch ver.di!

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

73% der Lehrer sind eben Frauen. Da geht man Konflikten besser aus dem Weg.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Das ist ein Vorurteil, andernfalls müssten wesentlich mehr Kollegen streiken, was nicht der Fall ist.

x Anni x
1 Monat zuvor
Antwortet  Franzilein

Die Jungen wissen schon Bescheid.
Letztes Jahr kamen 10% weniger neu rein.
Das hat sich schon rumgesprochen^^
Durch Arbeitszeiterfassung, 1 Homeofficetag und 35 Stunden / wie bei den anderen
wird man bald reagieren.
Das siehst du ja schon an A13 für alle usw. !! 🙂 🙂
auch wenn man Abi und Gym damit runterzieht

x Anni x
1 Monat zuvor
Antwortet  Franzilein

tablets werden schon fleißig verteilt!
Laptops auch ! 🙂

dickebank
1 Monat zuvor

Wenn man Gender und Sex unterscheiden muss, dann muss es doch neben dem Gender Paygap auch ein Sex Paygap geben.
Wie wirkt sich das Gender Paygap eigentlich bei Sexarbeiter*innen aus?

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Naja, Sexarbeiterinnen werden meist besser bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Das gilt wohl auch in der P*rno-Industrie.

Also eine “Sex-Work-Sex-Pay-Gap”?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Ist das dann nicht eher eine Venusfalle aka “Venus trap” – also ein Planeten Gap.
Um das Gender Pay Gap in deutschen Lehrkräfteaufbewahrungsräumen zu beseitigen, einfach den Lehrerinnenzölibat wieder inkraft setzen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Ach was, der Zuhälter soll weniger verdienen als die Frauen, die für ihn anschaffen gehen?

Brennpunktschule
1 Monat zuvor

Meine persönliche Erfahrung:

1) Eine Bekannte hat sich während ihres Musikstudiums über einen Kommilitonen lustig gemacht, der nicht nur Instrumentalpädagogik, sondern auch noch auf Lehramt studierte. Er hat erklärt, dass er als Instrumentallehrer keine Familie ernähren könne.

Die Bekannte meinte, sie habe dann ja einen Mann, und sie wolle sowieso nicht Vollzeit arbeiten, da sie mehr Musik machen wolle.

2) Die Anzahl an weiblichen Schulleitungen ist viel geringer, als es der Anzahl an weiblichen Lehrkräften entspricht.

Sind jetzt die Frauen zu dumm? Oder die Männer?

Die unausgesprochene Annahme bei den GPG Diskussionen ist ja, dass Frauen zu dumm sind diese Mechanismen zu erkennen; und wenn sie nicht zu dumm sind, sind sie unfähig sich diesen Mechanismen zu entziehen. Daher müssten sie aus ihrer Unmündigkeit zwangsbefreit werden.

Die Idee, dass ein Mensch selbstbestimmt und unter klarer Kenntnis der Möglichkeiten sich dafür entscheidet, seine Lebenszeit nicht zu 100% der monetarisierten Erwerbsarbeit zu widmen, sich also quasi gesellschaftsschädlich der moralisch gebotenen Steuer- und Sozialabgabenpflicht zu entziehen, passt verständlicherweise nicht in das Hirn bestimmter Kreise.

Dass sich ein Paar als gemeinsam wirkende und gemeinsam wirtschaftende Einheit versteht, die selbstbestimmt ihre eigenen Regeln aufstellen, dass ein Einkommensübertrag geschieht, ohne dass der Fiskus dort abgreifend mitwirken kann, ist natürlich ein furchtbares Verbrechen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Brennpunktschule

Ding-ding-ding, we have a winner.

vhh
1 Monat zuvor

Wenn jetzt eine Kollegin für die gleiche Arbeit 500 Euro weniger bekommt als jemand anderes, ist das dann ein Gender Pay Gap? Oder nur ein Pay Gap, weil dieser jemand anderes auch weiblich sein könnte? Oder ist das etwas ganz anderes und nicht vergleichbar, weil es um E13/A13 geht? Wie begründet man eigentlich die Betonung eines Equal Pay Day bei einem Unterschied, der sich in erster Linie aus Berufsfeld und Teilzeitquote ergibt, wenn im Gegensatz dazu dieses andere ‘Gap’ in der Öffentlichkeit nicht einmal existiert? Gibt es wichtige und weniger wichtige Pay Gaps? Das eine gesellschaftliche Unterdrückungsstrukturen, die zu Teilzeit und Sozialberufen zwingen, das andere nur gleiche Arbeit, weniger Geld, gab es schon vor 150 Jahren, uninteressant, der Kampf ist abgehakt? Ich frag ja nur…