Start Politik Die Geburtenrate in Deutschland stürzt ab – es fehlt an Optimismus 

Die Geburtenrate in Deutschland stürzt ab – es fehlt an Optimismus 

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BERLIN. Deutschland steuert auf eine neue Phase des demografischen Wandels zu. Die Geburtenrate ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf 1,32 Kinder je Frau und damit auf den niedrigsten Stand seit rund 30 Jahren gefallen. Im europäischen Vergleich liegt die Bundesrepublik inzwischen leicht unter dem EU-Durchschnitt. Experten warnen, dass der Rückgang weit über die Familienpolitik hinausreicht – weil die Folgen in einigen Jahrzehnten den Arbeitsmarkt, die Sozialsysteme und das Bildungssystem gleichermaßen treffen.

Im Sinkflug. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die durchschnittliche Zahl der Kinder, die eine Frau in Deutschland zur Welt bringt, ist auf den niedrigsten Wert seit rund 30 Jahren gesunken. Der als Geburtenrate bezeichnete Wert betrug vergangenes Jahr 1,32, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sind demnach 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Noch niedriger sei die Geburtenrate 1994 mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern je Frau gewesen, 1996 lag sie dann ebenfalls bei 1,32. «Die damals Geborenen bilden die derzeit relativ kleine Generation potenzieller Eltern», erklärten die Statistiker. Wie das Bundesamt bereits zuvor bekanntgab, war die Zahl der Geburten 2025 infolge dieser Entwicklung auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken – und zwar auf 654.241 Babys.

Experte: Krisen führen zu Aufschub der Familienplanung

Laut dem Bundesamt ist die Geburtenrate seit dem Jahr 2022 kontinuierlich zurückgegangen. «Das liegt an den multiplen Krisen, die die Menschen verunsichern», sagt Martin Bujard, Forschungsdirektor beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Von Kriegen über wirtschaftliche Probleme bis zur Klimakrise: All das führe dazu, dass die Familienplanung aufgeschoben werde.

«Die Auswirkungen zeigen sich dann in etwa 20 Jahren, wenn eine Generation auf den Arbeitsmarkt geht, die ein Drittel kleiner ist als die Elterngeneration», sagt Bujard. Das habe massive Auswirkungen auf die Sozialsysteme.

Laut dem Experten liegt es an der Politik, zu handeln, etwa was Wohnraum oder Kinderbetreuung betreffe. Aber auch die Gesellschaft sei gefragt: «Wir brauchen ein zukunftsoptimistisches Narrativ. Wir müssen raus aus dem Krisen-Narrativ, denn wir leben immer noch in einer recht wohlhabenden Gesellschaft.»

Rückgang sowohl bei deutschen als auch bei ausländischen Frauen

Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit betrug die Geburtenrate 1,20 Kinder – ein ähnlich niedriger Wert wurde den Angaben zufolge zuletzt vor knapp 30 Jahren im Jahr 1996 gemessen (1,22). Im Vergleich zum Vorjahr ging die Geburtenrate um 2,8 Prozent zurück.

Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag die Geburtenrate bei 1,78 Kindern, das entspricht einem Minus von 3,3 Prozent. «Die Geburtenhäufigkeit der ausländischen Frauen geht seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich zurück», erklärte das Bundesamt.

Und: Die Eltern sind bei der Geburt ihrer Kinder tendenziell immer älter. So waren die Mütter im vergangenen Jahr bei einer Geburt – unabhängig davon, ob es die Geburt des ersten Kindes oder eines weiteren Kindes war – im Schnitt 31,9 Jahre und die Väter 34,8 Jahre alt. Zwischen 1991 und 2025 nahm das Durchschnittsalter bei Müttern um 4,0 Jahre (1991: 27,9 Jahre) und bei Vätern um 3,8 Jahre (1991: 31 Jahre) zu.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Laut den Daten gibt es auch Unterschiede zwischen den Bundesländern: Die niedrigste zusammengefasste Geburtenziffer – so der statistische Begriff – wurde vergangenes Jahr mit 1,16 Kindern je Frau in Sachsen errechnet, die höchste mit 1,38 in Niedersachsen.

Niedersachsen ist der Statistik zufolge bereits seit 2018 das Land mit der höchsten Geburtenhäufigkeit. Allerdings sank auch hier die Geburtenziffer zum ersten Mal seit 16 Jahren unter 1,40.

Und wie steht es zwischen Ost und West? «Die Geburtenhäufigkeit in den östlichen Flächenländern war mit 1,22 Kindern je Frau geringer als in den westlichen Bundesländern mit 1,34 Kindern je Frau», hieß es. Am höchsten in Ostdeutschland war die Geburtenrate in Brandenburg (1,30).

Wo steht Deutschland im europäischen Vergleich? Laut Daten des europäischen Statistikamts Eurostat lag die EU-weite Geburtenrate je Frau im Jahr 2024 – das sind die aktuellsten Zahlen – bei 1,34 Kindern pro Frau. Die EU-weit höchste Geburtenziffer von 1,72 Kindern je Frau hatte Bulgarien. Am niedrigsten war die Geburtenziffer demnach in Malta mit 1,01 Kindern je Frau. News4teachers / Von Jenny Tobien, dpa

Trotz Kinderwunsch: Deutschlands Geburtenrate sinkt auf historischen Tiefstand

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65 Kommentare
dickebank
13 Tage zuvor

Nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, man könne auch einen Stuhl wegnehmen. Auf „Stuhl dazu stellen“ als Problemlösung ist man ja schließlich auch gekommen.

Namina
12 Tage zuvor

Fad bedeutet auch, all die vielen finanzpolitischen Maßnahmen, die die „Gebärfreudigkeit“ wieder ankurbeln sollten, haben nichts gebracht und waren eigentlich umsonst. Man hätte das Geld sinnvoller einsetzen können. (Der Trend zur 2-Kind-Familie begannt schon vor 100-150 Jahren im 19. Jahrhundert. Steht in unserem Geschichtsbuch.)

Früher ging es eher darum, dass Eltern ihren Kindern mehr bieten können wollten, wenn sie weniger Kinder zu versorgen hatten. Heute geht es eher darum, dass sich Eltern selbst mehr verwirklichen und nicht nur für Kinder da sein wollen. (Natürlich gibt es immer Ausnahmen.)

Realist
12 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Der Sozialstaat führt automatisch dazu, dass immer weniger Kinder geboren werden, da deren „Alterssicherungs- und Versorgungsfunktion“ damit obsolet wird. Und damit erledigt sich der Sozialstaat langfristig von selbst, wie wir aktuell im Bereich Rente und Krankenversicherung sehen.

Wer glaubt, dass Roboter und KI unsere Renten bezahlen werden? Warum sollten die das tun, inbesondere wenn die Wertschöpfung zum Größtenteil in den USA und China stattfinden wird? In Japan mag das noch funktionieren, aber die haben ja frühzeitig auf Robotik und Automation auch im Bereich der Dienstleistungen gesetzt, während Deutschland hier bewusst einen anderen Weg eingeschlagen hat, nämlich den des Imports von billigen Arbeitskräften in Form von Migration.

Susanne M.
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Man könnte damit anfangen, auch Arbeit von Robotern und KI als Wertschöpfung zu besteuern.

Realist
11 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

„Roboter und KI“ brauchen drei Dinge. Billige Energie, Zugriff auf billige Rohstoffe und Zugriff auf „High Tech“ (und zwar echte High Tech und keine Hirngespinste wie „grüner Wasserstoff“). Und bei allen drei DIngen hat sich Deutschland (teils freiwillig) abgemeldet.

Also: Und jetzt wollen Sie auf das bischen, was Deutschland da noch eventuell reißen könnte, Steuern erheben???

Ukulele
12 Tage zuvor
Antwortet  Namina

So ist nun mal der Zeitgeist. Die Familie als Institution wird zunehmend geschwächt. Das Individuum hervorgehoben. Der Feminismus bezeichnet den Verzicht auf Familie als unabhängigkeit vom Mann. Usw.

unfassbar
12 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Es geht auch um die finanziellen Möglichkeiten, weil eine Familie bei mindestens drei oder mehr (kleinen und schulpflichtigen) Kindern mit Doppelverdienern immer schwieriger zu organisieren ist und das Einkommen für Alleinverdiener nicht ansatzweise reicht. Bei einem richtigen Zoo von Kindern wird es wieder umso einfacher, weil dann die Grundsicherung in den Bereich von A14-15 kommt. Das ist natürlich eher ein Konstruktionsfehler des deutschen Grundsicherungssystems, das für so große Familien nicht gebaut wurde.

Lampion
10 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Die Pille hat den Menschen unkonventionell und sehr einfach die Möglichkeit gegeben, Kinder zu planen. Das war ja vorher nicht möglich, das heißt, die Menschen bekamen vorher nicht mehr Kinder, weil sie mehr Kinder wollten, sondern weil sie es weniger verhindern konnten !!!!!!!!!!

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Lampion

Richtig.

Und wenn sich eine Gesellschaft dadurch selbst (wenn auch sehr human) exterminiert 😉 … kommt das eigentliche moralische Dilemma zum Vorschein…

blau
12 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Ich denke Maßnahmen für gesellschaftlichen Zusammenhalt würden die Gebärfreudigkeit erhöhen

S.B.
12 Tage zuvor
Antwortet  blau

Vielmehr sollte die Abtreibungsrate runter.

TaMu
11 Tage zuvor
Antwortet  S.B.

Wie würden Sie das politisch regeln?

S.B.
9 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Gar nicht. Eigenverantwortung ist gefragt. So lange jedes Jahr eine Kleinstadt abgetrieben wird. Brauchen wir uns über die niedrige Geburtenrate nicht zu beschweren, geschweige denn von der Politik etwas zu fordern.

Unverzagte
8 Tage zuvor
Antwortet  S.B.

Frauen, die sich gegen Gebären entscheiden, handeln Ihrer werten Ansicht nach also verantwortungslos ?

Bildungsnah
8 Tage zuvor
Antwortet  S.B.

Das Werbeverbot für Abtreibungen ist gefallen. Die Legalisierung wird von SPD und Grüne angestrebt und es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit. Die Grüne Ministerin Paus wollte Abtreibungen fest in die Ausbildung der Ärzte verankern. Ausnahmslos jeder Arzt sollte Abtreibungen durchführen können. Die Grünen haben einen Gesetzesentwurf eingebracht, der ausnahmslos alle Kliniken verpflichtet Abtreibungen durchzuführen. Mit neuen Verfassungsrichterinnen wird sicher auch die Grenze nach hinten verschoben, vielleicht auch bis kurz vor der Geburt.

Strebt die Politik eine Steigerung der Geburtenrate an? Kann ich mir kaum vorstellen.

Endu
6 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Abtreibungen sind vermutlich eines der am wenigsten entscheidenden Kriterien für die sinkenden Geburtenraten in westlichen Ländern. Zudem wäre ein Abtreibungsverbot lediglich wirkungslose Symbolpolitik, die den Bevölkerungsrückgang nur geringfügig verlangsamen würde.
Mittelalterliche Ansichten wie die Ihre und darauf aufbauende „Familienpolitik“ sind ein besseres Verhütungsmittel als jede Abtreibung. Wie ist Ihre Ansicht zur Steinigung bei Ehebruch?

Lampion
10 Tage zuvor
Antwortet  blau

Die „Gebärgreudigkeit“ war mutmaßlich früher gar nicht höher, es gab nur nicht keine legalen Möglichkeiten, gebären zu verhindern.

447
12 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Nicht nur das.

Über die Geburtenrate entscheiden halt (jetzt & hier zu 100%) die Frauen.

Warum und dass die nicht wirklich (=in echt & was gemacht wird, nicht was gesagt wird) Bock auf 2+ Kinder haben wie „früher™“…das dürfte doch nun für jeden sehr leicht erkennbar sein.

Das ökonomische Zeug kommt dazu, klar.
Heute ein Kind vernünftig und chancenorientiert groß zu ziehen…selbst bei guten Einkommen ist das für 2, 3 gar eventuell 4 Kinder ganz schnell unrealistisch.

Lampion
10 Tage zuvor
Antwortet  447

Guter Einwurf. Was ist, wenn sie kein entstehendes Kind will, aber er will es? Er hat keine Möglichkeiten, sie dazu zu verpflichten. Sie entscheidet alleine, für oder gegen das werdende Leben.

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Lampion

Richtig.

Konsequenz: Gesellschaft ex. 🙂
Entweder durch Personalmangel oder Integration so vieler Migrationswilliger, dass da höchstens noch das „Firmenschild über der Tür“ gleich bleibt.

Aber das ist ja historisch alles nix neues, hat es schon oft gegeben und wird es wohl auch in Zukunft noch geben.

Basilikum
10 Tage zuvor
Antwortet  Lampion

Schwangerschaft und Geburt betreffen auch nur die Frau.

Wenn ein lebensfähiges Kind geboren wird, betrifft es auch den Erzeuger (mehr oder weniger, je nachdem wie er möchte), vorher nicht.

Unverzagte
8 Tage zuvor
Antwortet  Lampion

Das ist auch gut und richtig so – geht immerhin um den Bauch einer Frau, der ihr allein gehört.

Mr X
12 Tage zuvor

Am besten als Sofortmaßnahme das Elterngeld kürzen.

Schademarmelade
12 Tage zuvor

Da gab es neulich eine interessante Doku zu dem Thema.
Es wurde deutlich gemacht das die Theorien nicht empirisch bewiesen sind ABER in Ländern mit Geburtenknick ging das oftmals Hand in Hand mit der Verbreitung des Internets.
Als Theorie wurde eine Verbindung zu unrealistischen Erwartungshaltungen und ein Fehlen an sozialen Interaktionen postuliert.
Das mag stimmen oder nicht, klingt für mich aber relativ einleuchtend zumal dieser Trend in vielen Ländern beobachtbar war und schon zuvor beweisen war das Paare die viel romantische Filme/Serien gucken statistisch weniger Kinder haben und Paar mit einem TV im Schlafzimmer ebenfalls. Wobei auch da die Kausalität in Frage zu stellen ist. Was war zuerst? Fehlender Sex oder der TV….
Zudem wurde hervorgehoben das nicht die Kindermenge pro Paar abnimmt sondern die Zahl der Paare die Kinder haben.

Bildungsnah
8 Tage zuvor
Antwortet  Schademarmelade

Aus meiner Sicht eine recht wilde Theorie, die nicht durch Daten belegt werden kann. Ich würde das sogar schon in den Bereich der Geschichtsfälschung einordnen. In Europa und Nordamerika ist die Reproduktionsrate schon in den 70ern auf unter 2,1 zurückgegangen, die Bevölkerung schrumpfte also. Dieser Effekt verstärkt sich automatisch selber, da dann weniger Frauen wieder Kinder bekommen können.

Wenn wir immer noch davon ausgehen, dass die Ursache zeitlich vor der Wirkung kommen muss, dann ist das Internet nicht der Auslöser. Sicherlich sind weder Internet, Social Media noch Fernsehsendungen oder Zeitungen der Geburtenrate förderlich. Das vermittelte Bild von Familie und Mutterschaft kann man kaum als positiv beschreiben.

Was den doch recht deutlichen Einbruch seit 2022 erklärt, ist sicher noch zu wenig untersucht. Dafür muss man auf etliche Faktoren schauen, wie Abtreibungen, Spontanaborte, Totgeburten. Der Rückgang lebend geborener Kinder kann verschiedene Ursachen haben und durchaus mehrere. Ein wahrnehmbarer zeitlicher Zusammenhang zu Internet und Social Media gibt es auch hier nicht.

Ich habe mich vor einer Weile, aus reinem Interesse nochmal mit den Bevölkerungszahlen beschäftigt und war sehr erstaunt. In der Schule habe ich noch gelernt, dass das Bevölkerungswachstum und die Überbevölkerung das drängendste Problem der Erde werden wird. Mit großem Eifer haben wir in Erdkunde die „Erkenntnisse“ des Club of Rome studiert. Da musste ich die Dinge die ich mal geglaubt habe, doch sehr stark korrigieren und als Irrtum erkennen.

Heute, nüchtern die Zahlen betrachtet, stellt sich diese Darstellung von damals als eher absurd dar. Eine große Anzahl der Länder steuerte zu diesem Zeitpunkt eher auf einen Bevölkerungskollaps zu. Auf allen Kontinenten außer Afrika haben wir heute einen Bevölkerungsrückgang.

Eisblume
12 Tage zuvor

Es wird immer so getan, als wenn Menschen Kinder zeugen müssen, um die Sozialsysteme zu stabilisieren oder zu retten. Aber wenn hat denn die Sozialsysteme im Sinn, wenn er sich für oder gegen ein Kind entscheidet? Kinder zeugen aus „staatspolitischer Verantwortung“?

Und was ist schlimm daran, wenn die Bevölkerung sinkt? Wir waren schon mal deutlich weniger Menschen in Deutschland und die Sozialsysteme funktionierten auch. Das muss nur umgestaltet werden. Notfalls kann man „Lücken“ gezielt durch Zuwanderung füllen.

In ein paar Landschaften „verwaiste“ Dörfer aufgeben und sie der Natur überlassen, könnte auch ein wirksamer Beitrag gegen die Klimakrise sein.

Nova
12 Tage zuvor
Antwortet  Eisblume

Länder mit einer geringen Bevölkerungsdichte sind sehr angenehm meiner Meinung nach. Ich mag das, weil ich den Vergleich ständig erfahre. Von daher wäre ich überhaupt nicht böse, wenn in Deutschland nur noch 30 Millionen Menschen wohnen würden, dann hätten wir mehr Platz und mehr Natur. Klar, auch weniger Komfort und Infrastruktur, aber das würde ich in Kauf nehmen.
Problem ist nur, dass irgendjemand die Rentnergeneration finanzieren muss und das ist eine Herausforderung. Also sollten alle, die jetzt Rentner werden, ordentlich Sport machen, damit sie fit bleiben, denn es wird keiner mehr dasein, der sie pflegt, doch, vielleicht ein paar nette und smarte KI-Roboter :-).

Hysterican
11 Tage zuvor
Antwortet  Nova

Um Himmels willen … nicht auch noch Sport treiben – dann bleiben die ja noch länger gesund und am Leben!!
Nach der oben angeführten Logik ist der einzige Weg der, dass man den Menschen frühzeitig durch härtere und ungesündere Lebensbedingungen an die Substanz und die Gesundheit geht – sie mit miesem Essen versorgt, Rauchen und Saufen als gesellschaftliches Muss vermittelt und ermöglicht und darauf setzt, dass das Gros die Rente – dann mit 70 – gar nicht erreicht.
So wie in Bismarcks Sozialversicherungssystem, in dem die Rentenzahlung erst mit 70 einsetzte – wohl wissend, dass gut 85% der Erwerbstätige dieses Alter gar nicht erreichen – aber alle vorher fleißig eingezahlt haben.
Also: nix Alkohol-, Tabak- oder Zuckersteuer, weg mit den Schreckbildchen auf den Zigarettenpackungen, her mit massiver Werbung für Schnaps und Zichten… gemeinsam schaffen wir eine gesellschaftliche Veränderung, die man auch wieder aus der Masse der Werktätigen finanzieren kann.

„Können wir das schaffen?“
„Ja, wir schaffen das!“
Bob der Baumeister, Philosoph

Gelbe Tulpe
12 Tage zuvor

Weniger Geburten heute erhöhen die Reallöhne in 20 Jahren, so wie auch in den 1950ern die Einkommen aufgrund der durch den Crash von 1929 verursachten Verringerung der Geburtenzahlen stark stiegen

Susanne M.
12 Tage zuvor

Familienarbeit wird auch überhaupt nicht geschätzt. Was will die Politik? Wenn die Mutter ihr Kind bekommen hat, soll sie es so früh wie möglich in eine Krippe geben und wieder Vollzeit arbeiten gehen. Vater dito. Wenn Eltern darauf bestehen, möglichst viel Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, sind sie gleich suspekt. Entweder zu arm ( Sozialhilfe) oder zu reich ( dann können sie machen, was sie wollen) oder zu rechts ( Traditionelles Familienbild und so weiter)
Minijobs, die ein Zubrot erlaubten, soll es auch nicht mehr geben.
Wohnungen gibt es überteuert.
Oma und Opa, die entlasten könnten, müssen jetzt präzise in den ersten Jahren der Kinder selber noch arbeiten.
Kinderärzte Mangelware. Schulen desolat.

Woanders gibt es ein Willkommenspaket, hier gibt es eine Steuer ID zur Geburt.

Hans Malz
11 Tage zuvor

Abwarten! Die Storchenpopulation steigt seit Jahren, da ist das nur eine Frage der Zeit, bis die Geburtenrate nachzieht. Der Schwarzstorch auf dem Bild bringt allerdings keine Kinder.

Dean
11 Tage zuvor

Das liegt bestimmt auch nicht nur daran, dass in den Sozialen Medien, TV Shows, Podcasts usw.. Männer als generell Böse dargestellt werden, der “ Neuzeitfeminismus“ bezeichnet Mutterschaft als was patriachales….Da wundert es mich nicht das die Geburten zurückgehen

Hysterican
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das stimmt!
Es ist wirklich ein unverzeihlicher Fehler der Natur und der Evolution gewesen, das Kinderkriegen bei der menschlichen Spezies auf die Frauen zu beschränken.
Aber Gott sei Dank versuchen neueste Fortpflanzungsforschungen, diesen Mangel zu beseitigen.
Da werden die Embrionen dann in außerkörperlichen, künstlichen Uteren herangezogen – inkl. simuliertem Herzschlag, Bewegung und steter Kontrolle durch KI-gesteuerte Aufzuchtsysteme.

Alles wird gut!
Und alle können sich völlig unabhängig von partnerschaftlichen Verpflichtungen frei entfalten.
Brave new world – vllt nochmal bei Huxley nachlesen.

Mr X
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Gleichbehandlung beim Stillen wird auch schwierig.

447
11 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

China ist schon dran.

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  447

Quelle?

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Krass, dass Frauen so wenig Bock auf Familiengründung haben, wenn Prinzen wie Sie gesellschaftliche Ungleichbehandlung als gottgewollte Voraussetzung voraussetzen 😛

Hysterican
10 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie mich schon als Prinzen kategorisieren, dann seien Sie doch bitte auch so konsequent, mich mit „Eure Hohheit“ anzusprechen.

Ansonsten bleibt es Ihnen natürlich überlassen, wie bei Ihnen üblich, andere Menschen anhand eines Kommentars herabzuwürdigen und in eine Schublade zu stecken.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Dieser Kommentar lässt tief blicken (https://www.news4teachers.de/2026/07/die-geburtenrate-in-deutschland-stuerzt-ab-es-fehlt-an-optimismus/#comment-819806), inwiefern ich Sie „herabwürdigte“ wäre erstaunlich, da ich Ihnen mehr Wilensbildung zutraue, als Sie den Frauen 😉

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bin (leider) kein Prinz. 🙁

Und wie Sie auf „Ungleichbehandlung“ kommen, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Mit „Gott“ habe ich es auch nicht so, den gibts nicht.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  447

Sie könnten verwirrt sein, weil ich Ihnen nicht (unter diesem Namen? 😛 ) schrieb.

Mit dem Gottebezug möchte ich aufzeigen, dass zu viele Menschen, meist Männer sich irren, dass Frauen anders, weniger wert wären und dies durch die „Natur“ gegeben vermuten – weil das angeblich besser klingen würde als: „Gott will es so!“
Ich würde ja nach Quellen fragen, aber ich habe große Zweifel, dass Tiktok da etwas hergibt 😉

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  447

Achja, für die Kleinen: es geht um GleichWERTIGkeit. Wenn ich etwas über Unterschiede lesen möchte, lese ich einen Artikel darüber, wo ein „echter Kerl“ es nicht ertrug, von einer Frau zurückgewiesen zu werden 🙁

Hatten wir alles schon, alles seit Jahrtausenden widerlegt – verschont mich -___-

447
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie viele Gesellschaften hatten (historisch) oder haben (aktuell) eine mindestens stabile („Säulenform“) demographische Reproduktionsrateaus sich selbst heraus, sofern das (historisch: analoge Zustände) eingeführt wurde, was wir ***heute*** unter „Gleichberechtigung“ verstehen ?

Ich erspare Ihnen die Studiensuche: Zero.

Doch, halt, stopp, zwei Beispiele von (nicht nur gleichberechtigten, sondern sogar matriarchalen) Gesellschaften gibt es.
Auf Tropeninseln ohne jede Konkurrenz zu anderen Gesellschaftsformen, da bis vor kurzem schlicht nicht (realistisch) erreichbar von aussen.

Gesellschaften mit starken Frauen(rollen) hat es natürlich auch gegeben. Jede Menge sogar.

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Denke auch, dass das der Hauptfaktor sein wird. Und auch mehrere Faktoren haben wird.

Ansonsten auch interessant: Universe 25. (Wenn auch nur eine Theorie/Tierversuch, die Analogien sind aber faszinierend)

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  447

Weil Sie Frauen dann wieder auf Tiere reduzieren können – wer hätte dies gedacht (augenroll)

„Denke auch, dass das der Hauptfaktor sein wird.“
Ach, darum suchen Sie händeringend nach anderen?

447
9 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie haben eine blühende Fantasie – und kennen das Experiment offensichtlich nicht einmal.

Universe 25 hat mit „Frauen“ nichts primär zu tun…sondern mit ***kollektiven*** Mustern.

Aber „Mönch Rainer“ erklärt wieder „wie’s (richtig) gemacht wird“… 😀

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  447

Da heutige Gesellschaften mit hierarchischen, deutlich „konservativeren“ Frauen- und Familienbildern die gleichen Probleme?
https://www.srf.ch/news/international/demografie-in-russland-das-russische-volk-schrumpft

https://dailynewshungary.com/de/alarmierend-ungarns-bevolkerung-nahert-sich-9-millionen-was-genau-passiert/

https://www.zeit.de/wissen/2026-01/demografie-china-geburten-tiefstand-rekord-gxe

https://www.aerzteblatt.de/news/wie-sich-amerika-demografisch-veraendert-c3fdaf58-3a82-4caa-8a37-70623972187f

Da Sie sich ja „historisch“ damit beschäftigten, haben Sie noch etwas Produktives vorzubringen als Ihren Wunsch, Frauen schlecht behandeln zu wollen, ohne dass sich etwas ändert?

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Richtig, alle Gesellschaften mit „modernen“ technischen Möglichkeiten haben die.

Und bei den sinkenden Geburtenraten könnten Sie sogar noch weiter gehen: Selbst Theokratien/Diktaturen im mittleren Osten gehen stetig runter. (Wo es rein theoretisch denkbar wäre, dass Männer Frauen den Kinderwunsch legal mit Gewalt aufzwingen – was der Großteil der Männer selbst dort scheinbar NICHT tut)

Die (wenn es sie denn gibt) Hauptursache ist einfach noch nicht gefunden

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  447

„Die (wenn es sie denn gibt) Hauptursache ist einfach noch nicht gefunden“
Hindert Sie offenbar nicht daran, unbelegten Schwachsinn zu suggerieren…
„Wie viele Gesellschaften hatten (historisch) oder haben (aktuell) eine mindestens stabile („Säulenform“) demographische Reproduktionsrateaus sich selbst heraus, sofern das (historisch: analoge Zustände) eingeführt wurde, was wir ***heute*** unter „Gleichberechtigung“ verstehen ?“
Aber wow, Sie geben den Frauen an allem die Schuld, wer hätte es gedacht – Sie dachten offenbar nicht

„Richtig, alle Gesellschaften mit „modernen“ technischen Möglichkeiten haben die.“
Oweh…
Aber bitte… Was haben Sie auf Tiktok über das antike Rom gesehen? (gähn)

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  Dean

Harter Diss an die Männer, dass die Ihrer Meinung nach so wenig an den Tisch bringen, dass gesellschaftliche Schlechterstellung von Frauen der einzige Ausweg sei…

TaMu
11 Tage zuvor

Mutterschaft bedeutet für Frauen, dass sie den dazugehörigen Mann für mindestens zwei Jahrzehnte als festen Faktor in ihrem Leben haben… vom geliebten Partner bis hin zum Seitensprung. Sie kann sich in keiner Weise mehr vom Mann trennen, weil das Kind ein Umgangsrecht hat, das von der Mutter verlangt, dieses zu ermöglichen, auch wenn er gewalttätig ihr gegenüber ist oder sie ihn als Zumutung in ihrem Leben empfindet. Weigert sie sich, kann ihr das Sorgerecht entzogen und dem Vater zugesprochen werden.
Kinder sind für viele Frauen wie eine Falle, in der der Kindesvater jahrelang Macht über sie hat. Das ist sicherlich ein Grund für Frauen, sich gegen Kinder zu entscheiden, obwohl sie eigentlich männliche Macht ablehnen und nicht die Mutterschaft.

GBS-Mensch
10 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Das hält der Realität nicht im geringsten Stand.
Das Gegenteil ist der Fall, weshalb sich eine Vielzahl von Männern gegen eine Familiengründung entscheiden.

unfassbar
9 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Ein Mann, der etwas auf sich hält, hat kein Interesse an Feministinnen, die andauernd über die bösen (weißen) Männer schimpfen.

Unverzagte
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Kontext von kognitiver Minderleistungsfähigkeit und Neigung zu rechtsextremen Ideen ist so überraschend jetzt nicht….

Unverzagte
9 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Nur ein Tor schiesst ein Eigentor…

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Was hält Ihrer Meinung nach ein Mann auf sich, über das Feminist*innen schimpfen?

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Ich glaube, Sie sehen das zu negativ.
Beim Kindeswunsch gehört – denke ich – Misstrauen der Partner*innen einander eher nicht zur Grundlage.

Da spielen Sicherheit, Finanzen, Gesundheitsversorgung, Lebensgestaltung, Bildung und Zukunktsperspektiven eine wichtige Rolle.
In Skandinavien ist meines Wissens die Demografie weniger prekär, da sich u.a. Paare dort eine positive Zukunft als Famile vorstellen können

GBS-Mensch
10 Tage zuvor

Aus beruflicher Sicht wäre es mir durchaus lieb, wenn einige Familien, oder auch einige mehr, sich auf ein oder zwei Kinder beschränkten und nicht jedes Jahr oder alle zwei Jahre Nachschub schicken würden.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Danke für den Einschub. Eugenetik war den meisten bisher zu bescheuert.
Aber mal wieder nett zu betrachten, wie manche von Grenzen (möglicherweise Sterilisierung?) schwafeln, bevor sie sich auch nur ansatzweise für ein besseres Bildungssystem einsetzen wollen.

Aber wahrscheinlich war es nur „Sarkassmus“ (diese besondere Form, wo auf bildungsferne Familien und Kinder getreten wird…)