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Wenn Kinder beißen, treten und schlagen: Kita-Erzieherinnen berichten immer öfter von Gewalt – auch gegen sich selbst

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DÜSSELDORF. Bissverletzungen, blaue Flecken, zerkratzte Gesichter: Erzieherinnen und Erzieher berichten von körperlichen Angriffen durch Kinder, die teilweise ärztlich behandelt werden müssen. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der gemeldeten Übergriffe durch Kita-Kinder innerhalb weniger Jahre vervielfacht. Während Fachkräfte und Träger zunehmend an ihre Grenzen geraten, sieht eine Kinderpsychotherapeutin eine mögliche Ursache auch im Elternhaus: Manche Mütter und Väter hätten die bedürfnisorientierte Erziehung missverstanden. Doch wie viel erklärt das tatsächlich – und welche Rolle spielen die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen?

Wütend? Kommt vor. (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Es beginnt mit einem Streit um Spielzeug. Zwei Kinder geraten in einer Kindertagesstätte in Südwestfalen aneinander. Eines schlägt und tritt auf das andere ein. Eine Erzieherin greift ein, trennt die Kinder und versucht, die Situation zu beruhigen. Doch dann richtet sich die Aggression gegen sie selbst. Das Kind kneift sie in die Arme und tritt nach ihr. Die Frau versucht auszuweichen, wird aber auch an den Waden getroffen. Zurück bleiben schmerzhafte blaue Flecken.

Die Erzieherin, die in einer aktuellen WDR-Recherche unter dem geänderten Namen Anna vorgestellt wird, berichtet von einem Erlebnis, das sie noch immer beschäftigt. Sie wollte ein anderes Kind schützen und wurde dabei selbst verletzt. Was Anna erlebt hat, beschäftigt inzwischen zahlreiche Kita-Träger. Der WDR berichtet von Einrichtungen, in denen Beschäftigte gebissen, getreten, gekratzt oder bespuckt werden. Teilweise sind die Verletzungen so schwer, dass medizinische Behandlungen notwendig werden.

„Wir hatten schon zerkratzte Gesichter, wo eine Narbe bleibt. Wir hatten Tritte in den Genitalbereich. Bisse in die Brust, so dass Fachkräfte zum Gynäkologen mussten“

Ute Grebe, stellvertretende Geschäftsführerin des evangelischen Kindergartenverbundes Soest-Arnsberg mit rund 30 Einrichtungen, schildert dem Sender Fälle, in denen Beschäftigte erhebliche Verletzungen erlitten hätten. „Wir hatten schon zerkratzte Gesichter, wo eine Narbe bleibt. Wir hatten Tritte in den Genitalbereich. Bisse in die Brust, so dass Fachkräfte zum Gynäkologen mussten.“

Nach einer Auswertung der Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe für den WDR wurden 2021 in Nordrhein-Westfalen insgesamt 150 Übergriffe durch Kita-Kinder gemeldet. Im Jahr 2025 waren es bereits 2.537 – fast 17-mal so viele. Auch 2026 bleibt die Zahl der Meldungen hoch: Bis September registrierten die beiden Landesjugendämter bereits mehr als 2.000 entsprechende Fälle.

Die Statistik umfasst allerdings nicht nur Angriffe auf Erzieherinnen und Erzieher, sondern auch Übergriffe von Kindern auf andere Kinder. Wie viele Beschäftigte betroffen sind und ob ihre Zahl im gleichen Umfang gestiegen ist, lässt sich daraus nicht ableiten.

Auch die Entwicklung der tatsächlichen Gewalt lässt sich aus den Meldungen nicht unmittelbar ablesen. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Erfassung verändert. Bereits 2023 überarbeiteten die Landesjugendämter ihre aufsichtsrechtlichen Vorgaben für meldepflichtige Ereignisse. Vor zwei Jahren wurde das digitale Meldemodul „Besondere Vorkommnisse“ in KiBiz.web eingeführt. Es ersetzte die bisherigen Online-Meldeformulare für Meldungen nach Paragraf 47 des Sozialgesetzbuches VIII. Im März 2025 wurden die Vorgaben erneut angepasst.

Hinzu kommt eine gewachsene Sensibilität für den Kinderschutz. Markus Fischer, Sprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hatte bereits in einer WDR-Recherche vom April erklärt, dass Eltern, Träger und Einrichtungen nach schwerwiegenden Kinderschutzfällen genauer hinschauten. Die Landesjugendämter hätten zudem verstärkt über Meldepflichten informiert. Dadurch würden heute mehr Vorfälle sichtbar als früher.

Unabhängig von der Meldepraxis berichten Fachkräfte jedoch von erheblichen Belastungen durch aggressives Verhalten. Eine mögliche Erklärung sieht die Kinderpsychotherapeutin Dr. Inés Brock-Harder im Erziehungsverhalten mancher Eltern. Gegenüber dem WDR beschreibt sie zunächst ein entwicklungspsychologisches Problem: Kleine Kinder müssten die Fähigkeit, ihre Gefühle zu regulieren, erst erwerben. Wenn sie emotional überfordert seien, könnten sie sich häufig noch nicht ausreichend sprachlich ausdrücken und reagierten deshalb körperlich.

Dass solche Reaktionen in den Einrichtungen zunehmend zum Problem würden, könnte nach Brock-Harders Einschätzung aber auch damit zusammenhängen, dass Eltern ihren Kindern zu wenig Orientierung böten. „Meine Hypothese in dem Bereich ist, dass es Eltern zunehmend weniger gelingt, das Bedürfnis nach Orientierung, nach Grenzen, nach Strukturen bei ihren kleinen Kindern durchzusetzen.“

Nach ihrer Beobachtung verstehen manche Eltern den Anspruch einer bedürfnisorientierten Erziehung so, dass sie ihren Kindern möglichst viel Entscheidungsfreiheit überlassen. Dabei gerate aus dem Blick, dass Kinder selbst ein Bedürfnis nach Begrenzung und Regulierung hätten. Erwachsene müssten deshalb nicht nur die Gefühle des Kindes ernst nehmen, sondern auch deutlich machen, wenn sein Verhalten andere Menschen verletzt.

Bereits im August hatte News4teachers über die Erfahrungen der Berliner Kinderärztin Katharina Schroth berichtet, die in ihrer Praxis zunehmend auf Eltern trifft, denen es nach eigener Darstellung schwerfällt, ihren Kindern notwendige Grenzen zu setzen.

Schroth hatte im Gespräch mit dem stern einen Fall geschildert, bei dem die Vorsorgeuntersuchung eines fünfjährigen Jungen nicht zustande kam. Das Kind verließ immer wieder das Behandlungszimmer, während die Eltern kaum eingriffen. Als eine medizinische Fachangestellte den Jungen zurücktrug, widersprach der Vater, weil sein Sohn nicht gegen dessen Willen angefasst werden dürfe.

Für die Kinderärztin lag das Problem nicht darin, dass das Kind die Untersuchung ablehnte. Kinder hätten Ängste und dürften Nein sagen. Entscheidend sei vielmehr, wie Erwachsene damit umgingen. Eltern müssten ihr Kind unterstützen, ermutigen und ihm vermitteln, warum bestimmte Handlungen notwendig seien.

Schroth beobachtet nach eigenen Angaben seit fünf bis zehn Jahren häufiger Situationen, in denen Eltern aus Rücksicht auf vermeintliche Bedürfnisse ihrer Kinder notwendige Entscheidungen vermeiden. „Falsch verstandene bedürfnisorientierte Erziehung tut Kindern nicht gut – und sie erschwert unsere Arbeit enorm. Da fliegt dann Spielzeug durchs Behandlungszimmer, Schränke werden ausgeräumt und die Eltern schauen einfach zu.“ Auf ihre Schilderungen hätten sich zahlreiche Lehrkräfte, Erzieherinnen und Therapeuten gemeldet, die ähnliche Schwierigkeiten aus ihrem Berufsalltag kennen.

Für Kita-Fachkräfte können sich aus unterschiedlichen Erziehungsvorstellungen Probleme ergeben. Peter Schmitz, Bereichsleiter von fast 180 katholischen WIR-Kitas im Erzbistum Paderborn, berichtet dem WDR von solchen Schwierigkeiten. Rückmeldungen aus den Einrichtungen würden von Eltern teilweise als Angriff oder Ungerechtigkeit wahrgenommen. Dabei sei es wichtig, dass Eltern bereit seien, auch Beobachtungen anderer Erwachsener über ihr Kind anzuhören.

„Wir wissen, das Kind macht das nicht extra, das Kind will das nicht“

Dazu kommen die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen. Die langjährige Gelsenkirchener Kita-Leiterin Petra Müller berichtete dem WDR bereits im April von körperlichen Übergriffen durch Kinder. „Manche treten, spucken oder werfen mit Stühlen.“ Auch unter den Kindern komme es häufig zu Körperverletzungen. Als wesentliche Ursachen der zunehmenden Anspannung nennt Müller den chronischen Fachkräftemangel, zu große Gruppen und herausforderndes Verhalten der Kinder.

Beschäftigte seien emotional erschöpft und kämen schneller an ihre Grenzen. Gleichzeitig müssten sie immer mehr Kinder mit psychischen Auffälligkeiten und sprachlichen Schwierigkeiten begleiten. Müller engagiert sich deshalb bei ver.di für bessere Arbeitsbedingungen und kleinere Gruppen. Nach ihrer Einschätzung lässt sich das Risiko von Gewalt nur verringern, wenn ausreichend pädagogische Fachkräfte vorhanden sind.

Für die Fachkräfte bleibt die Frage, wie sie unter den bestehenden Bedingungen Kinder vor Übergriffen schützen können, ohne selbst verletzt zu werden. Ute Grebe vom evangelischen Kindergartenverbund Soest-Arnsberg beschreibt die Herausforderung so: „Wir wissen, das Kind macht das nicht extra, das Kind will das nicht.“ Die pädagogische Verantwortung sei dennoch eindeutig: „Und es ist unsere Aufgabe, das Kind zu schützen, die anderen Kinder zu schützen.“ Grebe fügt hinzu: „Aber eben auch zu gucken, wie kann die Fachkraft geschützt werden, damit sowas nicht passiert.“ News4teachers 

Wenn Eltern keine Grenzen mehr setzen: Was falsch verstandene Bedürfnisorientierung bei Kindern anrichtet

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16 Kommentare
Küstenfuchs
1 Tag zuvor

Das Kita-Personal hat wie jeder andere Arbeitnehmer auch grundsätzlich Anspruch auf körperliche Unversehrtheit am Arbeitsplatz. Extrem seltene Ausnahmefälle hat es und wird es in dem Bereich immer geben, das liegt in der Natur der Sache.

Es ist vollkommen klar, dass nicht jeder Konflikt und jede Aggression im Vorschulalter vermeidbar ist. Was man aber als Kita schon erwarten kann, ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit seitens der Eltern und eine Mindesterziehung zur Gewaltlosigkeit bzw. Setzen von Grenzen seitens der Eltern.

Wenn wir uns jetzt aber die Zahlen ansehen und diesen explosionsartigen Anstieg in den letzten Jahren, und dazu die sich wohl oft wiederholenden Meldungen von uneinsichtigen Eltern, dann muss man eben dazu viel öfter dazu übergehen, gewalttätige Kinder bei Uneinsichtigkeit´der Eltern zeitweise oder ganz aus der Einrichtung auszuschließen. Sollen dann doch die Eltern sehen, wie sie ihr Kind betreut bekommen.

Realist
1 Tag zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

„Das Kita-Personal hat wie jeder andere Arbeitnehmer auch grundsätzlich Anspruch auf körperliche Unversehrtheit am Arbeitsplatz.“

Genau. Auch wenn die Kinder ein „Recht auf Betreuung oder Schule haben“, verantwortlich für dafür ist erst einmal der Arbeitgeber (Kita) bzw. der Dienstherr (Staat). Und dieser kann seine Verantwortung für den Arbeitnehmer nicht einfach ignorieren, indem er einfach auf dieses „Recht der Kinder“ verweist.

Notfalls alle Angriffe inkl. der Aufforderung an den Vorgesetzten Abhilfe zu schaffen, schriftlich dokumentieren (PR einbeziehen), und dann, falls nichts passiert, eskalieren (Träger bzw,. Behörde). Falls dann immer noch nichts passiert, notfalls zum Fachanwalt für Arbeitsrecht bzw. öffentliches Recht (Beamte) gehen und den Arbeitgeber / Dienstherr über diesen zur Abhilfe auffordern. Wenn dann immer noch nichts passiert, notfalls Klage erheben.

Werden die meisten natürlich nicht tun, da zu aufwändig und zu kostenintensiv, aber eigentlich braucht es nur ein paar Präzendenzfälle, die dann ruhig einmal die Verbände und Gewerkschaften rechtlich begleiten und finanzieren könnten. Aber dann müsste auch diese erst einmal über ihren ideologischen „Kita / Schule = heile Welt“-Schatten springen.

TRish
1 Tag zuvor

Nur mal als Beispiel dafür wie es auch geht.

How to teach in a Kindergarten in China | Teaching English to Children ages 5 to 6 y/o
https://www.youtube.com/watch?v=G8neMMFEIeQ

Der deutsche „Kindergarten“ war mal so vorbildlich, das er weltweit kopiert wurde. Ganz sicher gibt es in Deutschland große Unterschiede zwischen den Einrichtungen, aber unterm Strich würde ich sagen die Orientierungslosigkeit und allgemeine Verunsicherung darüber wie man Kinder erzieht, zeigt sich in Deutschland im egozentrischen Verhalten der Kinder.

Realist
1 Tag zuvor
Antwortet  TRish

China als Vorbild?

Sind das nicht die, deren Autos wir nicht kaufen sollen, weil deren System unsere „demokratischen Werte“ missachtet?

447
1 Tag zuvor
Antwortet  Realist

*schaut erschreckt von seiner Bestellung auf*
„Äh, ja, jawoll Herr Hauptfrau, Elektroauto sofort kaufen, weil Gliemah! Kein chinesisches, jawoll! Niemals! Das wäre unpatriot…äähhhh…unsolidarisch!“

Angelika Mauel
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Na, es zeigt, dass anderswo auch einiges mit Billigung der Regierung schief läuft. Außer dem endlich verpönten Schweigefuchs und anderen Animationsmätzchen könnte es noch wie in diesem Filmchen „Angebote“ zum Mitmachprogramm für alle Kinder geben.

Dagegen ist „Lola Klokönigin“ ja schon fast individulistisch… https://www.youtube.com/watch?v=FlBvth6VaOs

Trish
14 Stunden zuvor
Antwortet  Realist

Ach ja, die psychischen Zustände in Deutschland.
Die Kinder in dem Video zeigen so einige Kompetenzen, die man hier zu Lande auch bei älteren Kindern vermisst. Das ist bedauerlich, weil so viele Potentiale brach liegen. Wäre das Video in einem deutschen Kindergarten aufgenommen worden, am besten in einem „Problembezirk“, die Einrichtung würde wahrscheinlich mit Auszeichungen für frühkindliche Bildung überhäuft. Keine Auszeichungen gäbe es hingegen, wenn China in dem Kontext positiv hervorgehoben würde.

Sepp
1 Tag zuvor
Antwortet  TRish

Wenn, dann sollten wir uns doch ein Beispiel an diesem Kindergarten aus Taiwan nehmen:
https://www.youtube.com/watch?v=2o58rPPDkAA

Da werden die Erzieherinnen sicher nicht getreten oder geschlagen.

Und um die Reaktion zu beruhigen, nein, nur Spaß – aber ein beänstigender Blick, was anderswo auf der Welt so passiert…

SchadeMarmelade
1 Tag zuvor

Wir packen Kinder im Alter von meistens gerade einmal einem Jahr in den Kindergarten.
6 bis 8 Stunden, 5 Tage die Woche. Dort sind sie dann mit 23 anderen Kindern eingesperrt und 2 überforderten ErzieherInnen die versuchen der Lage mehr oder minder Herr/Dame zu werden.
Danach geht es ab zu Mama und Papa, zwischen 15 und 16 Uhr, die komplett alle sind und nur am Handy hängen.
Das alles weil wir ja wie Merz erzählt so unheimlich faul sind und glauben wir würden etwas für die Gleichberechtigung tun wenn einfach keiner sich um die Kinder kümmert.
Die Kinder sind überfordert, emotional, sozial etc…
Und meine Frau und ich haben genau diese Fehler auch begangen, haben uns eingeredet das wäre schön okay und haben von unseren Kindern die Quittung bekommen.
Zum Glück keine Gewalt aber offensichtliche Zeichen der Überförderung und Vernachlässigung.

Nie wieder Lehramt
1 Tag zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

Danke für die weisen und richtigen Worte! Und Respekt für die Ehrlichkeit!

Ich_bin_neu_hier
1 Tag zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

„Überförderung“ ist ein herrlicher Neologismus – selbst wenn er ein Verschreiber gewesen sein könnte: Danke dafür!

Rainer Zufall
1 Tag zuvor

„Doch wie viel erklärt das tatsächlich – und welche Rolle spielen die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen?“
Schließt sich gegenseitig doch überhaupt nicht aus.

„Nach ihrer Beobachtung verstehen manche Eltern den Anspruch einer bedürfnisorientierten Erziehung so, dass sie ihren Kindern möglichst viel Entscheidungsfreiheit überlassen. Dabei gerate aus dem Blick, dass Kinder selbst ein Bedürfnis nach Begrenzung und Regulierung hätten.“
Ein sehr wahrer Kern, der unter (rassistischen/ armuts- bzw. bildungsfernediskriminierenden) Ausweichdiskussionen beerdigt werden.
Kann ja nicht angehen, dass unsere, die „guten“ Kinder von sowas betroffen sein könnten.
Müssen alles „Paschas“ sein – nicht wie „Wir“ 🙁

DerechteNorden
17 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wo sind Sie denn abgebogen?
Weshalb holen Sie denn sofort diese Keule raus? Damit machen Sie nämlich jede notwendige Diskussion kaputt.

HuGo
15 Stunden zuvor

Eigenartig, wenn politische Agenda z B. “ antiautoritäre Erziehung – fehl schlägt, sind s die Eltern, die dafür Verantwortung tragen (sollen). Das scheint kein Einzefall;-)

Susanne M.
14 Stunden zuvor

Ich denke, dass nur ein Teil mit einer bewussten bedürfnisbezogenen Erziehung zu tun hat. Es ist in meinen Augen eher ein herangezüchtetes quasi neurologisches Problem. Die Kinder wissen einfach nicht so genau, wo sie selbst anfangen und aufhören und was wehtut, weil sie sich selbst nicht spüren. Durch mangelnde Bewegung und Grenzen und Aufenthalten in der digitalen Welt sind die Grenzen tatsächlich durchlässig. Mit dem gepaart geht auch eine ganz schlechte Körperbeherrschung und fehlende Orientierung im Raum einher. Ich könnte mir vorstellen, dass ähnliche Maßnahmen, wie man sie auch bei autistischen Kindern anwendet, hier auch hilfreich sein könnten.