Start Nachrichten Party-Stimmung nach dem Schulpreis! Schulleiterin: „Im Moment ist alles surreal“

Party-Stimmung nach dem Schulpreis! Schulleiterin: „Im Moment ist alles surreal“

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MÖRFELDEN-WALLDORF. Als die Bertha-von-Suttner-Schule den Deutschen Schulpreis gewinnt, kommen sogar dem Bundeskanzler die Tränen. Wie war die Verleihung in Berlin für die, die ausgezeichnet wurden? Wir haben nachgehakt. 

Gruppenbild mit (gerührtem) Bundeskanzler. Foto: Deutscher Schulpreis / Max Lautenschläger

Konfetti-Kanonen knallen quer durch den Raum, als Schulleiterin Ute Zeller in die Aula der Bertha-von-Suttner-Schule kommt. Vor Überraschung schlägt sie sich die Hände vor den Mund, während goldenes Konfetti herunterregnet. Die versammelten Lehrerinnen und Lehrer klatschen, johlen, rufen «Deutschlands beste Schule!» im Sprechchor. «Absoluter Wahnsinn, Leute», sagt Zeller, als sie kurz darauf auf der Bühne vor den Lehrkräften steht.

Am Dienstag hat die Bertha-von-Suttner-Schule in Berlin den Deutschen Schulpreis gewonnen. Ein Preisgeld von 100.000 Euro bekommt die integrierte Gesamtschule im südhessischen Mörfelden-Walldorf dafür. Obendrauf machte sie bundesweit Schlagzeilen – auch deshalb, weil Bundeskanzler Friedrich Merz die Tränen kamen, als er den euphorischen Siegern den Preis überreichte.

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Spontan den Kanzler umarmt

Schulleiterin Zeller gehörte sogar zu denjenigen, die den Kanzler auf der Bühne umarmten. Das sei gar nicht geplant gewesen: «Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, ihm die Hand zu geben», erzählt Zeller. Aber im Moment selbst seien die Emotionen plötzlich da gewesen. «Ich glaube, da standen einfach zwei Menschen. Punkt.»

An der Schule herrscht auch knapp zwei Tage später noch Feierlaune. Der Preis steht heute in der Aula, im Büro des stellvertretenden Schulleiters hängen goldene Luftschlangen und ein Ballon in Pokalform, auf dem «Champion #1» steht. «Im Moment ist es alles surreal», sagt Zeller.

«Unfassbar schön»

Melissa Hellmann ist eine der Schülerinnen, die am Dienstag in Berlin mit dabei waren. «Wir haben gar nicht damit gerechnet», erzählt die 18-Jährige. Aber dann sei das Wort «Hessen» gefallen, und schließlich war klar: Die «Bertha» hat die Auszeichnung gewonnen. «Und dann sind wir alle natürlich direkt ausgerastet», erinnert sich die Zwölftklässlerin. «Wir haben uns gefreut, wir sind los gesprungen, ein paar Lehrer sind emotional geworden. Es war einfach unfassbar schön.»

Dass sogar der Bundeskanzler gerührt war, habe sie erst gar nicht bemerkt. «Ich gucke rüber und war so: Oh, er weint ja wirklich! Und das war einfach schön zu sehen, dass er so emotional ist, weil er sich für unsere Schule freut», sagt sie. «Es war ein krasses Gefühl.»

Schulhof-Party und Sieger-T-Shirts

Aber auch an der Schule selbst gab es während der Preisverleihung Livestreams und rundherum ein großes Fest inklusive DJ. «Von der 5. bis zur 13. Klasse waren alle am Pausenhof versammelt», erzählt der 19-jährige Schulsprecher Adrian Prodanović. Hunderte Schülerinnen und Schüler seien da gewesen, um zuzusehen und gemeinsam zu feiern. «Es sind Leute gekommen, die haben noch nie miteinander geredet und haben sich trotzdem in den Arm genommen.»

An der Schule läuft nun schon die Planung, wie das Preisgeld ausgegeben werden soll. «Ganz wichtig ist, dass wir den Preis und alles, was dazugehört, mitbringen in die Schulgemeinde. Dass die gesamte Schulgemeinde merkt: Das ist unser Preis», sagt Anthony Amokwe, der stellvertretende Leiter der Schule. Es soll unter anderem eine Veranstaltung für alle geben.

Und um die Feierlaune weiterzutragen: «Wir haben eine Zusage bekommen, dass wir von Kreisseite mit T-Shirts unterstützt werden», erzählt Amokwe. «Dann könnte es eine Sonderausgabe Schulpreis 2026 geben.» News4teachers / Von Piera Tomasella

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