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Weltreise statt Schuldienst: Nach dem Referendariat einmal um die Welt – und der Bildung trotzdem verbunden

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BOCHUM. Studium, Praxissemester, Referendariat, Staatsprüfung – und dann die feste Stelle an einer Schule: Für Caroline Jennissen schien der Berufsweg vorgezeichnet. Schließlich wollte sie schon seit ihrer eigenen Grundschulzeit Lehrerin werden. Doch ausgerechnet nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung begann sie, diesen scheinbar selbstverständlichen nächsten Schritt infrage zu stellen. Statt in den Schuldienst ging Jennissen auf Weltreise – und entdeckte dabei, dass sie sich von der Bildung trotzdem nicht lösen wollte.

Housesitting in der Schweiz: Caroline Jennissen. Foto: privat

Weltreise statt Schuldienst

Für mich entstand der Wunsch, Lehrerin zu werden, nicht erst kurz vor dem Abi, sondern direkt bei meiner Einschulung. Die Grundschule war für mich ein Ort, an dem ich mich schon als Kind wohlfühlte. Ich lernte gerne, liebte es, kreativ zu arbeiten, mich sportlich auszutoben und mich mit anderen auszutauschen. Also stand schnell für mich fest, dass ich später selbst auf der anderen Seite des Klassenraums stehen möchte.

Nach meinem Abi bekam ich dank meines Drittfachs Kunst einen Studienplatz an der TU Dortmund. Ich zweifelte nie an meinem Berufswunsch, aber trotzdem störte es mich, wie theoretisch das Studium angelegt war. Wir beschäftigten uns mit unzähligen Theorien, Modellen, Didaktiken und wissenschaftlichen Grundlagen – von denen viele wichtig sind –, aber gleichzeitig blieb mir oft die Frage, wie ich all dieses theoretische Wissen an einem Mittwochmorgen mit einer Klasse voller Sechsjähriger umsetzen soll.

PhoneLocker, verschließbare Smartphone-Tasche

Durch Corona wurde dieser Abstand noch einmal größer, denn alles fand digital statt. Persönliche Begegnungen fehlten, und ausgerechnet in einem Studium, das auf einen Beruf vorbereitet, in dem Beziehungen eine so große Rolle spielen, saß ich plötzlich sehr viel allein vor meinem Laptop. Umso mehr freute ich mich auf das Praxissemester im Master.

Didaktiken, Modelle und Theorien treffen auf den Schulalltag

Mein Praxissemester absolvierte ich an einer Schule mit dem Sozialindex 8, und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, den Schulalltag wirklich kennenzulernen – mit allem, was davor, danach und dazwischen passiert. Und ja, das war deutlich komplexer als vieles, worüber wir bisher an der Uni gesprochen hatten.

Die 34 Kinder kamen mit vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen in denselben Raum. Einige benötigten sprachliche Unterstützung, andere fachliche Förderung und manche vor allem Aufmerksamkeit und eine verlässliche Beziehung. Dazwischen lagen Konflikte, Elterngespräche, organisatorische Aufgaben und natürlich der eigene Unterricht. Mich hat die Arbeit aber nie abgeschreckt – im Gegenteil. Gerade dort merkte ich, weshalb ich Lehrerin werden wollte: die Arbeit mit den Kindern, ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und diese kleinen Momente, in denen plötzlich etwas verstanden wurde, was vorher noch schwierig gewesen war. Unbezahlbar.

Gleichzeitig entstanden Fragen. Wie schaffe ich es, allen 34 Kindern gerecht zu werden? Wie viel Differenzierung ist im Alltag realistisch? Was mache ich, wenn meine Stunde nicht funktioniert? Mittlerweile glaube ich, dass es auf viele dieser Fragen auch nach zwanzig Berufsjahren keine endgültige Antwort gibt.

Studium, Australien und dann ins Referendariat

Ich schloss mein Studium ab und überbrückte die Zeit bis zum Referendariat mit Reisen. Gemeinsam mit meinem Partner Konrad ging es nach Island, Thailand und Australien. Für mich stand fest, dass ich mein Referendariat in Bochum absolvieren möchte, und damit hatte ich echt Glück: Ich hatte ein wundervolles Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL), Seminarleitende, von denen ich viel lernen konnte, eine gute Ausbildungsschule und Kinder, mit denen ich unglaublich gerne gearbeitet habe. Und das möchte ich bewusst erwähnen, weil man noch immer so viele Horrorgeschichten über das Referendariat hört. Natürlich ist es stressig, aber ich habe sehr viel gelernt und mich sowohl menschlich als auch fachlich enorm weiterentwickelt.

Für einen Unterrichtsbesuch konnte ich mich wochenlang mit einer einzigen Einheit beschäftigen: Lernziele formulieren, Unterrichtsmethoden, Sozialformen und Differenzierung auswählen, abwägen, welche Schwierigkeiten auftreten könnten, und überlegen, wie ich jede kleinste Entscheidung fachlich und didaktisch begründen kann. Ich konnte durch diese intensive Auseinandersetzung zwar viel lernen, aber gleichzeitig fühlte es sich teilweise an wie ein kleines Theaterstück.

Die Fragen, die ich mich nicht zu stellen traute

Während meiner Ausbildung hatte ich Fragen, die ich nicht stellte, da ich mich durchgehend beobachtet und bewertet fühlte. Wie groß sollte mein Sprechanteil sein? Habe ich genug differenziert? Was passiert, wenn die Kinder am Ende einer Stunde nicht die Erkenntnis formulieren, die ich vorher in meinen Entwurf geschrieben habe? Ist es normal, sich so viele Gedanken zu machen? Ich dachte, ich müsste die Antworten längst kennen, weshalb ich nachts vergeblich recherchierte, und nach Antworten suchte – nur um zu merken, dass viele angehende Lehrkräfte ähnliche Fragen haben.

Neues Zuhause. Foto: privat

Nach der Staatsprüfung kam dann die Frage, die wahrscheinlich alle Lehramtsanwärter*innen kennen: „Und, an welche Schule gehst du jetzt?“ Mein nächster Schritt war also klar: Stelle suchen, in den Schuldienst gehen, sich verbeamten lassen. Alle um mich herum gingen diesen Weg, doch plötzlich fühlte er sich für mich nicht mehr richtig an.

Meine Zweifel hatten wenig mit dem Unterrichten zu tun, denn die Arbeit mit den Kindern war der Teil, den ich am meisten mochte. Auch Unterricht zu planen, neue Ideen auszuprobieren oder Materialien zu erstellen, machte mir Spaß. Trotzdem wurde mir klar, dass ich nicht automatisch den nächsten Schritt gehen wollte, nur weil alle ihn gehen und ich jahrelang darauf hingearbeitet hatte.

Mittlerweile knapp 40 Länder bereist

Konrad und ich beschlossen einen Bulli auszubauen und einfach loszufahren – ohne perfekten Plan. Ich wusste nicht, wie lange wir reisen möchten. Ich wusste nur, dass ich ausprobieren wollte, wie sich ein anderes Leben anfühlt.

Seitdem haben wir knapp 40 Länder bereist, leben in unserem Camper oder übernehmen Housesits. Unser Alltag könnte kaum weiter entfernt sein von dem Leben, das ich mir zu Beginn meines Studiums vorgestellt habe. Und obwohl ich nicht in den klassischen Schuldienst gegangen bin, beschäftige ich mich heute mehr mit Schule und Ausbildung als je zuvor. Denn ganz verschwunden ist Schule aus meinem Leben nie.

Die Fragen, die ich damals hatte, begann ich auf Instagram zu teilen, woraus sich Schritt für Schritt eine Bildungsplattform entwickelte. Heute beschäftige ich mich mit Unterrichtsplanung und der Lehrkräfteausbildung und stehe täglich im engen Austausch mit Studierenden, Referendar*innen, Lehrkräften und Eltern. Viele ihrer Nachrichten erinnern mich an die Fragen, die ich selbst hatte, und ich glaube, das ist auch der Grund, weshalb mir diese Arbeit so viel Spaß macht.

Ob ich irgendwann wieder an einer Grundschule unterrichten werde, weiß ich jetzt noch nicht – ausschließen würde ich es nicht. Aber was ich ganz sicher weiß, ist, dass ich nie weg von Bildung wollte. Ich musste nur herausfinden, in welcher Form ich im Moment ein Teil davon sein möchte. News4teachers

Zur Person

Caroline Jennissen hat Grundschullehramt an der TU Dortmund studiert und ihr Referendariat in Bochum absolviert. Nach der Staatsprüfung entschied sie sich zunächst gegen den Einstieg in den Schuldienst und reist seitdem gemeinsam mit ihrem Partner. Unter dem Namen „CarosClass“ veröffentlicht sie online Inhalte zu Unterrichtsplanung und Lehrkräfteausbildung und bietet Unterrichtsmaterialien an.

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49 Kommentare
PetraOWL
27 Tage zuvor

Für‘s System sicher nicht gut, denn viele erleben auf genau diesen Reisen, dass es heute workaway und Homeoffice gibt und in den großen Metropolen der Erde digital gearbeitet wird. Da fühlt sich Schule wie Steinzeit an. Bei meinem Mann war es genauso, er reiste kurz! wollte Lehrer werden, erkannte aber sehr schnell, dass das Gehalt für Akademiker viel zu gering. Schon damals gab es keine Aufstiegschancen und zu wenig Extravergütung. Er wollte die Prämie, er wollte das 13., er wollte Tarif+. Und er hat‘s geschafft! Er verdient fast doppelt und hat die 35 Stunden Woche mit 3 Tagen Homeoffice. Wer nur in der Schule ist, sieht das aktuelle Leben da draußen nicht mehr. Es hat sich sowas von gewandelt!

Tobi
27 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Wäre jut, Petra. Leute, mal im Ernst, wann ändert sich da mal was an diesen schlechten Arbeitszeiten und diesen Stundenplänen. Ich hätte gerne ne 4 Tage, kann nicht auf Gehalt verzichten wegen Kindern und bin nicht flexibel. Oder soll ich so nen Homeofficejob suchen, wie Petra schreibt?

Tanya
26 Tage zuvor
Antwortet  Tobi

Ein Wahnsinn, die anderen haben die Vorteile, mehr Kohle und zahlen kein Benzin und wir haben nie was abbekommen. Die Deputate müssen sofort abgesenkt werden.
Meine Frau hat auch Dauerhomeoffice und verdient sich ne goldene Nase. Das ist nicht mehr fair und widerspricht unserer Leistungsgesellschaft absolut 🙁 🙁

Sepp
26 Tage zuvor
Antwortet  Tobi

wann ändert sich da mal was an diesen schlechten Arbeitszeiten und diesen Stundenplänen

Gerade Stundenpläne und dadurch bedingte Arbeitszeiten hängen doch massiv von den Planern vor Ort ab und nicht vom System Schule. Ich hatte zwei Jahre sehr bescheidene Stundenpläne, jetzt gerade dafür einen wirklich tollen Stundenplan. Gerade auf Lehkräfte mit Kindern wird deutlich mehr eingegangen als auch Singles oder Paare. Da hilft es, mit der Schulleitung zu sprechen.

Ich hätte gerne ne 4 Tage, kann nicht auf Gehalt verzichten wegen Kindern und bin nicht flexibel.

Wenn man ehrlich ist, ist es keine gute Voraussetzung, nicht flexibel zu sein, keine Teilzeit zu wollen, aber zu erwarten, dass sich die Stundenplanung nur um sich selbst und seine Wünsche dreht. Andere Kolleg*innen gehen in Teilzeit, verzichten auf Geld, um sich den freien Tag zu schaffen…

Oder soll ich so nen Homeofficejob suchen, wie Petra schreibt?

Meine persönliche Einschätzung: Ich habe auch einige Jahre außerhalb von Schule gearbeitet. Wenn man ganz ehrlich ist, kommt man so leicht in keinem Job an ein A13-Gehalt heran. Je nach Fächern und sonstigen Qualifikationen bekommen Sie kaum eine Anstellung, die Ihnen Freiheiten wie im Schuldienst gibt.

Pit2020
26 Tage zuvor
Antwortet  Tobi

@Tobi

„Oder soll ich so nen Homeofficejob suchen, wie Petra schreibt?“

Ja.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  Tobi

Kennen Sie vielleicht (irgend-)einen Konrad? 😉

Realist
27 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Vergessen’s Sie’s, liebe Petra,

viele WOLLEN gar nicht sehen, wie sehr die Lehrer mittlerweile abgehängt sind. Da vergleicht man sich immer noch mit dem Döner-Mann um die Ecke und merkt gar nicht, dass jeder selbstständige Handwerker in Metropolregionen mittlerweile deutlich mehr verdient als der Durchschnittslehrer, Der IG Metaller am Band hat den Lehrer sowieso schon vor Jahrzehnten abheängt, erst bei VW und Co. und jetzt bei Rheinmetall und Co. Bei manchen ist es auch nur die Illusion, dass so ein „Wissensarbeiter“ wie ein Lehrer etwas Besonderes, zu etwas „Höherem“ Berufenes sei, wo es doch auf so weltliche Dinge wie Geld gar nicht ankommt. Aber KI wird auch diese Illusion bald zerstören.

Drei Kinder, dauerkrank, tiefste Provinz ohne lange Fahrtwege, ja da ist der Lehrer immer noch der King, aber sonst: Lehramt? Na, du weißt schon…

Ute
26 Tage zuvor
Antwortet  Realist

merken wir auch immer, ganz viele wollen es nicht sehen. Es fehlen auch die Extras wie Bonus, Zulagen, Geburtstagsgeld, Wgeld, Urlaubsgeld usw.
!

Wolfgang
26 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Guten Tag, liebe Petra, lieber Realist,
danke für eure herzlichen und offenen Worte. Wir sind euch dankbar, ohne euch, würde es keiner offen zugeben und aussprechen. Ihr trefft damit einen sehr, sehr wunden Punkt. Wir danken Euch von Herzen.

Katze
27 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

„Und er hat’s geschafft!“
Supi. Mein Mann schafft im Handwerk – richtig, mit Kraft, Werkzeug und Realität.
Kein „Hasi“, kein Homeoffice‑Plüschtier, sondern jemand, der abends weiß, warum er müde ist und was er wertschöpfend geschafft hat.
Mein Kind geht in die Facharztausbildung. Homeoffice ist dort das, was passiert, wenn der Patient schon tot ist.
Medizin und Soziales: echte Menschen, echte Verantwortung, echte Arbeit. Nicht dieses KI‑Bot‑Troll‑Geklingel über „Metropolen‑Mindset“.
Dein Hasi‑Mann klickt sich durchs Leben, meiner trägt es.
Und mein Kind rettet es.
Bots und Trolle kennen davon exakt nichts.

Und nun schleich dich PetraOWL.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„… sondern jemand, der abends weiß, warum er müde ist und was er wertschöpfend geschafft hat.“
Ich wünsche Ihnen, dass er noch die Zeit findet, mit Ihnen Haushalt und Erziehung zu wuppen. Sie klagten ja nicht selten über Ihre eigenen Belastungen auf der Arbeit…

„Bots und Trolle kennen davon exakt nichts.“
Volle Zustimmung, auch wenn das eine Vorlage für Unkreative bedeutet 🙂

Jerunda
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich wünsche Ihnen, dass er noch die Zeit findet, mit Ihnen Haushalt und Erziehung zu wuppen.“
Warum sollte er nicht?
Auch berufstätige Frauen sind oft von ihrer Arbeit erschöpft, wenn sie nach Hause kommen. Sind Männer etwa weniger belastbar, Ihrer Meinung nach? Ich persönlich kenne viele Männer (inkl. meinem eigenen und meinen Söhnen), die trotzdem mit anpacken, im Haushalt und bei den Kindern und Enkelkindern. Das ist halt Erziehungssache (vorgelebtes Rollenbild der Eltern und Abstimmung/ Gleichberechtigung in der Partnerschaft! 🙂

Monika, BY
26 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Bruh

Caro
23 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Wie bitte?

Uschi
26 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Ihrem Mann einen Glückwunsch, Petra. Ist halt nur nicht das echte Leben. Das Gehalt eines verbeamteten Lehrers knacken über 90% der Menschen in diesem Land nicht. Kommen noch Kinderzuschläge dazu sind wir weit im AT-Bereich – der Gegend wo Telefonbereitschaft 24/7 unhinterfragt bleibt, Dienstschluss nach Arbeitserledigung stattfindet und man bei unzureichenden Kennzahlen ratzfatz sehr alleine ist.
Viel Geld gleich viel Arbeit (oder Staatsdienst bzw. für ein Paar wenige Glück und Begabung).

Bei der Demografie und Wirtschaftslage sind die Beamten ihre Privilegien in ein paar Jahren los.

Und Lehrer haben zwar studiert aber „Akademiker“ sind wir gewiss nicht. Als Dipl. Ing. Bau warte ich immer noch auf den Kurs den ich seit einem Jahr besuchen soll. Geht anscheinend auch ohne, die Parallelklassen sind auch nicht besser als meine. Wahrscheinlich gerade deshalb.

(Verbeamtete) Lehrer haben einen sehr undankbaren Job. Aber gewiss keinen mit schlechter Bezahlung oder bösartigen Konditionen.
Grüße von der BS auf dem flachen Land.

Ute
26 Tage zuvor
Antwortet  Uschi

Bei den Spritpreisen will auch keiner mehr sein Homeoffice verlassen, eine Unverschämtheit! Und da könnten die Leute im Homeoffice mal den Sprit den anderen bezahlen oder mehr Steuern. Warum dann auch noch solche Vorteile? 🙁

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  Uschi

Richtig, da „Akademiker“ bzw. „Akademie“ unbestimmte Rechtsbegriffe sind. Hochschulen und Universitäten sind definitiv keibe Akademien. Ein akademischer Baumeister ist absolut etwas Anderes als ein Diplom-Bauigel oder Master of Desaster.

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

„Master of facility Management“ oder „Bachelor of Busdriving“?

Sepp
26 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Sie und Ihr Mann haben doch gemeinsam studiert. Was kann er, was Sie nicht können?
Und warum nur haben Sie es sich in der Schule so muckelig gemacht?

Laut statistischem Bundesamt haben nur 13,2% der Erwerbstätigen in Deutschland 50% und mehr Homeoffice. Wir Lehrkräfte gehen übrigens schon in die Statistik ein und gehören zu den Erwerbstätigen, die weniger als 50% Homeoffice haben.

Wenn Sie wirklich homeoffice wollten, wären Sie Software-Entwicklerin oder Consultant geworden – und nicht Lehrkraft.

S.B.
25 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Danke, liebe KI.

Karl Heinz
27 Tage zuvor

Generation Privileged goes „Van-Life“
Kaum droht nach jahrelangem Studium der harte Aufprall an der Realität des Berufslebens, wird der Bulli ausgebaut und die Biege gemacht. Natürlich nicht, ohne das Ganze als tiefschürfende Sinnkrise und „mutigen Ausbruch“ zu inszenieren.

Das schreibt sich die Polemik schon fast von allein…

Wir sehen hier echt jedes Klischee der Generation „Sabbatjahr auf Lebenszeit“. Anstatt die Ärmel hochzukrempeln und den 34 Kindern an der Brennpunktschule (Sozialindex 8!) wirklich eine Stütze zu sein, verabschiedet man sich beim kleinsten Anzeichen von Systemdruck in die coolen Länder am anderen Ende der Welt. Das ist keine Sinnsuche, das ist die klassische Flucht vor der alltäglichen Verantwortung.
Dazu gesellen sich die typischen Begleiterscheinungen dieses Milieus:

  • Der Housesitting-Parasitismus: Man lässt sich von anderen die Unterkunft finanzieren, um bloß keine eigenen Fixkosten in der realen Welt tragen zu müssen.
  • Das Privileg der sozialen Hängematte: Die Gewissheit im Hinterkopf, dass der deutsche Staat (und das Beamtentum) jederzeit wartet, falls das Geld im Van doch mal knapp wird. Ein Luxus, den die Eltern der Kinder an besagter Brennpunktschule nie hatten.
  • Die pseudo-ökologische Romantik: Mit dem Diesel-Bulli durch 40 Länder juckeln, um „sich selbst zu spüren“ – auf Kosten der Umwelt, die man in der Theorie so gerne schützt.

Kaum ist das Referendariat geschafft – das im Text übrigens fast schon unverschämt weichgezeichnet wird – zieht man die Reißleine. Die Staatsprüfung nimmt man noch als Absicherung mit.
Aber den Dienst an der Gesellschaft? Den sollen bitte die anderen machen. Die Drecksarbeit am Mittwochmorgen mit den Sechsjährigen überlässt man lieber den Kollegen, die keine reichen Eltern oder den passenden Partner für den Bulli-Ausbau im Rücken haben.

Das eigentliche Kabarettstück (was darf Satire??) kommt aber zum Schluss. Nachdem man der Schule erfolgreich den Rücken gekehrt hat, mutiert man auf Instagram zur „Bildungsexpertin“. Noch nie einen einzigen Tag als verantwortliche Klassenlehrerin an der Front gestanden, noch nie ein ganzes Schuljahr mit Zeugnissen, Konferenzen, Elterndramen und Lehrermangel durchgekämpft – aber im Internet den Referendaren und gestandenen Lehrkräften Tipps zur Unterrichtsplanung geben.
(Was soll überhaupt der Satz mit den 20 Jahren Berufserfahrung, die sie gar nicht hat?)

Das ist Pseudo-Expertentum in Reinform. Aus dem sicheren, sonnigen Ausland via Social Media kluge Ratschläge an die überlasteten Kollegen in den deutschen Klassenzimmern zu verteilen, ist nicht „nah an der Bildung“. Es ist anmaßend. Wer den Applaus für Bildungsarbeit will, sollte morgens um 7:30 Uhr auf dem Schulhof stehen – und nicht mit dem Latte Macchiato in der Hand Reels im Camper schneiden.

Just Saying

Realist
26 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Im Prinzip alles richtig, aber mit dem Wissen, was ich mittlerweile habe, frage ich mich, ob ich nicht genauso handeln würde mittlerweile.

Wir leben ja mittlerweile in einer Gesellschaft, in der möglichst unsoziales Verhalten maximal belohnt wird:

  • Politiker, die im günstigsten Fall Wahlversprechen noch direkt am Wahlabend brechen, wenn es ihnen einen persönlichen Vorteil einbringt, und abgewählte Parlamente zur größten Schuldenorgie aller Zeiten instrumentalisieren. Ich sage „im günstigsten Fall Wahlversprechen brechen“, vielleicht haben sie auch die ganze Zeit schon bewusst das Wahlvolk angelogen.
  • Unternehmen, die die höchsten Gewinne der Menschheitsgeschichte auf Kosten „sozialer Umweltverschmutzung“ einfahren, skrupellos, gewissenlos, denn „Gier ist gut“ wie wir alle spätestens seit den 80ern wissen. Und keiner will sie wirklich in die Schranken weisen, weil scheinbar alle Entscheidungsträger irgendwie davon profitieren.
  • Influencer, die sich nach Dubai absetzen, weil dort kein „gieriger Staat“ Steuern und Sozialabgaben verlangt, dann aber sofort zurück in Bürgergeld flüchten, wenn es irgendwie unangenehm wird, denn schließlich sei man ja Deutscher und habe ein Anrecht darauf, wenn alle anderen das auch bekommen. Dann influenct man eben mit einem neuem Thema weiter: „Wieso habe ich nur eine 1-.Zimmer-Wohnung im Altbau bekommen, während alle anderen vom Staat die Neubau-5-Zimmer-Wohnung kriegen?“
  • Freiberufler, die sich ihren Porsche als „Dienstwagen“ vom Finanzamt bezahlen lassen, denn „Leistung muss sich ja lohnen“. Das Geld kann man ja beim ÖPVN ja wieder einsparen: Zuschüsse zum Deutschlandticket seien ja schließlich Steuerverschwendung, „sollen sie doch zu Fuß gehen, wenn das Ticket zu teuer ist“.
  • „Cum-Ex-Geschäfte“, die den Staat um dutzende von Milliarden schädigen und Prozesse zu keinem anderen Ziel führen, als die zuständige Staatsanwältin abzuberufen, könnte ja was ans Licht kommen, was die Öffentlichkeit nicht erfahren soll.
  • Systemprofiteure, die im Einfamllienhaus mit staatlich subventioniertem Solardach, staatlich subventionierter Wärmepumpe, staatlich subventionierter Wallbox und staatlich subventioniertem E-Auto sitzen, während andere sich keinen Auslandsurlaub leisten können und auch keinen brauchen, da sie die Kulturen der Welt nebenan im Mehrfamilienhaus täglich erleben können.

Diese Gesellschaft ist mittlerweile so kaputt, ich kann jeden verstehen, der in jungen Jahren die Welt genießen will, statt eventuell in wenigen Jahren im Baltikum oder in der Ukrainer „die Demokratie verteidigen“ zu müssen…

Karl Heinz
23 Tage zuvor
Antwortet  Realist

gebe Ihnen vollkommen recht.
wahrscheinlich würde ich ähnliches tun, wenn ich es könnte
mit einem dezenten Unterschied:
ich würde keine Pick-Me-Story drauß machen

Marion
25 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Daumen hoch

Dr. Rainer Zoch
27 Tage zuvor

Allerdings interessieren die lernbedürftigen Kinder dann auch nicht mehr als Gegenüber, nur noch „über Eck“. Doch recht selbstorientiert… Aber ist wohl auch reichlich Geld vorhanden… und die Lebenszeitvergütung ist worklich nicht gering.

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  Dr. Rainer Zoch

Hör ich da Neid raus?

Rainer Zufall
22 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Von jemanden, der extra für diesen Kommentar einen Account erstellt? Wie kommen Sie da drauf? 😉

TB
27 Tage zuvor

Viel wurde in Dich investiert – Du gibst nichts zurück! Mit dieser Einstellung idt man in keinem Land wilkommen !

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  TB

Na, wenn man sich die Rankings bezüglich der Aufwendungen je Schüler oder Student in Deutschland anschaut, ist das nicht so viel. – Vor allem wenn man bedenkt, was alles bis zu den Pensionen für ehemalige Lehrkräfte in die Bildungskosten eingerechnet wird.
Selbst meine Dankbarkeit hält sich da stark in Grenzen. Warum emingrieren jetzt nochmal soviele Deutschländer?

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  TB

Offensichtlich hat sie paar Länder bereits bereist. Also: Klappt doch?

unverzagte
27 Tage zuvor

Dazu fällt mir Ann Kathrin Bendixen ein, die nach dem Abi vier Jahre allein auf dem Motorrad um die Welt fuhr. Sie hat ein Buch darüber geschrieben, was sich bestens empfehlen lässt:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1060714641?ProvID=15326504&gad_source=1&gad_campaignid=23452097225

Hansjoachim
26 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Sowas war aber weder das Ziel von G8 noch das Ziel von Bachelor/Master. Sollten nicht alle möglichst früh in den Beruf, um unsere Sozialkassen zu sanieren und für die Rendite zu sorgen? Sowas ist ja eine subversive und renitente Auflehnung gegen eine staatstragende Bildungspolitik, vielleicht sogar verfassungsfeindlich? 🙂

Unverzag
22 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Es scheint Menschen zu geben, die ihre eigenen Ziele verfolgen:
Ich ziehe meinen Hut vor dem Mut dieser jungen Frau.

Susanne M.
27 Tage zuvor

Ein wenig beneide ich die jungen Leute. Ich musste gleich nach dem Studium Geld verdienen. Allerdings gab es die Möglichkeit, an eine deutsche Auslandschule zu gehen. Früher gab es sehr viele Bewerber, heutzutage sind die Chancen gut, und es ist wirklich eine interessante Erfahrung.

Anna
27 Tage zuvor

Petra, deine Ansichten sind weltfremd. Das reale Leben der meisten Leute sieht anders aus.
Caroline kann reisen, wohin sie will und so viel sie möchte. Aber sie soll uns, die wir täglich vor der Klasse stehen, mit ihren Ratschlägen verschonen. In der Praxis erprobt ist ihre Unterrichtsplanung von ihr selbst ja nicht. Sie muss jedoch irgendwie das Geld für die Reisen verdienen…

Hysterican
26 Tage zuvor
Antwortet  Anna

Danke…genau das waren meine intuitiven Gedankenblitze bei diesen Ausführungen.
Die junge Dame kann mit ihrem Leben machen, was sie will … aber – und das ist mittlerweile die Seuche an den „asozialen Medien und den Institutionen, die dieses Geseier in die Breite latschen (sic!), sie sollen uns doch mit ihrem zumeist völlig unmaßgeblichen Gedankenbrei verschonen.
Aus der maximalen Fernen zur pädagogischen Front von der „idealen Handlungsoptionen“ zu schwadronieren ist schlicht dreist … und ein – meines Erachtens völlig unredlicher Versuch des „Money-making“.

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Aber wenn es einen Markt dafür gibt? Jeden Morgen steht ein Dummer auf … man muss ihn nur finden.

Sepp
26 Tage zuvor
Antwortet  Anna

Wie können Sie nur sowas Gemeines schreiben? – Ich habe vorhin mal auf Insta geschaut und bin begeistert über Ratschläge wie, an der Tür zu stehen und jeden einzelne Schüler mit Namen und Handschlag zu begrüßen. Das werde ich in Zukunft nun immer so machen – bei 30 Kids sind dann schon 15 min des Unterrichts weg. So kann man seine Tage doch auch rumkriegen und ist die super-coole Lehrkraft, die alle mögen…

In der Insta-Bubble findet man auch tolle Sammlungen wie gefühlte 10.000 Ideen, den Unterricht zu beginnen. Das mag dort auch gut ankommen und sich für Referendare super hilfreich anfühlen. In der Praxis braucht es aber eben nicht das Methodenfeuerwerk aus dem Referendariat, sondern ein klares Handlungsrepertoire. Man muss mit Kindern eben auch Unterrichtsmethiden eintrainieren und sie dabei nicht überfordern. Da ist ein klares „Was ist heute das Ziel? Was machen wir dazu?“ eben zielführender als eine tolle Zaubershow.

Wirklich bitter finde ich an all der Selbstinszenierung, dass es Leute gibt, die all diesen Insta-Videos glauben und denken, es müsse eben so sein. Ebenso wie die 12-jähre Schülerin glaubt, sie müsse wie ihr gephotoshopptes Insta-Idol aussehen, glauben Referendare, sie müssten eben jeden Schüler mit einem eigenen Handschlag, Tanz oder was auch immer begrüßen. Sie glauben, man muss nur hinreichend buntes Papier laminieren. Sie hoffen, man müsse nur seinen Raum mit 10 Regalen und 20 Zimmerpflanze in unzählige Unterbereiche einteilen, eine Kuschelecke, eine Lese-Ecke usw., damit die Kinder auch fleißig lernen. Und dann wundern sie sich, dass die Kinder völlig überreizt sind und das quietsch-bunte Angebot gar nicht zum Lernen animiert…

TheTeacher
26 Tage zuvor

Nach 20 Jahren Berufserfahrung fallen mir die Antworten auf die Fragen der Autorin inzwischen relativ leicht. In Ausbildung und Theorie entsteht mitunter aus einem gewissen idealistischen Elan heraus der Eindruck, für jedes Problem müsse es eine optimale Lösung geben.

1.) Wie schaffe ich es, allen 34 Kindern gerecht zu werden?
Gar nicht . Bei manchen gelingt es besser, bei anderen schlechter, manchmal nur punktuell und bei anderen regelmäßig. Man kann sich darum bemühen, möglichst viele Kinder möglichst gut zu erreichen. Allen jederzeit gerecht zu werden, ist bei einer Gruppe sehr unterschiedlicher Schülerinnen und Schüler aber schlicht unrealistisch. (übrigens auch bei weniger Kindern).

2.) Wie viel Differenzierung ist im Alltag realistisch?
Weniger, als man sich wünschen würde und vermutlich auch weniger, als didaktisch ideal wäre. Unterricht findet aber unter realen Bedingungen statt, und der Tag hat nun einmal nur 24 Stunden.

3.) Was mache ich, wenn meine Stunde nicht funktioniert?
So gut wie möglich weitermachen, die Situation neu einschätzen, anpassen und improvisieren. Lieber nur einen guten, sicheren Schritt gehen, als an fünf geplanten, aber nicht funktionierenden Schritten festzuhalten und dabei die Klasse zu verlieren. Danach reflektieren: Woran lag es? Was muss ich beim nächsten Mal verändern?

Perfektion ist im Unterricht wie auch außerhalb davon weder dauerhaft erreichbar noch notwendig. Die eigene Fehlbarkeit und Unvollkommenheit zu erkennen und zu akzeptieren, ist dabei ein wichtiger Schritt. Entscheidend ist vielmehr, im Alltag möglichst oft guten Unterricht zu machen, tragfähige Entscheidungen zu treffen, das eigene Handeln zu reflektieren und dort nachzusteuern, wo es nötig ist. Und ja, man scheitert auch und macht Fehler. Das gehört dazu.

Vielleicht ist genau das eine Erkenntnis, die sich nach einigen Jahren täglichen Schulalltags deutlicher einstellt als im Camper. Man kann sich sehr intensiv mit Schule beschäftigen, ohne selbst im Schuldienst zu sein. Manche Erkenntnisse entstehen aber erst durch die jahrelange tägliche Verantwortung im Klassenzimmer.

takethemickey
26 Tage zuvor

Auf Steuerzahlerkosten zur Schule gegangen, studiert, ausgebildet worden… Und jetzt ausgeklinkt. Danke für nichts. Aber nun auch noch diejenigen, die wirklich im Lehrberuf arbeiten, belehren zu wollen, ist maximal daneben.

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  takethemickey

Bisschen witzig finde ich es ja schon persönlich. Sorry. Schon etwas mein Humor zumindest.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor

„Ich schloss mein Studium ab und überbrückte die Zeit bis zum Referendariat mit Reisen. Gemeinsam mit meinem Partner Konrad ging es nach Island, Thailand und Australien.“
Hammer! 😀 … Ich meine… wer von uns tat das nicht…

„Wie schaffe ich es, allen 34 Kindern gerecht zu werden?“
Von den 90’ern wie sie nie waren zu träumen, scheint offenbar viele durchhalten lassen :/

„Ich konnte durch diese intensive Auseinandersetzung zwar viel lernen, aber gleichzeitig fühlte es sich teilweise an wie ein kleines Theaterstück.“
Willkommen zur „Kuchenstunde“ und jedem Bewerbungsgespräch, das es jemals gab.

„Während meiner Ausbildung hatte ich Fragen, die ich nicht stellte, da ich mich durchgehend beobachtet und bewertet fühlte.“
Kein Stress, gute Fragen und Anliegen der Unsicherheit hintenanzustellen, wird ebenfalls bewertet 😉

„Konrad und ich beschlossen einen Bulli auszubauen und einfach loszufahren – ohne perfekten Plan.“
Hauptsache, nicht die festen Strukturen der Schule, kann Plan genug sein… Wenn Frau J sich beruflich anders orientierte (und Konrad eines Tages fragen will, ob er nicht auch mal etwas eigenes machen will…), ist dies ihr gutes Recht und ich freue mich für sie.
Ob sich hier Fragen für den Alltag hier mitnehmen lassen, die sich nicht auch Kolleg*innen in der Praxis stellen, halte ich für fraglich – aber die sind wohl nicht bei Insta oder whatever…

Aber schon witzig, dass sich hier niemand über „einen Elfenbeinturm“ aufregt ^^

Bla
23 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich schloss mein Studium ab und überbrückte die Zeit bis zum Referendariat mit Reisen. “
„Hammer! … Ich meine… wer von uns tat das nicht…“

Bei mir war es 4-5 Wochen Neuseeland zumindest. Würde ich jederzeit wieder so machen.
Sollten wir vielleicht die Forderung aufstellen: Bezahlte Reise für (alle) Lehramtsstudenten nach dem Studium zur Überbrückung bis zum Ref.? Wäre doch mal was.

Chillig zumindest die Dame anscheinend.

Rainer Zufall
22 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Das freut mich dann auch für Sie 🙂
Ich machte Zeitarbeit, schaffte im Hotel, um Geld für Benzin zu verdienen, um zum Hotel zu kommen und „Hab gedient“ ™

Wer will da noch die Welt sehen… -___-

Bla
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich machte vor dem Abitur + Studium eine Berufsausbildung. Sparte – soweit es ging. Als Überbrückung dann „Fortbildung + Monatspraktika“ [Bereich: Klinikum und Selbständigkeit].
Und hatte während meines Studiums zwei Nebenjobs. Inklusive festen Sonntagsschichten bis 23 Uhr.

Aber Danke dafür, dass es Sie freut. Mich auch.

Emma
25 Tage zuvor

Ich bin sowas von bei Anna. Menschen ohne Berufserfahrung geben Tipps zur Unterrichtsplanung. Da gehe ich lieber mit meinen KollegInnen in den Austausch. Die wissen, wovon sie sprechen.

Arndt, Birgit
25 Tage zuvor

Ich kann Karl Heinz nur vollkommen zustimmen. Auf solche „Bildungsexperten“ können wir verzichten. Habe selbst 40 Jahre lang als Lehrerin gearbeitet, mit allen Altersklassen und in verschiedenen Schulformen, und weiß, dass Erfahrung einfach mehr als alles andere zählt. Nur kann man diese nötige Erfahrung für diesen Beruf nicht im Van auf Weltreise, theoretische Abhandlungen schreibend,erringen.

Grit
25 Tage zuvor

Ich stimme Karl Heinz in allen Punkten zu! Wunderbar geschrieben. Danke!

Fräulein Rottenmeier
23 Tage zuvor

Ich frage mich, wie ich mich als Referendarin weiterentwickeln kann, wenn ich vorgefertigte Einheiten kaufe…..
Die Gefahr besteht, die Einheit unreflektiert zu übernehmen und mich hinterher zu wundern, warum es nicht funktioniert hat und der Besuch gründlich in die Hose ging…..
Das habe ich ganz am Anfang meiner Ausbildung mal gemacht. Hab aus der „Praxis Grundschule“ eine Einheit zum Thema Äpfel ziemlich genauso übernommen. Anfänglich sollten die Kinder den Apfel zunächst befühlen, riechen und dann schmecken……uhhhhhhh…..völlig falscher Angang, wie ich schnell feststellte…..die Kinder fanden es einfach besser, die Äpfel durch den Raum kugeln zu lassen….
Meine Fachleiterin war endbegeistert …..nicht….tja, Kinder nicht bedacht…..