
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sieht bei den angekündigten Demonstrationen am 31. Oktober in Deutschland die Gefahr von Gewalttaten, die hinter Halloween-Masken begangen werden. «Wir sehen, dass es da Aufrufe auch besonders aus der linksradikalen Szene gibt», sagte der CDU-Politiker in Potsdam. Man habe sich dafür bewusst Halloween ausgesucht – einen Tag, an dem sich Menschen maskieren und «im Schutz der Maskerade» bereits in der Vergangenheit Körperverletzungen und Sachbeschädigungen begingen.
«Der Tag wird zum Anlass genommen, um Dinge gezielt aus dem Ruder laufen zu lassen», sagte Redmann. Es sei der gezielte Versuch, französische Verhältnisse nach Deutschland zu holen.
Krawalle in Frankreich
Frankreichweite Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und für bessere Bildung waren von schweren Ausschreitungen begleitet worden. Auch am Wochenende war es zu gewalttätigen Protesten, Brandstiftungen und Plünderungen gekommen.
Nach der Ankündigung eines Protesttages in mehreren deutschen Städten am 31. Oktober stellt sich die Berliner Polizei auf einen umfangreichen Einsatz ein. Die Initiative «Gen Z steht auf» ruft für den 31. Oktober in zahlreichen deutschen Städten zu Protesten auf. Dabei soll es den Angaben zufolge unter anderem um Bildung, ein bezahlbares Leben sowie die Ablehnung einer Wehrpflicht gehen. «Wir distanzieren uns klar von jeglicher Art von Gewalt», hatte der Mitinitiator Akram Selo der dpa gesagt.
Minister: Bilder wie in Frankreich dürfen sich nicht wiederholen
Nach den Ausschreitungen in Frankreich sagte Brandenburgs Innenminister: «Wir werden alles dafür tun, dass diese Bilder sich in Deutschland nicht wiederholen.» Die Polizei im Bund und in allen Ländern sei vorbereitet. Die Brandenburger Polizei biete vor allem Berlin Unterstützung an. «Aber auch die Potsdamer Innenstadt werden wir im Blick haben», so Redmann. News4teachers / mit Material der dpa
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