
Die Grünen im Bundestag verlangen einen nationalen Hitzeschutzplan auch für Schulen und Kitas und umfassende Investitionen in den Hitzeschutz. «Dazu gehören verschattete und begrünte Pausenhöfe, geeignete Lüftungs- und Kühlsysteme sowie ausreichend hitzegeschützte Aufenthaltsräume», sagte Fraktionsvize Misbah Khan in Berlin.
Schulen und Kitas seien für die in der Klimakrise zunehmende extreme Hitze vielerorts nicht ausgelegt, beklagte Khan. «Die Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sind enorm und machen konzentrierten und guten Unterricht teilweise unmöglich.»
Hitzeschutzkonzepte von Anfang an
In der ersten Woche nach den Sommerferien habe es in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland so hohe Temperaturen gegeben, dass es noch vor wenigen Jahren vielerorts Hitzefrei gegeben hätte, sagte Khan. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Extremwetterlagen häufiger und länger auftreten.» Mit dem neuen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung müssten Kinder und Jugendliche auch an langen Betreuungstagen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden.
«Klimaanpassung muss deshalb zum festen Bestandteil unserer Bildungsinfrastruktur werden», verlangte Khan. «Eigentlich sollte keine Schule und keine Kita künftig mehr gebaut oder grundlegend saniert werden, ohne dass ein wirksames Hitzeschutzkonzept von Anfang an mitgedacht wird.» News4teachers / mit Material der dpa










„Eigentlich sollte keine Schule und keine Kita künftig mehr gebaut oder grundlegend saniert werden, ohne dass ein wirksames Hitzeschutzkonzept von Anfang an mitgedacht wird.“
Danke! Wenn das Konzept über Trinkerlaubnis hinausgeht, wäre da arg fein
Gewächshäuser statt Wohnungen gebaut: Viele Glaspaläste sind kaum mehr betretbar
Diese jahrzehntelangen Bausünden gelten nicht nur für Wohnhäuser, sondern auch für Schulen.
Berücksichtigt man diese „neuen“ Erkenntnisse wenigstens bei chulen, die jetzt gebaut/ saniert werden?
Nun einmal langsam mit den jungen Pferden, diese Bauweise ist Folge der stark im steigen befindlichen Energiepreise ab den 90ern gewesen. Also zu nächst hatte man dann die Glaspaläste, die im nächsten Anpassungsschritt stark gedämmt worden sind, so dass bei den heutiegen klimatischen verhältnissen der Luftaustausch – vor allem im Sommer – nicht ausreichend ist und die gebäude sich immer stärker erhitzen.
Erinnertm ich an die Feinstaubbekämpfung. Da wurden bei der Zementherstellung kostenintensiv Filteranlagen eingebaut, um anschließend das anfallende Filtergut mit Hubschraubern über Wäldern abzuwerfen , um die Folgen des „sauren Regens“ abzumildern.
Unsere Schule ist in den 70ern gebaut worden und überhaupt nicht auf Hitze ausgerichtet. Das ist nicht erst seit den 90ern so.
Die 90er habe ich erwähnt, weil ab da mit den energetischen Sanierung wegen der sich verteuernden Energiepreise begonnen worden ist. Ich selbst habe damals in einem solchen 70er-Jahre-Bau gearbeitet. Da konnte man unter der Fensterbank nach draußen schauen. Zum Lüften musste also nicht einmal ein Fenster geöffnet werden. Zwischen den einzelnen Bauabschnitten konnte man, weil die Dehnungsfugen teilweise nicht mehr mit Dichtungsmasse abgedeckt waren, von innen nach außen sehen. Bei der energetischen Sanierung gab es dann eine vorgesetzte, gedämmte Fassade und neue Fenster, die sich bis auf einige Lamellenfenster nicht mehr öffnen ließen. Spätestens ab dem Zeitpunkt hätte die TGA-Planung des Gebäudes mit einem Belüftungssystem ergänzt werden müssen. Wobei es zum damaligen Zeitpunkt (Ende der Nullerjahre) noch nicht einer Klimatisierung bedurft hätte, obwohl die Folgen der Klimaerwärmung schon absehbar gewesen sind.
Was ich in meinem vorhergehenden Post moniert habe, ist die Kurzfristigkeit der Maßnahmen gewesen, Akutmaßnahmen ohne eine längerfristige Strategie.
Fordern das die Grünen z.B. in NRW auch? Denn da regieren sie ja mit und könnten das sogar umsetzen… Aber ich befürchte, dass es nur da „gefordert“ wird, wo man das gratis laut rausschreien kann.
… betrifft aber nicht nur die Grünen…
Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie stark sich Meinungen und Forderungen von Parteipolitiker*innen unterscheiden können, je nachdem ob man in der Opposition oder in der Regierung ist.