
Nach dem Verzehr giftiger Pflanzen sind mehrere Grundschüler in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) ins Krankenhaus gekommen. Bei dem Vorfall am Mittwoch auf dem Schulhof der Stadtschule aßen die Kinder Schoten von einem Goldregenstrauch, wie die Stadt mitteilte. Die betroffenen Kinder wurden daraufhin sofort medizinisch versorgt und zur Untersuchung in das Universitätsklinikum in Lübeck gebracht.
Den Schülerinnen und Schülern geht es den Angaben nach gut. Vier Kinder konnten das Krankenhaus wieder verlassen – drei weitere sind derzeit noch vorsorglich zur Beobachtung in der Klinik, hieß es. Unmittelbar nach dem Vorfall wurden die Stadtverwaltung als Schulträger sowie die Schulbehörde informiert. Der Hausmeister schnitt zudem den Goldregenstrauch zurück, um sicherzustellen, dass kein anderes Kind davon erkranken kann.
Zudem hat der Schulträger weitere Schritte eingeleitet: So ist eine Firma laut Stadt damit beauftragt worden, den Schulhof der Schule sorgfältig auf giftige Pflanzen zu kontrollieren und diese zu entfernen. Diese Maßnahme werde in den Sommerferien auf alle Schulen des Schulträgers ausgeweitet. Zudem sei das Thema am letzten Schultag vor den Sommerferien noch einmal mit den Kindern besprochen worden, um sie dafür zu sensibilisieren, unbekannte Pflanzen, Beeren, Früchte oder Samen niemals zu probieren oder zu essen. News4teachers / mit Material der dpa
Auf Schulhof in vier Meter tiefen Betonschacht gestürzt: Feuerwehr rettet Grundschüler










„Bei dem Vorfall am Mittwoch auf dem Schulhof der Stadtschule aßen die Kinder Schoten von einem Goldregenstrauch, wie die Stadt mitteilte.“
Der Goldregen gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Also aßen die Kinder Goldregen-Hülsen mit den sehr giftigen Samen. Kreuzblütler (z.B. Raps) bilden Schoten als Früchte.
Keine Botanik-Experten bei der Dpa? Recherche?
(In Sachsen ist das im Lehrplan Biologie Klasse 6 – hoffentlich bleibts auch drin.)
Jetzt mal ernsthaft, wer ist so dämlich und pflanzt hochgiftige Stauden und Sträucher auf einem Schulgelände. Jeder, der mal einen Garten angelegt hat und kleine Kinder hat(te), weiß doch, was passieren kann und verzichtet auf solche Pflanzen…..
Jepp! Absolute Zustimmung!!
Auch Pflanzen mögen es „divers“…
Falls in Ihrem Kommentar irgendein verborgener Sinn,Witz oder Gedanke stecken sollte, bitte teilen Sie ihn.
Hab mich eher gefragt, welche Eltern versäumten, ihre Kinder über die Wirkung einiger Pflanzen aufzuklären.
Wir hatten auch einen Goldregen im Garten, wussten allerdings nach entsprechender Einnordung um dessen Wirkung.
Grundschüler sollten wissen, dass man nicht alles essen darf, was einem vor die Nase kommt. Das sind grundsätzliche Verhaltensregeln für jedes Kind, sobald es sich fortbewegen kann.
Man kann im Leben nicht alles aus dem Weg räumen, was gefährlich sein könnte.
Kinder müssen lernen, mit den Gefahren umzugehen. Und das geht nur, wenn man die Gefahren gemeinsam erkundet statt alles zu verbieten.
Die Natur erkunden Kinder normalerweise, wenn sie laufen können und Spielplätze, Wälder und Wiesen in Beschlag nehmen (am Anfang mit den Eltern üblichrweise). Ab Grundschulalter sollte der Prozess mehr oder weniger abgeschlossen sein.
„Man kann im Leben nicht alles aus dem Weg räumen, was gefährlich sein könnte.“
Man kann aber auf dem Schulgelände darauf achten, Pflanzen zu setzen, die einheimisch und ungiftig sind. Das trägt nebenbei auch zur Sachkenntnis bei…..
Gibt zum Glück auch Grundschülerinnen, die das mitkriegen 😉
Ach so…..wo alle Eltern ganz selbstverständlich heutzutage ja darauf achten, dass das Kind über die üblichen und nötigen Vorläuferfähigkeiten verfügt……tjoa…..kann man als gegeben voraussetzen…..
Ich denke über all die erwachsenen Menschen nach, die jedes Jahr mit einer Pilzvergiftung im Krankenhaus landen…..so ganz einfach scheint die Unterscheidung zwischen giftig und essbar wohl doch nicht zu sein….
Ist das nicht mehr Thema im Sachkundeuntericht? Da war es früher drin: Hände weg von Giftpflanzen!
Könnte mir aus ggb.Anlässen gut vorstellen, dass das Thema Giftpflanzen drin bleibt.
Das hätte ich mich nicht getraut, denn selbst wenn meine eigenen Kinder entsprechend instruiert gewesen wären, für Besucherkinder hätte ich da nicht die Hand ins Feuer gelegt…..
Man kann sich wirklich nur wundern. Meine Kindertagespflege wäre mir nicht genehmigt worden, wenn ich Goldregen auf dem Weg zur Haustür im Vorgarten gehabt hätte.
Tja, was sagen die örtlichen Vorschriften dazu? Als wir unser Haus gebaut haben, gab es von der Stadt eine hübsche Liste mit Pflanzen, die im Vorgarten überhaupt gepflanzt werden DÜRFEN (Vorgaben wegen Ausgleichsflächen etc.). Ich habe damals die Vollkrise gekriegt, weil drei Viertel der aufgeführten Hecken, Sträucher und sonstiger Pflanzen giftig waren – und sich im Erdgeschoss meine logopädische Praxis befindet. Neben dem Zugangsweg Tollkirsche, Goldregen, Pfaffenhütchen und Konsorten pflanzen, wenn ständig Kitakinder dran vorbei laufen, das geht bestimmt gut auf Dauer… Desweiteren waren auf der Liste tolle Pflanzen wie Tuja und Kirschlorbeer, die dazu noch ökologisch komplett sinnlos sind (so viel zum ‚Ausgleich von Naturfläche‘). Ich musste deswegen tatsächlich bei der Stadt vorsprechen und eine Ausnahmegenehmigung erwirken! Würde mich nicht wundern, wenn es bei Schulen und Kitas das gleiche Problem gab/gibt…
Goldregen auf einem Schulhof? Was für eine hübsche Idee! Ich würde darunter ein verspieltes Beet mit Eisenhut und Fingerhut anlegen und das Ganze mit Maiglöckchen unterpflanzen. So verhindert man Wurzelunkräuter und alles kann kräftig gedeihen. Sollte noch Platz für weitere Sträucher mit schönen Blüten und dekorativen Früchten sein, passen ein Pfaffenhütchen und Tollkirsche perfekt dazu.
Wieso gibt es eigentlich so wenige Schulen, Spielplätze und Kitas mit diesen aufregend schönen Pflanzen?
Und wir vergessen natürlich auch den Wunderbaum nicht…..der ist besonders hübsch anzuschauen…..und @Katze könnte in ihrem Element sein, daraus Rizin herzustellen…..das wäre doch mal sowas von fachlich….
Auch Herkulesstauden lohnen sich, um spielerisch die phototoxische Wirkung zu erkunden…
Für Jugendliche wären neben der Tollkirsche auch Engelstrompeten sinnvoll. Es gibt sonst einfach zu wenige Experimente zu Neurobiologie.