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Familienministerin: Social-Media-Verbot für Kinder reicht nicht – Politik muss Tech-Konzerne zum Jugendschutz zwingen

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DÜSSELDORF. In der Debatte über den Umgang mit sozialen Medien bei Schülerinnen und Schülern setzt NRW-Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) einen neuen Akzent: Sie will die Plattformbetreiber in die Pflicht nehmen – und die Politik. Aus Sicht der Ministerin liegt das eigentliche Problem nicht bei den Kindern und Jugendlichen, sondern in dem Geschäft mit der Social-Media-Sucht – und einer bislang unzureichenden Durchsetzung bereits geltender europäischer Regeln gegenüber den Tech-Konzernen. 

Kinderprogramm. (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

Nordrhein-Westfalens Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) fordert eine verbindliche Altersgrenze von 14 Jahren für den Zugang zu sozialen Medien. Für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren sollten nur solche Plattformen zugänglich sein, die den europäischen Jugendschutzanforderungen entsprechen.

Das gehört zu einem Vorschlagspaket, das Schäffer gemeinsam mit der Digitalpolitikerin der Grünen im EU-Parlament, Alexandra Geese, zusammengestellt hat. Ihr Papier «Hass und Radikalisierung auf Plattformen stoppen: Social Media müssen sichere Orte für junge Menschen werden» liegt der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf vor.

Strenge Regeln und Strafen für Plattformen statt für Kinder

«Kinder und Jugendliche sind auf Social Media erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt – und die Plattformen schauen zu», sagte Schäffer. «Altersgrenzen existieren bislang vor allem auf dem Papier: Sie werden weder ernsthaft kontrolliert noch durchgesetzt.» Das müsse sich ändern.

«Anders als viele Vorschläge in der aktuellen Debatte schieben wir die Verantwortung nicht den Kindern und Jugendlichen zu, sondern nehmen konsequent die Plattformbetreiber in die Pflicht», betonte die Grüne. «Ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche bestraft die Falschen», hob auch Geese hervor, die am europäischen Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act) mitgewirkt hatte. Die Bundesregierung müsse die EU-Kommission auffordern, die Vorschriften und Jugendschutz-Richtlinien einzuhalten. Frankreich, Spanien, Dänemark und andere Länder setzten sich bereits dafür ein.

Kuscht die EU vor den Internet-Riesen?

Große Plattformen wie Meta oder X seien amerikanische Unternehmen mit enormem wirtschaftlichem und politischem Gewicht, heißt es in dem Papier. In einer Zeit, in der US-Präsident Donald Trump Zölle als Druckmittel nutze, scheue die Europäische Kommission den Konflikt – nach dem Motto: lieber keine Durchsetzung als ein Handelsstreit.

«Eine solche Haltung ist eine Kapitulation vor dem eigentlichen Problem», kritisieren die Autorinnen. «Wenn Europa seine eigenen Regeln nicht durchsetzt, verliert es an Glaubwürdigkeit – und Kinder und Jugendliche bleiben ungeschützt.»

Familienministerin warnt: Was Minderjährige gefährdet

Besonders Kinder und Jugendliche seien auf Social-Media-Plattformen erheblichen Risiken ausgesetzt – etwa durch suchtverstärkende Algorithmen, auf Eskalation und Empörung angelegte Inhalte sowie zielgenaues Online-Marketing. Zwar hätten Plattformen wie Tiktok oder Instagram schon eigene Altersgrenzen festgelegt. «Doch diese werden von den Plattformbetreibern weder technisch ernsthaft kontrolliert noch wirksam durchgesetzt», bemängeln die Grünen-Politikerinnen.

Sie fordern, Plattformen, die gegen die Gesetze und den Jugendschutz verstoßen, für diese Altersgruppe zu sperren und gleichzeitig finanzielle Sanktionen zu verhängen – «so lange, bis die Verstöße beseitigt sind und Jugendlichen der Zugang ohne Gefährdung ihrer psychischen Gesundheit wieder ermöglicht werden kann». Die Alterskontrolle sei datenschutzkonform umzusetzen, ohne biometrische Daten zu erheben.

Zwischen Schutz und Teilhabe

Gleichzeitig gelte: «Kinder und Jugendliche haben gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf digitale Teilhabe.» Auch für sie gälten Grundrechte wie Informations- und Meinungsfreiheit. Trotz aller Risiken könnten soziale Medien für junge Menschen auch eine wichtige Informationsquelle sein.

Europa brauche eigene Plattformen, die ohne Suchtmechanismen, gesundheitsgefährdende Inhalte und umfassende Datenprofile auskommen. Dafür sollte «schnellstmöglich eine Anschubfinanzierung sichergestellt werden». Nicht zuletzt seien kindgerechte Angebote im analogen wie im digitalen Raum zu stärken, und zwar unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.

Oberstes Ziel: Tech-Konzerne besteuern, Bildung stärken

Darüber hinaus bleibe Medienkompetenz für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern ein wichtiges Thema. Für die Finanzierung von Programmen und die Qualifizierung von pädagogischem Personal in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen könnten aber nicht allein die Steuerzahler herangezogen werden, «während die Tech-Konzerne dreistellige Milliardenumsätze erzielen und kaum Steuern in Europa zahlen». Deswegen müsse eine faire Besteuerung dieser Konzerne das erste Ziel sein.

In der Bundesregierung wollen zwei von drei Koalitionspartnern – namentlich CDU und SPD – ein komplettes Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. Der dritte Koalitionspartner CSU ist dagegen bisher nicht überzeugt. Die CDU hatte auf ihrem Parteitag im Februar gefordert, eine gesetzliche Altersgrenze einzuführen. Eine Expertengruppe soll im Auftrag der EU-Kommission nun über ein mögliches Social-Media-Verbot beraten (News4teachers berichtete). News4teachers / mit Material der dpa

Social-Media-Verbot für Schüler in Deutschland rückt näher – Erfahrungen eines Lehrers aus Australien: Teenager lachen darüber 

 

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Oldie-exit
18 Tage zuvor

Richtiger Weg, aber umgekehrt wird ein Schuh draus, bzw. wäre geworden. Wie immer lässt man es viel zu lange laufen, ohne die Verursachenden anzugehen.
Prof. Martin Andrees Bücher und Vorträge sind rezeptionswert!!!

Realist
17 Tage zuvor
Antwortet  Oldie-exit

Die “Verursachenden” sind hunderte Milliarden schwere Tech-Konzerne, die massivste Lobby-Arbeit in den USA; in der EU und in Deutschland betreiben.

Und falls Deutschland oder die EU doch etwas tun, droht der Trump wieder mit Zöllen oder NATO-Kündigung oder sonstwas und unsere Politiker ziehen wieder den … ein…

Oldie-exit
17 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ja und? Dann ist das eben so und gut?

Oldie-exit
17 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Übrigens haben Sie da nichts neues konstatiert.

Oldie-exit
17 Tage zuvor
Antwortet  Realist

..nichts Neues natürlich.

Peterbing
18 Tage zuvor

Man gewinnt den Eindruck es geht weniger um Jugendschutz, als vielmehr darum, gegen US-Plattformen vorzugehen.
Das gerede über die bösen Algorithmen welche eine Wurzel des Übels wären zeugt nicht nur vom technischen Unverständnis, sondern ist getragen vom politischen Wunsch die eigene politische Botschaft ans Volk zu senden, welche offenbar nicht so gut ankommt, bei der Social-Media-Nutzerschaft.

Die eigene moralische Überheblichkeit in Gesetze zu gießen ist keine gute Idee.
Davon mal ab, empfehle das Eltern ihren Kindern keine Smartphones geben sollten. Das Internet ist nicht jugendfrei, sondern ab 18 Jahren. Ich denke wenn die Eltern ihren Kindern Schnaps oder Drogen zugänglich machen ist es ihre Entscheidung, der Staat kann es weder kontrollieren, noch hat er den Auftrag die Kinder zu erziehen.

Sporack
17 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

In der klassischen Bibliothek (für Bücher und Zeitschriften und andere an Hardware gebundene Medien) gab/bit es Abteilungen zu denen Kinder und Jugendliche nach nationaler Gesetzgebung und passenden technischen sowie organisatorischen Maßnahmen keinen Zutritt im physikalischen Sinn haben. Damit kann nicht verhindert werden, dass Volljährige für Kinder und Jugentliches etwas ausleihen, was für selbige nicht ausleihbar wäre.

So ein technischer & organisatorischer Schutz muss im onlinefähigen Gerät und nicht im Internet-Dienstanbieter abgelegt werden.
Der Internet-Dienstanbieter ist im Beispiel vergleichbar mit dem Verlag und Herausgeber der klassischen Medien.
Das onlinefähige Gerät muss die Aufgabe des Bibliothekspersonals als Türsteher als Semaphore übernehmen: “Du kommst hier nicht weiter.”

Als Marker für das Gerät könnte der Personalausweis oder der Reisepass, wenn man eine staatliche Kontrollfunktion ermöglichen wollte, genutzt werden.
In dem Fall müsste es einen Kinderausweis (Schülerausweis) geben, der das Gerät veranlasst bestimmte Medieninhalte zu erlauben. Hierzu müsste es eine Medien- und Diensteanbieterdatenbank geben, in der die “Freischaltungen” geregelt werden.

Jedenfalls müssten Betriebssystem-Hersteller für stationäre und mobile Endgeräte verpflichtet sein, eine Geräte-Nutzung ohne Internet- oder andere Netzwerkanbindung zu ermöglichen.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Sporack

Genau, da träumt sich die deutsche Diktaturseele den Traum vom “Wahrheitsministerium” schon IM GERÄT VERBAUT zurecht – vielleicht gleich noch mit biometrischer Erkennung, damit “Falschdenker” gleich besser identifiziert werden? Und dann gleich das “Digitalgeld” sperren?

Sowas macht nicht einmal China, eine lupenreine Diktatur!

Nur damit Sie mal erkennen, was Sie da fordern:
Was passiert, wenn die politischen Kräfte sich verschieben?

Sporack
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Nein, wenn die Wächterfunktion im Gerät und nicht auf dem Server ist, dann ist das nunmal *keine* Überwachung, sondern ein Schlüssel, der an der Hosentasche ist.

Sporack
16 Tage zuvor
Antwortet  447

“gleich noch mit biometrischer Erkennung”
=> Ist doch schon längst im Gerät da …verknüpft mit BigTech Unternehmen.

  • Handy entsperren durch Fingerdruck, Iriscan, Gesichtsscan.

Schon alles bei Apple “im normalen Setup” aktivierbar ….

Mir geht es darum, dass die Wächterfunktion im Gerät drin ist, aber der Wächter nicht mit Dienstanbieter “redet”.
Als Wächter fragt nach Schlüssel:
Gerne Nutzername + Passwort + Token.
Wobei Token nur erhältlich bei Bürgerbüro unter Vorlage passender Ausweise.
(Orga kann anders sein, Implementierungsdetail.)

Token könnte auch vom Internet Service-Provider gestellt werden, nur der müsste dann für Kinder eben einen Kinder-Token an die Eltern per Post senden.

Sporack
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Totale Überwachung bei Alterskontrolle …
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/e-zigaretten-tanks-jugendschutz-bgh-100.html

Wenn Sie meinen Beitrag genau lesen, dann fordere ich, dass Geräte auch *ohne* Internet funktionieren , ohne Netzwerkanbindug == OHNE ÜBERWACHUNG durch Dritte..

Aber ich fordere, dass es einen technischen Schlüssel gibt, an Hand diesem das Gerät entscheiden kann, ob nun ein Kind oder Jugendlicher der aktuelle Anwender ist, oder ein Erwachsener.

Man kann den Chip der Personalausweise, Reisepässe und auch von so mancher Mensakarte oder Bahn-/Busticket dafür nehmen; oder es ganz anders lösen.

Um Altersbegrenzung technisch sichern zu können, bedarf es den Wert des Alters. Anders geht Jugendschutz weder an der Kasse vor Ort, in der Papierbibliothek oder eben bei digitalen Diensten nicht.

Mir ist wichtig, dass das Endgerät, welches die Verbindung zum Internetdienst, der ggf verschlossen bleiben soll, das Alter erkennt und eben erst garnicht die Verbindung zum “gefährdenden Dienst” eröffnet.
Dem gefärdenden Dienst die Alterskontrolle aus der Ferne zu überlassen, ist offensichtlich (wie man sieht) unfug. “Bitte legen Sie einen Account an, Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer, Alter” (Oh zu jung, aber alle Daten sind schon einmal preisgegeben – Das gilt es zu verhindern. Datenminimierung. Kontrolle am Gerät und nicht nur beim Dienst.)

Ganz ähnlich wie die Tatsache, dass nicht jeder physikalische Schlüssel in jedes Schloss passt.

Sporack
16 Tage zuvor
Antwortet  447

“Was passiert, wenn die politischen Kräfte sich verschieben?”

sollten sich ohnehin alle Smart-Geräte Nutzer/innen fragen,

Aber auch sämtliche im Internet Aktive, so wir wir.
Überall hinterlassen wir Spuren in Logfiles etc.

Beispiele dafür, was passiert, wenn Regierungen durchdrehen, gibt es hinreichend, mit wirtschaftlicher Basis oder weltanschaulicher Basis oder mit pseudo-religiöser Begründung …

Peterbing
16 Tage zuvor
Antwortet  Sporack

Was?! Betriebssystemhersteller müssen verpflichet werden Ausweise (!) zu kontollieren. Das ist eine beängstigende Vorstellung. Und was ist mit Linux? Wem gehört das denn?

Sporack
16 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

Multifaktor-autentifizierung kann auch Linux. Ob da nun ein yubikey geprüft wird, den man gegen vorlage des Personalausweises oder Schülerausweises erhält, ist implementierungsdetail.

Sporack
16 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

“Betriebssystemhersteller müssen verpflichet werden Ausweise (!) zu kontollieren … Und was ist mit Linux?”

zum Beispiel so:
https://wiki.ubuntuusers.de/Elektronischer_Personalausweis/

Zitat:
“Der Bürger benötigt zur Personenidentifizierung per eID nur ein Gerät (Smartphone oder Desktop-Rechner) mit einem eID-Client, wie beispielsweise die in diesem Artikel beschriebene AusweisApp und ein Lesegerät für den Personalausweis, wie beispielsweise ein Smartphone mit NFC-Funktion oder einen USB-Kartenleser.”

Peterbing
15 Tage zuvor
Antwortet  Sporack

Linux ist frei verfügbar und open source, somit jeder der Linux herunterlädt “Betriebssystemhersteller”.

Ich bin optimistisch das, sollte so ein orwellscher Wahnsinn wie eine Ausweispflicht für Software tatsächlich kommen, diese umgangen wird und eine Flucht in überwachungsfreiere Syteme stattfindet.

Sporack
12 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing
  • “Linux ist frei verfügbar und open source”,

Das ist wohl richtig.

  • somit jeder der Linux herunterlädt “Betriebssystemhersteller”.

Das ist aber Unsinn.

Jede/r die/der das Linux-Betriebssystem erweitert oder verändert (also nicht nur “konfiguriert” und “einstellt”), sich also als Programmierer/in oder Software-Entwicker/in “an der Funktionsweise des Betriebssystems”, seiner Komponenten, “schraubt”, die/der ist in gewisserweise “Betriebssystemhersteller”.
=> Mit allen Rechten und Pflichten: Angefangen beim Urheberrecht über Einhaltung diverser Lizenzen etc …

======================

Sie verstehen das Konzept des Jugendschutzes offensichtlich nur im Kontext der physischen Welt – und haben keine Idee, wie man Jugendschutz ( = Alterskontrolle ! ) in virtuellen , digitalen Welten umsetzen kann.

Falls Sie eine Idee der wirksamen Realisierung von Alterskontrolle vor Inanspruchnahme von Remote-Diensten haben, bitte gerne teilen.

Nur auf Orwell’sche Überwachung ( Roman mit Titel 1984 ) ist nicht hilfreich.

Sporack
11 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

Man darf gespannt sein, wie das in Kalifornien gelöst wird:

https://leginfo.legislature.ca.gov/faces/billTextClient.xhtml?bill_id=202520260AB1043

1798.501. (a) An operating system provider shall do all of the following:
(1) Provide an accessible interface at account setup that requires an account holder to indicate the birth date, age, or both, of the user of that device for the purpose of providing a signal regarding the user’s age bracket to applications available in a covered application store.
(2) Provide a developer who has requested a signal with respect to a particular user with a digital signal via a reasonably consistent real-time application programming interface that identifies, at a minimum, which of the following categories pertains to the user:
(A) Under 13 years of age.
(B) At least 13 years of age and under 16 years of age.
(C) At least 16 years of age and under 18 years of age.
(D) At least 18 years of age.
(3) Send only the minimum amount of information necessary to comply with this title and shall not share the digital signal information with a third party for a purpose not required by this title.
(b) (1) A developer shall request a signal with respect to a particular user from an operating system provider or a covered application store when the application is downloaded and launched.

Sporack
11 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

Und wie Betriebssysteme bzw deren Konfiguration innerhalb diesen Monats funktionieren werden, ist noch viel spannender:

Brasilien auch (schon ab diesem Monat!)
https://www.techpolicy.press/brazil-wants-to-reshape-the-internet-for-kids-the-hard-part-just-began/

https://www.youtube.com/watch?v=WlH2yS5IKg0

Sporack
11 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing
Peterbing
16 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

Jaaaha. Ist klar. Ich hätte es deutlicher ausführen können. Ich bin da ganz beim GG.

Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die ZUFÖRDERST ihnen obliegende Pflicht.

Das mit der Bubble, oder eher Minderheit, ist wohl in bezug auf Mediennutzung nicht verkehrt, aber abgeschottet ist die keineswegs.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Peterbing

“Das Internet ist nicht jugendfrei, sondern ab 18 Jahren.”
Ach, würde die Poltik, beispielsweise eine Frau Schäffer im Artikel so denken…

Bildungsnah
18 Tage zuvor

Warum wird nicht offen über die Konsequenz dieses Jugendschutzes gesprochen?

Wie will man das technisch umsetzen, ohne das jeder Internet- und Socialmedia-Nutzer seine Identität bestätigen, also preisgeben muss? Man will es natürlich gar nicht.

Politiker und Bürokraten erhalten Einfluss auf den Algorithmus der Socialmedia Konzerne. Ein unglaublich mächtiges Werkzeug. Warum glauben wir, dass dieser Einfluss nur zum Schutz von Jugendlichen eingesetzt wird?

Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er an das plötzlich gewonnene Herz für Kinder- und Jugendschutz glauben mag, für die der Staat oder die EU weinenden Auges ein paar Freiheiten seiner Bürger opfern muss. Oder ob er eine andere Strategie hinter diesen Vorstößen entdeckt. Wer wäre nicht für den Schutz von Jugendlichen?

“schieben wir die Verantwortung nicht den Kindern und Jugendlichen zu”

Ein Strohmann. Wer käme auf die Idee, den Jugendlichen die Veranwortung zuzuschieben? Die Verantwortung liegt doch bei den Eltern. Und Verantwortung bedeutet eben immer auch Freiheit. Wer hat denn das größte Interesse und den meisten Einfluss, um die Kinder zu schützen? Der Staat oder wir als Eltern? Weil manche Eltern die Möglichkeiten nicht wahrnehmen, wollen wir da wirklich die Freiheiten von allen Menschen einschränken?

Wehret den Anfängen und bedenkt das Ende.

Das sind sinnvolle Maximen. Aber wer hier sieht darin einen Anfang und traut sich zu, ein Ende zu erkennen? Das ist die Schwierigkeit und deswegen kommt man mit diesen wohlklingenden Vorschlägen auch schnell auf einen Weg der kleinen Schritte, deren Ende man vorher nicht wahrnimmt und den man später bereut.

Oldie-exit
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“[F]Pflicht, Plattformbetreiber für die Posts, die sie veröffentlichen, haftbar zu machen” bin ich absolut auch.
Auch dazu führt Prof Andree exzellent aus.

Peterbing
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

” .. Wir sind übrigens für eine Pflicht, Plattformbetreiber für die Posts, die sie veröffentlichen, haftbar zu machen .. “

Da müssen die vielen europäischen Plattformbetreiber sich warm anziehen. Ironie aus. Das wird vermutlich nicht funktionieren, die werden sich dem EU-Recht nicht beugen.

Plattformen gehen gegen illegale und unerwünschte Inhalte vor und arbeiten mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.

The X Rules
https://help.x.com/en/rules-and-policies/x-rules

Ob Inhalte die nicht eindeutig darunterfallen gelöscht und/ oder strafrechtlich verfolgt werden, kann nicht Content-Moderation entscheiden, das haben Gerichte zu entscheiden.

Elon Musks X geht gegen Millionenstrafe der EU wegen DSA-Verstößen vor (23.02.2026)
https://www.heise.de/news/Elon-Musks-X-geht-gegen-Millionenstrafe-der-EU-wegen-DSA-Verstoessen-vor-11185485.html

Dieser Präzedenzfall wird noch spannend. Ob am Ende in der EU Plattformen geblockt werden?

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe gehört, wer Lotto online spielen möchte, soll sein Alter offline oder per Video bestätigen. Dann kriegt man die Zugangsdaten zur bestimmten Apps.

Wenn man den Zugang zu Pornographie für Kinder hätte beschränken möchten, hätte man das auch längst machen können.

Hier ist die Rede nur über Sozial-Media Verbot. Und die Gefahr, dass die Freiheiten aller Menschen beschränkt werden, ist groß.

Über die Türkei hat Tagesspiegel so am 23.02 berichtet: “Türkei will Anonymität im Netz beenden : „Es geht um den Schutz des Staates vor Kritik“. Wer kann garantieren, dass in DE es nur zum Guten benutzt wird?

Muxi
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

So wie der Rechtsstaat die Unverletzlichkeit der Wohnung schütz, z.B. vor unverhältnismäßigen Hausdurchsuchungen?

Für Ihr Argument hat der Rechtsstaat nach meiner Meinung zu viel Vertrauen verspielt.
Natürlich ist es hier nicht wie in der Türkei, aber wenn ein lächerlicher Tweet so eine Reaktion des Staates nach sich zieht, dann hat der Rechtsstaat ein Problem. Daran ändern auch nachträgliche Urteile nichts, einen Eingriff wie eine Hausdurchsuchung kann man nicht zurücknehmen.
Derartige Beispiele gibt es inzwischen in solchen Massen, dass der Satz “Wehret den Anfängen” greifen muss.

https://www.zeit.de/news/2021-09/09/kritik-an-grote-nach-durchsuchung-wegen-pimmel-tweets

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Rechtsstaat funktioniert noch, aber man muss manchmal viel Geld für gute Anwälte und viele Nerven haben, wie im Falle von Jan Fleischhauer oder Marie-Luise Vollbrecht zu sehen war.

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Niemand sitzt im Gefängnis, stimmt. Aber die beiden brauchten viel Geld, um sich schützen zu lassen. Jan Fleischhauer schrieb über Anwälte seitens Arbeitgeber, Vollbrecht hatte Spenden gesammelt.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Jetzt fordern Sie auch noch öffentlichen Rechtschutz ohne private Rechtsvertreter*innen?
Aber was hat das mit dem Artikel zu tun, außer dass Herr Fleischhauer Ihnen nicht gefallen tat, ihrer Argumentation zurliebe verurteilt zu werden? 😀

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

“Wenn man den Zugang zu Pornographie für Kinder hätte beschränken möchten, hätte man das auch längst machen können.”
????

Ja! Warum lassen sich Volljährige im Kasino auszahlen, während sich Minderjahrige in Kinofilme ab 18 Jahren schleichen?
Aber ja! Wenn es andere Personen unter anderem Umständen an einem anderen Ort sind, ist die Sache manchmal anders (oder aber auch nicht)…

Irgendwo nickt Ihnen Ed für Ihren Beitrag anerkennend hinauf ^^

Bildungsnah
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Klar gilt das auch dafür. Deswegen hatte ich ja geschrieben “totale Freiheit inkl. jeglicher abscheulicher Verbrechen” und vorgeschlagen, sämtliche Strafverfolgung abzuschaffen, außer bei Parkknöllchen und bei zu spät zurückgegebenen Büchern in der Stadtbibliothek. Jetzt finde ich die Stelle in meinem Text aber gerade selber nicht mehr.

Aber mal ernsthaft, gegen die von Ihnen genannten Inhalte hilft nur ein Social-Media-Verbot für Kinder? Solche klar gesetzwidrigen Inhalte gibt es ja wohl hoffentlich nicht bei TikTok, und wenn, dann ist ja Altersverifikation wohl kaum eine Lösung für das Problem.

Aber wenn ich Ihren Text richtig interpretiere, wünschen sie sich deutlich mehr als den Kinderschutz, der aus der Sicht der einen durchgesetzt und aus der Sicht von anderen vorgeschoben wird, um andere Dinge zu erreichen.

Könnten Sie das vielleicht klarer machen, ob es bei “dürfen alles” um gesetzeswidrige Dinge geht oder um Dinge die neudeutsch als “unterhalb der Strafbarkeitsschwelle” bezeichnet werden

Hans Malz
16 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Doch, solche Inhalte gibt es dort! Und die werden in solchen Massen (anscheinend) automatisiert hochgeladen, dass da niemand mehr hinterher kommt … oder man kümmert sich in Wirklichkeit gar nicht.

Der Betreiber muss dafür haftbar sein. Das ist der einzige Weg.

Unfassbar
17 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Man könnte glatt meinen, dass die Identifikationspflicht das eigentliche Ziel ist.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hätten Sie es, wenn ein Klick auf den Schriftzug “Redaktion” (unter einer rechten Regierung) identifizierende Bilder und private Wohnadresse anzeigen würde?

Hätte 447 es, wenn ein Klick auf “447” dessen Privatdaten anzeigen würde in einem Land, in dem einerseits offen von dem “in Arbeit bringen*zwinger-zwinker* Gulag”/”Umverteilung” von “Überreichen”, aber gleichzeitig auch dem Deportieren nicht “deutschstämmiger” Personalausweisinhaber schwadroniert wird?

Warum ist es in Deutschland selbst der Polizei (!) NICHT erlaubt, automatisiert Nummernschilder zu erfassen und zu identifizieren?

Fräulein Rottenmeier
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ein Eldorado für Stalker…..

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

Untergraben Sie hier nicht ein wenig die Probleme echter Stalking-Opfer?
Und/ oder halten Sie generell wenig von Zulassungsstellen?

Fräulein Rottenmeier
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ach, Sie finden es nicht bedenklich, dass jeder Pansen für 34,50 € eine online Abfrage beim Einwohnermeldeamt stellen kann und erfährt, wo seine Verflossene nun wohnt?

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das Problem ist doch längst da und bekannt. Informieren Sie sich etwas.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich weiß, was eine “Halterabfrage” (hiess früher mal so, k.A. ob heute noch) ist.

Scheinbar hat die Person am Redaktionsaccount gewechselt – Sie tun alles erzählen ;-), nur nicht meine Fragen beantworten. 😉

Weil die Antwort offensichtlich ist und Ihnen halt nicht gefällt:
So wenig wie Sie sich (z.B. als Redaktionsteam-Mitglied) für Ihre Arbeit oder Kommentare privat Probleme, Ärger oder Angriffe einfangen wollen – so wenig will ich als (pseudo-)”Reicher” Enteignungskommunisten oder NS-Extremisten, denen fast lebenslanges Wohnen plus Staatsbürgerschaft plus Staatsdienst in der BRD noch immer nicht “doooooiiiiiiitsch!” genug ist vor der Haustür haben…beide schmeissen nämlich die gleichen Brandsätze.

Eine Klarnamen- oder Registraturpflicht (egal unter welcher Tarnkappe) werde ich schlicht aushebeln oder (falls der Aufwand zu hoch wird) halt ins sog. “Darknet” gehen.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und…Sie glauben, dabei würde es bleiben ? 🙂

Die nächsten Schritte sind dann vorhersehbar.

Die Dark”room”s des Netzes würden sich schnell füllen.
In den “Lightrooms” gibt es dann das Tagesschau-, Konzern- und Katzenbilderinternet, wo alle dem [current thing] zustimmen.

Bla
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau und manche holen über Anzeigen Privatadressen raus und drohen mit der Verweis darauf. Durchaus ein (gefühlt erweiterter) Faktor, warum einige Anzeigen nicht gleich getätigt werden. Gerade bei Streamern und co.
Datenleaks und Doxxing ist da tatsächlich ja auch ein Thema.

Wie sieht es bei einigen Influenzern aus, welche von Stalking betroffen sind? Die Zahl nimmt zu. Und die Bedenken ebenfalls. Die Angst auch. Kann man natürlich ausbauen. Wäre schon eine gute Nummer.
Gibt es Bewegungsprofile von Influenzern? Oh. Ja. Findet man auch recht fix Sachen zu.
Und das übertragen wir dann auf alle. Auch Privatpersonen?

Ja gut. Welche Angaben? Haarfarbe und Augenfarbe auch? Migrationshintergrund? Eintragung “seit wann in Deutschland”? Berufsstand?
Muss man die direkt erheben? Oft bekommt man diese ja auch indirekt raus. [Wenn das vermeintlich ja bei “Übertrittsprofilen” an GS als Empehlungen funktioniert … Dann hier erst recht.]
Benachteiligungen dessen? [Wenn man immer auf jegliche Diskriminierung besteht und hinweist – was stimmt und gut ist – dann muss man auch hier diese Frage der Pille und Konsequenz dessen eben schlucken …]
Das würde man evtl. als Risiko fördern. Sollte man mitbedenken. Ansonsten kommt im Nachhinein dann das Bedenken und “upsi”.
Prangert man dann diese Forderungen und Umsetzungen selbst im Nachhinein – auch Sie als Medium – an?

Es gibt eben nicht nur Vorteile. Die gibt es. Muss man eben abwägen.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  447

“Warum ist es in Deutschland selbst der Polizei (!) NICHT erlaubt, automatisiert Nummernschilder zu erfassen und zu identifizieren?”
Und darum bekommt niemand niemals ein Bußgeld für zu schnelles Fahren – es sei denn, die Polzei kennt und erkennt jemanden vor Ort 😉

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Erst googeln, dann schreiben.

Gerade mit “Nummernschild” und “Auto” haben Sie da ein schönes Beispiel vorliegen.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Sie meinen also, die Polizei würde hier anonymisiert arbeiten und die privaten Daten von Geblitzten nicht kennen??
Ich würde sagen, die Rechnung im Briefkasten und Punkte bei Flensburg – werauchimmer die ist – wären ein deutlicher Hinweis, dass da Schutz der Privatsphäre, aber definitiv keine Anonymität vorliegen
..
Oder meinen Sie, die Autobahngewerkschaft bürgt für Ihr Verhalten? :/

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“? Ja, ich habe Angst davor. Ihr nicht?

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Na solange Sie nicht gleichzeitig Ihre Daten bei Google, Twitter, Whatsapp, Tiktok usw. raushauen – das würde Ihre Sorgen ein wenig hohl erscheinen lassen 😉

Sporack
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Facebook und weitere Meta Dinge … über all Daten, Daten, Daten

sicher vor dem Staat? wenn ja, vor welchem?

Sicher vor wirtschaftlicher Nutzung: Nein!

Opossum
16 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Wie kann der “gläsernde Schwede” mit dem deutschen Datenschutz verbunden werden? Da sind auch Daten von Politikern offen, wenn ich es richtig verstehe, und Deutschland hat § 188.
Ich denke immer an die Möglichkeiten von einem Missbrauch seitens des Staates. Keiner kann garantieren, dass es in West Europa nie passiert. China, Nord Korea, Russland… sind die Bilder, wie es werden kann, wenn man zu viel Kontrolle und Informationen dem Staat gibt.

Sporack
12 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Dann können Sie gleich Ihren Internet-Zugang abbestellen, und jedes Smart-Gerät entfernen.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Naja, trotz gesprächswürdiger Positionen dürfte sich unfassbar da wenig Sorgen machen.

Was soll Blas Schule über dessen Beschwerden über Ressourcenmangel und Kosten-Nutzen-Rechnungen bezüglich der Bürgerbilfung befinden?
Wie würde Katzes Schule es wertschätzen, wie wenige ihrer Aufgaben sie anzunehmen bereit ist?
Oder das Vehrenkamp sich regelmäßig von wissenschaftlicher Arbeit distanziert und Familien als “zu faul” fallenlässt?
Wie würde meine Schule reagieren, dass ich in den letzten vier Wochen keinen guten Witz gerissen habe, trotz all dieser beschämenden Steilvorlagen in diesem Zeitraum?
Und meine Fresse, würden die Kolleg*innen 447 in einem ganz anderen Licht sehen, wenn sie ihn für seine Aussagen nicht nur kennen, sondern lieben würden? 😉

Bla
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Was soll Blas Schule über dessen Beschwerden über Ressourcenmangel und Kosten-Nutzen-Rechnungen bezüglich der Bürgerbilfung befinden?”

Da würde ich mir tatsächlich wenig Sorgen machen. Das wissen sie nämlich. Klar spreche ich das auch in der Schule an. Viele sehen das auch so. Bei anderen eckt man an. Ist okay.

Sorgen würde ich mir über ganz andere Sachen machen, wenn jeder immer mit Klarnamen auftreten würde.
Und das sollten gerade Sie wissen. Sie wären nämlich der Erste, der im Nachhinein hier rumweinen würde.
Ich denke mir … Würde die AfD das eben (wieder) mal fordern. Dann wäre die Empörung bei Ihnen sofort als Trigger da und Sie würden sagen “aber die wollen uns beschränken und Daten sammeln – diese Zeit wollen wir nicht mehr zurück”.
Aber gut, gehen Sie immer mit der Richtung des Windes und der Fahne, statt mit dem Thema.
Kann man auch machen.

“Wie würde meine Schule reagieren, dass ich in den letzten vier Wochen keinen guten Witz gerissen habe, trotz all dieser beschämenden Steilvorlagen in diesem Zeitraum?”

Auch da brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Ihre Beiträge wirken oft genug als Witz. Also: “Job”/”Erwartung” erfüllt.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Da würde ich mir tatsächlich wenig Sorgen machen. Das wissen sie nämlich.”
Wer zum Geier meldet das eigen Kind an einer Privatschule an, die über sich selbst bekundet, zu wenig Ressourcen zu haben? 😀

“Würde die AfD das eben (wieder) mal fordern. Dann wäre die Empörung bei Ihnen sofort als Trigger da”
Rechtsextreme wollen wissen, wo Menschen mit Behinderung wohnen, wo Schwachstellen von Deutschlands Militär/ Infrastruktur liegen und wie die Namen von Lehrkräften welche der rechtsextremistisch/ völkischen Ideologie abweichenden? Vielleicht sollte geprüft werden, ob diese Gesellschaftsfeinde verboten werden müssen…

Und SIE machen sich mehr Sorgen über das anonyme Abkotzen über den Job – Sie sind bestimmt der historisch weltweit der Erste, Einzige und Letzte 😛 – anstatt ZUERST über die Gefahren durch Rechtsextremist*innen zu warnen? Aber das wäre in Ihren Augen ja wohl kein großes Problem, vielmehr “rumweinen”?
Ich habe ebenfalls das Gefühl, dass Sie da relativ angepasst durchkommen würden

“Aber gut, gehen Sie immer mit der Richtung des Windes und der Fahne, statt mit dem Thema.”
Statt mit dem Thema? Ich gehe davon aus, dass Sie hier etwas anderes meinten. Sogar ich habe mit ein, vielleicht ein halbes Mahl verschrien 🙂

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Wer zum Geier meldet das eigen Kind an einer Privatschule an, die über sich selbst bekundet, zu wenig Ressourcen zu haben? ”

Das steht immer im Verhältnis zu “zu was zu wenig”. Und das in mehrerlei Hinsicht.
Faktisch ist es halt mal so, dass wir je SuS ca. so viel Geld zur Verfügung haben wie an Regelschulen. Das Geld wird anders eingesetzt – oft effizienter. Dazu kommt eben der Faktor, dass wir als Lehrkräfte (deutlich) schlechter bezahlt werden. Das ist jedoch auch nichts ungewöhnliches an/für Privatschulen. Daher haben wir hier auch noch etwas “mehr an Ressourcen” für andere Dinge. Dazu nutzen wir ebenfalls Förderungen soweit vorhanden aus. Kostet Zeit usw. Aber bringt eben auch auf der anderen Seite einen gewissen Wert.
Das sollten und dürfen die Eltern meiner Meinung nach wissen. Das macht einen Umgang ehrlich(er).

Ich bin nicht “der Verkäufer”. Ich bin die/eine Lehrkraft. Ich “muss” meine Privatschule vertreten, aber nicht (jeden) verkaufen. Damit würde ich mir selbst und dem Kollegium, sowie Eltern/Kindern ebenfalls keinen großen Gefallen mit machen. Dazu finde ich, dass das auch der Sache nicht gerecht werden würde. Ich (be)werbe hier kein “Wolkenschloss”.

Wir haben andere Rahmenbedingungen. Das ist so. Und diese können und müssen die Eltern (und Kinder) eben abwägen.
Das Schulgeld ist lediglich der 1/3 Bereich, welchen der Staat bei uns aufgrund unseres Privatschulstatus [und dessen Privilegien] nicht (be)zahlt. Nicht mehr … Nicht weniger …
Davon braucht man sich auch keine Einzelförderung erwarten. Wer das macht (als Elternteil/Kind) – soll gerne wegbleiben. Das vereinfacht dem Kollegium und mir Stress und Aufwand, dass wir dies “im Nachhinein” klar stellen müsste(n). Das braucht es auch nicht – Anfragen haben wir aktuell genug. Warteliste ist nicht gerade klein. Daher kann “man” sich das meiner Meinung nach auch “leisten”, dass “wir” hier damit recht klar umgehen würden/sollten. Ich mache das auch so. Ob ich dann anecke? Mir egal. Bisher ging es recht gut. Manche Eltern wertschätzen das durchaus.

Auch hier bin ich einfach in einer äußerst privilegierten Situation. Ich müsste hier nicht arbeiten.
Bei einem (staatlichen) Hort würde ich mehr verdienen und zugleich (sehr sicher) weniger Stress haben. Hatte ich ja auch schon mal gearbeitet [Förderverein in Verbindung mit Ganztag/Hort]. Aber ich bin sehr gerne Lehrer und mag die Kids. Zudem ist das Feedback [Eltern/Kinder/Kollegium] recht gut. Daher denke ich, dass ich meinen Job schon einigermaßen gut mache. Sollen andere bewerten. Für mich selbst bin ich “zufrieden” [Output].
Dazu muss ich nicht auf jeden Cent achten.

Also stellt sich die Frage für die Eltern:
– Was erwartet man?
– Was sieht man als Mehrwert?
Wenn die Antworten sind/wären:
– Einzelförderung 1:1
– Sonst gar kein Mehrwert
Dann meine ehrliche Antwort:
Das gibt es (bei uns) nicht. Wenn man auch keinen Mehrwert von unseren “Privilegien/Konzept” sieht, dann sollte man auch das Geld nicht zahlen und/oder eine andere Schule suchen. Ansonsten haben beide Seiten da keinen langfristigen Spaß und Sinn.
Daher, was können wir bspw. bieten?
– Montessori-Materialien
– Gut Montessori ausgebildet [mit Qualitätsstandard und -siegel]
– Freiarbeitskonzept [Freie Wahl der Arbeit]
– Doppelbesetzungen innerhalb der Freiarbeitsstunden [soweit möglich]
– (Sehr) Gute Unterrichtsabdeckung [Vertretungssystem, Einsatzmöglichkeiten, Kreativkurse/AGs usw.]
– Inklusion [im Rahmen besser als an vielen Regelschulen – wenn man das nicht zu stark ausreizt, dann sehr sinnvoll möglich … Wie gesagt … Grenzen beachten. Darüber lässt sich streiten – auch hier]
– Jede/r SuS spricht Deutsch [oft zusätzlich weitere (Mutter-)Sprachen]
– EMA
– Direktere Wege und Kommunikation [+ Mitsprache]
– Keine Noten [bis zur Abschlussprüfung]

Reicht das nicht? Dann sind wir vllt. eben nicht die Zielwahl.
Reicht das? Super.
Aber warum sollte ich mit Rahmenbedingungen “werben”, welche (noch?) nicht da sind/wären? Damit mach ich doch keinem einen Gefallen.

Einigen reicht schon der Aspekt “keine Noten” aus. Gerade bei Kindern mit massiver Prüfungs- und Schulangst. Solche gibt es – gar nicht mal so wenige.
Andere wollen gerne Freiarbeit als Konzept. Andere Monessori-Konzept. Manche auch alles drei.
Manchen ist das egal, hauptsache keine Regel-Sprengelschule. Auch da kann ich mich zumindest ehrlich machen.
Die Entscheidung treffen ja die Eltern (und bestenfalls Kinder). Zudem wir, ob das jeweilige Kind angenommen wird.

Also ja … Begründete Frage von Ihnen. Ehrlicherweise müssen die Entscheidung halt eben die Eltern (und Kinder) letztendlich treffen, ob unser Angebot auch passt [und für diese einen Mehrwert hat].

Würde ich mir trotzdem bessere Rahmenbedingungen wünschen (und vorstellen)? Ja. Definitiv.
Würde ich das auch an/für Regelschulen? Ja. Auch definitiv. Ansonsten wäre ich ja nicht selbst vom Regelschulprinzip “geflüchtet”.

“Rechtsextreme wollen wissen, wo Menschen mit Behinderung wohnen, wo Schwachstellen von Deutschlands Militär/ Infrastruktur liegen und wie die Namen von Lehrkräften welche der rechtsextremistisch/ völkischen Ideologie abweichenden? Vielleicht sollte geprüft werden, ob diese Gesellschaftsfeinde verboten werden müssen…”

Ja, natürlich sollte das überprüft werden. Meine Aussage … Immer wieder. Müssen Sie eben lesen.
Ansonsten geht eben das eine als Risiko mit dem anderen einher. Alles andere ist Naivität. Aber da kennen Sie sich ja aus. Als selbst Betroffener von Naivität.

“Und SIE machen sich mehr Sorgen über das anonyme Abkotzen über den Job – Sie sind bestimmt der historisch weltweit der Erste, Einzige und Letzte – anstatt ZUERST über die Gefahren durch Rechtsextremist*innen zu warnen? Aber das wäre in Ihren Augen ja wohl kein großes Problem, vielmehr “rumweinen”?
Ich habe ebenfalls das Gefühl, dass Sie da relativ angepasst durchkommen würden ”

Wieder mal den Kontext nicht checkt?
*Rainer meldet sich*
Ja gut. Glückwunsch?

Was soll ich denn dazu sagen, außer, dass das wieder mal ein Strohmann-Argument mit Ad Hominem ist. *Gähn*
Dazu machen wir das Spielchen schon zu lange, dass ich Sie hier ernst nehmen könnte oder würde – sorry.
Ich werde das weder bestimmen, noch beeinflussen – ob sowas “durchgesetzt wird” oder zumindest versucht wird. Ich müsste damit leben. Richtig. Meine Warnung und Meinung kann ich jedoch sagen? Also: Wo ist Ihr Problem?
Und klar … Viele Rechtsextreme schreiben bereits ihren Namen als Klarnamen in social Media. Wäre es nicht mal ein Anfang hier schon zu agieren, statt “den großen Brandschaden” dann zu bewirken?
Könnte man sich mal als Frage stellen.

Und Gefühle dürfen Sie natürlich haben. Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Ggf. müsste ich dann eben einen anderen Job ausüben, wenn die AfD – dann unter solchen Bedingungen – reagieren sollte. Und man “dieses Fass” zuvor aufmachte. Aber Anfragen habe ich genug. Relativ offen und priviligiert bin ich auch berufstechnisch.
Mich würde es tatsächlich wohl recht wenig betroffen.
Daher egoistisch: Macht, wie ihr wollt.
Sozial-Gesellschaftlich: Denkt darüber allerdings seeeehr gut nach, was ggf. auch die Konsequenzen sein könn(t)en.

Mehr will ich ja nicht drauf hinaus. Hat eben alles “Kompromisse”.
Ist man sich dessen bewusst und macht es trotzdem? Dann wundert “euch” bitte im Nachhinein nicht über einfache Kausalwirkungsmöglichkeiten. Auch Sie nicht.

“Statt mit dem Thema? Ich gehe davon aus, dass Sie hier etwas anderes meinten. Sogar ich habe mit ein, vielleicht ein halbes Mahl verschrien ”

Ne, das ist bewusst so geschrieben an dieser Stelle. Darüber dürfen Sie gerne nachdenken, was ich meine.
Als Teilfrage dazu: Würde man dann eben nicht auch riskieren, dass die AfD [als potentielle künfigte (Mit-)Regierung] das nicht auch ganz schnell missbrauchen könnte? Und wie schätzt man dessen Gefahr?
Und schon hat man einen Teilbereich des Themas als Beispielsfragen der Moral und Ethik.
Wie sehen Sie das denn?
Nehmen wir mal alle auf als Datenbanken? Noch mehr als bisher?
Und welche Seite könnte genau wie davon “profitieren” und das missbrauchen?
Stellen Sie sich die Frage mal ehrlich. Gerne auch als “Gefühl” einordnen.
Und? Alle aufnehmen?

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das wird der wahre Antreiber sein.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

“Zwar hätten Plattformen wie Tiktok oder Instagram schon eigene Altersgrenzen festgelegt. «Doch diese werden von den Plattformbetreibern weder technisch ernsthaft kontrolliert noch wirksam durchgesetzt», bemängeln die Grünen-Politikerinnen”
Die radikale Forderung besteht also darin, geltendes Recht umzusetzen? Hui!

Aber die Gefahren sind ja schon groß: Was, wenn der US-Präsident durch Zölle seine eigene Bevölkerung belastet, die EU ihrerseits ausschließlich Luxusgüter (bspw. Abhnehmspritzen) ins Auge nimmt und Trump MAL WIEDER die Zölle zurücknimmt, weil sich seine reichen Kumpels beschweren und die viel zu großen Schuhe seiner “engsten Vertrauten” teurer wurden? 😛
Macht einfach mal, Trump wird für andere nicht den Kopf hinhalten.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Trump wird “bald” weg sein.
Der nächste Präsident wird dann (egal ob Dem, Rep oder sogar independant) weiterhin das tun, was die USA immer schon mit absoluter Konsequenz gemacht haben: “America First”.

Und die (gerade deutsche) Presse wird dann eben ja nach äusserer Verpackung dieser Devise (dunkelhäutiger Präsident=frenetischer Jubel, Milliardärspräsident=”USA geht morgen unter”) wie schon die Jahrzehnte zuvor erklären, was die alles falsch/richtig machen.

Wird es z.B. eine PräsidentIN, bevorzugt Dem und Hispanic – ich sehe die Jubelkonzerte schon.

Und USA bleibt weiter (eine, wenn auch nicht mehr “die”) Weltmacht.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Fragen Sie mal die Menschen in Venezuela oder im Iran, ob die sich – wie anmaßend – einen PLAN wünschen, dem die USA in den Epstein-Kriegen folgt…

“dunkelhäutiger Präsident=frenetischer Jubel, Milliardärspräsident=”USA geht morgen unter””
Ich würde es nicht auf die Hautfarbe beziehen, aber… 😉
Meine Fresse, legen die Republikaner und Trump die Messlatte niedrig.

Sogar die Ansprache zu Lage der Nation war schlechter als die von George W. Bush und der erklärte mittendrin die Regeln für die Siedler von Catan!
Ich sah die Ansprache mitten im Flug nach Frankfurt und die Leute gingen trotzdem raus!
Mir fällt bestimmt noch etwas zu dieser absoluten Versagertruppe in ihren zu groß geschätzten Schuhen ein 😀