DORTMUND. Mehr als 40 Schülerinnen und Schüler sowie zwei erwachsene Begleitpersonen haben am Dortmunder Hauptbahnhof überquert und damit vorübergehend den Bahnverkehr lahmgelegt. Die Bundespolizei leitete gegen die Beteiligten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Nach Angaben der Bundespolizei hatte der Fahrdienstleiter des Hauptbahnhofs die Einsatzkräfte gegen 13 Uhr alarmiert, nachdem eine größere Personengruppe im Gleisbereich gesehen worden war. Der Zugverkehr musste zeitweise eingestellt werden. Erst die Auswertung von Videoaufnahmen zeigte, dass insgesamt 41 Jugendliche und zwei Erwachsene von einem Parkplatz aus die Gleise im Bereich der Bahnsteige 11 bis 16 überquert hatten.
Wie die Bundespolizei später feststellte, handelte es sich um zwei Schulklassen des Gymnasiums Verl sowie mehrere Lehrkräfte. Die Gruppen waren mit dem Bus zu einem Besuch nach Dortmund gereist. Der Busfahrer hatte die Schülerinnen und Schüler auf einem Parkplatz hinter dem Hauptbahnhof abgesetzt. Von dort führt eine Unterführung in die Innenstadt. Warum die Gruppe stattdessen den Weg über die Gleise wählte, ist bislang unklar.
Der Schulleiter des Gymnasiums Verl, Matthias Hermeler, bedauerte den Vorfall auf Anfrage des WDR. Die Bundespolizei habe die Beteiligten „eindringlich auf die Gefährlichkeit und Unzulässigkeit ihres Handelns hingewiesen“. Bereits auf der Rückfahrt sei der Vorfall ausführlich besprochen worden. „Dabei wurde deutlich gemacht, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel ist. Die Schülerinnen und Schüler wurden auf ihre Verantwortung für sich selbst und andere hingewiesen“, erklärte Hermeler. Der Vorfall werde in der Schule weiter aufgearbeitet.
Über die Höhe möglicher Bußgelder ist noch nicht entschieden. Nach Angaben der Bundespolizei liegt die Zuständigkeit nun bei der zentralen Bußgeldstelle. Gegenüber dem WDR erklärte der Gelsenkirchener Rechtsanwalt Arndt Kempgens, dass bei solchen Verstößen grundsätzlich Bußgelder von bis zu 5.000 Euro möglich seien. Üblicherweise werde für Personen ab 14 Jahren ein Bußgeld von 25 Euro verhängt. Für Lehrkräfte könnten wegen ihrer besonderen Aufsichtspflicht jedoch deutlich höhere Beträge zwischen 500 und 1.000 Euro in Betracht kommen.
Die Bundespolizei weist regelmäßig darauf hin, dass das Betreten von Gleisanlagen lebensgefährlich ist. Züge näherten sich häufig nahezu geräuschlos und benötigten selbst bei einer Notbremsung oft mehrere hundert Meter bis zum Stillstand. News4teachers / mit Material der dpa
Alpentour endete in Rettungsaktion: 8.500 Geldbuße für verantwortlichen Lehrer










Wie dumm kann man nur sein ?!?
Gym! A14 ??? Hahaha!
Oh Herr, wirf‘ Hirn vom Himmel!
Die begleitenden Gymnasiallehrkräfte sind Angehörige des ÖD, die dürfen nichts annehmen, auch wenn es Vernunft wäre.
wieso A14? „mehrere Lehrkräfte“
Wie blöd kann man eigentlich sein? Und das als Lehrer!
Scheinbar hat Blödheit nichts mit der Ausbildung zu tunm
Wenn man lediglich die TWE kennt, ist ein richtiger Bahnbetrieb auch eine echte Herausforderung.
In Dortmund fährt doch eh kaum ein Zug … hab ich zumindest immer das Gefühl.
Richtiger Bahnbetrieb?
Bei unserer Bahn??
Ich roll mich ab!!
Dennoch völlig unverständlich – das gelieferte Verhalten…
Richtig, nicht planmäßig sondern im Sinne von real existierend.
„… deutlich gemacht, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel ist.“ Es hat der Glaubwürdigkeit dieser klaren Worte der Lehrkräfte sicherlich geholfen, dass sie selbst beteiligt waren.
Bei über 40 Schülerinnen und Schülern und nur zwei Begleitpersonen könnte es auch passiert sein, dass eine Gruppe sich ohne Erlaubnis auf den Weg über die Gleise gemacht hat und die anderen wie die Lemminge hinterher. Da konnten die beiden Begleitpersonen schlecht zurück bleiben und die Unterführung benutzen. Wahrscheinlich hatten sie gerufen und mit den Armen gewedelt ohne von der voraus gelaufenen Gruppe noch gehört zu werden. Ich glaube nicht, dass der Weg über die Gleise die Idee der Begleitpersonen gewesen ist… obwohl es möglich sein könnte.
Wahrscheinlich sollte man heutzutage wesentlich mehr Begleitpersonal auf Ausflüge mitnehmen. Zwei Personen für über 40 Schützlinge sind möglicherweise zu wenig.
Könnte, wahrscheinlich, vielleicht…vielleicht muss man das alles gar nicht erfahren.
NEIN! Nicht wieder weichspülen und Entschuldigungen suchen! Mit 2 Begleitpersonen und 1-2 Klassen im Innenstadtbereich einer fremden Großstadt geht IMMER einer der Erwachsenen am Anfang, ein/ der andere/r am Schluss der Gruppe. Davor und dahinter geht NIEMAND! Und falls dann wirklich Schüler vorlaufen und über die Gleise laufen wollen, BLEIBT DIE GRUPPE STEHEN und nicht alle- auch die Erwachsenen rennen ebenfalls rüber.
Das weiß man als begleitende Lehrkraft, die ihr Handwerk beherrscht.
Bei unseren Realschülern wissen das auch die Kinder und Jugendlichen. Ist für die Studienräte und die künftige Elite aber wohl zu profan- oder sie sind schlichtweg dumm.
Das ist die Theorie. Ich gebe Ihnen Recht. Aber die Praxis ist eben oft eine andere. Da laufen die Lehrer und Begleitpersonen irgendwo zwischen den Kindern. Und die laufen kreuz und quer (das berühmte „Aus-der-Reihe-Tanzen“, aber wer geht mit seinen Schülern schon noch „in Reihen“, das ist doch altbacken [finden die „Jungschen“]).
Ich gehe so. Keiner vor mir! Keiner hinter den letzten Begleitperson. (Aber der muss ich das oft sagen.)
Glauben sie mir, ich wäre nicht hinterher. Und was die Anzahl der Aufsichtspersonen angeht, kann ich ihnen versichern, dass wir am Berufskolleg genau wegen solcher Vorkommnisse gar keine Klassenfahrten mehr unternehmen und Ausflüge möglichst auch nicht mehr. Alltagsgefahren sind den Schülern einfach nicht mehr bewusst und da wir als Lehrer eine Garantenstellung haben, ist das Risiko für uns nicht mehr tragbar.
Völlig richtig. Es ist ja heutzutage „cool“ geworden, gegen Regeln zu verstoßen und das ganze dann bei TikTok hochzuladen.
Würde mich nicht wundern, wenn die Initiative von Schülern ausging und die Lehrkräfte dann in einem Moment der Panik hinterhergelaufen sind. Gegen so etwas ist keiner gefeit, auch die ganzen Arm-Chair-Generäle hier nicht…
Also konsequenterwiese auf solche Ausflüge verzichten.
„…und da wir als Lehrer eine Garantenstellung haben, ist das Risiko für uns nicht mehr tragbar.“
Zu diesem Schluss komme ich mittlerweile auch, insbesondere da die Kultusbürokratie und die Schulleitungen ein natürliches Interesse daran haben, den Vertretungsbedarf und damit die Anzahl der Begleitpersonen möglichst gering zu halten.
Wenn zwei Lehrkräfte nicht in der Lage sind ihre 40 Schüler im Griff zu haben, dann sollten sie nicht mit ihnen unterwegs sein! Dass die Schüler nicht alleine loslaufen und grundsätzlich eine Lehrkraft vorn und eine hinten läuft, ist eine Regel, die eingehalten werden kann! Im Artikel geht es nicht um einzelne Schüler, die sich von der Gruppe gelöst haben, sondern um alle. Das ist von den Lehrkräften wirklich verantwortungslos. Wenn da was passiert wäre!
Wie es auch war, bei einer solchen Exkursion müssen vorher klare Anweisungen gegeben werden, dafür ist man ausgebildet. Ganz schwache Leistung von den Lehrkräften. Und wenn sie selbst diesen Weg über die Gleise gewählt haben, dann gehören sie aus dem Dienst suspendiert. Das ist ja unglaublich.
Ich war mal alleine mit über 20 Schülern per Bahn mit 3 mal Umsteigen unterwegs, ins Ausland, das klappt, wenn man konsequente Anweisungen gibt. Man muss sich der Verantwortung bewusst sein und auch entsprechend auftreten.
Beruhigend zu lesen, dass ich nicht die einzige Wahnsinnige war, die allein mit Klassen unterwegs war…
Und immer wieder werden Entschuldigungen für solches Fehlverhalten gesucht. Es müssten sämtliche Regressforderungen von Geschädigten an die Lehrer weitergegeben werden. Dann lernen sie vielleicht etwas.
Dass Lehrkräfte über Gleise laufen, kann ich ja noch verstehen. Von Schülern erwarte ich da allerdings schon eine gewisse Vernunft.
Die Gegend hinter dem Dortmunder ist extrem verkehrsreich. In eingeweihten Kreisen auch „Eierberg“ genannt. Kein Wunder, wenn die Verler Landeier da verschreckt geflüchtet sind und in Panik über die Gleise gerannt sind.
Wie kommt man als Pauker bloß auf die Idee über die Gleise zu marschieren? Ich bin selber Lehrer, allerdings an einer Berufsschule, und mir würde es im Traum nicht einfallen da rüber zu laufen. Mein Opa war allerdings auch Lokführer und hatte in seinem Berufsleben zwei Selbstmörder vor der Maschine. Er meinte immer nur, dass bei einer Dampflok der Führerstand Gottseidank hinten ist, so das man nicht sieht was direkt vorne vor der Maschine passiert. Die 1.000€ Geldbuße dürften für die Lehrer das kleinste Problem sein. Dienstrechtlich haben sie ihre Garantenstellung verletzt. Entsprechend steht durchaus eine Entlassung als disziplinarische Maßnahme im Raum.
Gerne hier nachlesen:
https://www.selbst-und-bewusst.com/files/blocks/561.pdf
Wird spannend zu sehen, wer noch Lust auf diese „Garantenstellung“ hat, wenn demnächst der Beamtenstatus für neue Lehrkräfte abgeschafft wird (Vorschlag der Rentenkommission)…
Das Eine hat mit dem Anderen mal wieder gar nichts zu tun. Die Garantenstellung gilt auch jetzt schon für die angestellten Lehrer ebenso. Wussten Sie nicht? Naja, Sie waren doch der, der sagte, im Osten sind nur die ehemaligen SED-Kader nicht verbeamtet worden und deshalb angestellt und im Westen sind das alles Seiteneinsteiger, die noch nie in ihrem Berufsleben etwas mit Pädagogik zu tun hatten. Das waren doch Sie? Der unrealistische Realist.
Das ist wirklich unverantwortlich!