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Rentenkommission stellt Verbeamtung von Lehrkräften infrage und will Pensionen begrenzen – Merz: Paket wird vollständig umgesetzt

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BERLIN. Die Rentenkommission empfiehlt weitreichende Änderungen bei der Altersvorsorge in Deutschland. Während Beamte auch künftig nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen, schlagen die Experten erhebliche Veränderungen bei der Beamtenversorgung vor. Besonders betroffen wären Lehrkräfte: Künftig sollen nach dem Willen der Kommission nur noch Beschäftigte mit hoheitlichen Aufgaben verbeamtet werden. Für Schulen könnte dies langfristig einen tiefgreifenden Wandel der Personalpolitik bedeuten. Der Bundeskanzler signalisiert bereits Zustimmung. 

„Wir nehmen der jungen Generation eine gewaltige Last von den Schultern“: Bundeskanzler Friedrich Merz (Foto von 2025). Foto: Shutterstock / EUS-Nachrichten

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt eine umfassende Reform der Alterssicherung. Nach Informationen des Handelsblatts soll der Kreis der Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung zwar erweitert werden. Beamte sollen jedoch ausdrücklich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung integriert werden. Damit folgt die Kommission nicht den Forderungen von Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas, die sich mehrfach dafür ausgesprochen hatte, künftig auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen.

Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Kreise der Kommission berichtet, wurde ein entsprechendes Modell nach längeren Beratungen verworfen. Als Gründe werden erhebliche rechtliche Schwierigkeiten sowie hohe Belastungen für die Haushalte der Länder genannt. Diese müssten gleichzeitig weiterhin Pensionen finanzieren und zusätzlich Rentenbeiträge für aktive Beamte zahlen.

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Stattdessen schlägt die Kommission vor, die Beamtenversorgung stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung anzupassen. Nach Angaben der Bayerischen Staatszeitung empfiehlt das Gremium, künftige Reformen der Rentenversicherung wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung zu übertragen. Das Niveau der Beamtenpensionen würde damit langfristig in ähnlichem Umfang sinken wie das Rentenniveau.

Für Schulen und Hochschulen besonders relevant ist ein weiterer Vorschlag der Kommission. Nach Informationen des ZDF sollen künftig nur noch Beschäftigte mit hoheitlichen Aufgaben verbeamtet werden. Als Beispiele werden Polizei, Justiz, Finanzverwaltung oder bestimmte Aufsichtsbehörden genannt. Für neu eingestellte Lehrkräfte könnte der Beamtenstatus damit weitgehend entfallen. Nach Daten des Statistischen Bundesamts arbeiten derzeit mehr als 700.000 verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland.

Das Niveau der Beamtenpensionen soll schrittweise stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente angeglichen werden

Die Vorschläge der Kommission gehen jedoch deutlich über die Frage hinaus, wer künftig noch verbeamtet werden soll. Nach Informationen der Bayerischen Staatszeitung empfiehlt das Gremium, Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung künftig „wirkungsgleich“ auf die Beamtenversorgung zu übertragen. Damit würden verbeamtete Lehrkräfte von künftigen Einschnitten im Rentensystem nicht mehr weitgehend abgeschirmt bleiben. Zudem soll das Niveau der Beamtenpensionen schrittweise stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente angeglichen werden. Die Kommission zielt damit auf eine Verringerung der Unterschiede zwischen Renten und Pensionen. Für Lehrkräfte, die bereits verbeamtet sind oder künftig noch verbeamtet werden, könnte dies langfristig niedrigere Versorgungsansprüche bedeuten.

Hinzu kommt ein weiterer Vorschlag mit unmittelbaren Folgen für die Höhe der Pensionen. Nach Darstellung der Bayerischen Staatszeitung soll künftig nicht mehr allein die Besoldung kurz vor dem Ruhestand maßgeblich sein. Stattdessen könnte ein längerer Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in die Berechnung einfließen. Davon wären insbesondere Beschäftigte betroffen, die erst gegen Ende ihrer Laufbahn höherwertige Funktionen übernehmen. Für Lehrkräfte könnte dies etwa Schulleitungen oder andere Beförderungsämter betreffen, deren bisherige Besoldungssteigerungen bislang vergleichsweise stark auf die spätere Pension wirken.

Auch beim Eintritt in den Ruhestand sieht die Kommission Änderungen vor. Das Renteneintrittsalter soll nach den Vorschlägen künftig stärker an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden. Nach Angaben von Focus würde diese Logik auch auf Beamte übertragen. Für Lehrkräfte könnte dies bedeuten, dass sich die Altersgrenze für den Ruhestand künftig parallel zur gesetzlichen Rente nach oben verschiebt. Zugleich sollen Bund und Länder laut ZDF verpflichtet werden, stärker für ihre künftigen Pensionslasten vorzusorgen und entsprechende Rücklagen aufzubauen. Hintergrund sind die in den kommenden Jahrzehnten erwarteten Versorgungsausgaben für die geburtenstarken Jahrgänge im öffentlichen Dienst.

Welche Auswirkungen die vorgeschlagenen Maßnahmen auf die Attraktivität des Lehrerberufs hätte, lässt sich bereits heute abschätzen. Focus Online verweist auf Beispielrechnungen für Lehrkräfte. Ein verbeamteter Lehrer der Besoldungsgruppe A13 kann demnach nach einer langen Dienstzeit eine Pension von bis zu rund 4.550 Euro monatlich erreichen. Für vergleichbare angestellte Lehrkräfte lägen gesetzliche Rente und Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes dagegen je nach Einkommen und Erwerbsverlauf zusammen bei etwa 2.900 bis 3.700 Euro. Die tatsächlichen Ansprüche hängen vom individuellen Berufsweg ab; die Beispielrechnung verdeutlicht jedoch die Größenordnung der Unterschiede zwischen Beamtenversorgung und gesetzlicher Alterssicherung.

Neben den Vorschlägen zur Beamtenversorgung enthält der Bericht der Rentenkommission weitere Reformempfehlungen. So soll das Renteneintrittsalter künftig an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden. Diese Entwicklung würde nach den Vorschlägen auch auf die Beamtenversorgung übertragen. Außerdem empfiehlt die Kommission die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 sowie den Aufbau einer zusätzlichen kapitalgedeckten Säule innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung. Finanziert werden soll diese nach Informationen des Handelsblatts über einen zusätzlichen Beitrag von zwei Prozentpunkten.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Man kann das nicht aufschnüren“

Der Präsident des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Prof. Gabriel Felbermayr, kritisierte gegenüber dem Deutschlandfunk, dass Beamte weiterhin nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen. Um Akzeptanz für weitreichende Reformen zu schaffen, müssten aus seiner Sicht alle Bevölkerungsgruppen einen Beitrag leisten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte bereits die vollständige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission an. „Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden“, sagte Merz nach der Übergabe des Berichts in Berlin. Man könne es sich nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen. SPD-Chefin Bas lobte die Kommission, die in Rekordzeit ein wichtiges Gesamtpaket vorgelegt habe und ebenfalls warnte, einzelne Elemente herauszulösen: „Man kann das nicht aufschnüren.“ News4teachers / mit Material der dpa

Erstes Bundesland schlägt bei Besoldung ordentlich drauf: Beamtenbund spürt “Good Vibes“

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259 Kommentare
brbr21
2 Monate zuvor

Die Kommission schlägt eine ganz erhebliche Kürzung der Pensionen vor, dies ist den ungekürzten Vorschlägen zu entnehmen, die isch hier finden: https://www.dropbox.com/scl/fi/7f56ekj98m3nswg9i8u8y/empfehlungen-alterssicherungskommission.pdf?rlkey=o2seav4jv4s3q1myml7lnz13c&dl=1

Hier steht u.a.:
„Alle bereits erfolgten sowie künftigen Anpassungen des Rentenrechts sollten wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Dies betrifft Änderungen der Regelaltersgrenze und der Rentenanpassung. So wurde das Rentenniveau seit dem Jahr 2000 durch Änderungen der Rentenanpassungsformel um rund zehn Prozent reduziert, der für Beamtenpensionen maßgebliche Ruhegehaltshöchstsatz lediglich um fünf Prozent. Dieser Unterschied sollte ausgeglichen werden.“

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  brbr21

Nicht vergessen, ein Rentenplus muss dann auch auf die Pensionäre übertragen werden.

Kaunas
2 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Warum sollte man das fürchten?

Ich lese hier:
Bis zu 14,6 Prozent mehr!: Beamten-Pensionen steigen dreimal so stark wie RenteWegen neuer Besoldung für Staatsdienerhttps://www.bild.de/politik/inland/bis-zu-14-6-prozent-mehr-beamten-pensionen-steigen-dreimal-so-stark-wie-rente-69e47665c8c973c925cb1e5f

Schotti
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaunas

Da geht es um Bundesbeamten. Hat also mit der Realität in den Ländern überhaupt nichts zu tun.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaunas

Also ich schmeiße mal BW in die Runde:
2026: +2,8 Prozent Rente +4,24%
2027 +2,0 Prozent Rente (nach DRV): 4,4% (https://www.finanzhausberlin.de/blog/die-rente-koennte-2027-steigen/)
2028: +1% Rente : +2,39 (sehr unsicher, nur Prognose von https://www.vermoegenszentrum.de/wissen/rentenerhoehung-2026)

Alex
2 Monate zuvor
Antwortet  brbr21

Die Kommission hat aber auch festgestellt, dass die Kombi aus Rente, Betriebsrente und Aktienrente zusammen etwa 70 % des letzten Nettos sein wird – und zwar nach Steuern. Da sind Beamte mit max. 71% vor Steuern eh schon schlechter gestellt.

unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Die Rechnung ist aber sehr spekulativ, weil niemand weiß, wie sich die Aktienmärkte entwickeln werden. Außerdem gibt es viele Angestellte, deren Arbeitgeber keine Betriebsrente anbieten und deren eigenes Netto zu gering ist, um selbst noch privat vorsorgen zu können. Faktisch halte ich das Paket eher für eine Rentenkürzung, weil viele Menschen aktuell schon nicht mehr bis 67 arbeiten können und somit die Abschläge bei einer Rente mit 70 noch deutlich höher werden.

Das Renteneintrittsalter soll ja an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Wieso trennt man das nicht nach Mann und Frau? Männer haben so etwa 10-15 Jahre Rente laut Sterbetafel, Frauen eher 15-20 Jahre.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Der Postillion hat jedoch errechnet, dass diese längere Lebensspanne sich durch die geringeren Wartezeiten in der berühmt-berüchtigten Toilettenschlangen bei den Frauen ausgeglichen wird. 😉

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Sie waren auch noch nicht auf einem westfälischen Schützenfest. Sonst wüssten Sie wie die Statistik ganz pragmatisch verfälscht wird.

Linea
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Sollen Frauen dann länger arbeiten als die Männer??
Ich möchte meine Rentenzeit MIT meinem Mann verbringen und nicht noch länger arbeiten müssen als er.
Frauen bekommen im Durchschnitt eh schon weniger Rente durch die ganze Teilzeitarbeit (um sich um die Familie kümmern zu können), machen 2 Jobs (Beruf+ Hausarbeit/Kinder zu einem ganz großen Anteil immer noch), sorgen mit den Kindern dafür, damit das Rentensystem überhaupt weiterläuft und dann sollen sie erst später in Rente gehen dürfen? Das finde ich ungerecht.

DerElelefantImRaum
2 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Sie addieren bei Arbeitnehmern gesetzliche Rente, Betriebsrente und eine künftig erst noch aufzubauende Aktienrente.
Warum vergleichen Sie das dann mit der Pension allein und nicht mit Pension plus privater Vorsorge plus Kapitalerträgen des Beamten?
Außerdem reden wir bei den 70 % über ein langfristiges Zielmodell der Kommission, nicht über die heutige Realität vieler Rentner.
Vor allem beantwortet das nicht die ursprüngliche Frage:
Wo genau stehen die von Ihnen behaupteten „ganz erheblichen Kürzungen“?
Bisher lese ich vor allem, dass Beamte künftig etwas stärker an Entwicklungen beteiligt werden sollen, die Arbeitnehmer seit Jahren tragen. Das ist nicht automatisch dasselbe wie eine massive Kürzung.

Chris
2 Monate zuvor
Antwortet  brbr21

Die Beamtenbezüge wurden in den 1950ern mit Verweis auf die üppige Pension um insg. 15% gekürzt. Dann müssen diese Kürzungen auch zurückgenommen und die Bezüge um 15% erhöht werden.

Teacher Andi
2 Monate zuvor
Antwortet  Chris

Dann aber bitte alle Sozialabgaben zahlen, sonst ist da wieder ein Ungleichgewicht.

unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das steht nicht im Gesetz, weil das die Länder ja bezahlen müssten und das sehr teuer für sie ist.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Wieso die Länder? Beim Angestellten wird das vom Gehalt genommen, schon bemerkt?

Pensionist
1 Monat zuvor
Antwortet  Chris

Eine Kürzung um 15% wird durch eine Erhöhung um 15% NICHT ausgeglichen!
Berechne die erforderliche Erhöhung.

DerElelefantImRaum
2 Monate zuvor
Antwortet  brbr21

Ich habe mir den zitierten Abschnitt jetzt mehrfach durchgelesen und frage mich ehrlich gesagt, wo genau daraus die angeblich „ganz erheblichen Kürzungen“ hervorgehen sollen.
Dort steht im Wesentlichen Folgendes:

  • Die Regelaltersgrenze soll künftig stärker an die Lebenserwartung gekoppelt werden.
  • Diese Entwicklung soll auch für Beamte gelten.
  • Bereits erfolgte und künftige Anpassungen des Rentenrechts sollen „wirkungsgleich“ auf die Beamtenversorgung übertragen werden.
  • Seit 2000 wurde das Rentenniveau laut Kommission um rund 10 Prozent reduziert, der Ruhegehaltshöchstsatz bei Beamten dagegen nur um rund 5 Prozent.
  • Dieser Unterschied soll perspektivisch ausgeglichen werden.

Das klingt für mich zunächst einmal nicht nach einer Zerschlagung der Beamtenversorgung, sondern nach dem Versuch, Beamte zumindest teilweise an Entwicklungen zu beteiligen, die Arbeitnehmer und Rentner seit Jahren betreffen.
Vielleicht hilft hier einmal ein Perspektivwechsel.
Arbeitnehmer erleben seit Jahren:

  • steigende Sozialabgaben,
  • steigende Krankenkassenbeiträge,
  • ein sinkendes Rentenniveau,
  • eine höhere Regelaltersgrenze,
  • zusätzlichen Druck zur privaten Vorsorge.

Und zwar nicht als Vorschlag, sondern als Realität.
Wenn nun bei Pensionen diskutiert wird, dass diese Entwicklungen künftig nicht mehr vollständig an Beamten vorbeigehen sollen, wird daraus sofort eine „ganz erhebliche Kürzung“.
Die Kommission schreibt ja selbst, dass der Unterschied seit 2000 ungefähr bei fünf Prozentpunkten liegt. Das ist nicht nichts. Aber zwischen „einen Unterschied von fünf Prozentpunkten angleichen“ und „ganz erhebliche Kürzungen“ liegt doch noch ein gewisser Abstand.
Man könnte sogar überspitzt sagen:
Für Arbeitnehmer bedeutet eine Rentenreform: „Leider notwendig.“
Für Rentner bedeutet eine Rentenreform: „Demografischer Wandel.“
Für Beamte bedeutet eine Rentenreform: „Angriff auf den Rechtsstaat.“
Mich würde daher wirklich interessieren, welche konkrete Passage der Kommission hier als Beleg für die behaupteten „ganz erheblichen Kürzungen“ gesehen wird.
Denn aus dem zitierten Abschnitt lese ich vor allem eines heraus:
Beamte sollen künftig einen Teil der Lasten mittragen, die Arbeitnehmer und Rentner seit vielen Jahren tragen. Nicht, weil es um „wir gegen die“ geht, sondern weil die Finanzierung des Systems irgendwann für alle Gruppen beantwortet werden muss.
Was mich an vielen Kommentaren erstaunt, ist weniger die Ablehnung der Reform als die völlige Abwesenheit jeder Perspektive außerhalb des eigenen Berufsstands.
Von Arbeitnehmern wird Verständnis erwartet. Von Rentnern wird Verständnis erwartet. Von jungen Beitragszahlern wird Verständnis erwartet.
Oder wird das vielleicht gar nicht erwartet, weil Beamte sich überhaupt nicht als Teil der gesellschaftlichen Debatte verstehen?
Bei Beamten scheint bereits die Frage nach einem beinahe schon symbolischen Beitrag als Zumutung zu gelten.
Als „ganz erhebliche Kürzung“ erscheint mir das auf Basis des vorliegenden Textes jedenfalls nicht.

447
1 Monat zuvor

Wir sind alle nicht doof.

Erst ein Prozent, dann zwei-drei-vier…

Dass dann natürlich Schein-Objektivität verbreitet wird zum Einschläfern, was ja bei dem Durchschnitts-AN seit Jahrzehnten funktioniert (Stromwende kostet eine, zwei, drei ganz viele Kugeln Eis, Inflation ist ja „richtig faktengecheckt zurechtberechnet“ nur eins-zwei-drei-vier Prozent) wundert nicht.

Das Tabu ist gefallen – sobald die Neider merken, dass das (NATÜRLICH, weil die gesamte Finanzierung auf tönernen Füßen steht)
1) nicht wirklich finanziell was bringt
2) es denn (aus Leistungsneid verhassten Beamten) immer noch nicht wesentlich schlechter geht
wird weiter gekürzt, in Salamischeibchentaktik.

„Es ist ja nur die Pension, und foch nur 1,5%!“
„Es ist doch jetzt ne Rente und keine Pension, alle Rentner sollten solidarisch sein!“
„Wirklich solidarisch sind 5 % nicht“
usw. usf.

Die Politik macht dabei gerne mit:
Was käme der Landespolitik gelegener als „Fake-Beamte“, für die man (nach X Schnitten in die Salami) nicht wesentlich teurer bezahlen muss als Angestellte, nicht „amtsangemessen“ versorgen muss UND die aber weiter die ganzen Knebel und Pflichten eines Beamten tragen, weil „Demokratie gefährdet“, oder sowas?

Na klar.
Träumen Sie weiter.

Se Länd
2 Monate zuvor

Pensionen sind nur die erste Baustelle. Wenn die Länder in den 30ern ihre Versorgungslasten wirklich finanzieren müssen, wird die Beihilfe der nächste große Angriffspunkt. Viele Beamte unterschätzen, dass nicht das heutige Beihilfesystem verfassungsfest ist, sondern nur Fürsorge und Alimentation.

Omg
2 Monate zuvor
Antwortet  Se Länd

Beihilfe zählt laut BVerfGE zur Alimentaion dazu.

Se Länd
2 Monate zuvor
Antwortet  Omg

Ja, Beihilfe hängt mit Alimentation/Fürsorge zusammen. Daraus folgt aber gerade nicht, dass das heutige Beihilfesystem in seiner konkreten Form oder Höhe verfassungsfest ist. Das BVerfG sagt ausdrücklich: Die Beihilfe in ihrer gegenwärtigen Gestalt gehört nicht zu den hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums; es gibt keine spezielle verfassungsrechtliche Pflicht, Krankheitskosten gerade durch Beihilfe oder in bestimmter Höhe zu tragen. Entscheidend ist nur, dass die Alimentation insgesamt amtsangemessen bleibt.

Rn. 20Die Beihilfe in ihrer heutigen Form gehört nicht zu den hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums. Es gibt auch keine spezielle verfassungsrechtliche Pflicht, Beihilfe „in bestimmter Höhe“ zu gewähren.

Rn. 21Das Alimentationsprinzip wäre erst verletzt, wenn notwendige Krankenversicherungsprämien so hoch würden, dass der angemessene Lebensunterhalt nicht mehr gewährleistet wäre. Dann wäre aber nicht zwingend die Beihilfe anzupassen, sondern ggf. Besoldung/Versorgung.

Rn. 22Die Beihilfe hat ihre Grundlage in der Fürsorgepflicht. Der Dienstherr darf diese Pflicht auch über Besoldung, Sachleistungen, Zuschüsse oder andere Wege erfüllen.

BVerfG, Beschluss vom 16.08.2011 – 2 BvR 287/10

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2011/08/rk20110816_2bvr028710.html

ebenfalls

Rn. 17 In der verwaltungs- und verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung ist geklärt, dass die Beihilfe in ihrer gegenwärtigen Gestalt nicht zu den hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums gehört. Das System der Beihilfen kann jederzeit geändert werden, ohne dass dadurch Art. 33 Abs. 5 GG berührt wird.

weiteres in RN 18/19

Rn. 26 Wenn Absenkungen des Beihilfestandards die Alimentation insgesamt infrage stellen, wäre eher Besoldung/Versorgung zu korrigieren, nicht zwingend die Beihilfe selbst.

Urteil vom 13.12.2012 – BVerwG 5 C 3.12

https://www.bverwg.de/131212U5C3.12.0

Verfassungsfest ist nicht „Beihilfe genau wie heute“, sondern nur, dass der Dienstherr insgesamt Fürsorge und amtsangemessene Alimentation sicherstellen muss.
Interessant wäre deshalb, ob der Gesetzgeber die Beihilfe bzw. Eigenanteile stärker nach Besoldungsgruppen staffeln könnte. Warum jemand mit B2 dieselbe prozentuale Unterstützung bekommen soll wie jemand mit A7, ist jedenfalls politisch nicht zwingend. Solche Staffelungen gibt es bei Kostendämpfungspauschalen bereits. Entscheidend wäre nur, dass sie gesetzlich sauber geregelt und verfassungsrechtlich begründet werden.

Auf welche konkrete Entscheidung bzw. Randnummer bezieht sich Ihr Kommentar?

blau
2 Monate zuvor
Antwortet  Se Länd

Dann kann ich mir auch gleich ein Grab schaufeln. Dann werde ich in Altersarmut leben.

Se Länd
2 Monate zuvor
Antwortet  blau

Genau deshalb sollte man nicht fest damit planen, dass das heutige Beihilfesystem dauerhaft unverändert bleibt.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Investieren,langfristig!

weihnachtsfan
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Genau! In die Ausbeutung von Kindern am besten! Sollen gute Aktien sein.

(Auf)Rüstung und Kriegsmaterial – auch nicht zu verach…

DOCH! Komplett zu verachten! Moralisch m.E. kann trumpen und merzen und spahnen nicht die Lösung für irgendwas sein!

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Jammer, jammer…….

Mr. Smith
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Wie immer ein sachlicher und konstruktiver Beitrag auf höchstem Niveau von Andi

Thomas
2 Monate zuvor

Dann ist der Beruf aus zeitlicher und finanzieller Hinsicht nicht mehr attraktiv. Ist er jetzt schon nicht, dann überhaupt nicht mehr. 0, niente, nada.
Für Akademiker kommt der Job gegen 35 Std Berufe oder Homeoffice einfach nicht mehr an. Auch wenn wir das Jahresnetto rechnen, bleiben wir meilenweit im Minus. Es gibt keine Zulagen, keine Prämien, keinen Bonus, kein 13., kein Urlaubsgeld, kaum Beförderung.
Nichts.

Tafelputzerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

nur noch schrecklich 🙁

Katabaster
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

Die meisten, vor allem die jungen Leute, wählen ihren Beruf danach aus, was sie gerne beruflich machen möchten, nicht, was die meisten finanziellen Vorteile bringt. Die anderen gibt es sicherlich auch, aber es sind nicht die Meisten.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Ihr Kommentar zur Nutella-Pflicht für alle:

Die meisten Leute mögen Nutella.

Es gibt auch welche, die kein Nutella mögen.

Das sind aber weniger.

Yeah, Nutella-Pflicht!

Mr X
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Und Geld spielt keine Rolle? Das glaube ich nicht.

Thomas
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

da sind sie realitätsfern Katabaster

Omg
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

So war es bei mir auch. Ubd ein Fehler war es nicht.

EmpireDiablo
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Die „jungen Leute“ informieren sich vor allem über das, was sie gerne beruflich machen möchten. Der Lehrerjob schneidet da absolut nicht gut bei ab.
Wer würde diesen Job denn irgendwem empfehlen?

Mark
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Damit wäre die Faktenlage geklärt.

Maximilian Meier
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Vielleicht ein paar Fehlgeleitete… ja, aber das ändert sich schnell, wenn sie auf dem Boden der Realität aufklatschen… aber da könnte der Angestelltenstatus dann wirklich schnell Abhilfe bieten, wenn man sich neu orientiert.

Götz
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

Ich glaube auch, dass sich in Zukunft immer weniger Personen finden werden, die diese Arbeitsbedingungen wählen. Schade, denn von seinem Grundgedanken her ist der Lehrerberuf ja sehr schön.

Kaunas
2 Monate zuvor
Antwortet  Götz

Sind denn die Arbeitsbedingungen anderswo überall so toll?

Ich lese:
In deutschen Unternehmen herrscht eine große Unzufriedenheit. 45 % der Beschäftigten macht nur Dienst nach Vorschrift. Fast 30 % der Generation Z haben 2023 bereits innerlich gekündigt. So die alarmierenden Zahlen einer aktuellen Studie der Pronova BKK. Hauptgründe sind Überlastung, zu geringe Bezahlung, fehlende Wertschätzung und belastende Arbeitszeiten.
https://www.bund-verlag.de/aktuelles~Arbeitsfrust-Unzufriedenheit-und-Dienst-nach-Vorschrift~.html?srsltid=AfmBOopuw1VYGoq95c_bo6nsjxxOdWVkygfQMN8QaIUuqeVWHehbSpIB

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaunas

Sind denn die Arbeitsbedingungen anderswo überall so toll?“

Vermutlich nicht. Aber: Sind Sie überzeugt, dass eine vergleichbare Prozentzahl der Lehrkräfte „nur Dienst nach Vorschrift“ macht oder „bereits innerlich gekündigt“ hat?

Falls ja, ist das alles kein Problem – und ich gebe Ihnen gerne zu, dass man nach Lektüre der Kommentare bei News4teachers diesen Eindruck haben könnte.

Falls nein: Dann werden wir die Folgen in den nächsten Jahren sehen, wenn sich diese Prozentzahlen bei den Lehrkräften an die Gesamtbevölkerung angleichen…

Mr X
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Naja anderswo bekomme ich einen klimatisierten Raum ohne Schimmel und einen Dienstwagen.

Ich habe mich bewusst dagegen entschieden und für den Lehrer Beruf, aber auch nur weil dieser die Vorteile der Vernramtung Verbeamtung hat.

Ohne hätte ich das niemals gewählt.

Ganz ohne Arroganz gilt das wahrscheinlich hauptsächlich für Mint Fächer und weniger für Sprachen.

Maximilian Meier
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

Und bei 90% ist bereits ab dem 1. Arbeitsjahr Edeka, Ende der Karriere. Einmal E13, immer E13. Mit A-Besoldung kann man das vielleicht noch vor sich selbst schönreden, aber nicht mit einer E-Angestelltenbesoldung.

Wer da noch in den Beruf anfängt, der muss es echt nötig haben – ob das dann die besten Lehrer sein werden?

Jan
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

Das ist sehr naiv. Schauen Sie mal in die großen Industriebetriebe mit dem HO und der 35h-Woche. Ich kenne viele gleichaltrige Personen, die mit Mitte 40 um ihre Jobs bangen und regelmäßig angefragt werden, ob sie nicht vielleicht gehen wollen, was aber – trotz Abfindung – kaum einer machen kann. Der Lehrerberuf ist weder schlecht bezahlt, noch konjunkturabhängig.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomas

So reden diejenigen, die die Arbeitswelt in der freien Wirtschaft nur vom Hören-Sagen kennen. Die Mehrheit der Lehrkräfte würde in Berufen außerhalb des Beamtentums hart auf den Boden fallen und die Segel strecken, hier werden nur die vermeintlichen Vorteile gesehen.

Mr. Smith
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Einige von uns haben durchaus auch Erfahrungen in der Wirtschaft. Und das Geheule von Leuten aus der Wirtschaft mag teilweise berechtigt sein, aber oft auch nicht. Mein Kumpel arbeitet beim Daimler, hat 35h Woche, gut er muss schichten, hat „nur“ Realschulabschluss und lacht noch immer über mein Gehalt.

Ulla
2 Monate zuvor

Habe die Schnauze voll, mir steht die Diskussion mittlerweile bis hier. Ich höre von Minusstunden, wenn sich andere bei Hitze und Schnee ins ‚Homeoffice‘ verziehen, ich lese von 35 Stunden Wochen tariflich vereinbart, Arbeitszeiterfassung und immer mal Tage frei zum ‚Überstunden abbummeln‘. Und wenn dann das Gehalt nicht mehr stimmt, weil es einfach ein geflunkerter Reallohnverlust enttäuscht mich das. Was soll denn das? Will man auch noch die Letzten vergraulen? Bleiben nur noch die Alten Hasen? Manno
Als Mathe und Chemielehrerin finde ich Traumjobs mit den besten Bedingungen weit und breit.

Tafelputzerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Danke für ihre ehrlichen und offenen Worte! Vielen lieben Dank.
Wir denken gerade das gleiche :/

fred
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Ja, warum die Lehrergewerkschaften so zurückhaltend sind wundert mich seit Jahren.
Was kamen in den letzten Jahren für benefits auf, klar 35 Std Woche, Gleitzeit, Flexurlaub, Bildungsurlaub etc. Haben wir was davon? NEIN

Maximilian Meier
2 Monate zuvor
Antwortet  fred

Ja, warum die Lehrergewerkschaften so zurückhaltend sind wundert mich seit Jahren.

Mich nicht, ich weiss ja, dass die (Lehrer)Gewerkschaften zu einer der Regierungsparteien gehört.

Karl-Heinz
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Nur so: laut statistischem Bundesamt sind ca. 49% der Angestellten in D derzeit in einem tarifvertraglichen Arbeitsverhältnis. Also eine (wenn auch knappe) Minderheit! Für den Rest gilt dann: 40 Stunden/Woche. Und ja: nicht geleistete Arbeitszeit an einem Tag muss irgendwann nachgeholt werden, was denn auch sonst?
Ihnen dann viel Glück bei der Jobsuche! Ziehen Sie was dick Gepolstertes an, dann tuts nicht so weh beim Aufprall in der Realität!

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Wenn wir so anfangen:

Jeder Akademiker mit nur 0,5 Gramm Akademikergehirn fummelt sich blitzschnell (minimalen Verstand vorausgesetzt) durch die entsprechenden Lücken und arbeitsrechtlichen Regelungen.

Ohhohoooo, die böse Realität! Ganz harte Drohung, lol.

Wenn Sie feste Arbeitszeiten und unvezahlte Mehrarbeit als Lehrer mal ganz neutral (Notizblock + Taschenrechner reicht) gegenrechnen…sagen wir mal so: MIT Beamtenboni ist es fair, ist ok.

Ohne…na, dann sollen es halt „Berufene“/“Märtyrer“ machen. Oder halt Sie. 🙂

Niemand kann gezwungen werden, Lehrer zu werden oder bleiben.

Und sich (als letzten Notnagel, falls alles schiefgeht) vom Staat aushalten lassen ist in der BRD auch kein Ding.

Karl-Heinz
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Sag ich doch: niemand wird zum Lehrerberuf gezwungen, auch wenn sich das hier manchmal so liest, als würde in den Schulen Zwangsarbeit herrschen. Wenn man schon mit Ausstieg droht, dann aber auch bitte konsequent sein! Und die Traumjobs kommen ja anscheinend einfach von selbst. Zumindest steht das weiter oben.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

„Von selbst“ kommt nix im Leben.
Nie, in keinem Bereich.
Auch das dürfte wohl jedem, der nicht nur „Schule-Uni-Schule“ gemacht hat klar sein.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Es geht abseits von Polemik oder der homeoffice-bot-Armada doch schon LANGE nicht mehr um „Traumjob“.

Karl-Heinz
2 Monate zuvor
Antwortet  447

In dem Post, auf den ich mich bezogen habe schon!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Dann ist das natürlich zurückzuweisen, klar.

EmpireDiablo
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Ich liebe ja Leute wie dich. Es kommt berechtigte Kritik am Lehrberuf und die Hinterfragung: „Warum sollte man sich das noch gefallen lassen?“ und Leute wie du kommen dann mit: „Woanders wird es dir auch nicht besser gehen! Kündige halt!“
Du bist bestimmt auch jemand, der Referendare richtig mies behandelt, weil du auch so behandelt wurdest.

Karl-Heinz
2 Monate zuvor
Antwortet  EmpireDiablo

Haben Sie überhaupt verstanden, was ich geschrieben habe? Anscheinend nicht.
Und nebenbei: wäre mir neu, dass wir per Du sind

EmpireDiablo
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Jap, du reagierst wie eine alt eingesessene Lehrkraft mit Ablehnung auf berechtigte Kritik an dem Job und faselst was vom „Aufprall auf die Realität“. Dabei kannst sogar du die Augen nicht davor verschließen, dass die Arbeitsbedingungen im Lehrkräftejob immer schlechter werden.
Bitte glaube mir, die Arbeitsbedingungen im Angestelltenverhältnis sind wesentlich besser. 🙂
Würde man von mir im Betrieb auch nur ansatzweise das Verlangen, was man von mir als Lehrkraft geschweige denn Referendar verlangt hat, würde ich sehr schnell juristisch dagegen vorgehen und gewinnen.
Man muss nur den Mut haben, sich neu zu orientieren.

Maximilian Meier
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Und nachher machen die das sogar und dann stehen sie blöd da… so wie die Anderen, wie sie, es schon mal wollten und in etlichen Bundesländern die Verbeamtung abgeschafft hatten…. und die Leute tatsächlich in andere Jobs gegangen sind.

Mir
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Lesen Sie das hier im Forum?
Dann können Sie sich selbst zusammenreimen, wie viel das mit der Realität zu tun hat.

Sonnenscheinchen
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Minusstunden, völlig alte Regelung, bei Hitze und Eis kommen die Minusstunden langfristig in den Plan und müssen irgendwann nachgeholt werden. In NRW ist es tatsächlich fairer geregelt, da verfällt es am Ende des Monats. Die Nordländer haben da schlechte Karten
🙁

Ronja
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

so true!!!

Stiller Beobachter
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Verstehe ich nicht.

Am Anfang der Woche gab es hier die Nachricht: Schulschluss diese Woche um 11.25 – bitte holen Sie Ihre Kinder dann ab.

Während alle anderen nach Zeit oder an Zielerreichung gemessen werden und bei 35 Grad den Stift nicht mal einfach so fallen lassen können.

Alex
2 Monate zuvor

Hitzefrei für die Kinder bedeutet eben entgegen der landläufigen Meinung nicht auch frei für die Lehrer.

Kaunas
2 Monate zuvor

Aber das will keiner hören.

Leonie
2 Monate zuvor

Das heißt bei uns nur, dass die Kinder dann gehen /abgeholt werden dürfen! Für die Lehrkräfte gilt nicht, dass sie dann einfach den Griffel fallen lassen dürfen!

Walhai
2 Monate zuvor
Antwortet  Leonie

Beschönigung. Bei uns bleiben 3 da als Aufsicht, alle anderen gehen nach Hause. Abwechselnd natürlich.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Walhai

Für wie viele Kinder (und welches Alter) werden nur 3 Aufsichtskräfte benötigt?

Stiller Beobachter
2 Monate zuvor
Antwortet  Leonie

Aha. Was passiert da denn genau? Letztlich bedeutet das weniger Stunden Unterricht, ergo weniger Vor- und Nachbereitung.

Das ist aber ehrlich gesagt nicht mein Punkt. Hitzefrei, ab ins Freibad, es sei jedem gegönnt, der das machen kann.

Wer hier mitliest bekommt aber den Eindruck von Arbeiterlagern mit unerträglichen Arbeitsbedingungen im Schulumfeld, während außerhalb die blühenden Landschaften sind. Jeder arbeitet wann er will, was er will und wo er will.

Nur entspricht das nicht der Realität.

Also ein wenig Abgleich beider polemischer Meinungen („Lehrkräfte hängen nachmittags sowieso nur noch bei Aperol auf dem Stadtmarkt rum“ vs. „unerträgliche Arbeitsbedingungen mit unendlich Überstunden und Zwang“) wäre meiner Ansicht nach schon ganz gut für die Diskussionskultur.

Mir
2 Monate zuvor
Antwortet  Leonie

Und was machen die dann?
Vor- und Nachbereiten und den Unterricht abhalten ja wohl nicht. Das ist ja ersatzlos gestrichen.

Marie
2 Monate zuvor
Antwortet  Mir

Unterricht, der ausgefallen ist, muss ja irgendwie nachgeholt werden. Also muss man bisher vorbereitetes umplanen.

Schotti
2 Monate zuvor

Wer in einem ruhigen Büro arbeitet, der hat sich überhaupt nicht mit Lehrern zu vergleichen. Macht euch doch nicht lächerlich. Das ist doch von der Belastung her ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Stiller Beobachter
2 Monate zuvor
Antwortet  Schotti

Ja, Lehrkraft sein wäre so schön ohne SuS. Habe ich tatsächlich schon mal genau so gehört.

Während außerhalb der Schule alle entspannt im ruhigen Büro sitzen. Und ich dachte die sind im Home Office? Und arbeiten sowieso wann und wo sie wollen?

Mit dieser Polemik kommen wir hier nicht weiter.

Mir
2 Monate zuvor
Antwortet  Schotti

Wer sagt denn, dass es in einem Büro ruhig ist????

Maximilian Meier
2 Monate zuvor
Antwortet  Schotti

Wahrscheinlich ist das Büro sogar noch gekühlt…

Opossum
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Darf ich fragen (im Ernst), welche Traumjobs sich dann öffnen – in Zeiten, wo viele Stellen in freier Wirtschaft abgebaut werden und die Produktion und IT ins Ausland verlagert werden? Lehrer sind stark in Kommunikation, Projekt- und Zeitmanagement, Konfliktlösung, aber Junior Positionen sind rar geworden und die Konkurrenz mit frischen Spezialisten groß.

Selbst mit Mathematik und Chemie bräuchte man eine Weiterbildung, um in freier Wirtschaft zu arbeiten.

Aber vielleicht fehlt mir einfach Mut.

Sporack
2 Monate zuvor
Antwortet  Opossum

Junior Stellen werden aussterben.
Neulich nach einem interessanten Vortrag fragte ich die Vortragende, die sich anschickt wohl die Geschäftsführung des Deutschland-Bereiches eines weltweit agierenden Unternehmens zu werden:
Antwort war, dass sie eher KI-Tocken bezahlen als Berufsanfänger einzustellen …

Wenn das hinreichend viele Unternehmen so machen, wird es auf lange Sicht einfach weniger erfahrene Beschäftigte geben.
Vielleicht löst sich die KI-Blase inkl. der Unternehmen mit einem großen Knall der durchschnittlichen Berufsuntätigkeit und Unvermittelbarkeit einfach auch auf.

EmpireDiablo
2 Monate zuvor
Antwortet  Opossum

Dir fehlt der Mut. 🙂
Glaube mir, es gibt Jobs. Ich arbeite auch nicht mehr als Lehrkraft, sondern in einem Bildungsunternehmen und das macht mir mittlerweile wesentlich mehr Spaß.
Ed-Tech-Unternehmen freuen sich immer über qualifiziertes Personal. Teamleiterstellen sind ebenfalls perfekt für Lehrkräfte. Human Ressources geht auch gut.
Leg dir mal ein LinkedIn-Profil an und schau dich um. Du wirst staunen.

Meiomei
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulla

Als Mathe und Chemielehrerin finde ich Traumjobs mit den besten Bedingungen weit und breit.

Wenn dem so ist, was hält sie denn noch zurück.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

@ Ulla,
Ich habe ähnliche Fächer und kann Ihnen sagen, dass Sie eine völlig falsche Vorstellung haben. Niemand außerhalb von Schule wartet einfach nur so auf bspw. Chemie-Lehrer.

In der akademischen Welt sucht man erstmal Doktoranden und Postdocs mit Methodenwissen und echter Erfahrung im Einwerben von Geldern und im Publizieren. Wie gut sind Sie meinetwegen in Totalsynthesen, in moderner Strukturaufklärung oder im Umgang mit modernen Analysegeräten? Wie viele DFG-Anträge haben Sie durchgebracht, wie viele Paper publiziert?

Wo haben Sie echte Fachexpertise, um irgendwo als Experte eingesetzt zu werden? Sind Sie fachlich in der Lage, bspw. als Laborleiterin in einem Analytik-Labor eingesetzt zu werden?

Oder haben Sie ganz andere, gesuchte Berufsefahrungen, haben Sie nebenbei schon in der Zulassung von Arzneimitteln gearbeitet, eine Fortbildung als Patentanwalt absolviert o.ä.?

In den meisten Fällen zieht man sich seine Fachkräfte heran und entwickelt sie weiter. Von der Abschlussarbeit, über die Doktorarbeit bis zur Postdoc-Zeit. Firmen können sich junge Absolventen suchen, diese weiterentwickeln und zunehmend mehr Verantwortung geben.

Warum sollte man jemanden ohne gesuchte Fachexpertise einstellen, der schon älter ist, viele Jahre außerhalb des gesuchten Bereiches gearbeitet hat und nur „eine ruhige Kugel schieben“ will?
Da nimmt man lieber junge Mitarbeiter und bildet sie gezielt fort.

Und zu guter letzt: wenn Sie „Traumjobs mit besten Bedingungen weit und breit“ finden, warum sind Sie dann noch in der Schule?

EmpireDiablo
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Wenn man es nicht probiert, kann man es nicht wissen 🙂
Ich glaube, du wärst überrascht.

Kinderflüsterer-Mr. 71%
2 Monate zuvor

Ja und?
Wer jung genug ist, kann noch wechseln, die, die vor der Pension stehen (Ü55), ficht das nicht an. Im Zweifel steht man sich besser mit Dienstunfähigkeit und Abzügen, weil einen das alles ja so krank macht. Und dann verjubelt man sein Geld.

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor

Im Zweifel steht man sich besser mit Dienstunfähigkeit und Abzügen, weil einen das alles ja so krank macht. Und dann verjubelt man sein Geld.“

Sind Sie ein Bot?

Kinderflüsterer
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

ein was?

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  Kinderflüsterer
Pit2020
2 Monate zuvor
Antwortet  Kinderflüsterer

@Kinderflüsterer

Ach, Sie Ahnungsloser! 😉
https://www.logo.de/bots-einfach-erklaert-100.html

Walhai
2 Monate zuvor
Antwortet  Kinderflüsterer

Ein Boot.

Kinderflüsterer- hält gerne Stöckchen hin
2 Monate zuvor
Antwortet  Walhai

Meine Güte! Ich weiß, was ein Bot ist! Und auch etwas über die Schreibweise von Satzanfängen!
Humorloses Volk hier.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

„Meine Güte! Ich weiß, was ein Bot ist!
(…)
Humorloses Volk hier.“

Ich weiß, dass ich nichts weiß. Also weiß ich auch nicht, was Sie wissen – außer Sie posten, dass Sie es wissen: Daher danke für die Klarstellung!

447
2 Monate zuvor

Genau dieser Anreiz wird gesetzt.

Sie versuchen halt, genau auf der Rasierklinge zu balancieren.
Ich bin mir nicht sicher, dass das (aus meiner Sicht) gut gehen wird.

blau
2 Monate zuvor

Wechseln zu was?

mama51
2 Monate zuvor

Hinzu kommt ein weiterer Vorschlag mit unmittelbaren Folgen für die Höhe der Pensionen. Nach Darstellung der Bayerischen Staatszeitung soll künftig nicht mehr allein die Besoldung kurz vor dem Ruhestand maßgeblich sein. Stattdessen könnte ein längerer Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in die Berechnung einfließen. Davon wären insbesondere Beschäftigte betroffen, die erst gegen Ende ihrer Laufbahn höherwertige Funktionen übernehmen. Für Lehrkräfte könnte dies etwa Schulleitungen oder andere Beförderungsämter betreffen, deren bisherige Besoldungssteigerungen bislang vergleichsweise stark auf die spätere Pension wirken.

Wo gibt/ gab es das denn?!? Kurz vor dem Ruhestand …? Hä?
(…das oben Fettgedruckte!)

Noch niiieeee war das so! Ich habe mir nach 40 Dienstjahren – da waren noch 3 Jahre übrig – meine voraussichtliche Pension von der Besoldungskasse ausrechnen lassen:
Es wurde ab meinem ERSTEN Arbeitstag alles „berechnet“. Jede einzelne Stunde, die ich irgendwann mal reduziert hatte, jede, die ich wieder draufgepackt hatte, einfach alles floss in meine „Endsumme“ mit ein! Das Dokument war ca. 15 Seiten lang. Lediglich meine letzte Besoldungsstufe spielte eine (eher untergeordnete!) Rolle. Die hatte ich schon sehr lange erreicht.

Teacher Andi
2 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Die letzte Besoldungsstufe ist aber ausschlaggebend für die Pension, beim Rentner gelten auch die niedrigeren Gehälter der ersten Jahre. Natürlich werden Ausfallzeiten und Stundenreduzierungen einbezogen, wäre ja noch schöner, wenn dies keinen Ausschlag hätte.

mama51
2 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Da habe ich mich, sorry, trotz vieler Worte 🙁 iwie noch ungeschickt ausgedrückt:
Ich meinte:
Es wird immer behauptet, dass das letzte (!) Gehalt für die Pensionshöhe ausschlaggebend sei! Was aber nur für Personen gilt, die wirklich 40+ Dienstjahre ohne jegliche Reduzierung (Stundenweise, Halbe-/ Dreiviertelstelle o. ä.) hinter sich gebracht haben. Alles andere drückt die Höhe des Ruhegehalts. Erfahrungsstufe und Eingruppierung „hin oder her“!
Diese Augenwischerei wollte ich darstellen.

Beispiel (Freundin von mir).
Sie war 25 Jahre auf halber Stelle als Lehrerin tätig. Weitere 15 Jahre als Konrektorin. Trotzdem ist ihre Pension niedriger als meine (ohne Funktionsstelle und ohne höherer Eingruppierung), mit nur geringen Reduzierungen!(Stundenweise so 1 -3 Stunden, immer mal wechselnd über gefühlt 35 DJ).

Kaunas
2 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Dass Renten- und Pensionsberechnungen endlich angeglichen werden, ist richtig. Womit haben Sie diese Sonderbehandlung verdient?

Kinderflüsterer- hält gerne Stöckchen hin
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaunas

Grundgesetz, Beamtenrecht und Dienstrecht geben Auskunft.

mama51
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaunas

Och, Kaunas, ich persönlich habe für mich schon immer „das Beste“ verdient!
Und auch bekommen.
Und das gönne ich auch jedem Menschen! 🙂

Tatsächlich bin ich nicht dagegen, dass Gehälter, Renten und Pensionen iwann/bald angeglichen werden, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Bitte lesen Sie noch meine Antwort auf den Beitrag von Teacher Andi, gerade eben!

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas
Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Der Link ist nicht unbedingt überzeugend, das typische Blabla, wie man es kennt.

AlexB
2 Monate zuvor

Wenn die Bunderegierung meint, dass man damit die Attraktivität des Berufs als Lehrkraft steigert, ist sie aus meiner Sicht auf dem völlig falschen Dampfer. Ich zweifele bei einigen Punkten zudem die Verfassungsmäßigkeit an. Leider werden die Folgen erst später aufrteten, wenn keiner der chaotischen Entscheidungsträger*Innen mehr im Amt ist, sondern seine fette Pension genießt, die er/sie mit wenigen Amtsjahren erworben hat.

Nova
2 Monate zuvor
Antwortet  AlexB

In anderen Ländern, in den Lehrer nicht verbeamtet werden, gibt es auch Lehrer. Wer nur wegen dem Beamtenstatus Lehrer wird, sollte kein Lehrer werden. Es gibt auch überhaupt keinen sachlichen Grund, warum Lehrer verbeamtet werden sollten, nur weil es schon immer so war, heißt das nicht, dass es richtig ist. Andere Dinge sind viel wichtiger und zwar die Arbeitsbedingungen und die Ausstatung der Schulen und Organisation, da ist noch viel zu tun in Deutschland.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

Klar, in super „studiengeckt“ „“““bildungsgerechten““““ Ländern wie Albanien oder Kolumbien läuft das so gut, dass da die totale Gerechtigkeit ausgebro….oh, Momentchen!

Se Länd
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Dänemark, Schweiz, Österreich, Schweden, Finnland,…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Se Länd

Siehe unten.

Den Summs, den deutsche Lehrer sich gefallen lassen müssen und das Gehampel macht in diesen Ländern KEIN Lehrer mit.
(Und ja, die Bezahlung ist auch geringer „dafür“, sozusagen)

TheTeacher
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

Dass Arbeitsbedingungen, Ausstattung und Organisation der Schulen enorm wichtig sind, sehe ich genauso. Das ist für guten Unterricht wahrscheinlich sogar unmittelbarer entscheidend als die Statusfrage.

Aber daraus folgt nicht, dass es „überhaupt keinen sachlichen Grund“ für die Verbeamtung von Lehrkräften gibt. Schule ist keine normale Dienstleistung. Lehrkräfte setzen Schulpflicht um, vergeben Noten, entscheiden über Versetzungen und Abschlüsse und handeln damit in einem Bereich, der massiv in Bildungsbiografien eingreift. Deshalb kann man schon sachlich begründen, warum der Staat hier besondere Loyalität, Neutralität und Verlässlichkeit absichern will.

Natürlich wird niemand automatisch ein guter Lehrer, nur weil er verbeamtet ist. Und wer ausschließlich wegen des Beamtenstatus Lehrer wird, hat vermutlich ein falsches Berufsverständnis. Umgekehrt ist der Beamtenstatus aber auch nicht einfach ein Privileg „weil es schon immer so war“, sondern Teil eines Systems aus Pflichten, Streikverbot, Bindung an den Staat und besonderer Verantwortung.

Man kann also durchaus über Reformen sprechen. Aber die Debatte sollte nicht so tun, als gäbe es entweder gute Arbeitsbedingungen oder Verbeamtung. Eigentlich bräuchte es beides: bessere Schulen, bessere Organisation, bessere Ausstattung und zugleich eine verlässliche Absicherung eines Berufs, der für den Staat und die Gesellschaft zentral ist.

Realist
2 Monate zuvor
Antwortet  TheTeacher

Umgekehrt ist der Beamtenstatus aber auch nicht einfach ein Privileg „weil es schon immer so war“, sondern Teil eines Systems aus Pflichten, Streikverbot, Bindung an den Staat und besonderer Verantwortung.“

Ja, das wird ein Spaß!

Lehrer zu Angestellten und dann endlich eine schlagkräftige Spartengewerlschaft wie Cockpit oder GdL! Kann man sich den Namen ausleihen? Gewerkschaft der Lehrer! Passt doch! Weg mit den Witzvereinen GEW und Verdi!

Und dann zielgerichtete Streiks! Jedes Jahr! Zu den Abschlussprüfungen, zum Abitur, um die Zeugnistermine herum!

Und endlich Klassenfahrten mit Überstundenzuschlägen und im Drei-Schicht-Betrieb, d.h.mit dreimal sovielen Lehrkräften! Und voller Kostenerstattung!

Keine unbezahlte Mehrarbeit mehr! Keine Zwangsdeputatserhöhungen, weil jemand ausgefallen ist! Dann fällt der Unterricht eben auch aus? Who cares?

Sporack
2 Monate zuvor
Antwortet  TheTeacher

Wenn man den Beamtenstatus aus Pflichten, Streikverbot, Bindung an den Staat und besonderer Verantwortung heraus definiert, gibt es jedoch keinen Grund, dass die gleiche Tätigkeit von Angestellten und Beamten ausgeführt wird. (Dass es unterschiedliche Alterskassen bedarf ist auch nicht einleuchtend.) Der einzige Grund ist ein monitärer Grund.

Natürlich soll in einer demokratischen Gesellschaft darüber gestritten werden können, was für Aufgaben vom Staat durch seine Beamte und welche Aufgaben durch Privat-Personen durch allgemein wirtschaftliches Handeln in Anstellung oder in Stelbstständigkeit erbracht werden sollte.

Schotti
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

In anderen Ländern funktioniert das aber nur, weil es keinen Bildungsföderalismus gibt. Die Länder werden sich in Deutschland niemals in den nächsten Jahrzehnten darauf einigen, Lehrer einheitlich nicht mehr zu verbeamten. Bayern hat bereits angekündigt dabei nicht mitzumachen und damit hat sich das Thema eigentlich erledigt.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Schotti

In anderen Ländern machen die Lehrer (hart gesagt) IM VERGLEICH (ich sage nicht: absolut) deutlich weniger, Extremfall „nix“. Und verdienen weniger, klar. Und brauchen teils ’nen EINZELNEN Bachelor und sind berufsfähig lol, nix jahrelanges Prüfungshecheln!

Sagen Sie mal…
– ’nem Lehrer in Dubai (Mindesteinstieg 5K steuer- und abgabenfrei) er soll sich mit den Familienangelegenheiten oder der Schulabsenz seiner SuS beschäftigen
– ’nem Lehrer in Skandinavien, dass Eltern Dingen „wiedersprechen“ können und rummucken können
– ’nem Lehrer in Spanien, dass er/sie 2,3, 4 Fächer unterrichten soll
– ’nem Lehrer in den USA, dass er seitenweise vollschriftlich verfasste Prüfungen korrigieren und bei „Konflikten“ und „Impulskontrollstörungen deeskalieren und weglaufen“ soll

Es ist immer das gleiche:
Schaut man sich den konkreten, realen UnterrichtsARBEITStag von Lehrern an – hält sich das i.d.R. die Waage (Ausnahme aktuell: GB, da hauen die Lehrer aber auch ab, sobald sie was vernünftiges finden).

Premium-für-alles-verantwortlich-Vollakademikerlehrer ohne Arbeitszeitlimit, die sich von Eltern/SuS auch noch alles gefallen lassen sollen?

Das ist GENAU SO ein Unikum wie die hohe Bezahlung von Lehrern in der BRD- DAVON wird nur nie medial geredet.

Mr. Smith
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

Nehmen wir mal Spanien: vergleichen sie mal die Lehramtsausbildung dort und hier. Man kann hier keine hochqualifizierte Fachkräfte auf der einen Seite wollen, die viele Jahre studieren, auf der anderen Seite aber unattraktiv sein. Die Leute, die was taugen, werden dann in der freien Wirtschaft oder auf Privatschulen sein. Am Ende wird es wie in Amerika sein: diejenigen die Geld haben, bekommen eine gute Ausbildung, die anderen sind auf öffentlichen Schulen, deren Abschluss mir belächelt wird

EmpireDiablo
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

„Andere Dinge sind viel wichtiger und zwar die Arbeitsbedingungen und die Ausstatung der Schulen und Organisation, da ist noch viel zu tun in Deutschland.“

Da bist du auf einer heißen Spur! Ist ja nicht so, als würden immer alle über Arbeitsbedigungen reden.
Die Verbeamtung ist nur noch ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer/Kompromiss, um sich trotz allem für den Lehrberuf zu entscheiden. Fällt sie weg, gibt es noch einen Grund weniger.

Maximilian Meier
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

Ach komm, wenn ich den Unsinn schon höre. Es grenzt am Lügen, wenn man so etwas behauptet.

Machen Sie sich einfach mal schlau, was ein Lehrer in der Schweiz verdient!
Selbst in den USA ist das Gehalt nicht so schlecht, wie man hier kolportiert und liegt sogar über dem deutschen Beamtengehalt (und zwar ohne Extrarunde eines Referendariats), bis auf Ausnahmen (z.B. Arizona), die niemanden finden.

Macht mal so weiter! Deutschland ist inzwischen sowieso schon ein Auswandererland (für Fachkräfte).

TaMu
2 Monate zuvor

Was mir bei den Überlegungen zur längeren Lebensarbeitszeit abhängig von der Lebenserwartung fehlt, ist eine fundierte Erhebung über die tatsächliche körperliche, geistige und seelische Gesundheit von Menschen über 60 Jahren und ihre Auswirkung auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass trotz gestiegener Lebenserwartung die an die berufliche Leistungsfähigkeit gekoppelte Gesundheit nicht gleich ansteigend ist.
Viele Menschen leben aufgrund ärztlicher Kunst, vielseitiger Medikamente und Hilfsmittel sowie guten Lebensbedingungen in Deutschland allgemein immer länger, sind aber nicht länger leistungsfähig. Sie sind genauso rasch ermüdet, kognitiv von Neuem überfordert und von verschiedenen Leiden und Schmerzen geplagt wie früher auch. Das wird sich vermutlich in den nächsten beiden Jahrzehnten nicht gravierend ändern.
Diese Überlegungen sind nicht entwicklungsgerecht. Der menschliche Körper und Geist nimmt an Stärke zu und wieder ab. Ab 60 Jahren spüren das mehr oder weniger alle Menschen. Das darf auch sein, es ist natürlich. Die Überlegung, diese Menschen länger arbeiten zu lassen, obwohl sie sich körperlich und geistig in einer abbauenden Entwicklung befinden, ist meiner Meinung nach absurd.
Ich empfinde es auch als unehrlich, die daraus resultierende Rentenkürzung durch frühere Rente mit Abschlägen auch so zu benennen.

Teacher Andi
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Zu solch komplexen Denkvorgängen reicht es bei unserer Regierung nicht, oder eher, sie werden bewusst ignoriert.

Möhrchen
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Vielen Dank für diesen Kommentar, der meiner Meinung nach einen wichtigen Punkt in der Rentendebatte anspricht. Ich zum Beispiel hätte nichts dagegen, länger zu arbeiten, jedoch bringt mich eine Arbeitswoche jetzt in meinen Dreißigern schon manchmal an meine Grenzen. Mit über sechzig möchte ich mir das gar nicht vorstellen. Und vielen, auch in anderen Berufen, geht es sicher ähnlich. Warum findet das Thema „Alterteilzeit“ so wenig Eingang in die Diskussionen? Ließe sich diese nicht ausbauen? Ab 60nur noch 2/3, ab 65 vielleicht sogar nur die Hälfte? (Oder ähnliche Vorschläge, kommt jetzt nicht auf Details an.) Für alle Berufe?

TaMu
2 Monate zuvor
Antwortet  Möhrchen

Danke!
Altersteilzeit wäre tatsächlich eine Überlegung wert, so dass entsprechende Erholungszeiten fest eingeplant wären.

Alex
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Die ATZ-Regeln werden doch schon gerade reichlich zusammengestrichen.

Teacher Andi
2 Monate zuvor
Antwortet  Möhrchen

Aber wenn schon Altersteilzeit, dann die sinnvolle, nämlich sukzessive Arbeitsreduzierung, und nicht wie es in der Vergangenheit praktiziert wurde, dass man Vollgas arbeitet bis zum Zeitpunkt der Altersteilzeit, um dann 3 bis 5 Jahre eher in Rente zu gehen. Das ist nicht der Sinn der Altersteilzeit.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Es waren aber die AG, die Block-ATZ bevorzugt haben. Schichtmodelle ließen sich damit nämlich leichter organisieren.

Alese20
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Sie haben ja recht, aber es gibt nicht genug Geld, um alle bis zum späteren Lebensende zu bezahlen… und, sollen jetzt am besten wieder alle früher sterben?

Vermutlich ginge sowas wie ab Alter x nur noch 25 Std/Woche.

TaMu
2 Monate zuvor
Antwortet  Alese20

Deshalb wäre mir Ehrlichkeit wichtig: wer es nicht schafft bis 67, 68, 69, 70 zu arbeiten, muss mit weniger Rente auskommen. Diese fest eingerechnete faktische Rentenkürzung und das dadurch entstehende hohe Einsparpotential sollte auch von der Regierung klar ausgesprochen werden. Sie könnten es sich sogar auf ihre Fahnen schreiben: wir sind die Einsparparteien! Wir sparen bei denen, die früh so krank und schwach sind, dass sie nicht mehr arbeiten können! Wir belohnen die Gesunden und die Fitten! Arbeit muss sich wieder lohnen!
Und dann noch ein Rechenbeispiel in eingesparten Euro von einer Altenpflegerin, die mit 63 Jahren wegen Rücken- und Knieproblemen in Rente gehen möchte und die dadurch 7 Jahre verliert… ich meine, wodurch bei ihr und ihresgleichen jährlich xxx Euro eingespart werden können! Immerhin hoffen einige Verantwortliche dadurch auf Wählerstimmen.

Alese20
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Aber mit Ehrlichkeit kommt man in der Politiknicht weiter. Der gemeine Wähler will anglogen werden. Die Ehrlichen werden abgewählt – Fragen Sie mal Habeck.

Ich will auch mehr Ehrlichkeit, dann kann man sich darauf einstellen und weiß, was man wählt. Bei mir zieht das. Aber bei leider sehr vielen nicht oder wie erklären Sie sich, dass nun Merz & Co. regieren.

TaMu
2 Monate zuvor
Antwortet  Alese20

Geht mir in jedem Satz genauso wie Ihnen.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Alese20

Es gibt genug Geld für alles.
Einfach mal googeln.

Die Frage ist, wofür es ***ausgegeben*** wird.

Paradebeispiel: „Kommunen ach so pleite!“
Na, für klimatisiertes Rathaus, Stadtratsitzungen mit Schnittchen & Klima sowie willkürliche (=nicht durch Rechtsansprüche erzwungene) Umbaumassnahmen für über 120K im Fensterbereich des Leistungsempfänger-Wartesaals (für irreguläre, bodentiefe Fenster in Sonderanfertigung) war z.B. in unserer Kommune komischerweise bis heute immer genug Geld da.

800 Milliarden mit abgewähltem BT aus dem Boden stampfen? Auch kein Problem.

blau
2 Monate zuvor
Antwortet  447

kA in welcher Stadt du lebst, aber in meiner gibt es nichts davon

447
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Einfach mal umschauen im öffentlichen Raum…was da wo für welche Irrenbeträge gemacht wird.

Wir sind auch keine Millionärs-Gemeinde, btw.

Stiller Beobachter
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Wenn die Menschen länger leben, aber nicht länger „leistungsfähig“ sind, die Rentenbeiträge nicht steigen dürfen und die Renten aber bitte auch nicht sinken, dann gehen uns irgendwann die Möglichkeiten aus.

Sehr polemisch bleibt uns dann auch irgendwie nur noch die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe oder eine verpflichtende Anzahl an Kindern (mehr als jetzt jedenfalls..)

Der Einbruch der Leistungsfähigkeit ab 60 in meinem Umfeld ist jedenfalls reines Resultat ungesunder Lebensführung – von wirklich wenigen Ausnahmen mal abgesehen..

447
1 Monat zuvor

Muss ich mal den älteren Handwerkernachbarn erzählen – ach was, 60 kein Problem, alles „Einbildung“ oder „selber schuld“… 😉

Nur mal so als Tipp:
Wenn man in einer Gesellschaft leben soll/will, wo mit echtem (=Vollgas-Arbeiten) einfach NIE Schluss ist (oder wenn, dann ca. 5 Jahre bevor man eh nix mehr geniessen kann von den erarbeiteten Früchten) – wieso zum Henker sollte man das dann in einem Hochsteuer-Maximalkosten-Allesverbotenundzutodereglementiertwasspaßmacht-Land wie der BRD tun?

Dann kann man auch gleich in *echte* Hochlohnländer gehen, wo netto saftig was übrig bleibt.

blau
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Ganz genau: es ist einfach Rentenkürzung durch die Hintertür. So durchschaubar.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Darf ich einen Punkt ergänzen? Trotz „Ganztagesbetreuung“ und „verlässlichen Schulen“ brauchen Familien besonders mit jungen Kindern die Großeltern. Beide Elternteile sollen am Besten voll arbeiten, Krankentage für Kinder werden finanziell bestraft und sind bei mehreren Kindern faktisch zu wenig. Also müssen Großeltern ran. Wenn diese jetzt 2 Jahre später erst freie Zeit dafür zur Verfügung haben, wird es immer enger mit dem Nachwuchs und immer später werden – jeweils im Schnitt. Damit wird das Problem noch größer, es entsteht ein Teufelskreis.

Uwe
2 Monate zuvor

Unverschämt und völlig entkoppelt von der Wirtschaft:
Keine Arbeitszeiterfassung
kein Geld
viel späterer Ruhestand als andere aktuell, bei den Autos aktuell noch bei 62!
viel mehr Arbeit
höhere Belastung
keine benefits!

Meiomei
2 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Davon wären insbesondere Beschäftigte betroffen, die erst gegen Ende ihrer Laufbahn höherwertige Funktionen übernehmen. Für Lehrkräfte könnte dies etwa Schulleitungen oder andere Beförderungsämter betreffen, deren bisherige Besoldungssteigerungen bislang vergleichsweise stark auf die spätere Pension wirken.

Und aktuell darfst du erst einmal in deinem Beförderungsamt eine zeitlang für den alten Lohn arbeiten, bis die tw. 9 jährige Wartezeit vorbei ist.

Mir
2 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Ist „entkoppelt von der Wirtschaft“ nicht genau das, was das Beamtentum ausmacht?
Sonst bräuchte es das doch nicht. Und alle sind glücklich mit ihren Arbeitsverträgen…

Ronja
2 Monate zuvor
Antwortet  Mir

ach fassel nicht Mir, die Unattraktivität ist spürbar

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Mir

Arbeitsverträge und Beamtentum in einem Post deutet nicht auf ausgeprägten Kenntnisstand hin.

Mir
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Ähm. Ja. Uwe wollte das übereinanderbringen. Oder nicht. Vermutlich ist Uwe Beamter und beißt sich gerade an einer Günstigerrechnung die Zähne aus.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Mir

Richtig.

Diese fatale Fehlentscheidung wird sich noch rächen.

Marlene Schneider
2 Monate zuvor

Wer einfach nur ehrlich ist, gibt zu, dass die Veränderungen bei den Beamten gerecht und richtig sind. Jede, aber wirklich jede einzelne Maßnahme kann hinterfragt werden, deshalb muss das Paket als Ganzes verabschiedet werden.

447
2 Monate zuvor

Nein, ist sie nicht.

So, wie Beamte in Boomzeiten NICHT mitverdienen und das völlig ok ist (sondern bestenfalls belächelt werden) sollten sie in schlechten Zeiten von der Sicherheit profitieren.

Persönlich werde ich meine BU nochmal dreister aufstocken (Stichwort „arbeiten bis 5 Minuten vor Sarg“), falls ich bis zur Pension dabeibleibe und mich angesichts dieser Unverschämtheit(en) auf einen Berufswechsel nicht mehr nur abstrakt mit „bissl lesen und recherchieren“, sondern sehr konkret vorbereiten.

Glücklicherweise habe ich eine schöne Nische gefunden, „hoheitlich“ ist sie sogar auch noch – wobei das natürlich angesichts der frechen geplanten Pensionsabzocke nicht der Punkt ist.

Die weitgehende bis fast 100% home office, streng geregelte Arbeitszeit und große Justiznähe bei gleichzeitig null „Kundenkontakt“ (bzw. keine Rummuckereichancen, weil man da in klarer Position ist) – das SIND entscheidende Punkte.

Und nein, ich sag nicht was es ist.

blau
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Wer eine BU hat und daher wohl 0% Risikozuschlag bei der PKV, dem geht es doch relativ gut auch mit etwas weniger Pension. Außer im Falle einer Frau mit Kindern und Teilzeit und dann nochmal Teilzeit um Eltern zu pflegen

447
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Ist nicht der Punkt.

Nova
2 Monate zuvor

In Deutschland möchte jeder seine Privilegien behalten, besonders die Beamten. Gerechter wäre es, wenn keiner sich dem Solidarprinzip entziehen könnte. Je mehr man verdient, desto mehr legale Möglichkeiten hat man. Ein normaler Arbeiter/Angestellter mit 4.000 € brutto hat keine Wahlmöglichkeit. Ist das gerecht, nur weil man weniger verdient? Warum gelten nicht die gleichen Spielregeln für alle? Andere Länder zeigen, dass es anders gehen kann.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

In welcher Traumwelt leben Sie?

Jeder Handwerker mit echtem Gewerk kann Ihnen beim Feierabendbier vorrechnen, wie 4K NETTO zustande kommen – und bei der (häufig harten und belastenden) Arbeit kann zumindest ich mich nicht dazu hinreissen lassen, das moralisch zu verurteilen, bei den zahlreichen „Mitessern“, Zwangsmitgliedschaften, Besteuerungsorgien usw. usf.

Beamte haben (oder bald: hatten) durch diverse Einschränkungen völlig legal und transparent erworbene Vorteile. „Privilegien“, also ohne Gegenwert erworbene Boni, sind was anderes.

Sporack
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Den TVL mit einem mehr oder weniger frei ausgehandelten Individual Einkommen im Handwerk zu vergleichen – hinkt – wie schon der TVL an sich hinkt und bei genauerer Betrachtung sogar zumindest für Teilzeitbeschäftigte mit Mehr- und Überstunden rechtswidrig ist… (Verstoß gegen das Gleichbehandlunkskonzept im TzBfG.)
Vor gar nicht allzulanger Zeit hat das BAG einen Tarifvertrag diesbezüglich bescheinigt, dass Teilzeitbeschäftigte aber der ersten Überschreitung der individuellen arbeitsvertraglich abzuleistenden Zeiten einen passenden Überstundenausgleich erhalten müssen – und nicht erst nach erreichen der Vollzeitgrenze.
Aber nein der ADL (Arbeitgeberverband der Länder) „prüft“ welche Konsequenzen das Urteil im Bereich des TVL haben könnte … Da möchte wahrscheinlich jemand Steuergelder einfach nicht ausgeben.

Das BAG hat in seinen Urteilen vom 5. 12. 2024 – 8 AZR 370/20 sowie 26. 11. 2025 – 5 AZR 118/23 entschieden,
dass tarifliche Regelungen, die Mehr- oder Überstundenzuschläge unabhängig von der individuell geschuldeten
Arbeitszeit erst ab dem Überschreiten der regelmäßigen Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten gewähren,
Teilzeitbeschäftigte wegen ihrer Teilzeitarbeit diskriminieren und bei europarechtskonformer Auslegung gegen
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) verstoßen. 

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Zum wiederholten mal:

Unter spezifisch deutschen Bedingungen (extrem hohe Anforderungen bis in die Darmkontrolle beim Amtsarzt hinein, Kbebelrecht und und) und Allround-Pflichten plus Prügelknabenfunktion ist das Konstrukt, Lehrer NICHT zu verbeamten eine Unverschämtheit.

Ich würde zu TVL sofort kündigen.

MadMax
2 Monate zuvor
Antwortet  Nova

Stecken Sie sich ihr Solidarprinzip hin, wo die Sonne nicht scheint!

blau
2 Monate zuvor

Es ist nur gerecht, wenn man dann auch allen Beamten erlaubt sofort in die GKV zu wechseln. Wie sonst soll man als Mutter mit einigen Kindern und dadurch Teilzeit im Alter bitte die PKV bezahlen?

Friedi
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Hier ist GAR NICHTS „gerecht“!
Lächerlich, wenn Beamte von „Gerechtigkeit“ im Vergleich zu Angestellten sprechen.
Wenn AN „Vorteile“ haben, dann ist das UUUUUNGERECHT. Wenn Beamte Privilegien haben, dann ist das so und nicht vergleichbar und überhaupt dürfen Beamte ja nicht mal streiken.

Sim Si
2 Monate zuvor

Das muss man etwas differenzierter betrachten. Natürlich kann man prinzpiell sagen, das kann man verstehen und kann auch so gemacht werden. Aber das muss man schon genau durchrechnen. Denn es gab in den letzten Jahrzehnten tatsächlich Kürzungen bei Beamtengehältern (Stichwort:Eckmannvergleich), um für die Pensionen vorzusorgen. Lehrer verdienen deutlich weniger als Menschen mit vergleichbarer Ausbildung in der freien Wirtschaft – und die Schulleiter gleich dreimal! Meine Schwester hat als Teamleitung bei einem Modekonzern 1500 € netto mehr verdient als ich als Schulleiterin einer Grundschule. Das sind alles Dinge, die man dann mit bedenken muss. Kann man dann einfach achselzuckend da kürzen oder muss man dieses Geld vom Eckmannvergleich in irgendeiner Form zurückzahlen, wenn man einfach Pensionen von Bestandsbeamten gekürzt? Und vor allem, ab wann kürzt man das? Was ist mit den Leuten, die jetzt schon Ü 50 sind und ja nicht mehr so viel Zeit haben, mehr in Altersvorsorge zu stecken. Eine saubere Lösung wäre zu sagen, man verbeamtet nicht mehr neu, aber bei den Bestandsbeamten?

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Man muss aber auch bedenken, dass der Brutto Vergleich nicht relevant ist, denn immer wieder werden fehlende Sozialabgaben und Zulagen bei den Beamten geflissentlich unter den Teppich gekehrt. So ist keine ernsthafte Diskussion möglich.

Lera
2 Monate zuvor

Ein junger Mann entscheidet sich, auf Lehramt zu studieren.

Ein wesentlicher Grund hierfür ist für ihn die bessere Altersvorsorge.

Er studiert 5 Jahre, macht 2 Jahre Ref und arbeitet dann 10 Jahre als Lehrer.

Da kommt plötzlich Bärbel B. um die Ecke. Sie sagt dem mittlerweile nicht mehr jungen Mann:

Vielen Dank, dass Sie Lehrer geworden sind. Übrigens werden wir die Regeln ändern. Sie haben beim Erreichen der Regelaltersgrenze (mit dann 68) keinen nennenswerten Vorteil mehr gegenüber der gesetzlichen Rente. Dafür haben Sie doch sicher Verständnis.

Und der mittelalte Mann so: Äh, aber das war doch einer der Hauptgründe für mich, das überhaupt zu machen! Sie machen rückwirkend aus meiner richtigen Lebensentscheidung eine falsche! Sie können doch nicht in der 60. Minute sagen: „So, die bislang geschossenen Tore zählen nur noch zur Hälfte und künftige nur, wenn sie mit dem linken Fuß geschossen werden.“

Darauf Duisburg-Bärbel: Das ist aber sehr unsolidarisch! Alle müssen jetzt Opfer bringen.

Darauf der mittelalte Mann: „Ja, vor allem meine Schüler, denn wissen Sie was: Dann nehm ich halt die Mindestpension und kuriere bis dahin meine Depressionen. Wozu soll ich mich noch 30 Jahre länger zum Deppen machen und meine Gesundheit ruinieren?“

Bärbel winkt ab: Dat interessiert im Pott keinen, Hauptsache wir haben dem wütenden Volk einen Knochen hingeworfen.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Klagen nützt nix, privat vorsorgen, (noch) mehr Geld horten.

Sich über Alternativen schlau machen, Exitpläne konkret recherchieren.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Ich glaube, ich habe doch Long Covid. Plötzlich gar keine Energie mehr… 😉

Teacher Andi
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Genau so geht’s im Beamtentum, wird vielfach ausgenutzt. Gibt ja noch volle Bezüge …

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Mag sein.

Wo sind die Vorgesetzten (die richtigen, SL sind das nicht wie Sie als insider wissen), die das unterbinden?

Ab Besoldung „B“ darf gerne Initiative erwartet werden – amtsärztliche Vorstellung z.B.

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Ich glaube, ich habe doch Long Covid.“

Nein, da kann ich Sie beruhigen – mit Long Covid hätten Sie die meiste Zeit nicht mal mehr die Energie, in diesem Forum zu posten. Aber wenn Ihnen das ach so attraktiv erscheint, verglichen mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Dienstpflichten…

MadMax
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Klagen nützt nix, privat vorsorgen, (noch) mehr Geld horten.“

Halbwahr. Mehr Geld horten heißt erst mal nur, dass sie die Gefahr erhöhen, dass der Staat es ihnen wegnehmen will. Sie müssen ganzheitlicher denken!

Ich habe bereits meine Exit-Strategie aus Deutschland bereits geplant.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  MadMax

Das ist klar.
Von CRS und Co. müssen wir in diesem Forum nicht anfangen…

Katabaster
2 Monate zuvor

„Zudem soll das Niveau der Beamtenpensionen schrittweise stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente angeglichen werden. Die Kommission zielt damit auf eine Verringerung der Unterschiede zwischen Renten und Pensionen.“

Das ist dringend erforderlich!!!!

Alex
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Würden die Vorschläge umgesetzt, gebe es eine „sehr gute belegbare Perspektive“, dass man absehbar auf ein Rentenniveau von 70 Prozent des in den letzten Jahren verdienten Gehalts komme, so Weise. Er bezog dies auf die spätere Höhe der Netto-Rente gemessen am Netto-Arbeitseinkommen in den Jahren vor dem Renteneintritt.“ Ja, eine Angleichung der Pensionen ist dann dringend erforderlich, da sind es nämlich max. 71%, die noch versteuert werden, also nix netto.
https://www.tagesschau.de/inland/rentenreform-merz-bas-100.html

Walhai
2 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Bis die, die das dann haben, in Rente gehen, vergehen noch einmal 50 Jahre.

Namina
1 Monat zuvor
Antwortet  Walhai

Richtig. Genau so kann man es hier lesen:
In 20 Jahren, denn das würde ja nun erst beginnen, hätten die Betroffenen 150 Euro mehr; in 45 Jahren wären es 700 Euro mehr. Das müsste man nun erst mal abwarten, wenn die Reform beschlossen wird, bis man in den Genuss kommt.
„https://www.deutschlandfunk.de/merz-will-alle-vorschlaege-zur-rente-umsetzen-schwesig-fordert-debatte-100.html“

Chris
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Die kommission sagt aber auch, dass das Netto-Rentenniveau auf 70% des letzten Netto-Einkommens angehoben werden soll. Also ich sehe da jetzt keinen großen Unterschied mehr zwischen 70% Rente und 71,75% Pension.

Walhai
2 Monate zuvor
Antwortet  Chris

Sie meinen 2090 dann?

mama51
2 Monate zuvor
Antwortet  Chris

Netto-Rentenniveau auf 70%

AUFPASSEN: Pension = 71,75% = Brutto

Egal, wann das sein könnte!

Namina
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

AUFPASSEN:

„Kommissionsmitglied Tabea Bucher-Koenen sagte dem Magazin „Der Spiegel“, der sogenannte Eckrentner könnte im Mittel nach 20 Jahren Ansparzeitraum in der Kapitalrente auf 150 Euro mehr Rente monatlich kommen. Nach 45 Jahren wären es 770 Euro mehr, erklärte die Wirtschaftswissenschaftlerin.“
https://www.deutschlandfunk.de/merz-will-alle-vorschlaege-zur-rente-umsetzen-schwesig-fordert-debatte-100.html

blau
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Soso. Dabei zahlen wir voll Steuern auf Pension. Haben keine Betriebsrente und dazu zählen wir noch die PKV, die im Alter massiv steigt

Hano Nym
2 Monate zuvor
Antwortet  Katabaster

Klar, wenn Beamte Gratifikation, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld erhalten und bitte auch Streikrecht, freie Arbeitsplatzwahl, flexible Arbeits- und Urlaubszeiten und problemlose Wechsel in die Wirtschaft ohne Pensionsansprüche zu verlieren

Nieter Duhr
2 Monate zuvor

Krass. Nach voriger Ausbildung in dem Bereich bin ich nun im vierten Semester Gesundheit/Pflege und Biologie Ziel Berufskollegs. Insgesamt wären das dann zehn Jahre Ausbildung (Ausbildung, Studium, Ref) für einen Start bei 2.9k, keine grosse weitere Progression, Boni oder irgendwas. Muss sagen die Verbeamtung war ein sehr wichtiger Faktor in der Abwägung Aufwand/Nutzen als ich mich für diesen Weg entschieden habe. Jetzt fehlten mir natürlich durch die lange Ausbildung auch einige Beitragsjahre, die ich von dem vergleichsweise schmalen Gehalt selbst kompensieren müsste. Diese Rechnung geht doch bei den Arbeitsbedingungen überhaupt nicht auf. Wer wird denn das noch machen und überhaupt studieren wollen? Mein Wohngeld wird auch gekürzt und Minijobs stehen ebenfalls auf dem Prüfstand, ich bin echt deprimiert… Was wäre euer Rat? Abbrechen/Durchziehen und in die Schweiz gehen? Gute Noten und Englisch als zusätzliches Fach hätte ich auch anzubieten. Auch hätte ich die Möglichkeit Medizin zu studieren, aber ich sehe mich eigentlich eher als Lehrer. Aber so?

Götz
2 Monate zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Gehen Sie in die Schweiz, wenn irgend möglich. Das ist mein Rat.

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Obwohl es mir in der Seele wehtut – denn Sie würden ja eigentlich hier gebraucht:

Schweiz.

Begründung: Garantiert kein Paradies und kein Zuckerschlecken, jedoch die Möglichkeit, die ja tatsächlich langwierige Ausbildungsphase ökonomisch noch zu nutzen. Bitte prüfen Sie Lebenshaltungskosten und Bedingungen genau – und gegebenenfalls die Möglichkeit, in der Schweiz nur zu arbeiten und in D wohnen zu bleiben.

Cora
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Kenne 4 junge Männer (inklusive Sohn), die gerade mit Lehramtstudium anfangen. Die sind nicht naiv, die verfolgen die Entwicklung sehr genau und alle 4 sehen ihre Arbeitsstätte später nicht unbedingt in Deutschland. Großeltern wohnen an der Grenze zur Schweiz – Studium im Konstanz und schon mal gut Vorfühlen und möglichst Kontakte in die Schweiz aufbauen… Verwandtschaft in Belgien/Luxemburg/Irland, entsprechende Sprachkenntnisse perfektionieren und gut auschecken, wie die Aussichten hier wie dort bis in ein paar Jahren aussehen. Alle wissen bereits Bescheid über die Anerkennungsprozesse des Studiums im jeweils anderen Land. Die rechnen nicht damit, dass Verbeamtung, Beihilfe oder Pension hier noch irgendwelche Benefits sein werden, wenn sie mit dem Studium fertig sind, gehen aber davon aus, dass sich mangelnder Arbeitsschutz, unsanierte Gebäude, Noteninflation, Inklusion usw. bis dahin auch nicht verbessern werden… Die gehen ohne Illusionen rein, aber möchten ihre MINTfächer trotzdem auf Lehramt studieren, weil ihnen das Lehren Spaß macht (alle haben Vorerfahrungen als Jugendleiter, aus dem FSJ, durch Nebenjobs in dem Bereich o.ä.). Dann eben später vielleicht nicht in Deutschland, sondern dort, wo sie sich für ihren Einsatz am besten ausgestattet, bezahlt und wertgeschätzt fühlen. Kann man ihnen nicht verübeln, finde ich…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Cora

Richtig so.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Schweiz oder weiter, steuerlichen Wohnsitz mitverlagern.
Lange vorher klein & glaubwürdig alles leerräumen.

Sporack
2 Monate zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Duales Studium = Ausbildung mit Studium
oder Vollzeit Ausbildung und „Lanzeit Studium“ …

MadMax
2 Monate zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

In die Schweiz gehen…

„Gehalt nach Schulstufe (Brutto/Jahr)

  • Primarstufe: ca. 75.000 – 115.000 CHF
  • Sekundarstufe I (Oberstufe): ca. 90.000 – 130.000 CHF
  • Gymnasium (Sekundarstufe II): ca. 100.000 – 145.000 CHF 

Gehalt nach Erfahrung (Brutto/Jahr)

  • Berufseinstieg (1–3 Jahre): 78.000 – 92.000 CHF
  • 5–10 Dienstjahre: 88.000 – 108.000 CHF
  • 15–20 Dienstjahre: 100.000 – 125.000 CHF
  • Maximalstufe (25+ Jahre): 115.000 – 145.000 CHF“

Das verdienen Sie nicht einmal annähernd, wenn Sie in Deutschland verbeamtet werden würden.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  MadMax

Aus der Schweizer Perspektive sind wir sicher ein Niedriglohnland. Aber Achtung: Höhere Löhne, höhere Abgaben, höhere Lebenshaltungskosten – und eine funktionierende Infrastruktur, z.B. im öffentlichen Nahverkehr/ dem Bahnnetz.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Man hat trozdem netto viel mehr übrig.

„Schlecht“ an der Schweiz ist nur, dass man halt (extrem verkürzt gesagt) nicht die soziale Hängematte hat wie in der BRD, nicht mal ansatzweise.
Selbst bei z.B. „großen“ Erkrankungen muss man relativ schnell wieder aufstehen und weitermachen.

Nur ist die Sache die:
Als normaler AN (egal ob in Wirtschaft, ÖD oder als Beamter/Richter/Soldat) wird man von den Sturzbächen an Geld, die man aus „sozialen“,“solidarischen“ Gründen abgeben muss eh NIEMALS auch nur einen feuchten Eurocent sehen!
Fristen hier, Grenzbeträge da, Bedarfsgemeinschaften dort – das System ist sehr fein exakt so austariert, dass ein normaler Bürger auch z.B. in schwierigen Übergangsphasen (Jobwechsel, Wechsel von/in Selbstständigkeit rein oder raus usw.) garantiert nix rausbekommt oder (bei an sich berechtigten, temporären Ansprüchen) durch eine Nachweis- und Formularflut so dermassen drangsaliert wird, dass kaum jemand es nutzt bzw. Beträge erst Monate später eintreffen.

Mutti
2 Monate zuvor

Tschuldigung, dann gehen Sie in die freie Wirtschaft:

– Größe Teile der Jobs, auch als Akademiker unter A13 vergütet
– 24 bis 30 Tage Urlaub
– Überstunden auch nicht vergütet (da muss man Glück haben)
– nur 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
– Homeoffice nicht bei Edeka an der Kasse
– Heiße Arbeitsplätze: Gehen sie mal an den Bau
– Sich beschimpfen und attackieren lassen: Erlen Mitarbeitende im Sozialamt und der Notaufnahme jeden Tag
– Weggekürzte Stelle wenn du nach nicht mal 1 Jahr Elternteit zurückkommst
– schlechte Krankenkasse
– Miese Rente

Götz
2 Monate zuvor
Antwortet  Mutti

Also, die Bekannten, die ich bei Lufthansa und Siemens habe, erzählen andere Geschichten. Es gibt halt solche und solche und die Lehrerschaft liegt irgendwo in der Mitte (würde aber von nicht wenigen gerne im Staub gesehen).

Thomas
2 Monate zuvor
Antwortet  Götz

Quatsch Muttchen, du bringst alles zusammen. Ein Kassenjob ist schon noch anders als ein Professorenjob im Homeoffice.
Gehen wir nur mal auf die tariflichen Verträge der ÖRR ein, 36 Stunden Woche, Homeoffice, Gleitzeit, Flexurlaub, Bildungsurlaub, 7 Wochen generell. Zuschläge, 13. Gehalt, Zuzahlung zum Jobticket, Privatrente, Vergünstigtes Mittagessen.
Und die Lufthansa ist da noch dreimal so gut 😀 😀

mama51
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

Wir siezen uns! Und „Muttchen“ als Anrede… na, ich weiß nicht! 🙁

Götz
2 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Wieso eignen Sie sich meine Post an? Der Adressat bin doch ich und ich habe nichts gegen „Muttchen“ als Anrede.

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Bilden Sie sich auf Ihre Flegelei ruhig was ein – wenns bloß nicht auf Schüler innen abfärbt – Sie Vorbild.

MadMax
2 Monate zuvor
Antwortet  Thomas

Sollen diese verdammten Lehrer doch froh sein, dass sie keine Essenkarten als Gehalt bekommen! Die haben doch einen sicheren Job… *IronieAus*

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Mutti

Pkt A: Bei Berufseinstieg, nicht aber im Laufe des Beruflebens. Da auch Bachelor einen akademischen Abschluss haben, lassen sich nicht alle Gehälter miteinander vergleichen.
Pkt B: gleiche Anzahl an Urlaubstagen wie verbeamtete und angestellte Lehrkräfte.
Pkt C: Tagesveranstaltungen, Abendveranstaltungen, Konferenzen, Fortbildungen, Tag der offenen Tür zumeist am Samstag, Wanderfahrten etc. sind ohne Überstundenvergütung
Pkt D: akademischen Kassierer, ach so
Pkt E: Beschimpfungen – analog und virtuell – natürlich nicht bei Lehrkräften
Pkt F: Stellenstreichung – fragen Sie einmal Vertretungslehrkräfte
Pkt G: Krankenkasse, dasselbe bei angestellten Lehrkräften. Btw die Leistungen der Beihilfe sind tlw. schlechter als die von Ersstzkassen
Pkt H: sieht bei angestellten Lehrkräften nicht anders aus.

25% aller Lehrkräfte an staatlichen Schulen sind Angestellte.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Mutti

Wenn SIE beim Rollenwechsel in die Rolle des Arbeitnehmers (also: beim Betreten ihrer Firma) jedes Wissen um das FREIWILLIG VON IHNEN SELBST GEWÄHLTE Erwerbsmodell (nämlich: Freie Wirtschaft=Kapitalismus=dog eats dog world) hinter sich lassen, weil sie zu ängstlich und kobfliktscheu sind, sich Überstunden bezahlen zu lassen – sorry, wieso muss Ihnen das eigentlich ein (jetzt:) Beamter erklären?

Sind Sie da irgendwie stolz drauf oder so?
Ich verstehe es nicht.

EmpireDiablo
2 Monate zuvor
Antwortet  Mutti

Klingt super! Ich bin in der Wirtschaft:

  • Unbegrenzt Urlaubstage
  • Homeoffice
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Höherer Verdienst als Lehrkräfte
  • Nachmittags Feierabend
  • Nettes Team
MadMax
2 Monate zuvor
Antwortet  Mutti

Sie sollten nicht von sich auf andere schließen! Es gibt nicht nur Menschen, wie Sie, die alles mit sich machen lassen (sogar entgegen der Gesetzgebung)…

PS: Viele, von dem Sie schreiben, erleben die Lehrer, aber der Beamtenstatus „entschädigt“ dafür.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  MadMax

Genau der letzte Satz trifft es.

Mutti
1 Monat zuvor
Antwortet  MadMax

Dann jammern Sie auch nicht und lassen nicht alles mit sich machen! Ihre Antworten hier sind ein Schlag ins Gesicht für viele Menschen, die sich weit unter Ihrem Gehalt und Arbeitsbedingungen jeden Tag den Arsch aufreißen. Sagen Sie das auch Ihren Schülern!? „Bist du doof! Machst ne Ausbildung als MTA, Busfahrer etc und lässt den Scheiß mit dir machen!“

Hab noch nie gehört, dass man sich so bemitleiden kann. Arme Lehrer! Wissen Sie, ich bin alleinerziehend mit 2 Kindern. Ich war arbeitslos. Ich habe in die Pflegebrache umgeschult und während Corona an vorderster Front gearbeitet. Ich arbeite nachts. Meine Rente wird besch… sein. Aber ich liebe meine Aufgabe. Nicht immer die Umstände. Und jetzt bin ich zu doof, weil ich mir den falschen Job ausgesucht habe? Und höre mir so was an! Nicht überall ist Lufthansa und Teamleiterposten und Homeoffice.

Wenn ich morgen meinen Azubis auf Station begegne werde ich ihnen bei der Affenhitze besonders anerkennende Worte zukommen lassen. Ihr seid nicht doof, ihr tut das, was ihr gern macht oder wenn es nur das ist, was die Miete zahlt. Ich bin stolz auf euch.

P.S. Ich lese hier mit weil mir die Bildung meiner Kinder am Herzen liegt. Nicht um Lehrer zu beleidigen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutti

Aha, ganz viel Emotion, private Lebensentscheidungen versemmelt („alleinerziehend“, „arbeitslos“), finanziell unter Druck und zu schwach sich dagegen zu wehren (Thema „unbezahlte Überstunden“), andere Menschen noch in der Co-Abhängigkeit noch bestärken…ABER die Beamten, da konzentriert sich dann all die Emotion wie im Brennglas: „Die haben ja X!!! Nehmt Ihnen X+1 weg!!!1!!11“

Sie repräsentieren die Menschen perfekt, die die Grundlage des März-Bas’schen Machtkalküls bilden.

Kaunas
2 Monate zuvor

Will die Regierung nicht den letzten Rest ihres Ansehens verlieren, setzt sie das Rentenreformpaket genau so um, wie es nun vorliegt. Natürlich sind alle sauer, die etwas verlieren oder abgeben müssen oder deren Privilegien begrenzt werden sollen. Das ist doch nicht anders zu erwarten. Aber einzelne Maßnahmen infrage zu stellen, öffnet die Büchse der Pandora, dann kann und wird man alle Maßnahmen infrage stellen und wenn sie alle verändert werden oder zumindest viele abgeschwächt werden, dann hätte man sich diese ganze Kommission und das „Getöse“ um sie herum sparen können. Ich will gar nicht wissen, was das tatsächlich gekostet hat!

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaunas

1000 Mark.

Lera
2 Monate zuvor

Konsequenzen für das nächste Schuljahr:

maximal Dienst nach Vorschrift
zwei Wochen Bildungsurlaub machen
Grippesaison voll mitnehmen
auf Gesundhaltung achten
Elternzeit beantragen
Exit vorbereiten

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

^ dieses.

Die nötigen Fortbildungen für meine Strategie neben Schule durchziehen wird hart werden. Aber…was muss, das muss.

Vielleicht hatte ich es auch zu lange „zu bequem“.

Challenge accepted.
Lets go.

Walhai
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Tun Sie doch eh schon. Also ändert sich genaugenommen nichts.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Walhai

Erst wenn der letzte Lehrer geht, werdet ihr sehen, dass Neid, Wut und Vorurteile eure Kinder nicht unterrichten können.

Sabine Kire
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Ich bin dafür, dass Lehrer nicht mehr verbeamtet werden. Man kann anhand der Kommentare lesen, dass die Privilegien nur ausgenutzt werden.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Sabine Kire

Your terms are acceptable.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Kommt mir bekannt vor.

S.B.
2 Monate zuvor

Dann hoffen wir mal, dass die Länder da nicht mitziehen.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor

Bildung ist Ländersache. Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. Bayern seine Lehrkräfte weiter verbeamten wird, ganz gleich, was die Bundesregierung hier gerne hätte. Daraus folgen erneute Konkurrenzkämpfe zwischen den Bundesländern. Nicht umsonst fing Berlin nach einigen Jahren wieder an, seine Lehrerinnen und Lehrer zu verbeamten.

Walhai
2 Monate zuvor

Deshalb ist die Reduzierung der Beamtenprivilegien wichtiger!

Realist
2 Monate zuvor

Tja, Gen Z, Studiengangwechsel schon geplant?

Noch weniger Geld während der aktiven Zeit dank Angestelltenstatus, dafür im Ausgleich auch weniger Rente, bleiben als einzige „Vorteile“ noch: „Leuchtende Kinderaugen“ und „Sündenbock der Nation für jedes gesellschaftliche und bildungspolitische Versagen“.

Unverbesserliche Idealisten, Märtyrer und Verzweifelte, die nichts anderes finden, bleiben selbstverständlich an Bord. Aber selbst die werden das sinkende Bildungsschiff nach durchschnittlich fünf Jahren verlassen, wenn ein Rettungsboot in der Nähe auftaucht. so wie es in den angelsächsischen Ländern üblich ist, die dieses „Erfolgsmodell“ schon seit Jahrzehnten praktizieren…

Heinz
2 Monate zuvor

Interessant, dass mich vor 10 Jahren noch alle ausgelacht haben, „häää als Beamter musst du dich kein Geld für die Pension sparen, das macht doch kein Beamter.“

Tjoaaa, eigentlich war mein Plan mir dadurch z.B. die Rente mit 63 zu erwirtschaften, das wird wohl nichts, wenn ich nicht zufällig vorher noch eine Schwerbehinderung wegen irgendwas bekomme, was ich wirklich nicht möchte.

Sbsb
2 Monate zuvor

Das wird doch eh vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern im Hinblick auf die Pensionen.

Da bin ich der Erste der klagt – Anwerbung als Beamter war ganz klar so und soviel Pension – private Altersvorsorge brauchen sie nicht.

Leibe Gewerkschaftler dann auf geht’s

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Sbsb

So sieht’s aus. Das ist quasi unlauterer Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt. Leute mit Versprechungen in die Lebenszeitverbeamtung locken, die dann nicht eingehalten werden.

Mr. Smith
2 Monate zuvor

Man muss gar nicht tief in die Diskussion einsteigen, denn wer will dann noch Beamter werden? Vor allem Lehrkräfte mit ihren starren Arbeitszeiten sind bei den jungen Generationen völlig unattraktiv.

Außerdem konkurriert man dann direkt mit Privatschulen. Das hat aber noch keiner begriffen.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Mr. Smith

Die angestellren Lehrer haben es sehr wohl begriffen.

blau
2 Monate zuvor

Wenn die Pension abgesenkt wird, bekommen wir dann auch eine Betriebsrente als Zusatzrente? Und ist denen bewusst, dass Beamte auch im Alter privatversichert sind und das echt teuer ist? Raus aus der PKV kommt man nicht, auch wenn jetzt die Pension anders als bei der Entscheidung für die PKV sein wird.

dickebank
2 Monate zuvor

Was spricht dagegen, im Schuldienst des Landes NRW lediglich die Inhaber*innen von Funktionsstellen zu verbeamten und alle anderen zukünftig genauso zu behandeln wie die jetzigen Tarifbeschäftigten? Die bereits erfolgten Verbeamtungen auf Lebenszeit bleiben bestehen. Gleichzeitig wird der §44 des TV-L gestrichen bzw. es wird für den Schuldienst des Landes ein eigenständiger Tarifvertrag ausgehandelt oder innerhalb des TV-L ein gesonderter Tarif für Lehrkräfte vereinbart. Letzteres entspräche dann den Regelungen z.B. für Ärzte und Ärztinnen an Universitätskliniken oder den Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen, die ebenfalls eigene Gehaltstabellen (TV-L Ärzte und TV-L S) haben.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Da spräche nichts gegen, prinzipiell.

Nur…warum sollte man dann „Lehrer“ werden, wenn man mit gleichem Aufwand auf jeder Ebene des Arbeits- und Soziallebens besser als Arzt, Jurist usw. wegkommt?

Die ersten paar Jahre wird man noch ein paar unverbesserliche Idealisten einfangen können…aber danach?

„Zustand GB, wir kommen, yeah“ ?

Klabautermann
2 Monate zuvor

„Rentenkommission stellt Verbeamtung von Lehrkräften infrage und will Pensionen begrenzen – Merz: Paket wird vollständig umgesetzt“
Dass da die Beamten nicht gerade jubeln, ist doch klar. Richtig ist es trotzdem und das wissen die Beamten auch. Sie selbst würden mehrheitlich eigentlich lieber Angestellte sein, vermutlich vor allem dann, wenn es da die gleichen Privilegien gäbe. (siehe Zitat, im 8. Absatz) Wer sind also die, die hier immer so laut „schreien“? Und wieso vertreten die Gewerkschaften vor allem diese kleine Minderheit? Weniger als ein Drittel der Lehrkräfte!

„Bei Lehrkräften bevorzugen 64,9 Prozent der Befragten das Angestelltenverhältnis, während 27,4 Prozent das Beamtenverhältnis unterstützen.“
https://www.news4teachers.de/2025/05/umfrage-mehrheit-der-buerger-moechte-lehrkraeften-den-beamtenstatus-streichen/

Mir
2 Monate zuvor

Mega. Eine Reform, die es retten soll. Wenn kein Geld da ist, kanm eine Reform nicht dazu führen, dass es allen besser geht. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Und wer jammert? Genau, die, die es eigentlich gar nicht oder nur am Rande trifft. Die Lehrer.
Lernt Ihr das im Studium oder ist das die Ausbildung im Lehrerzimmer, die diese permanente Hammerleier vermittelt?

Zen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mir

Wir lernen das durch den Spiegel der Gesellschaft. Sie spiegelt uns des öfteren klar und deutlich, wie angesehen und wertgeschätzt wir sind. Dein Beitrag ist ein Teil dieses Spiegels.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mir

Ihr Beitrag ist ein wunderbarer Beleg für das Star-Wars-Meme: Jeder Satz ist eine Lüge.

EmpireDiablo
2 Monate zuvor

Also ich finds super. Der Lehrkräfteberuf wird immer unattraktiver und in max. 10 Jahren wird man dann keine andere Wahl mehr haben, als da massiv was dran zu machen.
Ich habe Informatik und Philo studiert und bin derzeit in einem super Bildungsunternehmen beschäftigt. Nen Teufel werd ich tun und in die Schule zurückkehren.

DerElelefantImRaum
2 Monate zuvor

Wir kennen die Diskussionen, dass Lehrkräfte bei Gehalt, Arbeitszeit, Homeoffice, Gesundheitsmanagement oder Work-Life-Balance selbstverständlich mit anderen Akademikern verglichen werden müssen. (fun fact: die haben es alle gar nicht ausschließlich soooo supergut)
Kommt dann aber eine Rentenreform, die Arbeitnehmern (!), Rentnern (!) und Beitragszahlern (!) erhebliche (!!!) Einschnitte zumutet und Beamte lediglich ein kleines, klitzekelines Stück weit mit in die Verantwortung nehmen soll, scheint plötzlich jede Perspektive außerhalb des Lehrerzimmers zu verschwinden.
Dann liest man fast ausschließlich: Was bedeutet das für mich?
Selten: Warum wird überhaupt reformiert?
Noch seltener: Welche Belastungen tragen eigentlich die anderen?
Die Krankenschwester soll länger arbeiten. Der Ingenieur soll länger arbeiten. Der Handwerker soll länger arbeiten. Der Controller soll länger arbeiten. Alle kaufmännischen Angestellten sollen länger arbeiten. Der Angestellte soll höhere Beiträge zahlen. Der Rentner soll mit einem permanent sinkenden Rentenniveau (das eh schon nicht so üppig ist und von dem quasi niemand das Maximum erreichen kann, weil kein Angestellter immer über der BBG verzient) leben.
Aber sobald bei Pensionen eine moderate Anpassung diskutiert wird, wird so getan, als stünde der Untergang des Abendlandes bevor.
Vielleicht wäre genau hier einmal der Perspektivwechsel interessant, den Lehrkräfte von Eltern, Schülern und der Gesellschaft sonst so gerne einfordern.
Wie wirkt es auf einen normalen Arbeitnehmer, wenn ihm seit Jahren erklärt wird, warum seine Rente sinken, sein Renteneintritt steigen und seine Beiträge wachsen müssen – während gleichzeitig jede noch so kleine Anpassung bei Pensionen als unzumutbarer Angriff auf den Rechtsstaat dargestellt wird?
Manchmal habe ich den Eindruck, Solidarität wird hier verstanden als: Alle sollen die Probleme der Gesellschaft verstehen.
Nur die Gesellschaft soll bitte nicht erwarten, dass Beamte ihre Probleme verstehen.
Die meisten Kommentare hier vermitteln den Eindruck, als sei jede Veränderung für alle anderen zumutbar – solange sie nicht die eigene Berufsgruppe betrifft.

447
1 Monat zuvor

Wenn gefühlte 95% der „normalen Arbeitnehmer“ wirtschaftlich so (sorry) doof bleiben wie ich es selbst auch war und der Politik/ihren AGs keinen Dampf machen…dann zeigt dass höchstens, was man mit BRD-Bürgern so alles veranstalten kann.

Wieso wächst mein Portfolio exponentiell schneller als jedes Gehalt bei massiv geringerer Versteuerung?

Alltagstauglich
2 Monate zuvor

Vielleicht liegt der Denkfehler in der ganzen Debatte ja woanders.Verbeamtung und Pension als zwingende Voraussetzung für den Lehrernachwuchs…
Warum wird eigentlich immer so getan, als müsse man möglichst viele Menschen 40 Jahre lang im Lehrerberuf halten?
Wenn ich hier manche Kommentare lese, habe ich nicht den Eindruck, dass die Betroffenen unbedingt Lehrer sein wollen. Viele schreiben ganz offen, dass sie vor allem wegen Verbeamtung, Pension oder mangelnder Alternativen geblieben sind.
Ist das wirklich ein Qualitätsmerkmal für ein Bildungssystem?
In fast allen anderen akademischen Berufen wechseln Menschen irgendwann den Arbeitgeber, die Branche oder sogar den Beruf. Warum sollte ausgerechnet Schule darauf angewiesen sein, dass Menschen vom Referendariat bis zur Pension im selben System bleiben?
Vielleicht würde Schule sogar gewinnen, wenn mehr Menschen nach 10 oder 15 Jahren etwas anderes machen und andere mit frischen Ideen nachkommen.
Ein Beruf wird nicht automatisch besser, weil Menschen möglichst lange darin festhängen.
Manchmal wird er besser, wenn diejenigen bleiben, die ihn wirklich machen wollen.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Alltagstauglich

„Manchmal wird er besser, wenn diejenigen bleiben, die ihn wirklich machen wollen.“

Möglich. Uneingestandene Voraussetzung allerdings: Das gilt nur, wenn den entsprechenden Beruf dann auch genügend Leute wirklich machen wollen. Kann man ausprobieren. Kann man auch sein lassen. Aber wenn man sich für das Ausprobieren entscheidet, bitte hinterher nicht meckern, falls es doch nicht klappt mit der Lehrkräfteschwemme.

Spoiler: Dann müsste im Zweifelsfall (wieder – wir hatten das schon) jeder und jede genommen werden, der/die nicht schnell genug wegrennt, damit irgendjemand vor den Klassen steht. Ist es Ihnen das Risiko wert? Ist es der deutschen Gesellschaft das Risiko wert? Was ist der deutschen Gesellschaft Bildung überhaupt wert? – Ich meine hier zuallerletzt die Bezahlung der Lehrkräfte – ich meine alle anderen Kosten: Schulgebäude,
Schulsozialarbeit… Fragen über Fragen…

Alltagstauglich
2 Monate zuvor

Lassen Sie uns doch mal kurz einen Blick auf den Begriff der Zumutbarkeit lenken.
Wenn es um Rentner geht, gelten sinkendes Rentenniveau, höhere Beiträge und längere Lebensarbeitszeiten als gesellschaftlich notwendig.
Wenn es um Arbeitnehmer geht, gelten Überstunden, Arbeitsverdichtung, Fachkräftemangel und unsichere Altersvorsorge als Realität.
Wenn es um Kinder geht, erleben wir regelmäßig Diskussionen darüber, wie hoch die Schwelle für staatliche Eingriffe eigentlich sein muss. Wer sich einmal mit Fällen von Kindeswohlgefährdung beschäftigt hat, weiß, wie viel passieren muss, bevor der Staat überhaupt eingreift.
Aber bei Beamten scheint die Schwelle zur Unzumutbarkeit teilweise erstaunlich niedrig zu liegen.
Schon die Vorstellung, dass Entwicklungen, die Arbeitnehmer seit Jahrzehnten tragen, künftig teilweise auch die Beamtenversorgung betreffen könnten, wird mancherorts als fundamentaler Systembruch beschrieben.
Vielleicht wäre es hilfreich, den Begriff der Zumutbarkeit einmal etwas breiter zu betrachten.
Nicht jede Verschlechterung ist automatisch unzumutbar. Sonst wäre ein großer Teil der Bevölkerung seit Jahren unzumutbaren Zuständen ausgesetzt.

Muxi
2 Monate zuvor

Jeder der eine Zeitung lesen und rechnen kann sollte wissen, dass das Pensionsversprechen kaum zu halten ist.
Keine Regierung der Welt kann dauerhaft gegen die Grundrechenarten anregieren, egal aus welchem Grund. Man kann man noch so laut „Klimakrise“, „Follow the Science“, „Putin/Trump ist schuld“ oder „soziale Gerechtigkeit“ brüllen, eine Politik, die im Ergebnis gegen die Wirtschaftlichkeit anarbeitet produzierthohe Kosten und diese werden am Ende von den Bürgern bezahlt. Wer das nicht mitbekommen hat, der will nichts mitbekommen.

Also vorsorgen. Und sollte ich mit meinem Pessimismus daneben liegen, wird der Ruhestand (finanziell) angenehmer als jetzt geplant. Ein „Risiko“, mit dem man durchaus leben kann.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Muxi

Wirr.

Conny
2 Monate zuvor

Es wird viel mit Vertrauensschutz argumentiert. Beamte haben ihre Berufsentscheidung auf Grundlage bestimmter Zusagen des Dienstherrn getroffen. Das kann ich nachvollziehen.
Aber warum soll dieses Argument nur für Beamte gelten?
Der Staat hat auch Millionen Angestellten jahrzehntelang ein bestimmtes Rentensystem versprochen. Und trotzdem wurden Rentenniveau gesenkt, Eintrittsalter erhöht und immer größere Teile der Altersvorsorge in die private Verantwortung verschoben.
Die Betroffenen konnten dem ebenfalls nicht zustimmen, hatten keine Wahlfreiheit und konnten die Regeln nicht einfach ablehnen.
Ehrlich gesagt wirkt die Empörung deshalb etwas einseitig. Viele zukünftige Rentner haben in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Einschnitte hinnehmen müssen – und zwar bei einer Altersversorgung, die ohnehin deutlich niedriger ausfällt als die Beamtenpension.
Wenn nun auch Beamte einen Teil dieser Entwicklung mittragen sollen, ist das aus Sicht vieler Angestellter nicht unbedingt ein Skandal, sondern eher eine Frage der Gleichbehandlung.
Die eigentliche Frage lautet doch: Warum soll ausgerechnet die Gruppe, die bislang am besten abgesichert war, dauerhaft von Entwicklungen verschont bleiben, die für alle anderen längst Realität sind?

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Conny

„Warum soll ausgerechnet die Gruppe, die bislang am besten abgesichert war, dauerhaft von Entwicklungen verschont bleiben, die für alle anderen längst Realität sind?“

Ja, Conny, das ist wirklich schwer zu verstehen.

Warum nur

sind Leute angep… , deren Lebensentscheidung „pro Sicherheit und gute Altersvorsorge, dafür Verzicht auf Karriere und Boni, Dienstwagen und Gleitzeit, Home-Office und Betriebsrente“

im Nachhinein

zu einer falschen Entscheidung gemacht wird?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Conny

Doch, konnten sie.

Alle vier Jahre und jederzeit durch Demonstrieren und/oder Streiken. (RICHTIGES Demonstrieren, nicht government-organisation-betreutes Plakatmimimi).

Sie taten es nicht.

Sogar Renten konnten frech einfach so besteuert werden, ohne dass wer ausrastet.

So viel „freiwillig auf den Rücken legen“ ist Zustimmung.

Namina
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die Besteuerung der Renten erfolgte, nachdem ein ehem. Beamter mit satter Pension geklagt hatte, dass Pensionen besteuert werden, aber Renten nicht.

Dann ist es doch nun wirklich gerecht, wenn Pensionen an die Entwicklung der Renten angepasst werden. Dafür hatte der Beamte aus Berlin allerdings nicht geklagt.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Namina

Die Ursache ist nicht einmal wichtig.

Wichtig ist, dass man mut Bundesbürgern wirklich auf unverschämteste Weise Schlitten fahren kann – und alle machen mit.

Götz
2 Monate zuvor

Manchmal mache ich mir einen Spaß und setze für das Wort „Beamter“ Begriffe für andere Minderheiten ein. Ich finde das sozialpsychologisch sehr aufschlussreich.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Puh, das geht deep, versteht aber leider nicht jeder.

Rainer Zufall
2 Monate zuvor

Ok… Ich weiß nicht, ob die Rentenkommission auch zur Rentenfonanzierung in zehn, zwanzig Jahren mit anderen Expert*innen kurzschloss, aber wie wirkt es sich finanziell aus, wenn Schulen den Sommer durchstreiken, bis jedes Klassenzimmer eine Klimaanlage hat?
Bis endlich die Ressourcen für eine flächendeckend gute Inklusion bereitgestellt, Digitalisierung umgesetzt, Sprachkitas ausreichend und Ganztagsangebote ausgebaut sind?

Da wurde hoffentlich mehr getan, als nur Zahlen durchzustreichen – wegen dieser kurzsichtigen, mutlosen Politik sitzen wir ja in der heutigen Situation :/

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bevor ein deutscher staatlicher Rentenfond (ich lache gerade ohne Witz richtig laut) Ihnen die Rente auskömmlich sichert…da wären Sie besser dran, mur die Kohle auf paypal zu schicken und mich das machen zu lassen.

Als Amateur. Den Sie nicht kennen. Aus dem Internet. (Leider darf ich es nicht, wäre Geldwäsche“ usw.)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Aha. Ich dachte da an echte Beispiele aus dem echten Leben.
(https://www.mdr.de/nachrichten/welt/politik/rente-beamte-oesterreich-106.html)

Aber wenn Sie wollen, lege ich Ihr Angebot auf den Vielleicht-Stapel 😉

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Das Problem mit einem deutschen „Staatsfond“ wird sein, dass er für Industriepolitik missbraucht werden wird. Da wird dann Siemens, VW und Deutsche Bank gekauft statt Microsoft, Nvidia und Google. Jede Wette.

Wenn man sich schon an Norwegen und der Schweiz orienitiert, dann einfach den MSCI World abbilden. Wird aber garantiert nicht passieren.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Das geht noch krasser, zum Beispiel „Immobilienfonds“ für „ökologisches“ und „sozial-gemischtes“ Wohnen … Renditewerbung im Hochglanzprospekt 1% 😀 😀 (Sparkasse / DEKRA) …

HolladieWaldfee
2 Monate zuvor

Ernstgemeinte, nicht rhetorische oder sarkastische Frage, weil ich mich wirklich nicht mehr genau erinnern kann.
2007 wurde (zumindest hier in Ba-Wü) das 13. Monatsgehalt gestrichen. War das Argument nicht “Sicherung der Versorgungslage”? Kann irgendjemand nachvollziehen, ob diese Gelder wirklich für diese Sicherung – was auch immer das bedeutete – verwendet wurden/werden?
Ich weiß, hat nur bedingt mit der aktuellen Situation zu tun aber mich beschäftigt diese Frage schon länger und finde nichts konkretes dazu.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  HolladieWaldfee

In NRW wurden die 30 %, die vom eigentlich 13. Monatsgehalt noch übrig waren, in die normalen Monatsgehälter überführt. Zum Aufbau des Pensionsfonds wurden von den Gehaltserhöhungen jeweils 0,2 % einbehalten. Leider wurde ein Großteil damals in griechischen Anleihen „versenkt“. Seit 2023 wird der Fond auch nicht, wie eigentlich vorgesehen, weiter befüllt. Im Gegenteil werden Erträge entnommen und dem allgemeinen Haushalt zugeführt. Mir muss keiner mehr kommen mit einem Satz a la „die Beamten müssen auch ihren Teil beitragen“!

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

In Hessen genau sooo! 🙁

Teacher Andi
2 Monate zuvor

Wenn Lehrer nicht mehr verbeamtet werden, könnte das doch durchaus auch Vorteile für alle Kollegen bringen. Es wurde doch immer betont, dass Lehrerbeamte sich alles vom Dienstherrn gefallen lassen müssen, kein Streikrecht haben, die PKV im Alter teurer wird und sie doch so viele Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Seht es doch als Chance, da der Dienstherr den Lehrerberuf in der Folge weitaus attraktiver gestalten muss, damit er überhaupt noch Lehrkräfte rekrutieren kann. Das heißt: kleinere Klassen, bessere Ausstattung, personelle Unterstützung bei Inklusion, Integration und verhaltensoriginellen Schülern, Klimaanlage in jedem Klassenzimmer, permanent präsente und externe IT Experten für die Digitalisierung, bewegliche Urlaubstage, Sicherheitskräfte zum Schutz der Lehrer, bezahlte Vertretungsstunden, Wochenend- und Abendzuschlag bei entsprechenden Veranstaltungen, Möglichkeit von Homeschooling, berechtigter Einspruch bei nicht nachvollziehbaren Dienstanweisungen, Kritisieren der unpädagogischen Vorgaben von oben, ………. Das ist es doch, was man wollte, oder? Diese Änderungen werden kommen müssen, wenn es keine Verbeamtung mehr gibt. Es werden wunderbare Zeiten auf die Lehrkräfte zukommen, da die Arbeitsbedingungen neu gedacht werden müssen, ganz sicher, ansonsten wird das Bildungssystem evtl. zusammenbrechen.

unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Aufgrund der finanziellen Situation Deutschlands wird das System so oder so zusammenbrechen. Die Verteilungskämpfe beginnen ja jetzt schon.

Stellen Sie sich mal vor, wenn Deutschland sich entscheiden muss, die Renten oder das Bürgergeld zu bezahlen, weil beides nicht mehr in der Form geht. Ich empfehle so leid es mir für die Rentner tut, das Bürgergeld wegen der gesellschaftlichen Stabilität.

Realist
2 Monate zuvor
Antwortet  unfassbar

Als es in Lettland in der 90er-Jahren so richtig abwärts ging, nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, hat man die Lehrergehälter um 50% gekürzt.

Gab zwar Proteste, aber da es Lehrer(innen) waren, ist sonst nichts weiter passiert und die Kürzung konnte vollständig umgesetzt werden. Man konnte damals in den Medien sehen, wie die ganzen Frauen auf die Straße gingen. Ist eben auch dort ein „Frauenberuf“ in der überwälitgenden Mehrheit. Aber wie gesagt, bischen Protest, nicht der Rede wert…

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ist das eine gute Strategie, ubsere PolitikerInnen jetzt auch noch auf weitere Einsparideen zu bringen?
Ich meine ja nur – der Nimbus unseres Berufsstandes ist in der Öffentlichkeit bis zur Unkenntlichkeit dessen, was er maö war denkonstruiert worden – keine Zeitung, die nicht auf das Lehrerbashing aufspringt, um die Bestie „öffentliche Meinung“ zu befrieden … das könnte der unmittelbare Vorstoß sein, hier grundlegend die Axt anzulegen …. also:

Psssst – nicht so laut!!!

Realist
2 Monate zuvor

Lehrer als akademisches Präkariat.

Jetzt nicht nur vom Ansehen her, sondern auch gehaltstechnisch.

Bleibt nur eine Frage offen:

Wer ist dann noch so doof???

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Diese Drohne nicht.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Call me out.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Jammer, jammer. ….. es wird Ihnen schon nicht allzuviel weggenommen werden, und andere Kollegen im Angestelltenverhältnis kommen doch auch zurecht. Also was soll das?

Namina
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Mit ungefähr 5000-6000 Euro brutto „akademisches Präkariat“? Sie sind wieder einmal sehr „realistisch“.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Namina

Die ungewollte Selbstdemontage, die Sie hier preisgeben, wenn Sie 5-6K BRUTTO (Brutto, lol!) als was „ach so hohes“ darstellen wollen…krasses Eigentor.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ohne die üblichen Abzüge von Sozialabgabwn ist es in der Tat ein hohes Gehalt. NETTO !!!

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Nix netto, davon gehen noch gut 1000€ Steuern und ca. 500-700€ PKV weg.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Sie sind wohl der Meinung, angestellte Lehrer zahlen keine Steuern und Krankenkassenbeiträge (zusätzlich zu den Abgaben, die Beamte nicht haben)? Und zur Info: mit Netto ist das Gehalt NACH Abzügen gemeint, da geht nix mehr ab.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Namina

Mit 5000€ brutto ist man etwas über dem deutschen Durchschnittslohn bei Vollzeitbeschäftigung. In einer Großstadt sogar darunten. Also bilden Sie sich weiter ein, zur akademischen und finanziellen „Elite“ zu gehören.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Netto !!!!!

Mr. Smith
1 Monat zuvor

Die Katastrophe wird man erst in 10-15 Jahren sehen, wenn es weniger Lehrkräfte gibt und die Privatschulen die wenigen guten Lehrkräfte abwerben. Dann haben wir amerikanische Verhältnisse in der Bildung.

Roland
1 Monat zuvor

Bundesministerium für Bildung, Familie und Jugend
Antrag auf Wiederaufnahme des beamtenrechtlichen Anerkennungsverfahrens wegen Änderung der Sach- und Rechtslage sowie Feststellung eines bislang unterbliebenen Anspruchs auf Verbeamtung, Alimentation und amtsangemessene Besoldung
Antragsteller
Regierungs-Erziehungsrat (komm.) Roland
Dienststelle: Kinderzimmer 1 & 2
Personalnummer: PÄD-0815

Bezug

  1. Antrag auf Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit im Höheren Erziehungsdienst.
  2. Antrag auf Übertragung einer Funktionsstelle im Höheren Erziehungsdienst.
  3. Antrag auf Übertragung einer Funktionsstelle der Besoldungsgruppe A15.
  4. Stellungnahme zur gesetzlichen Verankerung der Medienerziehung als verbindlicher Bestandteil des elterlichen Erziehungsauftrags.
  5. Weitere Eingaben zur fortlaufenden Übertragung staatlicher Erziehungs-, Bildungs-, Präventions- und Fürsorgeaufgaben auf Eltern.
  6. Zwischenzeitlich veröffentlichte Empfehlungen der Rentenkommission, wonach künftig ausschließlich Tätigkeiten mit hoheitlichem Charakter eine Verbeamtung rechtfertigen sollen und Lehrkräfte hiervon künftig teilweise nicht mehr erfasst werden.

I. VerfahrensgangDie unter den Bezugsziffern 1 bis 5 aufgeführten Anträge wurden bislang weder durch Ernennung noch durch besoldungsrechtliche Maßnahmen beschieden.
Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb die dem Antragsteller seit Jahren übertragenen Erziehungsaufgaben beamtenrechtlich anders zu bewerten sein sollen als vergleichbare Tätigkeiten im staatlichen Schuldienst, ist nach Aktenlage bislang ebenfalls unterblieben.

II. Änderung der Sach- und RechtslageDurch die unter Bezug Ziffer 6 bekannt gewordene Neubewertung der Verbeamtungsvoraussetzungen ist eine wesentliche Änderung der Sach- und Rechtslage eingetreten.
Danach sollen künftig nur noch Personen verbeamtet werden, deren Tätigkeit einen hinreichenden hoheitlichen Charakter aufweist.
Hieraus folgt zwangsläufig, dass Tätigkeiten, welche diese Voraussetzungen künftig nicht mehr erfüllen, auch besoldungs- und laufbahnrechtlich neu zu bewerten sind.
Eine erneute Prüfung meiner bisherigen Anträge erscheint daher zwingend geboten.

III. Eigene rechtliche WürdigungDer Antragsteller nimmt seit Geburt seiner Kinder dauerhaft Aufgaben wahr, welche ihm durch Gesetz, Rechtsprechung, Verwaltungsvorschriften sowie fortlaufende bildungs- und gesellschaftspolitische Erwartungen übertragen wurden.
Hierzu gehören insbesondere

  • Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung,
  • Vermittlung demokratischer Grundwerte,
  • Medienerziehung,
  • Gesundheitsfürsorge,
  • Gewaltprävention,
  • Sexualerziehung,
  • Verkehrserziehung,
  • Sprachförderung,
  • Unterstützung schulischer Bildungsprozesse,
  • Sicherstellung der Erfüllung der Schulpflicht,
  • Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendämtern, Beratungsstellen und weiteren öffentlichen Einrichtungen,
  • Umsetzung staatlicher Präventions- und Integrationsmaßnahmen.

Der Umfang dieser Aufgaben wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert.
Eine Reduzierung staatlicher Erwartungen an Eltern ist dem Antragsteller nicht bekannt.

IV. Beamtenrechtliche FolgerungenSollte nunmehr die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben das entscheidende Kriterium einer Verbeamtung darstellen, ergibt sich aus Sicht des Antragstellers folgende Rechtsfolge:
Die dem Antragsteller seit Jahren übertragenen Erziehungsaufgaben erfüllen diese Voraussetzungen.
Sollte demgegenüber die Tätigkeit einer Lehrkraft künftig nicht mehr als ausreichend hoheitlich angesehen werden, entfällt zugleich die bisherige Vergleichsgrundlage sämtlicher früherer Ablehnungsentscheidungen.
Nach vorläufiger Würdigung wurde der Antragsteller somit über Jahre hinweg zu Unrecht von einer Verbeamtung ausgeschlossen und dadurch seiner amtsangemessenen Alimentation beraubt.
Etwaige Folgen dieser fehlerhaften beamtenrechtlichen Einordnung fallen nach allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätzen in den Verantwortungsbereich des Dienstherrn.

V. Besoldungsrechtliche BewertungDer Antragsteller weist vorsorglich darauf hin, dass der vorliegende Antrag ausdrücklich nicht auf eine Gleichstellung mit tariflich Beschäftigten oder mit künftig nicht mehr verbeamteten Lehrkräften gerichtet ist.
Vielmehr ist davon auszugehen, dass die dem Antragsteller übertragene Tätigkeit gerade diejenige Hoheitlichkeit aufweist, welche nach der nunmehr vertretenen Rechtsauffassung Voraussetzung einer Verbeamtung ist.
Sollte Lehrkräften diese beamtenrechtliche Eigenschaft künftig ganz oder teilweise abgesprochen werden, können deren bisherige Laufbahnen und Besoldungsgruppen folgerichtig keinen geeigneten Maßstab mehr für die Bewertung originär hoheitlicher Erziehungstätigkeiten darstellen.
Eine Einstufung entsprechend bisheriger Lehrerbesoldungen scheidet daher aus.
Da der Antragsteller nachweislich Aufgaben wahrnimmt, welche nach aktueller Rechtsauffassung den Kern hoheitlicher Tätigkeit bilden, erscheint vielmehr die Einrichtung einer eigenständigen Laufbahn des Höheren Elterlichen Erziehungsdienstes mit entsprechend höherer besoldungsrechtlicher Bewertung sachgerecht.
Die bislang beantragte Einstufung mindestens entsprechend einer Funktionsstelle ist daher lediglich als Untergrenze anzusehen.

VI. AntragEs wird beantragt,

  1. das bisherige Anerkennungsverfahren wiederaufzunehmen,
  2. festzustellen, dass die Voraussetzungen einer Verbeamtung bereits seit Aufnahme der elterlichen Erziehungstätigkeit vorlagen,
  3. den Antragsteller rückwirkend in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu übernehmen,
  4. sämtliche Erziehungszeiten als ruhegehaltfähige Dienstzeiten anzuerkennen,
  5. die seit Beginn der Erziehungstätigkeit vorenthaltene Alimentation einschließlich sämtlicher Besoldungsbestandteile, Familienzuschläge, Versorgungsanwartschaften sowie sonstiger beamtenrechtlicher Leistungen vollständig nachzuzahlen,
  6. die Nachzahlungsbeträge angemessen zu verzinsen,
  7. eine eigenständige besoldungsrechtliche Bewertung des Höheren Elterlichen Erziehungsdienstes oberhalb der bisherigen Lehrerlaufbahnen vorzunehmen.

VII. HilfsweiseSollte dem Antrag nicht entsprochen werden, wird um nachvollziehbare Darlegung gebeten,

  • weshalb Eltern trotz jahrzehntelang übertragener staatlicher Erziehungsverantwortung keine hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen sollen,
  • weshalb Lehrkräfte bislang aufgrund vergleichbarer Tätigkeiten verbeamtet wurden,
  • weshalb dieselben Tätigkeiten künftig einer Verbeamtung nicht mehr zugänglich sein sollen,
  • und weshalb die hieraus resultierenden beamten- und besoldungsrechtlichen Konsequenzen ausschließlich zulasten der Eltern gehen sollen.

Es wird um Erlass eines rechtsmittelfähigen Bescheides gebeten.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Roland
Regierungs-Erziehungsrat (komm.)

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Roland

Re: Kundenanliegen Roland, 27062026//R-1

Als informationstechnischer Assistent des Landes Nordrheinwestfalen (temporäre Instanz 447) antworte ich Ihnen in nicht-personaler Weise auf Ihre Anfrage.

Die Antwort lautet: Sie haben sich kraft eigener Entscheidung dazu entschlossen, Kinder zu bekommen und damit auch zu erziehen und versorgen.

Die Rechtslage war Ihnen bekannt, als Sie zeugungsfähig und -willig waren, konkludent sind daraus keine weiteren Rechtsansprüche ableitbar.

Vielen Dank für Ihre Anfrage – gibt es sonst noch etwas, womit ich Ihnen helfen kann?
Andere Nutzer fragten auch nach: „Eherecht lol der depp soll zahlen ich hasse ihn hätte ich bloss markus genommen damals“, „kita kita ich will gratis kita die immer umsonst offen hat“ und „shice beamte mach weniger geld für die mehr für misch!“