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Brandbrief-Schule: Schulaufsicht zieht die Notbremse (und Schulleitung ab)

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LUDWIGSHAFEN. Die Konflikte an der bundesweit durch einen Brandbrief des Kollegiums bekannt gewordene Realschule plus in Ludwigshafen wabern bereits länger. Sogar die Polizei zeigte zeitweise täglich Präsenz auf dem Schulhof. Jetzt, nach dem Regierungswechsel in Mainz, greift die Schulaufsicht ein. 

Es brennt – im übertragenen Sinne. (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Die Schulaufsicht zieht bei der in die Schlagzeilen geratenen Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen die Notbremse. Weil trotz längerer engmaschiger Begleitung mit zahlreichen Gesprächen und Supervisionsangeboten die Konflikte in der Schule nicht überwunden und keine tragfähige Strukturen entwickelt wurden, werde es eine Neuaufstellung der Schulleitung geben, kündigte eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Mainz an.

Das Maßnahmenpaket zur Neuaufstellung umfasst demnach zudem eine weiterhin engmaschige Begleitung des dann neuen Kollegiums durch die Schulaufsicht ADD, verbindliche Supervisions- und Unterstützungsangebote sowie organisatorische Maßnahmen zur Stärkung einer verlässlichen Zusammenarbeit. Die Gespräche zu den personellen Veränderungen seien derzeit noch nicht abgeschlossen.

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Wiederholt Polizeieinsätze

Die Realschule in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz war wiederholt wegen Polizeieinsätzen in die Schlagzeilen geraten. Im Januar war an drei Tagen in Folge Reizgas versprüht worden, im vergangenen Oktober kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Im Mai 2025 soll eine Schülerin mit einem Messer eine Lehrerin attackiert haben.

Die Polizei zeigte nach den Gewaltvorfällen seit Ende Januar regelmäßig Präsenz auf dem Schulgelände. Gegen den Leiter der Schule waren Dienstaufsichtsbeschwerden erhoben worden. Zum Beginn des neuen Schuljahrs sollen sich nach Angaben der Schulaufsicht 18 der insgesamt 56 Lehrkräfte krankgemeldet haben.

Bildungsministerin will Neustart

Nach Ansicht der (neuen) Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) darf sich das Land nicht damit zufriedengeben, Konflikte weiter zu verwalten, sondern müsse an diesem Punkt die Verantwortung für die Entwicklung der Schule übernehmen und Lösungen ermöglichen. Dafür brauche es einen Neustart. Ziel sei es, Konfliktlagen aufzulösen und den Blick wieder auf das zu richten, worauf es ankommt: Gute Bildung, erfolgreiche pädagogische Arbeit und verlässliche Zusammenarbeit mit Fokus auf Schülerinnen und Schüler. News4teachers / mit Material der dpa

„Ich schieße euch alle ab“ – Ganzes Kollegium schreibt Brandbrief: Realschule versinkt in Gewalt, Angst und Chaos

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8 Kommentare
Mika BB
18 Stunden zuvor

Laut ARD wird jedoch nicht nur die Leitung ausgetauscht. Auch langjährige Lehrkräfte, die sich gegen die Zustände dort engagiert haben, z.B. mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde, wurden zu Beginn dieses Schuljahres gegen ihren Willen von der Karolina in andere Schulen umgesetzt. Ein Schelm, der dabei denkt, das könne mit ihrer Kritik an Schulleitung und ADD zusammenhängen.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-chaotischer-start-an-problemschule-in-ludwigshafen-direktor-weg-lehrer-aus-protest-krankgeschrieben-100.html

unfassbar
12 Stunden zuvor
Antwortet  Mika BB

Haben die etwa in ihrer Beschwerde die Wahrheit geschrieben?

So oder so hat das Land damit den dort verbliebenen Lehrern eindeutig gezeigt, dass sie entweder stillhalten oder auch versetzt werden.

Heinz
15 Stunden zuvor

Die Sommerferien sind in Rheinland Pfalz lange vorbei. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, so einen Schritt in den Sommerferien zu vollziehen?

Hans Malz
12 Stunden zuvor
Antwortet  Heinz

Da sind die Aufsichtbehörden im Homeoffice auf der Terrasse oder dem Balkon.

unfassbar
11 Stunden zuvor
Antwortet  Heinz

Nein, nicht möglich. Die Verantwortlichen im Dezernat waren dann im Urlaub.

Rainer Zufall
11 Stunden zuvor
Antwortet  Heinz

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Rainer Zufall
11 Stunden zuvor

„Ziel sei es, Konfliktlagen aufzulösen und den Blick wieder auf das zu richten, worauf es ankommt“
Wenn DAS der Neustart ist, was war der Plan davor?

Daumendrück den Kolleg*innen vor Ort, dass Sie (weiterhin) die dringend notwendige Unterstüzung erhalten, um langfristig arbeiten zu können!

Hansjoachim
10 Stunden zuvor

Das finde ich erst recht erschreckend: Gewisse Probleme kann man nur angehen (von lösen wollen wir mal gar nicht reden), wenn kurz darauf eine Landtagswahl mit Regierungswechsel stattfindet. Ansonsten haben wir das natürliche Beharrungsvermögen einer bürokratischen Institution, in der die Krähen einander nichts aushacken. 🙂