DÜSSELDORF. Leistungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, Beschwerden: Wenn Eltern Kontakt zur Schule aufnehmen, geschieht das nach Einschätzung vieler Lehrkräfte meist dann, wenn es Schwierigkeiten gibt. Positives Feedback bleibt dagegen die Ausnahme. Das zeigt eine Umfrage des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen unter 1.402 Lehrerinnen und Lehrern überwiegend an Gymnasien. Die Befragten berichten zugleich von nachlassendem Elternengagement, fehlender Unterstützung beim Lernen zu Hause und einer zunehmenden Verlagerung von Erziehungsaufgaben auf die Schulen.

Viele der Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsverhältnis, das weit über einzelne Konflikte zwischen Lehrkräften und Eltern hinausgeht. Die Befragten beschreiben eine Zusammenarbeit, die häufig funktioniert, aber zunehmend an Grenzen stößt. Fast die Hälfte der Lehrkräfte beobachtet nach eigenen Angaben einen Rückgang des Elternengagements. 42 Prozent sprechen von gleichbleibenden Verhältnissen, 49 Prozent hingegen von einer leichten oder deutlichen Abnahme. Nur neun Prozent erkennen eine Zunahme.
Besonders auffällig sind die Antworten zur Unterstützung der Kinder im Alltag. Drei Viertel der Befragten nennen die Unterstützung beim Lernen zu Hause als den Bereich, in dem Eltern aus ihrer Sicht am häufigsten Engagement vermissen lassen. 56 Prozent sehen Defizite bei der respektvollen Zusammenarbeit mit der Schule. Jeweils rund ein Drittel kritisiert Eltern für mangelndes Interesse an schulpolitischen Themen, unzureichendem Kontakt zu Lehrkräften oder eine geringe Beteiligung am Schulleben. Daneben kritisieren viele Befragte mangelndes Interesse an schulpolitischen Themen, unzureichenden Kontakt zu Lehrkräften und eine geringe Beteiligung am Schulleben.
„Aus Sicht vieler Kolleginnen und Kollegen melden sich Eltern vor allem dann, wenn es um Beschwerden, schlechte Leistungen oder Konflikte geht“
So legt die Umfrage nahe, dass sich ein Teil der Eltern dem schulischen Austausch weitgehend entzieht. Zwar berichten 39 Prozent der Lehrkräfte, dass fast alle Eltern Gesprächsangebote wahrnehmen. Weitere 34 Prozent sprechen von einer hohen Beteiligung. Doch jeder vierte Befragte gibt an, dass nur wenige oder kaum Eltern auf Einladungen reagieren. Ähnlich zurückhaltend wird die Eigeninitiative der Eltern eingeschätzt. 37 Prozent der Lehrkräfte erklären, nur eine Minderheit der Eltern suche von sich aus den Kontakt zur Schule. Weitere 20 Prozent berichten, dies geschehe kaum.
„Bei vielen Eltern herrscht Funkstille – bis die Noten nicht stimmen“, sagt Sabine Mistler, Landesvorsitzende des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen. „Aus Sicht vieler Kolleginnen und Kollegen melden sich Eltern vor allem dann, wenn es um Beschwerden, schlechte Leistungen oder Konflikte geht.“ Tatsächlich nennen 83 Prozent der Befragten Leistungsprobleme als häufigsten Anlass für Elternkontakte. Es folgen Verhaltensauffälligkeiten mit 56 Prozent. Organisatorische Fragen spielen mit 40 Prozent bereits eine deutlich geringere Rolle. Positives Feedback wird lediglich von sieben Prozent genannt.
Dass Konflikte zwischen Schule und Elternhaus längst nicht immer auf der sachlichen Ebene bleiben, zeigt ein weiterer Befund der Umfrage. 34 Prozent der Lehrkräfte berichten, während eines Elternkontakts bereits bedrohliche oder gefährliche Situationen erlebt zu haben. Drei Prozent geben an, solche Erfahrungen sogar mehrfach gemacht zu haben. Weitere zwei Prozent führen persönliche Gespräche grundsätzlich nur in Begleitung von Kolleginnen oder Kollegen. Lediglich 61 Prozent erklären, sie hätten eine solche Situation bislang noch nie erlebt. Die Zahlen erlauben keine Aussagen über die Schwere der Vorfälle. Sie zeigen jedoch, dass aggressive oder einschüchternde Begegnungen für einen beträchtlichen Teil der Lehrkräfte zum Berufsalltag gehören.
Auch innerhalb der Schulen sehen viele Befragte strukturelle Defizite. 42 Prozent der Lehrkräfte geben an, an ihrer Schule gebe es kein transparentes Beschwerdemanagement. Weitere 25 Prozent können die Frage nicht beantworten. Damit arbeitet nach Angaben der Befragten nur rund ein Drittel an Schulen mit klar geregelten Verfahren.
„Es darf nicht sein, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag zunehmend an die Schulen delegiert wird“
Die Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der die Rolle der Eltern im Bildungssystem zunehmend politisch diskutiert wird. Das zeigt sich besonders beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. 70 Prozent der befragten Gymnasial- und Gesamtschul-Lehrkräfte sind der Auffassung, dass der Elternwille nicht allein entscheidend sein sollte, wenn Zweifel an der Eignung eines Kindes für die gewünschte Schulform bestehen. Weitere 25 Prozent gehen noch weiter und sprechen sich grundsätzlich gegen den Elternwillen als maßgebliches Kriterium aus. Lediglich drei Prozent halten ihn für „unantastbar“.
„Die Mehrheit der Lehrkräfte wünscht sich eine Neubewertung des Elternwillens beim Übergang an weiterführende Schulen“, erklärt Mistler. „Pädagogische Eignungsdiagnosen sollten stärker zählen als Wunschvorstellungen.“
Die Verbandsvorsitzende verbindet die Ergebnisse mit grundsätzlicher Kritik an einer Entwicklung, die viele Lehrkräfte wahrnähmen. „Es darf nicht sein, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag zunehmend an die Schulen delegiert wird“, sagt Mistler. „Unsere Umfrageergebnisse machen deutlich, dass sich immer mehr Verantwortung von den Eltern auf die Schulen verlagert. Eine echte Bildungspartnerschaft setzt jedoch voraus, dass Eltern ihren unverzichtbaren Beitrag zur Erziehung und zum Lernerfolg ihrer Kinder leisten. Derzeit erleben viele Lehrkräfte, dass dies nicht selbstverständlich ist.“
Weitere Ergebnisse der Umfrage:
- Die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus erfolgt heute überwiegend digital. E-Mail ist mit 87 Prozent der mit Abstand wichtigste Kommunikationsweg, gefolgt von schulischen Plattformen mit Nachrichtenfunktion (43 Prozent).
- Die Elternvertretungen werden mehrheitlich positiv bewertet: 42 Prozent der Lehrkräfte beschreiben sie als aktiv, weitere 17 Prozent sogar als sehr aktiv.
- Beim Thema Social-Media-Nutzung glauben 47 Prozent der Befragten, Eltern würden eine Altersbegrenzung beziehungsweise ein Verbot eher oder klar unterstützen. 31 Prozent sehen die Elternschaft in dieser Frage als unentschieden an.
Zur Umfrage: Die Befragung des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen lief vom 29. April bis zum 31. Mai 2026. Beteiligt haben sich 1.402 Lehrkräfte. 86 Prozent der Teilnehmenden arbeiten an Gymnasien, zwölf Prozent an Gesamtschulen, die übrigen an Berufskollegs. Die überwiegende Mehrheit ist an öffentlichen Schulen tätig. News4teachers









Hier sind 1.402 Lehrerinnen und Lehrer aus NRW befragt worden, die überwiegend an Gymnasien unterrichten. Die Philologen haben gefragt. Die Befragten dürften ihre eigenen Eindrücke und Erfahrungen wiedergegeben haben. Na, wie mag es erst auf den übrigen Schulformen aussehen?
Machen Sie sich keine Gedanken, an den Realschulen und in anderen Bundesländern dürfte es nicht viel anders oder sogar schlimmer aussehen.
Zudem kann ich die Ergebnisse gerne unterschreiben.
„Na, wie mag es erst auf den übrigen Schulformen aussehen?“
Wäre doch einmal eine Aufgabe für die GEW so etwas zu organisieren. Bei 1% Mitgliedsbeitrag vom Brutto pro Monat, sollte das doch machbar sein.
Die Philologen haben es mit weniger Geld und Mitgliedern ja auch geschafft.
Aber vieilleicht will die GEW solche Ergebnisse ja nicht sehen…
Lehrkräfte sind Ziel vieler Projektionen, die an sie herangetragenen Vorstellungen und Emotionen haben mit ihnen selbst oft wenig zu tun. Außerdem trägt die mediale Stimmungsmache gegen Lehrerinnen und Lehrer Früchte, man glaubt halt, es mit überbezahlten Minderleistern zu tun zu haben, die zu etwas anderem nicht taugten.
Lehrkräfte sind für viele einfach die Staatsbeschäftigten, die am ehesten greifbar sind und an denen man seinen Frust ablassen kann.
Mit Finanzbeamten, Polizisten und Richtern legt man sich nicht so gerne an, die haben ganz andere Möglichkeiten…
…und da sind wir beim Kern der Sache.
Nix zu sagen = kein Respekt.
Schule und Lehrkräfte werden als Dienstleister betrachtet, genutzt und behandelt.
Auch hier auf dieser Plattform wird ja indirekt auch oft dahingehend berichtet.
Wenn von „Expert*innen“ gefordert wird, dass Schule übernehmen muss, dann wird das natürlich auch erwartet.
Wenn Sie die „tollen altbackenene reformpädagogischen Ideen“ meinen, wonach Schule einfach nur nett und freundlich und spaßig sein muss und dann klappt es auch mit dem Lernen, bin ich bei Ihnen.
Wenn Sie meinen, Eltern müssen erziehen und nicht die Lehrer, bin ich nicht bei Ihnen. Die Schule hat einen eigenen Erziehungsauftrag. Gott sei Dank. Sie darf Kinder zur Gewaltlosigkeit und Toleranz anhalten und bei Verstoß entsprechend sanktionieren, auch wenn deren Eltern das nicht tun.
Ich finde, wir brauchen vor allem mehr und stärkeren Rückhalt gegenüber unseren Entscheidungen.
Je nach Lebensalter der SuS sinkt jedoch der Anteil des Erziehungsauftrages. In der Grundschule ist der Auftrag höher als in der 8 Klasse und in den beruflichen Schulen sollte er ein Minimum von dem betragen, das in der Grundschule gefordert ist.
Natürlich ist der elterliche Erziehungsauftrag entsprechend, aber die mehr oder weniger fähigen Erzeuger unserer SuS müssen in den ersten Lebensjahren ihrer Lendenfrüchte anständige Erziehungsarbeit leisten, damit die Kids sich nicht als absoluter Nabel der Welt verstehen und dann aus allen Wolken fallen, wenn sie feststellen, dass es noch andere Menschen in ihrem Alter gibt.
Hier ein Beispiel, dass exemplarisch aufzeigen soll, was Schule nicht übernehmen sollte:
„Sagen Sie meinem Sohn, dass er nicht mehr so viel zocken soll? Ich kann das nicht tun, denn sonst ist er sauer auf mich.“
(Bitte einer Mutter an die Klassenlehrkraft am Ende eines Problemgespräches über ihren Sohn)
Schule (Lehrkräfte) soll jungen Menschen das gesellschaftliche Idealverhalten auf Grundlage des GG vermitteln, da gebe ich Ihnen recht.
Sie sollte aber nicht einzelne Kids erziehen müssen, wenn diese zuhause nicht in diesem Sinne erzogen wurden/werden und ein Verhalten an den Tag legen, dass nicht tolerierbar ist. Fehlverhalten muss mit S*S und Erziehungsberechtigten besprochen werden und sollte sanktioniert werden dürfen, wenn es notwendig ist. Schule sollte allerdings nicht dafür verantwortlich sein, dass S*S ihr Fehlverhalten ablegen. Sie kann mitwirken, aber sollte nicht übernehmen, was die Eltern nicht erledigen (können).
Letzteres ist es jedoch, was zunehmend von Schule (Lehrkräften) gefordert wird. Als Schlagwort soll hier „multiprofessionelles Team“ dienen, das in der Regel aber oft nur aus Lehrkräften besteht.
Schule soll dieses, Schule soll jenes leisten.
„Expert*innen“ meinen vielleicht etwas anderes als „die Lehrkräfte sollen …“, die Politik tut das allerdings nicht. Würde nämlich viel zu viel kosten.
Ja und weil wir das nicht sind, wer wird am Ende darunter leiden und den kürzeren ziehen? Das Kind.
Denn am Ende, werden wir die komischen Vorstellungen mancher Eltern nicht erfüllen können, egal ob sie der Meinung sind, dass sie selbst dafür nicht zuständig sind, das Kind wird hinten runter fallen.
Und aus diesem Totschlagargument folgt dann für mich der moralische Imperativ zur Selbstausbeutung- denn leuchtende Kinderaugen sind des Lohnes genug? Ohne mich!
„Bei vielen Eltern herrscht Funkstille – bis die Noten nicht stimmen.“
Das beschreibt den Schulalltag inzwischen so zuverlässig wie der Stundenplan. Wochenlang absolute Ruhe, als würde das eigene Kind in einer pädagogischen Parallelwelt schweben. Doch sobald eine Klassenarbeit nicht nach Eliteförderung aussieht, melden sich Eltern mit der Entschlossenheit eines Krisenstabs. Dann wird die Lehrkraft zur Hauptverdächtigen im Fall „Die Note, die nicht sein darf“, und plötzlich ist alles möglich – außer der Gedanke, dass das Kind vielleicht einfach hätte lernen müssen oder oh mein Gott – das Gymnasium ist vielleicht doch nicht die geeignete Schulart für Torben Malte Rüdiger.
„Eltern melden sich vor allem dann, wenn es um Beschwerden, schlechte Leistungen oder Konflikte geht.“
Natürlich. Warum auch vorher? Solange alles läuft, ist Schule ja ein Selbstläufer. Aber wehe, jemand wagt es, Leistung einzufordern – dann wird aus der Lehrkraft ein übergriffiger Leistungsfetischist, der dringend pädagogisch „nachjustiert“ werden müsse. Und spätestens dann beginnt das Attest-Ballett: eine beeindruckende Parade an Diagnosen, die mit der Selbstverständlichkeit von Bonuspunkten vorgelegt werden. Das Kind ist „neurodivergent“, „emotional besonders“, „sensibel“, „inselbegabt“ – und selbstverständlich gymnasial geeignet, nur eben leider nicht in dem Fach, in dem es gerade eine 5 geschrieben hat. Dazu kommen Nachteilsausgleiche, die sich lesen wie Bedienungsanleitungen für pädagogische Sonderbehandlung: mehr Zeit, weniger Aufgaben, andere Aufgaben, gar keine Aufgaben – Hauptsache, die Note bleibt unversehrt.
Parallel laufen die Klassiker weiter: Notenverhandlungen im Stil eines Gebrauchtwagenmarkts, WhatsApp-Elternchats als digitale Empörungsfabriken, Drohungen mit Anwälten oder Schulämtern, und natürlich das unsterbliche Argument „Mein Kind hatte keine Zeit zum Lernen.“ „Es ging ihm gar nicht gut.“ „Die Großmutter wurde beerdigt.“ (Häää? Das wäre dann Großmutter Nummer 5.)
Und wer sich tiefer in diese pädagogische Wunderwelt vertiefen möchte, landet zuverlässig in den einschlägigen Elternforen, bei Anwälten für Schulrecht oder in den Pro-Eltern-Brücklings-Abteilungen der Schulämter, wo man sich darauf spezialisiert hat, jede pädagogische Entscheidung so lange weichzukneten, bis sie garantiert den Eltern nicht mehr wehtut.
Gleichzeitig sinken die Anforderungen, steigen die Erwartungen und verschiebt sich die Verantwortung so zuverlässig wie die Kontinentalplatten.
Weiter so – Wand in Sicht.
Am Ende des Tunnels war mal Licht.
„Bei vielen Eltern herrscht Funkstille – bis die Noten nicht stimmen.“
Genau! Dann tauchen die U-Boot-Eltern ganz plötzlich auf!
Schlimmer als Helikopter-Eltern? Welchen Schaden „U-Boot-Eltern“ anrichten können
Vermutlich würde die pädagogische Drohne 447 darauf mit „Gute Noten = gute Fühlis = kein Stress mit Eltern, Schülern, Schulleitung“ reagieren, wohlwissend, dass das mit Bildung im engeren und weiteren Sinne nicht mehr viel zu tun hat. Für das heutige Abitur reicht das aber noch, also kein Problem.
Die Ministerien machen’s möglich.
„Häää? Großmutter Nummer 5 ?“ – Das muß nicht mal die Letzte gewesen sein:
1.Großmutter: Muttis Mutti
2.Großmutter: Vatis Mutti
3.Großmutter: Mutti vom Lebensabschnittsgefährten von Mutti
4.Großmutter: Mutti der Lebensabschnittsgefährtin von Vati
5.Großmutter: Die Lebensabschnittsgefährtin von Muttis Vati
6.Großmutter: Die Lebensabschnittsgefährtin von Vatis Vati
Und das sind nur die Großmütter. Die Großväter kommen ja auch noch dazu.
Ein Hurra auf die Patchwork-Familie.
Da gibt es also noch ausreichend Potenzial. Sie dürfen da nicht immer so kleinlich sein. 😉
(Die ehrenamtliche Nachbarschaftsomi, die immer kurzfristig einsprang, wenn Vati und Mutti mal länger arbeiten mußten oder Me -Time brauchten, um die Beziehung zu retten, was angesichts der Anzahl an Großmüttern offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt war, hab ich weggelassen. Ich will Sie ja nicht komplett in den Wahnsinn treiben.)
Ach, liebe Marion, wir nehmen einfach das ganze Dorf.
Da wärs dann wenigstens wertekanonmäßig iO zu befreien, denn jeder hat mitgeholfen, dass es hoffentlich nicht dazu kommt, die Oma sterben zu lassen, wenn Note droht.
Hier zeigt sich für mich ein Riesenerziehungsmanko – kein Stopp zu setzen, keine Grenzen im Bewerten eigener Blitzrettungs-Gedanken zu vermitteln, keine Notwendigkeit realistische Schlussfolgerungen vorzugeben….. Menschen sterben lassen, weils grad passt ?- man, tot ist tot.
Wir haben auch geflunkert, aber kreativer, nicht ohne Bahnhof.
„Es darf nicht sein, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag zunehmend an die Schulen delegiert wird“
Wohin denn sonst, bitte? Die Kinder erziehen sich nicht von alleine..
Das ist politisch genauso gewollt, von genau den Leuten, die auch über die “ Lifestyle Teilzeit “ herziehen.
Wenn aber niemand mehr Zuhause ist, weil alle Vollzeit arbeiten – nebenher auch die Großeltern, die früher Familien unterstützt haben, doch jetzt noch mitten im Berufsleben stehen -;und die Betreuungszeiten immer länger werden, dann müssen Schulen und Kitas zwangsläufig mehr vom Erziehungsauftrag übernehmen.
Eigentlich eine Binse. In der DDR war es ähnlich, anderes System, aber auch Fachkräftemangel.
Aus der sozialen Arbeit kann ich berichten, dass der Kontakt mit Eltern bei uns ebenfalls nicht immer einfach ist. Oft werden wir nicht als Helfer und Supporter wahrgenommen, sondern als Störfaktor, der Veränderungen einfordert. Wir können keine Wunder vollbringen, wenn die Gegenseite nicht mitarbeitet und sich nicht an getroffene Absprachen hält.
Die Gesellschaft nimmt ebenfalls an, sobald ein Sozialarbeiter mit im Boot sitzt, werden plötzlich alle Probleme in Luft ausgelöst. Genau dieser Eindruck wird durch diverse Berichterstattungen und Schulhomepages zusätzlich verstärkt. Was viele nicht verstehen: Wir unterstützen und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Wir gehen steinige Wege MIT den Familien, aber nicht FÜR sie.
Ja. Stimmt. Tröstet mich etwas, weil außer Kritik selten etwas anderes kommt und mich frage, ob es an mir liegt. (Prophylaktisch: Es kommt insgesamt selten etwas, wenn, dann Kritik.)
Merken wir auch, besonders die Väter im Homeoffice, prahlen mit ihren 5 Tagen Homeoffice, und sitzen bei jedem Elternabend oder mischen sich ein. Sie sehen sich als ‚gerufen‘.
Immer muss gleich der Schulleiter dabei sein und ein Verständnis für die Arbeit des Lehrers ist leider nicht mehr vorhanden!
Alleine deswegen 35 Std. Woche und 1 Digitaltag!
Das gilt aber auch umgekehrt ehrlich gesagt: Wenn die Lehrer zu Eltern Kontakt aufnehmen, geschieht das meist nur, wenn es Schwierigkeiten gibt!
Nein, das beginnt mit der professionellen Einleitung, was toll ist und was das Kind so kann, AAAABBBBEEERR …
Man merkt oder durchschaut halt teilweise, dass das professionell so geplant ist und geübt wurde. Manche Lehrkräfte verlagern das dann auch ins Privatleben, wenn sie dort jmd kritisieren wollen. Sie geben kurz ne positive Einleitung als Legitimation dafür, anschließend ne halbe Stunde am Gartenzaun rumzumeckern, warum man nicht Laub gefegt hat.
Da kommt im Vorfeld positiv geäußertes halt nicht authentisch rüber.
Aber Lehrer müssen ja keine Schauspieltalente sein und können auch nichts dafür, wenn sich unter Eltern gute Theater Kritiker befinden.
Kinder sind auch sehr gute Theaterkritiker, sie spüren ganz gut, ob etwas herzlich geäußertes ehrlich gemeint ist, oder nur professionell.
Eltern sind umgekehrt natürlich noch viel schlechtere Schauspieler, weil sie Betroffene sind, dafür dann aber umso authentischer, wenn sie ausfallend werden.
„Nein, das beginnt mit der professionellen Einleitung, was toll ist und was das Kind so kann, AAAABBBBEEERR …“
Wo ist das eine professionelle Einleitung?
In jeder Basisschulung lernt man, dass man „zum Ausstieg“ das Positive ansetzt.
Also je nach Elternteil dann kurz als Einleitung die Ankunft und Zufriedenheit etc. besprechen.
Dann die Kritik/Verhaltensauffälligkeiten.
Dann als Ausstieg die positiven Dinge.
Und dann ein Zielgespräch mit ggf. Fixierung der Zusammenarbeit und „wo es hingeht/Förderung“.
Weiß ja nicht, warum ein „Toll toll toll, ABER …“ als professionell gesehen wird. Ist es nicht.
Ansonsten halt „falsche Schulungen/Briefings“ besucht.
In der Praxis verzichte ich aber auf den „Quatsch“.
Authentizität und eben auf die Familie und Kind angepasst. Das funktioniert besser und ist ehrlicher.
Ich selbst rolle ja auch meine Augen, wenn jemand [egal ob Kollegium oder Eltern oder sonst wer/Externe“ mit Standards [„Bibel runterbeten“] ankommen.
Kann man dann „okay, ist halt so“ sich denken und mitspielen oder „paar Brocken“ als Spaß einlegen, damit sie dies nicht mehr machen (können). Dann wird es schon authentischer meist.
„Mir ist aufgefallen, dass ihr Kind beim spielen …“
„Ich beobachtete, dass XY sich in Deutsch mit unterrichtsfremden Tätigkeiten engagierte. Es wäre empfehlenswert, dass …“
Funktioniert halt nicht bei allen gleich gut. Will ja auch nicht als kompletter Spinner aus dem Gespräch gehen, welcher so wirkt, als ob er immer so sprechen würde.
Als Lehrerehepaar haben wir Null Motivation uns auch in der Freizeit noch in das Schulleben der Schulen unserer Kinder einzubringen – sorry! Ansonsten versuche ich möglichst wenig Kontakt mit den Lehrkräften meiner Kinder aufzunehmen, weiß ich doch, dass diese genau wie wir bei Weitem schon genug mit Schwierigkeiten anderer Kinder zu tun haben. Da meine Kinder nie Probleme machen, werde ich auch nie zum Elternsprechtag am Gymnasium eingeladen, nur in der Grundschule. Es scheint also auch nur Gesprächsbedarf von Seiten der Lehrkräfte am Gymnasium zu geben, wenn Probleme auftreten. Wir als Gesamtschullehrer sind dazu verpflichtet mindestens einmal pro Schuljahr von allen Kindern einen Erziehungsberechtigten zum Gespräch zu sehen.
Ja, da dachte ich erst, die ham was gegen mich. Kann man das nicht dabei schreiben?
„Wenn wir Sie am Elternsprechtag nicht sehen wollen, ist das ein gutes Zeichen“
oder so.
Wird das bei ihnen nicht gesagt? Ich sag immer dazu, dass bitte nur die kommen sollen, die ich einlade oder bei denen es etwas zu besprechen gibt. Beim Rest läuft es ja.
Auch andere Eltern haben keinen Bock auf das Schulleben. Das haben leider nicht mal die Kinder.
Lehrer haben auch keine Lust auf Schule.
Das scheint irgendwie kein Stimmungsmagnet zu sein.
Ganz schlimm ist es übrigens an den ach so gelobten Ganztagsschulen. Da wolle viele Eltern mit Schule schlichtweg nichts zu tun haben.
“Wir haben unser Kind doch extra an einer Ganztagsschule angemeldet“. Höre ich regelmäßig, dann kann ich noch ca. 1 Jahr abwarten und dann ist das Kind weg. Viel zu anstrengend für die Eltern, wenn man sich zu Hause womöglich noch um Dinge der Schule kümmern muss.
Ich bin übrigens ein anderer Heinz als der eine Heinz. Aber ich denke, der eine und der andere Heinz sind am Inhalt zu unterscheiden. Und der ist ja wichtiger als der Autor…
Gymnasiwn- da muss die Welt in Ordnung sein. Was wäre , wenn mal ein Jahr an einer Brennpunktschule gearbeitet würde? Meinen die Philologen , es wäre dort besser? Haben die die Probleme der anderen Schulformen nicht mitbekommen?
Ach sooooo!!!
Ich dachte immer, Lehrer wollten mit Eltern möglichst wenig zu tun haben.
Wenn Eltern nachfragen, Mails schreiben oder Entscheidungen infrage stellen, heißt es regelmäßig, man solle den pädagogischen Profis doch bitte vertrauen und sich nicht ständig einmischen.
Jetzt wird beklagt, dass Eltern zu wenig Kontakt suchen und sich zu wenig engagieren.
Vielleicht ist das Problem gar nicht, dass es zu wenig Kontakt gibt. Vielleicht gibt es einfach zu viel „falschen“ Kontakt.
Eltern sollen unterstützen, lernen lassen, erziehen, Gesprächsangebote annehmen und die Entscheidungen der Schule mittragen.
Nur sobald sie selbst Fragen haben, Beschwerden äußern oder anderer Meinung sind, gilt das schnell als Belastung oder Angriff.
Es wirkt manchmal ein bisschen so, als wünsche man sich engagierte Eltern – allerdings bitte nur dann, wenn sie derselben Meinung sind. Oder Kuchen backen. Oder als Begleitung zum Ausflug mitkommen. Oder Fahrdienste übernehmen. Oder 6,34 € abgezählt aus dem Ärmel schütteln (mehrmals pro Schuljahr). Oder binnen eines Tages eine ganz bestimmte Ausgabe einer Lektüre auftreiben. Oder oder oder.
Bildungspartnerschaft bedeutet aber nicht, dass eine Seite redet oder bestellt und die andere zustimmt.
Vielleicht ist genau das das Missverständnis: Manche wünschen sich gar keine Elternarbeit. Sie wünschen sich Elternmitarbeit.
Schüler kann man kaum erziehen – Eltern garnicht.
In der Masse (was spezifisch SCHULISCHE Erziehung/Arbeit betrifft!) völlig inkompetente Personen mitbestimmen zu lassen ist auch Unfug – ausserhalb einer kleinen Gruppe sowohl interessierter als auch fähiger Eltern. Die dann allerdings auch extrem wertvolle Beiträge leisten.
Natürlich ändert das nichts an der Rechtslage.
Da sind eben weitgehende Elternrechte vorgesehen, ist dann halt so.
Was auch wiederum irgendwo zynisch ist, da man Berufstätigkeit plus echte Elternarbeit wohl schwer unter einen Hut bekommt – extrem zeitaufwändig, ein Nebenjob quasi.
Die Masse der Eltern sei für schulische Fragen weitgehend inkompetent, nur eine kleine Gruppe interessierter und fähiger Eltern könne wertvolle Beiträge leisten.
Das ist eine interessante Sicht auf die Menschen, mit denen man angeblich eine Bildungspartnerschaft anstrebt.
Da muss sich niemand über mangelndes Engagement und fehlende Unterstützung der Eltern wundern. So eine Haltung macht nicht unbedingt Lust auf mehr Zusammenarbeit.
Wer Eltern einerseits Verantwortung zuschreibt, ihnen andererseits aber grundsätzlich nur eingeschränkte Kompetenz zutraut, sollte sich nicht wundern, wenn manche Eltern lieber auf Distanz gehen.
Vielleicht besteht das Problem gar nicht darin, dass Eltern zu wenig mitmachen.
Vielleicht spüren viele sehr genau, dass zwar Unterstützung erwünscht ist, Mitsprache aber nur unter Vorbehalt.
Partner auf Augenhöhe sind offenbar überhaupt nicht erwünscht.
Ich glaube, dass die meisten Lehrer über Kommunikation mit Eltern sehr froh sind. Besser auf jeden Fall, als wenn diese nicht erreichbar sind. Wenn aber bei dem kleinsten bisschen mit dem Anwalt gedroht wird, hat das nicht viel mit Kommunikation zu tun.
Und zu den 6,34€: Machen Sie einen besseren Vorschlag. Was soll ich machen, wenn mir 25 Kinder statt dessen 10€ abgeben und auf das Wechselgeld warten?
Da gebe es viele Optionen: Geld über ein Klassenkonto per Überweisung anfordern, Geld auf das Konto vom Förderverein einzahlen lassen, glatte Beträge einsammeln und den Rest verwalten für weitere Ausgaben, die eh immer folgen – zum Jahresende vielleicht ein großes Eis für jedes Kind vom Restgeld? 🙂
Sie glauben gar nicht, wie viele Möglichkeiten wir schon ausgetestet haben. Ein Klassenkonto kostet Geld und darf nicht von der Lehrkraft betrieben werden. Elternvertreter und Förderverein werden sich bedanken, wenn sie mehrmals im Jahr für die ganze Klasse oder Schule die Zahlungseingänge überprüfen sollen.
Ich wurde übrigens auch schon bei der Schulleitung angeschwärzt, dass ich das Restgeld nicht umgehend zurück gegeben habe.
„Ich wurde übrigens auch schon bei der Schulleitung angeschwärzt, dass ich das Restgeld nicht umgehend zurück gegeben habe.“
Das ist traurig, trotzdem bleibt es keine Lösung, weiterhin „krumme“ Beträge passend in bar anzufordern. Ich bekomme das im Alltag schlicht und ergreifend nicht mehr. Ich bezahle alles mit Karte und abheben kann ich Beträge in 10er Schritten. Entweder zu Beginn gleich z.B. 50 EUR einsammeln für Kopierkosten, Lektüre, Tickets für Ausflüge usw. oder die „Reste“ des 10-Euro-Scheins in die „Eis-Kasse“ legen.
Es geht doch gar nicht darum, wie man bei 25 Kindern möglichst geschickt Wechselgeld für einen 10-Euro-Schein herausgibt.
Die Frage ist vielmehr: Warum werden solche Beträge überhaupt ständig spontan, einzeln und bar eingesammelt?
Die 6,34 € fallen ja nicht vom Himmel. Dazu kommen Kunstmaterialien, Lektüren, Eintrittsgelder, Fahrtkosten und Projektbeiträge. Über das Schuljahr läppert sich das durchaus. Und meistens kommt alles überraschend, obwohl viele Dinge seit Jahren bekannt sind.
Mögliche Lösungen:
Wenn ohnehin jedes Jahr dieselben Bücher gelesen werden, muss nicht jede Familie dieselben Bücher neu kaufen, die anschließend ungelesen im Regal stehen.
Vielleicht sollte man weniger darüber diskutieren, wie man 6,34 € passend einsammelt, und mehr darüber, warum das im Jahr 2026 überhaupt noch so organisiert wird.
Auf welchem Konto würden Sie denn die Beträge regelkonform verwalten?
Die Schule hat kein eigenes Konto, über das der Zahlungsverkehr abgewickelt werden kann.
„Wenn Eltern nachfragen, Mails schreiben oder Entscheidungen infrage stellen, heißt es regelmäßig, man solle den pädagogischen Profis doch bitte vertrauen und sich nicht ständig einmischen.“
Es kommt doch klar auf den Kontext und den Ton an:
Wir hatten tolle Eltern, die bspw. zu einem Klassenausflug noch ein schönes Picknick organisiert hatten.
Wir hatten, nachdem wir lange eine Klassenfahrt und Alternativ-Vorschlag mit begrenztem Budget geplant hatten, auch Eltern, die gar nicht verstehen konnten, warum wir nicht einfach eine längere Flugreise machen. Die waren aber zumindest höflich.
Beides finde ich völlig in Ordnung.
Aber es gibt eben auch unhöfliche, sehr fordernde Eltern, die stets das eigene Kind bzw. sich selbst im Fokus haben. Bei denen möchte man möglichst wenig Einmischung!
„Bildungspartnerschaft bedeutet aber nicht, dass eine Seite redet oder bestellt und die andere zustimmt.“
Ich finde, das große Problem ist doch das Deputatmodell, welches Elternarbeit eben nicht bzw. kaum vorsieht.
Je mehr schwierige und forderne Schüler wir haben, desto mehr fokussiert man sich auf diese und darauf, deren Eltern mit einzubinden. Die guten Schüler, die auch zu ihrem Recht kommen müssten, fallen eher mal hinten runter. Und für deren Eltern ist eben noch weniger Zeit.
Das Picknick organisierende Elternpaar ist die Idealvorstellung.
Das kritische Elternpaar ist das Problem.
Vielleicht sucht man einfach Lehrerhelferlein?
Danke, dass Sie differenzieren; selbst bei unseren über 15jährigen ist es ähnlich.
„Es wirkt manchmal ein bisschen so, als wünsche man sich engagierte Eltern – allerdings bitte nur dann, wenn sie derselben Meinung sind. Oder Kuchen backen. Oder als Begleitung zum Ausflug mitkommen. Oder Fahrdienste übernehmen. Oder 6,34 € abgezählt aus dem Ärmel schütteln (mehrmals pro Schuljahr). Oder binnen eines Tages eine ganz bestimmte Ausgabe einer Lektüre auftreiben. Oder oder oder.“
Hacken Sie meine privaten Chats? 😛 Spaß! Ihr Beitrag fasst das laufende Schuljahr meiner Kinder sehr gut zusammenfassen. Mein heutiges „Highlight“ war sinngemäß folgende Nachricht einer Schule über die App:
Liebes Kind, aufgrund der Hitze verkürzen wir vielleicht demnächst die Unterrichtszeit. Leider haben wir aber nicht genügend Schulbusse für alle Kinder, wenn (spontan) hitzefrei ausgerufen wird. Wie wäre es, bei diesem tollen Wetter einfach mit dem Fahrrad anzureisen? (mehrere Dörfer entfernt) Wenn hitzefrei ab der 4 Stunde gelten sollte, sage ich deinen Eltern aber auch erst „im Laufe des Tages“ Bescheid, damit sie sich ein wenig in Spontanität üben können!
In welchem Bundesland dürfen Schulen denn über WhatsApp mit den Eltern kommunizieren? Seit wann haben Schulen Busse? Warum sollten Schulen Kinder dazu auffordern, den Eltern keine Nachricht zu schicken, wenn das doch viel mehr Probleme hervorriefe? Und warum sollte es nicht möglich sein, mit dem Fahrrad zu fahren?
Warum habe ich das Gefühl, dass Sie sich das ausgedacht haben?
Es ist leider die Wahrheit. Kommuniziert wird über die APP WebUntis (Kinder- und Elternaccount). Bundesland ist BW. In unserem Landkreis sind die Fahrmöglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr eingeschränkt, daher gibt es extra Schulbusse. Diese bedienen einmal morgens die Hinfahrt zur Schule aus allen Dörfern und dreimal am Tag die Rückreise. Mehr gibt es nicht.
Fahrrad fahren ist eine schöne Sache, vielleicht nicht bei diesen Temperaturen. Und bei den Strecken entlang der Landstraßen mit Geschwindigkeiten von 70-100 km/h vorbeifahrender Autos auch nicht meine erste Wahl.
„Wenn hitzefrei ab der 4 Stunde gelten sollte, sage ich deinen Eltern aber auch erst „im Laufe des Tages“ Bescheid, damit sie sich ein wenig in Spontanität üben können!“
Tatsächlich genau so geschrieben, ohne Ihre eigene Interpretation oder Wahl der Worte?
Dann würde ich das ziemlich eindeutig als Sarkasmus sehen.
Warum? Weil man als Lehrkraft diese Entscheidung (normalerweise) gar nicht fällt.
Der Stundenausfalle ist entweder vom AG/Kommune usw. aus und/oder Schulentscheidung auf Verwaltungsebene – also Schulleitung.
Wenn man als Lehrkraft dann die „Regelung“ und „Info“: „Wir geben euch spontan Bescheid. Ihr leitet das bitte Eltern (und Kinder) weiter bekommt“, dann gibt man diese Art halt ggf. genau so weiter.
Kann die Lehrkraft wenig dafür dann.
Was soll diese denn auch sonst schreiben? Hellsehen kann sie nicht.
Wenn sie dann selbst nur 5 Minuten Handlungsspielraum bekommt … Dann ist das Ergebnis halt (leider) so.
Kenne ich halt selbst aus der Praxis durchaus.
Also wie wäre hier Ihr Vorschlag für diese Lehrkraft?
Das ist ein primär systemisches Problem.
Erst wenn die Lehrkraft weder Info weiter gibt [welche so dann korrekt halt wäre, wenngleich zynisch]. Wurde also gemacht. Noch wenn sie dann nicht Beschied bekämen.
Der Weg über „eine App“ [Whatsapp sowieso eigentlich ein No-Go als Gruppe mit Lehrkraft] und das „Liebes Kind,“ würde ich hier persönlich schon kritisieren.
Die Infos muss (zusätzlich) an Eltern.
Falls diese an die „lieben Kinder“ und „lieben Eltern“ raus ging?
Und „die App“ eine schulinterne Schulgemeinschaftsapp [Google Chat] ist/wäre – dann passt das.
Wo sehen Sie denn hier ein Problem?
Schulbusse werden normalerweise hier angefragt. Die Antwort ist häufig halt „kann nicht abgedeckt werden – finden Sie bitte schulinterne Möglichkeiten und Lösungen“.
Toll.
Ich mache gerne Witze, aber in diesem Fall nicht.
Bei der zwingenden Nutzung von Schulbussen, die ihre Kapazitäten nicht anpassen können, finde ich derartige Ankündigung über die Schul-App WebUntis an SuS und Eltern vom Schulleiter problematisch.
Ich kann Lösungen abends vorab organisieren, nicht aber spontan zaubern. Die hiesige Grundschule hatte immerhin den Sommerläuteplan mit verkürzten Unterrichtzeiten von heute bis einschließlich nächsten Freitag vorab verkündet.
Das GY hatte gestern verkündet, die Eltern und SuS „im Laufe des Vormittags“ über ihre Entscheidung für den jeweiligen Tag zu informieren.
Auch die RS hat heute einen speziellen Läuteplan angekündigt. Er gilt für Montag und wird ab dann „von Tag zu Tag mitgeteilt“.
Der Zusatz zur Spontanitätsübung kommt natürlich von mir, aber wie soll ich solche Nachrichten denn sonst interpretieren?
„Wenn hitzefrei ab der 4 Stunde gelten sollte, sage ich deinen Eltern aber auch erst „im Laufe des Tages“ Bescheid, damit sie sich ein wenig in Spontanität üben können!“
Und das machen „die Lehrer“ Ihrer Meinung nach aus bösem Willen?
Oder könnte es sein, dass die Lehrkräfte das auch blöd finden, es aber wie zu unserer eigenen Schulzeit Vorgaben gibt, woe warm es um 10 Uhr sein muss, um hitzefrei geben zu können?
Was können Lehrkräfte für die Schulbusse?
Und könnte es vielleicht sein, dass explizit nicht das am weitesten entfernt wohnende Kind gemeint ist, sondern andere Kinder sich auf das Fahrrad schwingen sollte, damit solche Kinder Platz im Bus haben?
Schülerbeförderung ist Sache des Schulträgers. Also bitte den richtigen Baum anpinkeln.
Btw wo gibt es denn spontanes hitzefrei? In NRW jedenfalls nicht. Darüber hinaus gibt es die Aufsichtspflicht außerhalb der Oberstufe, weshalb für alle SuS, die nicht zuhause betreut werden können, ein schulisches Betreuungsangebot eingerichtet werden muss. Organisatorisch ist es deshalb effektiver die SuS stundenplangerecht zu garen.
Ich habe nicht vor, irgendjemanden anzupinkeln. 🙂 Da habe ich andere Fetische. Auch sind mir die Zuständigkeiten bei der Schülerbeförderung bewusst.
Jedoch kennt der Schulleiter (BW) sein Einzugsgebiet und das Problem der Schülerbeförderung.
Und ich bin einfach nur in der Not, den Alltag von drei Kindern an drei verschiedenen Schulen und drei verschiedenen Standorten neben meiner Arbeit zu organisieren.
Im Hinblick auf spontanes Hitzefrei: Wie interpretieren Sie folgende Aussagen?
„In den nächsten Tagen würden wir Eltern und SuS jeweils im Laufe des Vormittags informieren, sollten wir den Schulbetrieb früher beenden.
bzw.
„veränderte Unterrichtszeiten werden von Tag zu Tag mitgeteilt“
Eine Aufsichtsmöglichkeit wurde nicht angeboten, lediglich der Hinweis: „in der Oberstufe (Klasse 11 – K2) gibt es kein hitzefrei“. Die Kernbetreuung Stunde 1 bis 4 ist ja abgedeckt.
Gleicher Nickname wie ich, hätte ich mir denken können, dass das irgendwann passieren wird.
Die meisten Eltern sind supernett und unterstützen unsere Schule, wo es nur geht. Es gibt aber auch den Vater, der sagt:“ Ich dachte, mit der Ganztagsschule hätte ich das Rundum-Sorglos-Paket gebucht“. Und es gibt auch die Mutter, die mich wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen will, weil ihr Sohn sich auf dem Schulhof das Knie gestoßen hat.
„Und es gibt auch die Mutter, die mich wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen will, weil ihr Sohn sich auf dem Schulhof das Knie gestoßen hat.“
Info zur Klagestelle ihr geben.
Mehr braucht man da doch gar nicht zu antworten?
Klagen und beklagen kann sie ja … Normalerweise kommt da genau. Nichts.
Sehr schwache Klageposition. Geht sowieso nicht durch. Ggf. gewinnt man sehr sicher.
Kann sie ja mal versuchen und dann wird sie vielleicht wieder in die Realität von anderen Instanzen gebracht. Schadet auch nicht.
Daher … Haben Sie dieser Mutter weiter geholfen, wo sie sich zwecks Anklagestellung hinwenden soll?
Manchmal ist der direkte und provokante Weg bei manchen Eltern halt auch der Effektivste.
Das Recht zur Klage hat jeder und jede. Passt.
Das Problem hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten entwickelt…immer mehr Mütter müssen arbeiten gehen. Dadurch fällt viel Erziehung zuhause weg, die Hausarbeit muss nach der Arbeit auch noch erledigt werden, für die Kinder bleibt immer weniger Zeit.
Da brauchen wir uns doch nicht zu wundern…
Wunderlicher sind vielmehr Beiträge, die suggerieren wollen, dass Väter weder für die Erziehung Ihrer Kinder noch für Hausarbeit verantwortlich seien.
Bei alleinerziehenden Müttern ist der Anteil der Väter an der Erziehung zumindest deutlich geringer…
Selbstverständlich können die das.
Jetzt müssen die you-go-girl-slay-kweens in ihren 20ern bis 30ern / Anfang 40 nur solche feministisch korrekten Hausmänner als Erzeuger ihrer Kinder und deren Väter (bevorzugt: für beides davon) wählen. 😀
Schon macht Karen die Powerpoint und organisiert die keynote-Speaker nach hot topics, und „pappi“ (mit kleinem p) bringt die Kinderchen zur Schule, schultert die mental load, druckt Geburtstagseinladungen und staubsaugert durch die Mansarde. 😉
Das GANZ KOMISCHE ist nur:
In echt wählen deutlich über 90% der heterosex. Frauen dann irgendwie doch nach den üblichen „big three“ (looks, status, money) …und wollen so garnicht mit Soja-Sören den häuslichen Rollenrausch umsetzen…und wenn sie es tun, scheitern diese Ehen mit massiv überdurchschnittlichen Kennzahlen.
Das ist natürlich sehr mysteriös, warum das so ist.
Oder halt, ich habe es: Patriarchat ist schuld. 😀
(Und nicht etwa, dass in der Regel auch die noch so emanzipierteste Frau, wenn es dann wirklich um die Wurst geht, das wählt was für die meisten Mädels halt die Attraktoren sind)
Oder so emanzipiert bleibt und ihren Frust, keinen Partner und / oder keine Kinder bekommen zu haben, an den Frauen mit Partner und Kindern auslässt.
Lehrerin und gleichzeitig Elternvertreterin der Klasse und Schule meiner Tochter hier.
Oft frage ich mich wirklich, warum ich mir das wirklich antue …
Ja, das Engagement der Eltern ist weniger geworden. Aber auch das Engagement der Schule ist weniger geworden, wenn es um die Orga anlassloser oder „schöner“ Zusammenkünfte der gesamten Schulgemeinschaft + Eltern geht.
Das ist von keiner Seite aus böse gemeint. Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die komplexe Gründe hat. Und diese sind nicht über vorschnelle Schuldzuschreibungen und Gejammer über DIE Lehrkräfte oder DIE Eltern aufzuhalten oder zurückzudrehen.
Ich würde mir wünschen, dass man mehr in den anlasslosen Austausch kommt.
Gegenseitiges Verständnis schafft gegenseitige Unterstützung – auf unterschiedlichen Ebenen.
Und gleichzeitig braucht es eine Neuausrichtung von Schule, die den gesellschaftlichen Anforderungen unserer Zeit entsprechend ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden kann.
Ideen dazu gibt genug.