Start Politik Bildungsverwaltung bestreitet Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte (allen Ernstes)

Bildungsverwaltung bestreitet Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte (allen Ernstes)

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BERLIN. Die Berliner Bildungsverwaltung hält eine vollständige Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte nicht für erforderlich – und beruft sich dabei auf eine gemeinsame Rechtsauffassung fast aller Bundesländer. Die GEW reagiert nun praktisch: Mit einer neuen App können Berliner Lehrkräfte ihre gesamte Arbeitszeit dokumentieren und damit auch Überstunden und mögliche Verstöße gegen Höchstarbeitszeiten belegen.

Trotzphase (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Die Berliner GEW hat zum 18. August die App „LehrZeit!“ gestartet. Mitglieder können damit ihre Arbeitszeit und Überstunden dokumentieren. Hintergrund ist, dass die Senatsverwaltung selbst kein entsprechendes Verfahren bereitstellt. „Wir haben den Senat immer wieder aufgefordert, endlich ein verbindliches und rechtssicheres System zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte zu schaffen. Weil das bislang nicht geschehen ist, nehmen wir das Thema selbst in die Hand“, erklärt der Berliner GEW-Vorsitzende Gökhan Akgün.

Der Konflikt betrifft einen besonderen Punkt des Lehrerberufs. Unterrichtsstunden sind durch Stundenpläne exakt dokumentiert. Ein erheblicher Teil der tatsächlichen Arbeit findet jedoch außerhalb dieses sichtbaren Bereichs statt: Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen gehören ebenso dazu wie Gespräche, Konferenzen, Dokumentation und zusätzliche schulische Aufgaben. „Genau diese Arbeit werden wir sichtbar machen“, kündigt Akgün an.

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Die Berliner Bildungsverwaltung sieht allerdings schon die grundsätzliche Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung anders. „Das Land Berlin sowie die anderen Bundesländer – außer das Land Bremen – vertreten die Auffassung, dass die Arbeitszeit von Lehrkräften von der europarechtlichen Pflicht zur Erfassung von Arbeitszeit auszunehmen ist“, erklärt Sprecher Martin Klesmann.

Die Länder berufen sich nach Angaben der Verwaltung auf eine EU-Regelung, die Ausnahmen ermöglicht, wenn die Arbeitszeit aufgrund der besonderen Art einer Tätigkeit nicht genau festgelegt oder von den Beschäftigten selbst bestimmt werden kann. Nach ihrer Auffassung trifft dies auf Lehrkräfte zu.

„Die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung ergibt sich bereits unmittelbar aus der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022. Sie gilt schon jetzt für alle angestellten Lehrkräfte“

Allerdings steht die Rechtsauffassung der Länder im Widerspruch zu einer Aussage, die das Bundesarbeitsministerium bereits im vergangenen Jahr schriftlich getroffen hat. Adressat war der heutige Bremer Bildungssenator Mark Rackles (SPD), der die Antwort anschließend öffentlich machte. Das Ministerium erklärte ausdrücklich: „Die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung ergibt sich bereits unmittelbar aus der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022. Sie gilt schon jetzt für alle angestellten Lehrkräfte.“

Für beamtete Lehrkräfte gälten die beamtenrechtlichen Regelungen der Länder. „Das ‚Ob‘ der Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung ist also bereits geklärt“, hieß es. Offen sei vielmehr die konkrete Ausgestaltung – das Wie. Um das zu klären, startet das Bundesland Bremen zum neuen Schuljahr einen Modellversuch.

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung sind zwei Gerichtsentscheidungen. Der Europäische Gerichtshof verpflichtete die Mitgliedstaaten 2019 dazu, für eine verlässliche Erfassung der Arbeitszeit zu sorgen. Das Bundesarbeitsgericht stellte 2022 fest, dass Arbeitgeber in Deutschland bereits nach geltendem Recht verpflichtet sind, ein System einzuführen, mit dem die Arbeitszeit der Beschäftigten erfasst werden kann.

Wie groß die Differenz zwischen vorgesehener und tatsächlich geleisteter Arbeitszeit sein kann, zeigt eine von der GEW unterstützte Untersuchung der Universität Göttingen für Berlin. Tausende Lehrerinnen und Lehrer machten dafür im Schuljahr 2023/2024 Angaben zu ihrer Arbeitszeit; 1.217 dokumentierten sie über ein Jahr hinweg kontinuierlich.

Der Untersuchung zufolge leisten zwei Drittel der Berliner Lehrkräfte unbezahlte Mehrarbeit. Bei Vollzeitkräften kommen im Durchschnitt rund 2,5 Überstunden pro Woche zusammen. Nach Angaben der GEW entspricht das etwa 100 zusätzlichen Arbeitsstunden pro Jahr und Vollzeit-Lehrkraft. Auf Berlin hochgerechnet summiere sich die unbezahlte Mehrarbeit auf mehr als zwei Millionen Stunden jährlich.

Die neue App berechnet anhand des jeweiligen Deputats die individuelle Soll-Arbeitszeit und stellt ihr die tatsächlich erfassten Stunden gegenüber. Überschreitungen können damit dokumentiert und gegenüber der Schulleitung geltend gemacht werden. Die GEW verbindet damit ausdrücklich auch eine rechtliche Perspektive. Die App sei kein Allheilmittel und könne keine fehlenden Lehrkräfte ersetzen, betont Akgün. Die dokumentierten Arbeitszeiten sollen Beschäftigten aber helfen, Ansprüche auf Entlastung oder Ausgleich durchzusetzen – notfalls auch gerichtlich.

Berlin ist mit diesem Vorgehen nicht allein. Die ausbleibende staatliche Erfassung führt inzwischen dazu, dass mehrere GEW-Landesverbände eigene Systeme aufbauen. Hessen ist Anfang August vorangegangen. Dort können GEW-Mitglieder seit dem 5. August ebenfalls die App „LehrZeit“ nutzen (News4teachers berichtete). Niedersachsen will nach den Herbstferien mit einer eigenen Anwendung folgen. In Bayern verfolgt die GEW wiederum ein anderes Modell. Statt eine eigene Anwendung anzubieten, übernimmt der Landesverband für Mitglieder für die Dauer eines Schuljahres die Kosten der Drittanbieter-App „MiZei“.

In Hessen und künftig auch Berlin können sie ihre Aufzeichnungen freiwillig und anonymisiert den Landesverbänden zur Auswertung zur Verfügung stellen. Für die Länder könnte das Folgen haben. Denn die Daten betreffen nicht nur die Frage, ob einzelne Lehrkräfte zu viel arbeiten. Sie können auch zeigen, ob die von den Dienstherren verlangten Aufgaben innerhalb der vorgesehenen Arbeitszeit überhaupt zu bewältigen sind.

„Einige Bundesländer hoffen noch, dass im Gesetzesentwurf des Bundesministeriums eine Bereichsausnahme für Schulen stehen wird. Das ist aber eine Illusion“, so erkärte Rackles unlängst. Manche Bildungsministerien setzten jedoch weiterhin auf Abwarten. „Es gibt ein paar Bundesländer – sie liegen eher im Süden –, deren Verantwortliche einfach sagen: Sollen die Lehrkräfte doch klagen. Bis die Klagen durch sind, bin ich schon nicht mehr im Amt.“ Das hält er allerdings für falsch. News4teachers / mit Material der dpa

Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte: Wie der Bremer Modellversuch den Schulbetrieb bundesweit umkrempeln soll

 

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69 Kommentare
Tanya
21 Tage zuvor

Ja warum wohl.
Es herrscht ein Ungleichgewicht im Land. Die Einen, wie meine Frau, haben 35 Std. Woche, 3 oder 4 Tage Homeoffice und bekommen dafür noch üppige Gehälter mit Prämienausschüttungen und die Anderen arbeiten an vorderster Front, in Schichten, in Präsenz und wie bei Lehrern mit 41 Stunden und in Spitzenzeiten 55 und fahren jeden Tag hin. Es gibt hier keinerlei Zulagen oder Prämien und der Dank ist der späterer Ruhestand 🙁

Realist
21 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Tja, und die einen werden als überprivilegierte, f… S.. beschimpft, die auf Kosten der Allgemeintheit leben, die anderen als „Leistungsträger“bewundert, die dem „fiesen“ Arbeitgeber zu Recht jeden Euro aus der Tasche ziehen, den sie nur können.

Wer wer ist, überlasse ich dem Leser…

Sabi
21 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

wann ändert sich da was??? :O 🙁

Antoniatony
21 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

das Homeoffice wird fast überall abgeschafft, viele Arbeitnehmer kämpfen aktuell um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze
man mag es kaum glauben, aber wir sind aktuell noch ziemlich privilegiert , die meisten bekommen ja nicht einmal mit, wie schlimm die wirtschaftliche Lage ist
Wir sollten froh sein, dass wir aktuell noch bezahlt werden, denn eigentlich sind die Kassen überall leer
und wer den Eindruck hat ständig zu viel für sein Geld zu arbeiten, es gibt einen Weg raus
Keiner ist gezwungen verbeamtetet zu bleiben, es gibt auch für Lehrer Alternativen

Walter Hasenbrot
21 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

„Wir sollten froh sein, dass wir aktuell noch bezahlt werden, denn eigentlich sind die Kassen überall leer“

Obwohl ich Ihnen zustimme, was das Homeoffice betrifft, halte ich diese Aussage für ziemlichen Unsinn.

Teacher Andi
20 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

In der Politik wird Unsinn manchmal durchgesetzt…..

Janser
19 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

wenn die Kassen leer sind kannste auch kein Personal einstellen. Das kostet nun mal Geld. Wenn du Pleite bist und dennoch Personal einstellst obwohl du weisst das du dieses dir nicht leisten kannst bist du ein Betrüger. Warum sollte dies , wenn es dann in der freien Witschaft gilt , in der Schule anders sein oder sind neuerdings Arbeitnehmer gezwungen ihren Arbeitgeber mit ihrem Gehalt zu sanierren?

Thomas
21 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

Es ist kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabeproblem. Die Steuerlast ist so hoch wie nie.
Außerdem wird Homeoffice nach Covid minimal zurückgefahren, aber nicht abgeschafft. 2 oder 3 Tage sind drin, halt nicht 5 😉

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Es ist kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabeproblem. Die Steuerlast ist so hoch wie nie.“

Und die Verschuldung war auch noch so hoch wie noch nie…

Es ist beim Staat immer ein Ausgabeproblem: Die Prioritäten werden politisch gesetzt, in der „Bildungsrepublik Deutschland“ sind traditionell andere Dinge wichtiger…

Wahlkampf 2008: Merkel ruft die „Bildungsrepublik Deutschland“ aus: „Zentrale politische Aufgabe für die nächsten zehn Jahre“:
https://www.kas.de/documents/291599/25152136/UiD_2008_2_vom_18_Juni_2008-multi-page.pdf/669afaab-b917-ccbd-8d99-0b541f0284c2?version=1.0

Bla
21 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

„Wir sollten froh sein, dass wir aktuell noch bezahlt werden“

Genau … Sie haben den Dreh raus. Haha.
Fur Arbeit auch noch bezahlt werden … Was ein Gedanke. Soll man doch froh drum sein, wenn man arbeiten darf. Eventuell sollte man noch überlegen, ob man nicht sogar für dieses Privileg noch zahlen muss. Einen Zweitjob nebenbei ? Sollte kein Problem sein.
Viel Mehrarbeit wird ja schon nicht bezahlt und wurde auch nicht.
Und das soll man „feiern“? Genau.

Bei Schulpflicht ist die Umsetzung auch (gar k)ein Kompromiss [Kinder von der Straße, Betreuung, „Lernen/Wissensvermittlung“, Eltern können selbst arbeiten, hat mal bisschen „die Kids weg“, usw.]. Rechnet man das mal um … Könnte man schnell darauf kommen, dass die Abschaffung der Bezahlung logischerweise einen so gewaltigen Backlash bedeuten würde, dass man gleich „zumachen kann“.
Man kann es „aussitzen“, „Zusprüche machen und wenig bis nicht Handeln“. All das ist taktisch „okey“ … Aber Zahlung stoppen? Auweh … Dann haben wir wirklich wirklich ein Problem und den vorgezogenen Kollaps. Das macht doch keiner in seiner Amtszeit … Sind Sie verrückt?
Ergo: Wird nicht passieren. Das sitzt man aus und hofft, dass es andere trifft.

Überlegen Sie mal ernsthaft, was alleine Betreuung, Privatisierung usw. dem Staat kosten würde. Beispielsweise als Zuschüsse. Oder den Unternehmen und Familien. Woher soll man das Geld wiederum nehmen? Sozialstaat wäre dann auch diesbezüglich „bankrott“. Tjo … Wer meldet sich denn dafür freiwillig?
Der Kompromiss einer „Bildungspflicht“ wird ja noch nicht mal (ernsthaft) in Betrachtung gezogen … Außer von einer Partei, wo man dies eigentlich nicht haben will als Ausgangspunkt.
Dann denken Sie de facto [keine Bezahlung] an eine akute selbst gemachte Kollapsverschiebung eines Mangelsystems in die eigene Amtsperiode? Statt 3-4 später, wo man ggf. „raus ist“?
Wirklich?
Ich setze dagegen …

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Fur Arbeit auch noch bezahlt werden … Was ein Gedanke. Soll man doch froh drum sein, wenn man arbeiten darf. Eventuell sollte man noch überlegen, ob man nicht sogar für dieses Privileg noch zahlen muss.“

Ich wäre mir da nicht so sicher…

Es gabe einmal eine Doku über den Zusammenbruch der Sowjetunion. Da wurde im öffentlichen Dienst praktisch über Monate / Jahre nichts bis zu wenig zum Überleben bezahlt. Und es gab tatsächlich Lehrkräfte, die für umsonst weitergearbeitet haben „der Kinder wegen“, die sogar Zweitjobs in der „freien“ Wirtschaft abends und am Wochenende angenommen haben um mit dem Geld auch den Kindern in der Schule ein Frühstück anbieten zu können.

Extremfall klar, ökonomisch war das natürlich totaler Selbstmord, insbesondere da während dieser Zeit in der „freien“ Wirtschaft (genug Skrupellosigkeit vorausgesetzt) ein Vermögen aufgebaut werden konnte: So entstanden die Oligarchen.

Und der russische Staat hat diesen Altruismus natürlich auch gnadenlos ausgenutzt: Die Lehrkräfte waren die Letzten nach Polizei, Militär, Justiz und Gesundheitswesen, die wieder auskömmliche Löhne bekommen haben.

Also, falls hier die große Staatskrise kommte („Geld alle“): Was ist euer Weg?

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Alexei Yurchak: „Everything Was Forever, Until It Was No More: The Last Soviet Generation.“

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion, informieren Sie sich, wer Alexei Yurchak ist, bevor Sie sich hier lächerlich machen…

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Deutschland ist nicht die Sowjetunion, das ist richtig.

Aber dass „Everything Was Forever“ gilt, darauf sollte man sich auch hier nicht verlassen.

Opossum
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In welchem Deutschland hat man drei Autos oder fährt jedes Jahr in den Urlaub?

Meine Enttäuschung war groß zu sehen, dass nicht wenige in provinziellen Städten kein Auto haben und deswegen nicht ins Schwimmbad können; dass viele Schwimmbäder geschlossen werden, weil für Kommunen zu teuer; dass es ohne Ehrenamt kein Schulessen, keine Vereine, manchmal keine Sprachkurse für Fluchtlinge gibt; dass Musik- oder Kunstunterricht als Luxus und nicht als Teil der Grundbildung gilt; dass Rentner stark sparen müssen oder gar Flaschen sammeln, dass trotz riesigen monatlichen Krankenkassenbeiträgen keiner garantiert, dass man einen Haus- oder Kinderarzt findet…

Der DIHK-Bericht Auslandsinvestitionen der Industrie 2025 zeigt: Deutsche Industrieunternehmen ziehen sich zunehmend aus dem Heimatmarkt zurück und verlagern Investitionen ins Ausland – getrieben von hohen Kosten, geopolitischen Risiken und schwindender Wettbewerbsfähigkeit.“

BIP ist gewachsen (32 Prozent davon geht in den sozialen Budget), aber wenn BIP pro Kopf betrachtet wird, ist Deutschland irgendwo neben dem Platz 20.

Jobs verschwinden, Preise und Abgaben steigen…

In Sovjetische Union hatten die meisten Menschen ihre eigene Wohnung, oft Dacha, um selbst Gemüse anzubauen, und die Nebenkosten waren gering, in Deutschland 52,8% der Bevölkerung wohnen zur Miete. Der Jobverlust kann dann sehr schmerzhaft werden.

Janser
19 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der einzig antändige Kommentar hier- Danke.

Jerunda
20 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Man muss nicht nur das Beispiel Sowjetunion bemühen, um Sparmaßnahmen bei den Beschäftigten im ÖD zu zeigen:
Shutdown in den USA – Ursachen, Bedeutung und Folgen

Lera
21 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

Lebensentscheidungen

Freie Wirtschaft: Chancen auf Gehaltserhöhungen durch Leistung, Bonus-Zahlungen, Firmenwagen, Homeoffice, WENN es läuft, dafür mehr Risiko, wenn es mal nicht so läuft

Lehramt: moderate bis keine Verdienststeigerungen durch individuelle Leistung, starre Laufbahnen, garantiert keine Boni, garantiert kein Firmenwagen, garantiert volle Präsenz, DAFÜR aber die Sicherheit, auch in Krisenzeiten versorgt zu sein.

Leute aus der freien Wirtschaft, die in Krisenzeiten neidisch auf Beamte schauen, sind vergleichbar mit Anlegern, die hohe Risiken für hohe Rendite eingehen, und sich um Verlustfall bei den Leuten mit einem Sparbuch beschweren, warum die nicht auch mal was verlieren.

Das wirkt auf mich recht kindisch und einfältig.

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Das wirkt auf mich recht kindisch und einfältig.“

Das fällt alles unter das bewährte Prinzip „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“.

Wenn’s gut läuft, hat man sich die Boni, Firmenwagen, 14 Monatsgehälter usw. selbstverständlich „verdient“, wenn’s schlecht läuft, soll der Staat das ausgleichen, auch indem er bei den Beamten kürzt und spart.

PetraOWL
19 Tage zuvor
Antwortet  Realist

stimme Lera auch nicht zu, das ist quatsch 😀

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

das Homeoffice wird fast überall abgeschafft, viele Arbeitnehmer kämpfen aktuell um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze“

Und warum stehen dann immer noch 10-20% der Büroflächen (je nach Standort) leer? Haben wir schon 5 Millionen Arbeitslose???

Ulla
20 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

Dass das Home Office fast überall abgeschafft wird, stimmt nicht. 25% aller Arbeitnehmer arbeiten weiterhin im Home Office, viele können gar nicht täglich ins Büro, weil sie sich mit einem Kollegen einen Schreibtisch teilen. Außerdem bekommen sie jede Minute im Home Office bezahlt, im Gegensatz zu uns. Wo sind wir bitte privilegiert?

447
20 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

„Die Kassen sind überall leer

Janser
19 Tage zuvor
Antwortet  Antoniatony

du erzählst müll! Die verbeamtung wird dir aufgezwungen, nimmst du sie nicht an hast du erhebliche berufliche nachteile. Für lehrer gibt es keien alternativen. Ein studium auf das lehramt ist das was es sagt. Natürlich kann man etwas anderes arbeiten aber dann ist der Abschluss für die Katz. Das die Witschaft in D-Land schief läuft ist nicht die Schuld der Arbeitnehmer die das jetzt ausbüßen dürfen. Hier sind die gefragt die seit 50 Jahren notwendige Reformen Kursänderungen und Anpassungen in der Wirtschaft aktiv verhindert haben. Das Homeoffice war eine Corona Lösung und wer es nicht kennt mag davonschwäremn aansonsten ist es auf dauer tödlich da das Flurtelegramm wegfällt und man nach und nach in die Isolation rutscht, dadurch verliert man den Anschluss gegenüber denen die diesen – meist bei Anwesenheit im Betrieb – halten können. Folglich nicht empfehlenswert. Die Sicherheit der Arbeitsplätze ist schon lange dahin , das ist aber wiederum nicht im Arbeitnehmer begründet sondern im fehlerhaften Führen der Betriebe. Eine angespannte Unternehmerrische Situation kann nur durch Fehplanung entstehen in der die reale Entwicklung ignoriert wurde, aber dafür so lange wie möglich Gewinne herausgeholt wurden. Was du jedoch sagst: es ist geil einen Scheiss Job mit dauerhafterÜberbelastung zu haben weil anderen geht ja noch schlechter , wie die Kakerlacke in der Sahara. Und niemand wurde gezwungen diesen Scheiss jOb zu machen, wenn du es machst bist du es selbsrer Schuld. Zum Kontrast : Arbeit bei der DGUV gereglete 38,5 Arbeitsstunden, Bonussystem d.h. Wenn man die normalen Verpflichtungen im vertraglichen Job erfüllt bekommt mein ein Momnatsgehalt gratis. Von 38,5,Wochenstinden müssen nur 60 % in realer Arbeit ausgeübt werden ,der REst kan sonstwas sein , wie Weiterbildung. Es gibt so gut wie keinen Stress, Mittags Gymnastik und einen 100 % ergonomischen Arbeitsplatz.Die Bezahlung ist selbst im Grundgehalt ohne Prämie deutlich besser. Das hier die Kassen leer währen kann ich nicht sehen, immerhin gibt es jährlich ein neues whiteboard und auf Wunsch einen neuen PC mit Stuhl Schreibtisch und Pizzataxi.

Cauchy
20 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Sie scheinen eine idealisierte Vorstellung von der freien Wirtschaft zu haben. Überall sind Initiativen zur Rückkehr ins Büro zu beobachten. Personen mit einer vergleichbaren Ausbildung wie Lehrkräfte, beispielsweise Mathematiker wie ich, haben in der Regel Arbeitsverträge, in denen Überstunden bereits mit dem Gehalt abgegolten sind. Obwohl ich mich derzeit im Urlaub im Süden befinde, ist mein Laptop stets dabei, und Teams-Nachrichten werden fortlaufend über das Mobiltelefon beantwortet. Besprechungen finden nur bei tatsächlicher Notwendigkeit statt; bisher waren es lediglich zwei, was als eher gering einzustufen ist.

dickebank
20 Tage zuvor
Antwortet  Cauchy

Manche lernen es nie.

PetraOWL
19 Tage zuvor
Antwortet  Cauchy

also Hasi hat die 3 Tage HO! 😀

dickebank
21 Tage zuvor

Ähnlich anzuzweifeln ist doch aus Sicht des AG die Verpflichtung ein Arbeitsentgelt zu gewähren.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor

Also… wenn ein Land, sagen wir Deutschland, auf eine Ausnahme in der EU-Gesetzgebung hinwirkt, soll die Grundlage sein, es nicht tun zu müssen, auch wenn die Deutsche Gesetzgebung es vorsieht.

Na, da hat jemand im Unterricht aufgepasst – in Mathematik. Der Rechtstreit kommt derzeit wohl günstiger…

Bla
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Jap, so ist es.
Bei Inklusion halt auch. Man zerrt halt hin und her. Legt es für sich so aus, dass es in’s Raster passt. Bekommt nach Jahren eine Ermahnung. Interpretiert es wieder angepasst um. Wartet ab. Zirkelkreislauf…
Was hat man denn auch zu verlieren? Außer Steuergelder?
Kosten-Nutzen-Rechnung unter Berücksichtigung des eigenen Vorteils. Kann man leider oft nicht anders als Rückschluss ziehen.
Rechtsstreitigkeiten diesbezüglich sind dehnbar mit Gelder und Profis. Da kennt man sich ja auch aus… Aussitztaktik ebenfalls. Funktioniert beides oft prima gepaart in solchen Bereichen.
Schon alleine, dass man hier bei No-Brainern und Gesetzeslage und „Druck“ von allen Seiten so sich sträuben kann und es auch macht … Zeigt doch schon eine (mehrere) Problematik(en) zu Genüge auf …

Man müsste das Spielchen halt auch anpassen … Die App ist gut.
Der Verweis auf
„Die Länder berufen sich nach Angaben der Verwaltung auf eine EU-Regelung, die Ausnahmen ermöglicht, wenn die Arbeitszeit aufgrund der besonderen Art einer Tätigkeit nicht genau festgelegt oder von den Beschäftigten selbst bestimmt werden kann. Nach ihrer Auffassung trifft dies auf Lehrkräfte zu.“
mit den Profilbereichen „Beamte“ und „Angestellte“ im gleichen Profil würde nämlich zunächst nahe liegen und bedeuten, dass man das „Angestellten-Profil“ (endlich) mal anpassen müsste. Also hier „klare Vorgaben“ macht. Alle Bereiche, welche eben nicht „festlegbar“ sind … Muss man dementsprechend ändern, damit man auf die AZ kommt.
Heißt wiederum: Profilbereichsanpassungen.
Angestellte Lehrkräfte [Nettolohn geringer] hätten demnach ein eingeschränkteres Profil.
Dies würde dann wiederum sowas bedeuten wie „Klassenleitungen nur freiwillig“. Weil sowas das Profil des „nicht genau festgelegt“ mitunter am meisten beeinflusst.

Wäre ja wirklich mal gespannt, wie man denn dann wieder „drumherum argumentiert“. Hier kommt man der eigenen Logik und Begründung nämlich nicht aus … Außer man würde allen die tatsächliche Wahloption einer Verbeamtung geben. Das will man jedoch auch nicht. Die konsistentere Logik wäre sogar die Pflichtverbeamtung, um dem auszukommen. Ansonsten gäbe es halt schlichtweg „zwei Profile“.

Gestützt auch durch sowas:
„Die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung ergibt sich bereits unmittelbar aus der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022. Sie gilt schon jetzt für alle angestellten Lehrkräfte.“

Also … Wenn man es gesamt gesehen nicht anpasst, weil man Richtung „aber Beamte“ begründet … Wäre die einzige Logik die Trennung von und nach Berufsprofilen.
Hausgemachtes Problem halt auch … Wenn man Mehrklassengesellschaften strukturell und systematisch „erstellt“.

„Offen sei vielmehr die konkrete Ausgestaltung – das Wie.“

Was die App ja löst als Ansatz/Versuch.
Wenn der AG nicht „fähig“ ist, dass er dies auch stellt, dann müsste man eben juristisch ggf. auf „eigene Erhebung wird akzeptiert und muss vom AG akzeptiert werden, bis dieser eine geeignete Erhebungsweise vorgibt“ gehen.
Und wenn der AG dann von „Strichliste“ bis hin zu „detaillierteste Auflistung aller Arbeitszeiten und Tätigkeiten mit Belegen unter Einbezug dieser Zeit selbst“ abgeliefert bekommt … Dann ist auch dies eben hausgemacht. Eine Lösung wäre dann die arbeitsrechtliche Stellung eines eigenen Erhebungsverfahrens.

Zudem bedeutet: „Ausnahmen ermöglicht, wenn die Arbeitszeit aufgrund der besonderen Art einer Tätigkeit nicht genau festgelegt oder von den Beschäftigten selbst bestimmt werden kann. Nach ihrer Auffassung trifft dies auf Lehrkräfte zu.“
Die Prüfung und Nachfrage, ob man sich auf die Tätigkeit oder die „Selbstbestimmung“ oder auf beides bezieht.
Bei „tatsächlicher Selbstbestimmung“ werden dann so manche Abschlüsse jedoch künftig potentiell und tendenziell auch wie mancherorts sonst „leider verschoben werden“ (müssen). Bei Art müsste man genauer schauen, warum das so ist und wie der AG hier es nicht schafft, dies genauer zu definieren … Bei Deputat gab es ja zumindest „Versuche/Begründungen“ … Anderswo geht dies halt auch … Wie schaffen die sowas?

Eventuell würde man dann „etwas“ schneller ins Handeln kommen …

Onkel Thomas
21 Tage zuvor

da kann man doch nur die Lektüre der bmas.de empfehlen. das wird da irgendwie anders aufgeführt

Metalman
21 Tage zuvor

Bin gespannt wie dann der Rotstift angesetzt wird, bei dem was an Arbeit angerechnet wird und was nicht.

Ich lese relativ langsam, muss aber für den zu erstellenden Abi-Vorschlag diverse Romane und Kurzgeschichten lesen. Für mich ist das z.B. klar Arbeitszeit. Oder das Einlesen über aktuelle Entwicklungen zur Klimapolitik. Oder wenn man mal wieder kreativ sein will und über seinen Ideen „hängt“ usw. Ein anderer korrigiert super sorgfältig und geht jede Klausur noch ein zweites oder drittes Mal durch. Beispiele wie diese gibt es viele.

Im Idealfall müssten die Langsameren/Sorgfältigeren entlastet werden. Wahrscheinlich ist das aber Wunschdenken.

Realist
21 Tage zuvor
Antwortet  Metalman

Im Idealfall müssten die Langsameren/Sorgfältigeren entlastet werden.“

Und wer wird dann nicht „langsam und sorgfältig“ arbeiten, wenn es für „schnelles und produktives“ Arbeiten keinen Vorteil sondern noch mehr Arbeit gibt?

Das Problem erscheint mir irgendwie nicht lösbar… es sei denn, man macht strikte Zeitvorgaben (xx Minuten für eine Klassenarbeit, xx Stunden für pädagogische Arbeit, …). Und dann muss man eben konsequent den Stift fallen lassen und pädagogische Gespräche so lange aufschieben, bis wieder ein Zeitkontigent da ist… wer das dann nicht kann, wird ausbrennen… noch schneller als jetzt schon.

Antoniatony
21 Tage zuvor
Antwortet  Realist

genau das sage ich schon die ganze Zeit
ich habe Kollegen, die so langsam korrigieren, da wäre es ungerecht, die mit weniger Arbeit zu belohnen
es wird also auf Vorgaben hinauslaufen und die kann man dann entsprechend anpassen, um sicherzustellen, dass wir nicht zu viel, sondern im Idealfall zu wenig arbeiten
daher werde ich nicht so dumm sein, meine Zeiten zu erfassen, weil es wird am Ende gegen uns ausgelegt werden
wer leider so naiv ist und es nicht glaubt, der hat aus den letzten Jahren einfach gar nichts gelernt

Metalman
21 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Genau. Es wird Zeitvorgaben geben, was auch sonst. Und die werden so designt werden, dass natürlich alles bequem in 40 Wochenstunden bewältigt werden kann.

Immerhin müsste man den LK in Deutsch oder Englisch pro Schüler anders gewichten, so dass man an anderer Stelle entlastet würde.

Dass immer wieder Leute offenbar glauben dass sie individuell Stunden gestrichen kriegen wenn sie irgendwo vorlegen, wie viel sie gearbeitet haben, halte ich für naiv. Denn dann nimmt sich ja jeder für alles Ruhe und Muße, s.o.

Das einzige was offengelegt werden könnte ist die unrechtmäßige Mehrarbeit durchschnittlich aller, wie das ja die gew nachweisen will. Aber dann müsste als Konsequenz das Kontingent gekürzt werden.
Wie realistisch ist das?

sprachlos
21 Tage zuvor
Antwortet  Metalman

Ich verstehe nicht, wieso hier manche meinen, das Zeitvorgaben so schlimm sind.
Beispiel Jobcenter: Jeder Sachbearbeiter bekommt x Fälle zugewiesen. Das ist die Quote. Wenn zu viele Fälle rückständig sind, dann teilt die Abteilungsleitung die Fälle neu ein, schnelle bekommen mehr, die Langsamen weniger.
So wird es auch bei uns sein. Kündigen geht nicht, andere Abteilung nur schwer vorzustellen. Das es dann vermehrt Langzeitkranke gibt, wird billigend in Kauf genommen.

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  sprachlos

Wenn zu viele Fälle rückständig sind, dann teilt die Abteilungsleitung die Fälle neu ein, schnelle bekommen mehr, die Langsamen weniger.“

Ach, und die „Schnellen“ spielen da mit?

Ich würde dann eher auf ein „Race to the bottom“ tippen.

Bla
20 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ja, mache spielen da mit.
Weil Arbeit eben nicht nur bedeutet, immer das Minimum anzustreben.
Für manche halt schon … Für andere eben nicht.
Ich will mich doch nicht selbst unterfordern und ggf. in einen Bore-Out gelangen.
Dass das manche trotzdem machen … Mei … Fokus, Anspruch und Ziele und so. Dazu kognitive Reichweite. Manche haben halt „weiter unten“ ihre Grenzbereiche. Sorry … Klingt hart, aber sollte man eben auch in betracht ziehen und mal erwähnen.

Man könnte ja auch eine Zielsetzung mal anstreben. Also einen Richtwert und Qualität dazu. Wenn dieser erreicht ist … Passt.
Wenn nicht, dann ist dies eben der „Gap“. Dann bleibt es liegen.
Ganz ehrlich … Wenn es 40 Stunden fix sind, dann ist es mir egal, ob ich soviel arbeite wie langsamere Kolleginnen und Kollegen und noch ein „Herzensprojekt“ dazu nehme. Das mir sogar lieber und kommt mir persönlich entgegen. Da „setze“ ich die Zeit/Arbeit nicht „künstlich runter“.
Muss aber jeder und jede für sich wissen.

Heinz
21 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das Problem ist in jedem anderen Job dieser Welt genauso lösbar gewesen, wie es auch bei uns sein wird. Wenn jemand besonders langsam und langsamer als die meisten anderen arbeitet, gibt es genau zwei Möglichkeiten:

  1. Der Arbeitgeber nimmt dies so hin und muss dann die Mehrarbeit bezahlen oder die bessere Alternative
  2. der Arbeitgeber stellt fest, dass hier bei diesem Kollegen ein Fortbildungsbedarf besteht, da er offensichtlich etwas falsch macht und schickt ihn zu einer Fortbildung.

Vielleicht kommen wir dann auch endlich mal von diesen absolut sinnbefreiten Fortbildungen weg, die wir Lehrer seit Jahrzehnten machen müssen hin zu sinnvollen Fortbildungen.

Realist
20 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Und der „langsame“ Kollege schafft dann noch weniger, da auch die „Fortbildung“ bezahlte Arbeitszeit ist?

Scheint mir das Problem nicht zu lösen. „Rausschmeißen“ wegen Minderleistung ist bei Beamten auch nicht so einfach…

Und den „Langsamen“ für seine Langsamkeit auch noch mit mehr Geld belohnen? Was sagen dann die anderen Kollegen dazu?

Bla
20 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Wie ist es denn aktuell?
Muss man doch als Vergleich auch etwas nehmen … Ist es denn „soviel“ anders jetzt? Mal im Ernst.
Ich sehe ja überwiegend auch immer die gleichen Leute in bestimmten „Sonderfunktionen“ und „Bereichsebenen“.
Ist doch aktuell auch schon so.
In anderen Bereichen/Arbeitsprofilen allerdings oft auch.
In der Fertigung [während meines Studiums] „durften“ auch nicht alle an jede Maschine … Schon alleine, weil manche halt einfach zu langsam waren dafür.
Und für mich waren die dann gut als Ausgleich und Ergänzung zum Studium.
Klar war bekannt, dass man hier „gezielt langsam sein kann“. Wurde auch von einigen „ausgenutzt“. Andere hatten eben daran dann „Flow“ und „Herausforderung“.
Ist doch „okay“? Was solls …
Die Arbeitszeit war gleich. Die Produktivität nicht.
Muss man als AG eben etwas im Blick haben und regulieren. Dafür hätte ich kein Nerv und Bock gehabt „nur rum zu stehen“.

Ich sags immer wieder … Ich konnte im Bereich Sportunterricht mitunter die aufwendigsten Stunden gestalten, aber auch die „spontansten Stunden“ … Das schließt sich halt nicht aus. Nach oben ist „Maximum (nahezu) unendlich“. Nur das Minimum ist meist halt anders.
Ist doch so oder so im Bereich Schule so. Anderswo oft auch …
Das „Problem“ ist doch bereits Realität.

TheTeacher
21 Tage zuvor

Ein wichtiger Aspekt: Am 17. September 2026 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht (2 C 19.25) über den Ausgleich von Zuvielarbeit eines verbeamteten Grundschulrektors. Das Verfahren betrifft zwar nicht unmittelbar die allgemeine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, könnte für die Debatte aber erhebliche Bedeutung bekommen.

Worum geht es da?
Das OVG Niedersachsen hatte dem Schulleiter zuvor rund 31.000 Euro Ausgleich zugesprochen. Entscheidend war dabei auch, dass seine tatsächliche Arbeitszeit dokumentiert war. Bei einer zweiten Klägerin scheiterte der Anspruch dagegen unter anderem daran, dass sie ihre individuelle Zuvielarbeit mangels entsprechender Aufzeichnungen nicht ausreichend belegen konnte.

Damit stellt sich ganz praktisch die Frage: Wenn Gerichte von verbeamteten Lehrkräften einen belastbaren Nachweis ihrer tatsächlichen Arbeitszeit verlangen, wie lange können die Länder gleichzeitig noch darauf verzichten, überhaupt ein verlässliches System zu deren Erfassung bereitzustellen?

Ich bin jedenfalls schon einmal gespannt auf den 17. September.

Canishine
21 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Das zeigt zudem, dass Lehrerarbeitszeit wohl erfassbar ist, entgegen so mancher Behauptung.

freundlicher Misanthrop
21 Tage zuvor

Ich bin gespannt, wie tiefrot die Arbeitszeitwarnung bei einer ganz normalen Klassenreise sein werden.

Kann die App das gleich an die zuständigen Stellen weiterleiten?

Henri
21 Tage zuvor

Ja, die App schreibt direkt eine Email an die Leitung und Bezirkspersonalrat wenn du willst.

freundlicher Misanthrop
20 Tage zuvor
Antwortet  Henri

So lobe ich mir das! Wenn der Dienstweg eingehalten wird, natürlich…

Aber tatsächlich frage ich mich ernsthaft, inwiefern dann mehrtägige Klassenfahrten noch durchführbar sind. Dann ist es ja dokumentiert, was da an Arbeits-/Bereitschaftszeit zusammenkommt und kann ggf. weniger leicht mit „ham wa immer schon so jemacht“ abgebügelt werden.

Insbesondere wenn die Ruhezeiten nicht eingehalten werden und die Lehrkraft dann aus Übermüdung einen Fehler macht.

Insofern vielleicht auch gleich noch an entsprechende Gerichtsbarkeit und gute Anwälte weiterleiten… damit geklärt werden kann, ob die sehr originelle Meinung der KMK zur Unerfassbarkeit Bestand hat, wenn es zu einer Überprüfung kommt.

Hansi
21 Tage zuvor

Bremen <3

mama51
21 Tage zuvor

Wie sinnvoll einerseits die Arbeitszeiterfassung den meistens hier erscheinen mag…Ich bin immer noch der Meinung, dass wir uns mit dieser Forderung irgendwie selbst ins Knie schießen.

  • Bin gespannt wie dann der Rotstift angesetzt wird, bei dem was an Arbeit angerechnet wird und was nicht.
  • …es wird also auf Vorgaben hinauslaufen und die kann man dann entsprechend anpassen, um sicherzustellen, dass wir nicht zu viel, sondern im Idealfall zu wenig arbeiten.
  • Es wird Zeitvorgaben geben, was auch sonst. Und die werden so designt werden, dass natürlich alles bequem in 40 Wochenstunden bewältigt werden kann.

Warten wir`s ab… oder lieber nicht!

Bla
20 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Und wie überall sonst:
Man schafft diese Vorgaben oder halt nicht.
Je nachdem kann der AG damit zufrieden sein oder nicht.

Ist doch kein Wünsch dir Was der Vorgaben …
In sämtlichen anderen Bereichen ist das halt auch so.
Facharzttermine? Diagnostik? Da kannste erstmal ewig warten, bis man überhaupt „man jemanden spricht“.
Warum sollte ein „Mangelsystem Schule“ denn sich ständig anpassen und durch unbezahlte Mehrarbeit usw. „dies tragen“?
Ich komme ja auch nicht zum Facharzt nach Hause und klingel um 2 Uhr und sag … „Hey, Sie haben doch gerade Zeit … Also ich wäre bereit.“
Warum geht das denn „bei Schule“?

Ganz ehrlich … Dann gibt es halt die Abschlussnoten später. Ist schade und doof … Aber bei Mangelsystem ist das halt eben mal so.
Im Bereich von Physio usw. kann das halt auch dauern, bis man mal nen Termin hat. Aber ja … Da ist das halt „normal“.

Also … Absolut unrealistische Zeitvorgaben kann man schon machen. Sollte „uns“ allerdings nicht jucken … Dann bleiben halt „Sachen liegen“. Machen sie doch in andere Bereichen des Staates auch so.
Schaut man sich die Wahlprogramme und die Koalistionsverträge mal an .. wieviel wird da denn umgesetzt?
Kann man sich auf „Angleichung“ einigen?
Bei 30-35 % Umsetzung … Spricht man dort ja von gut, oder?
30-35% des LP? Deal dann?

Warum und wie sollte man sich denn selbst ins Bein schießen?
Man arbeitet seinen Soll ab und gut. Alles andere ist dann durch den AG zu regulieren.
-> Zu langsam? Dann bessere Ausbildung und Einarbeitung
-> zu langsam, trotz dessen? Evtl. Alter? Dann hier agieren oder halt sich damit abfinden.

Echt keine Ahnung, warum man immer denkt „ohhh, sie geben uns unrealistische Vorgaben – und die sind nicht machbar. Deshalb muss ich ja dann Überstunden machen.“ … Ne, so funktioniert Arbeitsrecht nicht.
Der AG kann gerne fordern und verlangen, dass ich jede Prüfung innerhalb einer Minute korrigiere … Dann kann er aber nicht erwarten, dass dies „gut geht“. Sondern eben tatsächlich die Minute dauern wird. Das rechtliche Problem übernimmt er ja erstmal durch solche Angaben … Das sind dann dementsprechend ggf. Dienstanweisungen [Rahmen] – 1 Minute pro Klausur … Und der Praxistest wird dann halt einklagbar. Glauben Sie ernsthaft, dass das dann „an mir hängen bleibt“? Das bekommt natürlich der AG weitergeleitet. Und notfalls langes es eben vor Gericht. Bis dahin hat dann der AG halt auch „Pech“.
Man kann solche Prozesse ja von zwei Seiten aus spielen …

Und ja … Ich habe auch kein Problem meine Arbeitszeit 1:1 in der Schule zu verbringen, wenn der Rahmen steht. Und ja, auch gerne (wie sowieso) auch Arbeitszeit in den Ferien.
Dafür auch gerne den gesetzlichen Urlaubsanspruch [und so wie gesetzlich auch tatsächlich geltend dann].

DienstnachVorschrift
20 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Sehe ich genauso und praktiziere das auch so. Ich halte gelegentlich nicht die Anzahl an vorgeschriebenen Leistungskontrollen ein. Ist dem Schulleiter aber lieber, als wenn die Korrektur der Abschlussprüfungen liegen bleibt.

Metalman
20 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ja klar, aber dann bleibt ja alles wie es ist. Der AG sagt:

„Du hast genug Zeit nachmittags für alles, wenn nicht bist du etwas zu langsam; NOCH weniger Stunden? Schwierig, wir haben ja auch Mangel und die anderen kommen auch klar, vielleicht arbeitest du erstmal an der Selbstverwaltung/nimmst nicht immer alles so genau usw.“

Prüfungen müssen natürlich trotzdem korrekt und pünktlich abgegeben werden. Sollte da jemand einmal (oder zweimal) wirklich „rebellieren bzw. „versagen“ und nicht fertig werden, bekommt er keine Prüfungsklassen mehr, aber eben nicht etwas weniger gemäß „seinem“ Arbeitstempo. Die anderen machen umso mehr. Das ist jetzt auch schon so.

Die Idee würde nur funktionieren, wenn es quasi alle nicht schaffen würden, so Abstimmen mit dem Korrekturstift quasi. Beliebig immer mal was liegen lassen bis die Abinoten fertig sind? Wohl kaum.

Bla
19 Tage zuvor
Antwortet  Metalman

Manche (Haus)Ärzte sind schneller und manche sind langsamer/nehmen sich mehr Zeit.
Und beides hat so seine Berechtigung halt.
Trotzdem werden beide Bereiche gut besucht.
Man merkt … Mangel macht Situationen möglich.

Beim „Bau“ im Übrigen auch … Ich hab lieber jemanden, der hier nicht „ruckzuck“ alles macht .. aber mit massiven Mängel – sondern jemanden, der ggf. etwas teurer ist und mehr Zeit zudem braucht, ich den allerdings weder verlagen „muss“, noch „unzufrieden bin“, noch „es selbst nachbessern muss“.
Aktuell bekommen „beide Arbeitsweisen“ jedoch ihre Aufträge oft … Warum? Mangel.
Durch Mangel entsteht bei vielen ein anderer „Erwartungswert“.

Und wenn der AG den Mangel halt beibehält … Dazu die Forderungen und den Erwartungswert hoch stellt … Dann gibt es eben ein „Kollidieren der Realität“. Einige Eltern haben doch inzwischen schon kaum noch „tatsächliche Erwartungen“ mehr an bspw. „Schule“ oder „Unterricht“ oder „Ganztag/OGS“ usw.
Andere haben einen Erwartungswert, der nicht erfüllbar ist.
Mei .. halt auch wie beim Arzt. Manche wollen dann sofort einen Termin, klatschen aber ggf. auf die Realität. Bemängeln dürfen und können sie das. Damit leben müssen sie jedoch trotzdem.

Wie gesagt … Warum „muss“/“soll“ das denn bei „Schule“ anders sein? Aus welcher Logik heraus?
Einfach dann die Zeit arbeiten. Bestenfalls sein besten machen (auf individueller Ebene) und gut ist es dann auch schon. Rest muss der AG sich drum kümmern … Das ist nicht „unser Job“. Dazu gibt es ja die Eben des AG … Regulation findet systemisch auch genau dort statt.
Das zu „kompensieren“ durch „mehr kostenlosen Eigeneinsatz“, weil der AG sich drückt?
Gut … Auf der individuellen Ebene begrenzt möglich. Aber worauf bezieht sich denn diese Logik? Außer „die armen Kinder“? Ja. Stimmt. Wegen Mangelsystem und Staatsversagen an dieser Stelle. Warum „muss“/“soll“ ich das allerdings auf der individuellen Ebene ausbaden (müssen)? Das zeigt ja dann schon ein Mangelsystem und Mangelumgang damit.

Und klar kann der AG sagen:
„Du hast genug Zeit“ – dann darf mir das auch gerne jemand schneller zeigen. Bin ja lernbereit.
Allerdings kein „theoretischer Blabla“ oder „Floskeln als Weisheit“ [wie oft leider im Ref.], sondern der/die zeigt mir das dann vor Ort und an Stelle. Ansonsten kann ich inzwischen über solche Aussagen nur noch lächeln. Sorry. Bin kein LAA/Refi (mehr) …
Bin allerdings auch nicht mehr direkt beim Staat eingestellt. Und meine SL wird einen Teufel tun, die weiß wie ich arbeite.

Mangel ist ein primär hausgemachtes Problem. Den Quatsch kann sich der AG/Staat sonst wohin schieben … Sorry, da bin ich ziemlich direkt inzwischen. Ich kann keinen Mangel bilden und dann denjenigen, die drunter leiden und diesen „entgegnen“, sagen: Hey, wir haben aber Mangel. Wollen dazu nicht mehr Geld investieren. Also muss die Zitrone noch weiter ausgepresst werden. Die Leier können die sich bei mir zumindest sparen. Nehme ich nicht ernst. Zumindest nicht als (langfristigen) Grund.
Und der kurzfristige und auch mittelfristige Grund ist bereits um.

Und zur „Selbstverwaltung“ … Fortbildungen? Einarbeitung? Jemanden zur Seite stellen, der es schneller zeigt? Gerne. Her damit. Innerhalb der 40 Stunden. Wie halt bei Dienstfortbildungen und angeordneten Fobis auch bei anderen Unternehmen absolut üblich.
Zu wenige Fobis? Haha. Dazu gibt es ja Vorgaben. Die erfülle ich persönlich (leicht) … Mir machen Fobis absolut nichts aus, die konsumiere ich wie „Serien“. Dementsprechend habe ich dazu Ordnerstrukturen inzwischen … Also da kann ich auch nur drüber lächeln.
Ist für mich tatsächlich „Spaß/Ausgleich“. Also „in meiner Freizeit aktuell“. Sogar die Ferienwochen erst/“schon“ 4 Fobis gemacht … Früher hatte ich mind. 1 Fobi/Woche als TZ auf meinem Plan.
Können schon mit „Selbstverwaltung“ ankommen.
Hab in dem „Bereich“ sogar gesondert eine Ausbildung vor meinem Lehramtsstudium gemacht gehabt. Bin ich ja mal gespannt, wer da „besser verwaltet ist“, wenn jemand antanzt. Gerne.

Bei den Abschlussklassen könnte dann irgendwann mal die Erkenntnis kommen: Wer Abschlussklassen hat [insb. als Klassenleitung], der bräuchte Entlastungsstunden/Verfügungsstunden …
Klar. Kommt nicht. Kein Stress. Aber das wäre eben „die logischere Systematik“ und „Rückschluss“.
Alles andere bleibt doch albern. Ja … Macht ggf. der AG. Aber das lässt er sich doch so oder so nicht nehmen dann. V. A. und insb. ohne AZE und unter Deputatsmodell.
Schlimmstenfalls würde sich hier nämlich … Wie Sie sagen … Diesbezüglich rein gar nichts ändern.
Und? Dann juckt es erstmal doch auch nicht, ob Arbeitszeitmodell oder Deputatsmodell.

Witzigerweise kenne ich „Arbeitszeitmodell“ aus unterschiedlichen Unternehmen, bei denen ich war. Dort ging es irgendwie immer irgendwie …
Ich kenne es sogar „hier“ [Schule] mit „Deputatsmodell“, mit „Arbeitszeitmodell“ und sogar „Hybrides Modell“ an meiner Schule … Wir haben nämlich genau genommen Splittingmodelle.
Ist ja Quatsch zu sagen, dass das nicht ginge … Warum schaffen es andere denn auch/trotzdem?
Aktuell sieht es dann halt mitunter so aus, dass man hier „Cherry-Picking“ dann mit diesen Modellstrukturen betreibt. Tjo … Kann man sich auch mal überlegen … Ist eben der Rechtsrahmen. Gestützt auch durch den Staat.
Ändert allerdings weniger etwas daran, dass man irgendwie doch selbst solche Strukturen bilden und machen kann.

Warum sollten denn andere „mehr machen“? Dazu gibt es doch die AZE dann. Muss man doch mal auch raffen irgendwie. Klar kann ich immer „unendlich viel – bis ich einschlafe“ arbeiten. Das ist möglich. Ja. Aber das sollte doch weder Ziel sein, noch ist das tragend und sinnvoll …
Ich kann auch 45 Kinder in eine Klasse stopfen … Ist halt absurd dann. Aber kann ich machen.
In der Uni mussten wir teilweise „außerhalb des Hörsaals“ zuhören, wenn wir zu spät kamen … Weil er einfach überfüllt war.
Wäre das dann nicht auch ein gutes Prinzip? Haben wir halt „Gangschüler“ …
Man man man.
Ja, Quatsch kann sich der AG ja viel überlegen … Haut dann eben nicht hin. Gerade mit einer AZE halt nicht. Dann muss er ggf. eben von dem Quatsch weg. Das geben (dann) auch ggf. Gerichtsentscheide halt her. Oder eben auch nicht. Es ist jedoch auch für Gerichte dann wesentlich „entscheidbarer“/“transparenter“/“faktischer“/“einsehbarer“. Und das ist ein wichtiger Punkt.
40 Stunden/Woche im Schnitt sind eben 40 Std/Woche im Schnitt. Deputat ist das nicht (zwangsläufig).
Und den Rest MUSS der AG REGULIEREN.
Ist „man zu langsam“? Dann muss der AG halt dem auf den Grund gehen. Und da lasse ich persönlich mich halt nicht mehr mit „Floskeln“ und „theoretischen Gehabe auf Machtstruktur“ ein. Sonst hätte ich tatsächlich auch beim Staat und den Regelschulen bleiben können… Sorry. Wenn jemand sagt, dass ich zu langsam bin ist das erstmal ein Feedback. Dem gehe ich dann nach. Finde ich keine Lösung, dann muss der AG die mir stellen. D. H. jemand darf mich gerne begleiten und es mir schneller zeigen. Das liegt ja auch in meinem Interesse tatsächlich. Gerne. Kann er/sie dies nicht … Dann geht das halt ggf. schnell nach hinten los. Ich erwarte natürlich Praxis. Klar. Kein „Seminarleiter“ der es „auf trust me bro“ Basis aber (be)schwört, dass es bei ihm selbst viel besser läuft … Aber er leider sooo gaaaar keine Zeit hat es zu zeigen/“beweisen“. Das funktioniert nicht mehr. Das hatte ich im Ref schon. Danke auch.

Ich darf bei uns „jederzeit“ bei KollegInnen hospitieren. Die ebenfalls bei mir. Genauso darf ich das bei der SL. Feedback in allen Fällen gerne (häufig) gesehen. Das ist „auf Augenhöhe“.
Ebenfalls arbeiten wir recht eng und übergreifend meistens zusammen. Daher sind wir sowieso „öfter mal beim anderen“. Oder machen „gemeinsame Sachen“. In Freiarbeit sind wir normalerweise standardmäßig zudem doppelt besetzt … Ich persönlich sehe da wirklich nichts zu verstecken. Wozu auch?
Bei uns hospitieren auch ständig andere Schüler, Eltern, Klinikum, Uni, Seminare (Ref/LAA, sowie Monte-Diplomkurse), andere Schulen und sonst was. Dürfen und sollen sie auch. Wir „sollen“ ja schließlich auch anderswo hospitieren und unsere dort gemachten Erfahrungswerte einbringen. Gerne auch mit Feedback. So entsteht eben Schulentwicklung mitunter.
Aber irgendwer der mir lediglich „Praxistipps ohne Anwendung“ daher schwallert? Das geht nicht lange gut.

Das funktioniert in anderen Unternehmen doch auch … Warum sollte das nicht auch „Unternehmen Schule“ betreffen dann? Weil wir „kein Arbeitsort“ sind? Ach komm schon. Wie lange will man die Leier denn noch aufrecht erhalten („lassen“)? Nene. Das kann man dann auch gleich mit anpassen. Mit der AZE. Wären tatsächlich sogar „der nächste Schritt“. Das wissen die ja auch … Warum sträubt man sich denn so wehement dagegen? Aus vielen Gründen … Ist nicht nur „die Arbeitszeit selbst“. Mitunter … Ja. Ein Hauptgrund. Aber das zieht ja eventuell einen Rattenschwanz mit sich. Weil durch AZE der nächste logische Schitt die „Akzeptanz als Arbeitsort“ auch da wäre … Und auch davor hat man so „seine Angst“ als Staat/AG. Die Strukturmängel sind dann nämlich „glasklar“. Man müsste dann auch Schule „als Unternehmen Schule“ professionalisieren.
Man muss schon bisschen weiter denken als von 1 nach 2 (oder auf 1 bleiben).

Also: Öffnen „wir“ doch die Büchse der Pandora (für den Staat) und schauen uns das mal dann in der Praxisanwendung einfach an. Viel verlieren kann man nicht, wenn man den Job (einigermaßen) vernünftig bisher macht(e). Woher die Angst also?

447
20 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Zeitvorgaben wären für mich kein Problem.

Spätestens nach selbiger wird dann Schluss gemacht.
So eunfach ist das.

Teacher Andi
18 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Ja, und das wollen die Kollegen partout nicht einsehen, pochen auf AZE, die tatsächlich durchaus Nachteile bringen kann. Es macht mehr Sinn, die zunehmenden Zusatzbelastungen einfach mal abzulehnen, jedesmal mit einem Schreiben ganz nach oben. Nur das wirkt, aber man buckelt ja wieder, wenn so ein Ministerialrat kommt.

dickebank
20 Tage zuvor

Arbeitszeitvorgaben? Wo sollen die denn ohne Arbeitszeitaufnahme (REFA) herkommen?
Und bitte nicht Arbeitszeiterfassung und Arbeitszeitaufnahme gleichsetzen. Das sind zwei Paar Stiefel.
Übrigens REFA steht für „Reichsausschuss für Arbeit“. Die Arbeitszeitaufnahmen durch REFA-Fachleute dient der Leistungserfassung. Stichwort Akkordlohn.

Augenblickfang
19 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Stand für!

Ursprünglicher Name: Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung.

Heutiger Name: REFA – Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung e. V.

Augenblickfang
19 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

In der DDR hatten wir bis 1989 die „Reichsbahn“.

Kinder dachten aber meistens, es heißt „Reisbahn“ (von Reisen, nicht vom Reis). 🙂

dickebank
20 Tage zuvor

Wenn es keine Pflicht gibt, warum „stempeln“ die dann bei der Bez.-Reg. und an der Völklinger Straße? Die machen das bestimmt freiwillig, aber warum?

Castro
19 Tage zuvor

Lehrkräfte haben ungefähr doppelt so viel Ferientage wie andere Leute Urlaubsanspruch. Die Lehrkräfte, die ich persönlich kenne (und das sind einige) arbeiten in den Ferien exakt nichts oder höchstens mal ein paar wenige Stunden am Beginn und Ende. Wie wird das berücksichtigt? Denn rein rechnerisch müsste man diese Tatsache auf eine anzunehmende Wochenarbeitszeit umrechnen und landet dann bei ca 50 Wochenstunden, die eigentlich geleistet werden müssten.

dickebank
19 Tage zuvor
Antwortet  Castro

schon mehrfach dargelegt, dass das nicht stimmt

Maskottchen
19 Tage zuvor

„… und beruft sich dabei auf eine gemeinsame Rechtsauffassung fast aller Bundesländer.“

Unterschiedliche Rechtsauffassungen sind nichts Ungewöhnliches, sondern etwas Alltägliches. Warum haben „die anderen“ Unrecht und man selber Recht?

Ich kann nachvollziehen, was da als Begründung genannt wird:
EU-Regelung, die Ausnahmen ermöglicht, wenn die Arbeitszeit aufgrund der besonderen Art einer Tätigkeit nicht genau festgelegt oder von den Beschäftigten selbst bestimmt werden kann“ (siehe oben)

Maskottchen
19 Tage zuvor

Ach, jetzt sollen es die angestellten Lehrer wieder mal für die verbeamteten reißen? Dabei sind doch laut VBE nur verbeamtete Lehrer gute Lehrer. Hm…

Und die verbeamteten Lehrer bekommen nun Gehaltsnachzahlungen, während die angestellten Kollegen leer ausgehen.

Könnte das nicht mal ein Geben und Nehmen sein und nicht nur ein Nehmen?