
Bei einer Wanderung im Kyffhäuser sind zwei Schülergruppen aus Sachsen-Anhalt verloren gegangen. Nach Polizeiangaben hatte ein Autofahrer die Beamten alarmiert, nachdem er 16 erschöpfte Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren an einer Straße in Rottleben aufgefunden hatte. Zuvor hatte der MDR berichtet.
Die Schülergruppe aus Köthen war nach Polizeiangaben zuvor auf einem Ausflug in der Barbarossahöhle gewesen und befand sich auf dem Rückweg zu ihrer Unterkunft ins benachbarte Rathfeld, als die Jugendlichen aus bislang unbekannten Gründen verloren gegangen sind. Niemand von ihnen habe ein Mobiltelefon dabeigehabt.
Als die Beamten die Kinder an ihrer Jugendherberge ablieferten, sei bei einer Zählung zudem festgestellt worden, dass fünf weitere Schüler fehlten. Diese haben die Beamten daraufhin zwischen Rottleben und Bad Frankenhausen angetroffen, so ein Sprecher.
Wie es zu dem Vorfall gekommen ist, ist noch völlig unklar. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. News4teachers / mit Material der dpa
Rettungsaktion: Zwölfjähriger stürzt beim Klassenausflug einen 20 Meter tiefen Abhang hinab










Kein Handy dabei zu haben, finde ich in der heutigen Zeit unverantwortlich.
Aber selbst wenn: Wieso hatten sie keine Landkarte dabei?
Und falls doch: Wieso konnten sie die nicht lesen?
Kein Handy dabei zu haben, finde ich in der heutigen Zeit unverantwortlich.
Persönlich finde ich eher das Gegenteil unverantwortlich, wenn alle nur auf dem Hääändiiii daddeln…
Und deshalb ist die Mitnahme von Smartphones idR auf Klassenfahrten der Unter- und Mittelstufe meist nicht erlaubt…Was ich persönlich durchaus sinnvoll finde.
Was mich deutlich mehr verwundert ist, dass überhaupt so viele „verschwinden“ konnten. Hatten die keine LKs dabei? Wenn doch, wo waren die? …am Hääändiii, daddeln?
Kein handy dabei zu haben, deutet maximal auf eine leider selten gewordene Medienunabhängigkeit hin.
Sie beide scheinen den Unterschied zwischen daddeln und Notfalltelefon nicht zu kennen.
Wenn ein Hääändiii verfügbar ist, dann wird auf jeden Fall, ggf heimlich, gedaddelt!
Mit solchen Irrlichtern ist kein Krieg zu gewinnen.
Und Landkarten?? So richtig, auf Papier? Glauben Sie doch nicht wirklich, oder?
Argh! Das Kumpelssystem ist gescheitert, weil ALLE verloren gingen 🙁
Zum Glück wurden die wieder eingesammelt.
„Bei einer Wanderung im Kyffhäuser sind zwei Schülergruppen aus Sachsen-Anhalt verloren gegangen.“
Wenn es nicht so gruselig wäre, dann könnte man sich in der Kombination der Fakten wirklich abrollen:
SuS aus Sachsen Anhalt – orientierungslos -müssen von demokratischen Exekutivkräften gerettet und wieder zurück in die Zivilisation zurückgeführt werden … und das am deutschen Kyffhäuser, in dem der Legende nach Barbarossa schläft, um in Deutschlands Not zur Rettung der Nation zu eilen … kann man sich in der aktuellen Situation kaum besser ausdenken.
Symbolisch – finde ich.
Ganz mein Humor.
Die besten Satiren verfasst das Leben selbst.
@Hysterican
„Wenn es nicht so gruselig wäre, dann könnte man sich in der Kombination der Fakten wirklich abrollen: …“
Das war auch mein erster Gedanke.
Der zweite Gedanke – ich gestehe – war:
Das sollte unbedingt verfilmt werden …
Schüler kommen aus Sachsen-Anhalt also müssen es dumme Demokratiefeinde sein. Von der Herkunft auf den Charakter schließen und sich dabei zu den guten zählen. Das ist Mal eine dicke Bank, äh dickes Ding.
Wie hätte denn Ihr gag gelautet, wenn ich statt dickebank, sonnenschein oder wasserfall gewählt hätte?
Humorbefreit?
…dann nimm diesen!!
Treffen sich zwei Jäger – beide tot!
Na … besser?
Von „dummen Demokratiefeinden“ habe ich kein Wort geschrieben … vllt noch mal genau nachlesen … und dann mit Verstand und nicht aus dem Darmhirn heraus reagieren.
Das üben wir vllt nochmal, oder?
Ich dachte auch gerade, dass die Schüler ohne Handy oder auch ohne Handyempfang schlicht verloren sind und wenig Ahnung haben, wie man sich im Wald orientiert.
Da kann man auch niemanden ins kalte Wasser werfen, das müsste vorher geübt und besprochen werden.
Ich selbst hatte in meiner eigenen Schulzeit eine Lehrerin, die sich auf Wandertagen regelmäßig mit der ganzen Klasse verlaufen hat. Sie hatte einen Faible für quer durchs Gestrüpp. Und sie nannte es nicht verlaufen, sondern „Orientierungsschleife“
Orientierungsschleife statt Irrweg. Vielleicht was für Sachsen Anhalt.
„Da kann man auch niemanden ins kalte Wasser werfen, das müsste vorher geübt und besprochen werden.“
Dafür gibt’s die Pfadfinder, wen das interessiert. Das muss nicht auch noch die Schule leisten.
Wer zudem heutzutage sich noch mit Schülern ind die „Natur“ wagt, hat offentsichtlich die wichtigste Lektion für Pädagogen immer noch nich verstanden: Mit Schülern niemals in oder in die Nähe von Wasser, niemals ins Gebirge (auch kein „Wanderwege“), niemals in den Wald, und niemals „Radtouren“ auf allgemeinen Straßen (selbst „Radwanderwege“ sind im Zweifel gefährlich: Wer fährt die schon vorher komplett mit dem eigenen Rad ab?). Immer schön in der Stadt bleiben, immer die Bahn benutzen (Lehrern wurde ja schon der Vorwurf gemacht, sich bei Busreisen nicht vorher von der Verkehrstüchtigkeit von Bus und Fahrer überzeugt zu haben…).
Das ist der Weg.
Es sind so viele Jugendliche mittlerweile vollkommen zivilisations- und technikdegeneriert, dass selbst 7. und 8. Klässler ohne das heilige Hääändiiiiii nicht einmal einen 3.2 Km langen Fußweg in der eigenen Wohnumgebung (!!!) zurück zur Schule finden.
Können nicht schwimmen.
Können (in der 10. Klasse) nicht Fahrrad fahren.
Können sich ohne Digitalschnuller im EIGENEN WOHNUMFELD (wie gesagt, 3.2 Km) nicht orientieren.
Können die Uhr nicht lesen.
Können (noch sind es wenige, Zahl steigt aber) in Klasse 6 keine Schuhe zubinden.
Jammern und klagen (12. Klasse) über ca. 5 Km Fußweg bei einer Exkursion (12. Klasse, Hälfte davon Sport-LK!): Blasen am Fuß, Kreislaufprobleme…
Jetzt kann ich als Lehrer entweder gegen Windmühlenflügel kämpfen – und mich irgendwann auch in so einem Bericht wiederfinden potentiellmit tonnenweise Ärger und jahrelangen dummen Sprüchen als Folge…
…oder ich gehe da rational mit um:
Sowas findet nicht (mehr) statt. Soll das Leben nach der Schulpflicht sie sieben, da können die Eltern (die das alles schuld sind) halt keinen Stress mehr machen.
Geliefert wie bestellt.
Spannend aber, unsere Kinder (Brennpunktschule) sind super per pedes unterwegs…..die verlieren nicht den Anschluss, die können sich orientieren, die fahren mit der Straßenbahn werweißwohin……die können das….die sind auch nachmittags nach der OGS im ganzen Veddel unterwegs….komisch…..
Im Grunde sollte man mit einer Schülergruppe geschlossene Räume nicht verlassen.
immer die Bahn benutzen
Neeneenee, dann läuft man hinterher über die Gleise!!
Na ja…tatsächlich ja.
„Ermittelt“ wird natürlich gegen wen?
Riiiiiiiiichtig, die Lehrer.
Wen auch sonst.
21 Schüler? Klingt nach einer ganzen Klasse. Da wird der Lehrer wohl einige Fragen beantworten müssen.
Da bin ich aber gottfroh, bisher noch nicht in den Medien gelandet zu sein. Auf zwei meiner Klassenfahrten habe ich mich bereits verlaufen und zweimal sind mir Kinder verlustig gegangen, die aufgrund ihres Schneckentempos irgendwo falsch abgebogen sind. Beim ersten Mal war es dann eher Zufall, dass wir das Ziel erreicht haben und beim zweiten Mal haben wir einfach mal irgendwo geklingelt und um Getränke und Orientierung gebeten (war ein ziemlich warmer Sommertag und die mitgeschlürten Getränke waren irgendwann alle).
Die verlorenen Kinder haben einmal des Weg selber gefunden und einmal haben wir sie suchen müssen….
Aber alles war ganz unaufgeregt, die Kinder haben keinen psychischen Schaden davongetragen…..
Erleichterung teile ich. Erinnert an eine Klassenfahrt an der Ostsee, wo Viertklässler sich mit mir auf einer Nachtwanderung verliefen…so schön, wenn der richtige Weg dann doch noch gefunden wird.