Start Nachrichten Lebensgefährlicher TikTok-Trend: 13-Jähriger nach Würgespiel in der Schule bewusstlos

Lebensgefährlicher TikTok-Trend: 13-Jähriger nach Würgespiel in der Schule bewusstlos

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WILHELMSHAFEN. Für ein paar Sekunden Rausch würgt ein 13-Jähriger an einer Schule einen Mitschüler – das sogenannte «Choking-Game» ist hochgefährlich. Die Polizei hat angesichts des Falles eine klare Warnung.

Der Rettungsdienst rückte an. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock / FooTToo

Bei einer gefährlichen Mutprobe hat ein 13-Jähriger an einer Schule im Raum Wilhelmshaven/Friesland einen Mitschüler von hinten gewürgt, sodass dieser bewusstlos wurde. «Choking-Game» heißt der lebensgefährliche Trend, der sich insbesondere unter Jugendlichen in sozialen Medien verbreitet und vor dem nun etwa die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland nach diesem Fall warnt.

Bei dem gefährlichen Trend soll nach Angaben der Polizei ein kurzer Rauschzustand oder eine Bewusstseinsveränderung erreicht werden, indem etwa der Hals zugedrückt und so die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bewusst eingeschränkt wird. Das englische Wort «choking» bedeutet so viel wie «erstickend» oder «würgend». Oft würden solche Aktionen gefilmt und später Aufnahmen in sozialen Netzwerken verbreitet, hieß es.

Der Schüler im Raum Friesland/Wilhelmshaven habe die Würgeaktion in der vergangenen Woche mit einem Schrecken überstanden, sagte ein Polizeisprecher. Er wurde danach von einem Arzt behandelt. Gegen den 13-Jährigen, der den Jungen würgte, wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Polizei warnt vor Nachahmungen

Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, um auf die möglichen schweren Verletzungen und dauerhaften Schäden hinzuweisen, zu denen ein Sauerstoffmangel schon nach kurzer Zeit führen kann.

«Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen», appelliert die Polizei an die Jugendlichen und auch an ihre Eltern und Erziehungsberechtigten. Sie sollten das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen suchen und sie über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufklären, hieß es.

Die Polizei weist zudem darauf hin, dass solche Mutproben auch rechtliche Folgen haben könnten. Wer andere zu solchen Aktionen auffordere, sie unterstütze oder verbreite, könne sich unter Umständen strafbar machen, hieß es. News4teachers / mit Material der dpa

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5 Kommentare
TaMu
1 Monat zuvor

Ich lerne immer wieder Kinder und Jugendliche kennen, die wegen der anderen Kinder nicht mehr zur Schule gehen wollen.
In den meisten Fällen habe ich Verständnis. Davon gehen aber leider Bauchweh, Kopfweh und Übelkeit nicht weg. Diese in den frühen Morgenstunden starken Krankheitssymptome verschwinden gegen Nachmittag und können vom Kinderarzt nicht diagnostiziert werden.
Dann muss das Kind irgendwie und unter Druck wieder zur Schule gehen. Lehrer und Lehrerinnen bestätigen lediglich, dass in der Klasse eine gewisse Unruhe sei, ebenso in fast allen anderen Klassen.Der/die Soundso solle sich doch einfach mit den ruhigeren Kindern zusammentun.
Ich vermute, dass der Ganztag die Problematik noch verstärkt.

Religionsmuffel
1 Monat zuvor

„Soziale Netzwerke ähnlich schädlich wie Drogenkonsum“Diese Überschrift hat es immerhin in die Tagesschau geschafft:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/socialmedia-cdu-csu-fraktion-entwurf-100.html

Biene
1 Monat zuvor

Ein Trend, der massivst Arbeit für Lehrkräfte, Schülerschaft und Einsatzkräfte bedeutet. Ich habe jetzt schon Kopfschmerzen, wie ich solche Fälle bearbeiten soll ohne auf die Idiotie von Menschen zusprechen zu kommen.
Kein Trend berechtigt es, das Leben und die Gesundheit von Mitmenschen leicht fertig und grob fahrlässig zu gefährden.
Die Kinder und die Eltern dieser dringendst aufklären über medizinische, psychologische, straf- und zivilrechtliche Konsequenzen.

Einer
1 Monat zuvor

Es ist immer schlimm, wenn Kinder sterben.
Wir haben auch Mutproben gehabt. Natürlich gehört doch zur Pubertät dazu, aber wir wußzen was Mut ist und wo Dummheit beginnt. Diese TikTok-Trend-Anhänger sind doch alles potentielle Darwin-Award-Gewinner.

Abgrenzung
29 Tage zuvor

«Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen», appelliert die Polizei an die Jugendlichen und auch an ihre Eltern und Erziehungsberechtigten. Sie sollten das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen suchen und sie über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufklären, hieß es.

Ich habe da auch noch eine Idee zur Prävention von „TikTokTrends“ in der Zukunft: Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 oder sogar unter 18.