BERLIN. Deutschland steht vor den heißesten Tagen der Woche: An diesem Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst verbreitet 30 bis 37 Grad, am Freitag können es regional sogar 39 Grad werden. Wo der Unterricht bereits wieder läuft, trifft die Hitzewelle auf Schulgebäude, die hohe Außentemperaturen oft nur unzureichend abfangen. Die Probleme reichen von fehlendem Sonnenschutz über aufgeheizte Schulhöfe bis zu Klassenraum-Containern, die sich bei Hitze besonders schnell erwärmen. Technische Lösungen gibt es – doch gerade im Bestand sind sie aufwendig, teuer und häufig erst im Zuge größerer Sanierungen umzusetzen.

Der Donnerstag wird nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Deutschlands sonnig und heiß. Nur nordöstlich der Elbe und an den Küsten sollen die Temperaturen niedriger bleiben. Am Freitag verschärft sich die Lage noch einmal: Dann rechnet der DWD bundesweit mit 31 bis 38 Grad, im Westen und Südwesten sind örtlich 39 Grad nicht ausgeschlossen.
Für Schulen ist das längst nicht mehr nur eine Frage von „Hitzefrei“. Wo Gebäude über Stunden Wärme aufnehmen und nachts nicht ausreichend auskühlen, werden hohe Außentemperaturen zum baulichen Problem. Wie unmittelbar sich solche Defizite auf den Unterricht auswirken, zeigt sich derzeit etwa an der Wilhelm-Leuschner-Grundschule in Egelsbach im Kreis Offenbach. Dort hatte sich laut einem Bericht des Hessischen Rundfunks der Klassenraum der 4b am Montag schon vor 11 Uhr auf mehr als 30 Grad aufgeheizt. Kleine Ventilatoren auf den Tischen brachten kaum Abhilfe, Jalousien gibt es nicht. Die Schülerinnen und Schüler berichteten dem Hessischen Rundfunk von Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und der blendenden Sonne.
Dabei war es vor den Sommerferien noch deutlich heißer. Teilweise seien im Schulgebäude mehr als 40 Grad gemessen worden, berichtet Schulleiterin Sandra Held. „Die Hitze ist unerträglich, wir brauchen Möglichkeiten, um das einzudämmen.“ Das Problem betreffe nicht nur ihre Schule mit rund 450 Kindern. „Ich habe die Verantwortung für die Lehrkräfte und für die Kinder und ich sage: Es geht so nicht.“
Was in Egelsbach konkret zu besichtigen ist, beschäftigt Schulträger inzwischen vielerorts: Viele bestehende Schulgebäude können längere Hitzeperioden nur unzureichend abfangen. Und selbst wenn das Problem erkannt ist, lässt es sich nicht überall mit derselben Maßnahme lösen.
„Es gibt einen Fördertopf, aber der ist in dieser Situation natürlich hoffnungslos überbucht“
Der Kreis Offenbach etwa untersucht deshalb seine rund 90 Schulen gemeinsam mit Fachleuten für Klimatechnik. Mehr als die Hälfte der Gebäude sei bereits besichtigt worden, berichtet Landrat Oliver Quilling (CDU). Dabei werde jeweils geprüft, wo Verschattung möglich ist, wo eine Belüftung sinnvoll wäre und welche weiteren Verbesserungen sich umsetzen lassen. Pauschale Lösungen gebe es aufgrund der unterschiedlichen Gebäude nicht.
Hinzu kommt die Finanzierung. Den Großteil der Investitionen müsse der Kreis als Schulträger selbst tragen, erklärt Quilling. Zwar gebe es Zuschüsse des Landes. „Es gibt einen Fördertopf, aber der ist in dieser Situation natürlich hoffnungslos überbucht.“ Und selbst wenn feststeht, was an einer Schule geschehen soll, bedeutet das noch keine schnelle Abhilfe. Die Umsetzung der Maßnahmen werde Jahre dauern. „Wir fangen bei den Gebäuden an, wo die Hitzebelastung besonders stark ist.“
Dazu gehört die Wilhelm-Leuschner-Grundschule. Dort sind die Planungen nach Angaben des Kreises bereits abgeschlossen. Vor den Fenstern sollen Raffstores angebracht, Flure und Treppenhäuser mit Sonnenschutzfolien ausgestattet werden. Momentan wartet der Kreis noch auf die Rückmeldung zu den Fördermittelanträgen. Erst danach kann die Umsetzung beginnen.
Dass schon ein besserer Sonnenschutz einen erheblichen Unterschied machen kann, zeigt die Janusz-Korczak-Förderschule im benachbarten Langen. Dort wurden während der Sommerferien mehr als 60 Fenster ausgetauscht und Außenjalousien angebracht. Zuvor hingen lediglich Stoffvorhänge vor den Fenstern. Während der Hitzewelle im Juni seien in den Räumen teilweise 35 Grad erreicht worden, berichtet Schulleiterin Iris Radloff. „Da kann man hier eigentlich nicht mehr arbeiten.“
Für die gut 300 Kinder und Jugendlichen der Förderschule hat die Raumtemperatur besondere Bedeutung. Viele von ihnen seien gesundheitlich vorbelastet, erklärt Radloff. „Ganz viele der Kinder haben Epilepsien.“ Bei großer Hitze habe die Schule beobachtet, dass entsprechende Beschwerden häufiger und deutlicher auftraten. Nach dem Einbau der Außenjalousien sei der Unterschied bereits spürbar.
Der Kreis Offenbach investierte nach eigenen Angaben 360.000 Euro in die Arbeiten. An fast 20 weiteren seiner 90 Schulen wurde während der Ferien ebenfalls nachgerüstet. An vier Schulen wurden Dächer saniert, an drei weiteren neue Fenster und Außenjalousien eingebaut. Andere erhielten Sonnensegel oder Schirme für die Schulhöfe. Insgesamt stellte der Kreis für 2026 nach eigenen Angaben 2,6 Millionen Euro für kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen bereit.

Die jüngsten Hitzewellen haben gezeigt: Viele Schulen und Kitas sind auf extreme Temperaturen noch immer nicht ausreichend vorbereitet. Wie groß die Belastung tatsächlich ist, lässt sich bislang jedoch kaum nachvollziehen.
News4teachers und die Heinz Trox-Stiftung bauen deshalb ihre Dokumentation aus. Bei künftigen Hitzewellen werden wir erneut Fotos und Informationen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen sammeln. Alle Einsendungen werden wir in einer digitalen Hitzekarte zusammenführen, die kontinuierlich ergänzt wird. Sie soll sichtbar machen, unter welchen Bedingungen Kinder, Jugendliche und Beschäftigte lernen und arbeiten – und zugleich dokumentieren, wo Handlungsbedarf besteht.
Ein erster Aufruf im Juni stieß bereits auf große Resonanz: Mehr als 200 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte beteiligten sich und schickten Fotos aus ihren Klassen- und Gruppenräumen.
Sobald die nächste Hitzewelle ansteht, freuen wir uns wieder über Ihre Unterstützung. Dann können Sie uns ein Foto eines Thermometers aus Ihrem Klassen- oder Gruppenraum schicken (bitte ohne erkennbare Personen).
Bitte geben Sie außerdem an:
– Schulform beziehungsweise Kita
– Bundesland
Stadt- oder Einrichtungsname benötigen wir nicht.
E-Mail: redaktion@news4teachers.de
Betreff (bitte unbedingt angeben): Hitze
Alle Einsendungen werden anonym behandelt und ausschließlich für die Dokumentation von News4teachers und der Heinz Trox-Stiftung verwendet.
Die Heinz Trox-Stiftung setzt sich für gesunde, lernförderliche Schulräume ein. Weitere Informationen: www.zukunftsraum-schule.de
Dabei beginnt wirksamer Hitzeschutz häufig mit einer vergleichsweise einfachen baulichen Frage: Wie lässt sich verhindern, dass die Sonnenstrahlung überhaupt in die Räume gelangt? Außenliegende Jalousien oder Raffstores sind dafür besser geeignet als Vorhänge oder Folien auf der Innenseite.
„Außenliegender Sonnenschutz ist natürlich besser als Folie oder Vorhänge, weil die Wärme dann gar nicht erst ins Gebäude kommt“, erklärt Christian Keller, Geschäftsführer der Herner Schulmodernisierungsgesellschaft (HSM), gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Die Gesellschaft betreut nach Angaben der Zeitung 27 Schulstandorte in Herne.
Doch selbst diese naheliegende Lösung lässt sich nicht überall nachrüsten. An der Herner Erich-Fried-Gesamtschule etwa verhindert laut WAZ der Denkmalschutz einen außenliegenden Sonnenschutz. Innenliegende Lösungen sollen dort wenigstens die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren. An anderen Gebäuden stehen bauliche Gegebenheiten einer Nachrüstung entgegen.
Damit wird aus Hitzeschutz im Bestand schnell eine Aufgabe, die weit über das Anbringen einiger Jalousien hinausgeht. Fenster, Dämmung, Fassade und Lüftung müssen zusammengedacht werden; zugleich stehen bei älteren Schulen häufig ohnehin Sanierungen wegen Brandschutz oder energetischer Anforderungen an. An der Herner Grundschule Pantrings Hof etwa soll sich die Situation erst mit einem Neubau verbessern. An der Grundschule Jürgens Hof ist ein Austausch der Fenster vorgesehen, nach Angaben der WAZ allerdings nicht in diesem und möglicherweise auch nicht im kommenden Jahr.
Besonders problematisch können ausgerechnet jene Raumlösungen werden, mit denen viele Schulträger kurzfristig auf steigende Schülerzahlen und fehlenden Platz reagieren: Container und andere leichte Klassenraummodule. Sie lassen sich vergleichsweise schnell aufstellen, können Temperaturschwankungen aber schlechter abfangen als massive Gebäude.
An der Herner Mont-Cenis-Gesamtschule etwa werden nach Angaben der WAZ rund 40 Container als Klassenräume genutzt. „Ab Außentemperaturen von 28, 29 Grad können Container dem nichts mehr entgegensetzen. Die heizen sich dann auf wie ein Backofen“, sagt Keller. Verzichten könne man auf die zusätzlichen Räume dennoch nicht. Die Container würden gebraucht, bis andere Gebäude fertiggestellt seien.
Wie stark die Handlungsmöglichkeiten vom Alter und Zustand der Gebäude abhängen, zeigt der Blick auf Neubauten. Dort kann der Hitzeschutz von Anfang an Bestandteil des gesamten Gebäudekonzepts sein, statt später nachgerüstet werden zu müssen.
Beim Neubau des Haranni-Gymnasiums in Herne etwa wurde nach Angaben der WAZ ein Regenrückhaltespeicher angelegt, der zur Kühlung des Umfelds beitragen soll. In den Beton sind Leitungen integriert, durch die im Winter warmes und im Sommer kaltes Wasser fließen kann. „Vier Grad Unterschied kann das machen“, sagt Keller. Hinzu kommen begrünte Dächer und außenliegender Sonnenschutz.
Ähnliche Ansätze finden sich beim geplanten Gymnasium Römerhof in Frankfurt. Dort sollen große Fensterfronten vermieden werden; Außenjalousien sollen die Sonneneinstrahlung begrenzen, über Nachtklappen kann kühlere Luft einströmen, außerdem ist eine Begrünung der Fassade vorgesehen. Maßnahmen, die sich bei einem Neubau einplanen lassen, im Bestand aber teilweise nur mit erheblichem Aufwand nachzurüsten sind.
„Wir brauchen dringend Optionen an den Schulen, die sofort wirken“
Klimaanlagen erscheinen angesichts von Raumtemperaturen jenseits der 30 Grad zunächst als naheliegendste Antwort. Für eine flächendeckende Ausstattung von Schulen sprechen sich die Herner Verantwortlichen jedoch nicht aus. Keller verweist auf den hohen Energiebedarf und die zusätzliche Wärme, die dabei nach außen abgegeben wird. HSM-Prokurist Olaf Nießen sieht zudem mögliche Grenzen der vorhandenen Stromnetze. Klimaanlagen seien deshalb eher für einzelne besonders problematische Räume vorgesehen.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Hessen hält Klimageräte zumindest als kurzfristige Reaktion auf extreme Hitze dennoch für notwendig. „Wir brauchen dringend Optionen an den Schulen, die sofort wirken“, sagt Kirsten Schultheis-Schauer von der GEW Offenbach. „Die wollen wir nicht dauerhaft, aber wenn es so heiß ist, ist das die einzige Möglichkeit, die ich sehe.“ Zugleich fordert die Gewerkschafterin vom Land ein Konzept für den Umgang mit der zunehmenden Hitze an Schulen.
Denn der Anpassungsbedarf endet nicht an den Außenwänden. Auch versiegelte Schulhöfe mit wenig Schatten heizen sich bei längeren Hitzeperioden stark auf. Kommunen reagieren darauf unter anderem mit Sonnenschirmen und Sonnensegeln, langfristig auch mit Bäumen sowie begrünten Fassaden und Dächern.
Die Stadt Frankfurt etwa hat während der Ferien an elf Schulen große Sonnenschirme aufstellen lassen; weitere Arbeiten sind während des Schuljahres vorgesehen. Unter anderem sollen Fassaden begrünt und zusätzliche Jalousien installiert werden. Auch in Herne sollen Schulhöfe stärker entsiegelt und begrünt werden. Bäume sind dort nach Angaben der Stadt ausdrücklich Teil der Strategie – allerdings benötigen sie Jahre, bis sie ausreichend Schatten spenden.
Zumindest meteorologisch zeichnet sich Entlastung ab – allerdings noch nicht überall sofort. Am Freitag dürfte die Hitze nach der DWD-Prognose zunächst ihren Höhepunkt erreichen. Am Samstag wird im Westen und Nordwesten die 30-Grad-Marke vielfach nicht mehr überschritten, während im Osten und Süden noch einmal 30 bis 37 Grad möglich sind. Ab Sonntag erwartet der Wetterdienst einen unbeständigeren Abschnitt mit zunehmend gemäßigten Temperaturen und Schauern oder Gewittern. In der kommenden Woche kann es gebietsweise auch länger regnen.
Die Klassenräume dürften dann wieder abkühlen. Bis zur nächsten Hitzewelle jedenfalls. News4teachers / mit Material der dpa










„Wir brauchen dringend Optionen an den Schulen, die sofort wirken.“ Dann verlängert die Sommerferien.
Klimaanlagen für jede Schule im Land wird es sowieso niemals geben.
Jalousien und Sonnenschirme senken die solche extreme Temperatur nicht wirklich, das sind doch keine ernsthaften Lösungen. In einem vollen Klassenzimmer, in dem jeder Körper zusätzlich Wärme abgibt, lässt sich die Raumtemperatur nicht einfach mit Jalousien oder Sonnenschirmen herunterkühlen.
Solche Maßnahmen schützen vor direkter Sonneneinstrahlung, aber sie kühlen den Raum selbst nicht ab.
Manchmal fragt man sich wirklich, was soll das…
Wir wohnen in einem neuen Haus mit spezieller Dämmung. Der einzige wirklich kühle Bereich im Haus ist das Untergeschoss, das komplett in die Erde gebaut ist. Wenn es draußen über 35 Grad hat, sind es dort unten ungefähr 23 Grad.
Schon im Erdgeschoss haben wir bei 37 Grad Außentemperatur etwa 30 Grad, obwohl das Haus von dichtem Baumbestand umgeben ist, die Jalousien den ganzen Tag unten sind, es ist dabei dunkel ja und sich meistens nur ein oder zwei Personen im Raum befinden.
Deshalb überlegen sogar wir inzwischen, eine Klimaanlage einzubauen. Anders ist es kaum möglich, im Haus noch etwas zu machen außer ruhig am Computer zu sitzen oder ein Buch zu lesen.
Wow. Unser Haus ist mit Steinwolle gedämmt und nur unterm Dach wird es an die 30 Grad. Alles andere wesentlich kühler. Mit Nachtlüftung können wir es auf 21 bis 23 halten.
Locker die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Regionen, in denen es an einem typischen Sommertag deutlich über 30 Grad hat. Auch dort wird Schule veranstaltet, und das nicht selten mit deutlich größerem Erfolg als hierzulande.
PISA-Spitzenreiter Singapur zum Beispiel… direkt am Äquator gelegen, nicht nur im Sommer, sondern ganzjährig jenseits der 30 Grad, bei einer für uns kaum erträglichen Luftfeuchtigkeit. Auch Hongkong, Shanghai, Seoul, kaum anders… davon sind wir im Sommer hierzulande (noch) weit entfernt.
Und trotzdem gelingt Schule ausweislich einer Studie nach der anderen dort weit besser, nicht nur bei den Kompetenzen, sondern auch noch bzgl. der vielzitierten Bildungsgerechtigkeit. Warum schaut man sich nicht was von diesen Ländern ab, anstatt das Rad immer neu zu erfinden?
Gerade Singapur ist punkto Hitzeschutz sehr innovativ. Sie haben beispielsweise ein “ Fernkühlungssystem“
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/08/hitzeschutz-singapur-berlin-klimawandel-klimakrise.html
Allerdings kann man nicht alles aus den Tropen 1:1 in Mitteleuropa übernehmen. Da es ja dennoch noch Herbst und Winter gibt, müssen unsere Lösungen flexibler sein.
Singapur…
Was haben die da bloß alle an den Häusern hängen?
Wahrscheinlich Nistkästen für bedrohte Vogelarten…
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/klimawandel-asiatische-megastaedte-heizen-sich-schneller-auf-16600896.html
Weil man sich nicht einig ist, was man sich abschauen soll.
Nächste Woche ist es angenehmer.
Warum sollen Klimaanlagen ein Energieproblem haben? Die Anlagen verbrauchen genau dann Strom, wenn die Sonne kräftig scheint. Also könnte eine Klimaanlage in Verbindung mit Photovoltaik sogar ohne Belastung für die Stromnetze realisiert werden.
Wenn wir von 35-40°C im Gebäude reden, sehe ich jedenfalls keine andere Lösung, um die Temperatur im Gebäude auf 22°C runterzubringen. Raffrollos bringen da auch nichts mehr.
„…Hoher Energiebedarf und die zusätzliche Wärme, die dabei nach außen abgegeben wird“ bei Klimaanlagen sind ein Problem, bei KI Rechenzentren aber nicht.
Die Wärme, die KI-Rechenzentren produzieren, ist überhaupt nicht zu vergleichen mit der Abwärme von Klimaanlagen!!
Der Name sagt das doch schon – bei Klimaanlagen beeinflusst die Abwärme das Klima und ist somit viel schlimmer und spürbar für den Menschen, weil wir alle vom Klima betroffen sind – bei KI-Rechenzentren wirkt die Abwärme lediglich auf künstliche Intelligenz, die man bei Menschen i.d.R. nicht vorfindet – da ist es mit der natürlichen Intelligenz schon oftmals grenzwertig und deshalb ist diese Abwärme quasi nicht spürbar und somit auch gar nicht problematisch für unsereins.
Das ist wahrscheinlich eine erwartbare Erklärung seitens der Entscheidungsträger für Schulen … wir sind halt zu schlicht, um diese komplizierten und zu differenzierenden Sachverhalte für die Entscheidungsfindung und die Beschlüsse nachzuvollziehen … oder?
„„…Hoher Energiebedarf und die zusätzliche Wärme, die dabei nach außen abgegeben wird“ bei Klimaanlagen sind ein Problem, bei KI Rechenzentren aber nicht.“
Ist doch logisch, erstens dienen Kühlungen für KI-Rechnezentren dem Wirtschaftswachstum und dem Kapitalismus, schaffen also Arbeitsplätze.
Zweitens sind Klimanlagen für Schulen aber, wie Hysterican erläutert hat, tatsächlich Klimaschädlich, denn physikalisch „exportieren“ diese einfach die Gebäudewärme und die Wärme, welche die sich auf dem absteigenden Ast im Gebäude befindliche „natürliche Intelligenz“ produziert, nach draußen, also „ins Klima“ ohne einen konkreten Gegennutzen: Die KI löst Probleme, Schüler und Lehrkräfte schaffen Probleme, weiß doch jeder, der mit Bildung zu tun hat, insbesondere, wenn er im (gekühlten) Ministerialbüro sitzt.
Die Zukunft sind gekühlte KI-Chips, die Vergangenheit aufgeheizte Menschengehirne! Elon würde das wahrscheinlich genauso sehen! Deshalb: Auf zum Mars! Dort ist es im Durchschnitt nur -60°C kalt. Ganz ohne „Klimaanlage“…
Wir haben Klimaanlage und schon 28 Grad mit 40 Prozent Luftfeuchtigkeit zu 31 Grad mit 75 Prozent Luftfeuchtigkeit ist ein riesiger Unterschied.
bei Hitze dringend ins HOmeoffice wechseln. Das wird überall so gemacht.
Ich sag es ja, etwas remote ist vollkommen in Ordnung heutzutage und technisch einwandfre möglich!
Ganz genau, dann werden wir remote arbeiten. Denn wenn die Einen 32 Stunden Woche haben, die Anderen 35 oder 37, dürfen LehrerInnen sehr wohl etwas vom
Kuchen abbekommen!!
Gell
Genau, und dann gehen die Schüler nach Hause in eine 2-Zimmer-Wohnung unterm Dach, wo noch vier andere Personen wohnen und wo es keine geeigneten digitalen Geräte gibt. Beste Lernbedingungen.
Ich habe neulich im Supermarkt gefragt, wann die denn ins Homeoffice gehen.
So viel zum Thema: „Das wird überall so gemacht.“
Homeoffice ist an Schulen keine Lösung, weil es bei den Schülern zuhause ja nicht notwendigerweise Kühler ist. Und wenn es für die Schüler in der Schule zu heiß ist zum Lernen, ist das zuhause nicht anders.
Es gibt an Schulen eigentlich nur zwei Lösungen bei Hitze: hitzefrei oder Klimaanlagen. Unterricht ist bei Hitze nicht möglich, an vielen Schulen findet bei Hitze nur noch Betreuung der Kinder statt.
Au, es gibt schon sehr viele „Supermärkte“ auf dem Land, die – so gut wie – ohne viel Personal auskommen. Da bestellt wie in jedem großen Markt, das Warenmanagement- und kassensystem die fehlenden Waren nach. Es braucht dann nur stundenweise jemanden, der die waren verräumt. Den restlichen Tag kann der dann ins home office – in einem weiteren Job.
Ab Montag wird es wieder kühler, in zwei Monaten denkt keiner mehr daran, sich auf den nächsten Sommer vorzubereiten….
Unser Schulgebäude ist denkmalgeschützt, so dass bauliche Maßnahmen von außen nicht möglich sind. Dieses Gebäude ist wegen der alten Öl-Heizung im Winter nur teuer warm zu kriegen. Also eigentlich sollten wir froh sein, wenn nicht nur die Sommer, sondern auch die Winter immer wärmer werden!
Wenn man die CO2-Ziele erreichen will, dürfen Schulen keine Klimaanlagen bekommen.
Oder anders: Je mehr Klimaanlagen woanders (Behörden, Parlamente, Unternehmen, …) installiert werden, desto weniger dürfen Schulen Klimaanlagen bekommen.
Oder noch anders: Je mehr Strom man für die Kühlung von KI-Rechenzentren braucht, desto weniger darf man für Klimaanlagen in Schulen verbrauchen.
Sucht euch den Grund aus, der euch am besten gefällt!
Kurz: Künstliche Intelligenz kühlen, kindliche nicht:)
Klimaanlagen sind längst nicht mehr so schädlich wie noch vor 10 Jahren. Schon gar nicht, wenn sie mit Solarstrom betrieben werden.
Nee, nee, die Wärme lassen wir mal schön im Gebäude bei den Verursachern und „exportieren“ sie nicht durchs Fenster zum unschuldigen „Klima“. Das würde sich vor Ärger nur noch weiter aufheizen!
Stimmt schon, aber wo früher ein schädliches Klimagerät vorhanden war, sind es jetzt 10 (?) und in den nächsten Jahren hunderte „umwelt-/ klimafreundlichere“.
Der Trend ist unaufhaltsam, weil die Temperaturen in Europa mittlerweile oft gesundheitsschädlich sind.
10.000 Hitzetode wurden als Zwischenstand, bevor der Sommer zu Ende ist, schon gemeldet.
Besonders vulnerablen Gruppen wie Alten und Kindern sollten Klimaanlagen deshalb nicht verwehrt werden.
Auf den meisten Schuldächern ist übrigens noch viel Platz für Solaranlagen.
Aber die Toten kommen zunächst in die Kühlung und danach empfängt sie Erdkühle, sofern sie nicht kremiert werden. Denn da wird’s nochmal heiß.
Bei uns ist es generell im Schulgebäude immer heißer als draußen, weil unsere Schule Dächer wie ein Gewächshaus hat. Von Mai bis September ist es quasi so heiß, dass wir ständig Hitzefrei geben müssten. Stattdessen leiden wir oder gehen halt raus und niemand lernt was. Super sinnvoll
Google KI „sagt dazu“:
„Temperaturen nach Sauna-Art
Sanfte Saunen (Bio-Sauna / Warmluftbad): 45 bis 60 Grad. Ideal für Anfänger oder Kinder.“
Also … Anfänger oder Kinder.
Wo ist das Problem?
Chancen Nutzen … Nehmen Sie den Aufguss und ggf. das Handtuch zum Schwingen mit.
Beantragen Sie eine Fortbildung im Bereich von Wellness und Saunieren.
Und machen Sie mal was für Ihr Geld …
Also echt mal. Immer nur am Motzen. Nie kann man euch Lehrkräfte zufrieden stellen …
Mal wollen sie mehr Entspannung und Wellness … Mal nicht.
Kaum verbindet man Freizeit mit/und Arbeit … Schon weinen sie alle.
Achja: Trinken nicht vergessen. Die kalte Dusche gibts oft genug im Alltag normalerweise.
Laut „Lexikon der guten Küche“ funktioniert Düsten erst zwischen 70°C und 98°C. Für’s Schmoren werden noch höhere Temperaturen benötigt. Also beginnt der Garprozess bei Schülern und Lehrern noch nicht.
Also kulinatisch alles gut soweit.
Klimaanlagen können ohne Belastung des öffentlichen Stromnetzes über eine eigene Dach-Photovoltaik-Anlage betrieben werden.
Diese schattet das bestehende Dach noch ab und reduziert so den Wärmeeintrag
Die Argumentation gegen Klimaanlagen ist so kinderfeindlich, wie die gegen Luftfilter, technische Gründe sind vorgeschoben.
Es geht meiner Meinung nach nicht nur um die unerträgliche Hitze in den Gebäuden. Es geht auch darum, dass wir ab bestimmten Temperaturen hitzefrei geben und dann Zehntausende Unterrichtsstunden ausfallen. Logischerweise konnten wir am Ende viele Themen des Lehrplans gar nicht oder nur verkürzt behandeln. Das wird langfristige Folgen haben.
Bitte das Thema auch in den Monaten hochhalten wo manche darauf bauen, dass es (wieder) vergessen wurde!
Die Medien können uns nicht sagen, was wir denken sollen, aber durchaus WORÜBER wir reden sollten